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Kann man mit BCI o.a. "Glauben" vermessen?

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Kay Martinen

unread,
Oct 9, 2023, 12:40:02 PM10/9/23
to
Hallo

Heute las ich in

<https://www.heise.de/hintergrund/Brauchen-wir-mehr-Bandbreite-fuer-Gehirnschnittstellen-9326059.html>

das man bei Neuralink mit einem Kilo-Elektroden-Implantat
experimentieren will. Und m.W. kann man mit anderen (Externen)
Bildgebenden Verfahren auch schon vage Aufschluß über das Gefühlsleben,
Stimmung o.a. bekommen.

Ich bin ja sowieso der überzeugung das viele Kriege und Konflikte durch
Religiösen Fanatismus oder einfach zwischen unterschiedlichen
Glaubensrichtungen ausgebrochen/ausgelöst wurden. Andere Gründe sind
wohl Ressourcen oder das sich zwei nicht ausstehen könnten (sowas soll's
geben). N.B. "Macht" ist auch so was wie eine Ressource. Eine von der
betroffene meist nie genug bekommen können...



Aber jetzt, bei den aktuellen "Krieg" zwischen Hamas und Israel habe ich
mich gefragt ob man schon mal versucht hat "Glauben" wissenschaftlich zu
untersuchen? Also prinzipiell fest stellte ob es meßbare unterschiede
gibt, z.b. bei einem Agnostiker, Atheisten oder einem Gläubigen,
Strenggläubigen (Orthodoxen) Menschen.

Das geht natürlich in die Richtung das Glaube eine Art Geisteszustand
sei. Und das meine ich völlig Wertneutral denn davon gibt es sicherlich
viele. Nicht alle sind gut, gesund oder erstrebenswert und die Positiven
zu finden und zu fördern kann nur im Sinne der Menschheit sein.

Als jemand der in einer Freiheitlichen Demokratie mit eher Säkularem
Ansatz aufwuchs und seine Lebenserfahrungen sammelte halte ich subjektiv
Religion oder Glaube (wenn er zu tief ist) für eher Negative
Geisteszustände. Das mögen Moslems, Christen, Juden, Buddhisten, etc,
völlig anders sehen - und ihre Regierungen (Diktatoren, Sharia o.a.)
noch mal anders. Gibt es da überhaupt einen Neutralen Maßstab?


Aber; so mein Gedanke; wenn man das mal weiter denkt und evtl. raus
findet was z.b. im Kopf eines Islamischen Fundamentalisten anders vor
ginge, oder was z.b. bei einem Christlichen Eiferer passiert der evtl.
zur Selbstgeißelung greift... dann könnte man daraus evtl. ableiten wie
man diese extreme "Glaubenstiefe" etwas abschwächen könnte.

Schlichtweg mit dem Ziel das weniger Menschen sterben weil einige
Fanatiker unbedingt Leute/Sachen in die Luft sprengen wollen - nur im
Namen ihres "Fiktiven Besten Freunds" den sie vielleicht für den einzig
wahren hielten. Was ich per Se für ein absolutes No-Go halte - egal von
welcher Glaubensrichtung. Man muß eine Möglicherweise vorliegende
Erkrankung ja erst mal identifizieren und verstehen bevor man einen
Therapieansatz sucht. Einen der nicht darin besteht "Tot allen
Ungläubigen" zu rufen und eine Bombe zu zünden!

Andererseits: Der Planet ist eh überbevölkert. Da ein Krieg einer der
Wenigen Validen Gründe für Wahlloses Massentöten ist, will man ja
vielleicht diesen Grund nicht hinterfragen oder gar einen Auslöser dafür
entwerten. :-(

Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Marco Moock

unread,
Oct 11, 2023, 2:50:58 AM10/11/23
to
Am 09.10.2023 um 18:30:37 Uhr schrieb Kay Martinen:

> Als jemand der in einer Freiheitlichen Demokratie mit eher Säkularem
> Ansatz aufwuchs und seine Lebenserfahrungen sammelte halte ich
> subjektiv Religion oder Glaube (wenn er zu tief ist) für eher
> Negative Geisteszustände.

Kommt immer darauf an, für wen. Für die gläubige Person ist der meist
positiv (es gibt aber auch Leute, die sich da massiv Angst machen
etc.), für ein nicht- oder andersgläubiges Umfeld oft sehr negativ,
wenn es Streit wegen des Glaubens oder Nicht-Glaubens.
Gibt genug Berichte, wo strenggläubige massive Probleme damit haben,
wenn Kinder etc. aus der Kirche austreten oder nur an religiösen
Ritualen nicht teilnehmen.

> Das mögen Moslems, Christen, Juden, Buddhisten, etc, völlig anders
> sehen - und ihre Regierungen (Diktatoren, Sharia o.a.) noch mal
> anders. Gibt es da überhaupt einen Neutralen Maßstab?

Draufsicht von außen, Orientierung an nachweisbaren Dingen.
Doch dann sind die Religionen nur noch heiße Luft.

> Aber; so mein Gedanke; wenn man das mal weiter denkt und evtl. raus
> findet was z.b. im Kopf eines Islamischen Fundamentalisten anders vor
> ginge, oder was z.b. bei einem Christlichen Eiferer passiert der
> evtl. zur Selbstgeißelung greift... dann könnte man daraus evtl.
> ableiten wie man diese extreme "Glaubenstiefe" etwas abschwächen
> könnte.

Der Grund dafür ist höchstwahrscheinlich, dass es den Leuten von Anfang
an eingetrichtert wird - mehr oder weniger stark.
Gerade als Kind ist man dem halt ausgeliefert und glaubt vor allem
alles, was die Eltern sagen. Wenn man das dann jahrelang macht, hat
sich das vermutlich im Gehirn eingebrannt, wie bei einer Bildröhre.

Es mag zwar Fälle geben, wo nicht-religiöse Menschen später mal
anfangen, zu glauben, aber ich vermute, dass das eher selten vorkommt.
Wechsel der Religion ist da schon eher der Fall.

> Schlichtweg mit dem Ziel das weniger Menschen sterben weil einige
> Fanatiker unbedingt Leute/Sachen in die Luft sprengen wollen - nur im
> Namen ihres "Fiktiven Besten Freunds" den sie vielleicht für den
> einzig wahren hielten.

Das ist nicht auf Religion beschränkt und wird in jeder Ideologie
stattfinden, auch in den westlichen Welt sieht man das, siehe USA und
ihre vielen Kriege. Das ist jetzt kein Gottesstaat wie der Iran.
Religion ist eine Möglichkeit, Terror zu begründen. Gläubige rennen dem
dann oft nach, hat man gut in der Kirche im 3. Reich gesehen. Da liefen
die Pfarrer mit Hakenkreuz rum, um Politik mithilfe von Religion zu
machen.

> Was ich per Se für ein absolutes No-Go halte - egal von welcher
> Glaubensrichtung. Man muß eine Möglicherweise vorliegende Erkrankung
> ja erst mal identifizieren und verstehen bevor man einen
> Therapieansatz sucht.

Das geht nur durch Bildung. Die Leute müssen verstehen, vor welchem
Karren die hergetrieben werden.

> Andererseits: Der Planet ist eh überbevölkert. Da ein Krieg einer der
> Wenigen Validen Gründe für Wahlloses Massentöten ist, will man ja
> vielleicht diesen Grund nicht hinterfragen oder gar einen Auslöser
> dafür entwerten. :-(

Da könnte gut die Waffenindustrie drinstecken.

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