Am 09.10.2023 um 18:30:37 Uhr schrieb Kay Martinen:
> Als jemand der in einer Freiheitlichen Demokratie mit eher Säkularem
> Ansatz aufwuchs und seine Lebenserfahrungen sammelte halte ich
> subjektiv Religion oder Glaube (wenn er zu tief ist) für eher
> Negative Geisteszustände.
Kommt immer darauf an, für wen. Für die gläubige Person ist der meist
positiv (es gibt aber auch Leute, die sich da massiv Angst machen
etc.), für ein nicht- oder andersgläubiges Umfeld oft sehr negativ,
wenn es Streit wegen des Glaubens oder Nicht-Glaubens.
Gibt genug Berichte, wo strenggläubige massive Probleme damit haben,
wenn Kinder etc. aus der Kirche austreten oder nur an religiösen
Ritualen nicht teilnehmen.
> Das mögen Moslems, Christen, Juden, Buddhisten, etc, völlig anders
> sehen - und ihre Regierungen (Diktatoren, Sharia o.a.) noch mal
> anders. Gibt es da überhaupt einen Neutralen Maßstab?
Draufsicht von außen, Orientierung an nachweisbaren Dingen.
Doch dann sind die Religionen nur noch heiße Luft.
> Aber; so mein Gedanke; wenn man das mal weiter denkt und evtl. raus
> findet was z.b. im Kopf eines Islamischen Fundamentalisten anders vor
> ginge, oder was z.b. bei einem Christlichen Eiferer passiert der
> evtl. zur Selbstgeißelung greift... dann könnte man daraus evtl.
> ableiten wie man diese extreme "Glaubenstiefe" etwas abschwächen
> könnte.
Der Grund dafür ist höchstwahrscheinlich, dass es den Leuten von Anfang
an eingetrichtert wird - mehr oder weniger stark.
Gerade als Kind ist man dem halt ausgeliefert und glaubt vor allem
alles, was die Eltern sagen. Wenn man das dann jahrelang macht, hat
sich das vermutlich im Gehirn eingebrannt, wie bei einer Bildröhre.
Es mag zwar Fälle geben, wo nicht-religiöse Menschen später mal
anfangen, zu glauben, aber ich vermute, dass das eher selten vorkommt.
Wechsel der Religion ist da schon eher der Fall.
> Schlichtweg mit dem Ziel das weniger Menschen sterben weil einige
> Fanatiker unbedingt Leute/Sachen in die Luft sprengen wollen - nur im
> Namen ihres "Fiktiven Besten Freunds" den sie vielleicht für den
> einzig wahren hielten.
Das ist nicht auf Religion beschränkt und wird in jeder Ideologie
stattfinden, auch in den westlichen Welt sieht man das, siehe USA und
ihre vielen Kriege. Das ist jetzt kein Gottesstaat wie der Iran.
Religion ist eine Möglichkeit, Terror zu begründen. Gläubige rennen dem
dann oft nach, hat man gut in der Kirche im 3. Reich gesehen. Da liefen
die Pfarrer mit Hakenkreuz rum, um Politik mithilfe von Religion zu
machen.
> Was ich per Se für ein absolutes No-Go halte - egal von welcher
> Glaubensrichtung. Man muß eine Möglicherweise vorliegende Erkrankung
> ja erst mal identifizieren und verstehen bevor man einen
> Therapieansatz sucht.
Das geht nur durch Bildung. Die Leute müssen verstehen, vor welchem
Karren die hergetrieben werden.
> Andererseits: Der Planet ist eh überbevölkert. Da ein Krieg einer der
> Wenigen Validen Gründe für Wahlloses Massentöten ist, will man ja
> vielleicht diesen Grund nicht hinterfragen oder gar einen Auslöser
> dafür entwerten. :-(
Da könnte gut die Waffenindustrie drinstecken.