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Benzin-Dieselgemisch trennen

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Uwe Mueller

unread,
Dec 16, 2008, 4:19:02 PM12/16/08
to
Hallo Ings.,
frage ich mal hier nach.

Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet

Ist für zu Hause etwas gefährlich.

Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.

Gibt es noch andere Ideen?
Spannung anlegen?
Sieb und viel Druck?
Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
Osmose? Semipermeable Membran ?


Uwe


Uwe Hercksen

unread,
Dec 17, 2008, 3:25:05 AM12/17/08
to

Uwe Mueller schrieb:

> Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.

Hallo,

in der Raffinerie destilliert man mit viel Energieaufwand um Diesel und
Benzin aus dem Erdöl zu gewinnen, wenn es gehen würde, dann würden die
auch Zentrifugen benutzen.

Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste und
sicherste.

Bye

Bernd Felsche

unread,
Dec 17, 2008, 4:03:29 AM12/17/08
to
Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> wrote:
>Uwe Mueller schrieb:

>> Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.

Dichte von Benzin und Diesel ist nicht gleich; aber es gibt auch
nicht viel unterschied.

>in der Raffinerie destilliert man mit viel Energieaufwand um Diesel und
>Benzin aus dem Erdöl zu gewinnen, wenn es gehen würde, dann würden die
>auch Zentrifugen benutzen.

>Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste und
>sicherste.

Ja. Kipp das alte Zeug einfach in die Gosse! :-)

Wenn Diesel und Benzin ausversehen vermischt werden, verdünnt man
das noch weiter mit Diesel und verbrennt es im Dieselmotor. Bei
unbekannten Mischvehältniss 10:1. 10-mal reiner Diesel zu einmal
vermischter Stoff. Dann bleibt im Schnitt ca 5% Benzin.

Bei der ersten Probe nicht den Tank damit auffüllen; halb-leer is
besser falls es noch etwas unverträglich ist. Dann sobald wie
möglich mit frischen Diesel auftanken.

Macht besonders bei älteren Dieselmotoren nichts aus. Vielleicht
springt Er auch noch besser bei kälte an. Auch neuere Motoren
die evtl Biodiesel gemisch verkraften sollen, brennen "leicht
verbenzinierten Diesel".
--
/"\ Bernd Felsche - Innovative Reckoning, Perth, Western Australia
\ / ASCII ribbon campaign | Second to agriculture, humbug is the
X against HTML mail | biggest industry of our age.
/ \ and postings | -- Alfred Nobel

Axel Berger

unread,
Dec 17, 2008, 1:17:00 AM12/17/08
to
*Uwe Mueller* wrote on Tue, 08-12-16 22:19:

>Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.

850 und 750 kg/m^3? Nicht wirklich gleich.

Aber welchen Zweck soll das Vorhaben erfüllen? Es wird möglicherweise
teurer als der Wert der Brennstoffe und Du hast keine Kontrolle über
die Additive. Mit etwas Pech erhältst Du klopffesten Diesel und
zündbeschleunigtes Benzin.

Uwe Hercksen

unread,
Dec 17, 2008, 10:59:57 AM12/17/08
to

Axel Berger schrieb:

> 850 und 750 kg/m^3? Nicht wirklich gleich.

Hallo,

eine Emulsion Öl mit Wasser kann man mit der Zentrifuge trennen (Sahne
aus Milch) aber eine Lösung verschiedener Flüssigkeiten ineinander
nicht, weder bei Alkohol und Wasser noch bei Benzin und Diesel.

Bye

Bodo Mysliwietz

unread,
Dec 17, 2008, 12:09:11 PM12/17/08
to
Uwe Mueller schrieb:

> Hallo Ings.,
> frage ich mal hier nach.
>
> Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
> Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet
>
> Ist für zu Hause etwas gefährlich.
>
> Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
>
> Gibt es noch andere Ideen?

Aber im Benziner sind doch Benzinfilter und im Diesel Dieselfilter ;-)

> Spannung anlegen?
> Sieb und viel Druck?
> Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
> Osmose? Semipermeable Membran ?

Zumindest für den Privatgebrauch absolut keinen gedanken Wert. Beide
Kraftstoffe sind für sich schon recht komplexe Gemische, nochmals
zusätzlich gespickt mit einigen Additiven. Ab einer gewissen
Größenordnung könnte man damit vielleicht eine Redestillationsanlage
oder Raffinierie beauftragen. Wenn sich das rentieren soll muß man
vermutlich Tankschiffdimensionen vorliegen haben.

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Message has been deleted

Axel Berger

unread,
Dec 17, 2008, 1:44:00 PM12/17/08
to
*Uwe Hercksen* wrote on Wed, 08-12-17 16:59:
>aber eine L÷sung verschiedener Flnssigkeiten ineinander nicht,

Glaube ich nicht, es geht sogar bei Gasen und sogar bei
Molmasseunterschieden von nur 352/349 (Uranhexafluorid).
Bei Milch ist es einfacher, da braucht es keine Zentrifuge, eine
einfache Handschleuder reicht schon, aber mit genug Geld und Aufwand
sollte es auch für verschiedene Kohlenwasserstoffe gehen.

Message has been deleted

Stefan Brröring

unread,
Dec 18, 2008, 10:16:43 AM12/18/08
to
Wieviel von dem Zeug hast du denn?

Wenn es um weniger als 100 l geht könnte man einfach jeweils ca. 5%
davon in jede Dieseltankfüllung geben. Das wurde doch früher sogar
empfohlen, damit der Diesel im Winter nicht zu dickflüssig wird.

Gruß

Stefan

Uwe Hercksen

unread,
Dec 18, 2008, 11:50:47 AM12/18/08
to

Axel Berger schrieb:

> Glaube ich nicht, es geht sogar bei Gasen und sogar bei
> Molmasseunterschieden von nur 352/349 (Uranhexafluorid).
> Bei Milch ist es einfacher, da braucht es keine Zentrifuge, eine
> einfache Handschleuder reicht schon, aber mit genug Geld und Aufwand
> sollte es auch für verschiedene Kohlenwasserstoffe gehen.

Hallo,

allerdings mit Kaskaden von vielen hochtourigen Gaszentrifugen und da
will man ja nicht die Isotope komplett trennen, sondern nur anreichern.
Wenn es denn so auch bei einer Lösung von Benzin und Diesel gehen soll,
dann nur mit unverhältnismässig hohem Aufwand und auch nur als
Anreicherung, nicht als vollständige Trennung.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Dec 18, 2008, 11:56:00 AM12/18/08
to

piddiw schrieb:

> Gevatter hatte anno tuck vor Stalingrad bis zu 20 % Benzin in den
> Diesel gekippt. Die hatten sogar extra Dichteheber um das zu
> kontrollieren.

Hallo,

sonst wäre ihm der Diesel bei den extrem tiefen Temperaturen ausgeflockt
und hätte den Filter verstopft.

Bye

Roland Damm

unread,
Dec 18, 2008, 5:09:17 PM12/18/08
to
Moin,

Bernd Felsche schrub:

>>Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste
>>und sicherste.
>
> Ja. Kipp das alte Zeug einfach in die Gosse! :-)
>
> Wenn Diesel und Benzin ausversehen vermischt werden, verdünnt
> man das noch weiter mit Diesel und verbrennt es im Dieselmotor.
> Bei unbekannten Mischvehältniss 10:1. 10-mal reiner Diesel zu
> einmal vermischter Stoff. Dann bleibt im Schnitt ca 5% Benzin.
>
> Bei der ersten Probe nicht den Tank damit auffüllen; halb-leer
> is besser falls es noch etwas unverträglich ist. Dann sobald
> wie möglich mit frischen Diesel auftanken.

> ...

Oder das Zeug vermischt mit etwas mehr Benzin im Moped oder im
Rasenmäher verheizen. Räuchert vielleicht etwas, aber wenn kein
Kat da ist, der verstopfen kann.....

CU Rollo

Roland Damm

unread,
Dec 18, 2008, 5:14:07 PM12/18/08
to
Moin,

Steffen Stein schrub:

>> aber mit genug Geld und Aufwand
>> sollte es auch für verschiedene Kohlenwasserstoffe gehen.
>

> nicht wenn sie ineinander gelöst sind - versuch doch einfach
> mal Salzwasser in Salz und Wasser oder Wodka in Alkohol und
> Wasser zu trennen.

Selbst mit Destillation lässt sich Wasser und Alkohol nicht
komplett trennen. Mit einer Zentrifuge geht es halt nur etwas
schlechter.

Aber die Sache ist belanglos: Wie schon gesagt sind weder Diesel
noch Benzin reine Stoffe (eine Oktanzahl von 98 heißt schon
lange nicht, dass das Zeug zu 98% aus Oktan besteht). Was man da
nach der Trennung erhalten würde wäre - unabhängig vom
Trennverfahren - weder Diesel noch Benzin in der Art, dass er
die Normen für diese Kraftstoffe erfüllen würde. Es käme einfach
nur irgendwas leichtes und irgendwas schweres bei raus, beides
nicht in gängigen Motoren als Kraftstoff verwendbar. Wen
noch 'nen Lanz auf'm Hof stehen hat, kann das sicher dafür
nutzen...:-)

CU Rollo

Stephan Lange

unread,
Dec 18, 2008, 7:33:46 PM12/18/08
to
Roland Damm schrieb:

> Aber die Sache ist belanglos: Wie schon gesagt sind weder Diesel
> noch Benzin reine Stoffe (eine Oktanzahl von 98 heißt schon
> lange nicht, dass das Zeug zu 98% aus Oktan besteht).

AFAIK ist da sogar gar kein (oder nur sehr wenig) (Iso-)oktan drin.

MfG

Stephan

Jan Conrads

unread,
Dec 19, 2008, 1:14:50 AM12/19/08
to
Roland Damm schrieb:

> Moin,
>
> Bernd Felsche schrub:
>
>>> Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste
>>> und sicherste.
>> Ja. Kipp das alte Zeug einfach in die Gosse! :-)

Wenn richtig Entsorgen, kleine Mengen evt vorsichtig verbrennen.


>>
>> Wenn Diesel und Benzin ausversehen vermischt werden, verdünnt
>> man das noch weiter mit Diesel und verbrennt es im Dieselmotor.
>> Bei unbekannten Mischvehältniss 10:1. 10-mal reiner Diesel zu
>> einmal vermischter Stoff. Dann bleibt im Schnitt ca 5% Benzin.

Moderne Dieselmotoren mögen das nicht ganz so, alte darf man aber bis zu
30% Normalbenzin füttern.

>>
>> Bei der ersten Probe nicht den Tank damit auffüllen; halb-leer
>> is besser falls es noch etwas unverträglich ist. Dann sobald
>> wie möglich mit frischen Diesel auftanken.
>> ...
>
> Oder das Zeug vermischt mit etwas mehr Benzin im Moped oder im
> Rasenmäher verheizen. Räuchert vielleicht etwas, aber wenn kein
> Kat da ist, der verstopfen kann.....

Würd ich aufpassen, wegen einem Rest Diesel im Kanister hab ich mal nen
Roller halb zerlegt, "warum zum Teufel läuft die Kiste nicht?"

Ansonsten kann man kleine Mengen sicher auch ner Ölheizung beimischen.
>
> CU Rollo

Gruß Jan

Ralf Teschenbaum

unread,
Dec 19, 2008, 2:02:22 AM12/19/08
to
piddiw schrieb:

> On Wed, 17 Dec 2008 18:03:29 +0900, Bernd Felsche
> <ber...@innovative.iinet.net.au> wrote:
>
>
>
>> Macht besonders bei älteren Dieselmotoren nichts aus. Vielleicht
>> springt Er auch noch besser bei kälte an. Auch neuere Motoren
>> die evtl Biodiesel gemisch verkraften sollen, brennen "leicht
>> verbenzinierten Diesel".
>
> Gevatter hatte anno tuck vor Stalingrad bis zu 20 % Benzin in den
> Diesel gekippt. Die hatten sogar extra Dichteheber um das zu
> kontrollieren.

Soweit ich mich erinnere, standen solche Mischungsverhältnisse vor 30 Jahren
noch in den Betriebsanleitungen der Dieselfahrzeuge.

Gruß, Ralf.

Uwe Mueller

unread,
Dec 19, 2008, 4:08:48 AM12/19/08
to
Hallo Stefan,

> Wieviel von dem Zeug hast du denn?

20 Liter Kanister. Scheunenfund. Wieviel jeweils vermischt wurde weiß
keiner.

Ich will auch nicht wirklich rumpanschen damit. Aber auf Verdacht in den
Rasenmäher kippen ist auch schlecht.
Bekommt der Nachbar für seinen Lanz zum nachfüllen.
Der alte Metallkanister ist danach dann wieder für Benzin nutzbar.

Vielen Dank an Alle für die Antworten.

Uwe

P.S.
Der Ölpreis ist ja wieder im Keller.


Stefan Brröring

unread,
Dec 19, 2008, 5:13:54 AM12/19/08
to
> 20 Liter Kanister. Scheunenfund. Wieviel jeweils vermischt wurde weiß
> keiner.
>
> Ich will auch nicht wirklich rumpanschen damit. Aber auf Verdacht in den
> Rasenmäher kippen ist auch schlecht.
> Bekommt der Nachbar für seinen Lanz zum nachfüllen.
> Der alte Metallkanister ist danach dann wieder für Benzin nutzbar.
>

Das ist sicher die beste Lösung.

Wenn sichergestellt ist, dass dort wirklich nur Diesel und Bezin drin
ist, hätte ich aber keine Bedenken, das in meinen W201 zu kippen,
jedesmal so 2-5l pro Tankfüllung.

Vor ca. 7-8 Jahren habe ich mal aus Versehen abends an einer kleinen
Tankstelle Super auf meinen Diesel getankt. Als ich es merkte, war es
schon zu spät. In der Tankstelle konnte man mir nicht helfen. Ein
anderer Kunde hat mich dann zu einer russischen KFZ-Werkstatt gelotst.
Waren ca. 3km zu fahren. Ging problemlos. Dort den Sprit abgesaugt und
mit dem Rest im Tank zurück zur Tankstelle. Dort den Tank komplett mit
Diesel aufgefüllt und ca. 120 Km nach Hause gefahren. Keine weiteren
Probleme. Das Auto läuft heute noch.

Gruß

Stefan

Axel Berger

unread,
Dec 18, 2008, 6:09:00 PM12/18/08
to
*Uwe Hercksen* wrote on Thu, 08-12-18 17:50:

>und da will man ja nicht die Isotope komplett trennen, sondern nur
>anreichern.

Das sieht der Herr Ahmaninejad aber ganz anders. Und über den unmäßigen
Aufwand sind wir uns ohnehin einig, nur das pauschale "geht garnicht"
glaube ich nicht.

Uwe Hercksen

unread,
Dec 19, 2008, 8:24:26 AM12/19/08
to

Axel Berger schrieb:

> Das sieht der Herr Ahmaninejad aber ganz anders. Und über den unmäßigen
> Aufwand sind wir uns ohnehin einig, nur das pauschale "geht garnicht"
> glaube ich nicht.

Hallo,

na ja, ob nun schwach angereichert oder hoch angereichert, alles keine
komplette Trennung. Hauptsache die Anreicherung reicht für den
jeweiligen Verwendungszewck aus.

Bye

Bernd Felsche

unread,
Dec 19, 2008, 9:06:27 AM12/19/08
to
"Uwe Mueller" <umue...@tiba-computer.de> wrote:

>> Wieviel von dem Zeug hast du denn?

>20 Liter Kanister. Scheunenfund. Wieviel jeweils vermischt wurde weiß
>keiner.

>Ich will auch nicht wirklich rumpanschen damit. Aber auf Verdacht in den
>Rasenmäher kippen ist auch schlecht.
>Bekommt der Nachbar für seinen Lanz zum nachfüllen.
>Der alte Metallkanister ist danach dann wieder für Benzin nutzbar.

>Vielen Dank an Alle für die Antworten.

>P.S.


>Der Ölpreis ist ja wieder im Keller.

Dann gleich den Keller volltanken. :-)

Message has been deleted

Roland Damm

unread,
Dec 19, 2008, 5:06:35 PM12/19/08
to
Moin,

Stefan Brröring schrub:

> Wenn sichergestellt ist, dass dort wirklich nur Diesel und
> Bezin drin ist, hätte ich aber keine Bedenken, das in meinen
> W201 zu kippen, jedesmal so 2-5l pro Tankfüllung.
>
> Vor ca. 7-8 Jahren habe ich mal aus Versehen abends an einer
> kleinen Tankstelle Super auf meinen Diesel getankt. Als ich es
> merkte, war es schon zu spät. In der Tankstelle konnte man mir
> nicht helfen. Ein anderer Kunde hat mich dann zu einer
> russischen KFZ-Werkstatt gelotst. Waren ca. 3km zu fahren. Ging
> problemlos. Dort den Sprit abgesaugt und mit dem Rest im Tank
> zurück zur Tankstelle. Dort den Tank komplett mit Diesel
> aufgefüllt und ca. 120 Km nach Hause gefahren. Keine weiteren
> Probleme. Das Auto läuft heute noch.

Was soll da auch passieren? Dass der Sprit gleich in der
Einspritzpumpe explodiert? Schlimmstenfalls zündet es nicht,
aber das wird es dann wohl doch tun, wenn genug Diesel da ist.
Im Winter liefen Dieselfahrzeuge auch mit Benzinbeimischung und
gerade im Winter dürfte das Zünden doch eher schwerer gehen.

CU Rollo

Ralf Teschenbaum

unread,
Dec 21, 2008, 6:01:06 PM12/21/08
to
Roland Damm schrieb:
> Stefan Brröring schrub:

>> Vor ca. 7-8 Jahren habe ich mal aus Versehen abends an einer
>> kleinen Tankstelle Super auf meinen Diesel getankt. Als ich es
>> merkte, war es schon zu spät. In der Tankstelle konnte man mir
>> nicht helfen. Ein anderer Kunde hat mich dann zu einer
>> russischen KFZ-Werkstatt gelotst. Waren ca. 3km zu fahren. Ging
>> problemlos. Dort den Sprit abgesaugt und mit dem Rest im Tank
>> zurück zur Tankstelle. Dort den Tank komplett mit Diesel
>> aufgefüllt und ca. 120 Km nach Hause gefahren. Keine weiteren
>> Probleme. Das Auto läuft heute noch.
>
> Was soll da auch passieren? Dass der Sprit gleich in der
> Einspritzpumpe explodiert? Schlimmstenfalls zündet es nicht,
> aber das wird es dann wohl doch tun, wenn genug Diesel da ist.
> Im Winter liefen Dieselfahrzeuge auch mit Benzinbeimischung und
> gerade im Winter dürfte das Zünden doch eher schwerer gehen.

Mercedes hatte Reiheneinspritzpumpen, die ölgeschmiert waren, damit wären
die Pumpen in der Tat wenig gefährdet gewesen. Die meisten anderen Diesel
hatten aber Verteiler-Einspritzpumpen (VE), die vom Diesel geschmiert wurden.
Das bedeutete zweierlei: Beim Mercedes pumpte jedes Pumpenelement mit halber
Kurbelwellendrehzahl, bei der VE pumpte das einzige Element mit der
Frequenz Zylinderzahl/2.

In beiden Fällen könnte eine klopfende Verbrennung Schäden in den
Gleitlagern der Kurbelwelle und Pleuel-Lager nach sich ziehen.


Gruß, Ralf.

Stefan Brröring

unread,
Dec 22, 2008, 9:26:35 AM12/22/08
to
> Mercedes hatte Reiheneinspritzpumpen, die ölgeschmiert waren, damit
> wären die Pumpen in der Tat wenig gefährdet gewesen. Die meisten anderen
> Diesel hatten aber Verteiler-Einspritzpumpen (VE), die vom Diesel
> geschmiert wurden.

Aha, interessant. Ich weiss zwar so halbwegs, wie eine Dieselmotor
funktioniert, aber die Details meines eigenen Autos kenne ich da nicht
so genau.

Du meinst also, der W201 hat eine Reiheneinspritzpumpe. Bei Wikipedia
hatte ich dazu mal gelesen, dass bei PKW-Motoren im Gegensatz zu
LKW-Motoren aus Kostengründen Verteilerpumpen eingebaut wären, was zu
Lasten der Lebensdauer geht...

Gruß

Stefan

Uwe Hercksen

unread,
Dec 22, 2008, 11:19:31 AM12/22/08
to

piddiw schrieb:

> Zudem kannste mit dem Lanz auch noch problemlos Dein altes Motorenöl
> loswerden.

Hallo,

jaja, wenn der Lanz die im alten Motorenöl vorhandenen Schadstoffe in
der Umgebungsluft verteilt, dann ist das völlig problemlos...

Bye

Message has been deleted

Roland Damm

unread,
Dec 22, 2008, 5:23:08 PM12/22/08
to
Moin,

Ralf Teschenbaum schrub:

> In beiden Fällen könnte eine klopfende Verbrennung Schäden in
> den Gleitlagern der Kurbelwelle und Pleuel-Lager nach sich
> ziehen.

Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.

Allerdings das Problem mit der Schmierung der Einspritzpumpe sehe
ich ein.

CU Rollo

Axel Berger

unread,
Dec 23, 2008, 8:44:00 AM12/23/08
to
*Roland Damm* wrote on Mon, 08-12-22 23:23:

>Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.

Wenn Du Dich da mal nicht irrst. In der idealen Theorie zündet der
Kraftstoff in der heißen Luft sofort und wird über einen größeren
Kurbelwinkel nachgeliefert für einen gleichmäßigen Gleichdruckprozess.
In der Praxis wird die Zündung verzögert und die bis dahin
eingespritzte Menge zündet auf einmal. Man nennt es Nageln, nicht
Klingeln, aber allein deshalb wird es für Oberflächen und Lager nicht
schonender.

Ralf Teschenbaum

unread,
Dec 23, 2008, 11:40:29 AM12/23/08
to
Roland Damm schrieb:

> Moin,
>
> Ralf Teschenbaum schrub:
>
>> In beiden Fällen könnte eine klopfende Verbrennung Schäden in
>> den Gleitlagern der Kurbelwelle und Pleuel-Lager nach sich
>> ziehen.
>
> Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.

Klopfende Verbrennung gibt es auch beim Diesel. Und dabei handelt es sich
nicht nur um Kaltstartnageln, sondern kann auch bei warmem Motor ablaufen.
Auslöser sind beispielsweise Düsenfehler, bei denen die Zerstäubung nicht
stimmt.

Gruß, Ralf.

Ralf Teschenbaum

unread,
Dec 23, 2008, 11:42:56 AM12/23/08
to
Stefan Brröring schrieb:


Stimmt - bis auf Mercedes. BMW hat sogar in der Werbung gegen Mercedes und
für seine ersten Diesel einen technischen Vorteil der VE entdeckt:
Zusatzelemente, wie die elektronische Steuerungen, lassen sich einfacher
integrieren, da ja nur ein Pumpenelement zu steuern ist.


Gruß, Ralf.

Prabodh C. Brendler

unread,
Dec 23, 2008, 2:39:29 PM12/23/08
to

Ich denke, Dieselmotoren sind aber darauf ausgelegt. Und darum sollte es
ihnen auch nicht schaden.
Was das Nageln durch verschlissene Einspritzdüsen angeht, war die Werkstatt
der Meinung, das koste zwar Leistung, sei anfangs aber harmlos. Erst wenn
Tropfen unverbrannten Kraftstoffs den Kolbenboden treffen, gehts dahin.
Aber solange lässt eh niemand schadhafte Düsen im Motor.

Prabodh

Axel Berger

unread,
Dec 23, 2008, 9:54:00 PM12/23/08
to
*Prabodh C. Brendler* wrote on Tue, 08-12-23 20:39:

>Ich denke, Dieselmotoren sind aber darauf ausgelegt.

Auf das normale Maß. Die Oktanzahlverbesserer im Benzin tun alles um
die Verzögerung im Diesel zu verschlimmern.

Roland Damm

unread,
Dec 25, 2008, 6:31:35 PM12/25/08
to
Moin,

Axel Berger schrub:

Ich hätte gedacht, dass _Klopfen_ quasi per Definition ein zu
frühes Zünden des Gemisches ist. Das kann es beim Diesel nicht
geben.

CU Rollo

Axel Berger

unread,
Dec 26, 2008, 4:13:00 AM12/26/08
to
*Roland Damm* wrote on Fri, 08-12-26 00:31:
>dass _Klopfen_ quasi per Definition ein zu fr?Pilches Z?Pilcnden des Gemisches
>ist.

Auch nicht, nicht einmal der wichtigste Prozess. Auch die Explosion im
Explosiosmotor hat eine endliche Flammengeschwindigkeit und ist bei
höheren Drehzahlen recht weit weg vom theoretischen Gleichraumprozess.
Die Verbrennung komprimiert und erhitzt den noch unverbrannten Anteil
weiter und es kann dazu kommen, daß statt der laufenden Front das
Restvolumen nahezu gleichzeitig zündet. (Alternativ wird an heißen
Stellen eine oder mehrere gegenläufige Fronten gezündet.) Das ist das
besonders schädliche und gefährliche Hochdrehzahlklingeln (ab ca. 4000
min^-1). Das gut hörbare Klingeln bei 2000 min^-1 ist dagegen fast
vollkommen harmlos.

gUnther nanonüm

unread,
Mar 11, 2009, 2:39:25 PM3/11/09
to

"Axel Berger" <Axel_...@b.maus.de> schrieb im Newsbeitrag
news:200812261...@b.maus.de...
..

> Die Verbrennung komprimiert und erhitzt den noch unverbrannten Anteil
> weiter und es kann dazu kommen, daß statt der laufenden Front das
> Restvolumen nahezu gleichzeitig zündet. (Alternativ wird an heißen
> Stellen eine oder mehrere gegenläufige Fronten gezündet.) Das ist das
> besonders schädliche und gefährliche Hochdrehzahlklingeln (ab ca. 4000
> min^-1). Das gut hörbare Klingeln bei 2000 min^-1 ist dagegen fast
> vollkommen harmlos.

Hi,
ja, aber auch mit allen Additiven aller Benzine fehlt dem Drecksdiesel noch
der Sauerstoff. Die Additive müssen erstmal abwarten, an den ranzukommen.
Bis dahin ist aber der Brennraum schon zu heiß und der OT weit weg, das gibt
dann keine gefährliche Belastung mehr. Diesel laufen sogar mit Kohlenstaub.

--
mfg,
gUnther

gUnther nanonüm

unread,
Mar 11, 2009, 2:47:23 PM3/11/09
to

"Uwe Mueller" <umue...@tiba-computer.de> schrieb im Newsbeitrag
news:0hil16-...@hwr.meyer...
..
> Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
> Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet
>
> Ist für zu Hause etwas gefährlich.
>
> Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
>
> Gibt es noch andere Ideen?
> Spannung anlegen?
> Sieb und viel Druck?
> Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
> Osmose? Semipermeable Membran ?

Hi,
man könnte mit Kälte arbeiten, eine wirklich gute Kühltruhe auf
"turbogefrieren" sollte -28°C schaffen, dabei sollte einiges des Paraffins
ausflocken bzw aussulzen. leider nicht alles wegen des Benzins, aber man
kanns ja mal versuchen. Dann die "Sülze" abfischen und später mit ein wenig
des Benzinrests versetzen, soeine Masse sollte als Diesel im alten
Nicht-Turbo-Golf oder W123-Diesel durchaus gehen, mit frischem Diesel oder
Biodiesel verdünnt. Das Benzin dagegen ins Mofa oder den 2takter-Rasenmäher
(mit Getrenntschmierung) kippen und anhand der Rauchfahne nachkippen.
Ansonsten ist soein Drecksbenzin ein tolles Reinigungsbad fürs Autobasteln.
Könnte gut sein, daß das überhaupt daher stammt, der Inhalt der ehemaligen
Radlagerwaschwanne :-)
Außerdem nehmen die Chemieabfallsammelstellen das auch an.

--
mfg,
gUnther

Axel Berger

unread,
Mar 12, 2009, 12:00:00 AM3/12/09
to
*gUnther nanonüm* wrote on Wed, 09-03-11 19:39:

>aber auch mit allen Additiven aller Benzine fehlt dem Drecksdiesel noch
>der Sauerstoff.

Nicht bei äußerer Gemischbildung, von der in meinem Posting aus dem
*Dezember 2008* die Rede war. Irgendein Grund, warum Du ohne Anlaß
ausgerechnet heute darauf antwortest?

stonec...@gmail.com

unread,
Jun 25, 2014, 12:09:15 PM6/25/14
to
Am Dienstag, 16. Dezember 2008 22:19:02 UTC+1 schrieb Uwe Mueller:
> Hallo Ings.,
> frage ich mal hier nach.
>
> Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
> Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet
>
> Ist für zu Hause etwas gefährlich.
>
> Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
>
> Gibt es noch andere Ideen?
> Spannung anlegen?
> Sieb und viel Druck?
> Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
> Osmose? Semipermeable Membran ?
>
>
> Uwe

warum machst du nich einfan n schönes feuer :D

gUnther nanon�m

unread,
Jun 25, 2014, 12:43:22 PM6/25/14
to

<stonec...@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:956466a0-6447-441a...@googlegroups.com...

> Gibt es noch andere Ideen?
> Spannung anlegen?
> Sieb und viel Druck?
> Unterdruck und absaugen �ber die L�slichkeit? (ungef�hrliche Destillation)
> Osmose? Semipermeable Membran ?

Hi,
tiefgefrieren. So ab -40 sollte Diesel bzw Paraffin ausf�llen.
Aber Unterdruckdestillation w�r schon das Simpelste.
Druckfestes Fa� mit Mischung, alten K�hlschrankkompressor und zweites
Blechfa� in Erde verbuddelt weit genug weg f�r die (hoffentlich)
kondensierenden Benzind�mpfe. Verbindung per Plastikschlauch.

--
mfg,
gUnther


Franz Glaser

unread,
Jun 25, 2014, 2:06:40 PM6/25/14
to
Am 25.06.2014 18:09, schrieb stonec...@gmail.com:

>>Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.

Das irritiert mich jetzt aber sehr.

Superbenzin: 0,74
Diesel: 0,83

Das ist es auch, was den Dieselmotor irrt�mlich so wirtschaftlich macht.
In kg und somit in kcal frisst er gleich viel wie der Benziner.

kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12

http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff

GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schl�pft, nennt er L�ge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an G�tter, die gro�en L�rm in der Welt
machen!
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)

gUnther nanon�m

unread,
Jun 25, 2014, 4:05:15 PM6/25/14
to

"Franz Glaser" <fr...@meg-glaser.com> schrieb im Newsbeitrag
news:c10hdc...@mid.individual.net...

> Das ist es auch, was den Dieselmotor irrt�mlich so wirtschaftlich macht.
> In kg und somit in kcal frisst er gleich viel wie der Benziner.
>
> kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff

Hi,
der Irrtum ist woanders, und ist keiner. Der Diesel hat den gesamten
Brennraum schon "hei�" und verbrennt dennoch meist nur einen Teil seiner
Luft. Der Benziner mu� aber seinen fl�chtigen Sprit rechtzeitig anz�nden,
bevor jener im Magermix allzuweit auseinanderf�llt. Da macht die h�here
Verdichtung des Diesels viel aus.

--
mfg,
gUnther


Axel Berger

unread,
Jun 26, 2014, 1:35:00 AM6/26/14
to
gUnther nanon�m wrote on Wed, 14-06-25 22:05:
>Da macht die h�here Verdichtung des Diesels viel aus.

Nur bedingt, das Optimum, dem auch Benziner immer n�her kommen, liegt
bei rund 16, dar�ber steigen die Verluste wieder. Die hohen Werte sind
bei kleinen Motoren f�r den Kaltstart notwendig.

Auch sonst hat Franz v�llig recht. Beide Kraftsoffe haben recht genau
42.5 MJ/kg, Diesel ist 13 % dichter und mit 13 % ist der gr��te Teil
des in Volumen gemssenen Verbrauchsvorteils weg.

Axel Berger

unread,
Jun 26, 2014, 1:30:00 AM6/26/14
to
Franz Glaser wrote on Wed, 14-06-25 20:06:
>Das irritiert mich jetzt aber sehr.

Ihr erinnert Euch schon alle noch, da� diese Diskussion bereits vor
Jahren schon komplett durch war, bevor ein namenloser, anonymer Troll
sie sechs Jahre sp�ter mit einem vollkommen sinnlosen Posting wieder
aufw�rmte?

stonecraft98 wrote on Wed, 14-06-25 18:09:
> Am Dienstag, 16. Dezember 2008 22:19:02 UTC+1 schrieb Uwe Mueller:
>> ...
> warum machst du nich einfan n sch�nes feuer :D

Andreas Bockelmann

unread,
Jun 26, 2014, 9:40:45 AM6/26/14
to
stonec...@gmail.com schrieb:
> Am Dienstag, 16. Dezember 2008 22:19:02 UTC+1 schrieb Uwe Mueller:
>> Hallo Ings.,
>> frage ich mal hier nach.

> warum machst du nich einfan n sch�nes feuer :D

Weil der Kraftstoff nach 7,5 Jahren mutma�lich l�ngst verdunstet ist.

Ich liebe die googlegroups-Sp�tz�nder :-)


--
Mit freundlichen Gr��en
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516

Matthias Frank

unread,
Jun 26, 2014, 10:55:25 AM6/26/14
to
Am 26.06.2014 15:40, schrieb Andreas Bockelmann:
> stonec...@gmail.com schrieb:
>> Am Dienstag, 16. Dezember 2008 22:19:02 UTC+1 schrieb Uwe Mueller:
>>> Hallo Ings.,
>>> frage ich mal hier nach.
>
>> warum machst du nich einfan n sch�nes feuer :D
>
> Weil der Kraftstoff nach 7,5 Jahren mutma�lich l�ngst verdunstet ist.

Wobei erst das Benzin verdunstet. Wenn man Gl�ck hat, hat man
noch das Diesel �brig.

MfG
Matthias

Andreas Bockelmann

unread,
Jun 26, 2014, 11:35:10 AM6/26/14
to
Matthias Frank schrieb:
Arrrggghhhh!!! mea culpa!

Schrieb ich wirklich 7,5 Jahre? Sechs, setzen, mangelhaft, au�erdem
ungen�gend!

Franz Glaser

unread,
Jun 26, 2014, 3:00:53 PM6/26/14
to
Nicht ernsthaft-praktisch sondern nur aus Interesse ...

Wie sollte denn eine Zapfs�ule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Biesel�ls _genau_ erfasst? Auch um
die Temperaturfehler zu verringern.

Da erinnere ich mich an ein U-Rohr (den Rest habe ich vergessen) und an
Zentrifugen, deren Stromverbrauch gemessen wird. Prallplatte nach
Fallh�he ist wohl auch nicht intelligenter.

Thomas Rachel

unread,
Jun 27, 2014, 6:20:05 AM6/27/14
to
Am 26.06.2014 21:00 schrieb Franz Glaser:

> Wie sollte denn eine Zapfs�ule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
> Masse des durchgeflossenen Benzins/Biesel�ls _genau_ erfasst? Auch um
> die Temperaturfehler zu verringern.

Messung Durchflu�, Messung Temperatur, Umrechnung in Masse.


�hnlich wie die Gasrechnung, bei der ja auch der gemessene Verbrauch in
m� erfasst, mit einem lageabh�ngigen Faktor versehen, in kWh umgerechnet
und dann abgerechnet wird.


Thomas

Franz Glaser

unread,
Jun 27, 2014, 10:45:03 AM6/27/14
to
Ebendas will ich vermeiden.

Axel Berger

unread,
Jun 27, 2014, 9:02:00 AM6/27/14
to
Franz Glaser wrote on Thu, 14-06-26 21:00:
>Wie sollte denn eine ZapfsSigmule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
>Masse des durchgeflossenen Benzins/Biesel�ls _genau_ erfasst?

Das einfachste d�rfte sein, die Dichte genu zu messen und zu rechnen.
Die Zeit der mechanischen R�derz�hlwerke ist ja vorbei. Bei geliefertem
Heiz�l ist eine Kompensation f�r die Temperatur bereits vorhanden.

Axel Berger

unread,
Jun 27, 2014, 9:06:00 AM6/27/14
to
Thomas Rachel wrote on Fri, 14-06-27 12:20:
>Messung Durchfluoo, Messung Temperatur, Umrechnung in Masse.

Reicht nicht, die Dichte mu� es sein. Die Zusammensetzung der
verschiedenen Mischungen schwankt deutlich, der Heizwert aber auch
etwas. Damals im Institut hingen die Me�werte f�r die aktuell gerade
getankten Pr�fstandsversorgungen aus.

Franz Glaser

unread,
Jun 28, 2014, 4:43:56 AM6/28/14
to
Am 27.06.2014 15:02, schrieb Axel Berger:
> Franz Glaser wrote on Thu, 14-06-26 21:00:

>> Wie sollte denn eine Zapfs�ule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
>> Masse des durchgeflossenen Benzins/Biesel�ls _genau_ erfasst?
>
> Das einfachste d�rfte sein, die Dichte genu zu messen und zu rechnen.
> Die Zeit der mechanischen R�derz�hlwerke ist ja vorbei. Bei geliefertem
> Heiz�l ist eine Kompensation f�r die Temperatur bereits vorhanden.


Wenn schon die Dichte, dann gleich die verkaufte Masse. Inklusive
Luftbl�schen und (Temperatur)schwankungen.

Es muss ja sowas geben wie eine Bandwaage f�r Streugut aber mit einem
gewogenen Rohr, wobei die Flie�geschwindigkeit weiterhin mit einem
Turborad oder mit Ultraschall gemessen werden muss, vielleicht wie
bisher mit einer geeichten Pumpe.

Die �lfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.

Als die DDR zur BRD wurde, kam die Ungenauigkeit der dortigen Zapfs�ulen
wie ein Albtraum auf die westlichen Autofahrer hernieder - und wurde per
Gesetz ein gutes Gesch�ft f�r die �lfirmen.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 7, 2014, 10:55:07 AM7/7/14
to
Am 25.06.2014 20:06, schrieb Franz Glaser:
> Am 25.06.2014 18:09, schrieb stonec...@gmail.com:
>
>>> Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
>
> Das irritiert mich jetzt aber sehr.
>
> Superbenzin: 0,74
> Diesel: 0,83

Dennoch dᅵrfte es, wenn ᅵberhaupt mᅵglich, schon
Hochleistungszentrifugen benᅵtigen. Ein Benzin-Dieselgemisch ist
schliesslich keine Emulsion oder Suspension.

>
> Das ist es auch, was den Dieselmotor irrtᅵmlich so wirtschaftlich macht.
> In kg und somit in kcal frisst er gleich viel wie der Benziner.
>
> kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff

Hmmm, das relativiert nur den Dieselvebrauch - sprich die CO2-Emmission
- ein wenig. Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen
Verbrauchsvorteil haben der deutlich ᅵber dem des Dichteunterschied liegt.


--
Glᅵck Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 7, 2014, 11:04:20 AM7/7/14
to
Am 27.06.2014 15:02, schrieb Axel Berger:
> Franz Glaser wrote on Thu, 14-06-26 21:00:
>> Wie sollte denn eine ZapfsSigmule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
>> Masse des durchgeflossenen Benzins/Bieselᅵls _genau_ erfasst?
>
> Das einfachste dᅵrfte sein, die Dichte genu zu messen und zu rechnen.
> Die Zeit der mechanischen Rᅵderzᅵhlwerke ist ja vorbei. Bei geliefertem
> Heizᅵl ist eine Kompensation fᅵr die Temperatur bereits vorhanden.

Auch Zapfsᅵulen an der Tanke zeigen das Volumen immer normiert auf 15 ᅵC
an. Egal ob der Sprit gerade mit 5 oder 25 ᅵC aus dem Tank kommt.

Es ist, was das "bezahlen" betrifft auch vᅵllig schnuppe ob wir Liter
oder Kilogramm an der Tanke einfᅵhren. Wᅵrden wir heute, per Gesetz, auf
Masse (kg) umstellen wᅵrden sich Proportional die kg-Preise ᅵndern.
Sprich gewonnen hᅵtten wir nichts.
Lediglich bei den Stammtisch-Verbrauchs-Diskussionen wᅵre etwas mehr
Prᅵzision drin. Wir wᅵrden dann nicht mehr um 40 bis 100% Unterschied
reden sondern von 25 bis 85%.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 7, 2014, 11:06:14 AM7/7/14
to
Am 28.06.2014 10:43, schrieb Franz Glaser:

> Die ᅵlfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
> sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.

Die Handelseinheit ist aber nunmal in Volumen - das Barrel (Faᅵ).

Franz Glaser

unread,
Jul 7, 2014, 2:34:53 PM7/7/14
to
Am 07.07.2014 17:06, schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 28.06.2014 10:43, schrieb Franz Glaser:
>
>> Die ᅵlfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
>> sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.
>
> Die Handelseinheit ist aber nunmal in Volumen - das Barrel (Faᅵ).

"nunmal" war vor vielen Jahren auch das ptolemᅵische Weltbild, als die
"Sterne" Sauschwᅵnzchen aufs gᅵttliche Firmament zeichneten.
:-)

GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlᅵpft, nennt er Lᅵge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Gᅵtter, die groᅵen Lᅵrm in der Welt

Franz Glaser

unread,
Jul 7, 2014, 2:41:24 PM7/7/14
to
Am 07.07.2014 16:55, schrieb Bodo Mysliwietz:
>>
>> kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
>>
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff
>
> Hmmm, das relativiert nur den Dieselvebrauch - sprich die CO2-Emmission
> - ein wenig. Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen
> Verbrauchsvorteil haben der deutlich ᅵber dem des Dichteunterschied liegt.


Der liegt vorwiegend darin begrᅵndet, dass Dieselfahrzeuge immer noch so
schlecht beschleunigen, dass sie weniger m*vᅵ/2 auf der Strecke auf die
Straᅵe bringen, die eine durchschnittliche Wildsau in Wᅵrme wegbremsen kann.

Darin liegt auch der Vorteil der Dampflok - obwohl sie unglaubliche
Tonnen Leergewicht durch die Gegend schleift.

Alle Energie wird Wᅵrme: Bremsen ist die teuerste Energie beim Fahren.

GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlᅵpft, nennt er Lᅵge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Gᅵtter, die groᅵen Lᅵrm in der Welt

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 8, 2014, 8:17:22 AM7/8/14
to
Am 07.07.2014 20:34, schrieb Franz Glaser:
> Am 07.07.2014 17:06, schrieb Bodo Mysliwietz:
>> Am 28.06.2014 10:43, schrieb Franz Glaser:
>>
>>> Die ᅵlfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
>>> sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.
>>
>> Die Handelseinheit ist aber nunmal in Volumen - das Barrel (Faᅵ).
>
> "nunmal" war vor vielen Jahren auch das ptolemᅵische Weltbild, als die
> "Sterne" Sauschwᅵnzchen aufs gᅵttliche Firmament zeichneten.
> :-)

Naja, die Anlagenbauer werden wohl was Energiebilanzen betrifft
vermutlich eh in Massen- oder Stoffmengenstrᅵme umrechnen. Fᅵr den
Endkunden ist es reine Definitionssache. Zahlen wird die die Stoffmenge
eh gleich.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 8, 2014, 8:21:48 AM7/8/14
to
Am 07.07.2014 20:41, schrieb Franz Glaser:
> Am 07.07.2014 16:55, schrieb Bodo Mysliwietz:
>>>
>>> kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
>>>
>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff
>>
>> Hmmm, das relativiert nur den Dieselvebrauch - sprich die CO2-Emmission
>> - ein wenig. Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen
>> Verbrauchsvorteil haben der deutlich ᅵber dem des Dichteunterschied
>> liegt.
>
>
> Der liegt vorwiegend darin begrᅵndet, dass Dieselfahrzeuge immer noch so
> schlecht beschleunigen,

Bei gleicher Leistung, z.B. konstanter Fahrt, wird man sehen das der
Diesel immer noch einen deutlichen Vorteil ᅵber dem Dichteverhᅵltnis
haben. Mit modernen Turbodieseln ist das "scheinbar" langsamere
Beschleunigen urban legend geworden. Im Gegenteil, meiner Beobachtung
nach beschleunigen die Menschen eher stᅵrker - extrem angehobene
Drehmomente im Vergleich zu 2 Jahrzehnten zurᅵck.

Axel Berger

unread,
Jul 8, 2014, 2:48:00 PM7/8/14
to
Bodo Mysliwietz wrote on Mon, 14-07-07 16:55:
>Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen Verbrauchsvorteil
>haben der deutlich nber dem des Dichteunterschied liegt.

Ja und nein. In der Praxis hast Du recht. Wegen der fehlenden Drossel
haben Diesel erheblich bessere Teillastwirkungsgrade und nehmen zu
hochtouriges Fahren mit zu wenig Gas deutlich weniger �bel. Werden
beide optimal und im richtigen Gang bewegt, dann wird der Unterschied
erhblich kleiner.
Zweitens sprichst Du von der Vergangenheit, wo optimierte Diesel gegen
versaute Benziner antraten. Ich habe noch offizielle
Normverbrauchsangaben aus der Zeit, als es nahezu idenische Benziner
und Motoren mit und ohne gKAT zu kaufen gab. Diesel wurden da noch
verbrauchsoptimal ausgelegt. Seit bei denen auch elektronisch und zu
Lasten des Verbrauchs allein das Abgas optimiert wird steigen die
Verbr�uche deutlich. Beim Golf TDI mit identischer Leistung und
Fahrweise von Baujahr 1995 auf Baujahr 2004 um 20 % von 5.6 auf 6.7
l/100km.

Micael Guignard

unread,
Jul 12, 2014, 7:22:17 AM7/12/14
to
On Thu, 26 Jun 2014 21:00:53 +0200, Franz Glaser wrote:

> Nicht ernsthaft-praktisch sondern nur aus Interesse ...

> Wie sollte denn eine Zapfsäule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
> Masse des durchgeflossenen Benzins/Bieselöls _genau_ erfasst? Auch um
> die Temperaturfehler zu verringern.

Massendurchfluss-Messung mit einem Coriolis Messsystem, hierbei sind
Massendurchfluss und Dichte direkte/primäre Messwerte.

> Da erinnere ich mich an ein U-Rohr

Es gibt in der Tat einige solche Messgeräte/Systeme, die eine
U-Rohr-Form aufweisen (offensichtlich z. B. bei der Micro Motion ELITE
Serie von Emerson Process Management, eher von einem quaderförmigen
Gehäuse ummantelt bei einigen anderen).

> (den Rest habe ich vergessen)

Dieser "Rest" bei diesen Messsystemen hat meiner Erinnerung nach mit
Schwingungen zu tun (Anregung, Änderung der Resonanzfrequenz,
Phasenverschiebung, ...) zu tun.


Viele Grüße

Mic.
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