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Leitungsberechnung

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Gregor Szaktilla

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Jul 11, 2012, 3:18:46 PM7/11/12
to
Hallo zusammen!

Neulich wollte ich die Querschnittfläche eines Leiters ausrechnen und habe
im Elektrotechnik-Tabellenbuch eines Freundes folgende Formel gefunden:

2 * l * I * cos(phi)
A = --------------------
x * Ua

A, l, I und Ua sind mir klar. Ich weiß jedoch nicht wie ich 'cos(phi)'
(Leistungsfaktor) und 'x' (Leitfähigkeit) errechnen/ermitteln kann/muss.

Kann mir jemand sagen, wie diese Formel bzw. die unklaren Werte zu
handhaben bzw. zu errechnen/ermitteln ist bzw. sind?

Konkret geht es um eine Art Schaltkasten, über den vier (Netz-) Steckdosen
geschaltet werden können. Ich wüsste gerne, was für Kabel ich benutzen
muss, um auf der sicheren Seite zu sein, wenn jede Steckdose mit max. ca.
450 W belastet werden soll/darf (diese Einschränkung wird von den Schaltern
vorgegeben: max. 2A/250V~).

Ich hoffe, ich habe klar genug ausgedrückt, worum es geht.

TIA für alle Antworten

Gregor

Helmut Hullen

unread,
Jul 11, 2012, 3:44:00 PM7/11/12
to
Hallo, Gregor,

Du meintest am 11.07.12:

> Neulich wollte ich die Querschnittfl�che eines Leiters ausrechnen und
> habe im Elektrotechnik-Tabellenbuch eines Freundes folgende Formel
> gefunden:

> 2 * l * I * cos(phi)
> A = --------------------
> x * Ua

> A, l, I und Ua sind mir klar. Ich wei� jedoch nicht wie ich
> 'cos(phi)' (Leistungsfaktor) und 'x' (Leitf�higkeit)
> errechnen/ermitteln kann/muss.


Faustformel f�r die Leitf�higkeit: 56 m/(Ohm*mm2); das ist preiswertes
E-Kupfer (mal unterstellt, dass Du eine Kupferleitung benutzen willst).

cos phi: "das kommt drauf an!" - was f�r (grosse) Lasten h�ngen an der
Leitung? Bei einem Durchlauferhitzer ist cos phi = 1, bei einem alten E-
Herd und bei einer Waschmaschine auch. Bei einem Induktionsherd m�sste
ich in die Datenbl�tter schauen.

Viele Gruesse!
Helmut

Gregor Szaktilla

unread,
Jul 11, 2012, 3:59:50 PM7/11/12
to
Hallo Helmut,

> Faustformel f�r die Leitf�higkeit: 56 m/(Ohm*mm2); das ist preiswertes
> E-Kupfer (mal unterstellt, dass Du eine Kupferleitung benutzen willst).

Ja, von Kupfer kannst Du ausgehen.

> cos phi: "das kommt drauf an!" - was f�r (grosse) Lasten h�ngen an der
> Leitung? ...

Ziemlich kleine Lasten. Die Schalter geben ja schon max. 500 W vor. An eine
Steckdose kommt ein Teil meiner EDV, die bislang nie �ber 200 W hinaus
ging. Die anderen Sachen liegen deutlich darunter.

Viele Gr��e

Gregor

--
Die Form ist der K�rper der Farbe, die Farbe ist die Seele der Form. (Karl
Gerstner)

Helmut Hullen

unread,
Jul 11, 2012, 4:24:00 PM7/11/12
to
Hallo, Gregor,

Du meintest am 11.07.12:

>> Faustformel f�r die Leitf�higkeit: 56 m/(Ohm*mm2); das ist
>> preiswertes E-Kupfer (mal unterstellt, dass Du eine Kupferleitung
>> benutzen willst).

> Ja, von Kupfer kannst Du ausgehen.

>> cos phi: "das kommt drauf an!" - was f�r (grosse) Lasten h�ngen an
>> der Leitung? ...

> Ziemlich kleine Lasten. Die Schalter geben ja schon max. 500 W vor.
> An eine Steckdose kommt ein Teil meiner EDV, die bislang nie �ber 200
> W hinaus ging. Die anderen Sachen liegen deutlich darunter.

Wenn "normale" Steckdosen zu versorgen sind: 3*1,5 - fertig. Da wird
nicht gerechnet.

Viele Gruesse!
Helmut

Bernd Mayer

unread,
Jul 11, 2012, 4:42:08 PM7/11/12
to
Hallo,

ja - man schaut einfach in Tabellen nach statt zu rechnen:
http://www.mostec.de/03Mostec2000/Mostec2000/Anhang/Tabellen/Belastbarkeit_Kabel.html


Bernd Mayer


Lutz Illigen

unread,
Jul 11, 2012, 11:42:56 PM7/11/12
to
Gregor Szaktilla <spa...@ktilla.de> wrote:

> Ziemlich kleine Lasten. Die Schalter geben ja schon max. 500
> W vor. An eine Steckdose kommt ein Teil meiner EDV, die
> bislang nie über 200 W hinaus ging. Die anderen Sachen liegen
> deutlich darunter.

Da eh ein Mindesquerschnitt von 1,5 mm² vorgeschrieben ist braucht
man nicht zu rechnen…

Lutz

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 12, 2012, 11:00:22 AM7/12/12
to
Gregor Szaktilla <spa...@ktilla.de> wrote:

>An eine
>Steckdose kommt ein Teil meiner EDV,

Dem Schalter gebe ich kein langes Leben, wegen der teils immens hohen
Spitzenströme beim Einschalten. Steckddosenleistenschalter habe ich
mit weniger als zwei Dutzend Schaltspielen kaputtbekommen, mit zwei
Laptopnetzteilen und einem Handylader dran..


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Gernot Griese

unread,
Jul 12, 2012, 11:29:39 AM7/12/12
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Gregor Szaktilla <spa...@ktilla.de> wrote:
>
>> An eine
>> Steckdose kommt ein Teil meiner EDV,
>
> Dem Schalter gebe ich kein langes Leben, wegen der teils immens hohen
> Spitzenströme beim Einschalten. Steckddosenleistenschalter habe ich
> mit weniger als zwei Dutzend Schaltspielen kaputtbekommen, mit zwei
> Laptopnetzteilen und einem Handylader dran..

Also, mein Steckdosenschalter hat gehalten, bis sich mal eine Diode in
den 16A-LS verliebt hat ;-)

Gernot

gUnther nanonüm

unread,
Jul 12, 2012, 1:19:33 PM7/12/12
to

"Gernot Griese" <ggr...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a688r4...@mid.individual.net...

>> Dem Schalter gebe ich kein langes Leben, wegen der teils immens hohen
>> Spitzenströme beim Einschalten. Steckddosenleistenschalter habe ich
>> mit weniger als zwei Dutzend Schaltspielen kaputtbekommen, mit zwei
>> Laptopnetzteilen und einem Handylader dran..
>
> Also, mein Steckdosenschalter hat gehalten, bis sich mal eine Diode in
> den 16A-LS verliebt hat ;-)

Hi,
außerdem kann man den Schalter ja demontieren und die verbrizzeltem Kontakte
nachpolieren. Habe einen so früh verstorbenen Leuchtschalter damit zu
bislang ewigem Leben verholfen. Swicht jetzt seidenweich und prellt
garnicht.

--
mfg,
gUnther


Michael Dahms

unread,
Jul 13, 2012, 6:29:39 AM7/13/12
to
Am 11.07.2012 21:44, schrieb Helmut Hullen:
>
> Faustformel für die Leitfähigkeit: 56 m/(Ohm*mm2); das ist preiswertes
> E-Kupfer (mal unterstellt, dass Du eine Kupferleitung benutzen willst).

Warum rechnen E-Techniker eigentlich immer mit 56 m/(Ohm*mm^2)? Der
Mindestwert Cu-ETP (Standard-Leitkupfer) laut aktueller europäischer
Normung ist 57 m/(Ohm*mm2). (Aus alten DIN-Zeiten kenne ich noch E-Cu57
und E-Cu58.)

Michael Dahms

Karl Friedrich Siebert

unread,
Jul 13, 2012, 8:38:22 AM7/13/12
to
Leitungskupfer hat 56 und reines CU hat 58.

--
Gruß
K.F.

Carsten Kreft

unread,
Jul 16, 2012, 6:53:00 AM7/16/12
to

"Michael Dahms" <michae...@hzg.de> schrieb

> Warum rechnen E-Techniker eigentlich immer mit 56 m/(Ohm*mm^2)?

Weil Aderquerschnitte durch systematischen Betrug so reduziert werden, dass
die Leitung am Ende nur noch so gerade eben die DIN VDE 0295 erf�lt.
Und nach http://helukabel.de/pdf/german/technik/X_016_Leiterwiderstaende.pdf
hat dann 1km vom "1,5mm�" bei 20�C maximal einen Widerstand von 12,1Ohm.
Das entspricht dann 55m(Ohm*mm�).
In der Realit�t nehmen die nat�rlich kein schlechtes Kupfer und 1,5mm�,
sondern gutes Kupfer und sagen wir mal 1,42mm�.
Bezahlen muss man nat�rlich die Masse Kupfer, die eigentlich drin w�re.

> Der
> Mindestwert Cu-ETP (Standard-Leitkupfer) laut aktueller europ�ischer
> Normung ist 57 m/(Ohm*mm2). (Aus alten DIN-Zeiten kenne ich noch E-Cu57
> und E-Cu58.)

Leider ist wohl nie daran gedacht worden, den Maximalwiderstand von
Kupferleitungen an die heutzutage �blichen Kupferqualit�ten anzupassen.




--- Posted via news://freenews.netfront.net/ - Complaints to ne...@netfront.net ---

Michael Dahms

unread,
Jul 16, 2012, 7:56:53 AM7/16/12
to
Am 13.07.2012 14:38, schrieb Karl Friedrich Siebert:
> Am 13.07.2012 12:29, schrieb Michael Dahms:
>> Am 11.07.2012 21:44, schrieb Helmut Hullen:
>>> Faustformel f�r die Leitf�higkeit: 56 m/(Ohm*mm2); das ist preiswertes
>>> E-Kupfer (mal unterstellt, dass Du eine Kupferleitung benutzen willst).
>> Warum rechnen E-Techniker eigentlich immer mit 56 m/(Ohm*mm^2)? Der
>> Mindestwert Cu-ETP (Standard-Leitkupfer) laut aktueller europ�ischer
>> Normung ist 57 m/(Ohm*mm2). (Aus alten DIN-Zeiten kenne ich noch E-Cu57
>> und E-Cu58.)
>
> Leitungskupfer hat 56 und reines CU hat 58.

Quatsch. Mein o.a. Zahlen sind die aktuellen Zahlen f�r Leitungskupfer.
Reines Kupfer hat im Grenzfall bei Raumtemperatur den Wert 60.

Michael Dahms



Uwe Hercksen

unread,
Jul 20, 2012, 4:06:05 AM7/20/12
to


Karl Friedrich Siebert schrieb:
>
> Leitungskupfer hat 56 und reines CU hat 58.
>
Hallo,

bei gleicher Temperatur m�sste das reinere Kupfer den geringeren
spezifischen Widerstand haben.

Bye

Helmut Hullen

unread,
Jul 20, 2012, 4:59:00 AM7/20/12
to
Hallo, Uwe,

Du meintest am 20.07.12:

>> Leitungskupfer hat 56 und reines CU hat 58.

> bei gleicher Temperatur m�sste das reinere Kupfer den geringeren
> spezifischen Widerstand haben.

"56" und "58" sind Leitwerte (ohne die zugeh�rige Einheit).

Und wenn die Werte aufgedruckt sind oder aber sonstwie (z.B. als E-Cu56)
auf der Rechnung auftauchen, dann handelt es sich um ein Teilproblem der
Lieferbedingungen: innerhalb woanders definierter Grenzen hat die
Lieferung diesen Leitwert einzuhalten. Theoretisch darf der Lieferant
auch Kupfer mit h�herem Leitwert liefern, zum gleichen Preis ...

Viele Gruesse!
Helmut

Michael Dahms

unread,
Jul 20, 2012, 9:58:33 AM7/20/12
to
Am 20.07.12 10:59, schrieb Helmut Hullen:
>
> Und wenn die Werte aufgedruckt sind oder aber sonstwie (z.B. als E-Cu56)
> auf der Rechnung auftauchen, dann handelt es sich um ein Teilproblem der
> Lieferbedingungen: innerhalb woanders definierter Grenzen hat die
> Lieferung diesen Leitwert einzuhalten. Theoretisch darf der Lieferant
> auch Kupfer mit hᅵherem Leitwert liefern, zum gleichen Preis ...

Wenn Normbezeichnungen verwendet werden, gelten die in der Norm
festgelegten Grenzwerte, wenn nichts anderes vereinbart ist.

In welcher Norm ist E-Cu56 definiert?

Michael Dahms

Helmut Hullen

unread,
Jul 20, 2012, 11:25:00 AM7/20/12
to
Hallo, Michael,

Du meintest am 20.07.12:

>> Und wenn die Werte aufgedruckt sind oder aber sonstwie (z.B. als
>> E-Cu56) auf der Rechnung auftauchen, dann handelt es sich um ein
>> Teilproblem der Lieferbedingungen: innerhalb woanders definierter
>> Grenzen hat die Lieferung diesen Leitwert einzuhalten. Theoretisch
>> darf der Lieferant auch Kupfer mit h�herem Leitwert liefern, zum
>> gleichen Preis ...

> Wenn Normbezeichnungen verwendet werden, gelten die in der Norm
> festgelegten Grenzwerte, wenn nichts anderes vereinbart ist.

> In welcher Norm ist E-Cu56 definiert?

Anscheinend in keiner (mehr).

Das Zeugs ist vor einiger Zeit mal wieder umbenannt worden, aktuelle
Bezeichnungen:

Cu-ETP (ehem. E-Cu58, E-Cu57; alte Bez.: E-Cu)

Siehe auch

http://www.kupfer-institut.de/front_frame/pdf/Cu-ETP.pdf

Viele Gruesse!
Helmut

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