Hallo,
On 01.12.2011 18:21, Dieter Wiedmann wrote:
> Am 01.12.2011 17:34, schrieb Artur Kawa:
>
>> Können durch sowas Überspannungen entstehen, die den
>> Fernseher geschädigt haben.
>
> Möglich ist das schon, aber die nötigen Umstände sind recht
> unwahrscheinlich.
dachte ich auch erst. Aber ich habe nochmal nachgedacht und bin zu der
Erkenntnis gekommen, dass das heute in Zeiten von massiv vermaschten
Masseleitungen gar nicht so abwegig ist. Alles, was es dazu braucht ist
eine alte TN-C Hausverkabelung. Oder alternativ bei einen Erdschluss in
einem Gerät schützt auch eine moderne TN-C-S Elektroinstallation nicht.
Und genau das ist möglicherweise beim Wasserkocher passiert.
Wenn also viel Strom über den Schutzleiter fließt - und ein richtiger
Kurzschluss hat schnell mal weit über 100A, bis der LS-Automat die
Notbremse gezogen hat -, dann fließt unweigerlich ein Teil des Stroms
über die Kabelschirme der Daten- bzw. NF/HF-Leitungen. Das koppelt
Ströme an Stellen in den TV ein, wo dieser überhaupt nicht dafür
ausgelegt ist. Kurzum, dabei kann schon mal eine Leiterbahn abbrennen.
Bei den komplett asymmetrischen Analog-Audio-Verbindungen kann es sogar
noch mehr mit ins Grab reißen, wenn mehr als ein paar Volt
Spannungsabfall zusammengekommen sind, fließt zusätzlich ein Strom durch
den Innenleiter direkt in die Audio-Ports.
Noch ein Grund so eine vermaschte Verkabelung nicht zu machen und auch
alte TN-C Netze endlich umzurüsten. Also immer schön UTP-Kabel nehmen,
bzw. bei STP den Schirm nur auf einen Seite verbinden. Und
asymmetrisches Analog-Audio über längere Strecken ist sowieso Mist.
Marcel