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Duspol für den Heimwerker

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Michael S.

unread,
Jan 13, 2018, 11:25:39 AM1/13/18
to
Hallo Leute,
vorab:
Ich bin Elektronikentwickler (E-Tech-Ing), habe keine Lehre gemacht und
bin auch kein Elektromeister. Bitte keine Diskussion, was ich darf und
was nicht.

Derzeit ersetze ich im Haus meines Vaters nach und nach die
50er-Jahre-Installation inklusive den rätselhaften und spannenden
Erweiterungen. Mich nervt es, hier immer mit meinem Multimeter und einem
Phasenprüfer-Schraubendreher rumzumachen, man hat grundsätzlich ne Hand
zu wenig.

Deshalb will ich mir für den sporadischen Einsatz jetzt was
Duspol-artiges zulegen.
Dabei bin ich auf den VC55 LCD von Voltcraft gestoßen:
https://www.conrad.biz/de/zweipoliger-spannungspruefer-voltcraft-vc55-lcd-se-1603401.html

Die Special Edition ist 10€ günstiger als das normale VC55 LCD, warum
auch immer.
Gibts irgendwas, was gegen dieses Teil spricht?

Was mir im Vergleich mit anderen ähnlichen Geräten immer aufgefallen
ist, ist, dass der Durchggangsprüfer schon bei 100-500kOhm auslöst.
Gerne hätte ich da auch noch ne Anzeige, um auf niederohmigeren
Durchgang zu prüfen. Das bieten zumindest die günstigen Geräte aber alle
nicht.

Michael

Kay Martinen

unread,
Jan 13, 2018, 3:12:37 PM1/13/18
to
Am 13.01.2018 um 17:25 schrieb Michael S.:
> Ich bin Elektronikentwickler (E-Tech-Ing), habe keine Lehre gemacht und
> bin auch kein Elektromeister. Bitte keine Diskussion, was ich darf und
> was nicht.

Frommer Wunsch. ;-)

> Erweiterungen. Mich nervt es, hier immer mit meinem Multimeter und einem
> Phasenprüfer-Schraubendreher rumzumachen, man hat grundsätzlich ne Hand
> zu wenig.
>
> Deshalb will ich mir für den sporadischen Einsatz jetzt was
> Duspol-artiges zulegen.
> Dabei bin ich auf den VC55 LCD von Voltcraft gestoßen:
> https://www.conrad.biz/de/zweipoliger-spannungspruefer-voltcraft-vc55-lcd-se-1603401.html
>
>
> Die Special Edition ist 10€ günstiger als das normale VC55 LCD, warum
> auch immer.

Man denkt eine Limitierte Edition sollte Teuerer sein, oder?
Vielleicht ist der aus noch billigeren Teilen...

> Gibts irgendwas, was gegen dieses Teil spricht?

Wenn du mich fragst, ja. Das er kein Tauchspulmeßwerk hat.

> Was mir im Vergleich mit anderen ähnlichen Geräten immer aufgefallen
> ist, ist, dass der Durchggangsprüfer schon bei 100-500kOhm auslöst.
> Gerne hätte ich da auch noch ne Anzeige, um auf niederohmigeren
> Durchgang zu prüfen. Das bieten zumindest die günstigen Geräte aber alle
> nicht.

Also was mich angeht. Ein Multimeter zum Durchgang messen hast du doch
schon. So was gehört m.E. nicht in einen Duspol. Ich hab den letzten vor
etlichen Jahren gekauft. Aber die waren alle von Benning, teuer und
halten immer noch. Und was er leisten soll das tut er. Spannungen
anzeigen, die höhe einschätzbar machen, einer hat auch Drehfeld-anzeige
und eine +/- Led. Und sonst brauchte ich immer nur die möglichkeit per
Knopfdruck einen FI zum auslösen zu bringen. All das kann ein einfacher
von Benning mit Tauchspulmeßwerk.

Aber vielleicht bin ich Retro oder nicht mehr Auf der Höhe der Zeit. Zum
Durchgang messen bei Spannungsfreiheit hab ich immer eine Einfache
Quitsche benutzt... und Isolation mißt man eh generell anders. Zur not
mit Kurbelinduktor (IMHO inzwischen verboten).


Kay

--
Sent via SN (Eisfair-1)

Michael S.

unread,
Jan 13, 2018, 3:46:22 PM1/13/18
to
Am 13.01.2018 um 21:12 schrieb Kay Martinen:

>>
>> Die Special Edition ist 10€ günstiger als das normale VC55 LCD, warum
>> auch immer.
>
> Man denkt eine Limitierte Edition sollte Teuerer sein, oder?
> Vielleicht ist der aus noch billigeren Teilen...

"VOLTCRAFT hat den Zweipoligen Spannungsprüfer VC-55 LCD in einer
Special Edition aufgelegt. Die Stückzahl ist wie bei allen VOLTCRAFT
Special Edition-Artikeln streng limitiert. Er ist baugleich zum Original
Zweipoliger Spannungsprüfer VC-55 LCD (1188073)."

5142 sind noch auf Lager

>> Gibts irgendwas, was gegen dieses Teil spricht?
>
> Wenn du mich fragst, ja. Das er kein Tauchspulmeßwerk hat.

Für was brauche ich das für den Anwendungsfall?
>
>> Was mir im Vergleich mit anderen ähnlichen Geräten immer aufgefallen
>> ist, ist, dass der Durchggangsprüfer schon bei 100-500kOhm auslöst.
>> Gerne hätte ich da auch noch ne Anzeige, um auf niederohmigeren
>> Durchgang zu prüfen. Das bieten zumindest die günstigen Geräte aber alle
>> nicht.
>
> Also was mich angeht. Ein Multimeter zum Durchgang messen hast du doch
> schon. So was gehört m.E. nicht in einen Duspol.

Dann mache ich wieder mit zwei Geräten rum. Aktuell ist es halt so, dass
ich mir einen Wolf suche, wo welche Leitung in diesem Haus hinführt und
wo diese verfluchten Verbindungen zwischen PE und N sitzen (klassische
Nullung). Wenn ich da mit nem Duspol messen möchte, ob der eine Draht
niederohmig mit dem anderen verbunden ist, dann geht das nicht. Wenn der
dann piept und <100k gefunden hat, kann das in so einer alten
Installation alles mögliche bedeuten.

> Ich hab den letzten vor
> etlichen Jahren gekauft. Aber die waren alle von Benning, teuer und
> halten immer noch. Und was er leisten soll das tut er. Spannungen
> anzeigen, die höhe einschätzbar machen, einer hat auch Drehfeld-anzeige
> und eine +/- Led. Und sonst brauchte ich immer nur die möglichkeit per
> Knopfdruck einen FI zum auslösen zu bringen. All das kann ein einfacher
> von Benning mit Tauchspulmeßwerk.

Das mit dem FI fehlt, klar. Aber da habe ich Zugriff auf so einen
Steckdosen-Testboy, mit dem man das alles sehr einfach an jeder
Steckdose testen kann.

> Aber vielleicht bin ich Retro oder nicht mehr Auf der Höhe der Zeit. Zum
> Durchgang messen bei Spannungsfreiheit hab ich immer eine Einfache
> Quitsche benutzt... und Isolation mißt man eh generell anders. Zur not
> mit Kurbelinduktor (IMHO inzwischen verboten).

Wenn man mit vielen Geräten rummachen muss, ist das immer lästig, schon
wegen dem Kabelsalat. Multimeter ist unten an den Steckdosen ja noch OK.
Aber oben an den Abzweigklemmen brauchst Du immer 3 Hände, zwei für die
Messstrippen und eine fürs Multimeter.

Michael

Manuel Reimer

unread,
Jan 13, 2018, 4:11:52 PM1/13/18
to
On 01/13/2018 09:46 PM, Michael S. wrote:
>> Wenn du mich fragst, ja. Das er kein Tauchspulmeßwerk hat.
>
> Für was brauche ich das für den Anwendungsfall?

Die Frage ist bei dem Spannungsprüfer ab wann er Spannung anzeigt. Wenn
er zu hochohmig misst, dann kann sein, dass du Spannung angezeigt
bekommst, wo garkeine ist.

Hier kann man dann bei besseren Geräten eine Last zuschalten. Zum
Beispiel eben das Tauchspulinstrument.

Alte Duspol-Spannungsprüfer gibt es bei eBay zuhauf. Allerdings kann bei
sehr alten sein, dass die Neon-Glimmlampe nicht mehr leuchtet. Habe
selber vor kurzem erst sowas repariert (alte Soffitten-Glimmlampe durch
moderne Bauform ersetzt).

Gruß

Manuel

Michael S.

unread,
Jan 13, 2018, 4:49:54 PM1/13/18
to
Am 13.01.2018 um 22:11 schrieb Manuel Reimer:
> On 01/13/2018 09:46 PM, Michael S. wrote:
>>> Wenn du mich fragst, ja. Das er kein Tauchspulmeßwerk hat.
>>
>> Für was brauche ich das für den Anwendungsfall?
>
> Die Frage ist bei dem Spannungsprüfer ab wann er Spannung anzeigt. Wenn
> er zu hochohmig misst, dann kann sein, dass du Spannung angezeigt
> bekommst, wo garkeine ist.
>
> Hier kann man dann bei besseren Geräten eine Last zuschalten. Zum
> Beispiel eben das Tauchspulinstrument.

Ah OK, zuschaltbare Last wäre ein nicht unwesentliches Feature, stimmt!

Michael

Kay Martinen

unread,
Jan 13, 2018, 7:12:55 PM1/13/18
to
Am 13.01.2018 um 22:49 schrieb Michael S.:
> Am 13.01.2018 um 22:11 schrieb Manuel Reimer:
>> On 01/13/2018 09:46 PM, Michael S. wrote:
>>>> Wenn du mich fragst, ja. Das er kein Tauchspulmeßwerk hat.
>>>
>>> Für was brauche ich das für den Anwendungsfall?
>>
>> Die Frage ist bei dem Spannungsprüfer ab wann er Spannung anzeigt.
>> Wenn er zu hochohmig misst, dann kann sein, dass du Spannung angezeigt
>> bekommst, wo garkeine ist.

Das Phasenprüfer-Problem. Ggf. ist es der eigene Körper - oder das zu
messende was zu hochohmig ist. Die Glimmlämpchen darin fangen irgendwo
bei vielleicht 90V an zu glimmen und manche sind selbst bei voller
Sicherer Spannung so schwach das man nicht mal von "Schätzeisen"
sprechen könnte.


>> Hier kann man dann bei besseren Geräten eine Last zuschalten. Zum
>> Beispiel eben das Tauchspulinstrument.
>
> Ah OK, zuschaltbare Last wäre ein nicht unwesentliches Feature, stimmt!
>

Und so ganz nebenbei ist diese "Last" noch so dimensioniert das ein
üblicher FI mit 30mA auslöst wenn du von Phase gegen PE "messen" wolltest.

Kay Martinen

unread,
Jan 13, 2018, 7:49:35 PM1/13/18
to
Am 13.01.2018 um 21:46 schrieb Michael S.:
> Am 13.01.2018 um 21:12 schrieb Kay Martinen:
>
>> Also was mich angeht. Ein Multimeter zum Durchgang messen hast du doch
>> schon. So was gehört m.E. nicht in einen Duspol.
>
> Dann mache ich wieder mit zwei Geräten rum.

Na und? Mit einem Gerät allein wird das selten was. Besorge dir neben
dem Duspol mit Tauchspulmeßwerk lieber noch einen Klassischen Testboy.
Und nimm das Multimeter nur für Zweifelsfälle dazu. Duspol um den Hals
hängen, Testboy in die Tasche und du hast die Hände frei.

> Aktuell ist es halt so, dass
> ich mir einen Wolf suche, wo welche Leitung in diesem Haus hinführt und
> wo diese verfluchten Verbindungen zwischen PE und N sitzen (klassische
> Nullung). Wenn ich da mit nem Duspol messen möchte, ob der eine Draht
> niederohmig mit dem anderen verbunden ist, dann geht das nicht. Wenn der
> dann piept und <100k gefunden hat, kann das in so einer alten
> Installation alles mögliche bedeuten.

Das scheint mir eher ein Praktiker-Problem zu sein. Kann es sein das dir
die Elektro-Praxis Als Elektronik-Entwickler schlicht fehlt? Ein paar
Vorschläge hätte ich.

Zum identifizieren der (grob funktionierenden) Stromkreise und Automaten
kannst du eine Kleine Lampe oder ein altes Tischradio nehmen (je nach
dem ob du die Stelle von der UV aus eher Sehen oder hören kannst) und
damit die Zuleitungen von Räumen und Licht/Steckdosen identifizieren.
Das sollte man notieren und auch an den Zuleitungen Dran schreiben (Z.b.
Kreppband beschriften und als Fahne drum kleben). Kannst auch mit einem
Zweiten Mann als Helfer arbeiten der dein Testgerät von Dose zu Dose
stöpselt.

Wenn du eh die gesamte Alt-Anlage auf den Rücken legen willst, dann
macht es auch Sinn dann anschliessend in der/den Verteilungen und Dosen
alles auseinander zu pflücken was da ist. Wenn du alles zerlegt hast
dann bleiben nur lauter Einzelverbindungen über. Da finden sich
unerwünschte Verbindungen leichter. Und da dann alles Stromlos sein
sollte kannst du auch mit einem Testboy die einzelnen Adern durch
"quitschen". Einfach in die Steckdose stecken oder per Kroko an die
Drähte klipsen und so lange andere Drähte zusammen halten bis er piepst.
Etwas feines Schmirgelpapier für angelaufene Drähte ist nicht verkehrt.
Sonst misst du nur die Patina auf dem Kupferdraht und kommst nie da durch.

Ab hier sollte mal jemand der das besser weiß zu Erweiterung/Renovierung
von Altanlagen etwas sagen. Denn an eine Alte Anlage einfach etwas neues
Dran zu flicken ist Technisch und Rechtlich ein Problem (für den der es
macht) - denke ich jedenfalls.

Wenn du alle Phasen, Null und PE (soweit vorhanden) auftrenntest dann
kannst du ja beliebig messen. Wenn das aus den 50'ern ist dann wird's da
kaum PE geben und wenn du schon renovierst dann solltest du Rat vom
Elektrofachmann vor Ort einholen ob und wo du welche Leitung erneuern
MUSST, oder kannst. Oder es besser nicht anrührst. Ich denke aber es
wäre insgesamt einfacher alle alten Strippen aus den Wänden zu reißen
und komplett MIT PE neu zu legen. Eine Altverteilung kannst/musst du
dann eh neu machen - mit neuen Automaten.

Messen brauchst du dann nicht mehr, nur die Kabellängen. Da reicht dann
ein Zollstock.

>
> Das mit dem FI fehlt, klar. Aber da habe ich Zugriff auf so einen
> Steckdosen-Testboy, mit dem man das alles sehr einfach an jeder
> Steckdose testen kann.

Der Piept aber nicht, oder nur wenn Strom da ist oder? Ein Guter Alter
Testboy mit Clip und Hängeöse kann zwar keinen Strom ab, er hat aber
eine Lampe und einen Piepser die beide Durchgang melden. Oft sogar in
Zwei empfindlichkeits-stufen. Und mit der Öse kann man ihn leicht an
einen krumm gebogenen Draht hängen.

Hmm, sind die Dinger eigentlich noch erlaubt? Was benutzt man denn heute
stattdessen?

>
>> Aber vielleicht bin ich Retro oder nicht mehr Auf der Höhe der Zeit. Zum
>> Durchgang messen bei Spannungsfreiheit hab ich immer eine Einfache
>> Quitsche benutzt... und Isolation mißt man eh generell anders. Zur not
>> mit Kurbelinduktor (IMHO inzwischen verboten).
>
> Wenn man mit vielen Geräten rummachen muss, ist das immer lästig, schon
> wegen dem Kabelsalat. Multimeter ist unten an den Steckdosen ja noch OK.
> Aber oben an den Abzweigklemmen brauchst Du immer 3 Hände, zwei für die
> Messstrippen und eine fürs Multimeter.

Sicher, ein übliches Multimeter ist unhandlicher aber man kann
mindestens eine Meßstrippe mit einer Krokoklemme versehen und spart so
eine Hand. Dann passt es wieder. Es gibt natürlich auch Stift-Multimeter.

Ein Testboy dagegen passt in eine Hemd oder Jackentasche und die Drähte
gucken eh lang raus. Und Kroko's gehören da eh dazu.

Michael S.

unread,
Jan 14, 2018, 1:59:10 AM1/14/18
to
Am 14.01.2018 um 01:49 schrieb Kay Martinen:
> Am 13.01.2018 um 21:46 schrieb Michael S.:
>> Am 13.01.2018 um 21:12 schrieb Kay Martinen:
>>
>>> Also was mich angeht. Ein Multimeter zum Durchgang messen hast du doch
>>> schon. So was gehört m.E. nicht in einen Duspol.
>>
>> Dann mache ich wieder mit zwei Geräten rum.
>
> Na und? Mit einem Gerät allein wird das selten was. Besorge dir neben
> dem Duspol mit Tauchspulmeßwerk lieber noch einen Klassischen Testboy.
> Und nimm das Multimeter nur für Zweifelsfälle dazu. Duspol um den Hals
> hängen, Testboy in die Tasche und du hast die Hände frei.

Ziemlich groß das Teil :-)
Naja, sowas ähnliches habe ich sogar. War mal ein Bausatz, den ich bei
einem Schüler-Praktikum bei Bosch in den 90er Jahren zusammengelötet
habe. Etwa so groß wie ne Zigarettenschachtel, blaues Kunststoffgehäuse
mit 2 langen Leitungen dran. Der taugt sogar zur Netzspannungsdetektion,
weil er dann mit 50 oder 100Hz brummt statt wie beim Durchgangspiepser
nur zu piepen. Ne Glimmlampe ist auch drin. Eigentlich geniales Teil.
Der hat beim Piepen auch keine feste Schwelle, wird nur leiser, wenns
höherohmig wird.
https://www.ghvtrading.cz/data/imgs/444b-5701b.jpg
Naja, leider kann der halt auch nicht wirklich niederohmig messen.
>
>> Aktuell ist es halt so, dass
>> ich mir einen Wolf suche, wo welche Leitung in diesem Haus hinführt und
>> wo diese verfluchten Verbindungen zwischen PE und N sitzen (klassische
>> Nullung). Wenn ich da mit nem Duspol messen möchte, ob der eine Draht
>> niederohmig mit dem anderen verbunden ist, dann geht das nicht. Wenn der
>> dann piept und <100k gefunden hat, kann das in so einer alten
>> Installation alles mögliche bedeuten.
>
> Das scheint mir eher ein Praktiker-Problem zu sein. Kann es sein das dir
> die Elektro-Praxis Als Elektronik-Entwickler schlicht fehlt? Ein paar
> Vorschläge hätte ich.

Natürlich habe ich nicht die Praxis eines beruflichen
Elektroinstallateurs, woher auch.
>
> Zum identifizieren der (grob funktionierenden) Stromkreise und Automaten
> kannst du eine Kleine Lampe oder ein altes Tischradio nehmen (je nach
> dem ob du die Stelle von der UV aus eher Sehen oder hören kannst) und
> damit die Zuleitungen von Räumen und Licht/Steckdosen identifizieren.
> Das sollte man notieren und auch an den Zuleitungen Dran schreiben (Z.b.
> Kreppband beschriften und als Fahne drum kleben). Kannst auch mit einem
> Zweiten Mann als Helfer arbeiten der dein Testgerät von Dose zu Dose
> stöpselt.

Das ist vielleicht ne "Praktiker"-Lösung, Du kannst mir aber nicht
erzählen, dass das jemand im beruflichen Umfeld so macht. Geht aber an
meinen derzeitigen Schwierigkeiten eh vorbei.
>
> Wenn du eh die gesamte Alt-Anlage auf den Rücken legen willst, dann
> macht es auch Sinn dann anschliessend in der/den Verteilungen und Dosen
> alles auseinander zu pflücken was da ist. Wenn du alles zerlegt hast
> dann bleiben nur lauter Einzelverbindungen über. Da finden sich
> unerwünschte Verbindungen leichter. Und da dann alles Stromlos sein
> sollte kannst du auch mit einem Testboy die einzelnen Adern durch
> "quitschen". Einfach in die Steckdose stecken oder per Kroko an die
> Drähte klipsen und so lange andere Drähte zusammen halten bis er piepst.
> Etwas feines Schmirgelpapier für angelaufene Drähte ist nicht verkehrt.
> Sonst misst du nur die Patina auf dem Kupferdraht und kommst nie da durch.

So ähnlich mache ich das ja schon. Die praktischen Probleme sind dann
z.B. die, dass man mir nicht gestattet, die frisch renovierten Wände an
den Verteilerdosen einfach auf Verdacht aufzumachen, denn da ist ne
Tapete drauf, die sich nachher nicht mehr unsichtbar flicken lässt.

> Ab hier sollte mal jemand der das besser weiß zu Erweiterung/Renovierung
> von Altanlagen etwas sagen. Denn an eine Alte Anlage einfach etwas neues
> Dran zu flicken ist Technisch und Rechtlich ein Problem (für den der es
> macht) - denke ich jedenfalls.

Weiß ich. Auch hier ein Praktiker Problem. Am Ende soll die ganze Anlage
den derzeitigen Vorschriften entsprechen. Ich kann aber nicht alles auf
einmal auseinanderreißen, weil das Haus bewohnt ist. Ich muss also immer
nur so viel rausreißen, was ich bis Abends ersetzt bekomme. Rechtlich
ist das eigentlich nicht erlaubt, es kann mir aber keiner erzählen, dass
das die Profis anders machen. Vor manchen Dosen steht der riesige
Schlafzimmerschrank oder die Wohnzimmerwand. Die kann ich nicht
wochenlang vorgezogen lassen.
>
> Wenn du alle Phasen, Null und PE (soweit vorhanden) auftrenntest dann
> kannst du ja beliebig messen.

Ja, wenn das Haus nicht bewohnt wäre, wäre das alles sehr einfach.
Abends muss halt alles wieder funktionieren. Ich lege Wert drauf, dass
der Sicherheitsstandard abends nicht schlechter ist als vor meinen Arbeiten.

> Wenn das aus den 50'ern ist dann wird's da
> kaum PE geben

Doch, 80% der Kabel sind schon durch dreiadrige ersetzt und haben auch
die aktuellen Farben. Die restlichen sind noch aufzuspüren.

Gestern ne klassische Nullung entdeckt, die hinter einem RCD
funktioniert hat. Da wurde PE in einer Verteilerdose einfach auf den N
geklemmt und das echte PE nicht angeschlossen. Und das hat definitiv ein
"Profi" gemacht.

> und wenn du schon renovierst dann solltest du Rat vom
> Elektrofachmann vor Ort einholen ob und wo du welche Leitung erneuern
> MUSST, oder kannst.

Das wichtigste ist schon professionell gemacht worde. Es sitzt ein neuer
Verteiler da, alles über RCD angeschlossen, eigentlich perfekte
Vorbedingungen. Ich löse nun noch die letzten Stromkreise auf, die noch
an dem alten Verteiler mit ihren Schraubsicherungen hängen. Diese alten
Stromkreise sind zu 80% nach aktuellem Standard verdrahtet, es gibt aber
immer wieder irgendwo zweiadrige Verbindungen und klassische Nullungen
in verschiedenen Abzweigdosen. Die muss ich alle aufspüren. Und da wäre
ein Durchgangsprüfer, der niederohmige Verbindungen von hochohmigen
unterscheiden kann, nicht schlecht. Ich will nämlich nicht jeden Abend
von den verfügbaren 2h eine Stunde dazu nutzen, alle Geräte aus den
Steckdosen zu ziehen und alle Leuchtmittel aus den Lampen zu schrauben.

> Oder es besser nicht anrührst. Ich denke aber es
> wäre insgesamt einfacher alle alten Strippen aus den Wänden zu reißen
> und komplett MIT PE neu zu legen. Eine Altverteilung kannst/musst du
> dann eh neu machen - mit neuen Automaten.

Genau das mache ich. Ich denke, das einzige, was ich nicht leisten
werde, ist, dass später jede einzelne Leitung die aktuellen Kabelfarben
hat. Wenn da dreiadrige Mantelleitungen mit den 70er-Jahre-Farben
eingegipst sind, dann werde ich die so nutzen (rot=PE), weil ich den
Bewohnern nicht verkaufen kann, die Wände nur wegen den Kabelfarben
aufzureißen. Dass die Isolation u.U. alt und brüchig sein kann, ist mir
klar, das ist das Restrisiko. Aber so lange der Neuzustand sicherer ist
als der Altzustand, ist das ja schonmal ein riesen Fortschritt.

>> Das mit dem FI fehlt, klar. Aber da habe ich Zugriff auf so einen
>> Steckdosen-Testboy, mit dem man das alles sehr einfach an jeder
>> Steckdose testen kann.
>
> Der Piept aber nicht, oder nur wenn Strom da ist oder?

https://files.elv.com/bilder/artikel/Produkte/7/712/71227/Internet//normalneu/71227_F02_GeSchuki2.jpg

Nutzen wir in der Firma, um regelmäßig die Steckdosen zu prüfen. Hat mit
Durchgangsprüfer nichts zu tun.

> Ein Guter Alter
> Testboy mit Clip und Hängeöse kann zwar keinen Strom ab, er hat aber
> eine Lampe und einen Piepser die beide Durchgang melden. Oft sogar in
> Zwei empfindlichkeits-stufen. Und mit der Öse kann man ihn leicht an
> einen krumm gebogenen Draht hängen.
>
> Hmm, sind die Dinger eigentlich noch erlaubt? Was benutzt man denn heute
> stattdessen?

Ich habe nur den hier gefunden:
https://www.testboy.de/produkte/durchgangspruefer/produkt/testboy_2/

Und da sehe ich keinen Mehrwert zu meinem schon vorhandenen Equipment.
Vor allem muss ich da noch Messstrippen dabei haben, die dann regelmäßig
verloren gehen.
>
> Sicher, ein übliches Multimeter ist unhandlicher aber man kann
> mindestens eine Meßstrippe mit einer Krokoklemme versehen und spart so
> eine Hand. Dann passt es wieder. Es gibt natürlich auch Stift-Multimeter.

Eigentlich hätte der teure Duspol digital alles, was man so braucht, der
kann auch Widerstand messen. Ist mir aber zu teuer dafür, dass ich doch
relativ selten größere Elektro-Installationsarbeiten mache. Ich mache
das ja nicht, um mir regelmäßig was dazu zu verdienen, das wäre mir
rechtlich eh zu heiß, nicht nur wegen der Steuer, auch wegen der Haftung
gegenüber Fremden.

Ich mache das nur bei mir zu Hause und nun halt bei meinem Vater für
umme. Danach ist wieder Jahre lang nichts mehr.

Michael

Michael S.

unread,
Jan 14, 2018, 2:04:17 AM1/14/18
to
Am 14.01.2018 um 01:12 schrieb Kay Martinen:
> Am 13.01.2018 um 22:49 schrieb Michael S.:
>> Am 13.01.2018 um 22:11 schrieb Manuel Reimer:
>>> On 01/13/2018 09:46 PM, Michael S. wrote:
>>>>> Wenn du mich fragst, ja. Das er kein Tauchspulmeßwerk hat.
>>>>
>>>> Für was brauche ich das für den Anwendungsfall?
>>>
>>> Die Frage ist bei dem Spannungsprüfer ab wann er Spannung anzeigt.
>>> Wenn er zu hochohmig misst, dann kann sein, dass du Spannung angezeigt
>>> bekommst, wo garkeine ist.
>
> Das Phasenprüfer-Problem. Ggf. ist es der eigene Körper - oder das zu
> messende was zu hochohmig ist. Die Glimmlämpchen darin fangen irgendwo
> bei vielleicht 90V an zu glimmen und manche sind selbst bei voller
> Sicherer Spannung so schwach das man nicht mal von "Schätzeisen"
> sprechen könnte.

Ich nutze den derzeit nur um rauszufinden, welcher der beiden Drähte
Phase und welcher N ist. PE zum Gegenmessen gibts ja nicht und ein
Heizkörper ist oft auch nicht in der Nähe. Den verlegten Kabelfarben
traue ich auch nicht. Ein Duspol kann das ja auch, einphasig messen.

Das Schlimmste, was mir hier nämlich passieren könnte, wäre, die beiden
Drähte versehentlich zu vertauschen. Dann funktioniert zwar alles, aber
alle Geräte lägen auf Phase, genauso wie die PE-Anschlüsse der Steckdosen.
Das ist jeden Abend mein letzter Test: Liegt Phase auf den
PE-Anschlüssen der Dosen?

>
>>> Hier kann man dann bei besseren Geräten eine Last zuschalten. Zum
>>> Beispiel eben das Tauchspulinstrument.
>>
>> Ah OK, zuschaltbare Last wäre ein nicht unwesentliches Feature, stimmt!
>>
>
> Und so ganz nebenbei ist diese "Last" noch so dimensioniert das ein
> üblicher FI mit 30mA auslöst wenn du von Phase gegen PE "messen" wolltest.

Jepp, die besseren Duspol-Kopien können das auch.

Michael

Helmut Wabnig

unread,
Jan 14, 2018, 3:02:15 AM1/14/18
to
On Sat, 13 Jan 2018 21:46:20 +0100, "Michael S." <mich...@bigfoot.de>
wrote:
Für die Messung niederohmiger Schleifen gibt es was:
https://www.ebay.at/itm/Ohm-Meter-Reader-Widerstandsmessgeraet-Ohmmeter-fuer-RBA-RDA-Atomizer-Teste-S6T0/263369664698

Das ist für die Dampfzigaretten gedacht zur Überprüfung
der Heizwendel.Wie sagt man denn zu dem Stinkgerät,
fällt mir grad nicht ein, und dann such im Zubehör
von dem Graffl, da sind diese Ohmmeter.


w.

Helmut Wabnig

unread,
Jan 14, 2018, 3:10:21 AM1/14/18
to
On Sat, 13 Jan 2018 17:25:37 +0100, "Michael S." <mich...@bigfoot.de>
wrote:
hach! Das war a schwere Geburt. E-Zigarette heißt der Schmarrn.
Aber sie haben diese kleinen Ohmmeter für wenige Ohm.
Kannst auch für Rasenroboterdrahtschleifenwiderstandsmessung
gebrauchen.
Such im Amazon nach: "e zigarette ohmmeter"


w.

Werner Holtfreter

unread,
Jan 14, 2018, 3:39:15 PM1/14/18
to
Michael S. wrote:

> Gestern ne klassische Nullung entdeckt, die hinter einem RCD
> funktioniert hat. Da wurde PE

Vermutlich PEN

> in einer Verteilerdose einfach auf den N geklemmt und das echte PE
> nicht angeschlossen. Und das hat definitiv ein "Profi" gemacht.

Sicherlich nicht vorschriftsmäßig, aber besser, als die klassische
Nullung unverändert weiter zu betreiben, denn das Schutzniveau wird
verbessert. So etwas würde ich in der eigenen Anlage machen, wenn
neues Kabel (vorerst) nicht in Frage kommt. Als Profi für Kunden
eher nicht.
--
Gruß Werner
www.youtube.com/watch?v=ByzwOBeKD-c
www.presseportal.de/blaulicht/pm/110971/3762457
Noch 1984 mussten Flüchtlinge ihre Toiletten selbst reinigen!

Dieter Wiedmann

unread,
Jan 14, 2018, 4:37:04 PM1/14/18
to
Am 14.01.2018 um 21:39 schrieb Werner Holtfreter:
> Michael S. wrote:
>
>> Gestern ne klassische Nullung entdeckt, die hinter einem RCD
>> funktioniert hat. Da wurde PE
>
> Vermutlich PEN
>
>> in einer Verteilerdose einfach auf den N geklemmt und das echte PE
>> nicht angeschlossen. Und das hat definitiv ein "Profi" gemacht.
>
> Sicherlich nicht vorschriftsmäßig, aber besser, als die klassische
> Nullung unverändert weiter zu betreiben, denn das Schutzniveau wird
> verbessert. So etwas würde ich in der eigenen Anlage machen, wenn
> neues Kabel (vorerst) nicht in Frage kommt. Als Profi für Kunden
> eher nicht.

Wenn daran nur solche Steckdosen hängen:

https://www.distrelec.de/Web/WebShopImages/landscape_large/_t/if/wall-mounted-dimmer-switch-2.jpg




Werner Holtfreter

unread,
Jan 14, 2018, 5:10:06 PM1/14/18
to
Dieter Wiedmann wrote:

> Am 14.01.2018 um 21:39 schrieb Werner Holtfreter:
>> Michael S. wrote:
>>
>>> Gestern ne klassische Nullung entdeckt, die hinter einem RCD
>>> funktioniert hat. Da wurde PE
>>
>> Vermutlich PEN
>>
>>> in einer Verteilerdose einfach auf den N geklemmt und das echte
>>> PE nicht angeschlossen. Und das hat definitiv ein "Profi"
>>> gemacht.
>>
>> Sicherlich nicht vorschriftsmäßig, aber besser, als die
>> klassische Nullung unverändert weiter zu betreiben, denn das
>> Schutzniveau wird verbessert. So etwas würde ich in der eigenen
>> Anlage machen, wenn neues Kabel (vorerst) nicht in Frage kommt.
>> Als Profi für Kunden eher nicht.
>
> Wenn daran nur solche Steckdosen hängen:
>
> www.distrelec.de/Web/WebShopImages/landscape_large/_t/if/wall-mounted-dimmer-switch-2.jpg

Was es nicht alles gibt.

Dann wäre es sogar vorschriftsmäßig, aber dann wäre es ja auch keine
klassische Nullung, von der die Rede war. Wie geschrieben: Auch bei
Schukosteckdosen würde das Schutzniveau erhöht.

Fehlauslösungen durch Berührungen leitfähiger Körper mit Erde wären
hinzunehmen. Berührungen mit leitfähigen Körpern *anderer* Stromkreise
sind in solchen alten Anlagen eher selten, weil gewöhnlich nur wenige
Stromkreise existieren. Wenn man den Grund der Fehlauslösung erklärt,
lernt der Benutzer schnell, was er zu vermeiden hat, bis korrekt saniert
wird.

Ich halte die klassische Nullung für sehr gefährlich, weil hierbei eine
Schutzmaßnahme nicht nur unwirksam sondern zur ernsten Gefahr werden
kann. Daher meine Neigung zu unkoventioneller Abhilfe.

IMHO ab 10 mm² ist klassische Nullung noch zulässig, aber auch da würde
ich sie nicht anwenden oder am Auftrennpunkt PE<-->N Potentialausgleich
anschließen.

Dieter Wiedmann

unread,
Jan 14, 2018, 6:02:01 PM1/14/18
to
Am 14.01.2018 um 23:10 schrieb Werner Holtfreter:

> IMHO ab 10 mm² ist klassische Nullung noch zulässig, aber auch da würde
> ich sie nicht anwenden oder am Auftrennpunkt PE<-->N Potentialausgleich
> anschließen.

Mittlerweile wird ab HAK aufgetrennt.


Werner Holtfreter

unread,
Jan 14, 2018, 6:47:20 PM1/14/18
to
Freilich, dass ist das beste und dort hat man üblicherweise auch
gleich die Potentialausgleichsschine.

Kay Martinen

unread,
Jan 14, 2018, 8:54:10 PM1/14/18
to
Am 15.01.2018 um 00:47 schrieb Werner Holtfreter:
> Dieter Wiedmann wrote:
>
>> Am 14.01.2018 um 23:10 schrieb Werner Holtfreter:
>>
>>> IMHO ab 10 mm² ist klassische Nullung noch zulässig, aber auch da
>>> würde ich sie nicht anwenden oder am Auftrennpunkt PE<-->N
>>> Potentialausgleich anschließen.
>>
>> Mittlerweile wird ab HAK aufgetrennt.
>
> Freilich, dass ist das beste und dort hat man üblicherweise auch
> gleich die Potentialausgleichsschine.
>

Soll das neu sein? Das war IMHO schon in den 80'ern so üblich.

Dieter Wiedmann

unread,
Jan 15, 2018, 9:52:44 AM1/15/18
to
Nö, in den '80ern hat man das zwar gelegentlich so gemacht, aber nicht
regelmäßig.


Gruß Dieter


Kay Martinen

unread,
Jan 15, 2018, 11:02:48 AM1/15/18
to
Und jetzt ist es vermutlich Pflicht. Was wäre denn die Alternative: Den
Potentialausgleich bei der Zählerverteilung... ich erinnere dunkel das
die Länge der Steigleitung dorthin auch limitiert wäre. Generell so kurz
wie möglich. Bei uns im Mietshaus sind es aber auch gut 10m und die
Schiene sitzt unter den Zählern, der HAK aber nicht. Gebaut irgendwann
in den 80'ern.

Werner Holtfreter

unread,
Jan 15, 2018, 7:02:04 PM1/15/18
to
Kay Martinen wrote:

> Am 15.01.2018 um 15:52 schrieb Dieter Wiedmann:
>> Am 15.01.2018 um 02:54 schrieb Kay Martinen:
>>> Am 15.01.2018 um 00:47 schrieb Werner Holtfreter:
>>>> Dieter Wiedmann wrote:
>>>>
>>>>> Am 14.01.2018 um 23:10 schrieb Werner Holtfreter:
>>>>>
>>>>>> IMHO ab 10 mm² ist klassische Nullung noch zulässig, aber
>>>>>> auch da würde ich sie nicht anwenden oder am Auftrennpunkt
>>>>>> PE<-->N Potentialausgleich anschließen.
>>>>>
>>>>> Mittlerweile wird ab HAK aufgetrennt.
>>>>
>>>> Freilich, dass ist das beste und dort hat man üblicherweise
>>>> auch gleich die Potentialausgleichsschine.
>>>>
>>>
>>> Soll das neu sein? Das war IMHO schon in den 80'ern so üblich.
>>
>> Nö, in den '80ern hat man das zwar gelegentlich so gemacht, aber
>> nicht regelmäßig.
>>
>
> Und jetzt ist es vermutlich Pflicht. Was wäre denn die
> Alternative: Den Potentialausgleich bei der Zählerverteilung...

Ja, insbesondere bei Nachrüstung eine Möglichkeit. Die zentrale
Potentialausgleichsschine kann dort sitzen, wo die meisten
Anschlüsse erfolgen (Gas, Wasser, Heizung ggf. Erder usw.) aber die
Verbindung zwischen Hausanschlusskasten und Zählertafel kann
4-adrig bleiben, wenn man den PE als offene Aderleitung neu
verlegt.

Wenn die Steigleitung neu gemacht wird, bietet sich natürlich an,
diese gleich 5-adrig auszulegen, so dass alles in einem Kabel ist.
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