Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Motor und Kondensator Hochdruckreiniger Kaercher M 520

480 views
Skip to first unread message

Martin D. Bartsch

unread,
Nov 3, 2002, 2:40:20 PM11/3/02
to
Elektromotoren sind nicht so mein Fachgebiet, deshalb mal 'ne Frage:
Wenn der Kondensator zu diesem Motor einen Widerstand von 122 Ohm hat,
würde ich als Elektroniker ja sagen, der ist kaputt. Aber vielleicht
messe ich ja Mist.

--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
German TV Allemande

Mathias Gerber

unread,
Nov 3, 2002, 4:23:42 PM11/3/02
to
Hello Martin D. Bartsch

On Sun, 03 Nov 2002 20:40:20 +0100 you wrote:
> Elektromotoren sind nicht so mein Fachgebiet, deshalb mal 'ne Frage:
> Wenn der Kondensator zu diesem Motor einen Widerstand von 122 Ohm
> hat, würde ich als Elektroniker ja sagen, der ist kaputt. Aber
> vielleicht messe ich ja Mist.
Im entladenen Zustand ist der Kondensator nahezu eine Verbindung. Im
geladenen Zustand nahezu ein Unterbruch.
Wenn du den Kondensator laden und entladen kannst sollte er i.o. sein.
--
Mathias

Franz Wagner

unread,
Nov 4, 2002, 3:06:41 PM11/4/02
to

"Martin D. Bartsch" <M.D.B...@web.de> wrote in message
news:9huasu4179l145e36...@4ax.com...

> Elektromotoren sind nicht so mein Fachgebiet, deshalb mal 'ne Frage:
> Wenn der Kondensator zu diesem Motor einen Widerstand von 122 Ohm
hat,
> würde ich als Elektroniker ja sagen, der ist kaputt. Aber vielleicht
> messe ich ja Mist.

Die Motorkondensatoren sind meisten MP-Kondensatoren (Metall-Papier),
die sich bei Spannungsüberschlägen selbst heilen, wobei sich die
defekte Stelle ganz einfach weg brennt. Die Kapazität wird hierbei
immer kleiner, bis dann auf einmal der Motor keine Leistung mehr hat.
Bei den Überschlägen entsteht auch ein Übergangswiderstand, welcher
bei Dir scheinbar diese 122 Ohm ausmacht. Ich denke, daß damit eine
Phasenverschiebung von 90° nicht mehr eingehalten wird und der Motor
damit Probleme bekommt.

Franz


Martin D. Bartsch

unread,
Nov 4, 2002, 5:51:54 PM11/4/02
to
On Sun, 3 Nov 2002 22:23:42 +0100, Mathias Gerber
<mathias...@gmx.ch> wrote:

>Im entladenen Zustand ist der Kondensator nahezu eine Verbindung. Im
>geladenen Zustand nahezu ein Unterbruch.
>Wenn du den Kondensator laden und entladen kannst sollte er i.o. sein.

Das meine ich doch. Am Ohmmeter sollte der Widerstand von Null an
steigen bis unendlich (so kenne ich es bei anderen Elkos
vergleichbarer Größe 25müF, aber sind auch nicht ungepolt), aber er
bleibt konstant bei 120 Ohm.

Martin D. Bartsch

unread,
Nov 4, 2002, 5:51:55 PM11/4/02
to
On Mon, 4 Nov 2002 21:06:41 +0100, "Franz Wagner"
<Wagne...@hotmail.com> wrote:

>Bei den Überschlägen entsteht auch ein Übergangswiderstand, welcher
>bei Dir scheinbar diese 122 Ohm ausmacht. Ich denke, daß damit eine
>Phasenverschiebung von 90° nicht mehr eingehalten wird und der Motor
>damit Probleme bekommt.

D.h., ich könnte Glück haben, das nur der Kondensator kaputt ist (am
Motor messe ich übrigens einen Gleichstromwiderstand von 2 Ohm) und
die Firma, die mir den Motortausch empfahl (für 380 Euro), keine
Ahnung hat?

Franz Wagner

unread,
Nov 5, 2002, 8:02:17 AM11/5/02
to

"Martin D. Bartsch" <M.D.B...@web.de> wrote in message
news:4audsus74nqlm153e...@4ax.com...

Erfahrungsgemäß ist bei solchen Motoren meistens der Kondensator
defekt. Ich hatte jedenfalls z.B. bei Waschmaschinen, Betonmischer
usw. immer den Fall, daß der Kondensator kaputt war. Kannst da leider
nicht mehr machen, als den auszutauschen, es sei denn, du hast einen
Oszyllographen, da könnstest du den Kond. direkt an 230V~ hängen, die
Phasenverschiebung (90°) und den Strom (1,8 A) messen. Der Strom
ergibt sich aus dem kap. Widerstand 1 / (2*Pi*f*C) f=50Hz, C= 25uF

Gruß Franz


Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

unread,
Nov 5, 2002, 5:18:44 PM11/5/02
to
Franz Wagner <Wagne...@hotmail.com> wrote:
>
> Die Motorkondensatoren sind meisten MP-Kondensatoren (Metall-Papier),
> die sich bei Spannungsüberschlägen selbst heilen, wobei sich die
> defekte Stelle ganz einfach weg brennt. Die Kapazität wird hierbei
> immer kleiner, bis dann auf einmal der Motor keine Leistung mehr hat.
^^^^^^^
Na,na. Stell Dir mal die Fläche der MP-Folie vor und dann winzig
kleinen Durchschag.Da brauchst Du schon Lange,bis eine
Kapazitätsminderung auftritt

> Bei den Überschlägen entsteht auch ein Übergangswiderstand, welcher
> bei Dir scheinbar diese 122 Ohm ausmacht. Ich denke, daß damit eine
> Phasenverschiebung von 90° nicht mehr eingehalten wird und der Motor
> damit Probleme bekommt.
> Franz

Rudi

--
/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
/__ /__
/ p...@watschel.belwue.de /
/ /
\/ Der Berg ruft: ................ \/

Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

unread,
Nov 5, 2002, 5:23:28 PM11/5/02
to
Martin D. Bartsch <M.D.B...@web.de> wrote:
> On Mon, 4 Nov 2002 21:06:41 +0100, "Franz Wagner"

> D.h., ich könnte Glück haben, das nur der Kondensator kaputt ist (am


> Motor messe ich übrigens einen Gleichstromwiderstand von 2 Ohm)

Hast Du den Kondensator von der Motorwicklung auch bei der Messung
abgeklemmt? ( Sonst liegt ja die Motorwicklung paralell zum Ko !)

Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

unread,
Nov 5, 2002, 5:38:05 PM11/5/02
to
Franz Wagner <Wagne...@hotmail.com> wrote:
> Erfahrungsgemäß ist bei solchen Motoren meistens der Kondensator
> defekt. Ich hatte jedenfalls z.B. bei Waschmaschinen, Betonmischer
> usw. immer den Fall, daß der Kondensator kaputt war. Kannst da leider
> nicht mehr machen, als den auszutauschen, es sei denn, du hast einen
> Oszyllographen, da könnstest du den Kond. direkt an 230V~ hängen, die
^^^^^^^^^^^^^^^^
Warum immer so umständlich?

Wir prüfen solche Kondensatoren immer mit Gleichspannung 220 V
( U^= ca. 310 V)
über eine Glimmlampe (Bienenkorb-Glimmlampe ! ) oder auch 'ne
E14-Glimmlampe.
Da kann man wunderbar den Auflade-Vorgang erkennen und auch evt.
Kippschwingungen. (Dann ist er meistens nahe am Ende!) Evt,Entladewiderstände
natürlich vorher abklemmen!

> Phasenverschiebung (90°) und den Strom (1,8 A) messen. Der Strom
> ergibt sich aus dem kap. Widerstand 1 / (2*Pi*f*C) f=50Hz, C= 25uF

> Gruß Franz
auch von mir. Rudi

Franz Wagner

unread,
Nov 6, 2002, 3:10:10 AM11/6/02
to

"Rudi Horlacher [Paul von Staufen]" <p...@watschel.belwue.de> wrote in
message news:aq9h8d$m7d$3...@watschel.belwue.de...

>
> Wir prüfen solche Kondensatoren immer mit Gleichspannung 220 V
> ( U^= ca. 310 V)
> über eine Glimmlampe (Bienenkorb-Glimmlampe ! ) oder auch 'ne
> E14-Glimmlampe.
> Da kann man wunderbar den Auflade-Vorgang erkennen und auch evt.
> Kippschwingungen. (Dann ist er meistens nahe am Ende!)
Evt,Entladewiderstände
> natürlich vorher abklemmen!

Woher weißt Du dann die Kapazität des Kondensators?

Franz


Martin D. Bartsch

unread,
Nov 6, 2002, 3:56:11 PM11/6/02
to
On Tue, 5 Nov 2002 14:02:17 +0100, "Franz Wagner"
<Wagne...@hotmail.com> wrote:

>du hast einen
>Oszyllographen, da könnstest du den Kond. direkt an 230V~ hängen, die
>Phasenverschiebung (90°) und den Strom (1,8 A) messen

Habe ich sogar, bloß nicht dran gedacht damit dranzugehen. Danke

Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

unread,
Nov 6, 2002, 5:12:35 PM11/6/02
to
Franz Wagner <Wagne...@hotmail.com> wrote:
> "Rudi Horlacher [Paul von Staufen]" <p...@watschel.belwue.de> wrote in
>> Wir prüfen solche Kondensatoren immer mit Gleichspannung 220 V

[..]

> Woher weißt Du dann die Kapazität des Kondensators?

Steht auf dem Gehauese vom Ko aussen drauf :-)
> Franz

Aber Spass beiseite, mir ging es nur darum, hat der Ko Durchschlag oder
Unterbrechung. Zusaetsliche Pruefung : Glimmlampe mit Wechselstrom
beaufschlagen!
Kapazitaet kann man ohne viel Probleme bei 50 Hz mit einem A-Meter messen.
Nicht falsch verstanden! Natuerlich umrechnen!!!

Noch was: A-Meter natuerlich erst nach der DC- Pruefung an AC
anschalten! Sonst ist ein neues A-Meter faellig!

Martin D. Bartsch

unread,
Nov 6, 2002, 5:25:34 PM11/6/02
to
On 5 Nov 2002 22:23:28 GMT, "Rudi Horlacher [Paul von Staufen]"
<p...@watschel.belwue.de> wrote:

>Hast Du den Kondensator von der Motorwicklung auch bei der Messung
>abgeklemmt? ( Sonst liegt ja die Motorwicklung paralell zum Ko !)
>--

Das hat der Reparateur schon gemacht, der mir das Ding komplett
zerlegt zurückgab, nachdem ich den Kostenvoranschlag von 380 Euro für
Motorwechsel ablehnte. Nach dem was ich mir jetzt über E-Motoren
angelesen habe (und von einem Elektromeister gehört habe), kann der
Motor ohne Kondensator wg. fehlender Phasenverschiebung nicht laufen.
Das würde zu dem Summen passen, das er von sich gibt und dazu das ich
am Motor 2 Ohm Widerstand messe (mit Gleichspannung, ich vermute mal,
das das bei 50 Hz mehr werden, die Sicherung fliegt jedenfalls nicht
raus). Also beschaffe ich mir jetzt mal einen Kondensator, das ist
erheblich billiger.

Martin D. Bartsch

unread,
Nov 24, 2002, 6:05:11 PM11/24/02
to
On Wed, 06 Nov 2002 23:25:34 +0100, Martin D. Bartsch
<M.D.B...@web.de> wrote:

> Also beschaffe ich mir jetzt mal einen Kondensator, das ist
>erheblich billiger.

Abschließend kann ich feststellen, das Castorama keine Ahnung hatte.
Ein neuer Kondensator von Kärcher für 19 Euro hat es gerichtet.

Harald Wilhelms

unread,
Nov 25, 2002, 7:37:00 AM11/25/02
to
Martin D. Bartsch <M.D.B...@web.de> wrote in message news:<3nm2uugeteake4nbl...@4ax.com>...

> On Wed, 06 Nov 2002 23:25:34 +0100, Martin D. Bartsch
> <M.D.B...@web.de> wrote:
>
> > Also beschaffe ich mir jetzt mal einen Kondensator, das ist
> >erheblich billiger.
>
> Abschließend kann ich feststellen, das Castorama keine Ahnung hatte.
> Ein neuer Kondensator von Kärcher für 19 Euro hat es gerichtet.

Beim nächsten Elektrohändler hätte er wahrscheinlich nur die Hälfte
gekostet, aber vielleicht hätte er dann platzmässig nicht gepasst.
Defekte Motore kann man übrigens meist am Geruch erkennen...
Gruss
Harald

Martin D. Bartsch

unread,
Nov 26, 2002, 4:49:03 PM11/26/02
to
On 25 Nov 2002 04:37:00 -0800, Harald....@web.de (Harald
Wilhelms) wrote:

>Beim nächsten Elektrohändler hätte er wahrscheinlich nur die Hälfte
>gekostet, aber vielleicht hätte er dann platzmässig nicht gepasst.

Eben, und mit den Anschlüssen...

>Defekte Motore kann man übrigens meist am Geruch erkennen...

Das machte mich von Anfang an mißtrauisch. Ich hätte auch erwartet,das
ein Motor dieser Größe nicht einfach summend stehenbleibt, sondern
entweder qualmt und stinkt oder die Sicherung mit sich nimmt oder
sonst was. Bloß als ich beim Zerlegen dieses Gerätes auf diese
Schrauben stieß, hinter denen starke Federn zu stecken schienen und wo
Öl rauslief beim ersten lösen, da wollte ich doch erst mal den
"Fachmann" dran lassen, der sich dann ja als Flachmann erwies.

0 new messages