Am 26.06.23 um 18:47 schrieb Marcel Mueller:
> Am 26.06.23 um 07:25 schrieb Jörg Barres:
>> Sorry, etwas unklar formuliert.
>> Es liegen viele zweiadrige Leitungen sw/gr und wenn dreiadrig (mit rt),
>> dann wurde das für die Deckenlampen zum Schalten benutzt.
Und Herd o.a. Drehstrom-Anschlüsse sind vermutlich 4 Adrig ggf. sogar
noch mit den Gußeisernen Flachsteckern und Schwarz, Braun, Blau waren
damals auch für L1-3 usus.
>> In manchen Verteilerdosen geht das aber auch kreuz und quer
>> durcheinander. :-)
Logo. Blechgemantelte Kabel und welche ohne Blech vermutlich ebenfalls
gemischt.
> Oh-oh. Das hört sich nach "Wohnung zerstören" an.
> Das dürfte jedenfalls der Wahrnehmung der Bewohner am nächsten kommen,
Iss so!
> wenn die Elektroinstallation erneuert wird und nachher restlos alles
> voll Baustaub ist. (Selber schon erlebt,
Je nach örtlichen Gegebenheiten kann man versuchen das zu minimieren.
Z.b. Leichtbauwand, unterboden oder zwischen Deckenbalken oder wo's
passt Kabelkanal oder AP Verlegung.
> Ich sehe wenig Chancen, da noch etwas größeres Umzubauen, _ohne_ den
> Bestandsschutz für das alte und teilweise jetzt schon vorschriftswidrige
> (rot für L) Zeug zu verlieren. Jeder halbwegs vernünftige Installateur
> wird das alleine schon aus haftungsrechtlichen Gründen ablehnen. Bleibt
> maximal noch ein Schwarzarbeiter, dem all diese Dinge egal sind.
> Bestandsschutz heißt halt nicht, dass man sich niemals drum kümmern
> sollte. So nach 50 Jahren kann das auch ohne aktuellen Anlass schon mal
> eine gute Idee werden.
Eine Wichtige Frage ist doch auch noch was die Versicherung im
Schadenfall dann annimmt. "Wie, ihre Installation ist 50J alt? Wir
zahlen nicht. Das hätten sie vorher sagen müssen" was natürlich die
Prämie hoch treibt oder in Nicht-versicherbarkeit endet.
Ich bin zudem überzeugt das man auch in der Ausgebrannten Ruine noch
genug Hinweise findet auf Art, Ausführung und Alter der Installation
finden wird. Fehler, Pfusch oder einfach Gammel würde sich spätestens
dann rächen. Wenn möglicherweise nicht nur Sachwerte, Ideelles oder
Familienmitglieder verloren gingen, sondern zusätzlich noch die
Versicherung oder Ermittler vorstellig werden. Und man als Eigentümer
evtl. wg. Vorsatz eingekerkert wird.
Ich denke wenn man Handwerklich geschickt ist kann man einzelposten in
Absprache mit einem Fachbetrieb selbst erledigen. Z.b. Durchbrüche zw.
Keller und Dach (Kabelschacht) das ziehen der neuen Zuleitung vom Keller
zur ehemaligen HV oder ähnliches. Das ist Zeit und Kraft-aufwändig und
man ist dann selbst Schuld an dem Staub den man aufwirbelt. Oder kann
ihn (so gut es geht) vermeiden, z.b. mit einer Nutfräse mit Absaugung
statt einer offenen Flex. :-) Ändert aber wohl nix daran das vermutlich
alles ab HA ggf. neu in 3-5 Adrigem NYM gelegt werden müsste. Egal ob
nun mit oder Ohne RCD.
Aber als ONU und ohne Erfahrung sollte man das alles besser einen
Betrieb machen lassen.
Ein Gelernter Elektriker(Geselle) könnte das natürlich alles in
Eigenarbeit machen auch Raumweise einzeln wenn möglich. Und auch die
neue HV mit Zählerplatz u.s.w. aber m.E. muß es dennoch abgenommen
werden, von einem Meister. Der dann vermutlich auch dafür gerade stehen
muß das es Fachgerecht ist. Das wird wohl auch nicht in 5 min. und für'n
Schüttelscheck abgehen.
Bye/
/Kay
--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)