AEG Typ AM 90 SX 4
3~ MOT Nr. 04191683
/\ / Y 220/380 V 4,85/2,8 A
1,1 Kw COSI 0,8
1390 1/min 50 Hz
VDE 0530/11.72 SOL CLF IP54
Nach öffnen der Anschlußabdeckung sieht es so aus (--- = angeschlossenes
Kabel)
--- U1 W2 ---
--- V1 U2 ---
--- W1 V2 ---
Dabei sind die Anschlüsse W2, U2 und V2 komplett gebrückt.
Meine Frage wäre halt nun: An welche Anschlüsse muß ich nun mit meinen
220 V ~ und welche Anschlüsse müssen wie gebrückt sein? Ist durch
Umbrücken auch eine Änderung der Laufrichtung möglich?
Vielen Dank für eure Mühe!
Gruß.... Horst
Horst Reinsch schrieb:
Hallo
Deinen Motor kannst du entweder an 380V(400V) Drehstrom oder
220V(230V) Drehstrom anschließen. Die Betonung liegt auf
Drehstrom!
Wenn du den Motor an 230V Wechselspannung anschließen möchtest,
brauchst du dazu noch den passenden Kondensator.
Der Motor hat dadurch eine kleinere Leistung.
Man kann den Motor in beide Richtungen laufen lassen. Dazu muß
die Anschlußleitung umgeklemmt oder umgeschaltet werden.
Frag am besten einen Elektromaschienenbauer, der muß sich besser
damit auskennen.
Martin
Hallo Horst, hallo Martin!
> Horst Reinsch schrieb:
>
>> ich habe hier einen AEG Elektromotor den ich gerne über 220
>> V ~ anschließen würde. Leider weiß ich nicht ob der Motor
>> nun auf 220 V oder auf 380 V gebrückt ist. Auf dem
>> Typenschild befinden sich folgende Angaben:
>> [...]
>> Dabei sind die Anschlüsse W2, U2 und V2 komplett gebrückt.
>>
>> Meine Frage wäre halt nun: An welche Anschlüsse muß ich nun
>> mit meinen 220 V ~ und welche Anschlüsse müssen wie
>> gebrückt sein? Ist durch Umbrücken auch eine Änderung der
>> Laufrichtung möglich?
>
> Deinen Motor kannst du entweder an 380V(400V) Drehstrom oder
> 220V(230V) Drehstrom anschließen. Die Betonung liegt auf
> Drehstrom!
ACK.
> Wenn du den Motor an 230V Wechselspannung anschließen
> möchtest, brauchst du dazu noch den passenden Kondensator.
> Der Motor hat dadurch eine kleinere Leistung.
ACK.
> Man kann den Motor in beide Richtungen laufen lassen. Dazu
> muß die Anschlußleitung umgeklemmt oder umgeschaltet werden.
> Frag am besten einen Elektromaschienenbauer, der muß sich
> besser damit auskennen.
Jetzt schick' Horst doch nicht gleich wieder weg. :-)
Horst, das, was Du brauchst, nennt sich "Steinmetz-Schaltung".
Das sieht dann im Klemmbrett für Rechtslauf so aus:
L N
| |
| |
| ,---)-------.
| / | |
| / | === C
|/ | |
U1 X V1 X W1 X
| | |
| | |
| | |
W2 X U2 X V2 X
Für C kannst Du ca. 70µF pro kW Motorleistung kalkulieren, in
Deinem Fall also 77µF.
Es kann allerdings sein, daß Du zum Anlauf einen weiteren
Kondensator parallel zum ersten schalten mußt. Den solltest Du
dann aber nach zwei, drei Sekunden wieder abschalten.
Die Drehrichtung sollte sich ändern lassen, indem Du L und N
vertauscht.
BTW: Horst, da ich aus Deiner Fragestellung schließe, daß Du
kein Elektrofachmann bist, der Standard-Disclaimer:
*******************************
* 230V SIND LEBENSGEFÄHRLICH! *
*******************************
Also bitte Vorsicht beim Basteln.
HTH,
Sebastian
--
Sebastian Suchanek
eMail: sebastian...@gmx.de, seba...@suchanek.de
homepage: http://www.suchanek.de
PGP public key available on homepage
>Horst, das, was Du brauchst, nennt sich "Steinmetz-Schaltung".
>Das sieht dann im Klemmbrett für Rechtslauf so aus:
>
>
> L N
> | |
> | |
> | ,---)-------.
> | / | |
> | / | === C
> |/ | |
> U1 X V1 X W1 X
> | | |
> | | |
> | | |
> W2 X U2 X V2 X
und den Sternpunkt lassma offen?
Und dass du so die volle 3~ Leistung fahren kannst,
erwartest du hoffentlich auch nicht.
>Die Drehrichtung sollte sich ändern lassen, indem Du L und N
>vertauscht.
Das halte ich für ein Gerücht.
>
>BTW: Horst, da ich aus Deiner Fragestellung schließe, daß Du
>kein Elektrofachmann bist,
Ich schließe aus deiner Antwort,dass das auch auf dich zutrifft
> der Standard-Disclaimer:
>
> *******************************
> * 230V SIND LEBENSGEFÄHRLICH! *
> *******************************
>
>Also bitte Vorsicht beim Basteln.
Finger weg!
ciao, Hans
>>> ich habe hier einen AEG Elektromotor den ich gerne über 220
>>> V ~ anschließen würde. Leider weiß ich nicht ob der Motor
>> Deinen Motor kannst du entweder an 380V(400V) Drehstrom oder
>> 220V(230V) Drehstrom anschließen. Die Betonung liegt auf
>> Drehstrom!
>Horst, das, was Du brauchst, nennt sich "Steinmetz-Schaltung".
>BTW: Horst, da ich aus Deiner Fragestellung schließe, daß Du
>kein Elektrofachmann bist, der Standard-Disclaimer:
>
> *******************************
> * 230V SIND LEBENSGEFÄHRLICH! *
> *******************************
Jau, ich weiß. In Anbetracht der Tatsache das es sich hier um einen
Drehstrommotor handelt und nicht, wie bisher vermutet um einen
Wechselstrommotor, werde ich die Finger davon lassen und das Teil
einfach mal zu einem Elektiker schleppen. Der soll mir dann was bauen
das ich nur noch Stecker einstecken muß. :-)) Ist glaube ich besser für
mich und den Motor. :-))
Vielen Dank euch beiden für die sehr ausführliche Aufklärung.
Gruß.... Horst
Sebastian Suchanek schrieb:
>
> MHep...@t-online.de (Martin Heptner) spoke thusly:
>
> Hallo Horst, hallo Martin!
>
> > Horst Reinsch schrieb:
> >
> >> ich habe hier einen AEG Elektromotor den ich gerne über 220
> >> V ~ anschließen würde. Leider weiß ich nicht ob der Motor
> >> nun auf 220 V oder auf 380 V gebrückt ist. Auf dem
> >> Typenschild befinden sich folgende Angaben:
> >> [...]
>
> Jetzt schick' Horst doch nicht gleich wieder weg. :-)
>
> Horst, das, was Du brauchst, nennt sich "Steinmetz-Schaltung".
> Das sieht dann im Klemmbrett für Rechtslauf so aus:
>
> L N
> | |
> | |
> | ,---)-------.
> | / | |
> | / | === C
> |/ | |
> U1 X V1 X W1 X
> | | |
> | | |
> | | |
> W2 X U2 X V2 X
>
> Für C kannst Du ca. 70µF pro kW Motorleistung kalkulieren, in
> Deinem Fall also 77µF.
> Es kann allerdings sein, daß Du zum Anlauf einen weiteren
> Kondensator parallel zum ersten schalten mußt. Den solltest Du
> dann aber nach zwei, drei Sekunden wieder abschalten.
> Die Drehrichtung sollte sich ändern lassen, indem Du L und N
> vertauscht.
Das ist so nicht korrekt.
Wenn du L und N vertauscht hast du den gleichen Effekt, als wenn
du den Schuko-Stecker andersherum in die Steckdose steckst. Hast
du schon eine Maschine gesehen, die je nach Steckerstellung mal
rechts und mal links herum läuft ? Zur Drehrichtungänderung mußt
du den L an U1 abklemmen und an W1 anklemmen.
Ein Elektromaschienenbauer hat mir erzählt, daß man auch auf die
Spannung am Kondensator achten mußt.
>
> BTW: Horst, da ich aus Deiner Fragestellung schließe, daß Du
> kein Elektrofachmann bist, der Standard-Disclaimer:
>
> *******************************
> * 230V SIND LEBENSGEFÄHRLICH! *
> *******************************
>
> Also bitte Vorsicht beim Basteln.
>
Der Meinung bin ich auch. Deshalb nur die allgemeine Erklärung.
Auch als Elektriker gebe ich bei solch einem Problem den Motor zu
einem Elektromaschienenbauer, damit er mir den passenden
Kondensator gibt. Die Schaltung (EIN/AUS, rechts/links Lauf) mach
ich dann selber.
Martin
Stimmt, Du hast Recht. Asche auf mein Haupt. ;-)
> Ein Elektromaschienenbauer hat mir erzählt, daß
> man auch auf die Spannung am Kondensator achten mußt.
> [...]
Das ist klar. Was hat er denn genau gesagt? Reichen 600V
Spannungsfestigkeit, oder sollten es doch 1.000V sein?
Tschüs,
Sebastian Suchanek schrieb:
>
>
> [...]
>
> > Ein Elektromaschienenbauer hat mir erzählt, daß
> > man auch auf die Spannung am Kondensator achten mußt.
> > [...]
>
> Das ist klar. Was hat er denn genau gesagt? Reichen 600V
> Spannungsfestigkeit, oder sollten es doch 1.000V sein?
>
Dabei geht es nicht so sehr um die Spannungsfestigkeit des
Kondensators. Sondern um die tatsächlich am Kondensator (Motor)
anliegende Spannung.
Martin
>
>
Na hierzulande doch üblicherweise 230V~. Oder übersehe ich was?
Sebastian Suchanek schrieb:
>
> MHep...@t-online.de (Martin Heptner) spoke thusly:
>
> >
> >
> > Sebastian Suchanek schrieb:
> >>
> >>
> >> [...]
> >>
> >>> Ein Elektromaschienenbauer hat mir erzählt, daß
> >>> man auch auf die Spannung am Kondensator achten mußt.
> >>> [...]
> >>
> >> Das ist klar. Was hat er denn genau gesagt? Reichen 600V
> >> Spannungsfestigkeit, oder sollten es doch 1.000V sein?
> >>
> > Dabei geht es nicht so sehr um die Spannungsfestigkeit des
> > Kondensators. Sondern um die tatsächlich am Kondensator (Motor)
> > anliegende Spannung.
>
> Na hierzulande doch üblicherweise 230V~. Oder übersehe ich was?
>
Der Kondensator liegt nicht direkt an Netzspannung. Der
Kondensator erzeugt eine Phasenverschiebung (erzeugung des
Drehfeldes), dadurch kann eine höhere Spannung als die
Netzspannung erzeugt werden.
Ich habe an einem Kompensationskonensator einer 15W
Leuchtstofflampe eine Spannung von ca. 450V gemessen. Die
Versorgungsspannug der Schaltung betrug 230V.
Martin
230V~ sind effektiv nicht spitze