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Welche Steckdose nach Trenntrafo?

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coo...@gmx.de

unread,
Sep 15, 2015, 8:36:51 AM9/15/15
to
Ich habe einen Trenntrafo im Metallgehäuse, der eine Kaltgerätebuchse
als Eingang hat. Und dat andere Loch, dat kriejer mer später.
Genauer: Er hat ein Loch mit einem abgeschnittenen Kabel, vermutlich
war ein Gerät fest daran verbaut.

Ich würde das Gerät gerne fliegend nutzen für gelegentliche Laborarbeiten
(z.B für meine Lötstation mit dem offenen 24V-Trafo;). Für eine
Einbausteckdose ist leider kein Platz im Gehäuse. Am einfachsten wäre
eine Mehrfachsteckdose am Kabel, oder als Aufbau auf dem Gehäuse. Aber da
habe ich dann irreführend Schutzleiteranschlüsse dran.

Gibt es irgendwo (außer in Altbauten) Aufputzsteckdosen ohne Schutzleiter?
Bzw. wie heißen die flachen Dinger, die es in alten Regeltrenntrafos hat?

Manuel Reimer

unread,
Sep 15, 2015, 9:30:01 AM9/15/15
to
On 09/15/2015 02:36 PM, coo...@gmx.de wrote:
> Ich habe einen Trenntrafo im Metallgehäuse, der eine Kaltgerätebuchse
> als Eingang hat. Und dat andere Loch, dat kriejer mer später.
> Genauer: Er hat ein Loch mit einem abgeschnittenen Kabel, vermutlich
> war ein Gerät fest daran verbaut.

Ist es denn wirklich ein Trenntrafo?

> Ich würde das Gerät gerne fliegend nutzen für gelegentliche Laborarbeiten
> (z.B für meine Lötstation mit dem offenen 24V-Trafo;). Für eine
> Einbausteckdose ist leider kein Platz im Gehäuse. Am einfachsten wäre
> eine Mehrfachsteckdose am Kabel, oder als Aufbau auf dem Gehäuse. Aber da
> habe ich dann irreführend Schutzleiteranschlüsse dran.

Es gibt Mehrfachsteckdosen auch ohne Anschlussleitung zu kaufen. Anders
als bei den fertigen sind da ab Werk anständige Schrauben dran. Die
Schutzleiterbügel sind alle auf einen Blechstreifen punktgeschweißt. Den
kannst du als ganzes aus der Leiste ausbauen.

Versteht sich natürlich von selbst das eine so "kastrierte" Leiste
nurnoch nach einen Trenntrafo geschaltet werden darf!

Gruß

Manuel

Siegfried Schmidt

unread,
Sep 15, 2015, 9:49:38 AM9/15/15
to
schrieb:

> Für eine Einbausteckdose ist leider kein Platz im Gehäuse.

Gilt das auch für eine Anbausteckdose?

> Am
> einfachsten wäre eine Mehrfachsteckdose am Kabel, oder als Aufbau auf
> dem Gehäuse. Aber da habe ich dann irreführend Schutzleiteranschlüsse
> dran.

So verkehrt ist die Mehrfachsteckdose gar nicht. Denn bei einer
Schutztrennung für mehrere Verbraucher muss der Schutzleiter der Geräte
verbunden werden -> ganz normale Schuko-Steckdosen.

> Gibt es irgendwo (außer in Altbauten) Aufputzsteckdosen ohne
> Schutzleiter? Bzw. wie heißen die flachen Dinger, die es in alten
> Regeltrenntrafos hat?

Steckdosen ohne Schutzleiter sind kaum zu bekommen, ausser sowas:

http://www.ebay.de/itm/ALSU-AUFPUTZ-STECKDOSE-OHNE-ERDUNG-RESTPOSTEN-
12215-/360360818773

Aber wenn es der Platz hergibt, packe besser zwei Anbausteckdosen mit
Schutzleiter darauf und verbinde die beiden Schutzleiter. Achte darauf,
dass der Trenntrafo sekundärseitig eine Sicherung hat, die bei einem
doppelten Körperschluss sicher abschaltet.


Siegfried



--
Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind
mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwärtigen
Erwartungen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher wesentlich von den
Darstellungen abweichen.

horst-d.winzler

unread,
Sep 15, 2015, 10:27:56 AM9/15/15
to
Am 15.09.2015 um 14:36 schrieb coo...@gmx.de:
> Ich habe einen Trenntrafo im Metallgehäuse, der eine Kaltgerätebuchse
> als Eingang hat. Und dat andere Loch, dat kriejer mer später.
> Genauer: Er hat ein Loch mit einem abgeschnittenen Kabel, vermutlich
> war ein Gerät fest daran verbaut.

Ein Gerät macht auch Sinn. zB ein Oszi um Brummschleifen zu vermeiden.

> Ich würde das Gerät gerne fliegend nutzen für gelegentliche Laborarbeiten
> (z.B für meine Lötstation mit dem offenen 24V-Trafo;). Für eine
> Einbausteckdose ist leider kein Platz im Gehäuse. Am einfachsten wäre
> eine Mehrfachsteckdose am Kabel, oder als Aufbau auf dem Gehäuse. Aber da
> habe ich dann irreführend Schutzleiteranschlüsse dran.

Wenn du mehrere Geräte gleichzeitig über den Trenntrafo betreiben
willst, bist du wieder bei einem Schutzleiter. Das macht dann eigentlich
keinen Sinn.

--
mfg hdw

Franz Glaser

unread,
Sep 15, 2015, 2:50:59 PM9/15/15
to
Am 15.09.2015 16:27, schrieb horst-d.winzler:
>
> Wenn du mehrere Geräte gleichzeitig über den Trenntrafo betreiben
> willst, bist du wieder bei einem Schutzleiter. Das macht dann eigentlich
> keinen Sinn.

Eben DAS wollte ich auch grad schreiben :-)

EIN Trenntrafo und MEHRfachverbraucher widerspricht sich grundzipiell.


GL
--
Alle Idealismen dienen nur für den Aufbau von Hierarchien mit Bauern,
mit Nützlichen Idioten für die Machtausübung und mit Mächtigen on top.
Bei den Nützlichen Idioten gibts die Gewaltmenschen und die Ideologen.

Franz Glaser

unread,
Sep 15, 2015, 2:54:13 PM9/15/15
to
Am 15.09.2015 20:50, schrieb Ingrid-Franz Glaser:
> Am 15.09.2015 16:27, schrieb horst-d.winzler:
>>
>> Wenn du mehrere Geräte gleichzeitig über den Trenntrafo betreiben
>> willst, bist du wieder bei einem Schutzleiter. Das macht dann eigentlich
>> keinen Sinn.
>
> Eben DAS wollte ich auch grad schreiben :-)
>
> EIN Trenntrafo und MEHRfachverbraucher widerspricht sich grundzipiell.
>
> GL


Außer der hat getrennte Sekundärwicklungen mit 4 kV Prüfspannung.


Ingrind

Dieter Wiedmann

unread,
Sep 15, 2015, 2:58:35 PM9/15/15
to
Am 15.09.2015 20:50, schrieb Franz Glaser:

> EIN Trenntrafo und MEHRfachverbraucher widerspricht sich grundzipiell.

Nö.

https://de.wikipedia.org/wiki/IT-System


Gruß Dieter


Franz Glaser

unread,
Sep 15, 2015, 3:38:45 PM9/15/15
to
Das gute alte 500V Drehstromnetz.

Allerdings möchte ich DIESES nie niemals nicht mit einem Isoliertrafo in
den Zusammenhang gebracht sehen.

Auf dem 500V-Netz waren die 3 Phasen derart stark zentriert, dass ein
Mensch niemals an eine Phase tappen durfte ohne einen Schlag zu kriegen.

Das war der Vorläufer der FI-Schaltung und hatte den Vorteil, dass nicht
die ganze Anlage abgeschaltet werden musste, weil ein Motor einen
Erdschluss hatte. Da konnte der Fehler in Betrieb lokalisiert werden,
weil kein Motorgehäuse auf hohem Potential war, solang nur 1 Motor einen
Erdschluss hatte. Nur der eine, kaputte Motor musste abgeschaltet und
ausgetauscht werden.

Dieter Wiedmann

unread,
Sep 15, 2015, 3:55:27 PM9/15/15
to
Am 15.09.2015 21:38, schrieb Franz Glaser:
> Am 15.09.2015 20:58, schrieb Dieter Wiedmann:
>> Am 15.09.2015 20:50, schrieb Franz Glaser:
>>
>>> EIN Trenntrafo und MEHRfachverbraucher widerspricht sich grundzipiell.
>>
>> Nö.
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/IT-System
>>
>>
>> Gruß Dieter
>>
>
> Das gute alte 500V Drehstromnetz.
>
> Allerdings möchte ich DIESES nie niemals nicht mit einem Isoliertrafo in
> den Zusammenhang gebracht sehen.

Dann nimm halt ein anderes, und auch viel gängigeres, mit gerade mal
230V einphasig.


Gruß Dieter

Günther Dietrich

unread,
Sep 15, 2015, 5:23:02 PM9/15/15
to
Am 15.09.15 um 14:36 schrieb coo...@gmx.de:
> Ich habe einen Trenntrafo im Metallgehäuse, der eine Kaltgerätebuchse
> als Eingang hat.

Wenn es eine Buchse ist, dann ist es der Ausgang. Ansonsten würden am
Stecker, der da hineingehört, die Pins blank liegen, wenn er nicht
eingesteckt ist.


> Und dat andere Loch, dat kriejer mer später.
> Genauer: Er hat ein Loch mit einem abgeschnittenen Kabel, vermutlich
> war ein Gerät fest daran verbaut.

Vermutlich ist das der Eingang und am Ende des Kabels war ein Stecker,
der nun fehlt.


> Ich würde das Gerät gerne fliegend nutzen für gelegentliche Laborarbeiten
> (z.B für meine Lötstation mit dem offenen 24V-Trafo;). Für eine
> Einbausteckdose ist leider kein Platz im Gehäuse. Am einfachsten wäre
> eine Mehrfachsteckdose am Kabel, oder als Aufbau auf dem Gehäuse. Aber da
> habe ich dann irreführend Schutzleiteranschlüsse dran.

Mehrere Verbraucher hinter einem Trenntransformator sind meines Wissens
nicht zulässig.

Ich kenne das Thema. Ich habe lange genug recherchiert, da ich in meinem
Labor ein ganzes Rack mit Messgeräten über einen Zwischentransformator
betreibe, bei dem nur die Eingangsbuchse des Messempfängers eine
Verbindung zu Erde haben darf.
Zwecks elektrischer Sicherheit wurde da ein IT-Netz mit
Isolationswächter aufgebaut. Und der Isolationswächter muss natürlich,
genauso wie ein RCD, monatlich geprüft werden.



Grüße,

Günther

Franz Glaser

unread,
Sep 15, 2015, 5:40:23 PM9/15/15
to
Der Trenntrafo hat den Zweck, beim Berühren einer Leitung vollkommen
ungefährdet zu bleiben. Das geht aber nur dann, wenn NUR EIN Verbraucher
angeschlossen ist, der den Anforderungen dafür auch entspricht.

Wenn 2 oder mehr Verbraucher dran hängen, dann verlassen sich auch mehr
Menschen darauf, dass sie hintappen können und schon sind sie Teil eines
Spannungsteilers.

Dieter Wiedmann

unread,
Sep 15, 2015, 6:25:59 PM9/15/15
to
Am 15.09.2015 23:40, schrieb Franz Glaser:

> Der Trenntrafo hat den Zweck, beim Berühren einer Leitung vollkommen
> ungefährdet zu bleiben.

Nur wenn man ihn so verwendet.

Man kann ihn aber auch anders verwenden, eben zum Aufbau eines IT-Netzes.



coo...@gmx.de

unread,
Sep 15, 2015, 7:28:53 PM9/15/15
to
Am Dienstag, 15. September 2015 23:23:02 UTC+2 schrieb Günther Dietrich:
> Am 15.09.15 um 14:36 schrieb coo...@gmx.de:
> > Ich habe einen Trenntrafo im Metallgehäuse, der eine Kaltgerätebuchse
> > als Eingang hat.
>
> Wenn es eine Buchse ist, dann ist es der Ausgang. Ansonsten würden am
> Stecker, der da hineingehört, die Pins blank liegen, wenn er nicht
> eingesteckt ist.

Nene, paßt schon. Drucker haben bei mir auch eine Kaltgerätebuchse. :)
Auch daß Rasierer einen Stecker hätten, wäre mir ungewohnt.
(Es handelt sich auch, um eine andere Sorge aufzugreifen, wirklich um
einen Trenntrafo und nicht um eine Kaffeemaschine.)

> Mehrere Verbraucher hinter einem Trenntransformator sind meines Wissens
> nicht zulässig.

Die Vorschrift als solche würde mich nicht stören, aber gelegentlich
steckt ja doch ein technischer Sinn dahinter. Ich möchte nicht dauerhaft
ein(e) Gerät(-ekombination) damit öffentlich absichern, sondern bei
ansonsten haarsträubenden Bastelarbeiten etwas mehr Sicherheit für mich.
Da denke ich, ob ich nun ein oder zwei offene Geräte an dem Trafo habe,
sollte eigentlich keinen Unterschied machen?

> Ich kenne das Thema. Ich habe lange genug recherchiert, da ich in meinem
> Labor ein ganzes Rack mit Messgeräten über einen Zwischentransformator
> betreibe, bei dem nur die Eingangsbuchse des Messempfängers eine
> Verbindung zu Erde haben darf.
> Zwecks elektrischer Sicherheit wurde da ein IT-Netz mit
> Isolationswächter aufgebaut. Und der Isolationswächter muss natürlich,
> genauso wie ein RCD, monatlich geprüft werden.

Das klingt interessant, so ein Ding habe ich auch rumliegen. Damit stellt
sich mir die Frage:
-FI
-Trenntrafo
-IT-Netz
Was davon ist bei Bastelarbeiten "am offenen Herzen" am sichersten?
Oder hängt das von jeweiligen Details ab?

Bis vor Kurzem arbeitete ich ohne alles davon, ohne je einen Schlag
bekommen zu haben. Allerdings ist es beim Strom ähnlich wie bei Messern:
Mit einem scharfen Messer schneidet man sich nicht, da man aufpaßt,
aber mit dem stumpfen rutscht man ab und schneidet sich.
(Schlag habe ich immer noch keinen bekommen, aber nun FI-Leisten, da
PEN-System in der Wohnung.)

Soll heißen: An offenen Schaltnetzteilen oder gar mit einem Neontrafo
eine Leuchtschrift ausprobiert war ungefährlich, während ich beim
Einstecken eines Braun-Weckers, so einer mit grünen Fluoreszenzlampen,
vom Flohmarkt fast erwischt worden wäre. Es knallte und blitzte in der
Anschlußleitung. Ursache: einige kaum sichtbare Nagetiereinbisse, aus
denen sich Litzenenden gestrabelt und berührt hatten. Ohne den
zufälligen Kurzschluß hätte ich da irgendwann reingegriffen. Die alte
Schmelzsicherung der Wohnung war langsamer als die Litzen.

Jan Conrads

unread,
Sep 15, 2015, 9:26:36 PM9/15/15
to
Hallo,
Am 15.09.2015 um 14:36 schrieb coo...@gmx.de:
> Ich habe einen Trenntrafo im Metallgehäuse, der eine Kaltgerätebuchse
> als Eingang hat. Und dat andere Loch, dat kriejer mer später.
> Genauer: Er hat ein Loch mit einem abgeschnittenen Kabel, vermutlich
> war ein Gerät fest daran verbaut.

bekommst du hier eine Kaltgeräte Buchse verbaut? Habe ich bei meinem so
realisiert.

Um den Vorschriften zu genügen, darf dies m.W. nur eine zweipolige sein,
also ggf den Erdpin vergießen.

Für die Verbraucher dann passende Adapterkabel, hier den Erdpin
ebenfalls entfernen, Ausgangsseite dann nach Bedarf, aber es muß
sichergestellt sein, das klar ist, das hier kein "normaler" Anschluß
(mit Schutzerde) vorliegt.


> Ich würde das Gerät gerne fliegend nutzen für gelegentliche Laborarbeiten
> (z.B für meine Lötstation mit dem offenen 24V-Trafo;).

Hier hilft aber ggf etwas Vergußmasse...

Für eine
> Einbausteckdose ist leider kein Platz im Gehäuse. Am einfachsten wäre
> eine Mehrfachsteckdose am Kabel, oder als Aufbau auf dem Gehäuse. Aber da
> habe ich dann irreführend Schutzleiteranschlüsse dran.
>
> Gibt es irgendwo (außer in Altbauten) Aufputzsteckdosen ohne Schutzleiter?
> Bzw. wie heißen die flachen Dinger, die es in alten Regeltrenntrafos hat?
>
An einem Trenntrafo ist nur ein Verbraucher erlaubt, wenn das ein IT
Netz ergeben soll, ist eine Isolationsüberwachung Pflicht.

Gruß JAn

horst-d.winzler

unread,
Sep 15, 2015, 11:38:22 PM9/15/15
to
So ein leistungsstarker Umrichter nach einem FI eingesetzt werden muß,
oder um einen FI zu umgehen.

--
mfg hdw

Harald Klotz

unread,
Sep 16, 2015, 6:40:18 PM9/16/15
to
Manuel Reimer schrieb:

> Die Schutzleiterbügel sind alle auf einen Blechstreifen
> punktgeschweißt. Den kannst du als ganzes aus der Leiste ausbauen.

Damit bleibt die Steckdose weiterhin geeignet einen Schuko Stecker
drin zu verwenden.
Bestenfalls könnte einem Unwissenden damit auffallen, dass er keinen
Schutzkontakt hat.

> Versteht sich natürlich von selbst das eine so "kastrierte" Leiste
> nurnoch nach einen Trenntrafo geschaltet werden darf!

Gibt es keine reinen Euro Steckdosen.
Ich habe sie nie gesehen, aber auch nie danach gesucht.

Wenn du sicher gehen willst, dass niemand einen Schukostecker
einführt, dann kann man, falls man es nicht anders bekommt, eine
Kombisteckleiste nehmen wie es sie vielfach gibt und die
Schukoanschlüsse mit Silkon dicht machen.

Oder man klemmt eine oder mehrere Euroverlängerungen dran.

Grüße Harald

Newdo

unread,
Sep 17, 2015, 2:36:12 AM9/17/15
to

Marc Haber

unread,
Sep 17, 2015, 7:56:35 AM9/17/15
to
Newdo <Ne...@ifmd.de> wrote:
>https://de.wikipedia.org/wiki/SEV_1011

Auch da kann man einen Stecker mit Schutzleiter reinstecken und
fälschlicherweise davon ausgehen, er wäre auch angeschlossen.

Grüße
Marc
#
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Manuel Reimer

unread,
Sep 17, 2015, 1:00:58 PM9/17/15
to
On 09/17/2015 12:07 AM, Harald Klotz wrote:
>> Die Schutzleiterbügel sind alle auf einen Blechstreifen
>> punktgeschweißt. Den kannst du als ganzes aus der Leiste ausbauen.
>
> Damit bleibt die Steckdose weiterhin geeignet einen Schuko Stecker drin
> zu verwenden.

Davon abgesehen, dass ich nicht wusste, dass man nach einem Trenntrafo
die Schutzleiter wieder zusammenschalten sollte (wieder was gelernt) und
deshalb der Blechstreifen *nicht* ausgebaut werden darf:

Entweder ich verstehe den Zweck eines Trenntrafos komplett falsch (habe
selber keinen) oder es ist dort durchaus so gedacht, dass auch
Schuko-Stecker eingesteckt werden können.

Verwendet wird sowas doch wenn man unter Spannung an einem Gerät
arbeitet, welches direkt, ohne galvanische Trennung, an Netzspannung
hängt. Und die können durchaus auch Schuko-Stecker haben.

Wenn ich vorhätte einen Fehler in einem Schaltnetzteil zu suchen, würde
ich z.B. einen Trenntrafo anschaffen oder improvisieren (zwei
Halogen-Trafos tun es für den Gelegenheitsbastler auch).

Bitte berichtigen wenn ich falsch liege.

Gruß

Manuel

coo...@gmx.de

unread,
Sep 17, 2015, 2:37:46 PM9/17/15
to
Am Donnerstag, 17. September 2015 19:00:58 UTC+2 schrieb Manuel Reimer:
> Verwendet wird sowas doch wenn man unter Spannung an einem Gerät
> arbeitet, welches direkt, ohne galvanische Trennung, an Netzspannung
> hängt. Und die können durchaus auch Schuko-Stecker haben.
>
> Wenn ich vorhätte einen Fehler in einem Schaltnetzteil zu suchen, würde
> ich z.B. einen Trenntrafo anschaffen oder improvisieren (zwei
> Halogen-Trafos tun es für den Gelegenheitsbastler auch).

Genau das ist auch mein Gedankengang und mein Anwendungszweck. Ich
möchte nicht den Küchenmixer zum Schaumschlagen in der Badewanne
verwenden.

Was geeignet sein könnte: Eine Steckdose Typ E und da den Erdungsstift
entsorgen. https://de.wikipedia.org/wiki/Stecker-Typ_E
Mal bei der nächsten Fahrt nach Frankreich oder in die Tschechei
im Baumarkt schauen.

Manuel Reimer

unread,
Sep 17, 2015, 2:54:48 PM9/17/15
to
On 09/17/2015 08:37 PM, coo...@gmx.de wrote:
> Was geeignet sein könnte: Eine Steckdose Typ E und da den Erdungsstift
> entsorgen. https://de.wikipedia.org/wiki/Stecker-Typ_E
> Mal bei der nächsten Fahrt nach Frankreich oder in die Tschechei
> im Baumarkt schauen.

Wenn die Industrie das darf, warum dann nicht auch du für deinen
vorhandenen Trenntrafo:

http://www.ebay.de/itm/252056959403

In den Baumarkt deines geringsten Misstrauens gehen. Aufputz-Steckdose
kaufen und dann zuhause mit starkem Seitenschneider die Erdungsbügel kappen.

Prüfe aber mal sicherheitshalber, dass du da wirklich einen Trenntrafo
hast und nicht vielleicht einen Wandler 230V -> 110V. Möglicherweise
sogar als Spartrafo ausgeführt...

Gruß

Manuel

horst-d.winzler

unread,
Sep 18, 2015, 3:54:22 AM9/18/15
to
Am 17.09.2015 um 20:54 schrieb Manuel Reimer:
>
> http://www.ebay.de/itm/252056959403
>
> In den Baumarkt deines geringsten Misstrauens gehen. Aufputz-Steckdose
> kaufen und dann zuhause mit starkem Seitenschneider die Erdungsbügel
> kappen.

Es kann aus EMV Gründen ratsam sein, den Schutzleiterkontakt über ein
genügend spannungsfestes C mit dem Metallgehäuse zu verbinden.
--
mfg hdw

heinz tauer

unread,
Sep 18, 2015, 4:51:58 AM9/18/15
to
Am 18.09.2015 um 07:34 schrieb Emil Naepflein:
> On Thu, 17 Sep 2015 20:54:47 +0200, Manuel Reimer
> <Manuel.N...@nurfuerspam.de> wrote:
>
>> In den Baumarkt deines geringsten Misstrauens gehen. Aufputz-Steckdose
>> kaufen und dann zuhause mit starkem Seitenschneider die Erdungsbügel kappen.
> Warum willst Du den Erdungsbügel kappen?
>
> Wenn man in nicht anschließt hat man den gleichen Effekt.
>
> Man könnte daran dann sogar einen Isolationswächter anschließen und würde sofort
> sehen ob das angeschlossene Gerät einen Isolationsfehler hat.

Ihr solltet mal über den Sinn eines Trenntrafos nachdenken!

--
H.T.

heinz tauer

unread,
Sep 18, 2015, 4:54:18 AM9/18/15
to
Hast du überhaupt verstanden, wozu man einen Trenntrafo benötigt!

--
H.T.

horst-d.winzler

unread,
Sep 18, 2015, 5:17:29 AM9/18/15
to
Das verleitet mich zu der Gegenfrage, hast du EMV verstanden? EMV darf
durch auch durch Trenntrafos nicht ausgehebelt werden. Fazit, einfache
Antworten sind meistens nur ungefähre Antworten. ;-)

--
mfg hdw

heinz tauer

unread,
Sep 18, 2015, 7:23:32 AM9/18/15
to
Am 18.09.2015 um 11:17 schrieb horst-d.winzler:
> Am 18.09.2015 um 10:54 schrieb heinz tauer:

>>> Es kann aus EMV Gründen ratsam sein, den Schutzleiterkontakt über ein
>>> genügend spannungsfestes C mit dem Metallgehäuse zu verbinden.
>> Hast du überhaupt verstanden, wozu man einen Trenntrafo benötigt!
>>
> Das verleitet mich zu der Gegenfrage, hast du EMV verstanden?

EMV(Elektromagnetische Verträglichkeit) hat eigentlich nichts mit einem
Trenntrafo zu tun. Wenn du sie schon anbringst, dann wird durch die
galvanische Trennung und innere Beschaltung die EMV sogar erhöht.

Bei einem Trenntrafo verbietet sich jede obskure Bastelei!

--
H.T.

horst-d.winzler

unread,
Sep 18, 2015, 9:02:32 AM9/18/15
to
Obskure Basteleien können gefährlich sein, keine Frage. Wenn du aber
einen leistungsstarken Umrichter an ein Netz anschließen mußt, für das
FI zwingend vorgeschrieben ist, wirst du um einen Trenntrafo nicht herum
kommen. Die kapazitiven Blindströme der vorgeschriebenen Filter
können/werden jeden FI zum reagieren bringen. Diese Filter kannst du
nicht "schwebend" lassen.
Bei ihm geht es um einen Trenntrafo an dem nur ein Gerät angeschlossen
wird. Sollte das folgende Gerät einen Schaltwandler im Primärkreis
besitzen, ist es durchaus denkbar, das die den Schutzleiter in ihr
Konzept einbezogen haben. Für diesen Fall mußt du dir dann was
"vorschriftsmäßiges" einfallen lassen. Den Schutzleiter einfach
schwebend zu lassen, ist keine gute Idee.
--
mfg hdw

Klaus Butzmann

unread,
Sep 18, 2015, 5:16:59 PM9/18/15
to
Am 18.09.2015 um 10:54 schrieb heinz tauer:

> Hast du überhaupt verstanden, wozu man einen Trenntrafo benötigt!
Ja, um zu verhindern dass Gleichströme aus der Bahnanlage ins EVU Netz
verschleppt werden. An Steckdosen werden die Schutzleiter aufgetrennt
und über einen Kondi geführt.


Butzo


heinz tauer

unread,
Sep 19, 2015, 3:23:07 AM9/19/15
to
Am 19.09.2015 um 08:30 schrieb Emil Naepflein:
> On Fri, 18 Sep 2015 10:51:49 +0200, heinz tauer <heinz...@arcor.de> wrote:
>
>>> Man könnte daran dann sogar einen Isolationswächter anschließen und würde sofort
>>> sehen ob das angeschlossene Gerät einen Isolationsfehler hat.
>> Ihr solltet mal über den Sinn eines Trenntrafos nachdenken!
> Der Sinn ist die galvanische Trennung von zwei Stromkreisen. Es gibt eine
> Vielzahl von Anwendungsfällen wo das nützlich ist.

Das ist richtig, aber es nervt, wenn man viel Unsinn liest. Einigen
Herrschaften ist aber offenbar der Sinn des Trenntrafos abhanden gekommen.

--
H.T.

horst-d.winzler

unread,
Sep 19, 2015, 3:43:30 AM9/19/15
to
Am 19.09.2015 um 09:23 schrieb heinz tauer:
> Am 19.09.2015 um 08:30 schrieb Emil Naepflein:
>> On Fri, 18 Sep 2015 10:51:49 +0200, heinz tauer <heinz...@arcor.de>
>> wrote:
>>
>>>> Man könnte daran dann sogar einen Isolationswächter anschließen und
>>>> würde sofort
>>>> sehen ob das angeschlossene Gerät einen Isolationsfehler hat.
>>> Ihr solltet mal über den Sinn eines Trenntrafos nachdenken!
>> Der Sinn ist die galvanische Trennung von zwei Stromkreisen. Es gibt eine
>> Vielzahl von Anwendungsfällen wo das nützlich ist.

Wenn du das Adjektiv "nützlich" durch "unumgänglich" ersetzen würdest,
stimme ich dir zu. ;-)

> Das ist richtig, aber es nervt, wenn man viel Unsinn liest. Einigen
> Herrschaften ist aber offenbar der Sinn des Trenntrafos abhanden gekommen.
>

Ich stimme dir zu, wenn man sich von Leuten, ausgestattet mit einem
gesunden Halbwissen, erklären lassen muß, wie es doch eigentlich sein
müßte. Aber so ist das Usenet nunmal. Man muß es aushalten. ;-)
--
mfg hdw

Rolf Bombach

unread,
Sep 21, 2015, 4:23:08 PM9/21/15
to
Dieter Wiedmann schrieb:
Oder zur Erzeugung einer Steuerspannung. Dann muss aber ein Pol wieder
geerdet werden.
Oder zum Bau eines Türstoppers, Erdung dann optional.

--
mfg Rolf Bombach

Franz Glaser

unread,
Sep 21, 2015, 5:42:45 PM9/21/15
to
Am 21.09.2015 22:23, schrieb Rolf Bombach:
>
> Oder zur Erzeugung einer Steuerspannung. Dann muss aber ein Pol wieder
> geerdet werden.

Jaaa - aber die "unterliegt nicht" dem FI der Motoren. Die kann aufrecht
bleiben, wenn ein Motor den Haupt-FI (den mit dem großen
Ring-Stromwandler) auslöst. Die Ventile bleiben unter Spannung und die
230V~ Schützen fürn Krimskrams auch.

Naja, heute läuft eh alles auf daumendick 24V=


GL
--
Die Marktwirtschaft geschieht auf dem Markt, nicht in der Regierung. Der
Markt besteht aus Anbietern und Konsumenten, nicht aus Vorgesetzten und
Untergebenen, wie sie im hierarchischen Staatsdienst üblich sind. Die
Exekutiven haben die Moral versaut und sie versauen die Demokratie.

Izur Kockenhan

unread,
Sep 22, 2015, 9:43:08 AM9/22/15
to
Am 15.09.2015 um 14:36 schrieb coo...@gmx.de:
> Ich habe einen Trenntrafo im Metallgehäuse, der eine Kaltgerätebuchse
> als Eingang hat. Und dat andere Loch, dat kriejer mer später.
> Genauer: Er hat ein Loch mit einem abgeschnittenen Kabel, vermutlich
> war ein Gerät fest daran verbaut.
>
> Ich würde das Gerät gerne fliegend nutzen für gelegentliche Laborarbeiten
> (z.B für meine Lötstation mit dem offenen 24V-Trafo;). Für eine
> Einbausteckdose ist leider kein Platz im Gehäuse. Am einfachsten wäre
> eine Mehrfachsteckdose am Kabel, oder als Aufbau auf dem Gehäuse. Aber da
> habe ich dann irreführend Schutzleiteranschlüsse dran.
>
> Gibt es irgendwo (außer in Altbauten) Aufputzsteckdosen ohne Schutzleiter?
> Bzw. wie heißen die flachen Dinger, die es in alten Regeltrenntrafos hat?
>

Berker liefert Steckdosen ohne Schutzkontakt:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://cdn.idealo.com/folder/Product/1132/0/1132037/s1_produktbild_mid/berker-steckdose-ohne-schutzkontakt-6167157009.jpg&imgrefurl=http://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/1132037_-steckdose-ohne-schutzkontakt-6167157009-berker.html&h=250&w=251&tbnid=TAVs5pOkmiMoZM:&tbnh=90&tbnw=90&usg=__YZCvY-qmX8BdJauGASt9x14t_HU=&docid=UT-w6lDQpEkUTM&sa=X&ved=0CFEQ9QEwAmoVChMIqdyOxuKKyAIVhFgUCh0npANs
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