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Überspannungsableiter für den Hausgebrauch

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Thorsten Klein

unread,
Mar 24, 2021, 5:27:37 PM3/24/21
to
Hallo

Benutzt Ihr in der Wohnung/Haus Überspannungsableiter? Ich habe derzeit,
zum Schutz meiner Endgeräte und weil ich noch zur Miete wohne,
Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz.

Aktuell schaue ich mich nach Eigentum um. Dort würde ich das gerne
besser lösen, z.B. über einen Ableiter in der UV, dann brauche ich das
an den Steckdosen nicht mehr.
Sowas gibts. Die, die ich aber bisher gefunden habe, liegen im
vierstelligen Bereich, die "geschützten Steckdosen" haben nur einen
Bruchteil davon gekostet.

Wie ist das zu bewerten? Sind die Steckdosendinger eher Mist oder die
Hutschienentypen zu professionell für meinen Anwendungsfall?

Gruss,
Thorsten

Helmut Wabnig

unread,
Mar 25, 2021, 2:55:46 AM3/25/21
to
Hutschienendinger kosten wenig. Sind nicht teuer.
Steckdosendinger trotzdem!


w.

Marc Haber

unread,
Mar 25, 2021, 4:28:36 AM3/25/21
to
Thorsten Klein <du....@ich-tarzan.de> wrote:
>Aktuell schaue ich mich nach Eigentum um. Dort würde ich das gerne
>besser lösen, z.B. über einen Ableiter in der UV, dann brauche ich das
>an den Steckdosen nicht mehr.
>Sowas gibts. Die, die ich aber bisher gefunden habe, liegen im
>vierstelligen Bereich, die "geschützten Steckdosen" haben nur einen
>Bruchteil davon gekostet.

Ein ordentliches Überspannungsschutzkonzept besteht aus Grob-, Mittel-
und Feinschutz. Grobschutz wird üblicherweise im Zählerkasten,
Mittelschutz in der Unterverteilung eingebaut. In meinem Haus ist das
derselbe Kasten; der Elektriker hat darauf bestanden, trotzdem Grob-
UND Mittelschutz einzubauen. Nach dem, wie er sonst in meinem Haus
gearbeitet hat hätte ich diese "Empfehlung" noch genauer hinterfragen
sollen, hat hoch dreistellig gekostet.

Der Feinschutz sitzt bei mir dort, wo teurere Elektronik eingebaut
wurde, in den Steckdosen (kann man entweder geich mit der Steckdose
kaufen oder hinter die Steckdosen einbauen¹). Eine Online-USV erfüllt
die Feinschutzanforderungen für das Serverrack.

Für einen Neubau ist diese Investition inzwischen vorgeschrieben.

Grüße
Marc


¹ ich hab da was von DEHN, das konkrete Produkt finde ich aber nicht
mehr in deren Katalog.
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Marc Haber

unread,
Mar 25, 2021, 8:53:13 AM3/25/21
to
Martin ?rautmann <t-us...@gmx.net> wrote:
>On Thu, 25 Mar 2021 09:28:35 +0100, Marc Haber wrote:
>> Für einen Neubau ist diese Investition inzwischen vorgeschrieben.
>
>Echt? Wo?

Google, "Überspannungsschutz Pflicht", seit 14.12.2018 ist auch die
Übergangsfrist abgelaufen.

Sorry, aber ich bin grad ganz ein wenig genervt.

Thomas Einzel

unread,
Mar 25, 2021, 11:42:38 AM3/25/21
to
Am 24.03.2021 um 22:27 schrieb Thorsten Klein:
> Hallo
>
> Benutzt Ihr in der Wohnung/Haus Überspannungsableiter?

ja, in der Hauptverteilung

> Ich habe derzeit,
> zum Schutz meiner Endgeräte und weil ich noch zur Miete wohne,
> Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz.
>
> Aktuell schaue ich mich nach Eigentum um. Dort würde ich das gerne
> besser lösen, z.B. über einen Ableiter in der UV, dann brauche ich das
> an den Steckdosen nicht mehr.
> Sowas gibts. Die, die ich aber bisher gefunden habe, liegen im
> vierstelligen Bereich, die "geschützten Steckdosen" haben nur einen
> Bruchteil davon gekostet.
>
> Wie ist das zu bewerten? Sind die Steckdosendinger eher Mist oder die
> Hutschienentypen zu professionell für meinen Anwendungsfall?

Ich empfehle dir dich zu dem Thema bei Dehn.de einzulesen.

Der Feinschutz (in der Steckdose) ist AFAIK nur eine Ergänzung zum
Überspannungsschutz (Grobschutz und Mittelschutz) in der Verteilung.
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberspannungsschutz#Grob-,_Mittel-_und_Feinschutz

Zusätzlich zu beachten: Telefon/xDSL und TV-Kabel. Nach einem
Überspannungsschaden im Modem des Routers ist da jetzt ein Dehn 922 210
im Telefonkabel, Kabelfernsehen habe ich nicht.

--
Thomas

Kay Martinen

unread,
Mar 25, 2021, 1:20:02 PM3/25/21
to
Am 25.03.21 um 14:46 schrieb Martin Τrautmann:
> On Thu, 25 Mar 2021 13:53:12 +0100, Marc Haber wrote:
>> Martin ?rautmann <t-us...@gmx.net> wrote:
>>> On Thu, 25 Mar 2021 09:28:35 +0100, Marc Haber wrote:
>>>> Für einen Neubau ist diese Investition inzwischen vorgeschrieben.
>>>

> Das bestimmen die Neuregelung der Überspannungsschutznorm DIN VDE
> 0100-443. Die Pflicht der Installation eines Überspannungsschutzes
> besteht demnach, wenn die Folgen einer Überspannung Auswirkungen haben
> können auf...
>
> * Menschenleben (Krankenhäuser).

und Privat eine Hausrat-Versicherung die Induktion und Überspannung
einschließt. Dann sind Menschenleben zwar immer noch in Gefahr aber
"bezahlbar"!???

> * Einzelpersonen, wenn dort Betriebsmittel der Überspannungskategorie
> I oder II angeschlossen sind (Wohn- und Bürogebäude).

wie oben für Geräte. Leichter zu ersetzen als ein Mensch.

> So weit das Google-Resultat. Nichts davon sieht nach Privatwohnungen
> aus - aber die Betriebsmittel sind anscheinend auch Haushaltsgeräte,
> tragbare Werkzeuge und empfindliche elektronische Geräte.

Eine Unterscheidung zw. Consumer- und Business-Gerät gibt es oft ja
nicht mehr. Und wenn ist zweifelhaft ob letztere mehr Überspannung
aushalten - oder weniger. Wenn sie in besser geschützten Anlagen
stehen... :-)

> Wie sieht die typische Ausführung dann aus?
>
> Vier SPD im Zählerkasten, dazu vier weitere je Unterverteilung wenn die
> Höchstabstände von 10 m überschritten werden?

Grobschutz und Mittelschutz...
>
> Ich habe aber auch hinter der Unterverteilung sehr schnell Kabellängen
> von mehr als 10 Metern - und wer verbaut dann tatsächlich noch weitere
> dezentrale Schutzvorrichtungen?

... plus Feinschutz zum stecken? Warum denn nicht? Wenn die Erdableitung
gut genug ist. Die muß eh gemessen werden weil RCDs ja auch Pflicht
sind. Hat Marc was anderes geschildert?

Bei uns hier (Mietwohnungen) hat's früher häufiger mal rein ge"zimmert".
Als die Wasserpumpe auseinander flog hat die Wohnungsgesellschaft
reagiert und (4-fach) Ableiter nachinstalliert (unter der Zählerreihe.
In den Wohnungsverteilern aber - nichts!

Allerdings hab ich mir den im Keller nie im Detail angesehen. IMHO gibt
es kombinierten Grob-Mittel-Schutz. Es ist seitdem jedenfalls nichts
mehr passiert. Ist kein Beweis, nur ein Indiz.

Kay

--
Posted via leafnode

Marc Haber

unread,
Mar 25, 2021, 1:36:08 PM3/25/21
to
Martin ?rautmann <t-us...@gmx.net> wrote:
>Ich habe aber auch hinter der Unterverteilung sehr schnell Kabellängen
>von mehr als 10 Metern - und wer verbaut dann tatsächlich noch weitere
>dezentrale Schutzvorrichtungen?

Ich habe das dort gemacht wo teurere Technik angeschlossen ist. Das
teuerste Gerät, das ohne Feinschutz angeschlossen ist, dürfte das
Kochfeld in der Küche und das E-Piano sein. Letzteres hat aber ein
externes Schaltnetzteil, ob das hilft?

Grüße
Marc

Kay Martinen

unread,
Mar 25, 2021, 2:50:01 PM3/25/21
to
Am 25.03.21 um 18:36 schrieb Marc Haber:

> teuerste Gerät, das ohne Feinschutz angeschlossen ist, dürfte das
> Kochfeld in der Küche und das E-Piano sein. Letzteres hat aber ein
> externes Schaltnetzteil, ob das hilft?

Nur so weit der Übertrager darin die Isolation behält. Danach ist's eh
zu spät und wie viel Spannung der aushält kann vermutlich nur der
Hersteller (des SNT) sagen. Für ein Prüfsiegel dürfte es reichen wenn er
einen kurzen 2kV Spike aushält. Genaueres dazu finde ich grad auch
nicht. Beim VDE eh nur gegen Geldeinwurf...

Man hat auch so selten 3 aufzeichnende Hochspannungs-Meßgeräte an den
Netzleitungen - bei Gewitter - wenn es grad einschlägt. :-/

Hat das Kochfeld auch elektronik?

Marc Haber

unread,
Mar 26, 2021, 3:45:55 AM3/26/21
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>Hat das Kochfeld auch elektronik?

Freilich, und das nicht zu knapp. Fünf Zonen Flex-Induktion mit
Bedienung über Magnetknubbel, mit eingebauter Uhr etc bla foo.

Marcel Mueller

unread,
Mar 26, 2021, 4:02:08 AM3/26/21
to
Am 24.03.21 um 22:27 schrieb Thorsten Klein:
> Benutzt Ihr in der Wohnung/Haus Überspannungsableiter? Ich habe derzeit,
> zum Schutz meiner Endgeräte und weil ich noch zur Miete wohne,
> Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz.

Ich will es mal so formulieren:
mir ist noch /nie/ ein Fall zu Ohren gekommen, wo derlei Steckdosen mit
Feinschutz irgendeinen Nutzen gestiftet hätten.

Dafür kenne ich hunderte von Fällen, wo ohne einen solchen Schutz kein
Gerät einen Überspannungsschaden erlitten hat, über Jahrzehnte.

Und ich kenne natürlich auch Fälle, wo Überspannungsschäden aufgetreten
sind. Diese hatten aber ausnahmslos Dimensionen, wo der Feinschutz nicht
das geringste bewirkt hätte.
Am häufigsten kamen die Schaden gar nicht über die niederohmige und
moderat gut geschützte Netzteile in die Geräte, sondern über separat
verlegte Daten bzw. Signalleitungen (Telefonanlage, DSL, Kabel-TV etc.).
Dabei oft auch nicht über leicht aufzuhaltende Differenzspannungen,
sondern als Common-Mode im niederohmigen Kabelschirm - wohl dem der
UTP-Kabel hat, die dagegen immun sind.

Hingegen sind mir Fälle zu Ohren gekommen, wo die Schutzfilter in den
Steckdosen Brände ausgelöst haben, allerdings nicht in meinem direktem
Umfeld, insofern keine statistische Signifikanz.


Feinschutz in der Stromleitung ergibt ohne Grob- und Mittelschutz keine
Sinn.
Und selbst alle drei zusammen schützen auch kein Gerät, dass noch andere
elektrischen Verbindungen zur Außenwelt besitzt. Auch dann nicht wenn
diese selbst geschützt sind.
Nur wenn /alle/ Verbindungen zur Außenwelt /an einer Stelle/ geschützt
sind, oder aber alle Anschlüsse hinreichend immun gegen Common-Mode
Störungen sind (selten), dann ergibt sich ein erwähnenswerter Schutz.

Der größte Feind des Überspannungsschutzes ist ein vermaschter
Potentialausgleich, der sich auch über dünnere Datenleitungen erstreckt.
Also irgendwelche Querverbindungen zwischen verschiedenen Geräten, weit
ab der PE-Verbindung über die Hauserdung. Diese Leiterschleifen wirken
wie riesige Antennen, die auch die EM-Felder weiter entfernter Blitze
noch einfangen können. Dabei tritt der Spannungsabfall natürlich
bevorzugt am dünnsten Kabel auf. Also z.B. den Netzwerkkabel und der
Leiterbahn zum Schirm der Buchse. Die kann es dabei zerlegen oder sie
können zumindest an unerwarteten Stellen der Schaltung
Spannungsdifferenzen von wenigen Volt erzeugen, die die Absolut Maximum
Ratings der Chips übersteigen und z.B. die Substratdioden der Chips öffnen.
Und selbst wenn es kein EM-Feld zu empfangen gibt, Würde eine
Common-Mode Überspannung auf dem TV-Kabel über den Weg
TV-AV-Receiver-Computer oder TV-Netzwerkkabel-Computer oder
DSL-Netzwerkkabel-Computer in alle möglichen Geräte finden und auf
ähnliche Weise Schaden stiften.
DSL ist nach meiner Erfahrung besonders oft beteiligt, da es im
Gegensatz zu TV-Kabel üblicherweise nicht mit dem Flächenerder verbunden
wird.

Kurzum den wirksamsten Blitzschutz erreicht man, indem man darauf
achtet, keinerlei anfällige Querverbindungen zwischen Geräten die auf
verschiedene Weise mit der Außenwelt außerhalb des Hauses verbunden
sind. Also der WLAN-Router bekommt kein Netzwerkkabel oder allenfalls
UTP. Dann ist man schon mal das gröbste über die Internetleitung (DSL
oder Kabel) los. Wer FTH hat, ist natürlich fein raus, das ist immanent
sicher.
Etwas schwieriger ist die Sache bei TV über Kabel. Aber da ist die
Gefahr auch kleiner (s.o.). Man kann aber zumindest dafür sorgen dass
von dort kein Netzwerkkabel (oder wenigstens nur UTP zum Computernetz führt.
Wenn man weiter entfernte Gebäude oder Wohnungsteile hat (angekabeltes
Garten- oder Nebenhaus oder auch nur Netzwerkkabel vom 5. in den
Keller), sollte man über Glasfaser für die weiten Strecken nachdenken.

Solche Dummheiten wie SAT-Schüsseln auf dem Dach, nur um dem 40000km
entfernten Satelleite etwas näher zu sein, sollte man tunlichst lassen.
Oder, wenn wirklich unvermeidlich, nur in Kombinationen mit dem
empfohlenen Blitzableiter (16mm² Kupfer zum Erder). Es gibt zwar kein
Gesetzt, was letzteres vorschreibt, aber die Brandversicherung kann
andernfalls schon grobe Fahrlässigkeit geltend machen.

Das einzige, was in all diesen halbwegs "haushaltstauglichen" Maßnahmen
nicht vorkommt, sind gewissensberuhigende Steckdosen mit
Überspannungsschutz.


> Aktuell schaue ich mich nach Eigentum um. Dort würde ich das gerne
> besser lösen, z.B. über einen Ableiter in der UV, dann brauche ich das
> an den Steckdosen nicht mehr.

> Sowas gibts. Die, die ich aber bisher gefunden habe, liegen im
> vierstelligen Bereich, die "geschützten Steckdosen" haben nur einen
> Bruchteil davon gekostet.

Nein Du braucht alle 3. Grob für von außen, Mittel in der UV und
Feinschutz ganz hinten bei den Geräten, wenn Du wirklich sicher sein
willst. Aber vor den "echten" Gefahren wie oben erwähnt, schützt das
noch lange nicht. Dafür sind weitere Maßnahmen erforderlich.

Seit die Stromkabel nicht mehr über Dachträger ins Haus kommen, sind
Überspannungsschäden über das Stromnetz zumindest mal sehr selten
geworden. Und wenn doch, sind es oft nicht Blitzeinschläge, sondern
Störungen beim Versorger. Und wenn dann halt mal etwas länger 300V~ auf
der Leitung sind, weil irgendwo eine Verkabelung oder Verschaltung im
Eimer ist, hält das dein tolles Schutzkonzept auch nicht auf, und die
Geräte sind wieder gegrillt.

Am Ende ist die Frage die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Es ist einfach
ökonomischer und möglicherweise sogar ökologischer, in den seltenen
Fällen halt mal einiges austauschen zu müssen, als sich mit maximalem
Aufwand gegen das unwahrscheinliche zu sichern und dann vielleicht wegen
eines kleinen Faux-Pas doch alles zu verlieren. Wenn einem die
potentielle Schadenssumme zu hoch ist, löst man das über eine
Versicherung, die selbiges verteilt.


> Wie ist das zu bewerten? Sind die Steckdosendinger eher Mist oder die
> Hutschienentypen zu professionell für meinen Anwendungsfall?

Ja, das ist die bisher beste Zusammenfassung, auch wenn es den Nagel
nicht auf den Kopf trifft, da es sich ja nicht um technisch wirkungslose
Dinge handelt.


Marcel

Sebastian Suchanek

unread,
Mar 26, 2021, 4:46:40 AM3/26/21
to
Am 25.03.2021 um 14:46 schrieb Martin Τrautmann:

> [...]
> Das bestimmen die Neuregelung der Überspannungsschutznorm DIN VDE
> 0100-443. Die Pflicht der Installation eines Überspannungsschutzes
> besteht demnach, wenn die Folgen einer Überspannung Auswirkungen haben
> können auf...
>
> * Menschenleben (Krankenhäuser).
>
> * öffentliche Einrichtungen (Behörden).
>
> * Gewerbe- und Industrieanlagen (Hotels, Banken).
>
> * Ansammlungen von Personen (Schule, Museen, Restaurants).
>
> * Einzelpersonen, wenn dort Betriebsmittel der Überspannungskategorie
> I oder II angeschlossen sind (Wohn- und Bürogebäude).
>
> So weit das Google-Resultat. Nichts davon sieht nach Privatwohnungen
> aus - aber die Betriebsmittel sind anscheinend auch Haushaltsgeräte,
> tragbare Werkzeuge und empfindliche elektronische Geräte.

Google hat Dir die "ANMERKUNG 2" zum letztgenannten Punkt unterschlagen:

| Es ist davon auszugehen, dass in Wohngebäuden grundsätzlich
| Betriebsmittel der Überspannungskategorie I oder II errichtet sind.

Die DIN EN 60664-1, in der die Überspannungskategorien definiert sind,
nennt "nur" Bemessungsstehstoßspannungn für die Geräte (keine
Gerätetypen o.ä.), aber wenn man z.B.

https://www.ueberspannungsschutz.com/wissen/ueberspannungskategorie-1-2-3-oder-4

glauben mag, deckt sich das mit der o.g. Anmerkung in der VDE 0100-443
und man hat de facto eine Pflicht für Überspannungsableiter in Wohngebäuden.

> Wie sieht die typische Ausführung dann aus?
>
> Vier SPD im Zählerkasten, dazu vier weitere je Unterverteilung wenn die
> Höchstabstände von 10 m überschritten werden?
> [...]

Ein SPD (3L+N) Typ 1 in der NSHV und je ein SPD (3L+N) Typ 2 in den
Unter- bzw. Wohnungs-/Etagenverteilungen erscheint mir bei größeren
Anlagen definitiv sinnvoll. Fürs typische Einfamilienhäuschen (die ja
heutzutage auch immer kleiner werden...) könnte auch ein Kombi-SPD Typ
1+2 im Zählerschrank reichen.
Zumindest besonders empfindliche und/oder teure Geräte würde ich dazu
auch immer noch mit SPD-Typ-3-Zwischensteckern absichern.


Tschüs,

Sebastian

Klaus Butzmann

unread,
Mar 26, 2021, 5:29:01 AM3/26/21
to
Am 2021-03-24 um 22:27 schrieb Thorsten Klein:
> Hallo
>
> Benutzt Ihr in der Wohnung/Haus Überspannungsableiter? Ich habe derzeit,
> zum Schutz meiner Endgeräte und weil ich noch zur Miete wohne,
> Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz.
Schlangenöl.

In einer Mietswohnung geht normalerweise nix,
beim Eigenheim wirds umfangreich.

Guter Schutz nur wenn ALLES geschützt wird:

- Grobschutz + Mittelschutz + Feinschutz in der Niederspannung
- Telefonleitungen mit Ableiter
- gescheiter Potenzialausgleich
- gescheiter Tiefen/Banderder
- u.U. Blitzschutzkonzept mit Fangstangen an separate Blitzerdung.

Ok,
nicht jeder schützt seinen Kleinwagen vor dem Überschallknall...


Butzo*aussen


Klaus Butzmann

unread,
Mar 26, 2021, 5:34:58 AM3/26/21
to
Am 2021-03-25 um 19:45 schrieb Kay Martinen:

> Man hat auch so selten 3 aufzeichnende Hochspannungs-Meßgeräte an den
> Netzleitungen - bei Gewitter - wenn es grad einschlägt. :-/
Oha,
Einfamilienhaus mit Hochspannungsanschluss, ist der
110 kV / 20 kV Mittelspannungtrafo im Keller?

Ok, der Tesla ist in 4 Sekunden auf 100% Ladung :-)


Butzo*aussen

Rolf Bombach

unread,
Mar 26, 2021, 7:19:11 AM3/26/21
to
Kay Martinen schrieb:
> Am 25.03.21 um 18:36 schrieb Marc Haber:
>
>> teuerste Gerät, das ohne Feinschutz angeschlossen ist, dürfte das
>> Kochfeld in der Küche und das E-Piano sein. Letzteres hat aber ein
>> externes Schaltnetzteil, ob das hilft?
>
> Nur so weit der Übertrager darin die Isolation behält. Danach ist's eh
> zu spät und wie viel Spannung der aushält kann vermutlich nur der
> Hersteller (des SNT) sagen. Für ein Prüfsiegel dürfte es reichen wenn er
> einen kurzen 2kV Spike aushält. Genaueres dazu finde ich grad auch
> nicht. Beim VDE eh nur gegen Geldeinwurf...

Steinzeit halt. Es gibt längst....

https://en.wikipedia.org/wiki/Power-over-fiber

SCNR
--
mfg Rolf Bombach

Kay Martinen

unread,
Mar 26, 2021, 9:20:13 AM3/26/21
to
Am 26.03.21 um 10:34 schrieb Klaus Butzmann:
> Am 2021-03-25 um 19:45 schrieb Kay Martinen:
>
>> Man hat auch so selten 3 aufzeichnende Hochspannungs-Meßgeräte an den
>> Netzleitungen - bei Gewitter - wenn es grad einschlägt. :-/
> Oha,
> Einfamilienhaus mit Hochspannungsanschluss, ist der
> 110 kV / 20 kV Mittelspannungtrafo im Keller?

Aus "Sicht" eines mit Kleinspannung betriebenen Gerätes ist alles drüber
Hochspannung. Und ein normales Voltmeter geht... wie weit... 1999V? Und
dann kommt der Blitz und dein Meßgerät Löst sich in einer Rauchwolke
auf. :-)

Du hast also AUCH keine Praktischen Erfahrungen damit zu messen wieviel
Überspannung an den Steckdosen noch ankommt - Nach Fachgerechter
Installation von Grob, Mittel und Feinschutz?

> Ok, der Tesla ist in 4 Sekunden auf 100% Ladung :-)

Pssst! Die machen damit sonst glatt noch Werbung!

Das ist dann aber kein SuperCharger mehr oder? :-)

Klaus Butzmann

unread,
Mar 26, 2021, 10:03:34 AM3/26/21
to
Am 2021-03-26 um 14:16 schrieb Kay Martinen:

> Aus "Sicht" eines mit Kleinspannung betriebenen Gerätes ist alles
> drüber Hochspannung.
Laienmäßig ja,
aus Sicht de.sci.ing eher Mittelspannung

> Und ein normales Voltmeter geht... wie weit... 1999V?
2 kVDC nur mit Strombegrenzung,
wenn da nicht Fluke / HP / GMC draufsteht sind 2 kV spannend.

Mal versucht einen mit 2 kVDC spezifizierten 100..500 mA Schalter oder
Relais zu kaufen? --> hab dann ein Vakuumrelais genommen.

Messe gelegentlich an Teilen wo 900 VDC anstehen und bei 8 kA noch alles
Normalbetrieb ist. Chinaware ist mir da zu unsicher.

> Und dann kommt der Blitz und dein Meßgerät Löst sich in einer
> Rauchwolke auf. :-)
bei direktem / nahen Blitzeinschlag ohne Schutz sowieso.

> Du hast also AUCH keine Praktischen Erfahrungen damit zu messen
> wieviel Überspannung an den Steckdosen noch ankommt - Nach
> Fachgerechter Installation von Grob, Mittel und Feinschutz?
Persönlich nicht,
aber 2 kV Peaks müsste schon ein britzzelnder Weller Kolben hinbekommen.

Gutes Material kann 4 kV Peaks ab, X1 Kondis sind selten meist nur X2.
Nach 20 Jahren am Netz raucht's dann unangenehm in der ganzen braunen
Ware. --> https://de.wikipedia.org/wiki/Entst%C3%B6rkondensator


Auch mit Schutz Anfangspeak nur durch L/C der Leitung begrenzt, nach
Zünden des Gasableiters "nur" noch 1,5 kV, nach einem Varistor dann noch
einige hundert Volt.

Doof nur wenn durch Induktion beim Blitzeinschlag Summe L1/N/PE um +10
kV weit weg vom Kabelfernseh / Satzschüsselpotenzial /
Potenzialausgleich ist.


Ein bisschen Schutz geht schon, aber halt nur mit Drossel(n) + fetter
Varistor(en), nix was mal so in eine Standarddreierdose reinpasst.
Sicherung vor dem Varistor nicht vergessen, und selbigen in
Schrumpfschlauch verpacken.


Butzo*aussen

horst-d.winzler

unread,
Mar 26, 2021, 11:19:39 AM3/26/21
to
Am 26.03.21 um 15:03 schrieb Klaus Butzmann:
> Am 2021-03-26 um 14:16 schrieb Kay Martinen:
>
>> Aus "Sicht" eines mit Kleinspannung betriebenen Gerätes ist alles
>> drüber Hochspannung.
> Laienmäßig ja,
> aus Sicht de.sci.ing eher Mittelspannung
>
>> Und ein normales Voltmeter geht... wie weit... 1999V?
> 2 kVDC nur mit Strombegrenzung,
> wenn da nicht Fluke / HP / GMC draufsteht sind 2 kV spannend.

Auch ein HP (3468A) kann bei entsprechender Feldstärke (Teslatrafo) sein
"Gedächtnis" verlieren. Reparatur von HP rund 1kDM.

Empfehlung: Für elektronische Geräte grundsätzlich Metallgehäuse
verwenden. Ausnahme Handgeräte. :-)

> Mal versucht einen mit 2 kVDC spezifizierten 100..500 mA Schalter oder
> Relais zu kaufen? --> hab dann ein Vakuumrelais genommen.

Vakuumrelais sind auch höhenfest. Für leistungsstarke PAs bestens
geeignet. ;-)

> Messe gelegentlich an Teilen wo 900 VDC anstehen und bei 8 kA noch alles
> Normalbetrieb ist. Chinaware ist mir da zu unsicher.

Gute, zuverlässig arbeitende Geräte, haben ihren Preis. Auch wenn sie
Made in China sind.

>> Und dann kommt der Blitz und dein Meßgerät Löst sich in einer
>> Rauchwolke auf. :-)
> bei direktem / nahen Blitzeinschlag ohne Schutz sowieso.

Es genügen Abstände unter einem Meter. Siehe oben. ;-)
Selbst wenn Blitz einen Ableiter nimmt, können elektronische Geräte,
welche sich in <40cm Abstand vom Blitzableiter befinden, Schaden nehmen. :-(

>> Du hast also AUCH keine Praktischen Erfahrungen damit zu messen
>> wieviel Überspannung an den Steckdosen noch ankommt - Nach
>> Fachgerechter Installation von Grob, Mittel und Feinschutz?
> Persönlich nicht,
> aber 2 kV Peaks müsste schon ein britzzelnder Weller Kolben hinbekommen.
>
> Gutes Material kann 4 kV Peaks ab, X1 Kondis sind selten meist nur X2.
> Nach 20 Jahren am Netz raucht's dann unangenehm in der ganzen braunen
> Ware.  --> https://de.wikipedia.org/wiki/Entst%C3%B6rkondensator

Der Hausanschluß eines Kumpels war etwa 10m von der Umspannstation
entfernt. Eines tags waren etliche Geräte defekt. Sah aus als wären
Trafos explodiert. Die Geräte sind ihm vom Stromversorger ersetzt worden.

>
> Auch mit Schutz Anfangspeak nur durch L/C der Leitung begrenzt, nach
> Zünden des Gasableiters "nur" noch 1,5 kV, nach einem Varistor dann noch
> einige hundert Volt.
>
> Doof nur wenn durch Induktion beim Blitzeinschlag Summe L1/N/PE um +10
> kV weit weg vom Kabelfernseh / Satzschüsselpotenzial /
> Potenzialausgleich ist.

Es gab mal eine Entladung Wolke-Wolke(?) über unserer Hütte. Bei meinem
Nachbarn war der NTBA sowie die Telefonanlage und die RS232 des PCs defekt.
Unserer beider TAL lag im Installationskabel nebeneinander (etwa 10m
Länge). Allerdings meine TAL durchlief eine Überspannungssteckdose. An
dieser Überspannungssteckdose waren angeschlossen NTBA, Telefonanlage
sowie der PC. Es darf geraten werden warum. ;-) Obendrein bestand
zwischen dieser Steckdose und dem Zentralheizungsrohr ein
Potentialausgleich. Kurzer 2,5mm² Draht. ;-)

>
> Ein bisschen Schutz geht schon, aber halt nur mit Drossel(n) + fetter
> Varistor(en), nix was mal so in eine Standarddreierdose reinpasst.
> Sicherung vor dem Varistor nicht vergessen, und selbigen in
> Schrumpfschlauch verpacken.
>
>
> Butzo*aussen

Überspannungseinrichtungen gleich welcher Art sind wie Rauchmelder und
Feuerlöscher (gleich neben der Wohnungstür). Man hofft sie nie brauchen
zu müssen. :-)
--
---hdw---

Klaus Butzmann

unread,
Mar 26, 2021, 12:08:03 PM3/26/21
to
Am 2021-03-26 um 16:19 schrieb horst-d.winzler:

> Überspannungseinrichtungen gleich welcher Art sind wie Rauchmelder und
> Feuerlöscher (gleich neben der Wohnungstür). Man hofft sie nie brauchen
> zu müssen. :-)
Datensicherung, ich sag' nur Datensicherung :-)


Butzo*aussen

Kay Martinen

unread,
Mar 26, 2021, 2:00:18 PM3/26/21
to
Am 26.03.21 um 17:08 schrieb Klaus Butzmann:
Klar. Auf Magnetband. Lagerung auf dem Trafo! :-)

Das ist dann wie 5,25" Disketten Lochen und Abheften...

horst-d.winzler

unread,
Mar 26, 2021, 2:31:11 PM3/26/21
to
Am 26.03.21 um 18:54 schrieb Kay Martinen:
Sticks gehören auch zu dieser Art Hoffnungsträger. ;-)

--
---hdw---

Kay Martinen

unread,
Mar 26, 2021, 3:30:21 PM3/26/21
to
Am 26.03.21 um 19:31 schrieb horst-d.winzler:
Hmm. Da fällt mir ein Alter Witz aus einer alten ELO ein.

Was bekommt man wenn man Feldeffekt-Transistoren in eine Presse legt?

FET-Flecken!

Kay Martinen

unread,
Mar 27, 2021, 4:30:06 PM3/27/21
to
Am 27.03.21 um 20:48 schrieb Martin Gerdes:
> Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> schrieb:

>> teuerste Gerät, das ohne Feinschutz angeschlossen ist, dürfte das
>> Kochfeld in der Küche und das E-Piano sein.

> oft spielt sie oder Du?) gibt es für die Zeiten des Nichtgebrauchs (und
> das sind meist mehr als 23 Stunden am Tag) einen hocheffizienten und
> preiswerten Grob-, Mittel- und Feinschutz, der da heißt: Stecker
> rausziehen.

Das Verfahren kommt mir bekannt vor. Heute in Vergessenheit geraten. Es
ist nicht intuitiv, nicht automatisierbar und zu unbequem - denke ich.

> Früher <tm>, da Fernseher noch richtig Geld kosteten, haben wir den
> unseren bei Gewitter aus der Steckdose gezogen (und auch die Antenne
> ausgesteckt).

Hier ebenso. Obwohl ich schon oft gedacht hätte mit modernen SmartHome
Systemen müsste das doch einfacher gehen. Man müsste dazu allerdings -

- eine Lokal zutreffende Gewitterwarnung beziehen können
- Schaltaktoren mit großer Kontaktöffnungsweite und potentialfrei haben
- Jedes Empfindliche/Teure mehrfach angeschlossene Gerät dran hängen
- um dann Automatisch jedes Gerät trennen können. Strom, Antenne, Daten.

und dann (sinngemäß) ein Befehl: IF Gewitter THEN SwitchOffALL

Wenn aber die Ansteuerung der Aktoren und das Smarthome-System auf der
eingangsseite sind dann Fackelt es die ab wenn's einschlägt.

Wenn es im "geschützten Bereich" liegt schaltet es sich selbst aus und
nicht wieder an.

Das ist irgendwie ein Henne-Ei Problem. Schalt-verbindungen drahtlos
machen und ein Akkupuffer wäre eine Lösung. Aber das macht es dann IMHO
auch so teuer das es sinnlos wird. Und anfälliger gegen div. Störungen
wird's dann auch.

> Ok, beim WLAN-Router funktioniert dieses Verfahren nicht,

An einem Fiber Uplink hinter einer guten USV und ohne Kabel-Ethernet
vielleicht schon. Ein "WLAN-Kabel" ist ein Elektrischer Nichtleiter. :-)

> aber bei den
> meisten Elektogeräten sehr wohl.

E-Herd?

Kay Martinen

unread,
Mar 27, 2021, 4:40:02 PM3/27/21
to
Am 27.03.21 um 20:48 schrieb Martin Gerdes:
> Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:
>
>> Der Feinschutz (in der Steckdose) ist AFAIK nur eine Ergänzung zum

>> Zusätzlich zu beachten: Telefon/xDSL und TV-Kabel. Nach einem
>> Überspannungsschaden im Modem des Routers ist da jetzt ein Dehn 922 210
>> im Telefonkabel
>
> Der schützt gegen Spannungen aus der Doppelader. Dazu gehört noch ein
> Schutz in der Stromversorgung.

Sicher. Bei einem Router wäre evtl. sowieso eine USV sinnvoll. Die hilft
einem dann auch noch beim Telefonieren wenn lokal der Strom weg ist aber
der weg zur Vermittlung noch versorgt ist. Ob das realistisch ist, bei
heute oft vorkommender Outdoor-Technik (VDSL u.a.)?

Das die aus der gleichen Straße versorgt werden in der sie stehen
erscheint mir ebenso unwarscheinlich wie eine mit den
Glasfaser-anbindungen mit verlegte Stromleitung (=Zentrale Versorgung)
nur dafür. Denn in einem Fall müsste wohl jedes Gehäuse einen eigenen
Zähler haben und ansonsten teils lange Leitungen daneben liegen bei
denen ich sorge um den Spannungsfall hätte.

> Wie oft kommt so ein Blitzschlag vor? Könnte man nicht einen WLAN-Router
> in Reserve halten, wenn so ein Blitzschlag selten ist? Ist das
> Ersatzgerät nicht billiger als das Blitzschutzgedöns?

An einem halbwegs alten DSL oder VDSL Anschluß so vielleicht bis zu
25MBit/sek könnte man einen Wald-und-Wiesen Router als Reserve nehmen.
Aber schon ne einfache Fritzbox kostet m.E. jenseits von 100€ und wenn
sie mehr kann noch deutlich mehr. Da muß man dann entweder auf
Funktionen verzichten oder vorab Doppelt bezahlen.

Und bei Hybrid-Kunden (hier) gibt es eh nur 2-3 Gerätemodelle von einem
Lieferanten (Telekom) und damit stark eingeschränkte Auswahl. Preise
sind da IMHO eher noch höher als bei anderem (Kauf) und Doppelt Mieten
geht auf dauer ebenso ins Geld. Alt&Billig in der Elektroschrott-Bucht
kaufen wäre die einzige Möglichkeit. Wenn das Gerät dann auch
funktioniert. Was lt. manchen Berichten nicht unbedingt jedes tut...

IMHO kostet ein Dehn Ableiter für die Doppelader keine 100€ und eine USV
könnte wie o.g. noch einen weiteren Mehrwert haben. Kann man also m.E.
nicht unbedingt voll mit anrechnen.

Axel Berger

unread,
Mar 27, 2021, 6:00:28 PM3/27/21
to
Kay Martinen wrote:
> Denn in einem Fall müsste wohl jedes Gehäuse einen eigenen
> Zähler haben

Bei Telekom und Versorger reden zwei Gleichrangige auf Augenhöhe
miteinander, nicht wir kleinen Deppen mit einem hirntoten Callcentre.
Die werden sich vermutlich schnell auf einem mittleren Verbrauch und
eine Pauschalabrechnung einigen und gut ist.


--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Marc Haber

unread,
Mar 28, 2021, 4:05:44 AM3/28/21
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>Für Geräte, die nur sehr selten in Gebrauch sind (z.B. das E-Piano. Wie
>oft spielt sie oder Du?) gibt es für die Zeiten des Nichtgebrauchs (und
>das sind meist mehr als 23 Stunden am Tag) einen hocheffizienten und
>preiswerten Grob-, Mittel- und Feinschutz, der da heißt: Stecker
>rausziehen.
>
>Früher <tm>, da Fernseher noch richtig Geld kosteten, haben wir den
>unseren bei Gewitter aus der Steckdose gezogen (und auch die Antenne
>ausgesteckt).
>
>Ok, beim WLAN-Router funktioniert dieses Verfahren nicht, aber bei den
>meisten Elektogeräten sehr wohl.

Jupp, wir haben uns bewusst dafür entschlossen, uns diesen Riss nicht
zu geben. Das nervt.

Klaus Butzmann

unread,
Mar 28, 2021, 7:17:00 AM3/28/21
to
Am 2021-03-27 um 21:37 schrieb Kay Martinen:

> Sicher. Bei einem Router wäre evtl. sowieso eine USV sinnvoll. Die
> hilft einem dann auch noch beim Telefonieren wenn lokal der Strom weg
> ist aber der weg zur Vermittlung noch versorgt ist. Ob das
> realistisch ist, bei heute oft vorkommender Outdoor-Technik (VDSL
> u.a.)?
Seitdem ISDN weg ist hilft im Katastrophenfall nur noch ein Feuer im
Garten um Rauchzeichen zu senden.

Pots - endet im Outdoor DSLAM ohne Batterie
VoIP - dito
Mobiltelefon - nach wenigen Stunden sind die Batterien leer
DVB Radio - siehe oben.
LMK Radio - weg
UKW Radio - noch nicht ganz weg.

Im linksgrün verpönten Eigenheim lässts sich mit Holz im Notofen
aushalten, in der 22. Etage des Arbeiterschliessfachs wirds ohne Heizung
und Wasser für die Klospülung schnell ungemütlich.

Mal sehen wie nach Abschaltung des lokalen Kohleblocks die Fernheizung
gewährleistet wird. Tauchsieder über Ultrannet von der Küste gespeist?


Butzo*aussen


Klaus Butzmann

unread,
Mar 28, 2021, 7:30:37 AM3/28/21
to
Am 2021-03-27 um 23:01 schrieb Axel Berger:
> Kay Martinen wrote:
>> Denn in einem Fall müsste wohl jedes Gehäuse einen eigenen
>> Zähler haben
>
> Bei Telekom und Versorger reden zwei Gleichrangige auf Augenhöhe
> miteinander, nicht wir kleinen Deppen mit einem hirntoten
> Callcentre. Die werden sich vermutlich schnell auf einem mittleren
> Verbrauch und eine Pauschalabrechnung einigen und gut ist.
Wovon träumst du nachts,
bekomme regelmäßig die Diskussionen über Einzelzähler bei
Verkehrsbetrieben mit.
Für jede Haltestelle(nseite), Weiche, Signalschrank, Wechsellicht,
Balise etc. Zähler + demnächst Fernauslesung.

Ganz früher hats garkeinen interessiert weil Verkehrsbetrieb Teil der
Stadtwerke, dann Messung der größten Haltestelle, Messung über ein Jahr
und dann Pauschale für n Haltestellen, jetzt halt Einzelmessung mit
5733 Zählern, Ablesung, Zählertausch und Abrechnungssystem.

Macht aber nix, zahlt halt der Bürger, alles ok, bitte weitergehen!



Butzo*aussen

Fritz

unread,
Mar 28, 2021, 9:30:47 AM3/28/21
to
On 25.03.21 near 09:28, Marc Haber suggested:
> Ein ordentliches Überspannungsschutzkonzept besteht aus Grob-, Mittel-
> und Feinschutz. Grobschutz wird üblicherweise im Zählerkasten,

Benötigt bloß 3 oder 4 Normbreiten
<https://www.eaton.com/ecm/groups/public/@pub/@europe/@electrical/documents/content/pct_3223513_de.pdf>

> Mittelschutz in der Unterverteilung eingebaut. In meinem Haus ist das
> derselbe Kasten; der Elektriker hat darauf bestanden, trotzdem Grob-
> UND Mittelschutz einzubauen. Nach dem, wie er sonst in meinem Haus
> gearbeitet hat hätte ich diese "Empfehlung" noch genauer hinterfragen
> sollen, hat hoch dreistellig gekostet.
>
> Der Feinschutz sitzt bei mir dort, wo teurere Elektronik eingebaut
> wurde, in den Steckdosen (kann man entweder geich mit der Steckdose
> kaufen oder hinter die Steckdosen einbauen¹). Eine Online-USV erfüllt
> die Feinschutzanforderungen für das Serverrack.

Ich verwende Steckerleisten von APC - gehe aber neuerdings zu
Brennenstuhl über, da diese bessere Schalter eingebaut haben und man
kann diese sogar austauschen (Ersatzschalter liefert Brennenstuhl dazu),
was bei APC nicht der Fall ist. Ich trenne alle TV, Audio, Computer
Geräte nachts oder wenn ich länger außer Haus bin vom Netz.

Brennenstuhl Permium Line BF30000 - hat zusätzlich eine 10A
Glasrohr-Feinsicherung und ein EMI/RFI Filter eingebaut (Österreich
Ausführung).

> Für einen Neubau ist diese Investition inzwischen vorgeschrieben.

Ja!

Ethernet an verschiedenen Stellen mit APC Gigabit Ethernet Protector
(PNET1GB) oder Delock Network Isolator 6 kV RJ45 (62619) abgesichert.
Terrestrische Antenne (im Dachboden angebracht) führt über
Überspannungsableiter. Nur bei der SAT Antenne habe ich noch nichts
Gscheites gefunden.

Was noch mir wichtig war - in der Haushaltsversicherung sind alle
Elektrogeräte gegen Überspannung- und Blitzschäden versichert.

--
Fritz
Zentrum Liberale Moderne <https://libmod.de/>
Paneuropa <https://www.paneuropa.at/>

Fritz

unread,
Mar 28, 2021, 9:32:19 AM3/28/21
to
PS: Das Haus verfügt selbstverständlich über einen Blitzableiter!

Axel Berger

unread,
Mar 28, 2021, 9:48:03 AM3/28/21
to
Klaus Butzmann wrote:
> Mobiltelefon - nach wenigen Stunden sind die Batterien leer

Die im Mast. Für das Endgerät habe ich Notstrom.

> DVB Radio - siehe oben.
> UKW Radio - noch nicht ganz weg.

> in der 22. Etage des Arbeiterschliessfachs wirds ohne Heizung
> und Wasser für die Klospülung schnell ungemütlich.

Ja. Im Haus früher hätte der Notstrom für die Ölheizung gereicht. Jetzt
in der Stadt heizen wir elektrisch (Wärmepumpe). Ich sollte dringend
einen hitzefesten Abgasschlauch basteln. Auf dem Balkon betrieben gehen
die drei Viertel der als Wärme abgegebene Energie des Aggregates nutzlos
verloren.

Fritz

unread,
Mar 28, 2021, 9:52:26 AM3/28/21
to
On 25.03.21 near 16:42, Thomas Einzel suggested:
> Zusätzlich zu beachten: Telefon/xDSL und TV-Kabel. Nach einem
> Überspannungsschaden im Modem des Routers ist da jetzt ein Dehn 922 210
> im Telefonkabel, Kabelfernsehen habe ich nicht.

Dehn kannte ich bisher nur dem Namen nach - interessante Produkte:
<https://www.dehn.de/sites/default/files/media/files/2018-05/auswahlhilfe_ds272_d.pdf>

Ich verwende Steckerleisten von APC - gehe aber neuerdings zu
Brennenstuhl über, da diese bessere Schalter eingebaut haben und man
kann diese sogar austauschen (Ersatzschalter liefert Brennenstuhl dazu),
was bei APC nicht der Fall ist. Ich trenne alle TV, Audio, Computer
Geräte nachts oder wenn ich länger außer Haus bin vom Netz.

Brennenstuhl Permium Line BF30000 - hat zusätzlich eine 10A
Glasrohr-Feinsicherung und ein EMI/RFI Filter eingebaut (Österreich
Ausführung).

Von Brennenstuhl habe ich noch einige SP 230V - 13.500A
Zwischenstecker-Ableiter in Verwendung.

Ethernet an verschiedenen Stellen mit APC Gigabit Ethernet Protector
(PNET1GB) oder Delock Network Isolator 6 kV RJ45 (62619) abgesichert.
Terrestrische Antenne (im Dachboden angebracht) führt über
Überspannungsableiter. Nur bei der SAT Antenne habe ich noch nichts
Gscheites gefunden. Dehn scheint so etwas im Programm zu haben - ich
benötige aber davon 4 Stück beim Übergang ins Haus - oder doch besser
vor dem jeweiligen TV Gerät. Ich hätte da lieber kleinere Ausführungen
um diese in den SAT Leitungen fliegend einschleifen zu können.

Was noch mir wichtig war - in der Haushaltsversicherung sind alle
Elektrogeräte gegen Überspannung- und Blitzschäden versichert.
Das Haus verfügt selbstverständlich über einen Blitzableiter!

PS: Mal interessant:
<https://www.dehn.de/store/d?locale=de&product=922210&type=specification>
<https://www.dehn.de/store/d?locale=de&product=909705&type=specification>
<https://www.dehn.de/store/d?locale=de&product=909703&type=specification>

Fritz

unread,
Mar 28, 2021, 10:08:36 AM3/28/21
to
On 26.03.21 near 15:03, Klaus Butzmann suggested:
> Doof nur wenn durch Induktion beim Blitzeinschlag Summe L1/N/PE um +10
> kV weit weg vom Kabelfernseh / Satzschüsselpotenzial /
> Potenzialausgleich ist.

In einer alten Publikation stand:

Nehme eine quadratische Leiterschleife von 1m x 1m und lasse diese an
einer Stelle 10 cm offen und senkrecht stehen. Wenn diese nun 10m von
der Blitzableiter Ableitung zur Erde weg befindet und ein Blitz schlägt
ein, springt über die offene Stelle kurzzeitig ein Lichtbogen. So zum
Thema Induktion. Kurzzeitige Stromstöße > 60kA (Positivblitz bis zu
400kA, mitunter auch mehr) haben es in sich!

Fritz

unread,
Mar 28, 2021, 10:18:43 AM3/28/21
to
On 28.03.21 near 13:16, Klaus Butzmann suggested:
> Seitdem ISDN weg ist hilft im Katastrophenfall nur noch ein Feuer im
> Garten um Rauchzeichen zu senden.
>
> Pots - endet im Outdoor DSLAM ohne Batterie

Bei mir anscheinend noch aus dem Wählamt - trotz DSLAM & VDSL2

> VoIP - dito
> Mobiltelefon - nach wenigen Stunden sind die Batterien leer

Mobilfunk Funkmasten bei einem flächendeckenden Stromausfall nach ca. 20
Minuten ausgefallen - Akku leer. POTS funktionierte durchgehend.

> DVB Radio - siehe oben.
> LMK Radio - weg
> UKW Radio - noch nicht ganz weg.

In at. noch da!

> Im linksgrün verpönten Eigenheim lässts sich mit Holz im Notofen
> aushalten, in der 22. Etage des Arbeiterschliessfachs wirds ohne Heizung
> und Wasser für die Klospülung schnell ungemütlich.
>
> Mal sehen wie nach Abschaltung des lokalen Kohleblocks die Fernheizung
> gewährleistet wird. Tauchsieder über Ultrannet von der Küste gespeist?

Ich verfüge noch über zwei Möglichkeiten im Notfall mit Holz zu heizen.
Und auch über einen gewissen Vorrat an Holz.
Wenn nicht gerade Winterkälte herrscht, auch über einen Schlag-Brunnen
im Garten.

Fritz

unread,
Mar 28, 2021, 10:26:44 AM3/28/21
to
On 26.03.21 near 09:02, Marcel Mueller suggested:
> Solche Dummheiten wie SAT-Schüsseln auf dem Dach, nur um dem 40000km
> entfernten Satelleite etwas näher zu sein, sollte man tunlichst lassen.
> Oder, wenn wirklich unvermeidlich, nur in Kombinationen mit dem
> empfohlenen Blitzableiter (16mm² Kupfer zum Erder). Es gibt zwar kein
> Gesetzt, was letzteres vorschreibt, aber die Brandversicherung kann
> andernfalls schon grobe Fahrlässigkeit geltend machen.

Meine SAT Schüssel befindet sich zwischen zwei Häusern mit Blitzschutz
und außerhalb der Reichweite wo ein Blitz einschlagen könnte.

Der nachfolgende SAT Verteiler ist geerdet.

Kay Martinen

unread,
Mar 28, 2021, 3:10:01 PM3/28/21
to
Am 28.03.21 um 17:31 schrieb Martin Gerdes:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> schrieb:

>
>> Und bei Hybrid-Kunden (hier) gibt es eh nur 2-3 Gerätemodelle von einem
>> Lieferanten (Telekom) und damit stark eingeschränkte Auswahl.
>
> Was ist in diesem Zusammenhang ein "Hybrid-Kunde"?

DSL *UND* LTE als Bündelanschluß. Wobei i.allg. gilt "Kein LTE-Only"
aber DSL-Only als Notbetrieb o. Rückfall. Was evtl.
Vermarktungs-technisch begründet ist "LTE=Internet-Turbo"

Kay Martinen

unread,
Mar 28, 2021, 3:10:02 PM3/28/21
to
Am 28.03.21 um 16:26 schrieb Fritz:
> On 26.03.21 near 09:02, Marcel Mueller suggested:
>> Solche Dummheiten wie SAT-Schüsseln auf dem Dach, nur um dem 40000km
>> entfernten Satelleite etwas näher zu sein, sollte man tunlichst lassen.
>> Oder, wenn wirklich unvermeidlich, nur in Kombinationen mit dem
>> empfohlenen Blitzableiter (16mm² Kupfer zum Erder). Es gibt zwar kein
>> Gesetzt, was letzteres vorschreibt, aber die Brandversicherung kann
>> andernfalls schon grobe Fahrlässigkeit geltend machen.
>
> Meine SAT Schüssel befindet sich zwischen zwei Häusern mit Blitzschutz
> und außerhalb der Reichweite wo ein Blitz einschlagen könnte.

Und wo genau ist das? Unterirdisch?

> Der nachfolgende SAT Verteiler ist geerdet.

Ach.

horst-d.winzler

unread,
Mar 29, 2021, 12:11:19 AM3/29/21
to
Am 28.03.21 um 15:48 schrieb Axel Berger:
> Klaus Butzmann wrote:
>> Mobiltelefon - nach wenigen Stunden sind die Batterien leer
>
> Die im Mast. Für das Endgerät habe ich Notstrom.

Schön wenn dein Endgerät mit Notstrom versorgt wird, aber die Geräte
vorher in der Linie ausfallen? ;-(


>> DVB Radio - siehe oben.
>> UKW Radio - noch nicht ganz weg.

Die alten LW/MW Sender besaßen einen Diesel und hatten ein Notstudio.

>> in der 22. Etage des Arbeiterschliessfachs wirds ohne Heizung
>> und Wasser für die Klospülung schnell ungemütlich.
>
> Ja. Im Haus früher hätte der Notstrom für die Ölheizung gereicht. Jetzt
> in der Stadt heizen wir elektrisch (Wärmepumpe). Ich sollte dringend
> einen hitzefesten Abgasschlauch basteln. Auf dem Balkon betrieben gehen
> die drei Viertel der als Wärme abgegebene Energie des Aggregates nutzlos
> verloren.

Wenn man sich die Abhängigkeiten von einer sicheren Stromversorgung
vergegenwärtigt, kann man sich bei der derzeitigen Situation nur noch in
Sarkasmus pflichten. Vielleicht muß Deutschland erst mal wieder auf die
Schnautze fallen? :-(
--
---hdw---

Marc Haber

unread,
Mar 29, 2021, 8:10:01 AM3/29/21
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>Wohlweislich hast Du auf meine
>Frage, wie oft das E-Piano bei Euch benutzt wird, ja nicht geantwortet.

Es ist zwei Wochen alt, also mehrere Stunden täglich. Das mag sich
langfristig noch egalisieren.

Marc Haber

unread,
Mar 29, 2021, 8:15:04 AM3/29/21
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>Kay Martinen <use...@martinen.de> schrieb:
>> DSL *UND* LTE als Bündelanschluß.
>
>Wozu braucht man das als Dauerlösung?

So weit weg vom DSLAM, dass nur ADSL verfügbar ist, vermute ich. T
vermarktet das im Wesentlichen für die Brandenburger Pampa.

>Ich habe mal so einen Router mit Steckplatz für einen UMTS- oder
>LTE-Stick in einem Ferienhaus erlebt.

Ich habe einmal nahe Kays Wohnort eine Ferienwohnung mit Internet
gebucht und bin nicht skeptisch geworden, als nach der Selektion nur
noch zwei Wohnungen im ort übrig geblieben waren. Bei der
Wohnungsübergabe legte der Mensch von der Agentur dann mit den Worten
"und hier ist noch Ihr Internetzugang" einen Huawei-UMTS-Router mit
Netzteil auf den Tisch und ich habe mir das "ja, danke, sowas hab ich
selbst dabei" noch verkniffen.

Natürlich war die zur Wohnung gehörende SIM-Karte dann auch noch in
dem Netz, das in der Wohnung am schlechtesten zu empfangen war. War
ein teurer Urlaub ;-)

Grüße
Marc

Kay Martinen

unread,
Mar 29, 2021, 8:40:02 AM3/29/21
to
Am 29.03.21 um 14:10 schrieb Marc Haber:
> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>> Wohlweislich hast Du auf meine
>> Frage, wie oft das E-Piano bei Euch benutzt wird, ja nicht geantwortet.
>
> Es ist zwei Wochen alt, also mehrere Stunden täglich. Das mag sich
> langfristig noch egalisieren.

Ja, man hätte wg. Pandemie auch gut Weihnachten und Ostern zusammen
legen können oder? Froit Oich, bald ist OstNachten2.

Es würde mich nicht verwundern wenn bei einigen; nicht essentiellen;
Geräten die Benutzungs-Zeit über die Jahre eine inverse
Glockenverteilung aufweist.

Kay Martinen

unread,
Mar 29, 2021, 9:00:01 AM3/29/21
to
Am 29.03.21 um 13:17 schrieb Martin Gerdes:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> schrieb:
>
>>>> Und bei Hybrid-Kunden (hier) gibt es eh nur 2-3 Gerätemodelle von einem
>>>> Lieferanten (Telekom) und damit stark eingeschränkte Auswahl.
>
>>> Was ist in diesem Zusammenhang ein "Hybrid-Kunde"?
>
>> DSL *UND* LTE als Bündelanschluß.
>
> Wozu braucht man das als Dauerlösung?

Am Ende des Ausbau-zipfels z.B. wenn deine TAL nicht mehr hergibt die
gegend aber schon mit LTE versorgt ist.

$Hier: Meine TAL ist 4,7 km lang und lieferte über Jahre hinweig (Nur
DSL) erst 0.4 (Light) dann 1,5 (RAM) und jetzt auch nur "bis zu 2 Mbit"
Und wem das nicht reicht der hat nur die Möglichkeiten

1. Verzicht!
2. Magenta via Funk (oder so ähnlich) in Drei "Schuhgrößen"

Immerhin 16Mbit inkl. übernahme aller Telefonnummern (vom
Zwangsgekündigten Echten ISDN) und das für den gleichen Preis wie vorher.

>> Wobei i.allg. gilt "Kein LTE-only", aber DSL-only als Notbetrieb o. Rückfall.
>> Was evtl. vermarktungstechnisch begründet ist "LTE=Internet-Turbo"

> Kabellösung hat ihre immanenten (und bekannten) Vorteile.

Ich weiß [Soifz]. Wäre mir auch lieber als dies Bündelding. Es gibt
genau DREI Router die das können. Einer kann noch weniger, der andere
nennt sich "Pro" kann aber offenbar nur das gleiche wie mein Speedport
Hybrid mit externem ISDN-TA - und scheint bei manchem mehr Probleme als
lösungen zu liefern. Zumindest in dem Punkt kann ich nicht meckern.

> Hast Du eigene Erfahrungen mit so einem Hybrid-Anschluß? Wie fühlt der
> sich an? Merkst Du ein Mehr an Schwuppdizität?

Anfangs gefühlt schneller aber mit Arschtritt. Gewissermaßen. Bei vielen
Webseiten scheint mir deren überladung mit Scripten u.a. Müll das
gestiegene Tempo komplett weg zu fressen. Bei anderen dauert es etliche
Sekunden und Wumms ist die seite da.

Merkbar ist es natürlich vor allem bei Größeren oder mehreren parallelen
Downloads. Startet die ersten sekunden langsamer, dreht dann aber
richtig auf bis ans Limit.

Man "kann" die VoIP Telefonie im Router auf die DSL-Strecke "zwingen"
hat dann aber kein Telefon wenn genau die weg bricht. Ist hier ein mal
passiert, ansonsten lauft alles. Andererseits kann man auch bestimmte
URL (z.b. Bank) auf DSL Only legen. Damit diese Daten nicht über LTE
gefunkt werden... Ob es dafür Sniffer und MitM Tools gibt weiß ich
nicht. Für Profis bestimmt. Den anderen ist es "nur" verboten
(Hackertools-verbot) oder?

Oh, und: Die Teile bekommen zwar eine IPv4 und ein IPv6 /56. Aber sie
können keine Präfix Delegation für Interne Netze. Das ist blod weil man
dann nicht weitere /64 unterverteilen kann. Da ich $Providerrouter (der
nix kann) eh kaum weit traue hab ich einen internen Router. Und dahinter
faktisch kein IPv6. Aber, ich brauch's auch nicht unbedingt - Dort!

horst-d.winzler

unread,
Mar 29, 2021, 3:43:47 PM3/29/21
to
Am 29.03.21 um 14:37 schrieb Kay Martinen:
> Am 29.03.21 um 14:10 schrieb Marc Haber:
>> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>>> Wohlweislich hast Du auf meine

> Es würde mich nicht verwundern wenn bei einigen; nicht essentiellen;
> Geräten die Benutzungs-Zeit über die Jahre eine inverse
> Glockenverteilung aufweist.
>

Bei alten Möbeln von R&S, HP & Tek bin ich mir da nicht so sicher. ;-)

--
---hdw---

Kay Martinen

unread,
Mar 29, 2021, 4:00:01 PM3/29/21
to
Am 29.03.21 um 21:43 schrieb horst-d.winzler:
Du meinst da hätt's dem Gauss unten eine Delle in seine Kurve rein
geschlagen wegen dauernder Benutung. Erhöht aber auch die ABnutzung...

Du sprichst außerdem von Professionellen Meß- und Prüf-geräten. Mit
"Nicht essentiell" meinte ich mehr so was wie einen neuen Toaster, Einen
Superduper ZikZakZüllis (mit Zweihunderdrölfzig
Schnitzel/Hack/Meckimesser-Programmen) oder meinswegen auch Kofferradio
oder... ein E-Piano.

Okay, ich weiß auch nicht wie die Menschheit ohne all das überhaupt so
weit kommen konnte. ;-)

Rolf Bombach

unread,
Apr 10, 2021, 2:31:12 PM4/10/21
to
Fritz schrieb:
>
> In einer alten Publikation stand:
>
> Nehme eine quadratische Leiterschleife von 1m x 1m und lasse diese an
> einer Stelle 10 cm offen und senkrecht stehen. Wenn diese nun 10m von
> der Blitzableiter Ableitung zur Erde weg befindet und ein Blitz schlägt
> ein, springt über die offene Stelle kurzzeitig ein Lichtbogen.

Der Prüfstrom für Blitzstromableiter geht innert 10 us auf 100 kA.
Auf 1 m geradem Leiter mit geschätzter Induktivität von 1 uH gibt
das 10 kV. Auf dieser halb-Schleife vielleicht auch 30 kV.
10 cm Schlagweite ist da eher grosszügig angenommen. Allerdings
steht nicht, aus was der Blitzableiter ist, früher gabs welche
aus Eisen. Leitet auch ohmsch schlecht und hat einen interessanten
Skin-Effekt.

Der Punkt ist trotzdem der hohe Strom. Musste ich auch erst lernen,
zum Glück ohne Blitz. Mir war klar, dass 50 mA Peakstrom bei
Nanosekunden durchaus Ärger machen und kurze Verbindungen zu
Bypasskondensatoren brauchen. Bei meiner gepulsten LED hatte ich
absichtlich die Anstiegszeit auf 1 us gebremst. Was nicht viel
nützte, da 50 A und nicht 50 mA.

> So zum
> Thema Induktion. Kurzzeitige Stromstöße > 60kA (Positivblitz bis zu
> 400kA, mitunter auch mehr) haben es in sich!

Die Mutter meines Kollegen (selbiger Radar-irnkwas bei Siemens) besuchte
einen Zahnärztekongress in München. Das Wetter war wohl dem Thema angepasst.
Sie beobachtete das Gewitter aus dem Hotelfenster. Der nächste Blitz
ins gegenüberliegende Haus war wohl so ein positiver. Merkte sie, als
sie einige Millisekunden später das Fenster im Gesicht hatte. Glücklicherweise
wurde sie nur leicht verletzt, abgesehen von einem Knalltrauma.

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mfg Rolf Bombach
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