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Re: Ein Audioverstärkerproblem

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Andreas Neumann

unread,
Mar 24, 2021, 4:32:27 PM3/24/21
to
Ralf Kiefer wrote:

> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.

Kalte Lötstelle und/oder Kontaktkorrosion an einem Stecker oder Schalter.

Leo Baumann

unread,
Mar 24, 2021, 5:19:31 PM3/24/21
to
Am 24.03.2021 um 20:54 schrieb Ralf Kiefer:
> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.
Sind die Endstufen dc-gekoppelt? Wenn nicht tippe ich auf defekten
Koppelkondensator.

Gruß

Marcel Mueller

unread,
Mar 24, 2021, 5:21:49 PM3/24/21
to
Am 24.03.21 um 20:54 schrieb Ralf Kiefer:
> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.

Das kann ein kaputter Elko sein. Vorzugsweise die kleineren
Koppelkondensatoren.

> So weit, so einfach. Kann das Störgeräusch über einen Drehpoti
> "eingestreut" werden?

Nein.

> Ich vermute eher nicht, denn dann würde es mit dem
> Drehen variieren.

Eben.

> Kann das Störgeräusch über die Spannungsversorgung kommen? Es gibt zwei
> Glättungselkos hinter dem Brückengleichrichter. Wenn die mittlerweile so
> viel Kapazität eingebüßt hätten, daß die das Glätten "vergessen", dann
> würde das eher in strammen 100Hz enden. Nach meinem Verständnis.

Ja, und auf beiden Kanälen.


> Daher als mögliche Ursache: Hybrid kaputt?

Das wäre natürlich auch möglich, z.B. Feuchtigkeit eingedrungen. Aber
ich glaube eher nicht.

Wenn es nicht Erschütterungsabhängig ist, bleibe ich bei meinem Tip:
Elko. Da hat einer ordentlich Leckstrom.


Marcel

Clemens Schüller

unread,
Mar 24, 2021, 6:02:46 PM3/24/21
to
Servus!

Marcel Mueller schrieb am 24. Mar. 2021 um 22:21:
> Am 24.03.21 um 20:54 schrieb Ralf Kiefer:


>> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
>> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
>> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.
>
> Das kann ein kaputter Elko sein. Vorzugsweise die kleineren
> Koppelkondensatoren.

Heißer Tipp: "schwangere" Kondensatoren xD


--
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Alfred Gemsa

unread,
Mar 25, 2021, 1:43:46 AM3/25/21
to
Am 25.03.2021 um 01:26 schrieb Ralf Kiefer:

> Blöd ist, daß ich keinen Stromlaufplan zu diesem Gerät habe. Durch
> draufschauen, was in diesem Gerät durch ein großes Kühlblech ziemlich
> erschwert wird, kann ich ein paar Funktionsgruppen unterscheiden.

Hallo, ich habe mal im Netz gesucht und das gefunden:

https://1drv.ms/b/s!As7Aipb1maftqA8jB-GcjFVeNtPA?e=BKzXVb

Ob's hilft, weiß ich nicht.

Viel Glück,
Alfred

Andreas Fecht

unread,
Mar 25, 2021, 2:30:33 AM3/25/21
to
Am 24.03.2021 um 20:54 schrieb Ralf Kiefer:
> Hallo,
>
> es handelt sich eher um ein elektrisches Problem, IMHO. Daher hier in
> dieser Gruppe.
>
> Gegeben: ein fast historischer Audioverstäker, also Stereo-Endstufen mit
> integriertem Vorverstärker und 4 Eingängen. Konkret ein ITT 4040A aus
> Mitte der 1980er Jahre. Angeschlossen sind zwei funktionierende
> Zweiwegboxen.
>
> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.
...
>
> Habe ich was übersehen?

Kontakte vom Ausgangsrelais korrodiert, hatte ich schon oft.

Gruß Andreas

Heinrich Pfeifer

unread,
Mar 25, 2021, 5:26:12 AM3/25/21
to
Am 25.03.2021 um 01:26 schrieb Ralf Kiefer:
> Ich habe den Signalweg von den Cinch-Buchsen über die Quellenschalter
> bis zu ein paar Widerständen sowie einem kleinen Keramikkondensator
> (gegen Masse) direkt vor dem Balance-Poti verfolgen können, danach
> wird's sehr schwierig :-(

du hast ja einen guten und einen schlechten Kanal. Mir hat es in diesem
Fall schon mal geholfen, den gleichen Signalpunkt der beiden Kanäle
probeweise zu verbinden. Wenn die Störung vor diesem Punkt entsteht,
muss das Störgeräusch dann in beiden Kanälen gleich sein.

Am 25.03.2021 um 07:30 schrieb Andreas Fecht:
> Kontakte vom Ausgangsrelais korrodiert, hatte ich schon oft.

also mal probeweise überbrücken.

--

Heinrich
mail: new<at>pfei.eu

Stefan Wiens

unread,
Mar 25, 2021, 7:38:15 AM3/25/21
to
Alfred Gemsa <ge...@gmx.de> writes:

> Am 25.03.2021 um 01:26 schrieb Ralf Kiefer:
>
>> Blöd ist, daß ich keinen Stromlaufplan zu diesem Gerät habe. Durch
>> draufschauen, was in diesem Gerät durch ein großes Kühlblech ziemlich
>> erschwert wird, kann ich ein paar Funktionsgruppen unterscheiden.
>
> Hallo, ich habe mal im Netz gesucht und das gefunden:
>
> https://1drv.ms/b/s!As7Aipb1maftqA8jB-GcjFVeNtPA?e=BKzXVb

Aua. Das Lautsprechersignal durch den Schaltkontakt der
Kopfhörerbuchse ...

Und das mit angeblich -158 mV Ausgangsoffset ...

Fehlende Strombegrenzung oder Gleichspannungsüberwachung runden das Bild
weiter ab.

--
Stefan

Thomas Einzel

unread,
Mar 25, 2021, 11:31:49 AM3/25/21
to
Am 25.03.2021 um 01:26 schrieb Ralf Kiefer:
...
> ... Hinter dem Hybrid kommt
> das Einschaltverzögerungsrelais, je eine große Luftspule pro Kanal und
> der Lautsprecherumschalter.

Relais und Umschalter würde ich mir sehr genau ansehen, rütteln,
klopfen, etc. ob sich etwas am Rascheln ändert.
--
Thomas

Michael Schwingen

unread,
Mar 25, 2021, 4:23:01 PM3/25/21
to
On 2021-03-25, Stefan Wiens <s....@gmx.net> wrote:
>
> Fehlende Strombegrenzung oder Gleichspannungsüberwachung runden das Bild
> weiter ab.

Hm, ja. Ausgangsrelais, aber dann keine DC-Überwachung?

Ich habe früher zweimal für Bekannte defekte Verstärker mit STK-Hybrid
repariert (IIRC Technics, sah grob ähnlich aus). In beiden Fällen hat sich
nach Rückfrage herausgestellt, daß neben dem Hybrid auch die angeschlossenen
Lautsprecher hin waren ...

Ich traue den Teilen nur, wenn die Lautsprecher billig und problemlos
ersetzbar sind.

cu
Michael

Klaus Butzmann

unread,
Mar 26, 2021, 5:22:22 AM3/26/21
to
Am 2021-03-24 um 22:21 schrieb Marcel Mueller:

> Das kann ein kaputter Elko sein. Vorzugsweise die kleineren
> Koppelkondensatoren.
+1,
wäre auch meine Vermutung.


Butzo*aussen

Bernd Mayer

unread,
Mar 26, 2021, 8:16:19 PM3/26/21
to
Am 24.03.21 um 20:54 schrieb Ralf Kiefer:
>
> Gegeben: ein fast historischer Audioverstäker, also Stereo-Endstufen mit
> integriertem Vorverstärker und 4 Eingängen. Konkret ein ITT 4040A aus
> Mitte der 1980er Jahre. Angeschlossen sind zwei funktionierende
> Zweiwegboxen.
>
> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.
>
> Kann das Störgeräusch über die Spannungsversorgung kommen? Es gibt zwei
> Glättungselkos hinter dem Brückengleichrichter. Wenn die mittlerweile so
> viel Kapazität eingebüßt hätten, daß die das Glätten "vergessen", dann
> würde das eher in strammen 100Hz enden. Nach meinem Verständnis.
>
> Daher als mögliche Ursache: Hybrid kaputt?

Hallo,

ich habe schon erlebt, daß Transistoren oder ICs anfangen zu Knistern
oder zu Rauschen. da waren vermutlich die internen Kontaktierungen nicht
mehr in Ordnung.

Ich überlege, ob Einsprühen mit Kältespray oder Anblasen mit einem Föhn
bei der Fehlersuche helfen kann.

An die Glättungselkos denke ich bei dieser Fehlerbeschreibung nicht
vorrangig.

Bei älteren Verstärkern habe ich da immer routinemässig die
Brummspannung angeschaut mit einem Oszilloskop oder mit einem Multimeter
im AC-Modus gemessen bei Belastung des Verstärkers mit einem
Leistungswiderstand. Damit kann man dann auch sehen ob die
Gleichrichterdioden noch korrekt funktionieren.


Bernd Mayer

Klaus Butzmann

unread,
Mar 27, 2021, 6:40:43 AM3/27/21
to
Am 2021-03-27 um 01:16 schrieb Bernd Mayer:
> Damit kann man dann auch sehen ob die Gleichrichterdioden noch
> korrekt funktionieren.
Böse Falle,
bei meinen Daubs waren nach 30 Jahren fast alle Brücken angeschossen.

Hab' mich jahrelang über ein seltsames Brummen gewundert was nach 1..2
Stunden verwand.

Frage: Was "kann" ein KBPC 2502?

https://www.comchiptech.com/admin/files/product/20181106093404.PDF

Nein, keine 200V sondern 140 VRMS als Max Rating.
für +/- 75 Volt in der Endstufe zuwenig.


Butzo*aussen

horst-d.winzler

unread,
Mar 27, 2021, 8:43:32 AM3/27/21
to
Am 27.03.21 um 11:40 schrieb Klaus Butzmann:
> Am 2021-03-27 um 01:16 schrieb Bernd Mayer:
>> Damit kann man dann auch sehen ob die Gleichrichterdioden noch korrekt
>> funktionieren.
> Böse Falle,
> bei meinen Daubs waren nach 30 Jahren fast alle Brücken angeschossen.
>

> Nein, keine 200V sondern 140 VRMS als Max Rating.
> für +/- 75 Volt in der Endstufe zuwenig.
>
>
> Butzo*aussen

Vermutlich Zweiweg Gleichrichtung (mittenangezapfte Wicklung). Dann
mindest Diodensperrspannung doppelte AC Spitzenspannung plus 20%. Besser
den doppelten Wert des gemessenen bzw errechneten Wertes nehmen. :-)

--
---hdw---

Klaus Butzmann

unread,
Mar 27, 2021, 9:15:00 AM3/27/21
to
Am 2021-03-27 um 13:43 schrieb horst-d.winzler:

> Vermutlich Zweiweg Gleichrichtung (mittenangezapfte Wicklung). Dann
> mindest Diodensperrspannung doppelte AC Spitzenspannung plus 20%. Besser
> den doppelten Wert des gemessenen bzw errechneten Wertes nehmen. :-)
Hab mal einen Blick in den Schaltplan vom Detlev geworfen:

Mittananzapfung, +/-80 VDC und ein B200 C25000 im Plan.


Butzo*aussen

horst-d.winzler

unread,
Mar 27, 2021, 10:15:56 AM3/27/21
to
Am 27.03.21 um 14:14 schrieb Klaus Butzmann:
Wenn es um Cent-Beträge geht, kann man den B200... nehmen. Sicherheit
ist da aber kaum noch. :-(

--
---hdw---

Marte Schwarz

unread,
Mar 28, 2021, 11:15:10 AM3/28/21
to
Hallo zusammen,
>> Gegeben: ein fast historischer Audioverstäker, also Stereo-Endstufen mit
>> integriertem Vorverstärker und 4 Eingängen. Konkret ein ITT 4040A aus
>> Mitte der 1980er Jahre. Angeschlossen sind zwei funktionierende
>> Zweiwegboxen.
>>
>> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
>> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
>> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.

> ich habe schon erlebt, daß Transistoren oder ICs anfangen zu Knistern
> oder zu Rauschen. da waren vermutlich die internen Kontaktierungen nicht
> mehr in Ordnung.

Erinnert mich an eine Dynacord-PA, die plötzlich auf einem Kanal erst
das rascheln, später ziemlich stochastisch extreme Kracher von sich gab
Spätestens da war klar, dass die 4*250 W in dem Saal hoffnungslos
überdimensioniert waren ;-)

Der Verstärker war über mehrere Platinen verteilt, die ich zunächst
entstaubt und auseinandergenommen hatte, um überhaupt irgendwo messen zu
können. Die zwischenzeitliche Suche kann ich Euch ersparen. Es waren die
Steckverbinder zwischen den Platinen. Als ich die einmal bewegt hatte
(getrennt und wieder neu zusammengesetzt), war Ruhe (ich hatte zunächst
eben mal links gegen Rechts vertauscht, mit dem Erfolg, dass dann Ruhe
war. Dieser Erfolg hielt aber nur bis zum Herbst, dann hat es wieder
geraschelt. Wieder die Stecker bewegt, hielt bis zum Frühjahr. Dann habe
ich die Stecker mit Kontaktspray geflutet, x mal gesteckt, ausgeblasen
und mit ein bisschen Silikonöl vor neuem Sauerstoff geschützt wieder
zusammengesetzt, seither ist Ruhe die letzten 10 Jahre. Zumindest hätte
ich davon nichts mitbekommen.

Marte

Rolf Bombach

unread,
Apr 11, 2021, 10:00:19 AM4/11/21
to
Ralf Kiefer schrieb:
>
> Gegeben: ein fast historischer Audioverstäker, also Stereo-Endstufen mit
> integriertem Vorverstärker und 4 Eingängen. Konkret ein ITT 4040A aus
> Mitte der 1980er Jahre. Angeschlossen sind zwei funktionierende
> Zweiwegboxen.
>
> Problem: Der linke Kanal "raschelt" deutlich hörbar. Es ist nicht
> abhängig von der Quelle, weder von einem Kanal noch von der Quelle. Das
> Störgeräusch kommt auch ganz ohne angeschlossene Quelle.

Hatte ich mal in einem Brüllwürfel. Die "Endstufe" bestand aus einem
dieser Japanischen single-in-line ICs. Die sind zwar superpraktisch
und billig, aber....
Kurz, das Teil selber hatte einen Schaden. Möglicherweise ein ROHM
ohne Kühlfahne.

--
mfg Rolf Bombach
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