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Elektrorasenmäher wieder zum Laufen bringen

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Hannes Kuhnert

unread,
Jun 27, 2017, 10:58:37 AM6/27/17
to
Ich versuche, einen einfachen elektrischen Rasenmäher mit Kondensatormotor
wieder zum Funktionieren zu bringen.

<http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor>

Nachdem der Rasenmäher zuletzt überhaupt nichts getan hatte, habe ich den
Schalter repariert und außerdem reichlich Gras aus dem Motor entfernt.
Seither zeigt der Rasenmäher ein unstetes Verhalten, wie es das vor dem
Schalterschaden schon so ähnlich gab:

Beim Einschalten wird typischerweise mit einem Klack-Geräusch die Bremse
gelöst. Anlaufen tut der Motor aber nicht immer.

Läuft der Motor einmal, dann läuft er, wie er das soll – wenn der Mäher auf
dem Kellerfußboden steht.

Steht der Mäher auf dem Rasen, dann geht der Motor meistens nach einigen
Sekunden aus, durchaus mit Anzug der Bremse, und dann läuft er bei gezogen
gehaltenem Schalter manchmal gleich wieder an, manchmal aber auch nicht.

Beim Motor habe ich schon einmal den Stator vom Läufer genommen. Das sieht
– bis auf die schwer entfernbaren letzten Graßreste – alles recht ordentlich
aus.

Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der beschriebenen
Fehlfunktion in Frage?

Was das hobbymäßige Prüfen so eines Kondensators angeht, variieren die
Meinungen im Netz. Kann ein einfaches Digitalmultimeter, mit Vorsicht
eingesetzt, Indizien dafür liefern, ob der Kondensator in Ordnung ist?
--
Hannes Kuhnert

Heinz Tauer

unread,
Jun 27, 2017, 11:06:09 AM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:
> Ich versuche, einen einfachen elektrischen Rasenmäher mit Kondensatormotor
> wieder zum Funktionieren zu bringen.

Deiner Beschreibung nach sieht das eher nach einem Wackelkontakt oder
Kabelbruch aus
>

--
freundliche Grüße
Heinz

Hannes Kuhnert

unread,
Jun 27, 2017, 11:19:11 AM6/27/17
to
Heinz Tauer schrieb:
> Deiner Beschreibung nach sieht das eher nach einem Wackelkontakt oder
> Kabelbruch aus

Solcherlei Unterbrechungen der Spannungsversorgung konnte ich seit der
Reparatur des Schalters nicht mehr festellen. Ich werde das aber nochmal
prüfen.
--
Hannes Kuhnert

Jo Warner

unread,
Jun 27, 2017, 11:22:29 AM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:

> Beim Einschalten wird typischerweise mit einem Klack-Geräusch die Bremse
> gelöst. Anlaufen tut der Motor aber nicht immer.

Ein E-Rasenmä#her hat eine mechanische Bremse?

> Beim Motor habe ich schon einmal den Stator vom Läufer genommen. Das sieht
> – bis auf die schwer entfernbaren letzten Graßreste – alles recht ordentlich
> aus.

Hast du alle Wicklungen mal durchgemessen? Kollektor einwandfrei,
Kohlebürsten auch?

Peter Heitzer

unread,
Jun 27, 2017, 11:33:34 AM6/27/17
to
In de.sci.ing.elektrotechnik Hannes Kuhnert <hannes....@gmx.de> wrote:
>Ich versuche, einen einfachen elektrischen Rasenmäher mit Kondensatormotor
>wieder zum Funktionieren zu bringen.

><http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor>

>Nachdem der Rasenmäher zuletzt überhaupt nichts getan hatte, habe ich den
>Schalter repariert und außerdem reichlich Gras aus dem Motor entfernt.
>Seither zeigt der Rasenmäher ein unstetes Verhalten, wie es das vor dem
>Schalterschaden schon so ähnlich gab:

>Beim Einschalten wird typischerweise mit einem Klack-Geräusch die Bremse
>gelöst. Anlaufen tut der Motor aber nicht immer.

>Läuft der Motor einmal, dann läuft er, wie er das soll – wenn der Mäher auf
>dem Kellerfußboden steht.

>Steht der Mäher auf dem Rasen, dann geht der Motor meistens nach einigen
>Sekunden aus, durchaus mit Anzug der Bremse, und dann läuft er bei gezogen
>gehaltenem Schalter manchmal gleich wieder an, manchmal aber auch nicht.

Das deutet IMO auf einen tauben Betriebskondensator hin.
Mit zuwenig Kapazität des Kondensators läuft der Motor zwar an, hat aber zuwenig
Drehmoment. Deshalb bleibt er auf dem Rasen auch stehen.
Wenn du ein Multimeter mit Kapazitätsmessung zur Verfügung hast, kannst du den
(entladenen!) Kondensator ausbauen und messen. Die Kapazität sollte sich innerhalb
von +/- 20% vom aufgedruckten Wert bewegen.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

Schorsch

unread,
Jun 27, 2017, 11:37:24 AM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:
Probier doch einfach mal, den KOndensator zu wechseln. So viel kostet
der doch nicht.


Gruß
Schorsch

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 27, 2017, 12:02:49 PM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 17:22 schrieb Jo Warner:

> Kollektor einwandfrei,
> Kohlebürsten auch?

Sowas hat ein Kondensatormotor nicht.

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 27, 2017, 12:04:24 PM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 17:33 schrieb Peter Heitzer:

> Das deutet IMO auf einen tauben Betriebskondensator hin.
> Mit zuwenig Kapazität des Kondensators läuft der Motor zwar an, hat aber zuwenig
> Drehmoment. Deshalb bleibt er auf dem Rasen auch stehen.
> Wenn du ein Multimeter mit Kapazitätsmessung zur Verfügung hast, kannst du den
> (entladenen!) Kondensator ausbauen und messen. Die Kapazität sollte sich innerhalb
> von +/- 20% vom aufgedruckten Wert bewegen.

ACK, aber schon bei -10% würde ich den auf jeden Fall bald austauschen.



Gruß Dieter


Hannes Kuhnert

unread,
Jun 27, 2017, 12:16:17 PM6/27/17
to
Jo Warner schrieb:
> Ein E-Rasenmä#her hat eine mechanische Bremse?

Ein typischer Rasenmäher-Elektromotor hat eine Federbremse, die im Betrieb
elektromagnetisch gelöst wird, integriert. Sie dient als Auslaufbremse.

> Hast du alle Wicklungen mal durchgemessen?

Nein, das werde ich noch tun.

> Kollektor einwandfrei, Kohlebürsten auch?

Ein Kondensatormotor hat Kohlebürsten?
--
Hannes Kuhnert

Jürgen Exner

unread,
Jun 27, 2017, 1:51:58 PM6/27/17
to
Hannes Kuhnert <hannes....@gmx.de> wrote:
>Ich versuche, einen einfachen elektrischen Rasenmäher mit Kondensatormotor
>wieder zum Funktionieren zu bringen.
[...]
>Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der beschriebenen
>Fehlfunktion in Frage?

Ein neuer Kondensator kostet im unteren einstellingen Euro-Bereich.
Es einfach mal zu versuchen, wird die wenigsten Menschen in den
finanziellen Ruin treiben.

jue

PS: Ich habe an meinem Garagentoroeffner den Kondensator inzwischen
zweimal ausgewechselt.
Jetzt weiss ich: wenn der Strom nicht ausgefallen ist und das Tor
trotzdem nicht will, dann ist es hoechstwahrscheinlich der Kondensator.

Falk Dµebbert

unread,
Jun 27, 2017, 2:20:25 PM6/27/17
to
Am 27.06.17 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:
> Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der beschriebenen
> Fehlfunktion in Frage?

Die Dinger altern. Je heißer der im Sommer steht desto schlimmer.
Probier folgendes: Mach den Kondensator mit einem Fön gut warm.
Wenn er danach, solange der Ko noch warm ist, von alleine anläuft:
tauschen.

> Was das hobbymäßige Prüfen so eines Kondensators angeht, variieren die
> Meinungen im Netz. Kann ein einfaches Digitalmultimeter, mit Vorsicht
> eingesetzt, Indizien dafür liefern, ob der Kondensator in Ordnung ist?

Wenn "einfach" eine ESR-Messung und die Messung der sonstigen
parasitären Werte umfasst: ja.
Sonst: Nein.

Falk D.

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 27, 2017, 2:35:56 PM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 20:20 schrieb Falk Dµebbert:

> Die Dinger altern. Je heißer der im Sommer steht desto schlimmer.
> Probier folgendes: Mach den Kondensator mit einem Fön gut warm.
> Wenn er danach, solange der Ko noch warm ist, von alleine anläuft:
> tauschen.

Das sind keine Elektrolykondensatoren!


Axel Berger

unread,
Jun 27, 2017, 2:55:03 PM6/27/17
to
Hannes Kuhnert wrote:
> Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der
> beschriebenen Fehlfunktion in Frage?

Nein. einmal sollte er einmal in Betrieb auch ohne Kondensator
durchlaufen und zweitens kann der Kondensator imho keinerlei Einfluß auf
die Bremse haben.

--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Axel Berger

unread,
Jun 27, 2017, 2:57:08 PM6/27/17
to
Jo Warner wrote:
> Ein E-Rasenmä#her hat eine mechanische Bremse?

Ja. Er kann spannungslos ewig nachlaufen. Gleichstrommotoren werden
durch Kurzschluß gebremst, bei Kondensatormotoren geht das nicht.

Hans Wein

unread,
Jun 27, 2017, 3:27:20 PM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:

> Nachdem der Rasenmäher zuletzt überhaupt nichts getan hatte, habe ich den
> Schalter repariert und außerdem reichlich Gras aus dem Motor entfernt.
> Seither zeigt der Rasenmäher ein unstetes Verhalten, wie es das vor dem
> Schalterschaden schon so ähnlich gab:
>
> Beim Einschalten wird typischerweise mit einem Klack-Geräusch die Bremse
> gelöst. Anlaufen tut der Motor aber nicht immer.
>
> Läuft der Motor einmal, dann läuft er, wie er das soll – wenn der Mäher auf
> dem Kellerfußboden steht.
>
> Steht der Mäher auf dem Rasen, dann geht der Motor meistens nach einigen
> Sekunden aus, durchaus mit Anzug der Bremse, und dann läuft er bei gezogen
> gehaltenem Schalter manchmal gleich wieder an, manchmal aber auch nicht.

IIRC haben Rasenmäher öfters die Schaltung mit zwei Kondensatoren, einem
Betriebskondensator und einem Anlaufkondensator, der durch einen
Fliehkraftschalter bei Erreichen der Betriebsdrehzahl abgeschaltet wird.
Möglicherweise ist der Betriebskondensator ausgefallen, so dass er zwar
mit Hilfe des Anlaufkondensators in Gang kommt, aber dann ohne
Kondenstor nur mit reduziertem Drehmoment weiterläuft.

> Was das hobbymäßige Prüfen so eines Kondensators angeht, variieren die
> Meinungen im Netz. Kann ein einfaches Digitalmultimeter, mit Vorsicht
> eingesetzt, Indizien dafür liefern, ob der Kondensator in Ordnung ist?

Einfache Multimeter haben meist keine Kapazitätsmessung. Mit dem
Ohmmeter kannst du zwar ermitteln, ob ein Kondensator grundsätzlich
funktioniert, also keinen Durchschlag oder eine Unterbrechung aufweist,
mehr aber nicht.

Hans


Georg Wieser

unread,
Jun 27, 2017, 4:13:49 PM6/27/17
to
Am 27.06.2017 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:
> Ich versuche, einen einfachen elektrischen Rasenmäher mit Kondensatormotor
> wieder zum Funktionieren zu bringen.
>
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor>
>
> Nachdem der Rasenmäher zuletzt überhaupt nichts getan hatte, habe ich den
> Schalter repariert und außerdem reichlich Gras aus dem Motor entfernt.
> Seither zeigt der Rasenmäher ein unstetes Verhalten, wie es das vor dem
> Schalterschaden schon so ähnlich gab:
>
> Beim Einschalten wird typischerweise mit einem Klack-Geräusch die Bremse
> gelöst. Anlaufen tut der Motor aber nicht immer.
>
> Läuft der Motor einmal, dann läuft er, wie er das soll – wenn der Mäher auf
> dem Kellerfußboden steht.
>
> Steht der Mäher auf dem Rasen, dann geht der Motor meistens nach einigen
> Sekunden aus, durchaus mit Anzug der Bremse, und dann läuft er bei gezogen
> gehaltenem Schalter manchmal gleich wieder an, manchmal aber auch nicht.
>
> Beim Motor habe ich schon einmal den Stator vom Läufer genommen. Das sieht
> – bis auf die schwer entfernbaren letzten Graßreste – alles recht ordentlich
> aus.
>
> Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der beschriebenen
> Fehlfunktion in Frage?

möglich
>
> Was das hobbymäßige Prüfen so eines Kondensators angeht, variieren die
> Meinungen im Netz. Kann ein einfaches Digitalmultimeter, mit Vorsicht
> eingesetzt, Indizien dafür liefern, ob der Kondensator in Ordnung ist?
>
eher nicht außer einen Totalschaden per Kurzschluß, den kannst Du
einfach messen.

Hannes Kuhnert

unread,
Jun 28, 2017, 2:41:48 AM6/28/17
to
Axel Berger schrieb:
> Hannes Kuhnert wrote:
>> Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der
>> beschriebenen Fehlfunktion in Frage?
>
> Nein. einmal sollte er einmal in Betrieb auch ohne Kondensator
> durchlaufen

Ja? Dieser Motor hat keinen (reinen) Anlauf-, sondern einen
Betriebskondensator.

> und zweitens kann der Kondensator imho keinerlei Einfluß auf
> die Bremse haben.

Im Patent für die erste (?) Konstruktion einer solchen Bremse ist die Rede
von möglichen Schwingungen der Bremse, die von der Netzfrequenz ausgehen.
Wenn die durch den Kondensator erwirkte Phase anders ausfällt, als sie soll,
könnte das durchaus die Bremse nennenswert beeinflussen.

<http://mikrocontroller.net/attachment/151414/RST_Patent.pdf>
--
Hannes Kuhnert

DonCaron

unread,
Jun 28, 2017, 2:45:46 AM6/28/17
to
Am 27.06.2017 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:
> Was das hobbymäßige Prüfen so eines Kondensators angeht, variieren die
> Meinungen im Netz. Kann ein einfaches Digitalmultimeter, mit Vorsicht
> eingesetzt, Indizien dafür liefern, ob der Kondensator in Ordnung ist?

würdede da nicht viel Aufhebens machen und mir n neuen Kondensator
besorgen, fast immer ist der schuld.

--
DonCaron

horst.d.winzler

unread,
Jun 28, 2017, 3:21:20 AM6/28/17
to
Ich habe mal den Text quergelesen. Danach dürfte der Kondensator ein
nicht geringen Einfluß auf das Bremsverhalten haben. Das Klappern zeigt
ein zu schwaches Magnetfeld an. Jetzt kann geraten werden, Kondensator
zu schwach, oder Bremse verschmutzt? Oder zu großes Spiel? Oder alles
zusammen?

--
---hdw---

Peter Heitzer

unread,
Jun 28, 2017, 3:36:39 AM6/28/17
to
Falk Dµebbert <fa...@duebbert.com> wrote:
>Am 27.06.17 um 16:58 schrieb Hannes Kuhnert:
>> Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der beschriebenen
>> Fehlfunktion in Frage?

>Die Dinger altern. Je heißer der im Sommer steht desto schlimmer.
>Probier folgendes: Mach den Kondensator mit einem Fön gut warm.
>Wenn er danach, solange der Ko noch warm ist, von alleine anläuft:
>tauschen.

>> Was das hobbymäßige Prüfen so eines Kondensators angeht, variieren die
>> Meinungen im Netz. Kann ein einfaches Digitalmultimeter, mit Vorsicht
>> eingesetzt, Indizien dafür liefern, ob der Kondensator in Ordnung ist?

Wenn das Messgerät eine zu geringe Kapazität anzeigt, kann man davon ausgehen,
daß der Kondensator am Ende ist. Im Umkehrschluss bei passendem Wert die
Funktionsfähigkeit zu bescheinigen, ist u.U. problematisch wg. ESR usw.
Es ist vergleichbar mit einer Primärzelle. Wenn ich unter 1V messe, ist die
Zelle weitgehend leer. Eine Spannung von 1.5V muss aber nicht bedeuten, daß
die Zelle noch voll ist. Sie kann auch einen hohen Innenwiderstand haben und
dann bricht bei Belastung die Spannung zusammen.

horst.d.winzler

unread,
Jun 28, 2017, 3:50:50 AM6/28/17
to
Am 28.06.2017 um 09:36 schrieb Peter Heitzer:
> Falk Dµebbert <fa...@duebbert.com> wrote:
>
> Funktionsfähigkeit zu bescheinigen, ist u.U. problematisch wg. ESR usw.

ESR ist unwichtig, es ist ja kein Elko. Selbst wenn es einer wäre, bei
50Hz spielt er auch noch keine Rolle.

--
---hdw---

Kluger, Gerd

unread,
Jun 28, 2017, 7:26:58 AM6/28/17
to
Hallo Hannes,

ich hatte schon so manchen Rasenmäher auf der Werkbank,
bei weitaus den meisten war nicht der Kondensator, sondern
die Bremse das Problem. Ich habe zwar nicht verstanden,
wie das sein kann (die Bremse wird ja durch eine Feder
betätigt, das Magnetische Feld des Motors löst im Betrieb
die Bremse, also müßte sich entweder die Feldstärke oder
die Federkraft verändern), aber nach Entfernen der Bremse
liefen diese wieder einwandfrei.
Bei vielen Konstruktionen läßt sich die Bremse einfach entfernen.
Probier mal aus, ob er ohne Bremse funktioniert und entscheide
dann, ob Du den Mäher ohne Bremse weiterbetreiben möchtest.
Für mich allein wäre das kein Problem, wenn Kinder im Haus sind,
sind das aber eventuell anders aus.

Grüße
Gerd

Johann Mayerwieser

unread,
Jun 28, 2017, 3:46:43 PM6/28/17
to
Am Tue, 27 Jun 2017 16:58:34 +0200 schrieb Hannes Kuhnert:

> Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der beschriebenen
> Fehlfunktion in Frage?

Bei meinem Häksler war der Kondensator im einige Euro-Bereich und das
Wechseln so problemlos und schnell, dass ich mir unter diesen Umständen
das Rätseln sparen würde.

Marcel Mueller

unread,
Jun 28, 2017, 5:07:19 PM6/28/17
to
Vorsicht, das kann auch die Fertigungstoleranz sein. Vor allem wenn der
Hersteller festgestellt hat, dass er auch kleinere Toleranzen fertigen
kann, und deshalb lieber kleinere, billigere Teile verkauft, die mit
Absicht am unteren Ende der Toleranzgrenze liegen. Damit kann man auch
mal 5% Kosten sparen.


Marcel

Peter Heitzer

unread,
Jun 29, 2017, 3:49:17 AM6/29/17
to
+/-10% Toleranz sind bei MP Kondensatoren durchaus üblich.

Andreas Theilmeier

unread,
Jun 29, 2017, 9:22:03 AM6/29/17
to
tach Hannes,

>Ich versuche, einen einfachen elektrischen Rasenmäher mit Kondensatormotor
>wieder zum Funktionieren zu bringen.

>Seither zeigt der Rasenmäher ein unstetes Verhalten, wie es das vor dem
>Schalterschaden schon so ähnlich gab:

>Kommt ein Schaden am Betriebskondensator als Ursache der beschriebenen
>Fehlfunktion in Frage?

Könnte der Fehler sein. Durchmessen ist mit einfachen Mitteln nicht
immer eindeutig.

Besorge dir lieber einen neuen Anlaufkondensator und teste damit mal.
Kostet ja nicht die Welt.

Ansonsten ist d.s.e auch immer eine gute Adresse für solche Fragen.


--
bis die Tage
Andreas

Hannes Kuhnert

unread,
Jun 29, 2017, 12:17:56 PM6/29/17
to
Kluger, Gerd schrieb:
> ich hatte schon so manchen Rasenmäher auf der Werkbank,
> bei weitaus den meisten war nicht der Kondensator, sondern
> die Bremse das Problem. Ich habe zwar nicht verstanden,
> wie das sein kann (die Bremse wird ja durch eine Feder
> betätigt, das Magnetische Feld des Motors löst im Betrieb
> die Bremse, also müßte sich entweder die Feldstärke oder
> die Federkraft verändern), aber nach Entfernen der Bremse
> liefen diese wieder einwandfrei.

Klar gibt es da eine zeitliche Feldstärkenänderung, durch die Netzfrequenz.

> Bei vielen Konstruktionen läßt sich die Bremse einfach entfernen.
> Probier mal aus, ob er ohne Bremse funktioniert und entscheide
> dann, ob Du den Mäher ohne Bremse weiterbetreiben möchtest.

Ich habe auch schon überlegt, ob ich im Fall der Fälle die Bremse rausnehmen
würde.

Nein, ich würde es nicht tun. Statt dessen würde ich versuchen, die Feder zu
schwächen.

Das ist aber bei diesem Mäher alles nicht trivial, soweit ich sehe. Denn das
Wirkprinzip ist zwar dasselbe wie im Stahlhut-Patent, doch die Konstruktion
eine andere. <http://mikrocontroller.net/attachment/151414/RST_Patent.pdf>
Im Motor des von mir behandelt werdenden Mähers befindet die Bremse sich
innen, zwischen den Rotorlagern.

Eh ich mich eventuell der Bremse widme, werde ich den Kondensator wechseln –
schon deshalb, weil nicht zu erwarten ist, dass mit Änderungen an der Bremse
das Anlaufproblem gelöst würde. Schließlich ist es typisch, dass beim
Einschalten die Bremse hörbar gelöst wird, und der Motor dann zwar
vielleicht ein bisschen ruckt, doch nicht wirklich anläuft.
--
Hannes Kuhnert

Rolf Bombach

unread,
Jun 29, 2017, 3:55:04 PM6/29/17
to
Andreas Theilmeier schrieb:
>
> Besorge dir lieber einen neuen Anlaufkondensator und teste damit mal.
> Kostet ja nicht die Welt.

Wenn es ein Betriebskondensator ist, dann nur durch einen Betriebskondensator
ersetzen. Anlaufkondensatoren haben oft viel Kapazität und/oder wenig Volumen,
womit auch klar sein sollte, warum diese eine viel geringere Lebensdauer
haben.

--
mfg Rolf Bombach

Hannes Kuhnert

unread,
Jul 1, 2017, 6:08:18 AM7/1/17
to
Heinz Tauer schrieb:
> Deiner Beschreibung nach sieht das eher nach einem Wackelkontakt oder
> Kabelbruch aus

Dieser Tipp hat sich als durchaus nicht falsch erwiesen.

Wenn man den Schalthebel stark zieht, kommt nach ‚an‘ ‚aus‘.

Das hatte ich irgendwann schonmal beobachtet, aber erst jetzt habe ich die
Angelegenheit im Ganzen richtig verstanden:

Am losen, vom Schiebebügel abgeschraubten Schalter zieht man beim Testen
nomalerweise vernünftig kraftorientiert.

Auch wenn der Schalter montiert ist und der Rasenmäher sicher auf dem
Kellerfußboden steht, kann man den Schalter ohne Mühe richtig betätigen.

Aber auf dem Rasen wird es schwierig. Schon wenn der Mäher auf leicht
abschüssigem Gelände steht, bringt man ohne besondere Vorsicht die Mäher-
Haltekraft teils über den Schalter ein – und schaltet ihn damit leicht aus.

Im realen Gebrauch ist es Leuten wie mir nicht immer möglich, die Schalter-
betätigung ausreichend vom Schieben und Ziehen des Rasenmähers zu
entkoppeln. Mit Kenntnis des Problem habe ich es akzeptabel hingekriegt,
eine Fläche Rasen zu mähen, aber nicht ohne den Mäher hin und wieder
unbeabsichtigt auszuschalten.

Wenn ich vor Ort mal das nötige Werkzeug da habe, werde ich am Holm einen
Anschlag für den Schalter anbringen. Dann kann man den Schalter fest greifen
und die Führungskraft frei aufbringen.

Ich habe auch einen neuen Betriebskondensator eingebaut. Das scheint aber
keine Rolle zu spielen.
--
Hannes Kuhnert

Hannes Kuhnert

unread,
Jul 14, 2017, 3:44:38 PM7/14/17
to
Hannes Kuhnert schrieb:
> [Problem mit dem Schalter eines Eletrorasenmähers]
>
> Wenn man den Schalthebel stark zieht, kommt nach ‚an‘ ‚aus‘.
>
> Wenn ich vor Ort mal das nötige Werkzeug da habe, werde ich am Holm einen
> Anschlag für den Schalter anbringen.

Das habe ich heute getan.

> Dann kann man den Schalter fest
> greifen und die Führungskraft frei aufbringen.

Genau so ist es geworden, der Mäher ist jetzt wieder allgemein brauchbar.
--
Hannes Kuhnert

Hannes Kuhnert

unread,
Aug 2, 2017, 11:44:41 AM8/2/17
to
Hannes Kuhnert schrieb:
> [Problem mit dem Schalter eines Eletrorasenmähers gelöst]

Inzwischen habe ich den Mäher ein weiteres Mal benutzt.

Reparatur und Modifizierung des Schalters haben sich abermals bewährt.

Ebenso hat der alte Betriebskondensator seine Schadlosigkeit bewiesen. Ich
kann jetzt definitiv sagen, dass die Alterung des Kondensators keinen Anteil
am beobachteten Funktionsmangel des Rasenmähers hatte. Dennoch danke ich
auch für alle Hinweise in diese Richtung. Es war interessant, diese
Motorbauart ein wenig kennenzulernen und einen Versuch wert war der
Kondensatortausch allemal.

Kann zufälligerweise jemand einen kaum mehr als eine Stunde gelaufenen
20-μF-Motorbetriebskondenstor gebrauchen?
--
Hannes Kuhnert
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