Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Überlastungsschutz beim Laden an USB-Buchse

38 views
Skip to first unread message

Wendelin Uez

unread,
Jul 9, 2022, 5:33:33 AM7/9/22
to
Es setzen sich ja mehr und mehr Steckdosen mit USB-Buchse zum Laden von
Kleingeräten durch. Man liest dabei nichts Genaues von wegen
Überlastungsschutz, Strom- oder Ladezeitbegrenzung etc.,

Wie sieht es da eigentlich mit Überladeschutz auf?

Bisher waren bei Kleingeräten immer Netztele dabei - falls diese für den
Überladeschutz zuständig gewesen sein sollten, dürfte das Anstöpseln an
x-beliebige USB-Buchsen doch eigentlich mangels Schutzvorrichtung fraglich
werden, oder sehe ich das falsch?

Oder haben auch die bisherigen Kleingeräte für ihre Akkus schon immer einen
Begrenzungsschutz eingebaut gehabt, so daß die Lieferfähigkeit der Quelle
nur die Ladezeit beeinflusst?

Ist nach einer Vollladung eine Trennung sinnvoll oder können die Geräte
verbunden bleiben, weil jegliche weitere Stromzufuhr komplett abgeregelt
wird? Nachdem neulich im Bekanntenkreis ein Modellbau-Akku schon beim
korrekten Aufladen Feuer gefangen und dabei fast die Hütte abgefackelt hat
bin ich da doch nachdenklicher geworden.

Hergen Lehmann

unread,
Jul 9, 2022, 7:30:03 AM7/9/22
to
Am 09.07.22 um 11:33 schrieb Wendelin Uez:

> Es setzen sich ja mehr und mehr Steckdosen mit USB-Buchse zum Laden von
> Kleingeräten durch. Man liest dabei nichts Genaues von wegen
> Überlastungsschutz, Strom- oder Ladezeitbegrenzung etc.,
>
> Wie sieht es da eigentlich mit Überladeschutz auf?

Geräte mit Lithium-Akkus haben eigentlich immer einen Chip, der den
Lade- und Entladevorgang überwacht.


> Bisher waren bei Kleingeräten immer Netztele dabei - falls diese für den
> Überladeschutz zuständig gewesen sein sollten, dürfte das Anstöpseln an
> x-beliebige USB-Buchsen doch eigentlich mangels Schutzvorrichtung
> fraglich werden, oder sehe ich das falsch?

Das geht in aller Regel problemlos.

Und da diese Beipack-Netzteile bei Kleingeräten meist lebensgefährlich
schlechte China-Qualität sind, würde ich diese auch ganz schnell
entsorgen und durch hochwertige 3rdParty Produkte (Anker, etc.) ersetzen.


> Oder haben auch die bisherigen Kleingeräte für ihre Akkus schon immer
> einen Begrenzungsschutz eingebaut gehabt, so daß die Lieferfähigkeit der
> Quelle nur die Ladezeit beeinflusst?

Jein. Der Ladestrom (und damit die Ladezeit) wird sowohl durch den Chip
im Gerät als auch die Belastbarkeit des Netzteils beeinflusst. Der
schwächere gewinnt.


> Ist nach einer Vollladung eine Trennung sinnvoll oder können die Geräte
> verbunden bleiben, weil jegliche weitere Stromzufuhr komplett abgeregelt
> wird?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Geräte beenden den
Ladevorgang bei 100% tatsächlich hart, andere machen mit stark
reduziertem Strom endlos weiter, was auf lange Sicht den Akku schädigen
kann.

Das Gerät ab und zu mal ein paar Stunden zu lange am Netzteil zu lassen,
sollte aber nie problematisch sein.


> Nachdem neulich im Bekanntenkreis ein Modellbau-Akku schon beim
> korrekten Aufladen Feuer gefangen und dabei fast die Hütte abgefackelt
> hat bin ich da doch nachdenklicher geworden.

Modellbau-Akkus sind in der Regel rohe Zellen ohne eingebaute
Schutzschaltungen. Hier wird erwartet, das der Nutzer Fachkenntnis besitzt.

Wolf gang P u f f e

unread,
Jul 9, 2022, 4:58:41 PM7/9/22
to
Am 09.07.2022 um 13:29 schrieb Hergen Lehmann:
> Am 09.07.22 um 11:33 schrieb Wendelin Uez:
>
>> Es setzen sich ja mehr und mehr Steckdosen mit USB-Buchse zum Laden
>> von Kleingeräten durch. Man liest dabei nichts Genaues von wegen
>> Überlastungsschutz, Strom- oder Ladezeitbegrenzung etc.,
>>
>> Wie sieht es da eigentlich mit Überladeschutz auf?
>
> Geräte mit Lithium-Akkus haben eigentlich immer einen Chip, der den
> Lade- und Entladevorgang überwacht.
>
>
>> Bisher waren bei Kleingeräten immer Netztele dabei - falls diese für
>> den Überladeschutz zuständig gewesen sein sollten, dürfte das
>> Anstöpseln an x-beliebige USB-Buchsen doch eigentlich mangels
>> Schutzvorrichtung fraglich werden, oder sehe ich das falsch?
>
> Das geht in aller Regel problemlos.
>
> Und da diese Beipack-Netzteile bei Kleingeräten meist lebensgefährlich
> schlechte China-Qualität sind, würde ich diese auch ganz schnell
> entsorgen und durch hochwertige 3rdParty Produkte (Anker, etc.) ersetzen.

Die verwendeten USB-Kabel sollten man auch im Blick behalten, wenn man
mit Geräten arbeitet, die mehr als die ursprünglich üblichen 500mA
Strom übertragen. Mir ist da schon ein minderwertiger USB-Stecker in
einem besseren Ladegerät verschmort.
Stecker am Kabel und Buchse im Ladegerät waren danach defekt.
Bei nur kurzen Ladevorgängen erwärmt sich das Ganze nur leicht und kurz.
Wenn aber der Akku weiter entladen ist und die Ladung etwas länger
dauert, dann geht die Erwärmung so weit, dass der Kunststoff nachgibt
und der Anpressdruck der Kontakte der USB-Verbindung nachlässt.
Dann wird es irgendwann geruchsmäßig sehr interessant.



Wendelin Uez

unread,
Jul 10, 2022, 8:37:46 AM7/10/22
to
> Dann wird es irgendwann geruchsmäßig sehr interessant.

Mich wundert eh, daß nicht viel mehr passiert. Beim Betreten meines Büros in
einem in den 60er Jahren gebauten Altbau roch es eines Tages deutlich nach
Schmorgeruch, und der herbeigerufene Elektriker meinte nur lapidar, da wäre
an einer (nichtbelegten) Steckdose halt die Zuleitung durchgeschmört und es
hätte sich auch ein Brand daraus entwickeln können. Einfach so.

Alexander Schreiber

unread,
Jul 11, 2022, 9:08:06 AM7/11/22
to
Wolf gang P u f f e <rem...@gmx.com> wrote:
> Am 09.07.2022 um 13:29 schrieb Hergen Lehmann:
>> Am 09.07.22 um 11:33 schrieb Wendelin Uez:
>>
>>> Es setzen sich ja mehr und mehr Steckdosen mit USB-Buchse zum Laden
>>> von Kleingeräten durch. Man liest dabei nichts Genaues von wegen
>>> Überlastungsschutz, Strom- oder Ladezeitbegrenzung etc.,
>>>
>>> Wie sieht es da eigentlich mit Überladeschutz auf?
>>
>> Geräte mit Lithium-Akkus haben eigentlich immer einen Chip, der den
>> Lade- und Entladevorgang überwacht.
>>
>>
>>> Bisher waren bei Kleingeräten immer Netztele dabei - falls diese für
>>> den Überladeschutz zuständig gewesen sein sollten, dürfte das
>>> Anstöpseln an x-beliebige USB-Buchsen doch eigentlich mangels
>>> Schutzvorrichtung fraglich werden, oder sehe ich das falsch?
>>
>> Das geht in aller Regel problemlos.
>>
>> Und da diese Beipack-Netzteile bei Kleingeräten meist lebensgefährlich
>> schlechte China-Qualität sind, würde ich diese auch ganz schnell
>> entsorgen und durch hochwertige 3rdParty Produkte (Anker, etc.) ersetzen.
>
> Die verwendeten USB-Kabel sollten man auch im Blick behalten, wenn man
> mit Geräten arbeitet, die mehr als die ursprünglich üblichen 500mA
> Strom übertragen. Mir ist da schon ein minderwertiger USB-Stecker in
> einem besseren Ladegerät verschmort.

Halt mal spasseshalber einen starken Magneten an das Kabel. Warum? Es
gibt besonders *hust* preisgünstige *hust* Hersteller die mit dem
teuren Kupfer recht sparsam sind und statt dessn verkupferten Stahldrähte
verwenden.

Kann halt blöd werden wenn dann mal mehr als 500 mA durchs Kabel sollen.

Man liest sich,
Alex.
--
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison

Wolf gang P u f f e

unread,
Jul 11, 2022, 11:46:11 AM7/11/22
to
Ja richtig.

Aber solange nur das Kabel die Wärme erzeugt, dürfte ja auch nur das
Kabel verschmoren.

Wenn die Wärme aber direkt an den Kontakten des Steckers entsteht, dann
verschmort höchstwahrscheinlich auch die Buchse, in der der Stecker steckt.
Eine verschmorte Buchse am Netzteil oder gar Handy/Tablet dürfte ein
schlimmerer Schaden sein.

stefan

unread,
Jul 11, 2022, 12:01:46 PM7/11/22
to
Ich glaube eher, dass das gewollt ist. Manche Kabel sind so hochohmig,
dass da auch bei einem Kurzschluss am Endgerät keine hohen Ströme
fließen, egal wieviel das Netzteil liefern will. Ist nur dumm, wenn man
dann an so einem Kabel einen Raspi o.ä. betreiben will. Der meckert dann
schnell mal, dass die Spannung die bei ihm noch ankommt zu gering ist.

Alexander Schreiber

unread,
Jul 12, 2022, 5:08:08 AM7/12/22
to
Für sowas gibt es Sicherungen. Das über ein hochohmiges Kabel zu machen
ist eher fragwürdig. Zudem: Verkupferter Stahl ist billiger als Kupfer,
da glaube ich eher an Optimierung der Herstellungskosten als was
anderes.

> Ist nur dumm, wenn man
> dann an so einem Kabel einen Raspi o.ä. betreiben will. Der meckert dann
> schnell mal, dass die Spannung die bei ihm noch ankommt zu gering ist.

Jo. Das Kabel soll nicht Leistungsbegrenzer spielen, sondern den Strom
(innerhalb der Spezifikation) so verlustarm wie sinnvoll möglich
durchleiten.

Michael Schwingen

unread,
Jul 13, 2022, 2:31:33 PM7/13/22
to
On 2022-07-11, stefan <adr...@ist.invalid> wrote:
>
> Ich glaube eher, dass das gewollt ist. Manche Kabel sind so hochohmig,
> dass da auch bei einem Kurzschluss am Endgerät keine hohen Ströme
> fließen, egal wieviel das Netzteil liefern will.

Das tut nicht: durch so ein Kabel bekommst Du schon die 500mA nicht durch,
ohne mehr Spannungsabfall als im USB-Standard erlaubt zu erzeugen.

Ich tippe auch ganz klar auf Kostenoptimierung.

cu
Mcihael
0 new messages