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Hochspannungsteil in Mikrowellenofen???

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Ulrich R. Sikkema

unread,
Apr 4, 2000, 3:00:00 AM4/4/00
to
Hallo,

einfache Frage - was ist drin im Mikrowellenofen?

Natuerlich meine ich nicht das Essen, sondern die elektrische
Einrichtung. Interessieren tut mich weniger die Hochfrequenztechnik,
sondern wie die gespeist wird. Gibts irgendwo typische Schaltplaene,
Spannungs/Leistungszusammenhaenge etc.?

Und ja, ich kenne die Gefahren von Hochspannung und starker
Mikrowellenstrahlung.

Danke im Voraus.

-uli

Andreas Haimberger

unread,
Apr 4, 2000, 3:00:00 AM4/4/00
to

Ulrich R. Sikkema <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 38EA1E...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de...

> Hallo,
>
> einfache Frage - was ist drin im Mikrowellenofen?
>
> Natuerlich meine ich nicht das Essen, sondern die elektrische
> Einrichtung.
[...]

Im Mikrowellenherd ist drin:

1. Eine spezielle Vakuumröhre, genannt Magnetron, in Verbindung mit einem
starken Permanentmagneten (daher der Name).

2. Ein Hochspannungstrafo, normalerweise so um die 3 kV, mit einer
getrennten Niederspannungswicklung für die Glühkathode der Röhre.

3. Ein Hochspannungsgleichrichter.

Das war's auch schon. Mehr gibt's nicht. Der Trafo speist die Röhre mit
Heizspannung und Hochspannung, das Magnetron schwingt selbstständig ohne
weitere Beschaltung im Gigahertz-Bereich. Die Mikrowellenstrahlung wird über
eine kleine Antenne in der Röhre ausgekoppelt.

MFG
Andy

Robert Hoffmann

unread,
Apr 4, 2000, 3:00:00 AM4/4/00
to
...

>Das war's auch schon. Mehr gibt's nicht. Der Trafo speist die Röhre mit
>Heizspannung und Hochspannung, das Magnetron schwingt selbstständig ohne
>weitere Beschaltung im Gigahertz-Bereich. Die Mikrowellenstrahlung wird über
>eine kleine Antenne in der Röhre ausgekoppelt.
...
Ums genau zu machen. Die Freuquenz wird über Elektrisches Feld und
Magnetfeld gewählt und zusätzlich gibts Resonatoren (im Magnetron fix
integriert) die das Spektrum verschönern. Die Arbeitsfrequenz liegt im
2.45GHz ISM-Band.

Wenn eine genauere Funktionsbeschreibung eines Magnetrons gewünscht
ist, kann ich die nachliefern :-)

Robert

Dipl.Ing. Robert Hoffmann
rhof...@caesar.nt.tuwien.ac.at

Peter Büttner

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
Robert Hoffmann wrote:

> Wenn eine genauere Funktionsbeschreibung eines Magnetrons gewünscht
> ist, kann ich die nachliefern :-)

Unter:
http://www.britannica.com/bcom/eb/article/9/0,5716,108509+10,00.html
ist was zu finden.

Peter

Heino Ruetemann

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
Hallo,
hat jemand schon mal (mittels Wandler 12V --> interne
Betriebsspannung(en)) einen Ofen für den mobilen Einsatz (im Reisemobil)
umgebaut?
MfG
Heino


Andreas Haimberger schrieb:


>
> Ulrich R. Sikkema <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb in im
> Newsbeitrag: 38EA1E...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de...
> > Hallo,
> >
> > einfache Frage - was ist drin im Mikrowellenofen?
> >
> > Natuerlich meine ich nicht das Essen, sondern die elektrische
> > Einrichtung.
> [...]
>
> Im Mikrowellenherd ist drin:
>
> 1. Eine spezielle Vakuumröhre, genannt Magnetron, in Verbindung mit einem
> starken Permanentmagneten (daher der Name).
>
> 2. Ein Hochspannungstrafo, normalerweise so um die 3 kV, mit einer
> getrennten Niederspannungswicklung für die Glühkathode der Röhre.
>
> 3. Ein Hochspannungsgleichrichter.
>

> Das war's auch schon. Mehr gibt's nicht. Der Trafo speist die Röhre mit
> Heizspannung und Hochspannung, das Magnetron schwingt selbstständig ohne
> weitere Beschaltung im Gigahertz-Bereich. Die Mikrowellenstrahlung wird über
> eine kleine Antenne in der Röhre ausgekoppelt.
>

> MFG
> Andy

--
MICOMPAN engineering
Tools für Elektronik und Feinmechanik
chemiefreie Leiterplattenherstellung
autom. Kleberauftrag
http://www.micompan.de

Uwe Hercksen

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
On Wed, 05 Apr 2000 08:15:13 +0200, Heino Ruetemann
<ruet...@micompan.de> wrote:

>Hallo,
>hat jemand schon mal (mittels Wandler 12V --> interne
>Betriebsspannung(en)) einen Ofen für den mobilen Einsatz (im Reisemobil)
>umgebaut?

Hallo,

schon mal überlegt welche Ströme da auf der 12 V Seite von
Lichtmaschine und / oder Batterie aufgebracht werden müssen?

Für eine Mikrowelle mit z.B. 600 W wären es ohne Wandlerverluste 50 A,
mit Verlusten ca. 62 A

Bye
--
Uwe Hercksen
Elektronikwerkstatt
Universität Erlangen-Nürnberg
Cauerstr. 5
D91058 Erlangen

Michael Kauffmann

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
Uwe Hercksen wrote:

> schon mal überlegt welche Ströme da auf der 12 V Seite von
> Lichtmaschine und / oder Batterie aufgebracht werden müssen?
>
> Für eine Mikrowelle mit z.B. 600 W wären es ohne Wandlerverluste 50 A,

M.W. nehmen gängige Mikrowellenherde etwa doppelt so viel elektrische
Leistung auf, wie sie als Strahlung abgeben.

Michael Kauffmann

Uwe Hercksen

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to

Hallo,

sehr guter Hinweis.

Ich hatte mit 600 W zwar die aufgenommene Leistung vom Netz gemeint,
ohne das aber dazuzuschreiben. ;-)
Wenn sich aber die Leistungsangabe auf die Mikrowellenleistung bezieht
und es dann auch noch 1 kW und mehr sind, dann wird auf der 12 V Seite
deutlich mehr Strom gebraucht als der Anlasser des Motors zieht.

Eine Mikrowelle wird zwar nicht lange eingeschaltet, aber ein Anlasser
eben doch erheblich kürzer, wenn der Motor vernünftig anspringt.

Macht irgendwie wenig Sinn, eine Mikrowelle mit 12 V vom Wohnmobil zu
betreiben, wie wärs mit einem Stromaggregat mit eigenen Motor?
Die bekommt man jetzt günstiger von den Leuten die für Y2k sehr
umfassend vorgesorgt haben. ;-)

Wolfgang Horejsi

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
Ulrich R. Sikkema <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 38EA1E...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de...

Trafo, Kondensator, Diode, Magnetron. Die Diode liegt mit 1 Pin auf Masse,
das Magnetron natürlich auch (mit der Anode!). Also bekommt das Magnetron
die pulsierende Gleichspannung an der Diode, nicht die an dem Kondensator.
Der Heizfaden braucht ein paar Ampere. Da gabs auch einmal Pläne im Netz,
such mal unter Smetana, so hiess der glaube ich. Hat mir damals sehr
geholfen, als meine Microwelle eine Reparatur brauchte. Ich hatte damals
hier ein Posting dazu hier reingeschrieben. Such mal ... (unter horejsi).

Ach so, wenn du dein KiloVoltmeter an den Kondensator anschliesst, und dann
misst, stehen dir die Haare zu Berge, wie mir, und zwar wörtlich. Beide
Anschlüsse des Kondensators führen Hochspannung, nicht nur einer. Die Diode
sitzt als recht unscheinbares Bauteil in der vermeintlichen Masseleitung des
C, sieht aus wie eine 5W Prozellanwiderstand mit etwas Schrumpfschlauch
drüber. Nicht ganz ungefährlich, wenn man das falsch deutet (wie ich).

Bei mir war übrigens das Magnetron defekt, Ersatz konnte ich für 120 DM
beschaffen.


--
Wolfgang Horejsi

Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.

Frank Klein

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to

> Wenn sich aber die Leistungsangabe auf die Mikrowellenleistung bezieht
> und es dann auch noch 1 kW und mehr sind, dann wird auf der 12 V Seite
> deutlich mehr Strom gebraucht als der Anlasser des Motors zieht.

Ist zwar o.T. aber das glaube ich trotzdem nicht. Ein 1,1kW Anlasser zieht
einen Spitzenstrom von bis zu 1000A. Wenn die die mittlere Leistung meinst,
dann hast Du allerdings recht. Allerdings auch schon bei 600 W !

Gruß Frank

Reinhard Zwirner

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
Wolfgang Horejsi wrote:
>
> Ulrich R. Sikkema <uet...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de> schrieb in im
> Newsbeitrag: 38EA1E...@uxp1.hrz.uni-dortmund.de...
>
> Trafo, Kondensator, Diode, Magnetron. Die Diode liegt mit 1 Pin auf Masse,
> das Magnetron natürlich auch (mit der Anode!). Also bekommt das Magnetron
> die pulsierende Gleichspannung an der Diode, nicht die an dem Kondensator.
> Der Heizfaden braucht ein paar Ampere.

Hallo,

ich greif mal die alte Frage aus der Sesamstraße auf:

Wenn ich Trafo, Gleichrichterdiode, Kondensator und
Magnetron ausbaue, auf einen Tisch im fliegenden Aufbau
verdrahte und dann ans Netz anschließe: Was passiert dann?
Laufe ich Gefahr, mir irgendwelche edlen Körperteile
hart zu kochen ;-)? Oder passiert nix, weil das innere
Metallgehäuse aus dem Mikrowellengerät fehlt, das für
die zum Kochen benötigten stehenden Wellen sorgt (hab
ich mal so gelesen).

Neugierig,

Reinhard

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
reinhard...@privat.kkf.net (Reinhard Zwirner) spoke
thusly:

>[...]


>Wenn ich Trafo, Gleichrichterdiode, Kondensator und
>Magnetron ausbaue, auf einen Tisch im fliegenden Aufbau
>verdrahte und dann ans Netz anschließe: Was passiert dann?
>Laufe ich Gefahr, mir irgendwelche edlen Körperteile
>hart zu kochen ;-)? Oder passiert nix, weil das innere
>Metallgehäuse aus dem Mikrowellengerät fehlt, das für
>die zum Kochen benötigten stehenden Wellen sorgt (hab
>ich mal so gelesen).

Ich kann mir gut vorstellen, daß eine stehende Welle im Gehäuse
den Effekt der Mikrowellen verstärken. Aber das beschriebene
Experiment würde ich trotzdem nicht machen, so lange ich noch
den Wunsch nach Kindern habe.


Tschüs,

Sebastian

--
Sebastian Suchanek
eMail: sebastian...@gmx.de, seba...@suchanek.de
homepage: http://www.suchanek.de

Heino Ruetemann

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Uwe Hercksen schrieb:

>
> On Wed, 05 Apr 2000 08:15:13 +0200, Heino Ruetemann
> <ruet...@micompan.de> wrote:
>
> >Hallo,
> >hat jemand schon mal (mittels Wandler 12V --> interne
> >Betriebsspannung(en)) einen Ofen für den mobilen Einsatz (im Reisemobil)
> >umgebaut?
>
> Hallo,
>
> schon mal überlegt welche Ströme da auf der 12 V Seite von
> Lichtmaschine und / oder Batterie aufgebracht werden müssen?
>
> Für eine Mikrowelle mit z.B. 600 W wären es ohne Wandlerverluste 50 A,
> mit Verlusten ca. 62 A

Ist mir schon klar, deswegen frage ich, ob jemand über einen derartigen
Wandler berichten kann.
Das Reisemobil (Büromobil, da überwiegend beruflich genutzt) ist mit
einer reichlich dimensionierten
Bordversorgung ausgestattet. Für den Kurzzeitbetrieb einer Mikrowelle
möchte ich nicht den Generator laufen lassen.

MfG
Heino

>
> Bye
> --
> Uwe Hercksen
> Elektronikwerkstatt
> Universität Erlangen-Nürnberg
> Cauerstr. 5
> D91058 Erlangen

--

Ingo Liebe

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo

Die Frage kann ich beantworten.
Ein Kumpel von mir hat dieses Experiment durchgeführt.
Er war auch durch gutes zureden nicht vom Gegenteil zu überzeugen.
Der Effekt war: Im Umkreis von einigen hundert Metern war kein
Rundfunk und Fernsehen mehr zu empfangen.
Außerdem berichtete er über ein prickelndes Gefühl am ganzen Körper,
welches ihn dann zum Abschalten veranlasst hat.
Einige Tage später war dann ein massiver Haarausfall zu beobachten.
Über Spätfolgen kann ich nichts berichten.
Achja. Kinder hat er meineswissens nicht.
Also. Finger weg von solchen Experimenten.
Man zündet ja auch keine A-Bombe im Wohnzimmer.

mfG
Ingo


Andreas Haimberger

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to

Ingo Liebe <ingo...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8chdas$emp$1...@news05.btx.dtag.de...

(gekürzt)


> Ein Kumpel von mir hat dieses Experiment durchgeführt.

> Außerdem berichtete er über ein prickelndes Gefühl am ganzen Körper,
> welches ihn dann zum Abschalten veranlasst hat.
> Einige Tage später war dann ein massiver Haarausfall zu beobachten.
> Über Spätfolgen kann ich nichts berichten.
> Achja. Kinder hat er meineswissens nicht.
> Also. Finger weg von solchen Experimenten.
> Man zündet ja auch keine A-Bombe im Wohnzimmer.

Also das mit dem Haarausfall kann ich nicht ganz glauben. Ich wundere mich
immer wieder über Leute, die Mikrowellenstrahlung mit Radioaktivität
gleichsetzen. Ich kann dazu nur folgendes sagen:

1. Mikrowellenstrahlung ist KEINE Radioaktivität sondern elektromagnetische
Strahlung wie Licht, Infrarot oder Radiowellen.

2. Der einzige Effekt, der Mikrowellenstrahlung in lebendem Gewebe
verursacht, ist Erwärmung, je nach Intensität gefährlich (innere Organe)
oder harmlos. Nach einem Saunabesuch fallen dir ja auch nicht die Haare aus.

3. Auf Grund oben erwähnter Sachverhalte kann man auch klar sagen:
Mikrowellenstrahlung ist bestenfalls dann als Sterilisator zu gebrauchen,
wenn die Intensität so hoch ist, "daß es dir die Eier hartkocht". Das wäre
aber auch entsprechend schmerzvoll.

(Tschuldigung schon für diese drastischen Ausdrücke, aber gegen die diversen
grotesken Behauptungen bezüglich Mikrowellen -> Unfruchtbarkeit,
Handybenutzung -> Gehirnerweichung und "Elektrosmog"-> Krebs bin ich
langsam allergisch.)

MFG
Andy


Uwe Hercksen

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
On Thu, 06 Apr 2000 09:20:57 GMT, "Andreas Haimberger"
<andreas.h...@chello.at> wrote:

>1. Mikrowellenstrahlung ist KEINE Radioaktivität sondern elektromagnetische
>Strahlung wie Licht, Infrarot oder Radiowellen.

Hallo,

die Gammastrahlung ist auch elektromagnetische Strahlung wie
Mikrowellen, nur mit sehr viel höherer Frequenz. Aber Gammastrahlung
zählt man nun mal auch zur Radioaktivität.

>2. Der einzige Effekt, der Mikrowellenstrahlung in lebendem Gewebe
>verursacht, ist Erwärmung, je nach Intensität gefährlich (innere Organe)
>oder harmlos. Nach einem Saunabesuch fallen dir ja auch nicht die Haare aus.

Der Unterschied ist im Normalfall wird die Wärme über die Oberfläche
transportiert, daran ist der Körper gewöhnt und kann damit umgehen.
Deswegen hat die Haut auch Nervenenden die eine Überhitzung
überdeutlich melden.
Aber in der Tiefe des Gewebes gibt es keinen Schmerz bei Überhitzung.

Was z.B. die Sonnenstrahlung im Kopf anrichten kann, findet man in
Büchern über erste Hilfe unter dem Stichwort Sonnenstich. Da tritt
zunächst kein Schmerz auf, aber trozdem wird die Hirnhaut gereizt.

>3. Auf Grund oben erwähnter Sachverhalte kann man auch klar sagen:
>Mikrowellenstrahlung ist bestenfalls dann als Sterilisator zu gebrauchen,
>wenn die Intensität so hoch ist, "daß es dir die Eier hartkocht". Das wäre
>aber auch entsprechend schmerzvoll.

So weit muss es ja gar nicht kommen um Schäden zu verursachen. Um
Körpereiweiss durch Hitze zu denaturieren reichen schon Temperaturen
im Bereich ab ca. 50 ° C. Wenn die Hauttemperatur niedriger liegt und
langsam genug ansteigt muss kein Schmerz auftreten.

Ob nun ein Handy mit ein paar Watt oder ein Magnetron mit ca. einem
Kilowatt, da sollte man schon differenzieren.

Andreas Haimberger

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to

Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> schrieb in im Newsbeitrag:
38ec60d9...@news.uni-erlangen.de...

> die Gammastrahlung ist auch elektromagnetische Strahlung wie
> Mikrowellen, nur mit sehr viel höherer Frequenz. Aber Gammastrahlung
> zählt man nun mal auch zur Radioaktivität.

Die physikalische Definition für "Radioaktivität" ist IMHO:
ionisierende Strahlung, also Strahlung mit so hoher Photonenenergie, daß sie
in Materie Ionen erzeugt. Dazu zählt natürlich auch elektromagnetische
Strahlung mit kürzeren Wellenlängen. Also eigentlich alles von harter
UV-Strahlung bis Gammastrahlung.
Mikrowellen gehören aber nicht dazu.

> Der Unterschied ist im Normalfall wird die Wärme über die Oberfläche
> transportiert, daran ist der Körper gewöhnt und kann damit umgehen.
> Deswegen hat die Haut auch Nervenenden die eine Überhitzung
> überdeutlich melden.
> Aber in der Tiefe des Gewebes gibt es keinen Schmerz bei Überhitzung.

[...]

Um klarzustellen:
ich halte den Versuch, ein Magnetron ohne Abschirmung frei herumliegend zu
betreiben, für gefährlichen Leichtsinn. Ebenfalls stimme ich voll zu, wenn
man die Mikrowellenstrahlung als gefährlich erachtet, weil sie tief in den
Körper eindringt und dort zur gefährlichen Erwärmung innerer Organe führt,
was man wirklich nicht sofort bemerken muß, oder erst dann, wenn bereits
Schäden aufgetreten sind. Wenn ein Mikrowellenherd wirklich durch defekte
Tür o.Ä. Mikrowellen in nennenswertem Ausmaß nach draußen lässt, sind
natürlich Gehirn und Augen sehr gefährdet, das ist klar. Haarausfall wie bei
radioaktiver Verseuchung krieg' ich deswegen aber keinen.

Ich wehre mich nur gegen Behauptungen völliger Laien, daß Mikrowellenherde,
Handys, Hochspannungsmasten etc. so gefährlich wie Kobaltbomben seien, weil
sie alles "verstrahlen". Da fehlt's eindeutig an wirklichem Verständnis der
Zusammenhänge.
Höhepunkt solcher Panikmache ist ja wohl die Erfindung des Begriffs
"Elektrosmog", der als eine Art elektrischer Nebel die ganze Wohnung
verseuchen soll.
Gegen Gefahren solcher Art helfen ja "bekanntlich" die bei Bus- und
Werbefahrten angepriesenen Kupfermatratzen, Erdstrahlungsabsorber und
ähnlich "wirkungsvolle" Geräte. (z.B.: mit Sand gefüllte Anhänger, die man
bei Arbeit am Computer tragen soll, um die gefährliche "Bildschirmstrahlung"
zu absorbieren!) Der einzige Nutzen solcher Dinge ist die Erhöhung des
Kontostands der Hersteller.

Irgendwie erinnern mich solche Aussagen an die Zeit, als man sich von Gas-
auf Elektrobeleuchtung umstellte und manche Leute tatsächlich die
elektrischen Steckdosen zuklebten, um ein "Auslaufen" des elektrischen
Stroms zu vermeiden. Heutzutage kann man aber doch soviel Allgemeinbildung
verlangen, daß man zumindest Behauptungen nicht kritiklos übernimmt.

MFG
Andy


Uwe Hercksen

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
On Thu, 06 Apr 2000 08:10:54 +0200, Heino Ruetemann
<ruet...@micompan.de> wrote:

>Ist mir schon klar, deswegen frage ich, ob jemand über einen derartigen
>Wandler berichten kann.
>Das Reisemobil (Büromobil, da überwiegend beruflich genutzt) ist mit
>einer reichlich dimensionierten
>Bordversorgung ausgestattet. Für den Kurzzeitbetrieb einer Mikrowelle
>möchte ich nicht den Generator laufen lassen.

Hallo,

hier gibts Wechselrichter bis zu 1000 W
http://www.fg-elektronik.de/spawa/puls2.htm
http://www.fg-elektronik.de/spawa/puls.htm

Da kann man zwar zwischen 12 und 24 V Versionen wählen, aber wenn man
die Daten vergleicht hat die 24 V Version schon Vorteile, kein Wunder
in dem Leistungsbereich sollten es schon 24 V oder mehr sein.

Übrigens die Kraftfahrzeugindustrie will in Zukunft auf
leistungsfähigere 42 V Bordnetze umstellen, das wäre für
Wechselrichter mit 1000 W und mehr wesentlich besser als 12 oder 24 V.

Bei den Herstellern von USV gibts auch Modelle für einige kW, aber die
dürften auch mindestens 24 V Akkus verwenden, wenn nicht sogar 48 V.

Zwei getrennte Bordakkus, einer fürs Starten, der andere zum Betrieb
von Geräten bei stehenden Motor wären schon sinnvoll, damit auch nach
mehrmaliger Benutzung der Mikrowelle der Motor noch gestartet werden
kann. Die Lichtmaschine soll natürlich beide Akkus laden.

In einem Segelboot mit Innenbordmaschine habe ich so ein Bordnetz
durchaus schon gesehen.

Robert Hoffmann

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Radioaktivität ist meiner Meinung nach alle Strahlung die bei
Kernzerfallsprozessen frei wird. Dazu gehört Gammastrahlung (Röntgen
kann man streiten, ist ein Definitionsproblem) und
Korpuskularstrahlung, also Nukleonen (Netronen, Protonen,
"Kernreste"), Elektronen (beta-Strahlung) und Heliumkerne
(Alphastrahlung).

Mikrowellen gehören definitiv nicht dazu. Aber 1 kW HF-Leistung ist
absolut gemeingefährlich!!!! Die dabei am meisten gefährten
Körperteile sind übrigens nicht, die bereits besprochenen sondern die
Augen. Also Finger weg von einem Magnetron, solange man nicht sehr
genau weiß was man tut. Selbst für Leute mit großer
Experimentierfreude bringts nichts, weil wenn die Augäpfel einmal
geplatzt sind, kann man sich nicht einmal mehr die eigenen
Videoaufnahmen von dem Experiment anschaun, wenn die Videokamera
überhaupt störfest genug ist, um diese HF-Einstrahlung auszuhalten.

Ach übrigens für alle Handy-Phobiker zwischen 1kW und 5W sind eine
großer Unterschied.

Robert


Dipl.Ing. Robert Hoffmann

robert....@nt.tuwien.ac.at

Falk Brunner

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to

Robert Hoffmann schrieb:

> Ach übrigens für alle Handy-Phobiker zwischen 1kW und 5W sind eine
> großer Unterschied.

Klar, genau 23 dB ;-))

MfG
Falk

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
andreas.h...@chello.at (Andreas Haimberger) spoke
thusly:

<rupf>

Ich hatte eigentlich gedacht, ich hätte meinen Beitrag
überspitzt genug formuliert. Sorry hab' ich nicht, also reich
ich hiermit den Smiley nach => ;-)

Dessen ungeachtet bleibe ich dabei: Keine kW-Magnetrone "einfach
so" betreiben.

Robert Hoffmann

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
So jetzt wird was nachgereicht, nachdem mir schon einige Leute eine
mail geschrieben haben, bezüglich der Funktionsweise eines Magnetrons.

Ein Elektron kann zwei Arten von elektrischer Beeinflussung erfahren:
1) Kraft durch ein elektrisches Feld:
Fe=-E*e
e ist die Elementarladung in C (=As)
E ist die elektrische Feldstärke in V/m
Fe in N
Fe und E sind Vektoren, e ist ein Skalar

Die Richtung ist entgegengesetzt der Richtung des elektrischen Feldes.

2)Kraft durch ein magnetisches Feld (sog. Lorentzkraft):
Fm= -e * v x B
v ist die Geschwindigkeit des Elektrons in m/s
B magn. Flußdichte in T (=Vs/m^2)
e ist die Elementarladung in C (=As)

Fm, v, B sind Vektoren und das v x B (lies "v kreuz B" oder "v ex B")
ist das Kreuzprodukt der beiden Vektoren.
Das Kreuzprodukt ist definiert als a x b = abs(a) abs(b) sin(ang(a,b)
und das Ergebnis ist wieder ein Vektor der senkrecht auf die ersten
beiden steht und dessen Richtung nach der Rechtsschraubenregel
gebildet wird (man dreht eine imaginäre Schraube in die Richtung in
die man a nach b drehen würde)

Die erste Kraft ist relativ geläufig aber die zweite ist genauso
wichtig. Auf ihr basieren von der Funktionsweise des elektrischen
Motors bis zum Polarlicht einige Phänomene.

Soweit zu den Grundlagen.

Ein Magnetron bestehe aus zwei konzentrischen Elektroden. zwischen den
beiden liegt eine Hochspannung an, eine wird geheizt und im
Zwischenraum herrscht senkrecht zu den beiden Kreiselektroden
(parallel zu deren Achse) ein starkes, zeitlich konstantes, homogenes
magn. Feld.

Zuerst werden die Elektronen durch die el. Feldstärke von der
Glühkathode radial wegbeschleunigt. Es sieht dann einerseits die el.
Feldstärke als auch das magn. Feld senkrecht auf dessen
Geschwindigkeit. Dadurch erfährt es ein Kraftwirkung in der
Kreisebene, aber senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung, wodurch es zur
Seite abgelenkt wird. Da sich diese Verhältnisse nicht ändern solange
sich das Elektron im Einflußbereich des mag. Feldes befindet erfährt
es diese seitliche Beschleunigung dauernd, das bedeutet, daß es auf
einer Kreisbahn fliegt. Dadurch strahlt es HF-Strahlung ab, wodurch
sie kinetische Engergie verlieren und damit langsamer werden. Sie
landen schließlich in der Anode. Die Stärke des magnetischen Feldes
(je größer B desto höher die Frequenz, weil die Kreisbahnen enger
werden) und die höhe des elektrischen Feldes gehen in die Frequenz ein
(je höher die Startgeschwindigkeit desto größer die Bahnradien). Um
das Spektrum aber nicht allzu wild werden zu lassen baut man in die
Anode Resonatoren ein. Dann kann man entweder über ein Fenster oder
über den Innenleiter einer Koaxleitung (läßt man "kapazitiv
hineinstehen") die HF-Leistung auskoppeln.

Wilhelm Ernst

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
On Thu, 06 Apr 2000 08:10:54 +0200, Heino Ruetemann
<ruet...@micompan.de> wrote:

Hallo Heino,
kein Problem. Solche DC/AC-Wandler, Wechselrichter,Inverter... gibt es
zur Genüge.
Mit Sinus-Ausgang ca. 1000,-DM für 800VA, mit Rechteck-Ausgang ca. die
Hälfte.
mfg
Willi

>> Hallo,
>>
>> schon mal überlegt welche Ströme da auf der 12 V Seite von
>> Lichtmaschine und / oder Batterie aufgebracht werden müssen?
>>
>> Für eine Mikrowelle mit z.B. 600 W wären es ohne Wandlerverluste 50 A,
>> mit Verlusten ca. 62 A
>

>Ist mir schon klar, deswegen frage ich, ob jemand über einen derartigen
>Wandler berichten kann.
>Das Reisemobil (Büromobil, da überwiegend beruflich genutzt) ist mit
>einer reichlich dimensionierten
>Bordversorgung ausgestattet. Für den Kurzzeitbetrieb einer Mikrowelle
>möchte ich nicht den Generator laufen lassen.
>

>MfG
>Heino

>>
>> Bye
>> --
>> Uwe Hercksen
>> Elektronikwerkstatt
>> Universität Erlangen-Nürnberg
>> Cauerstr. 5
>> D91058 Erlangen
>

Wolfgang Horejsi

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Reinhard Zwirner <reinhard...@privat.kkf.net> schrieb in im
Newsbeitrag: 38EB96...@privat.kkf.net...

>ich greif mal die alte Frage aus der Sesamstraße auf:

>Wenn ich Trafo, Gleichrichterdiode, Kondensator und


>Magnetron ausbaue, auf einen Tisch im fliegenden Aufbau
>verdrahte und dann ans Netz anschließe: Was passiert dann?
>Laufe ich Gefahr, mir irgendwelche edlen Körperteile
>hart zu kochen ;-)?

Probier es aus, und berichte dann hier.

Falls du dann noch berichten kannst.

Johann H. Addicks

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
andreas.h...@chello.at meinte am 06.04.00
zum Thema "Re: "Was passiert dann?" [war: Hochspannungsteil in Mikrowellenofen???":

> Hierzu natürlich vollste Zustimmung meinerseits. Wer wirklich ernsthaft in
> Erwägung zieht, Magnetrone selbst der kleinsten Leistungsklasse (immerhin
> ab 600W) ohne Abschirmung einfach so mal auszuprobieren, gehört in die
> gleiche Kategorie wie Unkrautsalz/Phosphor-Bastler oder
> Hobby-Nitroglyzerin-Fabrikanten.

Ich entsinne mich da an Projekt, dem die Überlegung zugrunde lag, dass
jede Vorverstärker-Eingangsstufe durch ein hinreichend starkes Störsignal
in Sättigung zu bringen ist, selbst wenn man mit der Frequenz schon fast
ausserhalb der Zehnerpotenz der Nutzfrequenz liegt. Eingangsfilter sind
zwangsläufig passiv und damit alles andere als steil.

Angedacht war das Montieren von handelsüblichen Mikrowellen-Magnetrons in
auf Astra ausgerichtete Sat-Schüsseln.

Klar, die Uplink-Frequenzen liegen beileibe nicht in einem ISM-Band, der
Öffnungswinkel von Baumarkt-Schüsseln ist geradezu katastrophal und die
Abstrahlkeule eines Haushaltwellen-Magnetrons wird auch nicht optimal für
die Montage vor einer kleinen Offset-Schüssel sein.

Was wäre bei 20 gleichzeitig betriebenen Magnetrons passiert?
(Abgesehen von der Produktion von gebratenen Singvögeln und
behandlungsbedürftigen Experimentatoren?)

Wäre das Astra-Programm gestört gewesen?
Hätten gar die Satelliten Schaden genommen?
Wie schnell hätte die Telekom ihre Sat-gespeisten Kabelkopfstationen
wieder auf terrestrische Links umgeschaltet?
Wären die AWACS der USA um Amtshilfe bei der Suche nach den Nichtsnutzen
um Antshilfe geben worden?
Wie hätte sich eine länger andauernde erzwungene Fernsehfreiheit in den
Wohnstuben deutscher Bettenburgen mit hoher Dauerarbeitslosigkeit
ausgewirkt?


--
-jha-
j...@flummi.de id 0x8fce1185 at the usual places.

Uwe Hercksen

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
On Thu, 06 Apr 2000 19:47:34 GMT, rhof...@caesar.nt.tuwien.ac.at
(Robert Hoffmann) wrote:

>Ein Magnetron bestehe aus zwei konzentrischen Elektroden. zwischen den
>beiden liegt eine Hochspannung an, eine wird geheizt und im
>Zwischenraum herrscht senkrecht zu den beiden Kreiselektroden
>(parallel zu deren Achse) ein starkes, zeitlich konstantes, homogenes
>magn. Feld.

Hallo,

damit man es sich leichter vorstellen kann:

die geheizte Kathode liegt innen, die Anode aussen. So war es
zumindestens bei den ersten Magnetrons, die im zweiten Weltkrieg von
den Engländern für das H2S Luft-Boden Radar der Bomber entwickelt
wurde.

Mit der Anode innen dürfte es einige Probleme mit der Wärme geben,
also dürfte es wohl nur Magnetrons mit innenliegender Kathode geben?

Gestern abend habe ich noch mal in einem Buch über die Entwicklung des
ersten Magnetrons nachgelesen, Leistungsmessung durch Aussuchen einer
Glühlampe, die von der HF gerade noch nicht durchgebrannt wurde.
Frequenzmessung mit einer Lecherleitung. Erzeugung einer stehenden
Welle, Bestimmung des Abstandes der Spannungsknoten mit einer
Glühlampe als HF Spannungsindikator. Das ganze fand in der Ecke eines
Hörsaales statt, offenbar ohne Abschirmmassnahmen. Dieses Vorgehen vor
60 Jahren kann man aber heute keinesfall mehr als unbedenklich
ansehen.

Volker Urban

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
In de.sci.electronics Andreas Haimberger <andreas.h...@chello.at> wrote:
> 3. Auf Grund oben erwähnter Sachverhalte kann man auch klar sagen:
> Mikrowellenstrahlung ist bestenfalls dann als Sterilisator zu gebrauchen,
> wenn die Intensität so hoch ist, "daß es dir die Eier hartkocht". Das wäre
> aber auch entsprechend schmerzvoll.

Das ist IMHO "ubertrieben. In meinen jungen Jahren d"urfte man des "ofteren
Wache vor einer Radarsation (Milit"ar, russich, mobil) schieben, so ca. in
100 - 5 m Abstand. Den befohlenen Schutzanzug (Stoff mit Kupfer) hat jeder
trotz der Hitze ohne gr"osseres Murren angelegt, die Stationen hiessen
nicht umsonst Eiert"oter. Des weiteren sollen L"angerdienende bei der
Radartechnik bestenfalls ein Kind ihr eigen genannt haben.

+volker-

Sascha Luck

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
"Johann H. Addicks" wrote:

[...astra mit Magnetrons braten..]



> Was wäre bei 20 gleichzeitig betriebenen Magnetrons passiert?
> (Abgesehen von der Produktion von gebratenen Singvögeln und
> behandlungsbedürftigen Experimentatoren?)

Nichts weiter.



> Wäre das Astra-Programm gestört gewesen?

Nein.

> Hätten gar die Satelliten Schaden genommen?

Nein.

Die Feldstaerke elektromagnetischer Strahlung vermindert sich als das
Quadrat der Entfernung vom Sender.

Comsats haben Schutzschaltungen, die den Transponder abschalten, wenn
die Eingangsfeldstaerke ein gewisses Mass uebersteigt. siehe auch
Sonneneruptionen.

s.
--
"[...] The tree of liberty must be refreshed from time to time,
with the blood of patriots and tyrants."
-- Thomas Jefferson

Ingo Liebe

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to

Andreas Haimberger <andreas.h...@chello.at> schrieb in im Newsbeitrag:
ZFYG4.12439$MZ3.2...@news.chello.at...
>

Ich kann nur sagen, probier´s selbst.
Wenn Du mir nicht glaubst, ist das Dein Problem.
Ich hab´s nicht nötig, Sachen zu erfinden.
Check it. Wirst sehen, das Deine Haarwurzeln sterben.

Und weg
Ingo


Michael Holzt

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
On Fri, 07 Apr 2000 12:37:15 +0100, Sascha Luck <te...@indigo.ie> wrote:
>> Wäre das Astra-Programm gestört gewesen?
>Nein.

Sicher. Wenn Du auf der entsprechenden Uplink-Frequenz Störungen
einstrahlst, ist das Programm hin, da können die auch heute noch nix
gegen machen. Die interessanten physikalischen Eigenschaften von FM
machen es ja sogar möglich, ein eigenes Signal drüberzulegen, ohne
daß dies vom "Originalsignal" großartig gestört wird.

Das historische Beispiel ist immer noch Captain Midnight - HBO.

--
Mit freundlichen Grüßen / with kind regards

Michael Holzt

Rainer Buchty

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
In article <8ckjrp$gic$1...@news02.btx.dtag.de>, "Ingo Liebe" <ingo...@t-online.de> writes:

|> Check it. Wirst sehen, das Deine Haarwurzeln sterben.

Na das ist doch klasse - nie wieder rasieren. :)

SCNR,
Rainer

--

Rainer Buchty, LRR, Technische Universitaet Muenchen
Phone: +49 89 289-25770, Fax +49 89 289-28232, Room S3240

Sascha Luck

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Michael Holzt wrote:

> Sicher. Wenn Du auf der entsprechenden Uplink-Frequenz Störungen
> einstrahlst, ist das Programm hin, da können die auch heute noch nix

Mit entsprechender Leistung. Ob ein Mikrowellen-Magnetron in einer 80 cm
Schuessel das schafft, halte ich fuer fraglich.
Ich weiss allerdings auch nicht auswendig, welche Leistung eine
Erdfunkstelle (?) aufbringt.

> Das historische Beispiel ist immer noch Captain Midnight - HBO.

Der hatte ja auch 'ne ganze Erdfunkstelle :)

Michael Holzt

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
On Fri, 07 Apr 2000 13:44:04 +0100, Sascha Luck <te...@indigo.ie> wrote:
>Mit entsprechender Leistung. Ob ein Mikrowellen-Magnetron in einer 80 cm
>Schuessel das schafft, halte ich fuer fraglich.
>Ich weiss allerdings auch nicht auswendig, welche Leistung eine
>Erdfunkstelle (?) aufbringt.

Nun, nach den Dr.Dish Artikeln/Buch (sehr empfehlenswerte Lektüre!)
brauchts nicht wirklich viel. Die Rede ist da von nem Richtfunksender
(ex. Bundeswehr) und eine Wanderfeldröhre. Mehr als 80cm sollte es
wohl aber schon sein.

Ob nen Magnetron reicht, ist mir auch nicht klar, aber wenn man die
Leistung davon irgendwie gebündelt / gerichtet bekommt, könnte das
zumindest Störungen verursachen.

Ich habe den dummen Verdacht, daß die Betreiber der Satelliten dazu
auch keine Auskunft geben dürften...

Robert Hoffmann

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
>
>Die Feldstaerke elektromagnetischer Strahlung vermindert sich als das
>Quadrat der Entfernung vom Sender.
>
Falsch! Die Leistungsdichte nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab,
die Feldstärke nur mit 1/r.

Übrigens ein kleines Rechenbeispiel:
Eine Sat-Schüssel mit 0.8m Durchmesser hat ein wirksame Antennenfläche
von ca. 0.4m^2 wenn man eine Flächenwirkungsgrad von 80% annimmt.
Damit ergibt sich bei 2.45GHz ein Gewinn von ca. 337 od. 25dB. Bei
einer Sendeleistung von 600W ergibt sich damit ein EIRP von rund 202kW
od. 53dBW. Die Entfernung von rd. 33000 km (Erdradius abgezogen)
ergibt eine Empfangsleistungdichte von 15pW/m^2. Unter der Annahme,
daß dort oben dann eine vergleichbare Antenne (Aeff=0.4m^2) sitzt
ergibt sich dann eine Empfangsleistung von 6pW oder -82dBm und damit
wirst so gut wie kein Empfangssystem stören, denn unter der Annahme
einer Rauschbandbreite von 100MHz hast du gerade einmal rund 12dB SNR.
Voraussetzung dabei ist, daß du den Satelliten genau triffst und daß
du keine Probleme mit der hohen Feldstärke bekommst beim Sender:
202kW EIRP in 1m Abstand ergibt eine Leistungsdichte von 16kW/m^2 in
der Hauptstrahlrichtung. Damit verbunden ist eine el.
Feldstärkeamplitude von ca. 3.5kV/m, nicht gerade wenig.

Sascha Luck

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Robert Hoffmann wrote:

> Falsch! Die Leistungsdichte nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab,
> die Feldstärke nur mit 1/r.

huh? Ich dachte, die Feldstaerke waere W/m^2. Muss ich wohl was
verwechselt haben. D-oh!

Patrick Rauter

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Johann H. Addicks <j...@FLUMMI.de> wrote:


>
> Angedacht war das Montieren von handelsüblichen Mikrowellen-Magnetrons in
> auf Astra ausgerichtete Sat-Schüsseln.
>

Da gab es auch mal die Idee, Tiefflieger damit anzustrahlen...
(Ob der "Threat-Reciver" darauf anspricht, und wie der Pilot darauf
reagiert, kann ich nicht sagen, aber im IMHO wird ein kontinuierliches
Anstrahlen mit HF-Energie in diesen Kreisen als Angriff gewertet.
(Wer läßt sich schon gerne mit Mircrowellen anstrahlen ;-))
--
Patrick Rauter
Wer einen Fehler findet (alte oder neue Rechtschreibung)
darf ihn behalten.

Ulrich Böttcher

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to Robert Hoffmann
Robert Hoffmann schrieb:
.....

> Ach übrigens für alle Handy-Phobiker zwischen 1kW und 5W sind eine
> großer Unterschied.

Nun erzeugt eine handelübliche Mikrowelle zwar nur ~ 500W
HF, dafür
aber als Dauerleistung.
Ein Handy gibt max. 2W Impulsleistung ab. Bei 1/8
Tastverhältnis ist
das weniger Leistung als eine kleine Taschenlampe erzeugt.

Ulrich

Marc

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
> Irgendwie erinnern mich solche Aussagen an die Zeit, als man sich von Gas-
> auf Elektrobeleuchtung umstellte und manche Leute tatsächlich die
> elektrischen Steckdosen zuklebten, um ein "Auslaufen" des elektrischen
> Stroms zu vermeiden. Heutzutage kann man aber doch soviel Allgemeinbildung
> verlangen, daß man zumindest Behauptungen nicht kritiklos übernimmt.

Angeblich hat vor vielen Jahrzenten mal ein Bauer gegen den Staat geklagt,
weil der einen der damals noch neuen Radio-Sender neben eines seiner Felder
gebaut hat. Der Bauer war der Meinung der Sender sei daran schuld, dass
auf seinem Acker ploetzlich so viele Steine liegen.

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
j...@FLUMMI.de (Johann H. Addicks) spoke thusly:

Ist zwar etwas OT, aber der Vollständigkeit halber:

>[...]


>Wären die AWACS der USA um Amtshilfe bei der
>Suche nach den Nichtsnutzen um Antshilfe geben worden?

>[...]

Wenn eine E-3 "Sentry" mit "AWACS" gleichsetzt, dann wohl nicht.
Da gibt es IMHO Systeme, die für solch einen ELINT-Auftrag
besser geeignet wären. z.B. eine EA-6 "Prowler" (Falls diese
noch verwendet wird) oder ein deutscher "ECR-Tornado".

Thomas Rehm

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
Hallo Marc!

Du schriebst am 08.04.00 zum Thema "Empfundene Gefaehrdung durch Technik":

> Angeblich hat vor vielen Jahrzenten mal ein Bauer gegen den Staat
> geklagt, weil der einen der damals noch neuen Radio-Sender neben
> eines seiner Felder gebaut hat. Der Bauer war der Meinung der Sender
> sei daran schuld, dass auf seinem Acker ploetzlich so viele Steine
> liegen.

Und? Wieviel Schadenersatz hat der Bauer vom Staat bekommen? :->

Thomas.

--
Musik - nur so zum Spaß: http://www.mp3.com/thomasrehm
Die virtuelle Datenhalde: http://www.thomasrehm.de


Bernd Laengerich

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
Robert Hoffmann wrote:

> Damit ergibt sich bei 2.45GHz ein Gewinn von ca. 337 od. 25dB. Bei
> einer Sendeleistung von 600W ergibt sich damit ein EIRP von rund 202kW

[...]


> 202kW EIRP in 1m Abstand ergibt eine Leistungsdichte von 16kW/m^2 in
> der Hauptstrahlrichtung. Damit verbunden ist eine el.
> Feldstärkeamplitude von ca. 3.5kV/m, nicht gerade wenig.

Schöne Rechnung. Und auf diese mathematisch korrekte Rechnung fußt u.a.
eine Elektrosmog-Hysterie. Die meisten Leute rechnen nun weiter und
nehmen wir mal vereinfacht als Körperoberfläche etwa 1m^2 an und kommen
dann auf eine eingekoppelte Leistung von 16kW und erschrecken ganz
gehörig. Schon gehört das Handy mit 2W Impulsleistung verboten weil bei
5cm Abstand vom Kopf eine Feldstärke von xxx W/m^2 herauskommt.

Nicht vergessen sollte man natürlich, daß aus obiger Betrachtung niemals
mehr als 600W irgendwo eingekoppelt werden können unter Berücksichtigung
einer vollständigen Absorption.

--
Der Bernd

Stefan Froehlich

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
Hallo Robert,

In de.org.ccc Robert Hoffmann <rhof...@caesar.nt.tuwien.ac.at> wrote:
> Falsch! Die Leistungsdichte nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab,
> die Feldstärke nur mit 1/r.

Jo, so haben sie es uns beigebracht.

> Übrigens ein kleines Rechenbeispiel:
> Eine Sat-Schüssel mit 0.8m Durchmesser hat ein wirksame Antennenfläche
> von ca. 0.4m^2 wenn man eine Flächenwirkungsgrad von 80% annimmt.

[...]
> ...gerade einmal rund 12dB SNR.

Darf ich das in der Form demnaechst einmal zu einer Pruefung geben? :-)

Servus,
Stefan, ueberall schamlos klauend

--
Der gare Mensch benoetigt Stefan. Und Sie?
(http://www.sloganizer.de/)

Peter Kruse

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to

Patrick Rauter schrieb:

>Da gab es auch mal die Idee, Tiefflieger damit anzustrahlen...
>(Ob der "Threat-Reciver" darauf anspricht, und wie der Pilot darauf
>reagiert, kann ich nicht sagen, aber im IMHO wird ein kontinuierliches
>Anstrahlen mit HF-Energie in diesen Kreisen als Angriff gewertet.

>(Wer lنكt sich schon gerne mit Mircrowellen anstrahlen ;-))

Wenn normale (zivile) verkehrsflugzeuge schon mit handys und diskmans
(oder diskmen?) probleme bekommen...

peter


Wilfried Klaebe

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
Sascha Luck <te...@indigo.ie> schrieb:

[Astra mit Magnetrons braten...]

>> Hätten gar die Satelliten Schaden genommen?
>
>Nein.
>

>Die Feldstaerke elektromagnetischer Strahlung vermindert sich als das
>Quadrat der Entfernung vom Sender.

Bei Kugelwellen. Sonst würden z.B. Laserpointer auch nicht
funktionieren.

Hier wird aber versucht, ein Bündel paralleler Mikrowellen zu erzeugen.
--
PGP 2.6.2: 2047/0xF5D18591/CEBD 3E8F B6DE 955E ABA6 9396 1539 9350
http://www.toppoint.de/~wklaebe/
<IMG LOWSRC="javascript:alert('Warning: JavaScript is executed!')">

Joachim Puhr

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Hi,

ich frage mich, ob diese Art von Sender (unabhängig von der Leistung)
überhaupt zu Störungen führen kann, da das Störsignal kein Rauschsignal ist,
sondern ein deterministisches Signal (es ist nämlich einfach konstant). Bei
Binärübertragung wird es das Nutzsignal nicht sehr stören, denn einen
Korrelationsempfänger oder was auch immer wird es wenig jucken, ob das
Empfangssignal noch einen Gleichanteil hat oder nicht.
Ob ein konstanter Offset bei einem analog übertragenen Signal etwas
ausmacht, weiß ich nicht, sicher kennt sich da jemand besser aus. Ich denke
aber, eher nicht, denn irgendeinen Bandpaßfilter wird das Signal sicher
passieren, und dann fällt auch der Gleichanteil weg.

Um den Sat zu stören, müßte man auf den Sender (Magnetron) Rauschen
aufmodulieren, aber ob das ein ohne weiteres gangbarer Weg ist? Und vor
allem: Ob es da nicht technisch "sinn"vollere Möglichkeiten gibt als ein
kastriertes Mikrowellengerät?

Joachim.


Robert Miehle

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Wilfried Klaebe (wk1...@orion.toppoint.de) schrieb:

>>Die Feldstaerke elektromagnetischer Strahlung vermindert sich als
>>das Quadrat der Entfernung vom Sender.
>
>Bei Kugelwellen. Sonst würden z.B. Laserpointer auch nicht
>funktionieren.
>
>Hier wird aber versucht, ein Bündel paralleler Mikrowellen zu
>erzeugen.

Auch Laserpointer oder Parabolantennen haben endliche Öffnungswinkel.
Deshalb gilt auch hier das 1/r²-Gesetz.

Viele Grüße
Robert

Oliver Bartels

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Hallo,
Joachim Puhr schrieb in Nachricht <8cofqp$6irii$1...@fu-berlin.de>...

>Hi,
>
>ich frage mich, ob diese Art von Sender (unabhängig von der Leistung)
>überhaupt zu Störungen führen kann, da das Störsignal kein Rauschsignal
ist,
... ach nicht nur das.

Die ganze Diskussion erinnert mich daran, wie sich Kleinhänschen
einen Satelliten vorstellt.

Vielleicht sollte man aber Kleinhänschen sagen, dass der Unterschied
zwischen 2,4 GHz und den gängigen kommerziellen Uplink-Frequenzen
so groß ist, dass selbst das primitivste Streifenleiterfilter im Frontend
(zumeist GaAs HEMT LNAs) das Signal locker soweit reduziert, dass
die FM bzw. QPSK-Nutzsignale im Hard Limiter (noch so ein Ding fuer
die Stoerfestigkeit) völlig dominieren, wenn es überhaupt ankommt ...

... was nicht sehr wahrscheinlich ist, weil die Natur zwischen uns und dem
Weltall die *Wolken* plaziert hat, tja, und die absorbieren nunmal diese
fragliche Frequenz, besonders bei deren üblicher Dicke. Zudem ist die
Aufweitung bei 12cm Wellenlänge einfach zu groß, deshalb nimmt man
ja Millimeterwellen. Außerdem gibt es, wenn wirklich einer zufällig die
richtige Millimeterwellenfrequenz treffen sollte, Möglichkeiten, diese sehr
schnell zu ändern, schon aus Redundanzgründen sind da viele
Umsetzter und große Multiplexer eingebaut (richtige Feinmechanik,
sieht sehr eindrucksvoll aus ;-)

Die Schüssel mit Magnetron dürfte sich daher eher zu Nahrungs-
gewinnungszwecken eignen, weil einem dann buchstäblich die
gebratenen Tauben in den Mund fliegen, allerdings befürchte ich
sehr bald grossen Ärger nicht nur mit dem Tierschutzverein,
abgesehen davon, dass es auch den Nahrungsempfänger
braten kann (und daraus z.B. resultierende Linsentrübungen sind
nicht mehr rückgängig zu machen, also *Finger weg* von solchen
Röhren, ohne geeignete Meßgeräte (Spec.) ist die Chance gleich
null, Leck- und Streustrahlung vernünftig nachzuweisen!)

Ciao Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10


Uwe Hercksen

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
On Sat, 08 Apr 2000 15:23:30 +0200, Wilfried Klaebe
<wk1...@orion.toppoint.de> wrote:

>Bei Kugelwellen. Sonst würden z.B. Laserpointer auch nicht
>funktionieren.

Hallo,

viele glauben ja Laserstrahlen wären perfekt parallel. Aber über
grosse Entfernungen weiten sich Laserstrahlen auf, dafür sorgt die
Beugung. Das passiert bei allen Lasern, nicht nur bei billigen.
Wenn man mit einem Laserstrahl einen der Laserreflektoren auf dem
Mond, bei den Apollolandungen aufgestellt, treffen will muss man mit
einem genügend grossen Strahldurchmesser anfangen. Der Strahl muss
vorher durch ein Teleskop aufgeweitet werden, dann wirkt sich die
Beugung weniger stark aus. Der Strahldurchmesser auf dem Mond wird so
kleiner als wenn man mit einem sehr kleinen Strahl angefangen hätte.

Beugung gilt natürlich nicht nur für Licht, auch für Mikrowellen. Da
muss wegen der erheblich grösseren Wellenlänge auch ein erheblich
grösserer Spiegel verwendet werden.

Bye

Bernd Laengerich

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Peter Kruse wrote:

> Wenn normale (zivile) verkehrsflugzeuge schon mit handys und diskmans
> (oder diskmen?) probleme bekommen...

Zunächst fällt eine Oberwelle des Masteroszillators jeden CD-Spielers
genau auf eine VOR-Frequenz (ich meine mich jedenfalls zu erinnern daß
es VOR ist, könnte aber auch VHF-COMM sein).
Weiterhin ist es schon ein Unterschied ob ich eine störende
Beeinflussung von innerhalb des Flugzeuges, welches man zwar für diesen
Frequnezbereich nicht als Faraday'schen Käfig ansehen kann aber dennoch
einen größere Abschirmwirkung besitzt oder von ausserhalb feststelle.

Vergleich (hinkend, wie jeder): Versuche eine Autoscheibe durch
Hammerschlag von außen und von innen zu zerstören.

--
Der Bernd

Robert Hoffmann

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
On 8 Apr 2000 21:20:25 GMT, Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan
Froehlich) wrote:

>Hallo Robert,
>
>In de.org.ccc Robert Hoffmann <rhof...@caesar.nt.tuwien.ac.at> wrote:
>> Falsch! Die Leistungsdichte nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab,
>> die Feldstärke nur mit 1/r.
>
>Jo, so haben sie es uns beigebracht.
>
>> Übrigens ein kleines Rechenbeispiel:
>> Eine Sat-Schüssel mit 0.8m Durchmesser hat ein wirksame Antennenfläche
>> von ca. 0.4m^2 wenn man eine Flächenwirkungsgrad von 80% annimmt.
>[...]
>> ...gerade einmal rund 12dB SNR.
>

Aber gern :-)

Liebe Grüße

Robert


Dipl.Ing. Robert Hoffmann
rhof...@caesar.nt.tuwien.ac.at

Juergen Nieveler

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Seba...@Suchanek.de (Sebastian Suchanek) wrote in <8cnstp.3vvgqer.0
@suchanek.de>:

>Wenn eine E-3 "Sentry" mit "AWACS" gleichsetzt, dann wohl nicht.
>Da gibt es IMHO Systeme, die für solch einen ELINT-Auftrag
>besser geeignet wären. z.B. eine EA-6 "Prowler" (Falls diese
>noch verwendet wird) oder ein deutscher "ECR-Tornado".
>

Anschließend dürfte man dann feststellen, daß der Name "HARM" ziemlich
passend ist :-)))

--
Juergen Nieveler
Support the ban of Dihydrogen Monoxide: http://www.dhmo.org/
"The people united can never be ignited!"- Sgt. Colon, Ankh-Morpork Watch
PGP-Key available under www.netcologne.de/~nc-nievelju/

Juergen Nieveler

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
rau...@t-online.de (Patrick Rauter) wrote in
<1e8pofg.1f9k85q18y89z4N%rau...@t-online.de>:

>Da gab es auch mal die Idee, Tiefflieger damit anzustrahlen...
>(Ob der "Threat-Reciver" darauf anspricht, und wie der Pilot darauf
>reagiert, kann ich nicht sagen, aber im IMHO wird ein kontinuierliches
>Anstrahlen mit HF-Energie in diesen Kreisen als Angriff gewertet.

>(Wer läßt sich schon gerne mit Mircrowellen anstrahlen ;-))

Anekdote aus England....

2 Polizisten stehen mit einer Radarfalle in einem Hochmoor in Schottland.
Plötzlich piepst die Radarfalle wie verrückt, zeigt Werte über 300 MPH an,
und geht schließlich kaputt. Sekunden später überfliegt ein Harrier die
beiden Polizisten.

Eine Beschwerde an die RAF ergibt den Kommentar "Seit froh daß nicht mehr
passiert ist... das automatische Verteidigungs-System wollte eine Rakete
auf euch feuern, zu Glück war keine mehr da".

Quelle: www.infowar.com

Rolf Bombach

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Andreas Haimberger wrote:
>
> Handybenutzung -> Gehirnerweichung ......

Einfache Statistiken können nur eine Korrelation
aufzeigen und nicht einen ursächlichen Zusammen-
hang. Und auch nicht die Richtung einer all-
fälligen Kausalität :-)
SCNR
--
Rolf Bombach


Alexander Schreiber

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
On 9 Apr 2000 17:03:22 GMT, Juergen Nieveler <niev...@netcologne.de> wrote about Re: Microwellen gegen Astra? (was: "Was passiert dann?"):
>rau...@t-online.de (Patrick Rauter) wrote in
><1e8pofg.1f9k85q18y89z4N%rau...@t-online.de>:
>
>>Da gab es auch mal die Idee, Tiefflieger damit anzustrahlen...
>>(Ob der "Threat-Reciver" darauf anspricht, und wie der Pilot darauf
>>reagiert, kann ich nicht sagen, aber im IMHO wird ein kontinuierliches
>>Anstrahlen mit HF-Energie in diesen Kreisen als Angriff gewertet.
>>(Wer läßt sich schon gerne mit Mircrowellen anstrahlen ;-))
>
>Anekdote aus England....
>
>2 Polizisten stehen mit einer Radarfalle in einem Hochmoor in Schottland.
>Plötzlich piepst die Radarfalle wie verrückt, zeigt Werte über 300 MPH an,
>und geht schließlich kaputt. Sekunden später überfliegt ein Harrier die
>beiden Polizisten.

Da ist eine Wartungsfalle zugeschnappt. In dem Teil war eine Art Watchdog,
wenn das Ger"at mehr als ??? MPH als Geschwindigkeit errechnet hat schlug
der zu und sperrte das Ger"at bis zur n"achsten Wartung - den so ein
hoher Wert _konnte_ ja nur an einem Fehler im Ger"at liegen ...

>Eine Beschwerde an die RAF ergibt den Kommentar "Seit froh daß nicht mehr
>passiert ist... das automatische Verteidigungs-System wollte eine Rakete
>auf euch feuern, zu Glück war keine mehr da".

AFAIK s/keine mehr da/die Maschine auf unbewaffnetem Uebungsflug/

Man liest sich,
Alex.
--
------------------------------------------------------------------------------
EMail : a...@thangorodrim.de | WWW : http://www.thangorodrim.de/
If privacy is outlawed, only outlaws will have | Ceterum censeo Parva Mollia
privacy. (Philip Zimmerman, author of PGP) | esse delendam.

Gerhard W. Hoffmann

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Marc wrote:

> weil der einen der damals noch neuen Radio-Sender neben eines seiner Felder
> gebaut hat. Der Bauer war der Meinung der Sender sei daran schuld, dass
> auf seinem Acker ploetzlich so viele Steine liegen.

Die werden ihm den Aushub vom Fundament des Sendemastes auf den
Acker gekippt haben.

Gerhard


--
ger...@hochfrequenz.com _____
on the air: DK4XP \ \________o_\_______ | CECI N'EST PAS
in the air: D-1441 !! \______ --===== .]]]]|> UN PIPER
° `------`0'' |

Hans Bonfigt

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Oliver Bartels:

>
> Die ganze Diskussion erinnert mich daran, wie sich Kleinhänschen
> einen Satelliten vorstellt.

Kleinhaenschen freut sich ueber jeden Link.


Gruss,

--
Hans Bonfigt /SES/
UNIX App. Development Systementwicklung Schollmeier
Phone: +49 171 3758928 <bonfigt....@t-online.de>

Oliver Bartels

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Hallo,
Hans Bonfigt schrieb in Nachricht <38F11A...@t-online.de>...

>Oliver Bartels:
>>
>> Die ganze Diskussion erinnert mich daran, wie sich Kleinhänschen
>> einen Satelliten vorstellt.
>
>Kleinhaenschen freut sich ueber jeden Link.
Gibt einfach die Stichworte "Satellite Uplink" in AltaVista ein, dann
finden sich jede Menge Servicebuden, die einen Uplink Dienst
anbieten (denn wir wissen ja: Rufe "Selbstständiger Dienstleister
komm 'raus", und jeder Sender und jede Zeitung bricht sofort
zusammen ;-)

Zur Info: Das Ku Band liegt bei 12..18GHz, und ich fand auch die
interessante Werbeangabe von 72dBW, also 15MW. Wie in der
Werbung üblich wird das inkl. Antennengewinn gewesen sein, aber
selbst ohne den muß der Sender wohl einige KW *inband* aufbringen,
um das Signal *zuverlässig* hochzubekommen, weil Fernsehsignale
eine ziemlich hohe Bandbreite benötigen (die Rauschleistung ist
i.a. proportional zur Bandbreite).

Gruss Oliver

P.s.: Noch einfacher gibt es die Tonstörung mit der Installation eines
komischen Systems namens "italienischer Gewerkschaft", wie man
dieses Wochenende gut beobachten konnte ;-)

Andreas Bogk

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Bernd Laengerich <dl...@t-online.de> writes:

> > Wenn normale (zivile) verkehrsflugzeuge schon mit handys und diskmans
> > (oder diskmen?) probleme bekommen...
> Zunächst fällt eine Oberwelle des Masteroszillators jeden CD-Spielers
> genau auf eine VOR-Frequenz (ich meine mich jedenfalls zu erinnern daß
> es VOR ist, könnte aber auch VHF-COMM sein).

Was fuer'n Masteroszillator?

Mein derzeitiger Stand ist, dass das Luftfahrtbundesamt mal Messungen
an diversen CD-Playern gemacht hat. Und da war halt ein Uraltmodell
mit Buerstenmotor (!) dabei, und das war auf dem Spectrum Analyzer
sichtbar.

Gruss Andreas

--
"Anyone need a DVD decrypter for Linux?
dig @138.195.138.195 goret.org. axfr | grep '^c..\..*A' | sort \
| cut -b5-36 | perl -e 'while(<>){print pack("H32",$_)}' | gzip -d"
-- James Brister

Oliver Bartels

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Hallo,
Andreas Bogk schrieb in Nachricht ...
[...]

>Mein derzeitiger Stand ist, dass das Luftfahrtbundesamt mal Messungen
>an diversen CD-Playern gemacht hat. Und da war halt ein Uraltmodell
>mit Buerstenmotor (!) dabei, und das war auf dem Spectrum Analyzer
>sichtbar.
Genausogut kann man gelbe Gummibärchen an Bord verbieten,
es soll Leute geben, die sich daran verschluckt haben und fast
erstickt sind. Erfahrungsgemäß und nach Feststellungen des
Arbeitskreises Bären in der Luft gelten rote Gummibärchen aber
als sicher ;-)

Das schwachsinnige CD Spieler Verbot ist der Beweis dafür, dass
offenbar in dem ganzen Luftfahrt-Laden von LBA bis Lufthansa keiner,
aber auch wirklich keiner da ist, der auch nur ein wenig Kompetenz
(in Sachen Technik *und* Entscheidungen) hat (dafür gibts aber viele
Spinnen in der Yuka-Palme ;-)

Das ganze wirft ein bezeichnendes Licht auf den Standort Deutschland,
ich frage mich nur, ob die Studenten nichts mehr an den Hochschulen
beigebracht bekommen oder nach der Prüfung weitgehend von Morbus
Alzheimer akut befallen werden oder nach dem Peterprinzip in
deutschen Konzernen und Behörden nur Dilettanten hochkommen ...

Gruss Oliver

Juergen Nieveler

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
obar...@bartels.de (Oliver Bartels) wrote in <8csb7g$qtb$1...@nixe.ISAR.net>:

>
>Das schwachsinnige CD Spieler Verbot ist der Beweis dafür, dass
>offenbar in dem ganzen Luftfahrt-Laden von LBA bis Lufthansa keiner,
>aber auch wirklich keiner da ist, der auch nur ein wenig Kompetenz
>(in Sachen Technik *und* Entscheidungen) hat (dafür gibts aber viele
>Spinnen in der Yuka-Palme ;-)
>
>Das ganze wirft ein bezeichnendes Licht auf den Standort Deutschland,
>ich frage mich nur, ob die Studenten nichts mehr an den Hochschulen
>beigebracht bekommen oder nach der Prüfung weitgehend von Morbus
>Alzheimer akut befallen werden oder nach dem Peterprinzip in
>deutschen Konzernen und Behörden nur Dilettanten hochkommen ...
>

Das hat nichts mit dem Standort Deutschland zu tun... AFAIK verbieten fast
alle Fluglinien weltweit CD-Player an Bord, unter Berufung auf US-
Richtlinien und -Empfehlungen.

Ob die Richtlinien Sinn machen oder nicht ist eine andere Frage ;-)

Michael Holzt

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
On Mon, 10 Apr 2000 08:56:05 +0200, Oliver Bartels <obar...@bartels.de> wrote:
>Zur Info: Das Ku Band liegt bei 12..18GHz, und ich fand auch die
>interessante Werbeangabe von 72dBW, also 15MW. Wie in der
>Werbung üblich wird das inkl. Antennengewinn gewesen sein, aber
>selbst ohne den muß der Sender wohl einige KW *inband* aufbringen,
[...]


Um noch mal auf den Dr.Dish-Text zurückzukommen (und der ist als kompetent
und authentisch anzunehmen). Dort ist eine Werbeanzeige mit ein paar
benötigten Teilen zu sehen, u.a. eine Siemens-Leistungs-Wanderfeldröhre
mit einer Ausgangsleistung von 36..38 dB bei einer Verstärkung von
etwa 46 dB. Dauer-Ausgangsleistung 10W, bei Pulsbetrieb maximal 30W.
Kostet etwa DM 2000,-. Dazu ein TWT-Verstärker, Verstärkung 30 dB,
Ausgangsleistung kann man leider nicht lesen, für DM 495,-.

Damit soll es zuverlässig möglich sein, einen Uplink zu bauen, allerdings
offenbar nicht für Fernsehsignale (das fällt auch zu sehr auf... :-)),
sondern für z.B. SCPC-Radio. Sowas wird in der Tat betrieben.

Ob sich dies mit Deinen Berechnungen deckt, kann ich nicht sagen, dazu
sind meine Kenntnisse in dieser Theorie viel zu mangelhaft.

Das illegale "Mitbenutzen" von Satelliten wird so langsam zum Sport
gewisser Kreise, z.B. ist auch das Nutzen der NATO-FleetSatcom zum
preisgünstigen internationalen Telefonieren gang und gäbe.

Literaturtips (den Amazon.de-Merchandisinglink hab ich gerade nicht zur
Hand):

'Maas, Christian: Satelliten-Signale anzapfen und auswerten
Franzis, Poing, 1998. ISBN 3-7723-4903-X'

sowie selbstverständlich die zweimonatliche Zeitschrift
'TELE-Satellite'.

--
Mit freundlichen Grüßen / with kind regards

Michael Holzt

Werner Dreher

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Bernd Laengerich wrote:
>
> [...]

> Vergleich (hinkend, wie jeder): Versuche eine Autoscheibe durch
> Hammerschlag von außen und von innen zu zerstören.
>
also der hinkt nicht nur, der faehrt Rollstuhl :-))

Werner

--
Werner Dreher, Universität Tübingen, Technische Informatik,
Sand 13, 72076 Tübingen

Juergen Nieveler

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
k...@tmp.usenet.flummi.de (Michael Holzt) wrote in
<slrn8f3i...@florian.kierspe.flummi.de>:

>Das illegale "Mitbenutzen" von Satelliten wird so langsam zum Sport
>gewisser Kreise, z.B. ist auch das Nutzen der NATO-FleetSatcom zum
>preisgünstigen internationalen Telefonieren gang und gäbe.
>

Quelle? Wie kommt man denn von den Militär-Satelliten wieder zurück ins
Telefonnetz? Und wie verhindert man, das die Herren mit dem gelben VW-Bus
und der Antenne einen entdecken?

Raphael H. Becker

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Juergen Nieveler <niev...@netcologne.de> wrote:

> Das hat nichts mit dem Standort Deutschland zu tun... AFAIK verbieten fast
> alle Fluglinien weltweit CD-Player an Bord, unter Berufung auf US-
> Richtlinien und -Empfehlungen.

Wir reden hier von tragbaren CD-Playern ("Discman").
Wie sieht es da bei Laptops aus? Die haben schließlich auch
CD-Laufwerke und andere Teile mit Motor (es ging um "Bürstenmotor").

--
Gruß
Raphael Becker
--
Hi! I'm a .signature virus!
Copy me into your ~/.signature to help me spread!
http://signature.home.pages.de/

Juergen Nieveler

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
raphael...@gmx.de (Raphael H. Becker) wrote in
<slrn8f3hkh....@rhb.swm.uni-mannheim.de>:

>Wir reden hier von tragbaren CD-Playern ("Discman").
>Wie sieht es da bei Laptops aus? Die haben schließlich auch
>CD-Laufwerke und andere Teile mit Motor (es ging um "Bürstenmotor").
>

Hab mein Notebook noch nie im Flugzeug benutzt, aber die nette Dame erklärt
einem immer, dass man Notebooks benutzen darf. Nur das CD-ROM-Laufwerk
nicht...

Oliver Bartels

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Hallo,
Michael Holzt schrieb in Nachricht ...
[...]

>Damit soll es zuverlässig möglich sein, einen Uplink zu bauen, allerdings
>offenbar nicht für Fernsehsignale (das fällt auch zu sehr auf... :-)),
>sondern für z.B. SCPC-Radio. Sowas wird in der Tat betrieben.
Das ist eine Frage der Bandbreite und damit der Leistung.
Bei TV muss ca. ein 100-fach größerer Bereich abgedeckt werden,
ergo ist die Rauschleistung am LNA Eingang 100-fach größer,
ergo braucht es entsprechend mehr Sendeleistung.
D.h. 10W Audio/Voice entsprechen ca. 1KW Video, insofern
paßt das schon. Es mag auch mit ein paar 100W gehen, aber
mit 10W oder mit 1KW bei der falschen Frequenz (2,45GHz ;-) sieht es
sehr schlecht aus.
(Die SAT-Schüsseln haben ca. 30 dB (Baumarkt) bis >40dB (gross)
Gewinn.)

Nikolaus Bernhardt

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Jürgen Nieveler:

> >Das illegale "Mitbenutzen" von Satelliten wird so langsam zum Sport
> >gewisser Kreise, z.B. ist auch das Nutzen der NATO-FleetSatcom zum
> >preisgünstigen internationalen Telefonieren gang und gäbe.
>
> Quelle? Wie kommt man denn von den Militär-Satelliten wieder zurück ins
> Telefonnetz? Und wie verhindert man, das die Herren mit dem gelben
> VW-Bus und der Antenne einen entdecken?

Die Jungs in den gelben VW-Bussen? Lächerlich!

Viel mehr Angst sollte man vor den Jungs in oliven Fahrzeugen haben, die
sind standardmäßig besser 'ausgerüstet' (9mm, 7,62 oder Kaliber .22).

Sollten Militärs die "Nationale Sicherheit" gefährdet sehen, dann ist wohl
mehr drin als eine Anzeige vom BAPT wegen Falschfunkerei :-(

Nik
--
"Daß ein Ton falsch ist kann man erst dann sagen, wenn man den nächsten
gehört hat."
Miles Davis, Jazz-Musiker

Nikolaus Bernhardt

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Uwe Hercksen:

[...]

> Wenn man mit einem Laserstrahl einen der Laserreflektoren auf dem
> Mond, bei den Apollolandungen aufgestellt, treffen will muss man mit
> einem genügend grossen Strahldurchmesser anfangen. Der Strahl muss
> vorher durch ein Teleskop aufgeweitet werden, dann wirkt sich die
> Beugung weniger stark aus. Der Strahldurchmesser auf dem Mond wird so
> kleiner als wenn man mit einem sehr kleinen Strahl angefangen hätte.

Trotz des ganzen Aufwandes wurde der Reflektor erst nach einiger Suche
gefunden, obwohl die 'genaue' Position bekannt war.

Quelle muß ich schuldig bleiben, habe das aber mal in einem recht seriösem
Buch über Raumfahrt gelesen...

Nik
--
"Don't let them fool you.
Even don't let them school you."
Bob Marley - Could You Be Loved

Robert Miehle

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Hallo Oliver,

Oliver Bartels (obar...@bartels.de) schrieb:

>Wie in der Werbung üblich wird das inkl. Antennengewinn gewesen
>sein, aber selbst ohne den muß der Sender wohl einige KW *inband*
>aufbringen, ...

Soviel sind's nicht. Wir haben mal 'ne Zeitlang den Uplink von Pro 7
betreut. Die Endstufen passen samt Stromversorgung problemlos in
einen 19"-Schrank und machen so um 250 W, wenn ich mich recht
erinnere.

Viele Grüße
Robert

Axel Schwenke

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
In article <8csb7g$qtb$1...@nixe.isar.net>,

"Oliver Bartels" <obar...@bartels.de> writes:
>
> Das schwachsinnige CD Spieler Verbot ist der Beweis dafür, dass
> offenbar in dem ganzen Luftfahrt-Laden von LBA bis Lufthansa keiner,
> aber auch wirklich keiner da ist, der auch nur ein wenig Kompetenz
> (in Sachen Technik *und* Entscheidungen) hat (dafür gibts aber viele
> Spinnen in der Yuka-Palme ;-)

Die Spinner sind bei mir ohnehin unten durch, seit sie mir verboten
haben, den Kartuschen-Campingkocher (also nur Ventil+Druckminderer,
das erst noch auf eine Kartusche geschraubt wird) in ihrem kostbaren
Flugzeug zu transportieren. Benzinkocher, in denen sich hingegen
durchaus noch entzuendliche Daempfe befinden koennen, sind hingegen
erlaubt.

Die ansonsten ziemlich paranoiden Englaender hatten damit keine
Probleme, nur in D macht man so einen Stress.


XL
--
|____ Axel Schwenke, Admin/Entwickler, Jobs & Adverts Online AG ____|
|___ Linux is like a wigwam: no Windows, no Gates, Apache inside ___|

Michael Holzt

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
On 10 Apr 2000 13:51:58 +0200, Juergen Nieveler <niev...@netcologne.de> wrote:
>Quelle? Wie kommt man denn von den Militär-Satelliten wieder zurück ins
>Telefonnetz? Und wie verhindert man, das die Herren mit dem gelben VW-Bus
>und der Antenne einen entdecken?

Siehe Literaturhinweise in meinem Posting. Das "Telefonieren" geschieht
natürlich mit zwei Up/Downlink-Stationen.

Das Signal ist so gut wie nicht anpeilbar, da die Streuung relativ
gering ist, und somit nur von oben (aus Richtung des Signalweges)
feststellbar ist. Da aber halb Europa da meistens in Frage käme...

Michael Holzt

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
On Mon, 10 Apr 2000 14:49:53 +0200, Oliver Bartels <obar...@bartels.de> wrote:
>Es mag auch mit ein paar 100W gehen, aber mit 10W oder mit 1KW bei der
>falschen Frequenz (2,45GHz ;-) sieht es sehr schlecht aus.
>(Die SAT-Schüsseln haben ca. 30 dB (Baumarkt) bis >40dB (gross)
>Gewinn.)

Ja, die Magnetron-"Lösung" scheidet da wohl wirklich aus. Mit dem
beschriebenem Equipment wird natürlich die exakte Frequenz erreicht,
auch ist im Text die Rede von Schüsseln der 4m-Kategorie...

Raimund Nisius

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Michael Holzt <k...@tmp.usenet.flummi.de> wrote:

> Siehe Literaturhinweise in meinem Posting. Das "Telefonieren" geschieht
> natürlich mit zwei Up/Downlink-Stationen.
>
> Das Signal ist so gut wie nicht anpeilbar, da die Streuung relativ
> gering ist, und somit nur von oben (aus Richtung des Signalweges)
> feststellbar ist. Da aber halb Europa da meistens in Frage käme...

Schön. Wenn ich hier aber lese, daß ich riesige Schüsseln und kW-Sender
brauche - ist da ne 0190-Verbindung nicht kostengünstiger?
Gruß,
Raimund


Michael Holzt

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
On Mon, 10 Apr 2000 22:50:54 +0200, Raimund Nisius <nis...@berlin.snafu.de> wrote:
>Schön. Wenn ich hier aber lese, daß ich riesige Schüsseln und kW-Sender
>brauche - ist da ne 0190-Verbindung nicht kostengünstiger?

Naja, für einige wenige Tausender kann man da schon bei sein, für ne
internationale Datenverbindung mag das interessant sein ("wir bauen uns
einen eigenen Internet-über-Satellit-Dienst"). Außerdem darf man den
Wert eines interessanten Hacks nicht vernachlässigen :-)

Je nach Aufbau dürfte das auch mit herkömmlich großen Schüssel machbar
sein.

Sven Herzfeld

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Robert Hoffmann <rhof...@caesar.nt.tuwien.ac.at> schrieb:

> Radioaktivität ist meiner Meinung nach alle Strahlung die bei
> Kernzerfallsprozessen frei wird. Dazu gehört Gammastrahlung (Röntgen

Das ist eine Birne neben dem Apfelbaum ;-)

Radioaktivität ist keine Strahlung. Radioaktivität bezeichnet eine
Eigenschaft eines Stoffes, nämlich ohne Anregung von außen infolge
von Kernreaktionen ionisierende Strahlung auszusenden.

> kann man streiten, ist ein Definitionsproblem) und

Harte Röntgenstrahlung ist energiereicher als beispielsweise die
beta-Strahlung von Tritium, also eindeutig eine ionisierende
Strahlung. Sie entsteht aber nicht durch Radioaktivität.

> Korpuskularstrahlung, also Nukleonen (Netronen, Protonen,
> "Kernreste"), Elektronen (beta-Strahlung) und Heliumkerne
> (Alphastrahlung).

Vollständig aufgelistet. Die Strahlung kann aber auch auf andere
Art als durch Radioaktivität entstanden sein, nämlich durch
Röntgen- und Elektronenröhren, Teilchenbeschleuniger und
Kernreaktoren.

> Mikrowellen gehören definitiv nicht dazu. Aber 1 kW HF-Leistung ist

Allerdings können Mikrowellen Störstrahlung erzeugen und fallen
somit IMHO in Deutschland unter die RöV.

Sven

Alexander Schreiber

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
On 10 Apr 2000 14:28:18 +0200, Juergen Nieveler <niev...@netcologne.de> wrote about Re: Microwellen gegen Astra? (was: "Was passiert dann?"):
>raphael...@gmx.de (Raphael H. Becker) wrote in
><slrn8f3hkh....@rhb.swm.uni-mannheim.de>:
>
>>Wir reden hier von tragbaren CD-Playern ("Discman").
>>Wie sieht es da bei Laptops aus? Die haben schließlich auch
>>CD-Laufwerke und andere Teile mit Motor (es ging um "Bürstenmotor").
>>
>
>Hab mein Notebook noch nie im Flugzeug benutzt, aber die nette Dame erklärt
>einem immer, dass man Notebooks benutzen darf. Nur das CD-ROM-Laufwerk
>nicht...

Da habe ich bei meinen ersten Flug auch recht bl"od geschaut als die
Flugbegleiter anfingen zu erkl"aren das man CD-Spieler nicht benutzen d"urfe,
alle andere Elektronik (inklusive Notebooks) aber ok sei ... und nein,
Mobilfunk wurde nicht erw"ahnt (wenngleich das ein prima Weg sein d"urfte
den Netzbetreiber zu "argern ...)

Juergen Nieveler

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
k...@tmp.usenet.flummi.de (Michael Holzt) wrote in
<slrn8f4k0...@florian.kierspe.flummi.de>:

>Je nach Aufbau dürfte das auch mit herkömmlich großen Schüssel machbar
>sein.
>

Hat das Militär nicht inzwischen auch tragbare Satelliten-Funkgeräte?
Ich meine, irgendwo mal sowas gelesen zu haben...

Juergen Nieveler

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
a...@merlin.quake.at (Alexander Sanda) wrote in <8F1316950rlsAbSeTedS@
195.202.144.120>:

>Hm. AGM-88 bzw. ALARM vs. Radarpistole, Teil 1. :)
>
>Obwohl: der Harrier kann solche Raketen nicht verwenden, nur Mavericks.
>Aber das duerfte auch reichen :)
>

ALARM ist glaube ich inzwischen zertifiziert.... und SIDEARM sollte auf
jeden Fall passen ;-)

Patrick Rauter

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
Juergen Nieveler <niev...@netcologne.de> wrote:


> Anschließend dürfte man dann feststellen, daß der Name "HARM" ziemlich
> passend ist :-)))

Anti Radiation ;-) Währe doch mal was gegen "Elektro-Smog"
(Extra breites Grinsen...)
--
Patrick Rauter
Wer einen Fehler findet (alte oder neue Rechtschreibung)
darf ihn behalten.

Juergen Nieveler

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
rau...@t-online.de (Patrick Rauter) wrote in <1e8vjnt.in13jb1ktlz7yN%
rau...@t-online.de>:

>> Anschließend dürfte man dann feststellen, daß der Name "HARM" ziemlich
>> passend ist :-)))
>
>Anti Radiation ;-) Währe doch mal was gegen "Elektro-Smog"
>(Extra breites Grinsen...)

Man könnte auch noch ein "Grievous bodily" vor den Namen stellen... :-)

Stefan Wimmer

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
In article <38EF56B5...@knuut.de>, Ulrich =?iso-8859-1?Q?B=F6ttcher?= <ulr...@knuut.de> wrote:
>Nun erzeugt eine handelübliche Mikrowelle zwar nur ~ 500W
>HF, dafür
>aber als Dauerleistung.
>Ein Handy gibt max. 2W Impulsleistung ab. Bei 1/8
>Tastverhältnis ist
>das weniger Leistung als eine kleine Taschenlampe erzeugt.

Hmmm, mein Rubin-Laser erzeugt auch nur sehr kurze Impulse, die z.B. über
eine Sekunde gemittelt eine Leustung unterhalb einer Taschenlampenbirne
ergeben. Trotzdem ist in dem 10-Pfennigstück ein Loch...

--
Stefan Wimmer Cellware Broadband
Email s...@cellware.de Justus-von-Liebig-Str. 7
WWW http://www.cellware.de/ 12489 Berlin, Germany

Visit my private Homepage: Love, Electronics, Rockets, Fireworks!
http://www.geocities.com/CapeCanaveral/6368/

Steffen Bauch

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
Alexander Schreiber <a...@thangorodrim.de> schrieb

> Da habe ich bei meinen ersten Flug auch recht bl"od geschaut als die
> Flugbegleiter anfingen zu erkl"aren das man CD-Spieler nicht benutzen d"urfe,
> alle andere Elektronik (inklusive Notebooks) aber ok sei ... und nein,
> Mobilfunk wurde nicht erw"ahnt (wenngleich das ein prima Weg sein d"urfte
> den Netzbetreiber zu "argern ...)

Gibt es in 7000 Meter Höhe Mobilfunkabdeckung?

Schau, Steffen


Sven Herzfeld

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
Axel Schwenke <schw...@tux.intern.jobpilot.de> schrieb:

> Die Spinner sind bei mir ohnehin unten durch, seit sie mir verboten
> haben, den Kartuschen-Campingkocher (also nur Ventil+Druckminderer,
> das erst noch auf eine Kartusche geschraubt wird) in ihrem kostbaren
> Flugzeug zu transportieren. Benzinkocher, in denen sich hingegen

Lustig. Ist doch nicht mehr als z. B. ein Strohhalm.

> durchaus noch entzuendliche Daempfe befinden koennen, sind hingegen
> erlaubt.

Die Erfahrungsberichte in de.rec.outdoors belegen im Gegensatz zu
dieser Aussage, dass selbst gereinigte Behälter ohne jeden Rückstand
(Riechprobe) in den Müll wandern. Allerdings nicht auf jedem Flughafen.

Sven

Klaus Rotter

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
Gerhard W. Hoffmann <g...@berlin.snafu.de> wrote:
>> gebaut hat. Der Bauer war der Meinung der Sender sei daran schuld, dass
>> auf seinem Acker ploetzlich so viele Steine liegen.
> Die werden ihm den Aushub vom Fundament des Sendemastes auf den
> Acker gekippt haben.

Womit der Bauer ja dann auch recht hatte: Wegen dem Sender(mast) gibt es so
viele Steine aufm Acker ;-)

--
Klaus Rotter * mailto:kl...@rotters.de


Alexander Schreiber

unread,
Apr 12, 2000, 3:00:00 AM4/12/00
to

In Anbetracht der Tatsache das die Zellengr"o"se speziell in l"andlichen
Gegenden nicht _so_ klein ist _vermute_ ich mal ja. Zumal Du ja "uber den
Sendepunkten bis und die ganzen Probleme die den Empfang am Boden
einschr"anken (Geb"aude, Berge, ...) schlicht nicht existieren.


Die Frage an der Stelle ist vielmehr wie das Netz mit der Tatsache umgeht
da"s das eine Mobiltelefon von vielen Zellen gleichzeitig ''gesehen'' wird ...


Zumal es durchaus Berichte von w"ahrend des Fluges per Handy telefonierenden
Flugg"asten gibt - wurde da nicht vor einiger Zeit auch mal ein ganz
besonders hartn"ackiger Vertreter dieser Sorte sogar verknackt ?

Wau Holland

unread,
Apr 13, 2000, 3:00:00 AM4/13/00
to
In article <slrn8f4b...@florian.kierspe.flummi.de>, Michael Holzt wrote:
...

>auch ist im Text die Rede von Schüsseln der 4m-Kategorie...

Da muss man sich schon ernsthaft darueber Gedanken zu machen,
diese vor Luftaufnahmen mit hinreichendem Delta T zu tarnen.
Und Schuesseln muessen nicht rund sein.

Gekoppelte Lang-Yagis auf starr verspannten Fiberglasstangen sind
bei Wellenlaengen im cm-Bereich auch nicht zu unterschaetzen und
koennen unter Dach montiert werden (hilfsweise Bohnenstangen).
Dann braucht man nur eine Dachziegel (Dachfenster) aus Luran.

w "Rothammel-Bauangaben um entspr. Faktor schrumpfen" au

Ralf Muschall

unread,
Apr 15, 2000, 3:00:00 AM4/15/00
to
Nikolaus Bernhardt schrieb:

> Trotz des ganzen Aufwandes wurde der Reflektor erst nach einiger Suche
> gefunden, obwohl die 'genaue' Position bekannt war.

Könnte aber auch daran liegen, dass pro Schuss im Schnitt
weniger als ein Photon wiederkommt, wenn man sich nicht auf dem
Hinweg das aufweitende Teleskop braten will.

Die Mondposition sollte nicht das Problem sein -- der Fleck auf
dem Mond ist immer noch im km-Bereich, und bogensekundengenaues
Nachführen ist eins der Lieblingshobbies von Teleskopen
(Tschibo-Rohre u.ä. ausgenommen).

Ralf

Ralf Muschall

unread,
Apr 15, 2000, 3:00:00 AM4/15/00
to
Oliver Bartels schrieb:

> Das schwachsinnige CD Spieler Verbot ist der Beweis dafür, dass
> offenbar in dem ganzen Luftfahrt-Laden von LBA bis Lufthansa keiner,
> aber auch wirklich keiner da ist, der auch nur ein wenig Kompetenz

IMHO eher ein Zeichen von präventivem Sicherheitsdenken und
Menschenkenntnis. Die Alternative wäre, im Einzelfall nach
Gerätetyp entscheiden zu müssen mit zwei Konsequenzen:
1. Fluggäste (bei denen man heutzutage schon froh sein muss, wenn
sie nicht besoffen rumrandalieren) dürften kaum das Verständnis
aufbringen, dass sie ihren Kasten nicht benutzen dürfen, ihr
Sitznachbar aber.
2. Es ist kaum machbar, alle Geräte in allen Betriebszuständen
durchzutesten, ob sie die Empfindlichkeiten des betreffenden
Flugzeugs berühren. Normale EMV ist schon mit Arbeit verbunden,
und eine Sorge bei den (oft 20 und mehr Jahre alten) Flugzeugen
ist, dass sie selbst durch normmäßig erlaubte Ausstrahlungen
gestört werden.

Ich versuche mal, dran zu denken, zu messen, was mein
Kofferradio-CD-Player HF-mäßig von sich gibt.

Ralf

Oliver Bartels

unread,
Apr 15, 2000, 3:00:00 AM4/15/00
to
Hallo,
Ralf Muschall schrieb in Nachricht <38F7D073...@t-online.de>...

>Oliver Bartels schrieb:
>
>> Das schwachsinnige CD Spieler Verbot ist der Beweis dafür, dass
>> offenbar in dem ganzen Luftfahrt-Laden von LBA bis Lufthansa keiner,
>> aber auch wirklich keiner da ist, der auch nur ein wenig Kompetenz
>
>IMHO eher ein Zeichen von präventivem Sicherheitsdenken und
>Menschenkenntnis. Die Alternative wäre, im Einzelfall nach
>Gerätetyp entscheiden zu müssen mit zwei Konsequenzen:
[ ] Du hast verstanden.

Nochmal: Harmloses CD Playerle geht nicht, Notebook mit
n x 100MHz CPU macht keine Probleme ?
Campingkocher ohne Gaskartusche ist gefährlich,
hingegen gefüllte Benzinnachfülldosen für Feuerzeuge sind OK ?

Wenn das die Sicherheitsphilosophie ist, fliege ich kuenftig lieber
mit anderen Airlines, weil Sicherheit auch etwas mit Verstand
und Nachdenken zu tun hat. Ich erwarte von den Leuten im
Cockpit schliesslich auch, dass die das System "Flugzeug"
weitgehend *verstehen* und nicht stur irgendwelche eingebimsten
Procedures durchführen, wenn etwas klemmt. Wohin das mit den
Procedures führt, hat man beim Swissair-Absturz (auch eine sehr
renomierte Fluglinie) wg. Kabelbrand gesehen. Hätten die Piloten
*verstanden*, was Kabelbrand wirklich heißt (nämlich viel Qualm
und kaum mehr Steuerungsmöglichkeiten), dann wären die *sofort*,
Procedure hin und Flughandbuch her, auf dem nächsten Flugplatz
gelandet und die Fluggäste wären heute noch am Leben.

>1. Fluggäste (bei denen man heutzutage schon froh sein muss, wenn
> sie nicht besoffen rumrandalieren) dürften kaum das Verständnis
> aufbringen, dass sie ihren Kasten nicht benutzen dürfen, ihr
> Sitznachbar aber.

Zieh' das doch bitte konsequent durch und schaffe die First und
Business Class ab. Wieso sollten besoffen randalierende Paxe
(sorry, in dem Fall nicht Flug*gäste*) denn akzeptieren, dass es
eine First gibt, die mehr kostet, immerhin sind doch schon Fälle
bekanntgeworden, wo bei Upgradeverweigerung randaliert wurde.

Achso, das Betriebsergebnis der Airline ?
Ja, das ist nach dieser Maßnahme natürlich tiefrot, aber was
solls, dafür sind wir dann alle gleich (jetzt klar, warum bei den
Kommunisten rot die vorherrschende Farbe ist ;-)

>2. Es ist kaum machbar, alle Geräte in allen Betriebszuständen
> durchzutesten, ob sie die Empfindlichkeiten des betreffenden
> Flugzeugs berühren. Normale EMV ist schon mit Arbeit verbunden,
> und eine Sorge bei den (oft 20 und mehr Jahre alten) Flugzeugen
> ist, dass sie selbst durch normmäßig erlaubte Ausstrahlungen
> gestört werden.

Es wäre in der Tat möglich, eine Art Mini-Spec. zu benutzen, der
kurz die kritischen Frequenzbänder (Com., Nav.) auf übergroße
Peaks und unschöne Modulationsfrequenzen untersucht und bei
Überschreiten gewisser Grenzwerte eine Warnung abgibt. Dann
darf das betreffende Gerät eben nicht benutzt werden und zwar
*begründet*. So ein Gerät könnte auch kontinuierlich in Betrieb
sein.

Wenn die Fluglinien nicht wissen, wo es das gibt, oder wenn es
das wirklich noch nicht gibt: Wir entwickeln und verkaufen soetwas
gerne ... ;-)

Ein solches Testgerät wäre ein wirklicher Sicherheitsgewinn,
nicht aber die derzeitigen Kindergartenmaßnahmen mancher
Fluglinien, während andere Stecker für die Notebooks installieren
und das mit viel Aufwand gebaute TFTS (Telefon) auch nutzen.

NUR: Solche Geräte kosten Geld, und siehe 737 Hydraulik
(Artikel im aktuellen Spiegel, die fliegen immer noch mit dem
Schrott ohne jede Redundanz rum!), Tank-/Pumpenprobleme usw.:
Dann ist die Sicherheit plötzlich doch nicht soviel wert, lieber
täuscht man Aktionismus bei CD Spielern vor ...

Joerg Niggemeyer

unread,
Apr 15, 2000, 3:00:00 AM4/15/00
to
In article <8d8r1f$j2k$1...@nixe.ISAR.net>, Oliver Bartels

<URL:mailto:obar...@bartels.de> wrote:
> Hallo,
> Ralf Muschall schrieb in Nachricht <38F7D073...@t-online.de>...
> >Oliver Bartels schrieb:

> und Nachdenken zu tun hat. Ich erwarte von den Leuten im


> Cockpit schliesslich auch, dass die das System "Flugzeug"
> weitgehend *verstehen* und nicht stur irgendwelche eingebimsten
> Procedures durchführen, wenn etwas klemmt.

Mein Vater war ca. 30 Jahre Fluging, vom Kolbenmotor bis zur 747
(E-ing und nicht Maschinist). Der Fluging. wurde inzwischen fast vollstaendig
wegrationalisiert. Auf der Concorde, wo noch keine einzige von runtergefallen
ist, gibts ihn z.B. noch. Wenn nun ein paar Leute sich
darueber aufregen, dass eine mangelnde technische Kompetenz im Cockpit
fliegt, so liegt das vieleicht am fehlenden Inschenör. Ausserdem kann bei
zwei Typen im Cockpit eine Pattsituation entstehen, wenn technische Probleme
diskutiert werden und keiner so die rechte Ahnung hat.


> Wohin das mit den
> Procedures führt, hat man beim Swissair-Absturz (auch eine sehr
> renomierte Fluglinie) wg. Kabelbrand gesehen. Hätten die Piloten
> *verstanden*, was Kabelbrand wirklich heißt (nämlich viel Qualm
> und kaum mehr Steuerungsmöglichkeiten), dann wären die *sofort*,
> Procedure hin und Flughandbuch her, auf dem nächsten Flugplatz
> gelandet und die Fluggäste wären heute noch am Leben.

Viele Leute geben "kluge" Kommentare, insbesondere Zeitungsfritzen, wenn
ein Ding runtergefallen ist. (Mein Vater sagt dann immer: Einer hat ueberlebt.)
Das uebelste was seiner Meinung nach passieren kann, ist Rauch im Cockpit.
Nicht, wie einige Naivlinge vieleicht meinen, weil man keine Winkzeichen
mehr nach draussen geben kann, sondern weil durch den Rauch die
Cockpitinstrumente nicht mehr abgelesen werden koennen.
Ohne Instrumentenfeedback schmierst Du halt ab......
Fliegen ist doch ein wenig schwieriger, als im Auto ein paar Runden zu drehen.
Damit meine ich nicht, die Leistung, die der Pilot heute bringen muss,
um die Maschine zu fliegen, sondern die Anforderungen die an das Gesamtsystem
Flugzeug + Besatzung gestellt werden.


> Zieh' das doch bitte konsequent durch und schaffe die First und
> Business Class ab. Wieso sollten besoffen randalierende Paxe
> (sorry, in dem Fall nicht Flug*gäste*) denn akzeptieren, dass es
> eine First gibt, die mehr kostet, immerhin sind doch schon Fälle
> bekanntgeworden, wo bei Upgradeverweigerung randaliert wurde.

Randalierer sollten durch eine ausserplanmaessige Zwischenlandung abgesetzt
werden und die Zusatztankrechnung in Rechnung gestellt werden.
Wenn Erstklaessler-Fuzzis, wie die von Oasis, glauben sich das haufiger
leisten zu koennen...

> >2. Es ist kaum machbar, alle Geräte in allen Betriebszuständen
> > durchzutesten, ob sie die Empfindlichkeiten des betreffenden
> > Flugzeugs berühren. Normale EMV ist schon mit Arbeit verbunden,
> > und eine Sorge bei den (oft 20 und mehr Jahre alten) Flugzeugen
> > ist, dass sie selbst durch normmäßig erlaubte Ausstrahlungen
> > gestört werden.
> Es wäre in der Tat möglich, eine Art Mini-Spec. zu benutzen, der
> kurz die kritischen Frequenzbänder (Com., Nav.) auf übergroße
> Peaks und unschöne Modulationsfrequenzen untersucht und bei
> Überschreiten gewisser Grenzwerte eine Warnung abgibt. Dann
> darf das betreffende Gerät eben nicht benutzt werden und zwar
> *begründet*. So ein Gerät könnte auch kontinuierlich in Betrieb
> sein.

Stellt sich die Frage der Durchfuehrbarkeit.
Soll vieleicht ein grosser Farbklecks auf Geraete angebracht werden, die
die EMV nicht bringen? Werden die Geraete eingezogen?
Sollen die nervigen Taschenkontrollen vieleicht noch laenger dauern??????
Haeufig ist die Flugzeit jetzt schon kuerzer als die Drumherumwartezeit,
danke bestens wenn das noch schlimmer werden sollte.

>
>
>
Pilot: Achtung, wir haben ein technisches Problem und muessen zur Notwasserung
ansetzen, bitte schnallen sie sich an, wir werden Ihnen weitere
Anweisungen geben.
Flugzeug notwassert erfolgreich.
Pilot: Wir haben Probleme, wie sie vieleicht festgestellt haben, wurden
die Schwimmwesten vergessen und die Notrutschen lassen sich nicht
oeffnen. Wir bitten daher, dass sich Nichtschwimmer auf der linken
Tragflaeche sammeln und Schwimmer auf der rechten.
Die Leute verteilen sich auf beide Tragflaechen.
Pilot wendet sich an die Passagiere auf der rechten Tragflaeche:
Wie Sie vieleicht sehen koennen, befindet sich in ca. 500 m Entfernung
eine Insel. Mit etwas Glueck schaffen Sie es, die Insel zu erreichen.
Pilot wendet sich an die Passagiere auf der linken Tragflaeche:
Thank you for flying Lufthansa.

Joerg

---------------------------------------------------
Joerg.Ni...@nuconverter.de own opinions only


Christian Auer

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
Hi!

Was würde der Handynetzbetreiber dazu sagen, wenn man versucht, seinen
Handysender mit Mikrowellen anzustrahlen?
Würde da überhaupt was kaputtwerden?

greets,
Christian
--
Hi! I'm a .signature virus! Copy me into your ~/.signature to help me
spread!

Juergen Nieveler

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
c...@gmx.net (Christian Auer) wrote in <38FDBEDC...@gmx.net>:

>
>Was würde der Handynetzbetreiber dazu sagen, wenn man versucht, seinen
>Handysender mit Mikrowellen anzustrahlen?
>Würde da überhaupt was kaputtwerden?
>

Kommt darauf an wieviel kW Du schickst.... aber vermutlich werden sich die
Anwohner zuerst beschweren, weil Du sie gerade grillst ;-)

Hartmut Schroeder

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
On Wed, 19 Apr 2000 16:12:44 +0200, Christian Auer <c...@gmx.net> wrote:

>Hi!


>
>Was würde der Handynetzbetreiber dazu sagen, wenn man versucht, seinen
>Handysender mit Mikrowellen anzustrahlen?
>Würde da überhaupt was kaputtwerden?

Nicht die Bohne!

Eine Mikrowelle "strahlt" auf 2450MHz (Wasserdipolresonanzfrequenz).
D?-Netz auf ~950MHz / E-Netz+Viag auf ~1800MHz.
Wenn's Regnet bringst du grademal das Wasser auf der Antenne kochen (Abstand
dann warscheinlich < 5Meter sons kommt da nix an).

Gruss Hacko


Hartmut Schroeder MMS Communication AG
mailto:ha...@mms.de Eiffestrasse 598
http://www.mms.de/~hacko 20537 Hamburg, Germany
Phone: +49 40 211105-40 Fax: +49 40 210 32 210
UTM 32U0569835 5934083 WGS84

Robert Hoffmann

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
On Wed, 19 Apr 2000 16:12:44 +0200, Christian Auer <c...@gmx.net>
wrote:

>Hi!
>
>Was würde der Handynetzbetreiber dazu sagen, wenn man versucht, seinen
>Handysender mit Mikrowellen anzustrahlen?
>Würde da überhaupt was kaputtwerden?
>

>greets,
>Christian
>--
>Hi! I'm a .signature virus! Copy me into your ~/.signature to help me
>spread!
>
>

Wenn du eine Feldstärke aufbringst um durch die Vorselektionfilter
hindurch was kaputt zu kriegen, dann wirst schon selbst kaputt (bei
den Gedankengängen könnte ein Aufheizen der Hirnmasse vielleicht noch
was bringen).

Wenn sie dir draufkommen und das werden sie, hast du 1) die
Fernmeldebehörde am Hals und 2) eine saftige Zivilklage des
Netzbetreibers und es würde dir recht geschehen.

Robert


Dipl.Ing. Robert Hoffmann

robert....@nt.tuwien.ac.at

Christian Auer

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
Robert Hoffmann schrieb:

> Wenn du eine Feldstärke aufbringst um durch die Vorselektionfilter
> hindurch was kaputt zu kriegen, dann wirst schon selbst kaputt (bei
> den Gedankengängen könnte ein Aufheizen der Hirnmasse vielleicht noch
> was bringen).

Ich hab wirklich nicht vor, sowas auszuführen... und eigentlich möchte ich
mich nicht selbst kochen. Ich hab nur mal mit einem Kollegen darüber
diskutiert, was passieren würde. Deshalb hab ich halt mal nachgefragt.

> Wenn sie dir draufkommen und das werden sie, hast du 1) die
> Fernmeldebehörde am Hals und 2) eine saftige Zivilklage des
> Netzbetreibers und es würde dir recht geschehen.

Aber darüber diskutieren ist hoffentlich nicht strafbar, oder? ;-)

Grüße,
Christian


Thomas Schaerer

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
In de.sci.electronics Robert Hoffmann <rhof...@caesar.nt.tuwien.ac.at> wrote:

> Wenn sie dir draufkommen und das werden sie, hast du 1) die
> Fernmeldebehörde am Hals und 2) eine saftige Zivilklage des
> Netzbetreibers und es würde dir recht geschehen.

Irgendwann ist die Zeit auch wiedermal reif, wo jemand fragt, wie man
einen Stoersender gegen Handies baut. Ist ja schon schade, dass die
nicht auf Mittelwelle senden, da koennte man einen kleinen
Funkeninduktor in der Tasche haben und die Handies prasseln. :-)))))

Schoenen Feierabend
Thomas (Mini-Elektronik-Kurse in 'www.e-online.de/public/schaerer')
--
#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#
* Thomas Schaerer >>> scha...@isi.ee.ethz.ch <<< ||| *
* Swiss Federal Institute of Technology Zurich, ETHZ ||| *
* Signal and Information Processing Laboratory ISI / | \ *
* Sternwartstr. 7 CH-8092 Zurich, Switzerland / | \ *
#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#


Holger Groch

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
Christian Auer schrieb:
>
> [..]

> Aber darüber diskutieren ist hoffentlich nicht strafbar, oder? ;-)
>
> Grüße,
> Christian

Nee aber mit der Zeit ermuedet es doch. Die naechsten Fragen sind
wahrscheinlich:
1.)Kann man mit Teilen aus 'ner Mikrowelle
a) Flugzeuge
b) Verkehrsampeln
c) Computer
d) Radfahrer
e) Bergsteiger
f) jede andere Elektronik
zum abstuerzen bringen?

Antwort: Im Prinzip ja aber ....

2.) Kann man mit Elektroschockern:
a) Geldautomaten
b) Fahrscheinautomaten
c) elektronische Waermemengenzaehler
e) Telefonzellen
kaputt machen?

Antwort: Im Prinzip ja aber ....

3....oo) Jede andere bloede Frage die sich ums Zerstoeren dreht.


Nix fuer ungut, aber die Sache mit der Vorselektion war doch
schon bei den Satelliten umfangreich eroertert worden.

Holger

Ich hab mir mal ein Follow-Up erlaubt.

Markus Machner

unread,
Apr 19, 2000, 3:00:00 AM4/19/00
to
Juergen Nieveler schrieb:

> Das hat nichts mit dem Standort Deutschland zu tun... AFAIK verbieten fast
> alle Fluglinien weltweit CD-Player an Bord, unter Berufung auf US-
> Richtlinien und -Empfehlungen.
>
> Ob die Richtlinien Sinn machen oder nicht ist eine andere Frage ;-)

Ebend, man kann Sonden bauen, die um Jupiter rumkurven (3Mio x stärkeres
Magnetfeld als Erde) und Panzerelektronik, die EMP aushält. Aber keine
Flugzeugelektronik die nichtmal Handyfest ist?

Irgendwas kann hier nicht stimmen...
Ach, oben steht´s ja: US-Richtlinien.

Gruß,
Markus
--
jagut,
'pruegeln' hoehrt sich etwas unsensibel an....
(HeKo in f.a-u-w)


Juergen Nieveler

unread,
Apr 20, 2000, 3:00:00 AM4/20/00
to
Machner...@t-online.de (Markus Machner) wrote in
<8dkv44$t01$1...@news02.btx.dtag.de>:

>
>Ebend, man kann Sonden bauen, die um Jupiter rumkurven (3Mio x stärkeres
>Magnetfeld als Erde) und Panzerelektronik, die EMP aushält. Aber keine
>Flugzeugelektronik die nichtmal Handyfest ist?
>

Kommt immer auf die Art der Elektronik an. Funk- und Navigationssysteme
brauchen halt empfindliche Antennen, um die Leitsender zu erfassen.

Außerdem... EMP-gehärtete Elektronik ist wesentlich teurer. Eine Boeing 747
wäre damit unbezahlbar.

>Irgendwas kann hier nicht stimmen...
>Ach, oben steht´s ja: US-Richtlinien.

Und physikalische / Technische Erfordernisse

Marc

unread,
Apr 22, 2000, 3:00:00 AM4/22/00
to
> Was würde der Handynetzbetreiber dazu sagen, wenn man versucht, seinen
> Handysender mit Mikrowellen anzustrahlen?
> Würde da überhaupt was kaputtwerden?

Du haettest groesseren Erfolg wenn Du den Mast statt mit Mikrowellen
einfach mit Steinen "beschiesst".

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