Ich suche eine Schaltung um Kondensatormikrofone - AKG C409 - an einem
Mischer mit Phantomspeisung zu betreiben.
Ich hab vor längerer Zeit selbige in einer der einschlägigen Zeitschriften
(Elektor ....) gesehen, kann diese aber nicht mehr finden.
Kann mir jemand helfen?
Danke
Gruß Klaus
> Ich suche eine Schaltung um Kondensatormikrofone - AKG C409 - an
> einem Mischer mit Phantomspeisung zu betreiben.
Welche Speisung braucht denn das Mikro?
Das Mikrokabel ist folgendermaßen belegt:
Pin Signal Speisung
------------------------------------
1 Schirm Masse
2 Ader a (+) +48V
3 Ader b (-) +48V
Eingespeist werden die 48V entweder über eine Mittenanzapfung des
Eingangsübertragers oder über zwei Entkopplungswidersteher 5K6.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Je korrupter der Staat, desto mehr Gesetze braucht er.
(Tacitus)
Pin Signal Speisung
------------------------------------
1 Schirm Masse
2 Ader a (+) +48V
3 Ader b (-) +48V
<falsch>
Eingespeist werden die 48V entweder über eine Mittenanzapfung des
Eingangsübertragers oder über zwei Entkopplungswidersteher 5K6.
</falsch>
die 48V werden über 6,8kOhm-Widerstände mit je max 1% Toleranz eingespeist.
Hallo Klaus,
hier ist eine ganz interessante Abhandlung zum Thema Phantomspeisung:
http://www.schoeps.de/D/PDFs/Mikrofonbuch_Kap.13.pdf
Gruss
Jürgen
>
> hier ist eine ganz interessante Abhandlung zum Thema Phantomspeisung:
> http://www.schoeps.de/D/PDFs/Mikrofonbuch_Kap.13.pdf
Guter Tip, hilft ihm aber nicht weiter.
Was er braucht, sind die Phantomspeiseadapter (XLR-Buchse auf 3,5mm fuers
mikro) wie das ding heisst, weiss ich nicht, aktuelle Modelle findet man bei
akg.com). ich benutze den B9 (9-Volt, zwei eingaenge, ein ausgang). es gibt
auch den b18 oder eben die aktuellen modelle. wie die schaltung geht, hab
ich noch nicht nachgeschaut. meine vermutung sagt aber, dass es sich um
einen simplen impedanzwandler handelt und die vorspannung fuer die
(elektret-)kapsel erzeugt wird. raus gehts beim B9 unsymmetrisch auf
1/4"-jack, ich nehm also immer noch eine DI-Box hinterher. Dem im stecker
verbauten XLR-auf 3,5mm Adapter von AKG (ca 50Eur) wuerde ich aber den
vorzug geben. ask your local dealer.
gruesse, achim
Ja genau so ein Teil bräuchte ich :-)
Ich möchte es aber gerne selbst bauen. Kennt jemand so eine Schaltung bzw
Schaltplan
Gruß Klaus
>> >> Ich suche eine Schaltung um Kondensatormikrofone - AKG C409 - an einem
^^^^
Um zu erfahren, wie dieses Micro beschaltet ist, habe ich bei AKG auf
ser WEB-Site nachgesehen. Ein C409 konnte ich weder unter "Produkte",
noch unter "Archiv" finden.
>> Guter Tip, hilft ihm aber nicht weiter.
>> Was er braucht, sind die Phantomspeiseadapter (XLR-Buchse auf 3,5mm fuers
>> mikro) wie das ding heisst, weiss ich nicht, aktuelle Modelle findet man
>bei
>> akg.com). ich benutze den B9 (9-Volt, zwei eingaenge, ein ausgang). es
>gibt
>> auch den b18 oder eben die aktuellen modelle. wie die schaltung geht, hab
>> ich noch nicht nachgeschaut. meine vermutung sagt aber, dass es sich um
>> einen simplen impedanzwandler handelt und die vorspannung fuer die
>> (elektret-)kapsel erzeugt wird. raus gehts beim B9 unsymmetrisch auf
>> 1/4"-jack, ich nehm also immer noch eine DI-Box hinterher. Dem im stecker
>> verbauten XLR-auf 3,5mm Adapter von AKG (ca 50Eur) wuerde ich aber den
>> vorzug geben. ask your local dealer.
Hieraus schließe ich, dass das Mikro einen 3,5mm-Klinkenstecker hat und
ein unsymmetrisches Signal abgibt. Vermutlich wird es über die
Signalader gespeist.
In diesem Fall könnte eine Schaltung hilfreich sein, die ich schon
einmal aufgebaut habe, um das Mikrofon in einem Headset für meinen Mac
an den Mixer anzuschließen, siehe unten.
>Ja genau so ein Teil bräuchte ich :-)
>Ich möchte es aber gerne selbst bauen. Kennt jemand so eine Schaltung bzw
>Schaltplan
Die Grundschaltung ist in dem Artikel auf
<http://www.solorb.com/dat-heads/digests/V1.500/D543> zu finden (zweiter
ASCII_Stromlauf).
Die Speisung des Mikro kann man am oberen Ende von R1 bzw. an der
Kathode der Zenerdiode über ein zusätzliches RC-Filter abgreifen. Da
dran kann dann ein Widerstand, der den Strom für das Mikro liefert.
Je nachdem, ob für die Speisung ein separater Kontakt am Klinkenstecker
ist (dreipoliger bzw. "Stereo"-Stecker), oder der Strom über die
Signalader eingespeist wird, schließt man diesen Widerstand an die
Klinkenbuchse an.
Die Hinweise in den drei Zeilen direkt unter dem ASCII-Stromlauf sollte
man beherzigen.
Für die Halbleiter habe ich genommen, was gerade da war: Der JFET ist
ein SST4416 (SMD-Version des 2N4416), die PNPs sind je ein BCW29 und die
Zenerdiode ist eine BZX284-B6V2.
Falls das Mikrofon mehr als 6V benötigt, kann man - in Grenzen - eine
Zenerdiode mit passender Durchbruchspannung verwenden, die Parameter der
Schaltung dürften sich dadurch nicht wesentlich ändern.
Ich habe die Schaltung in der Arbeit mit einem UPA (Rohde & Schwarz)
vermessen und fand das Ergebnis recht ansprechend. Die Werte weiß ich
nicht mehr, waren aber bis zu -6dBm Eingangssignal ziemlich gut. Ich
kann es bei Bedarf noch einmal nachmessen - kann aber dauern, da ich
wegen internen Umzuges meinen Laborplatz wieder neu aufbauen muss.
Grüße,
Günther