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Windungsschluß feststellen....wie?

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J.Geisler

unread,
Mar 14, 2002, 2:23:15 PM3/14/02
to
Hallo Leute!

Ist es möglich bei einer unbekannten (Windungszahl:?: Wicklungswiderstand
bei intakter Wicklung:?) kernlosen Spule festzustellen, ob ein
Windungsschluß vorliegt?

J.G.

TekMan

unread,
Mar 15, 2002, 2:05:45 AM3/15/02
to
"J.Geisler" <geis...@t-online.de> wrote in message news:<a6qtq2$q8s$04$1...@news.t-online.com>...

antwort: Ja.

Z. B. indem Du die Spule mittels Kondensator zu einem Schwingkreis
ergänzt und diesen mit einem Rechtimpuls anregst. auf einem am
Schwingkreis angeschlossenen Oszilloskop kannst Du dann gedämpfte
Schwingungen sehen - die Dämpfung ist bei Windungsschluss sehr viel
höher als bei einer intakten Spule.

Am einfachsten ist es, wenn Du eine gleichartige, einwandfrei Spule zu
mVergleich hast.

Hast Du diese nicht, hilft ein bisserl Probieren mit "ähnlichen
Spulen", von dnen Du weisst, das einwandfrei sind.


HTH
Andreas

TekMan

unread,
Mar 15, 2002, 2:07:39 AM3/15/02
to
From: an...@bigfoot.com (TekMan)
Newsgroups: de.sci.ing.elektrotechnik
Subject: Re: Windungsschluß feststellen....wie?
References: <a6qtq2$q8s$04$1...@news.t-online.com>
NNTP-Posting-Host: 53.122.192.14
Message-ID: <6a624601.02031...@posting.google.com>

"J.Geisler" <geis...@t-online.de> wrote in message news:<a6qtq2$q8s$04$1...@news.t-online.com>...

antwort: Ja.

Z. B. indem Du die Spule mittels Kondensator zu einem

Parallel-Schwingkreis
ergänzt und diesen mit einem Rechtimpuls anregst. Auf einem am


Schwingkreis angeschlossenen Oszilloskop kannst Du dann gedämpfte
Schwingungen sehen - die Dämpfung ist bei Windungsschluss sehr viel
höher als bei einer intakten Spule.

Am einfachsten ist es, wenn Du eine gleichartige, einwandfreie Spule
zum Vergleich hast.

Hast Du diese nicht, hilft ein bisserl Probieren mit "ähnlichen

Spulen", von denen Du weisst, das sie einwandfrei sind.


HTH
Andreas

Günter Richter

unread,
Mar 15, 2002, 2:59:30 AM3/15/02
to
"J.Geisler" schrieb:

Hallo, J.,
wenn rein gar nix bekannt ist, IMHO erst mal
prinzipiell nein. Ich nehme mal an, dass das
Ding vergossen ist und man nicht auf
Drahtdurchmesser und Windungszahl von aussen
schliessen kann.
Wenn man geeignete Messmittel hat (HP
4191/4192), koennte man natuerlich versuchen,
ueber die Frequenzabhaengigkeit der Impedanz
irgendetwas zu 'raten'.
Ist das eine Grundsatzfrage oder geht es um
einen konkreten Fall?
Guenter
--
Dipl.-Ing. Guenter Richter
<guenter...@hmi.de>
Hahn-Meitner-Institut Berlin Dept.
I/DH

Harald Wilhelms

unread,
Mar 15, 2002, 7:23:47 AM3/15/02
to


Wir hatten früher in der Firma ein Fertiggerät bei dem die
Spule(typisch Netztrafospule) einfach über einen 10mm
Ferritstab gestülpt wurde, und dann ein Zeigerinstrument
seinen Ausschlag änderte (Spule defekt) oder nicht (Spule heil)
Die Funktion liess sich jederzeit durch kurzschliessen der Spulen-
anschlüsse überprüfen. Es funktionierte praktisch bei allen Spulen,
die über den Ferritstab passten.
Gruss
Harald
--
__________________________________________________________
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J.Geisler

unread,
Mar 15, 2002, 11:29:46 AM3/15/02
to
>Wir hatten früher in der Firma ein Fertiggerät bei dem >die
>Spule(typisch Netztrafospule) einfach über einen 10mm
>Ferritstab gestülpt wurde, und dann ein Zeigerinstrument
>seinen Ausschlag änderte (Spule defekt) oder nicht
>(Spule heil)
>Die Funktion liess sich jederzeit durch kurzschliessen der Spulen-
>anschlüsse überprüfen. Es funktionierte praktisch bei allen Spulen,
>die über den Ferritstab passten.
>Gruss
>Harald

Aha!
Mal sehen, ob ich das richtig verstanden habe:
Ich nehme mir also einen Ferritstab und wickle darauf eine Primärwicklung.
Diese ergänze ich dann mittels Kondensator zu einem Schwingkreis und
beobachte die
Bedämpfung am Oszilloskop. Wenn jetzt über das freie Ende des Ferritstabes
der Prüfling
geschoben wird, darf sich die Dämpfung bei intakter Wicklung nicht (oder
kaum) ändern.
Verbinde ich die Anschlüsse des Prüflings wird der Primärschwingkreis stark
bedämpft.
Dasselbe passiert bei einem Windungsschluß innerhalb der Wicklung.

Da werde ich doch gleichmal losbasteln....

Danke für die Tips!


Harald Wilhelms

unread,
Mar 15, 2002, 11:56:43 AM3/15/02
to


Ich denke auch, das der Aufbau unseres Messinstrumentes so ähnlich
ausgesehen hat, obwohl ich damals nicht hineingesehen habe.
Viel Glück beim Basteln und schönes Wochenende wünscht
Harald Wilhelms

Mike Wagner

unread,
Mar 20, 2002, 3:36:02 PM3/20/02
to
Hi,

> Aha!
> Mal sehen, ob ich das richtig verstanden habe:
> Ich nehme mir also einen Ferritstab und wickle darauf eine Primärwicklung.
> Diese ergänze ich dann mittels Kondensator zu einem Schwingkreis und
> beobachte die
> Bedämpfung am Oszilloskop. Wenn jetzt über das freie Ende des Ferritstabes
> der Prüfling
> geschoben wird, darf sich die Dämpfung bei intakter Wicklung nicht (oder
> kaum) ändern.
> Verbinde ich die Anschlüsse des Prüflings wird der Primärschwingkreis
stark
> bedämpft.
> Dasselbe passiert bei einem Windungsschluß innerhalb der Wicklung.
Es gibt auch ein noch einfaches Prinzip. Einen kleine Trafo nehmen. Den Kern
des Trafos keilförmig aufschneiden. Der Kern sollte Ca eine Luftspalt von
1-2mm haben. Auf der 230 Volt Seite des Trafos dann eine kleine Wechsel
Spannung anlegen (von einem anderen Trafo) und den Strom messen dann den
Prüfling in die Kerbe legen . Ändert sich der Strom Stark kann man davon
ausgehen das die Spulen einen Schluß hat bleibt der Strom gleich ist alles
OK. Wenn man Spulen mit Eisenkern messen will muß man noch die
Ummagnetisierungs Verlusten des Eisenkerns beim Messen berücksichtigen. Ein
Problem ist auch noch wenn die Spulen einen "kleinen " Schluß hat
(unmittelbar benachbarte Windungen haben einen Schuß) da ist der Schluß kaum
meßbar.

Mike


Marin Weigel

unread,
Mar 25, 2002, 9:18:10 AM3/25/02
to
Bei aelteren L-C-R Messbruecken, bei denen man iterativ Bauteilewert, Guete und
Oszillatorpegel zum ermitteln des genauen Prueflingswertes verstellen muss,
erkennt man Wicklungsschluesse immer an grottenschlechter Guete.

Gruss, Marin

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