Einschaltstrom begrenzen

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Olaf Schmitt

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Nov 26, 2022, 1:32:51 AM11/26/22
to
Hallo!
Ich habe hier eine Schaltleiste, womit ich folgendes ein/ausschalte.
Rechner, 2x Monitor, Switch, Glasfasermodem, Fritzbox.
Ab und an haut es mir die Sicherung raus.
Wird wohl der Einschaltstrom sein.
Ich habe schon gesucht, aber da schrieb man entweder, dass man nur ein
Gerät damit schalten soll, was zu extremen Kosten führen würde, oder man
sagte, dass solche Geräte die Schaltnetzteile killen würden.
Gibt es ein passendes Vorschaltgerät, womit ich diesen Einschaltstrom
begrnzen kann?


mfg
Olaf

Leo Baumann

unread,
Nov 26, 2022, 1:52:29 AM11/26/22
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Thomas Einzel

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Nov 26, 2022, 5:56:45 AM11/26/22
to
Am 26.11.2022 um 07:32 schrieb Olaf Schmitt:
> Hallo!
> Ich habe hier eine Schaltleiste, womit ich folgendes ein/ausschalte.
> Rechner, 2x Monitor, Switch, Glasfasermodem, Fritzbox.
> Ab und an haut es mir die Sicherung raus.

B16A?

> Wird wohl der Einschaltstrom sein.
> Ich habe schon gesucht, aber da schrieb man entweder, dass man nur ein
> Gerät damit schalten soll, was zu extremen Kosten führen würde,

Steckdosenleisten mit einzeln schaltbaren Steckdosen liegen so bei um
die 20 oder 30Euro, IMO nicht "extrem".

> oder man
> sagte, dass solche Geräte die Schaltnetzteile killen würden.
> Gibt es ein passendes Vorschaltgerät, womit ich diesen Einschaltstrom
> begrenzen kann?

Ich weiß nicht was das für ein Rechnernetzteil ist, der Rest oben ist
Kleinkram und darf einen angenommenen B16A bei auch nur halbwegs
intakter Installation nicht (magnetisch) auslösen. Schalte doch
testweise erst mal nur den Rechner getrennt vom Rest ein.
--
Thomas

Marcel Mueller

unread,
Nov 26, 2022, 10:39:51 AM11/26/22
to
Am 26.11.22 um 07:32 schrieb Olaf Schmitt:
> Hallo!
> Ich habe hier eine Schaltleiste, womit ich folgendes ein/ausschalte.
> Rechner, 2x Monitor, Switch, Glasfasermodem, Fritzbox.
> Ab und an haut es mir die Sicherung raus.
> Wird wohl der Einschaltstrom sein.

... und ein sensibler (mglw. gealterter) Sicherungsautomat, weil so ein
richtiger Verbraucher mit dickem Netzteil ist da nicht dabei. Es sei
denn wir sprechen über eine PC mit Mörder-Graka oder (häufiger) völlig
überdimensioniertem Netzteil.

Gerade die alten H-Automaten fliegen ziemlich schnell raus.
Falls ein solcher im Spiel ist, wäre ein Austausch gegen Typ B oder C
auch hilfreich, denn die H-Automaten fliegen auch mal bei einem einzigen
Gerät raus, wenn schon ein paar andere an sind und/oder sie gealtert
sind - also immer, weil die gibt es schon ewig nicht mehr.

> Ich habe schon gesucht, aber da schrieb man entweder, dass man nur ein
> Gerät damit schalten soll, was zu extremen Kosten führen würde, oder man
> sagte, dass solche Geräte die Schaltnetzteile killen würden.
> Gibt es ein passendes Vorschaltgerät, womit ich diesen Einschaltstrom
> begrnzen kann?


Selbst mit begrenztem Einschaltstrom verbleibt noch ein anderes Problem:
Der Schalter von der Steckdose macht das nicht sehr oft mit und fängt
dann gerne auch mal an zu schmoren, vor allem in der Chinaböller-Klasse.

In der Bastelklasse nimmt man einen 17W Keramik-Widerstand von ein paar
Ohm (z.B. 5,6Ω) mit eingebauter Temperatursicherung und überbrückt den
mit einem 230V Relais, dessen Spule parallel zu den Verbrauchern hängt.
Das nimmt die erste Spitze schon gut weg. Das habe ich in meinen alten
Verstärker mit Ringkerntrafos eingebaut.

Optimal wäre eine Steckdose, die die Geräte der Reihe nach einschaltet.
Die braucht aber üblicherweise selber Strom und kostet ordentlich Geld.

Etwas geläufiger sind Master-Slave-Steckdosen, die, wenn ein Verbraucher
an geht, die anderen mit nimmt. Diese Steckdosen haben oft elektronische
Nullspannungsschalter (SSR), die an modernen Netzteilen wesentlich
geringere Einschaltströme erzeugen.
Der eine hängt dann natürlich immer am Netz. Wenn der PC einen niedrigen
Stand-By hat, könnte der evtl. als Master dienen.


Marcel


Marcel Mueller

unread,
Nov 26, 2022, 10:42:49 AM11/26/22
to
Am 26.11.22 um 12:08 schrieb Ralf Kiefer:
> 3. Und nur der Vollständigkeit halber: ich schaffe die Wandwarzen ab,
> wenn möglich. Ein großes Netzteil für alle. Und das läuft bei mir
> allerdings durchgehend, denn z.B. die Fritzbox benötige ich fürs
> Telefon.

Dabei muss man aber aufpassen wie ein Höllenhund, da oft
Potentialfreiheit vorausgesetzt wird.
Ein bekannter von mir hat sich auf die Weise mal ein Notebook
geschrottet. Dessen interne Spannungsregelung war in der Minusleitung
des Stromeingangs angebracht. Als er dann ein Schnittstellenkabel
einsteckte (zusätzliche Masseverbindung), hat es Fatz-Peng gemacht.


Marcel

Kay Martinen

unread,
Nov 26, 2022, 1:40:02 PM11/26/22
to
Am 26.11.22 um 17:36 schrieb Ralf Kiefer:
> Marcel Mueller wrote:
>
>> Dabei muss man aber aufpassen wie ein Höllenhund, da oft
>> Potentialfreiheit vorausgesetzt wird.

Ein Trenntrafo für <Dauerlast> könnte helfen... ist aber sauteuer und
verbrät Energie zu Wärme. Man bräuchte außerdem einen
Einschaltstrombegrenzer für den Trenntrafo an dem die
Enschaltstrombegrenzer steckten... SCNR.

> Bei den beiden von mir genannten Geräten wird lediglich die Phase
> geschaltet. N und natürlich PE werden nicht beinflußt. Beide Geräte sind
> für den stationären Einbau.

Und N und PE sind hoffentlich auch Potential-getrennt? Sonst reißt es
dir ggf. den RCD.

> Danke für den Hinweis, da ich diese Geräte in Schuko-Stecker-versorgte
> Geräte einbauen will.

Womit du nicht mehr sicher sein kannst ob die Geräte L oder N "schalten"
oder das was sie dafür hielten.

Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Rolf Bombach

unread,
Nov 26, 2022, 5:08:09 PM11/26/22
to
Leo Baumann schrieb:
Konkret:
https://www.conrad.de/de/p/mean-well-icl-16l-meanwell-einschaltstrombegrenzer-serie-icl-16r-l-fuer-induktive-und-kapazitive-lasten-grau-blau-schu-2163526.html

Hatte ich das nicht neulich geschildert? War eventuell in dse.
Ich habe eine Steckdose geschrottet, da ich im home lab sicherheitshalber
wörtlich immer den Stecker ziehe. Beim Einstecken flogen Funken.
Hauptproblem waren eher viele kleine SNTs von Zusatzgeräten

Mit dem Einschaltstrombegrenzer ist das kuriert. Bin bis jetzt
(vielleicht 50 Schaltungen) sehr zufrieden. Vorteil meinerseits
ist, dass man nicht heikle Schaltungen selber aufbauen muss, einer-
seits wegen 230 V und andererseits wegen Temperatursicherungen etc.

Die Anlaufphase ist IIRC 0.4 sec, scheint genug zu sein. Freiwerdezeit
etwa 0.5 sec, was auch vernünftig schnell genug ist. Selber müsste
man da einiges entwickeln.

Nachteil ist, dass es kein Vorschalt- sondern ein Nachschaltgerät ist
in dem Sinne, dass es erst nach dem Schalter eingeschleift werden kann.

--
mfg Rolf Bombach

Wolfgang Martens

unread,
Nov 26, 2022, 5:18:54 PM11/26/22
to
> Schaltleiste, womit ich ein/ausschalte Rechner, 2x Monitor,
> Switch, Glasfasermodem, Fritzbox. Ab und an haut es mir die
> Sicherung raus. Wird wohl der Einschaltstrom sein... passendes
> Vorschaltgerät zum Einschaltstrom begrenzen

Neben teuren Fertiggeräten ist die klassische Lösung ein Widerstand,
vielleicht 5R, der nach so 50ms mit einem Relais überbrückt wird.
Man kann es auch erst mal mit einem NTC Einschaltstrombegrenzer =
inrush current limiter z.B. von ebay probieren.
Ggf auch vor den einzelnen Geräten, zuerst bei den stärksten
Verbrauchern die keine PFC haben.

Gerald Eіscher

unread,
Nov 26, 2022, 7:37:58 PM11/26/22
to
Am 26.11.22 um 17:36 schrieb Ralf Kiefer:
> Marcel Mueller wrote:
>
>> Dabei muss man aber aufpassen wie ein Höllenhund, da oft
>> Potentialfreiheit vorausgesetzt wird.
>
> Bei den beiden von mir genannten Geräten wird lediglich die Phase
> geschaltet. N und natürlich PE werden nicht beinflußt. Beide Geräte sind
> für den stationären Einbau.

Bist du sicher, dass du das Problem verstanden hast? Es gibt mit
Gleichspannung betriebene Geräte, bei denen der Minuspol der
Spannungsversorgung nicht mit Masse verbunden ist, sondern einen
Potentialunterschied zur Masse hat. Solange ein solches Gerät an einem
(Stecker-)Netzteil mit Potentialtrennung hängt, gibt es keine Probleme.
Wenn du aber ein solches Gerät an deine zentrale
Gleichspannungsversorgung hängst und ebenso ein Gerät dessen Minuspol
mit Masse verbunden ist und anschließend die Masse der beiden Geräte
z.B. mit einem USB-Kabel verbindest, dann *fatz-peng*.

--
Gerald

Olaf Schmitt

unread,
Nov 26, 2022, 8:21:00 PM11/26/22
to
Ja, das Netzteil ist überdimensioniert.
1300W schafft das.
Benötigt werden aber nur vielleicht 400W.
Hab ich damals geschnekt bekommen.

Jemand schlug dieses Teil vor:
https://www.conrad.de/de/p/mean-well-icl-16l-meanwell-einschaltstrombegrenzer-serie-icl-16r-l-fuer-induktive-und-kapazitive-lasten-grau-blau-schu-2163526.html

Da steht etwas von 2500uF.
Würde das für den PC reichen?
Den Rest kann ich auch auch durch eine M/S Steckdose schalten lassen.

Olaf







Olaf Schmitt

unread,
Nov 26, 2022, 8:21:50 PM11/26/22
to
Als Nachschaltgerät brauchbar. Warum nicht.
Reichen die 2500uF max. aus für ein PC-Netzteil?


Olaf

Andreas Fecht

unread,
Nov 27, 2022, 2:55:06 AM11/27/22
to
Am 27.11.2022 um 02:21 schrieb Olaf Schmitt:
>
> Als Nachschaltgerät brauchbar. Warum nicht.
> Reichen die 2500uF max. aus für ein PC-Netzteil?
>
Mehr als ein paar Hundert µF habe ich da auf der Primärseite in
PC-Netzteilen noch nie gesehen. Bei welchen mit aktiver PFC ist das aber
sowieso egal.

Gruß Andreas

Olaf Schmitt

unread,
Nov 27, 2022, 4:16:22 AM11/27/22
to
OK, danke.
Dann wird das Teil ja wohl funktionieren.

Olaf

Thomas Einzel

unread,
Nov 27, 2022, 6:18:21 AM11/27/22
to
Am 27.11.2022 um 02:20 schrieb Olaf Schmitt:
> Am 26.11.2022 um 11:56 schrieb Thomas Einzel:
...
>> Ich weiß nicht was das für ein Rechnernetzteil ist, der Rest oben ist
>> Kleinkram und darf einen angenommenen B16A bei auch nur halbwegs
>> intakter Installation nicht (magnetisch) auslösen. Schalte doch
>> testweise erst mal nur den Rechner getrennt vom Rest ein.
>
> Ja, das Netzteil ist überdimensioniert.
> 1300W schafft das.
> Benötigt werden aber nur vielleicht 400W.
> Hab ich damals geschnekt bekommen.
>
> Jemand schlug dieses Teil vor:
> https://www.conrad.de/de/p/mean-well-icl-16l-meanwell-einschaltstrombegrenzer-serie-icl-16r-l-fuer-induktive-und-kapazitive-lasten-grau-blau-schu-2163526.html
>
> Da steht etwas von 2500uF.
> Würde das für den PC reichen?
> Den Rest kann ich auch auch durch eine M/S Steckdose schalten lassen.

WIe gesagt, einfach mal den PC extra schalten (zweite Steckdose oder
Steckdosenschalter) und damit prüfen ob es am PC Netzteil liegt.

Das ist eine kleine, klassische Fehlereingrenzung zum kleinen Preis.
--
Thomas

Olaf Schmitt

unread,
Nov 27, 2022, 9:29:12 AM11/27/22
to
Ja, es liegt am PC.
Der hat ein 1300W NT drin.
Die Monitore und die beiden anderen Sachen wurden früher durch eine M/S
Steckdose geschaltet.
Da passierte das ja nicht.

Olaf

Rolf Bombach

unread,
Nov 27, 2022, 12:23:07 PM11/27/22
to
Olaf Schmitt schrieb:
>
> Als Nachschaltgerät brauchbar. Warum nicht.
> Reichen die 2500uF max. aus für ein PC-Netzteil?

So was gibt es allenfalls in antiken FU. Ich hab 2 PC und
ca. 10 Kleingeräte dran. Übel sind vorallem die letzteren.
Bis jetzt hat die Einschaltstrombegrenzung das überlebt.

Und endlich keine Elektroerosion mehr am Stecker.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Nov 27, 2022, 12:26:18 PM11/27/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
>
> Bist du sicher, dass du das Problem verstanden hast? Es gibt mit
> Gleichspannung betriebene Geräte, bei denen der Minuspol der
> Spannungsversorgung nicht mit Masse verbunden ist, sondern einen
> Potentialunterschied zur Masse hat. Solange ein solches Gerät an einem
> (Stecker-)Netzteil mit Potentialtrennung hängt, gibt es keine Probleme.
> Wenn du aber ein solches Gerät an deine zentrale
> Gleichspannungsversorgung hängst und ebenso ein Gerät dessen Minuspol
> mit Masse verbunden ist und anschließend die Masse der beiden Geräte
> z.B. mit einem USB-Kabel verbindest, dann *fatz-peng*.

So was ist echt ******. Allerdings werden Netzgeräte mit 3 Pol
Stecker seltener. Die mit 2 Pol Anschluss schwimmen allerdings
ohne Erde auf 115 V rum, was seinerseits Ärger machen kann.

Sehr unangenehm sind diese Verbindungen auch bei analog-Monitoren,
wo dann Brummstörungen reinkommen.

--
mfg Rolf Bombach

Marcel Mueller

unread,
Nov 27, 2022, 12:58:41 PM11/27/22
to
Am 26.11.22 um 17:36 schrieb Ralf Kiefer:
> Marcel Mueller wrote:
>
>> In der Bastelklasse nimmt man einen 17W Keramik-Widerstand von ein paar
>> Ohm (z.B. 5,6Ω) mit eingebauter Temperatursicherung und überbrückt den
>> mit einem 230V Relais, dessen Spule parallel zu den Verbrauchern hängt.
>
> Genau das macht das von mir genannte Gerät von Block mit einem
> 3,75-Ohm-Widerstand. Bei Meanwell gibt's keine solche konkrete Angabe,
> aber eine erlaubte Kapazität von 2500uF und eine Limitierung auf
> kurzzeitige 23A.

Bei 23A Einschaltstrom fliegt selbst ein uralter 16A Sicherungsautomat
niemals raus. Das kann man sich also komplett schenken.

> Beim Block ES30 sind es dagegen kurzzeitige 61A.

Das kommt schon eher hin.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Nov 27, 2022, 1:03:53 PM11/27/22
to
Am 27.11.22 um 18:26 schrieb Rolf Bombach:
>> Wenn du aber ein solches Gerät an deine zentrale
>> Gleichspannungsversorgung hängst und ebenso ein Gerät dessen Minuspol
>> mit Masse verbunden ist und anschließend die Masse der beiden Geräte
>> z.B. mit einem USB-Kabel verbindest, dann *fatz-peng*.
>
> So was ist echt ******. Allerdings werden Netzgeräte mit 3 Pol
> Stecker seltener. Die mit 2 Pol Anschluss schwimmen allerdings
> ohne Erde auf 115 V rum, was seinerseits Ärger machen kann.

Du bist wirklich komplett woanders unterwegs.

Es gibt darum, dass der Einsatz /eines zentralen
Kleinspannungs-Netzteils für mehrere Geräte/ ein erhebliches Risiko
darstellt. Neben vermaschtem Potentialausgleich (Brummschleifen) lauern
auch unmittelbare Gefahren für die Geräte.

> Sehr unangenehm sind diese Verbindungen auch bei analog-Monitoren,
> wo dann Brummstörungen reinkommen.

Jeder halbwegs brauchbare Analog-Monitor hat einen symmetrischen
Eingang, dem so etwas gerade mal vollkommen egal ist.


Marcel

Harald Klotz

unread,
Nov 28, 2022, 1:25:58 PM11/28/22
to
Am 26.11.2022 um 07:52 schrieb Leo Baumann:

>> Gibt es ein passendes Vorschaltgerät, womit ich diesen Einschaltstrom
>> begrnzen kann?
>
> https://www.conrad.de/de/o/einschaltstrombegrenzer-0809073.html?gclid=CjwKCAiA7IGcBhA8EiwAFfUDsYL4Ugpw1r8H6ZZOWh9W3vqn3qwhxXl6tPGIiCtyyuX1f95G2et3rBoCOqsQAvD_BwE&hk=SEM
Das funktioniert mit elektronischen Geräten oft nicht, die hängen sich
weg und starten nicht, werden unter Umständen zerstört.

Grüße
Harald

Gerald Eіscher

unread,
Nov 28, 2022, 4:55:01 PM11/28/22
to
Am 27.11.22 um 03:10 schrieb Ralf Kiefer:
> Gerald E?scher wrote:
>
>> Es gibt mit
>> Gleichspannung betriebene Geräte, bei denen der Minuspol der
>> Spannungsversorgung nicht mit Masse verbunden ist, sondern einen
>> Potentialunterschied zur Masse hat.
>
> Die hängen irgendwo "in der Luft". Das war "schon immer" so mit Geräten
> mit Euro-Stecker oder Wandwarze ohne Schutzkontakt.

Ja, wenn sie ein Netzteil sind oder ein Netzteil enthalten.

>> Solange ein solches Gerät an einem
>> (Stecker-)Netzteil mit Potentialtrennung hängt, gibt es keine Probleme.
>> Wenn du aber ein solches Gerät an deine zentrale
>> Gleichspannungsversorgung hängst und ebenso ein Gerät dessen Minuspol
>> mit Masse verbunden ist und anschließend die Masse der beiden Geräte
>> z.B. mit einem USB-Kabel verbindest, dann *fatz-peng*.
>
> Warum sollte es? Ein Gerät hat seine Masse auf PE,

Wieso PE? Mit Kleinspannung betriebene Geräte haben keinen PE. Die haben
eine Spannungsversorgung mit Plus- und Minus-Anschluss und oftmals ihre
Masse nach außen geführt, meist für die Abschirmung irgendeiner Leitung
wie Antenne, USB, Audio, usw.

> Heute hängen externe USB-Geräte mit eigener Wandwarze, z.B.
> 3,5"-Festplatten, üblicherweise genauso in der Luft. Erst mit
> USB-Verbindung bekommen die dieselbe Masse wie der Rechner.

Ja. Aber die Wandwarzen möchtest du doch zugunsten einer zentralen
Gleichspannungsversorgung abschaffen?

> Ich betreibe seit Jahren externe USB-Festplatten und anderes Kleingerät,
> das an verschiedene(!) PCs kommt, aus einem Schaltnetzteil. Allerdings
> habe ich dessen DC-Masse auf PE gelegt.

Du unterliegst anscheinend dem Irrtum, dass die Masse von Kleingeräten
mit Minus verbunden sein muss. Meist ist es so, aber nicht immer.

> Und die PCs machen das genauso.

Bei PCs ist es so üblich, die Masse vom Motherboard ist mit dem Gehäuse
und damit PE verbunden.

> Oder soll ich Deinen Einwand so verstehen, daß es Geräte gibt, deren
> Masse einen festen Potentialunterschied zu PE hat, der gewollt ist und
> schaltungstechnisch fixiert?

Es gibt Geräte deren Masse einen Potentialunterschied zu Minus (nicht
PE, den haben die nicht) hat.

> So was ist mir noch nicht (bewußt) begegnet.

Wenn Marcel schreibt, dass Geräte existieren, bei denen die Spannung
nicht auf Plus sondern auf Minus geregelt wird, dann glaube ich ihm das,
auch wenn ich es selbst noch nicht bewusst erlebt habe.

Weil der passend mit 12 V versorgt wird, habe ich an meinem alten EeePC
gemessen. Zwischen Minus der Spannungsversorgung und der Masse von USB
bestehen 0,8 V Potentialunterschied. Nicht viel, aber doch vorhanden.
Man könnte durchaus in der Meinung, 12 V seien 12 V, auf die Idee
kommen, z.B. eine 3,5" USB-Festplatte mit 12 V Anschluss und den EeePC
aus dem selben Netzteil zu versorgen. Blöderweise sind bei der
USB-Festplatte Minus und USB-Masse verbunden.
Verbindet man nun die am selben Netzteil hängende USB-Festplatte und den
EeePC per USB-Kabel, dann fließt mindestens ein Ausgleichsstrom über die
USB-Masse. Nein, ich werde es nicht ausprobieren.

--
Gerald

Manuel Reimer

unread,
Nov 29, 2022, 11:07:36 AM11/29/22
to
Das Teil prinzipiell ist klasse. Nur diese Bauform nicht. Leider hat
Meanwell da verpasst eine dritte, auf die andere Seite durchverbundene,
Klemme zu spendieren um den Schutzleiter über das Gerät zu brücken.

> Da steht etwas von 2500uF.
> Würde das für den PC reichen?

Wenn im PC mehr drin ist, dann wäre das schon sehr überdimensioniert.
Aber vielleicht kannst du die Elkos auch durch Lüftungsschlitze oder den
Lüfter am Netzteil erkennen und ablesen.

Ich verwende schon ein paar Jahre dieses Teil von Meanwell:
https://www.conrad.de/de/p/-2163525.html
Weil die Variante für Kabeleinbau keinen Schutzleiter zulässt habe ich
mich für das Hutschienen-Modul entschieden. Das kann man in ein kleines
Hutschienen-Gehäuse verbauen. In diesem habe ich dann zusätzlich einen
Halter für eine Wago-Klemme (für den Schutzleiter). Zuleitung und Abgang
sind mit je einer Kabelverschraubung fest mit dem Gehäuse verschraubt.

Ich verwende für die abgehende Verkabelung das Wieland-System (Bachmann)
und habe so zwei Steckdosenleisten in Serie geschaltet an denen die
ganze Peripherie inklusive PC hängt (dürften so 8 Schaltnetzteile sein).
Vor Einbau des Meanwell-Moduls ist mir mindestens zweimal im Jahr der
Hauptschalter festgebrannt. Seit Einbau des Moduls keinerlei Probleme mehr.

Gruß

Manuel

Gerald Eіscher

unread,
Nov 29, 2022, 12:11:35 PM11/29/22
to
Am 29.11.22 um 01:44 schrieb Ralf Kiefer:
> Gerald E?scher wrote:
>
>> Du unterliegst anscheinend dem Irrtum, dass die Masse von Kleingeräten
>> mit Minus verbunden sein muss. Meist ist es so, aber nicht immer.
>
> Kurz: dieses "Meist" prüfe ich vorher. Ich gehöre zu den Leuten, die
> häufig genug ein neu erhaltenes Gerät von innen anschauen, bevor es in
> Betrieb genommen wird, bei Gebrauchtgeräten sowieso und immer!

Innerhalb der Garantiezeit öffne ich ohne zwingenden Grund keine Geräte,
außer es ist vom Hersteller so vorgesehen.

> Ein Gerät mit 0,8V Differenz hatte ich tatsächlich auch schon, wenn ich
> es unverändert belassen hätte: ein uralter 10BaseT-Hub (läuft hier
> manchmal in der Retro-Ecke), der im Original aus einer AC-Wandwarze
> versorgt wurde.

Ein EeePC wird mit einem Gleichspannungsnetzteil versorgt, vermutlich
einfach ein Spannungsabfall, eventuell durch ein Sicherungselement
verursacht.
Das ist das nächste Problem, Sicherungselemente in der Minus-Leitung
können bei gemeinsamer Gleichspannungsversorgung mehrerer Geräte
überbrückt werden. Will man nicht.

> Weitere Folge: ich verwende typischerweise ungeschirmte
> Twisted-Pair-Ethernet-Kabel.

Ich auch, weil es die in flach in Tarnfarben (weiß für die Wand,
hellbraun für Parkett :-) und rund mit kleinem Durchmesser gibt.

> In einem privaten Haushalt funktioniert
> das, weil ich die Kabel weder durch Kabelkanäle mit hohem Störpotential
> führe noch sehr lange Kabellängen habe.

Du weißt anscheinend eh, welche Fallstricke drohen. Aber dann solltest
du, wenn du ein Netzteil für mehrere Kleingeräte propagiertst, auch
deutlich darauf hinweisen.
Ich würde es begrüßen, wenn man alle Kleingeräte aus einer
Spannungsquelle versorgen könnte. Aber dass es dazu nichts fertig zu
kaufen gibt, abgesehen von Steckernetzteilen mit mehreren
USB-Anschlüssen, zeigt, dass das Ganze wegen fe lender Potentialtrennung
nicht so einfach wäre.

--
Gerald

Olaf Schmitt

unread,
Dec 3, 2022, 1:19:32 PM12/3/22
to
Am 29.11.2022 um 17:07 schrieb Manuel Reimer:
> On 27.11.22 02:20, Olaf Schmitt wrote:
>> Jemand schlug dieses Teil vor:
>> https://www.conrad.de/de/p/mean-well-icl-16l-meanwell-einschaltstrombegrenzer-serie-icl-16r-l-fuer-induktive-und-kapazitive-lasten-grau-blau-schu-2163526.html
>
> Das Teil prinzipiell ist klasse. Nur diese Bauform nicht. Leider hat
> Meanwell da verpasst eine dritte, auf die andere Seite durchverbundene,
> Klemme zu spendieren um den Schutzleiter über das Gerät zu brücken.
Das habe ich mir jetzt geholt.
Aber bei ELV. 29,90€ inkl Versand.
Ich habe das Kabel geöffnet, L/N an jeder Seite angeschlossen, aber PE
daneben geführt, ohne den zu trenne.
Ja, irgendwie blöd gemacht. Und der Abstand der Stromuchse zum der
Zugentlastungsklemme ist viel zu kurz.

Lin ----- XMODULX ------ Lout
Nin ----- XMODULX ------ Nout
PE -------------------- PE
UNd dann war da noch ne Menge Isoband.....hehe



>
>> Da steht etwas von 2500uF.
>> Würde das für den PC reichen?
>
> Wenn im PC mehr drin ist, dann wäre das schon sehr überdimensioniert.
> Aber vielleicht kannst du die Elkos auch durch Lüftungsschlitze oder den
> Lüfter am Netzteil erkennen und ablesen.
Nein. Leider nicht.

>
> Ich verwende schon ein paar Jahre dieses Teil von Meanwell:
> https://www.conrad.de/de/p/-2163525.html
> Weil die Variante für Kabeleinbau keinen Schutzleiter zulässt habe ich
> mich für das Hutschienen-Modul entschieden. Das kann man in ein kleines
> Hutschienen-Gehäuse verbauen. In diesem habe ich dann zusätzlich einen
> Halter für eine Wago-Klemme (für den Schutzleiter). Zuleitung und Abgang
> sind mit je einer Kabelverschraubung fest mit dem Gehäuse verschraubt.
Da geht hier leider nicht.
Ich hab es dann ja in die Leitung einer 3er Verteilerdose eingeschleift.
Nicht perfekt, aber es tut seinen Dienst.

>
> Ich verwende für die abgehende Verkabelung das Wieland-System (Bachmann)
> und habe so zwei Steckdosenleisten in Serie geschaltet an denen die
> ganze Peripherie inklusive PC hängt (dürften so 8 Schaltnetzteile sein).
> Vor Einbau des Meanwell-Moduls ist mir mindestens zweimal im Jahr der
> Hauptschalter festgebrannt. Seit Einbau des Moduls keinerlei Probleme mehr.
>

Ja, das Ergebnis muss ich nun abwarten.


Olaf


Rolf Bombach

unread,
Dec 6, 2022, 6:02:22 PM12/6/22
to
Harald Klotz schrieb:
Könntest du das näher ausführen?

--
mfg Rolf Bombach

Olaf Schmitt

unread,
Dec 7, 2022, 12:15:35 PM12/7/22
to
Nur zur Info.
Ich habe den gekauft.
Allerdings bei ELV, da nur 29,95 inkl. Versandkosten.
Da hängt jetzt folgendes dran:
Rechner mit 1200W Netzteil (überdimensioniert, aber geschenkt bekommen)
Fritzbox
Glasfasermodem

Funktioniert.
Das deutliche Geräusch bei Einschalten der Steckerleiste ist weg.
Sicherungs fliegt auch nicht mehr raus.


Olaf

Rolf Bombach

unread,
Dec 20, 2022, 12:40:01 PM12/20/22
to
Manuel Reimer schrieb:
> On 27.11.22 02:20, Olaf Schmitt wrote:
>> Jemand schlug dieses Teil vor:
>> https://www.conrad.de/de/p/mean-well-icl-16l-meanwell-einschaltstrombegrenzer-serie-icl-16r-l-fuer-induktive-und-kapazitive-lasten-grau-blau-schu-2163526.html
>
> Das Teil prinzipiell ist klasse. Nur diese Bauform nicht. Leider hat Meanwell da verpasst eine dritte, auf die andere Seite durchverbundene, Klemme zu spendieren um den Schutzleiter über das Gerät zu
> brücken.

Diese Brücke hätte man auch zum Zurückführen des Ausgangs auf
die Eingangsseite verwenden können. Damit wäre der Anschluss
eines "Dimmerkabels" oder Schaltmauskabels einfacher.

BTW, wie heissen diese Kabel offiziell?
Sie bestehen aus einer Stecker-Kupplung-Kombination, aus der
dann ein Kabel mit N, L, L(Kupplung) rauskommt. Am Kabelende
ist dann die Schaltmaus oder der Dimmer. Als Alternative
zum Schnurdimmer.
Ich hatte mal in weiser Voraussicht fünf dieser Kabel irgendwo
(AFU-Flohmarkt?) mitgenommen. Jetzt sind sie aufgebraucht und
ich finde keine mehr im Angebot.

--
mfg Rolf Bombach

Manuel Reimer

unread,
Dec 21, 2022, 4:18:22 AM12/21/22
to
On 20.12.22 18:40, Rolf Bombach wrote:
> BTW, wie heissen diese Kabel offiziell?
> Sie bestehen aus einer Stecker-Kupplung-Kombination, aus der
> dann ein Kabel mit N, L, L(Kupplung) rauskommt. Am Kabelende
> ist dann die Schaltmaus oder der Dimmer. Als Alternative
> zum Schnurdimmer.

Sowas?
https://www.amazon.de/dp/B07C6ZPLQP/

Gruß

Manuel

Rolf Bombach

unread,
Dec 21, 2022, 1:21:05 PM12/21/22
to
Manuel Reimer schrieb:
Von der Kabeltopologie ja. Einfach jetzt ohne Schalter und
mit CH-Stecker :-[

--
mfg Rolf Bombach

Alexander Schreiber

unread,
Dec 23, 2022, 10:08:14 AM12/23/22
to
Habe ich vor etlichen Monaten im IIRC Jumbo Dietlikon eingesammelt
als der Vorläufer nach ein paar Jahren Dienst aufgab.

Man liest sich,
Alex.
--
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison

Manuel Reimer

unread,
Dec 24, 2022, 10:08:08 AM12/24/22
to
On 27.11.22 19:03, Marcel Mueller wrote:
> Jeder halbwegs brauchbare Analog-Monitor hat einen symmetrischen
> Eingang, dem so etwas gerade mal vollkommen egal ist.

Da gibt es auch einen noch viel banaleren Nachteil des "großen
Zentralnetzteils". Die kleine "Wandwarze" hat in der Regel eine auf das
angeschlossene Gerät angepasste maximale Ausgangsleistung. Der
Hersteller vertraut darauf das genau dieses Netzteil auch verwendet wird
und nicht selten gibt es irgendwo in der Bedienungsanleitung auch einen
Hinweis der Art "darf nur mit dem Original-Netzteil verwendet werden".

Wenn man die maximale Ausgangsleistung des Netzteils nun deutlich
erhöht, dann kann die maximale Stromabgabe im Fehlerfall eines der
angeschlossenen Geräte zu groß sein --> Brandgefahr.

Wenn überhaupt, dann würde ich so eine "zentrale
Kleinspannungsversorgung" nur mit einer Art "Sicherungskasten" bauen.
Jedes Gerät bekommt dann seine, auf den Strombedarf des Geräts
angepasste, Schmelzsicherung.

Allerdings zweifle ich doch stark an das ein "zentrales Schaltnetzteil"
wirklich so viel sparsamer ist wie mehrere kleine. Einfach das verwenden
was der Hersteller vorsieht und gut ist! Und wenn man noch Geräte hat
die "Trafo-Netzteile" verwenden, dann dafür eben ein in der
Leistungsabgabe ähnliches Schaltnetzteil kaufen.

Gruß

Manuel

Hannes Kuhnert

unread,
Dec 28, 2022, 10:42:06 AM12/28/22
to
Manuel Reimer hat geschrieben:
> On 27.11.22 19:03, Marcel Mueller wrote:
>> Jeder halbwegs brauchbare Analog-Monitor hat einen symmetrischen
>> Eingang, dem so etwas gerade mal vollkommen egal ist.
>
> Da gibt es auch einen noch viel banaleren Nachteil des "großen
> Zentralnetzteils". Die kleine "Wandwarze" hat in der Regel eine auf das
> angeschlossene Gerät angepasste maximale Ausgangsleistung. Der
> Hersteller vertraut darauf das genau dieses Netzteil auch verwendet wird
> und nicht selten gibt es irgendwo in der Bedienungsanleitung auch einen
> Hinweis der Art "darf nur mit dem Original-Netzteil verwendet werden".
>
> Wenn man die maximale Ausgangsleistung des Netzteils nun deutlich
> erhöht, dann kann die maximale Stromabgabe im Fehlerfall eines der
> angeschlossenen Geräte zu groß sein --> Brandgefahr.
>
> Wenn überhaupt, dann würde ich so eine "zentrale
> Kleinspannungsversorgung" nur mit einer Art "Sicherungskasten" bauen.
> Jedes Gerät bekommt dann seine, auf den Strombedarf des Geräts
> angepasste, Schmelzsicherung.
>
> Allerdings zweifle ich doch stark an das ein "zentrales Schaltnetzteil"
> wirklich so viel sparsamer ist wie mehrere kleine. Einfach das verwenden
> was der Hersteller vorsieht und gut ist!

Ein Gegenbeispiel sei gegeben: Nach Anschluss an das Internet reichten
die vorhandenen Wandsteckdosen nicht mehr. Man hätte eine
Steckdosenleiste verwenden können. Noch mehr elektrischer Kram schien
mir aber vermeidenswert und vielleicht vermeidbar, also sah ich mir die
Geräte genauer an.

Stehleuchte, Fernsehkabelmodemrouter und Telefon – alle drei
funktionierten mit eigenen Netzteilen und wurden und werden
sekundärseitig geschaltet oder waren und sind im Dauerbetrieb. Leuchte
und Router werden mit gleicher Nennspannung betrieben.

Laut Deklarationen und Messungen ist das Routernetzteil leistungsfähig
genug, um die Leuchte mit zu versorgen. Kein Wunder: Der vom
Netzbetreiber zur Verfügung gestellte Router wird nicht nur fast
ausschließlich zum Telefonieren benutzt, sondern hat auch hardwareseitig
eine WLAN-Funktion, die tarifbedingt softwareseitig deaktiviert ist. Von
einer präzisen Netzteilauslegung kann also konkret betrachtet keine Rede
sein.

Ich habe ein Kleinspannungs-Verzweigungskabel gebaut, mit dem das
Netzteil des Routers nun auch die Leuchte versorgt.

Unterm Strich ist also statt eine Steckdosenleiste dazuzubauen ein
Netzteil entfernt und damit außer dem ästhetischen Vorteil auch ohne
irgendeinen Nachteil eine Energieeinsparung erzielt worden. Wenn ich
mich recht an meine Messungen erinnere, hat sich eine Einsparung von
irgendwas in der Gegend von 1–2 W Verlustleistung ergeben.

Scharfes Hinsehen kann sich lohnen. Überdimensionierte, nebenbei für
anderes brauchbare Netzteile wie bei diesem WLAN-losen WLAN-Modem-Router
sind keine Seltenheit, ebensowenig Netzteile mit unerfreulichem Verlust
… und manchmal lassen die Teile sich mit geringem Aufwand vorteilhaft
rekombinieren.
--
Hannes Kuhnert

Axel Berger

unread,
Dec 28, 2022, 11:03:23 AM12/28/22
to
Hannes Kuhnert wrote:
> und manchmal lassen die Teile sich mit geringem Aufwand vorteilhaft
> rekombinieren.

Klar ohne jeden Zweifel und bei Dir sparte es Aufwand. Das eine zentrale
Netzteil mit entsprechend langer, verteilter Zusatzverkabelung macht das
Gegenteil.


--
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