mir wurde eben berichtet, daß zum Zwecke des Abbruchs eines Hauses und
Setzen des Baustromverteilers nicht der Strom abgeschaltet worden sei,
sondern einfach ein Techniker des EVU sich Schutzkleidung angezogen
und das 400V-Erdkabel unter Spannung abgekniffen habe, vermutlich dann
mit einer Schere mit Keramikklingen?! Es würde laut Aussage EVU-Mensch
nicht lohnen bzw. wäre unangebracht, deswegen das ganze Viertel
stromlos zu machen, also diese rustikal wirkende Methode; gefolgt vom
Anklemmen des Bauverteilers ebenfalls unter Spannung.
Ist das realistisch, wird sowas heutzutage gemacht, oder hat da jemand
Mist erzählt?
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
> mir wurde eben berichtet, daß zum Zwecke des Abbruchs eines Hauses und
> Setzen des Baustromverteilers nicht der Strom abgeschaltet worden sei,
> sondern einfach ein Techniker des EVU sich Schutzkleidung angezogen
> und das 400V-Erdkabel unter Spannung abgekniffen habe, vermutlich dann
> mit einer Schere mit Keramikklingen?! Es würde laut Aussage EVU-Mensch
> nicht lohnen bzw. wäre unangebracht, deswegen das ganze Viertel
> stromlos zu machen, also diese rustikal wirkende Methode; gefolgt vom
> Anklemmen des Bauverteilers ebenfalls unter Spannung.
Hallo,
das man da das komplette Kabel mit 3 Phasen in einem Schnitt durchtrennt
kann ich mir nicht recht vorstellen, die Gefahr eines Lichtbogens oder
Kurzschlußes wäre viel zu hoch.
Man müsste unter Spannung das Kabel soweit abmanteln das man alle Adern
separieren kann und jede einzeln durchtrennen, dazu müsste das Kabel
natürlich stromlos sein. Auf jede durchtrennte Ader müsste sofort eine
Schützhülse aufgesetzt werden. Zum Abmanteln müssten spezielle auf den
Kabeltyp abgestimmte Werkzeuge benutzt werden die nur den Mantel
durchtrennen aber nicht die Isolierung der Adern.
Wenn bei säumigen Zahlern der Stromzähler abgeklemmt wird geschieht dies
nach Fernsehberichten auch unter Spannung mit Helm und
Schutzhandschuhen, aber dabei muß ja nicht abgemantelt und
durchgeschnitten werden.
Bye
Ich glaube, Uwe, Du müsstest einem Laien (der er wahrscheinlich ist)
klar machen, dass "stromlos" nicht spannungslos ist.(;-))
Gruß
Manfred
Die Leiter werden einzeln durchtrennt und anschließend sofort mit
Schrumpfkappe versehen.
--
mfg hdw
Manfred Ullrich schrieb:
> Ich glaube, Uwe, Du müsstest einem Laien (der er wahrscheinlich ist)
> klar machen, dass "stromlos" nicht spannungslos ist.(;-))
Hallo,
der Fragesteller scheint Amateurfunker zu sein, da sollte er stromlos
und unter Spannung schon richtig verstehen...
Bye
Horst-D.Winzler schrieb:
> Die Leiter werden einzeln durchtrennt und anschließend sofort mit
> Schrumpfkappe versehen.
Hallo,
aber dazu müsste man ja vorher erst sauber abmanteln ohne die
Adernisolation zu beschädigen.
Bye
Bei uns wurden überhaupt die Adern blank (ohne Schrumpfkappe) von den
alten auf die neuen Hausanschlußsicherungen umgeklemmt (im Wienstrom-
Bereich macht das der Elektriker und kein EVU-Mitarbeiter, der hatte
damals original einen Schutzhandschuh an, hat damit an die Zuleitung
Kabelschuhe gepreßt und mit der bloßen Hand die Preßstelle mit
Isolierband umwickelt... dann die Leitungen an den neuen NH-Trenner
geklemmt und fertig).
sg Ragnar
>Man müsste unter Spannung das Kabel soweit abmanteln das man alle Adern
>separieren kann und jede einzeln durchtrennen, dazu müsste das Kabel
>natürlich stromlos sein.
Bei einem Haus, das kurz vor Abbruch steht, ist es IMO recht
wahrscheinlich, dass das Kabel stromlos ist, da sicher Zähler usw. eh
schon entfernt wurden.
Grüße, Torsten
> mir wurde eben berichtet, daß zum Zwecke des Abbruchs eines Hauses
> und Setzen des Baustromverteilers nicht der Strom abgeschaltet
> worden sei, sondern einfach ein Techniker des EVU sich
> Schutzkleidung angezogen und das 400V-Erdkabel unter Spannung
> abgekniffen habe, vermutlich dann mit einer Schere mit
> Keramikklingen?! Es würde laut Aussage EVU-Mensch nicht lohnen
> bzw. wäre unangebracht, deswegen das ganze Viertel stromlos zu
> machen, also diese rustikal wirkende Methode; gefolgt vom
> Anklemmen des Bauverteilers ebenfalls unter Spannung.
>
> Ist das realistisch, wird sowas heutzutage gemacht, oder hat da
> jemand Mist erzählt?
Arbeiten unter Spannung sind durchaus in Sondersituationen üblich
und regulär. Sie waren es jedenfalls als ich noch mit Starkstrom zu
tun hatte. Eine spezielle Ausbildung sollte vorausgehen.
Im geschilderten Fall müssen selbstverständlich die Adern einzeln
durchtrennt werden. Werkzeug für Arbeiten unter Spannung ist so
weit wie möglich isoliert, nur die Arbeitsklingen schauen leitfähig
heraus.
Ich selbst hab mal die Stahlarmierung unseres Hausanschluss-
Massekabels aufgesägt und dann auf den freigelegten Bleimantel eine
Erdlitze aufgelötet, um die "Nullleiterstütze" herzustellen. Alles
unter Spannung und noch dazu in privater Eigenregie. Allerdings
habe ich vorher mit meinen Kollegen vom Meisterbereich gesprochen,
die die Schaden hätten beheben müssen, wenn ich einen Straßenzug
dunkel gemacht hätte. Ist aber alles gut gegangen.
Zähler wurden generell unter Spannung gewechselt. Ob das heute noch
so ist, weiß ich nicht.
--
Gruß Werner
Bedingungsloses Grundeinkommen:
www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.268+M57f5b5a1a83.0.html
>Zähler wurden generell unter Spannung gewechselt. Ob das heute noch
>so ist, weiß ich nicht.
Wird deswegen nicht auch oft eine entsprechende Schaltmöglichkeit *vor*
dem Zähler (bspw. Linocur) gefordert?
Grüße, Torsten
>Ich glaube, Uwe, Du müsstest einem Laien (der er wahrscheinlich ist)
Bin nur Inschinör E-Technik, ansonsten Laie, jau :-)
>Im geschilderten Fall müssen selbstverständlich die Adern einzeln
>durchtrennt werden. Werkzeug für Arbeiten unter Spannung ist so
>weit wie möglich isoliert, nur die Arbeitsklingen schauen leitfähig
>heraus.
Genau das war bei uns eben die Diskussion, ob es in einem Zug geht.
Ich behaupte, mit einem ausgeklügelten Mechanismus, exakter Fixierung
des Kabels, genauer Führung der Klingen und kontrollierter
Schneidgeschwindigkeit wäre es wohl machbar; aber ob der Aufwand
wirklich betrieben wird?
Zur Verdeutlichung, da wurde vor dem Haus aufgegraben, halt da, wo man
gut 'rankam, und es wurde das dort verbuddelte Kabel relativ beherzt
durchgezwickt.
Einzelnes Trennen der Adern ist pipifax, das ist vollkommen klar -
traue ich mir auch zu. Auch das Arbeiten unter Spannung ist bei 400V
erst mal nix Besonderes. Spannend finde ich eben, so es denn wirklich
stattgefunden hat, das Durchtrennen in einem Zug, und mich würde
interessieren, wie das Werkzeug dazu aussieht.
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Genau das war bei uns eben die Diskussion, ob es in einem Zug geht.
> Ich behaupte, mit einem ausgeklügelten Mechanismus, exakter Fixierung
> des Kabels, genauer Führung der Klingen und kontrollierter
> Schneidgeschwindigkeit wäre es wohl machbar; aber ob der Aufwand
> wirklich betrieben wird?
Hallo,
auch wenn man einen sauberen Schnitt durchs komplette Kabel ohne
Kurzschluß und Überschläge hinkriegt, was soll man dann mit dem
Kabelende unter Spannung anfangen? Eine Schrumpfkappe drauf stellt ja
nicht sicher das die einzelnen Leiter ordentlich voneinander isoliert
sind. Wenn man dieses Ende irgendwo anschliessen will muß man doch
wieder die Adern sauber separieren, das wäre viel einfacher wenn man
gleich abgemantelt hätte, die Adern auseinandergebogen und dann einzeln
durchtrennt hätte. Wenn das blinde Ende sauber isoliert werden soll muß
man auch die Adern separieren.
Ich glaube auch nicht das der Schnitt durchs gesamte Kabel sicher
reproduzierbar gelingt, wenn da einer der Einzeldrähte bereits vorher
gebrochen war oder die Schneideklingen bereits etwas abgenutzt sind oder
etwas Spiel haben.
Man schafft sich also mit dem einen Schnitt durchs ganze Kabel nur
Probleme die man sonst nicht hätte.
Bye
>Man schafft sich also mit dem einen Schnitt durchs ganze Kabel nur
>Probleme die man sonst nicht hätte.
War ja auch mein Gedanke; ich muß mal die Zeugen nochmals genauer
interviewen :)
> Zur Verdeutlichung, da wurde vor dem Haus aufgegraben, halt da, wo man
> gut 'rankam, und es wurde das dort verbuddelte Kabel relativ beherzt
> durchgezwickt.
wenn man den Bagger schonmal da hat...
Gruss & SCNR, Matthias Dingeldein
--
Ein Zugbegleiter, der Bewaffnete ohne den BGS vor die Tuer
setzt, prueft wahrscheinlich auch mit der Eisenstange, ob die
Oberleitung eingeschaltet ist.
Tim Landscheidt in debm
>wenn man den Bagger schonmal da hat...
Ja, das Kabel mußte ja 'raus da, weil ein Baustromverteiler dran
sollte und das Haus weg kam.
Wenn die Freischaltungsmeldung kommt, mag trotzdem keiner mit dem
Seitenschneider
oder der Säge ran.
Man nimmt ein Kabelbeschußgerät.
Das trennt und schließt kurz.
Auszug :
Einsatz von Kabelbeschussgeräten
(1) Der Unternehmer hat vor Beginn der Arbeiten den Betreiber der
Kabel in Kenntnis zu setzen. Erforderliche Sicherheitsmaßnahmen müssen
im Einvernehmen mit dem Kabelbetreiber festgelegt werden.
(2) Der Kopf des Kabelbeschussgerätes darf erst aufgeschraubt werden,
wenn das Gerät auf dem Kabel befestigt ist.
(3) Das Kabelbeschussgerät darf nur mit einer Fernauslöseeinrichtung
gezündet werden, die nicht elektrisch leitend ist. Beim Zünden ist der
Standplatz so zu wählen, dass Versicherte durch einen
Kurzschlusslichtbogen nicht gefährdet werden können. DA
(4) Nach Beschuss des Kabels ist vor Berühren des Kabelbeschussgerätes
dessen elektrische Spannungsfreiheit festzustellen.
Die Größe der Gefahrzone richtet sich nach der Nennspannung, mit der
das Kabel betrieben wird. Die Gefährdung kann ausgeschlossen werden
durch einen der Spannung entsprechenden Sicherheitsabstand, der
mindestens 10 m betragen muss
oder
durch Auslösen des Schusses hinter einer Deckung, die einen möglichen
Kurzschlusslichtbogen vom Benutzer des Gerätes fernhält, z. B. Deckung
durch den neben dem Kabelgraben liegenden Erdaushub.
Bei Arbeiten mit Kabelbeschussgeräten kann in ungünstigen Fällen nach
dem Beschießen eines Kabels am Kabelbeschussgerät Spannung anstehen.
Diese Spannung kann im Regelfall mit herkömmlichen, für die
Nennspannung der Anlage ausgelegten Spannungsprüfern nicht
festgestellt werden. Daher ist durch entsprechende organisatorische
oder andere Maßnahmen, z. B. Rückfrage bei der netzführenden Stelle,
vor Freigabe zur weiteren Handhabung des Kabelbeschussgerätes
festzustellen, ob an demselben Spannung anstehen .
Manfred
>
> Ist das realistisch, wird sowas heutzutage gemacht, oder hat da jemand
> Mist erzählt?
>
auch im Mittelspannungsbereich wird immer mehr AuS durchgeführt
http://www.rwerheinruhrnetzservice.com/web/cms/mediablob/de/138982/data/551/dl-AuS.pdf
MfG
> Bei einem Haus, das kurz vor Abbruch steht, ist es IMO recht
> wahrscheinlich, dass das Kabel stromlos ist, da sicher Zähler usw. eh
> schon entfernt wurden.
wahrscheinlicher ist es ,das das HA-Kabel bis zum Hausanschlußkasten
noch unter Spannung steht, der Zähler ist da weniger problematisch weil
mit Entfernen der HA-Sicherungen vergleichbar einfach spannungsfrei zu
bekommen
MfG
> Ist das realistisch, ...
Ja
> ... wird sowas heutzutage gemacht, ...
Ja
> ... oder hat da jemand Mist erzählt?
Nein
Peter
- EFH von Freileitung auf Erdanschluss umgeklemmt worden -> beide unter
Saft ;)
> Arbeit unter Druck nimmt auch zu...
Arbeit unter Unterdruck auch, die ISS ist ja noch nicht fertig.
Gruß Dieter
Mal ehrlich, Freischaltung durch bewußten Kurzschluß habe ich bis
jetzt nur ein einziges Mal erlebt und das war bei einem selten
unfähigen Elektriker, hinter einem LSS L10A und nicht an einer mit
vielleicht 200A oder mehr abgesicherten Niederspannungs-Speiseleitung.
Und ein Kabel auf einen Satz durchzuschneiden ohne dabei einen
Kurzschluß zu verursachen halte ich für kaum möglich.
sg Ragnar
Wir sind alle Laien. Jedenfalls auf den meisten Gebieten.
:-))
Gruss
Harald
Und der Dreck vergangener Zeiten meldet sich auch zurück. Entweder in
der Erde oder dadrüber ;-)
--
mfg hdw
>auch im Mittelspannungsbereich wird immer mehr AuS durchgeführt
>http://www.rwerheinruhrnetzservice.com/web/cms/mediablob/de/138982/data/551/dl-AuS.pdf
Nachdem die Diskussion dazu bei uns Kreise zieht, entstehen hier
bereits die ersten Prinzipskizzen, wie eine Schere arbeiten könnte,
die ein dickes Kabel unter Spannung ohne Kurzschluß schneidet :-)
Eintauchen der schmalen, nichtleitenden Klingen zwischen den Leitern,
Schneidebewegung quasi nach außen...irgendsowas in der Art.
Heute quetsche ich nochmal den Kollegen aus, der davon berichtet hat.
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
>
> War ja auch mein Gedanke; ich muß mal die Zeugen nochmals genauer
> interviewen :)
Hallo,
wenn diese Zeugen das Durchtrennen des kompletten Kabels in einem
Schnitt gesehen haben, dann muß das ein spannungsfreies Kabel gewesen sein.
Bye
Dieter Wiedmann schrieb:
> Arbeit unter Unterdruck auch, die ISS ist ja noch nicht fertig.
Hallo,
ist ja nur Arbeiten bei Umgebungsdruck deutlich kleiner als 1 bar, aber
immer noch deutlich mehr als Vakuum...
Bye
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Nachdem die Diskussion dazu bei uns Kreise zieht, entstehen hier
> bereits die ersten Prinzipskizzen, wie eine Schere arbeiten könnte,
> die ein dickes Kabel unter Spannung ohne Kurzschluß schneidet :-)
> Eintauchen der schmalen, nichtleitenden Klingen zwischen den Leitern,
> Schneidebewegung quasi nach außen...irgendsowas in der Art.
Hallo,
bei einem Flachkabel mag das ja gehen, aber wie soll das bei einem
Rundkabel gehen wenn man von aussen nicht genau weiß wo die einzelnen
Adern liegen?
Bye
Peter Kern schrieb:
> - EFH von Freileitung auf Erdanschluss umgeklemmt worden -> beide unter
> Saft ;)
Hallo,
und das dann noch unterbrechungsfrei für das Haus. ;-)
Bye
>Hallo,
>
>bei einem Flachkabel mag das ja gehen, aber wie soll das bei einem
>Rundkabel gehen wenn man von aussen nicht genau weiß wo die einzelnen
>Adern liegen?
Ich kenne 400V-Kabel dergestalt, daß man von außen oft deutlich den
Verlauf der Adern sieht; diese sind nicht drehrund, sondern zwischen
den Adern ist der Mantel eingeschnürt. Als würde man paar Drähte
zusammenzwirbeln und dann in Schrumpfschlauch einschrumpfen...
sg Ragnar
> Man nimmt ein Kabelbeschußgerät.
> Das trennt und schließt kurz.
Jawohl! Das mit dem wunderschönen, scharfen, dreieckigem Messer!
Rudi
--
/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
/__ /__
/ p...@watschel.bb.bawue.de /
/ /
\/ Der Berg ruft: ................ \/
> Ich kenne 400V-Kabel dergestalt, daß man von außen oft deutlich den
> Verlauf der Adern sieht; diese sind nicht drehrund, sondern zwischen
> den Adern ist der Mantel eingeschnürt. Als würde man paar Drähte
> zusammenzwirbeln und dann in Schrumpfschlauch einschrumpfen...
Habe sowas bei uns noch nicht gesehen. Nur ein einziges Mal in der
früheren DDR (1991)
>Habe sowas bei uns noch nicht gesehen. Nur ein einziges Mal in der
>früheren DDR (1991)
Ja, die meisten von mir beobachteten Erdkabel waren in und um Plauen;
evtl. ist die Sorte im Westen nicht so gängig :)
> Zähler wurden generell unter Spannung gewechselt.
Nö, die haben immer die NH Sicherungen gezogen.
> Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.
Heute gibt es SLS.
Lutz
> wenn man den Bagger schonmal da hat...
Dann wird es in der Regel dunkel, hier schon erlebt.
Lutz
>> Zähler wurden generell unter Spannung gewechselt.
>
> Nö, die haben immer die NH Sicherungen gezogen.
Hier beim letzten Wechsel nicht.
>> Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.
>
> Heute gibt es SLS.
Wobei ich mich schon immer gefragt hab weshalb so ein 3*63A SLS so übel
teuer ist.
Gruß Dieter
> Werner Holtfreter <Holtf...@gmx.de> wrote:
>
>> Zähler wurden generell unter Spannung gewechselt.
>
> Nö, die haben immer die NH Sicherungen gezogen.
Das "Nö" muss sich auf deine Erfahrungen beziehen. Die Aussage
unseres Zählermonteurs war eindeutig: Dauert viel zu lange, erst
die Hausanschlusssicherung im dunklen, verdreckten Keller zu
suchen. Ob die Arbeit unter Spannung legal war, weiß ich nicht.
--
Gruß Werner
Bedingungsloses Grundeinkommen:
www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.268+M57f5b5a1a83.0.html
Hmm was ist denn Vaccuum? Alles kleiner
als 10e-12 mB? (das kleinste, das ich
kennengelernt habe)
:-)
Gruss
Harald
PS: Antwort eines Prüflings bei der Prüfung:
"Mir fällts gleich ein. Ich habs in meinen Kopf!"
Prüfer: "Den Eindruck habe ich auch. Die
richtige Antwort lautet Vaccuum!"
Bitte das mit Sprengpatrone und Schnurauslöser.
--
mfg hdw
Hatten wir auch, bis da mal ein Unfall mit war (nicht bei uns, hat
sich einer das Bein zerschossen und ist verblutet, muß so um 78 bis 86
gewesen sein.) Dann kam obendrein das Waffengesetz und die Dinger
mußten als "Waffen" regelmäßig zur Überprüfung, da wurden sie
abgeschafft und durch hydraulische Scheren ersetzt. Die Sache war aber
bei Mittelspannung problematisch bei den drei Einleiterkabeln (PE bzw.
VPE Kabel), alle drei passten nicht in die Arbeitsöffnung; auf jeden
Fall war nicht sicher, ob man alle erwischt hatte.. Generell wurden
die nur benutzt, wenn die Lage wirklich nicht eindeutig bestimmt
werden konnte, und das waren ja in den seltensten Fällen die damals
recht neuen VPE-Kabel, sondern historische NAEKBA und so Zeug (30
kV ). In ganz kritischen Fällen haben wir auch mal alle in der Nähe
der Stelle liegenden Kabel abgeschaltet; dann geschnitten und dann
die Nachbarkabel wieder zugeschaltet.
Ist lange her, seit 90 bin ich Pensionär...
htm
> Das "Nö" muss sich auf deine Erfahrungen beziehen. Die Aussage
> unseres Zählermonteurs war eindeutig: Dauert viel zu lange, erst
> die Hausanschlusssicherung im dunklen, verdreckten Keller zu
> suchen. Ob die Arbeit unter Spannung legal war, weiß ich nicht.
klar, mit der entsprechenden Unterweisung + Werkzeug usw schon
jahrzehntelang üblich
MfG
Richtig! Damit haben wir schon einige nicht ganz richtig erkannte
20-kV-Kabel aus der Deckung heraus "zerschossen"
Da waren z.B. 2 Mittelspannungskabel in 20 cm Abtand vorhanden und wir
konnten trotz diversen Suchmethoden die 20 kV-Kabel nicht unterscheiden:
Also: Schuss! Ergebnis, das richtige Kabel erwischt!
Da kommt Freude auf ;-))))
> Hier beim letzten Wechsel nicht.
Ich kann nur von hier sprechen.
Lutz
>>> Zähler wurden generell unter Spannung gewechselt.
>> Nö, die haben immer die NH Sicherungen gezogen.
> Das "Nö" muss sich auf deine Erfahrungen beziehen.
Yepp.
> Die Aussage unseres Zählermonteurs war eindeutig: Dauert viel zu
> lange, erst die Hausanschlusssicherung im dunklen, verdreckten
> Keller zu suchen.
Das mag sein, aber nicht immer läst sich die Last abschalten und eine
Leitung unter Last abklemmen möchte ich mir nicht antun.
Lutz
>Also wo ist das Problem? Kabel abmanteln und Adern einzeln schneiden und
>mit Schrumpfkappen isolieren. Unter Spannung arbeiten ist doch kein
>Problem.
Das ist freilich Pipifax; mich irritiert das angebliche "schneiden in
einem Zug".
Genau solches war ja der eigentliche Grund für Kabelbeschuß.
Auch wenn nur ein Kabel im Graben liegt, kann doch ein ganz anderes
abgeschaltet worden sein.
Mißverständnisse, Planfehler oder Änderungen nicht vermerkt....
Alle Rückrufe, Bestätigungen uä können danebengehen.
Wer will schon im Lichtbogen abrauchen.
Wir sollten mal in ein Kabel einen T-Abzweig einbauen.
Bauarbeuter 2m freigeschaufelt.
Zur Sicherheit abgeschossen, stromlos.
Dann bei Minusgraden und Schneesturm mit Gasheizstrahlern
für uns und Kabel Muffe eingebaut, Abzweigkabel angeklemmt.
Dann einer übers Kabel gestopert und die weiterführ. Leitung
kommt aus dem Sand raus, weil nach 1,5m zu Ende.
Doch falsches Kabel erwischt.
4 Arbeitsstd umsonst, zahlt keiner, Vergußmuffe versaut, auch nicht
billig.
Aber kurz vor Weihnachten flucht man nicht....
MfG
bastian
nb wir hätten ja auch ein anderes falsches Kabel erwischen können.
Beschuß is schon gut...
>Dann bei Minusgraden und Schneesturm mit Gasheizstrahlern
>für uns und Kabel Muffe eingebaut, Abzweigkabel angeklemmt.
>Dann einer übers Kabel gestopert und die weiterführ. Leitung
>kommt aus dem Sand raus, weil nach 1,5m zu Ende.
>Doch falsches Kabel erwischt.
Geht ja noch. Ich stand mal in einem Schacht, um ein Fernmeldekabel zu
verklemmen, als es einen Schacht weiter (in einigen Metern Entfernung)
mächtig zu prasseln und knallen anfing. Dichte Rauchsäule, bzzt,
Straße dunkel, Ali nix mehr fernsehen. 20kV-Muffe hochgegangen...evtl.
beschädigt im Rahmen der doch massiven Arbeiten an dem Ort (neue
Drainage verlegt, Boden verdichtet, Hof neu gepflastert, usw).
>4 Arbeitsstd umsonst, zahlt keiner, Vergußmuffe versaut, auch nicht
>billig.
>
>Aber kurz vor Weihnachten flucht man nicht....
Am Freitag um zwölf schon, wenn das halbe Dorf dunkel ist :-)
Sei froh das du nicht neben der 20kV-Muffe gearbeitet hast ;-)
.
>
> Am Freitag um zwölf schon, wenn das halbe Dorf dunkel ist :-)
>
Am Heiligabend vielleicht, wie bei uns?
Fernmeldemuffe abgesoffen. Mit Heizstrahler und Trick zu trocknen
versucht. Nur leider hat auch der gefrorene Baugrubensand nachgegeben.
Genau auf die Muffe. Da hätst mal zwei Monteurer sehen sollen, wie die
aus dem Auto rausgeschossen sind ;-))
--
mfg hdw
>Sei froh das du nicht neben der 20kV-Muffe gearbeitet hast ;-)
Das kannst wissen!
>.
>>
>> Am Freitag um zwölf schon, wenn das halbe Dorf dunkel ist :-)
>>
>
>Am Heiligabend vielleicht, wie bei uns?
Neee, nur ein "normaler" Freitag irgendwann im Jahr. Der Stromausfall
war dann auch gut, um festzustellen, daß bei der Einrichtung, an der
ich gearbeitet hatte, zwei Kabel eines Gebäudeteils vertauscht worden
waren. Konsequenz war, daß der Trakt stromlos war, aber der Aufzug
dort lief und den Notstrom-Diesel sehr arg quälte. Es hätte umgekehrt
sein sollen :)
>Fernmeldemuffe abgesoffen. Mit Heizstrahler und Trick zu trocknen
>versucht. Nur leider hat auch der gefrorene Baugrubensand nachgegeben.
>Genau auf die Muffe. Da hätst mal zwei Monteurer sehen sollen, wie die
>aus dem Auto rausgeschossen sind ;-))
Das kann ich mir vorstellen!!
> nicht immer läst sich die Last abschalten
Unmittelbar über oder neben dem Zähler sitzen die
Abgangssicherungen.
> und eine Leitung unter Last abklemmen möchte ich mir nicht antun.
Man wird es wohl meist unter Last gemacht haben, wenn da nur eine
Wohnung dran hängt, die vielleicht auch noch einen Gasanschluss
hat. Da ist wenig Strom zu erwarten.
Ich meine mich zu erinnern, dass es für diesen Fall (Zählerwechsel) eine
Art Griff mit drei Brücken gibt, der nach abnehmen des plombierten
Zählerdeckels auf die Zählerklemme gesteckt wird. Er überbrückt
sozusagen den Zähler temporär und dieser kann annähernd stromlos (und
ohne Versorgungsunterbrechung) getauscht werden.
Gruß
Jochen
Klingt interessant... geht aber nur bei Drehstromzählern
(Wechselstromzähler werden zumindest bei uns nicht mit
Zählersteckleisten angeschlossen sondern die Adern direkt am Zähler
geklemmt).
sg Ragnar
> Horst-D.Winzler schrieb:
>
>> Die Leiter werden einzeln durchtrennt und anschließend sofort mit
>> Schrumpfkappe versehen.
>
> Hallo,
>
> aber dazu müsste man ja vorher erst sauber abmanteln ohne die
> Adernisolation zu beschädigen.
Das ist kein großes Problem. Es sollte eigentlich zum Tagwerk jedes
Elektrikers gehören, den Mantel eines Kabels ohne Beschädigung der
Basisinstallation zu entfernen.
Dafür gibt es doch extra Abmantler, ähnlich wie das Jokari, nur halt
isoliert (wenn man sich in der Einstellung der Schneidtiefe doch geirrt
haben sollte.
[...]
> Das ist kein großes Problem. Es sollte eigentlich zum Tagwerk jedes
> Elektrikers gehören, den Mantel eines Kabels ohne Beschädigung der
> Basisinstallation zu entfernen.
>
> Dafür gibt es doch extra Abmantler, ähnlich wie das Jokari, nur halt
> isoliert (wenn man sich in der Einstellung der Schneidtiefe doch geirrt
> haben sollte.
Mit dem Abmantelmesser von GURO haben wir die besten Erfahrungen damit
gemacht. Mir der T-förmigen Schneide ist es fast unmöglich die Adern zu
verletzen.
Hausanschlüsse wurden grundsätzlich unter Spannung mit
isolierten Werkzeugen und Kompaktklemmen der Fa. Karl Pfisterer
Stuttgart-Untertürkheim hergestellt.