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230V-Halbleiterrelais aussuchen und vom Raspi ansteuern

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Marc Haber

unread,
Jul 4, 2022, 4:45:24 AM7/4/22
to
Hallo,

gegeben sei das unter https://www.amazon.de/dp/B08XQRSM4T beschriebene
Halbleiterrelais.

Dabei wundere ich mich ein wenig über die zulässigen 40A Strom auf der
Lastseite. Dafür sehen mir die Klemmen fast ein wenig fipsig aus.

Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
schalten.

Wenn das mit diesem Halbleiterrelais sicher machbar ist, kann ich das
auf der Eingangsseite so beschalten?

5V Raspi --------------------------|
Raspi GPIO -------------------| |
Optokoppler \=> /
| |
| |
--- \-
|R| Eingang Halbleiterrelais
--- /-
| |
| |
Masse Raspi ------------------------

Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
schalten kann? Die Gembird USB-Steckerleiste ist mir zu sperrig, und
ein Tasmota kommt nicht in frage weil das Netz braucht, da ist die
Ansteuerung zu komplex.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Newdo

unread,
Jul 4, 2022, 5:40:05 AM7/4/22
to
Am 04.07.2022 um 10:45 schrieb Marc Haber:
> Hallo,
>
> gegeben sei das unter https://www.amazon.de/dp/B08XQRSM4T beschriebene
> Halbleiterrelais.
>
> Dabei wundere ich mich ein wenig über die zulässigen 40A Strom auf der
> Lastseite. Dafür sehen mir die Klemmen fast ein wenig fipsig aus.
>
> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
> schalten.
>
> Wenn das mit diesem Halbleiterrelais sicher machbar ist, kann ich das
> auf der Eingangsseite so beschalten?
>
> 5V Raspi --------------------------|
> Raspi GPIO -------------------| |
> Optokoppler \=> /
> | |
> | |
> --- \-
> |R| Eingang Halbleiterrelais
> --- /-
> | |
> | |
> Masse Raspi ------------------------
>
> Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
> schalten kann? Die Gembird USB-Steckerleiste ist mir zu sperrig, und
> ein Tasmota kommt nicht in frage weil das Netz braucht, da ist die
> Ansteuerung zu komplex.
>
> Grüße
> Marc

Was versprichst Du dir vom Optokoppler?
Kannst eigentlich direkt auf den Eingang gehen oder einen
Schalttransistor vorsehen.
Eine galvanische Trennung ist ja in der Schaltung nicht gegeben.
Das Modul kann übrigens 230V~ schalten, oder ?

Gruß Udo


Peter Heitzer

unread,
Jul 4, 2022, 6:43:55 AM7/4/22
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>Hallo,

>gegeben sei das unter https://www.amazon.de/dp/B08XQRSM4T beschriebene
>Halbleiterrelais.

>Dabei wundere ich mich ein wenig über die zulässigen 40A Strom auf der
>Lastseite. Dafür sehen mir die Klemmen fast ein wenig fipsig aus.

>Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
>schalten.
Ich bin immer skeptisch bei SSR und nicht ohmschen Lasten. Ich würde
ein klassisches Relais bevorzugen, z.B. Pollin 340846 oder vielleicht
810921, da ist da Relais schon auf einer kleinen Platine und
Anschlussklemmen sind auch schon dran.
Das Modul braucht 15-20 mA zum Schalten; das kann der Optokoppler ohne
weiteres liefern. Freilaufdiode ist beim Modul auch verbaut.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

Michael Schwingen

unread,
Jul 4, 2022, 8:40:12 AM7/4/22
to
On 2022-07-04, Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> Dabei wundere ich mich ein wenig über die zulässigen 40A Strom auf der
> Lastseite. Dafür sehen mir die Klemmen fast ein wenig fipsig aus.
>
> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
> schalten.

Dessen Schaltnetzteil wird beim Einschalten einige A ziehen - es schadet
also nicht, das SSR ein wenig dicker zu wählen, 40A Dauerstrom ist aber
reichlich.

> Wenn das mit diesem Halbleiterrelais sicher machbar ist, kann ich das
> auf der Eingangsseite so beschalten?
>
> 5V Raspi --------------------------|
> Raspi GPIO -------------------| |
> Optokoppler \=> /
> | |
> | |
> --- \-
> |R| Eingang Halbleiterrelais
> --- /-
> | |
> | |
> Masse Raspi ------------------------

Wozu den Optokoppler? Der bringt im Normalfall keine Stromverstärkung, d.h.
der Raspi-GPIO muss den gleichen Strom (oder im worstcase sogar mehr)
liefern, den das SSR braucht (gängige Optokoppler haben CTR im Bereich
50%-600%) - da kannst Du das SSR auch direkt an GPIO und GND hängen.

Das Datenblatt meint, daß das SSR 7.5mA bei 12V braucht und ab 3V schaltet,
7.5mA finde ich für einen GPIO aber schon recht happig, daher:

Nimm' einen BC547, Emitter an GND, Basis über 10k an den GPIO, Kollektor ans
SSR, anderes Ende des SSR an +5V:

https://www.petervis.com/Raspberry_PI/Driving_Relays_with_CMOS_and_TTL_Outputs/Driving_Relays_with_CMOS_and_TTL_Outputs.html

> Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
> schalten kann?

https://www.ebay.de/itm/353533317376?

und reichlich ähnliches, mit teilweise sehr zweifelhaftem Layout
(Isolationsabstände!). Ich würde für 230V eher das SSR nehmen, da hat man
gescheite Abstände.

cu
Michael

onlinefloh

unread,
Jul 4, 2022, 9:00:05 AM7/4/22
to
Gerade bei kleinen nicht-ohmschen Lasten kann das Verhalten eines SSR
sehr merkwürdig werden ;-) Hab' grad dasselbe problem in der Arbeit, daß
eine netzbetriebene (LED-)Warnleuchte mittels SSR von einem TTL-Ausgang
gechaltet werden soll. "Aus" ist da nicht ganz das, was man erwarten
würde: Während im eingeschalteten zustand die Warnleuchte tut was sie
soll, flackert/blinkt sie im ausgeschalteten Zustand deutlich sichtbar.
Um das Flackern zu unterbinden, muß ich beim SSR etwas in der
Größenordnung 1kOhm parallel zur Lampe hängen, was die Energieersparnis
durch die LED *etwas* überkompensiert 8-P. Das wird dann nächste Woche
auf Relais umgebaut.

Gruß,
Florian

Rolf Bombach

unread,
Jul 4, 2022, 9:44:47 AM7/4/22
to
onlinefloh schrieb:
>>
> Gerade bei kleinen nicht-ohmschen Lasten kann das Verhalten eines SSR sehr merkwürdig werden ;-) Hab' grad dasselbe problem in der Arbeit, daß eine netzbetriebene (LED-)Warnleuchte mittels SSR von
> einem TTL-Ausgang gechaltet werden soll. "Aus" ist da nicht ganz das, was man erwarten würde: Während im eingeschalteten zustand die Warnleuchte tut was sie soll, flackert/blinkt sie im
> ausgeschalteten Zustand deutlich sichtbar.
> Um das Flackern zu unterbinden, muß ich beim SSR etwas in der Größenordnung 1kOhm parallel zur Lampe hängen, was die Energieersparnis durch die LED *etwas* überkompensiert 8-P. Das wird dann nächste
> Woche auf Relais umgebaut.

Isso. Ob da nun ein "snubberless" TRIAC drin ist oder nicht,
snubber scheint meistens drin zu sein. Je nach LED-Lampe
passieren dann ungewollte bis ungewünschte Dinge. Einige
dimmen dann sehr dekorativ, andere können auch blinken.

Ganz blöd ist es, wenn man mit SSR ein anderes Relais oder
einen andern induktiven Verbraucher kleiner Leistung ansteuert.
Etwa ein Magnetventil. Das bleibt dann auf/an. BTDT.

--
mfg Rolf Bombach

Peter Heitzer

unread,
Jul 4, 2022, 10:04:06 AM7/4/22
to
Erschwerend kommt hinzu, daß die meisten SSR im Nulldurchgang schalten.
Was für ohmsche Verbraucher sinnvoll ist, kann bei nicht ohmschen Verbrauchern
nach hinten losgehen, z.B. bei einem grösseren Ringkerntrafo.
Wie sich ein modernes SNT mit PFC verhält, weiss ich nicht. Aber daß
in allen Funksteckdosen ausschliesslich Relais verbaut werden, kann nicht
allein dem geringeren Preis geschuldet sein.

Lennart Blume

unread,
Jul 4, 2022, 1:26:59 PM7/4/22
to
Am Mon, 4 Jul 2022 14:47:37 +0200 schrieb onlinefloh:

>Gerade bei kleinen nicht-ohmschen Lasten kann das Verhalten eines SSR
>sehr merkwürdig werden ;-) Hab' grad dasselbe problem in der Arbeit, daß
>eine netzbetriebene (LED-)Warnleuchte mittels SSR von einem TTL-Ausgang
>gechaltet werden soll. "Aus" ist da nicht ganz das, was man erwarten
>würde: Während im eingeschalteten zustand die Warnleuchte tut was sie
>soll, flackert/blinkt sie im ausgeschalteten Zustand deutlich sichtbar.
>Um das Flackern zu unterbinden, muß ich beim SSR etwas in der
>Größenordnung 1kOhm parallel zur Lampe hängen, was die Energieersparnis
>durch die LED *etwas* überkompensiert 8-P. Das wird dann nächste Woche
>auf Relais umgebaut.

Das SSR hat halt im ausgeschalteten Zustand einen hohen, aber
endlichen Widerstand. Es fließt weiterhin ein kleiner Strom von
einigen Mikroampere, der Kondensatoren in Netzteilen aufladen kann,
was dann zum Blinken von LED führen kann.

Gruß
Lennart

Lennart Blume

unread,
Jul 4, 2022, 1:26:59 PM7/4/22
to
Am 4 Jul 2022 10:43:52 GMT schrieb Peter Heitzer:

>Ich bin immer skeptisch bei SSR und nicht ohmschen Lasten. Ich würde
>ein klassisches Relais bevorzugen, z.B. Pollin 340846 oder vielleicht
> 810921, da ist da Relais schon auf einer kleinen Platine und
>Anschlussklemmen sind auch schon dran.

Ich sehe das eher umgekehrt, manche Relais kommen mit kpazativen
Lasten nicht klar und verschleißen schnell. Ich habe schon etliche
Relais mit den Anlaufströmen von Schaltnetzteilen gekillt (Kontakte
verschweißt).
In industriellen Anwendungen, wo es um häufiges Schalten großer Ströme
geht, setzt man auch eher auf SSR.

Gruß
Lennart

Kay Martinen

unread,
Jul 4, 2022, 3:50:02 PM7/4/22
to
Am 04.07.22 um 19:26 schrieb Lennart Blume:
> Am 4 Jul 2022 10:43:52 GMT schrieb Peter Heitzer:
>
>> Ich bin immer skeptisch bei SSR und nicht ohmschen Lasten. Ich würde
>> ein klassisches Relais bevorzugen, z.B. Pollin 340846 oder vielleicht
>> 810921, da ist da Relais schon auf einer kleinen Platine und
>> Anschlussklemmen sind auch schon dran.

Ja. Und wenn man's nicht übertrieben sieht ist ein Relais schon eine
Trennung, ein Optokoppler also nicht nötig. Nur die Anpassung der
Ansteuerung (Schalttransistor u.s.w.)

> Ich sehe das eher umgekehrt, manche Relais kommen mit kpazativen
> Lasten nicht klar und verschleißen schnell. Ich habe schon etliche
> Relais mit den Anlaufströmen von Schaltnetzteilen gekillt (Kontakte
> verschweißt).

Was für SNT waren das, und was für Relais?

> In industriellen Anwendungen, wo es um häufiges Schalten großer Ströme
> geht, setzt man auch eher auf SSR.

Ist das nicht eher ein Dimensionierungs-Problem?

Ein Gerät das nur 1 Ampere zieht mit einem 40 A SSR zu schalten macht
eben keinen Sinn. Ebenso wenig wie ein klappriges Baumarkt-Relais für
Höhere Anforderungen.


Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Kay Martinen

unread,
Jul 4, 2022, 4:50:02 PM7/4/22
to
Am 04.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
> Hallo,
>
> gegeben sei das unter https://www.amazon.de/dp/B08XQRSM4T beschriebene
> Halbleiterrelais.

Du möchtest einen Glühofen schalten? :)

> Dabei wundere ich mich ein wenig über die zulässigen 40A Strom auf der
> Lastseite. Dafür sehen mir die Klemmen fast ein wenig fipsig aus.

Alles eine Frage der Kontaktflächen. Mit einem (Ring)kabelschuh geht's auch.

> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
> schalten.

??? Warum das! So was würde ich eher direkt an einer evtl. vorhandenen
USV anschließen. Wenn die startet ist der Switch auch da und das ist
sein Job. Es gibt vielleicht auch USV mit getrennt schaltbaren
Ausgängen... Die Sinnfrage beantwortet das aber auch nicht wirklich.


> Wenn das mit diesem Halbleiterrelais sicher machbar ist, kann ich das
> auf der Eingangsseite so beschalten?
>
> 5V Raspi --------------------------|
> Raspi GPIO -------------------| |
> Optokoppler \=> /

Ist das SSR nicht optisch Entkoppelt? Ich würde das bei solchen Teilen
eigentlich IMMER als Standard annehmen weil doch sonst keine wirkliche
Trennung zwischen Steuer- und Last-seite existiert.

> Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
> schalten kann? Die Gembird USB-Steckerleiste ist mir zu sperrig, und
> ein Tasmota kommt nicht in frage weil das Netz braucht, da ist die
> Ansteuerung zu komplex.

Shelly Plug S auch? Kaum so groß wie die Steckdose selbst und die
Ansteuerung kann ich nicht wirklich komplex finden.

Es gibt "USB Steckdosenleisten" die nur EIN Relais und mehrere Ausgänge
per USB schalten - und es gibt USB-Steuerbare Steckdosenleisten die pro
Ausgang ein Relais haben. SIS-PM z.B. ist letztere aber ob die Gembird
oder Silvershield heißt (oder inzwischen wieder anders) weiß ich nicht
mehr. Nur das sie haltbarer ist, wandmontierbar und auch in Varianten
mit LAN oder WLAN anbindung existieren soll.

Meine hat nur USB, läßt sich aber von Windows (UI-Tool) und Linux (shell
und Webservice) steuern.

Arno Welzel

unread,
Jul 5, 2022, 2:09:45 AM7/5/22
to
Marc Haber:

[...]
> Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
> schalten kann? Die Gembird USB-Steckerleiste ist mir zu sperrig, und
> ein Tasmota kommt nicht in frage weil das Netz braucht, da ist die
> Ansteuerung zu komplex.

<https://www.makershop.de/module/relais/1-kanal-relais/>


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Marc Haber

unread,
Jul 5, 2022, 3:44:57 AM7/5/22
to
Newdo <Ne...@ifmd.de> wrote:
>Was versprichst Du dir vom Optokoppler?

Dass der mit 16 mA belastbare GPIO-Pin überlebt. Das Halbleiterrelais
nimmt 20 mA Eingangsstrom.

Ein Transistor ginge auch, aber den Optokoppler hab ich im Schrank und
ich weiß auch was für einen Vorwiderstand ich nehmen muss.

Marc Haber

unread,
Jul 5, 2022, 3:46:57 AM7/5/22
to
"Peter Heitzer" <peter....@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>gegeben sei das unter https://www.amazon.de/dp/B08XQRSM4T beschriebene
>>Halbleiterrelais.
>
>>Dabei wundere ich mich ein wenig über die zulässigen 40A Strom auf der
>>Lastseite. Dafür sehen mir die Klemmen fast ein wenig fipsig aus.
>
>>Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
>>schalten.
>Ich bin immer skeptisch bei SSR und nicht ohmschen Lasten. Ich würde
>ein klassisches Relais bevorzugen, z.B. Pollin 340846 oder vielleicht
> 810921, da ist da Relais schon auf einer kleinen Platine und
>Anschlussklemmen sind auch schon dran.

Das sieht auch gut aus, ja. Danke.

Marc Haber

unread,
Jul 5, 2022, 3:52:44 AM7/5/22
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>Am 04.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
>> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
>> schalten.
>
>??? Warum das! So was würde ich eher direkt an einer evtl. vorhandenen
>USV anschließen. Wenn die startet ist der Switch auch da und das ist
>sein Job. Es gibt vielleicht auch USV mit getrennt schaltbaren
>Ausgängen... Die Sinnfrage beantwortet das aber auch nicht wirklich.

Du kannst mir einfach glauben, dass ich mir das durchdacht habe.

Der Switch ist ein managebarer 24-Port-10-GbE Switch, der sich alle
paar Wochen mal weghängt und entstromt werden möchte. Das möchte ich
automatisieren.

>> Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
>> schalten kann? Die Gembird USB-Steckerleiste ist mir zu sperrig, und
>> ein Tasmota kommt nicht in frage weil das Netz braucht, da ist die
>> Ansteuerung zu komplex.
>
>Shelly Plug S auch? Kaum so groß wie die Steckdose selbst und die
>Ansteuerung kann ich nicht wirklich komplex finden.

Wenn der Switch weg ist, habe ich kein Netz mehr. Ich müsste also
zwischen dem Raspi, der u.a. die Überwachung macht, ob er noch Netz
hat und ggf den Switch kurz entstromt, ein dediziertes WLAN-Segment
aufmachen und dieses dann auch wieder überwachen. Das ist, mit
Verlaub, komplizierter und auch störanfälliger als ein Relais am GPIO.

>Es gibt "USB Steckdosenleisten" die nur EIN Relais und mehrere Ausgänge
>per USB schalten - und es gibt USB-Steuerbare Steckdosenleisten die pro
>Ausgang ein Relais haben. SIS-PM z.B. ist letztere aber ob die Gembird
>oder Silvershield heißt (oder inzwischen wieder anders) weiß ich nicht
>mehr. Nur das sie haltbarer ist, wandmontierbar und auch in Varianten
>mit LAN oder WLAN anbindung existieren soll.

Die Gembird hat einen absurd schlechten Ruf, von "klappert" bis hin zu
"hat durch ständiges ein- und ausschalten das angeschlossene gerät
ruiniert" bis hin zu "ist abgebrannt" habe ich da schon alles gehört.
Außerdem ist sie mir - wie ich oben schon schrieb - zu sperrig.

>Meine hat nur USB, läßt sich aber von Windows (UI-Tool) und Linux (shell
>und Webservice) steuern.

Ja, das ist wunderbar, so lange das Netz funktioniert.

Peter Heitzer

unread,
Jul 5, 2022, 6:10:32 AM7/5/22
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>>Am 04.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
>>> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
>>> schalten.
>>
>>??? Warum das! So was würde ich eher direkt an einer evtl. vorhandenen
>>USV anschließen. Wenn die startet ist der Switch auch da und das ist
>>sein Job. Es gibt vielleicht auch USV mit getrennt schaltbaren
>>Ausgängen... Die Sinnfrage beantwortet das aber auch nicht wirklich.

>Du kannst mir einfach glauben, dass ich mir das durchdacht habe.

>Der Switch ist ein managebarer 24-Port-10-GbE Switch, der sich alle
>paar Wochen mal weghängt und entstromt werden möchte. Das möchte ich
>automatisieren.

>>> Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
>>> schalten kann? Die Gembird USB-Steckerleiste ist mir zu sperrig, und
>>> ein Tasmota kommt nicht in frage weil das Netz braucht, da ist die
>>> Ansteuerung zu komplex.
>>
>>Shelly Plug S auch? Kaum so groß wie die Steckdose selbst und die
>>Ansteuerung kann ich nicht wirklich komplex finden.

>Wenn der Switch weg ist, habe ich kein Netz mehr. Ich müsste also
>zwischen dem Raspi, der u.a. die Überwachung macht, ob er noch Netz
>hat und ggf den Switch kurz entstromt, ein dediziertes WLAN-Segment
>aufmachen und dieses dann auch wieder überwachen. Das ist, mit
>Verlaub, komplizierter und auch störanfälliger als ein Relais am GPIO.

Der RPI, der die Überwachung macht, könnte sich allerdings auch mal
verhaspeln. Ich würde deshalb mit dem GPIO ein nachtriggerbares MF
bedienen, quasi einen einfachen Watchdog bauen. Solange der RPI das MF
mit einer aktiven _Flanke_ triggert, bleibt das Relais angezogen, ansonsten
fällt es nach der metastabilen Zeit ab. Der Ausgang des MF kann direkt
das Relais schalten, wenn du ein TTL MF wie 74LS123 verwendest.

Marc Haber

unread,
Jul 5, 2022, 7:50:13 AM7/5/22
to
"Peter Heitzer" <peter....@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>Der RPI, der die Überwachung macht, könnte sich allerdings auch mal
>verhaspeln. Ich würde deshalb mit dem GPIO ein nachtriggerbares MF
>bedienen, quasi einen einfachen Watchdog bauen. Solange der RPI das MF
>mit einer aktiven _Flanke_ triggert, bleibt das Relais angezogen, ansonsten
>fällt es nach der metastabilen Zeit ab. Der Ausgang des MF kann direkt
>das Relais schalten, wenn du ein TTL MF wie 74LS123 verwendest.

Und wie würde das Relais dann wieder einschalten?

Grüße
Marc

Peter Heitzer

unread,
Jul 5, 2022, 10:09:30 AM7/5/22
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>"Peter Heitzer" <peter....@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>>Der RPI, der die Überwachung macht, könnte sich allerdings auch mal
>>verhaspeln. Ich würde deshalb mit dem GPIO ein nachtriggerbares MF
>>bedienen, quasi einen einfachen Watchdog bauen. Solange der RPI das MF
>>mit einer aktiven _Flanke_ triggert, bleibt das Relais angezogen, ansonsten
>>fällt es nach der metastabilen Zeit ab. Der Ausgang des MF kann direkt
>>das Relais schalten, wenn du ein TTL MF wie 74LS123 verwendest.

>Und wie würde das Relais dann wieder einschalten?

>Grüße
>Marc
Sobald eine aktive Flanke das MF triggert, zieht das Relais wieder an.
Ein nachtriggerbares MF braucht wie ein sog. Totmannschalter im Zug einen
regelmässigen Puls und keinen statischen Pegel.

Auf dem Raspi könnte das in etwa so implementiert werden.
#!/bin/sh
while true; do
ping -c 5 $netzwerkswitch >/dev/null && gpiopuls
sleep 300
done

gpiopuls ist dabei ein python-Skript, das den GPIO am Triggereingang des
MF kurz toggled.

Wie du feststellst, daß der Raspi, also die Überwachung versagt hat,
ist dein nächstes Problem ;-)

stefan

unread,
Jul 5, 2022, 11:14:22 AM7/5/22
to
Am 05.07.2022 um 09:44 schrieb Marc Haber:
> Newdo <Ne...@ifmd.de> wrote:
>> Was versprichst Du dir vom Optokoppler?
>
> Dass der mit 16 mA belastbare GPIO-Pin überlebt. Das Halbleiterrelais
> nimmt 20 mA Eingangsstrom.
>
> Ein Transistor ginge auch, aber den Optokoppler hab ich im Schrank und
> ich weiß auch was für einen Vorwiderstand ich nehmen muss.

Da stellt sich dann die Frage, ob der Optokoppler eine Stromverstärkung
>1 hat. Ansonsten hilft dir das nicht bei dem Problem mit der
Strombelastung deines GPIOs.

Ich würde, wie schon von anderen vorgeschlagen, einen Transistor
verwenden. Den Pluspol des SSR-Eingangs an +5V und den Minuspol auf den
Kollektor eines Transistors. Entweder ein popeliger BC547C oder BC347
NPN Transistor im TO92 Gehäuse oder ein Logic-Level Mosfet.

Beim NPN Transistor kann man dann mit einer Stromverstärkung von 200
rechnen. Für Schaltzwecke schickt man dann 10x soviel Strom in die Basis
wie man theoretisch bräuchte.

Basisstrom wäre dann 20mA / 20 = 1mA.

Was für Ausgänge hat der Raspi? 3V oder 5V

Bei 3V bräuchte man dann einen 3V-0,7V / 1mA = 2,7 KOhm.

Ich würd einen 4k7 nehmen, weil mit die Farbkombination gelb lila rot
besser gefällt ;-)

Dann geht das auch mit einem 5V GPIO.

Alles ziemlich unkritisch, geht wahrscheinlich auch mit 10K.







onlinefloh

unread,
Jul 5, 2022, 11:30:04 AM7/5/22
to
Wenn ich Marc richtig verstehe, geht er davon aus, daß der Raspi dann
genau wie der Switch an der geschalteten Leitung hängt. Dann würde in
der Tat der Raspi sich selber den Saft abdrehen, so daß ihm ein
Wiedereinschalten nicht ohne fremde Hilfe möglich wäre. In diesem Falle
hätte er seinen Single Point of Failure (den Switch) um eine weitere
Fehlerquelle erweitert, ohne einen Mehrwert daraus ziehen zu können.

Was Peter aber vermutlich meint, ist die Variante, daß der Raspi ständig
am Netz hängt (also vor dem Relais), den Switch überwacht, und nur bei
Bedarf - wenn die Kiste sich mal wieder komisch verhält - kurzzeitig vom
Netz trennt.

Wo ich so drüber nachdenke: Da das ganze sowieso eine Bastelei wird,
könnte man auch darüber nachdenken, einfach den Switch aufzumachen und
den üblicherweise vorhandenen Reset-Schalter mit einem MOSFET,
Optokoppler o.ä. zu betätigen. Der Reset ist dann eh Kleinspannung, so
daß Gebastel am Netz entfällt.

Nur so eine Idee, natürlich gibt es einige valide Gründe, den Switch
nicht aufmachen zu wollen...

Gruß,
Florian

Arno Welzel

unread,
Jul 5, 2022, 1:08:45 PM7/5/22
to
Marc Haber:

> Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>> Am 04.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
>>> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
>>> schalten.
>>
>> ??? Warum das! So was würde ich eher direkt an einer evtl. vorhandenen
>> USV anschließen. Wenn die startet ist der Switch auch da und das ist
>> sein Job. Es gibt vielleicht auch USV mit getrennt schaltbaren
>> Ausgängen... Die Sinnfrage beantwortet das aber auch nicht wirklich.
>
> Du kannst mir einfach glauben, dass ich mir das durchdacht habe.
>
> Der Switch ist ein managebarer 24-Port-10-GbE Switch, der sich alle
> paar Wochen mal weghängt und entstromt werden möchte. Das möchte ich
> automatisieren.

Mit einem Raspi? Hier läuft ein Raspi, der auch alle paar Wochen mal
entstromt werden will, weil der kaum länger als 1-2 Monate durchläuft.
Deshalb hängt der an einer per DECT-ULE schaltbaren Steckdose, die ich
notfalls per Telefon fernsteuern kann :-].

Bist Du Dir sicher, dass Du genau das willst? Ein einfacher
Microcontroller a la ESP o.Ä. mit Ethernet-Modul zum Testen der
Switch-Erreichbarkeit wäre da vermutlich sinnvoller - die laufen ggf.
auch Jahre lang durch ohne abzustürzen und ggf. kann man mit Watchdog
dafür sorgen, dass der Microcontroller neu startet, wenn der
Überwachungsprozess wider Erwarten doch hängt. Mit Visual Studio Code
und PlatformIO ist auch die Entwicklung überschaubar.

Controller:
<https://www.berrybase.de/d1-mini-esp8266-entwicklungsboard?c=306>

Relais-Karte dazu:
<https://www.berrybase.de/relais-shield-f-252-r-d1-mini>

Ethernet-Modul mit SPI:
<https://www.berrybase.de/enc28j60-ethernet-modul>

Kay Martinen

unread,
Jul 5, 2022, 1:40:14 PM7/5/22
to
Am 05.07.22 um 09:52 schrieb Marc Haber:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>> Am 04.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
>>> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
>>> schalten.
>>
>> ??? Warum das!

> Du kannst mir einfach glauben, dass ich mir das durchdacht habe.
>
> Der Switch ist ein managebarer 24-Port-10-GbE Switch, der sich alle
> paar Wochen mal weghängt und entstromt werden möchte. Das möchte ich
> automatisieren.

Ich HABE so was ähnliches wegautomatisiert. Meine beiden Powerline
Adapter hängen sich so ungefähr alle 1-2 Monate mal so heftig weg das es
nicht reicht nur den in der Wohnung neu zu starten sondern auch den im
Keller. Seit kurzem habe ich ein tool das auf einem Server unten läuft
und den Adapter dort ein mal pro Woche nur neu startet. Außerdem liest
das tool die datenrate regelmäßig aus und notiert sie.

Ich vermute das Problem liegt in irgenwelchen Buffern oder Timern die da
in der Firmware überlaufen. Der regelmäßige neustart sollte das dann
beheben.

Bisher ist der "Fall" nicht wieder aufgetreten.



>>> Oder gibt es kaufbare Module mit denen ich einen 230v-Stromkreis
>>> schalten kann
>>> ein Tasmota kommt nicht in frage weil das Netz braucht, da ist die
>>> Ansteuerung zu komplex.
>>
>> Shelly Plug S auch? Kaum so groß wie die Steckdose selbst und die
>> Ansteuerung kann ich nicht wirklich komplex finden.
>
> Wenn der Switch weg ist, habe ich kein Netz mehr.

Falls du es noch nicht versucht haben solltest, hast du mal probiert
deinen Switch präventiv einfach ein mal die Woche neu booten zu lassen?

So lange er erreichbar ist müsste DAS in jedem fall gehen.

Sebastian Suchanek

unread,
Jul 6, 2022, 1:57:07 AM7/6/22
to
Am 05.07.2022 um 19:08 schrieb Arno Welzel:
> Marc Haber:
>
>> Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>>> Am 04.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
>>>> Aber ich möchte nur einen Switch mit vielleicht 200W Stromaufnahme
>>>> schalten.
>>>
>>> ??? Warum das! So was würde ich eher direkt an einer evtl. vorhandenen
>>> USV anschließen. Wenn die startet ist der Switch auch da und das ist
>>> sein Job. Es gibt vielleicht auch USV mit getrennt schaltbaren
>>> Ausgängen... Die Sinnfrage beantwortet das aber auch nicht wirklich.
>>
>> Du kannst mir einfach glauben, dass ich mir das durchdacht habe.
>>
>> Der Switch ist ein managebarer 24-Port-10-GbE Switch, der sich alle
>> paar Wochen mal weghängt und entstromt werden möchte. Das möchte ich
>> automatisieren.
>
> Mit einem Raspi? Hier läuft ein Raspi, der auch alle paar Wochen mal
> entstromt werden will, weil der kaum länger als 1-2 Monate durchläuft.
> [...]

Dann machst Du 'was verkehrt. Hier[tm] laufen inzwischen 4 RasPis im
Dauereinsatz, teilweise seit Jahren und der einzige, der ab und zu einen
Reboot braucht, ist der Medienserver, weil sich Kodi ab und zu
weghängt[1]. Und selbst da muss ich nicht zum Stecker greifen - über SSH
ist die Kiste normalerweise auch dann noch erreichbar und ein "reboot"
auf der Konsole genügt.


Tschüs,

Sebastian

_____
[1] Ja, wahrscheinlich bekäme das auch ohne Reboot irgendwie repariert,
aber nach ein paar diesbezüglichen Versuchen habe ich aufgegeben und
greife inzwischen standardmäßig zur Windows-Lösung (Reboot).
Ich kann mit meiner Zeit sinnvolleres anfangen. ;-)

Marc Haber

unread,
Jul 6, 2022, 2:44:52 AM7/6/22
to
onlinefloh <use...@teply.info> wrote:
>Wenn ich Marc richtig verstehe, geht er davon aus, daß der Raspi dann
>genau wie der Switch an der geschalteten Leitung hängt.

Nein, aber der Raspi hat halt kein Datennetz wenn der Switch sich
aufgehängt hat, und während der Switch aus ist, und während der Switch
neu bootet.

Die Bedienung des Netzrelais des Switches muss also ohne Datennetz
auskommen, deswegen hatte ich WLAN-basierende Lösungen ausgeschlossen.
Ja, ich weiß dass man das WLAN des Raspi als Accesspoint nutzen
könnte, das ist mir aber zu frickelig.

>Wo ich so drüber nachdenke: Da das ganze sowieso eine Bastelei wird,
>könnte man auch darüber nachdenken, einfach den Switch aufzumachen und
>den üblicherweise vorhandenen Reset-Schalter mit einem MOSFET,
>Optokoppler o.ä. zu betätigen. Der Reset ist dann eh Kleinspannung, so
>daß Gebastel am Netz entfällt.

Schöne Idee, der Switch hat aber keinen Reset Button. Der kleine
Schalter der vorhanden ist macht einen Factory Reset.

Marc Haber

unread,
Jul 6, 2022, 2:46:27 AM7/6/22
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>Mit einem Raspi?

Den hab ich eh, der läuft hier als OoB-Zugang für die Komponenten,
liest die Stromzähler aus, bedient den Regenmesser und schickt
Telegram-Nachrichten wenn jemand klingelt. Das bisschen Switch
überwachen und ggf entstromen wird ihn jetzt nicht vor unlösbare
Aufgaben stellen.

>Bist Du Dir sicher, dass Du genau das willst?

Bin ich.

Marc Haber

unread,
Jul 6, 2022, 2:49:50 AM7/6/22
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>Falls du es noch nicht versucht haben solltest, hast du mal probiert
>deinen Switch präventiv einfach ein mal die Woche neu booten zu lassen?

Dann müsste ich halt vorher das Monitoring deaktivieren damit ich
nicht eine Flug von "is DOWN ... is UP" Nachrichten bekomme. Aber auch
dann bräuchte ich eine Lösung, die den Switch auch wieder EINschalten
kann wenn er einmal aus ist, damit schließt sich eine auf das
Datennetz angewiesene Lösung genau so aus wie beim bedarfsgetriggerten
Entstromen.

Leute, bitte. Ich bin seit über 30 Jahren im IT-Geschäft, die Ideen
die Ihr hier vortragt sind alle richtig, ich habe über alle dieser
Ideen nachgedacht, habe sie aus Gründen verworfen und habe ganz
konkrete Fragen zur Implementierung des _richtigen_ Wegs weil ich mich
mit so Analog-Elektronik-Geraffel nicht (mehr) so gut auskenne wie ich
das als Jugendlicher konnte.

Grüße
Marc

Sebastian Suchanek

unread,
Jul 6, 2022, 4:12:07 AM7/6/22
to
Am 06.07.2022 um 08:49 schrieb Marc Haber:
> [...]
> über alle dieser
> Ideen nachgedacht, habe sie aus Gründen verworfen und habe ganz
> konkrete Fragen zur Implementierung des _richtigen_ Wegs weil ich mich
> mit so Analog-Elektronik-Geraffel nicht (mehr) so gut auskenne wie ich
> das als Jugendlicher konnte.

Dann nimm eins der üblichen Relais-Shields für den Raspi (oder wahlweise
das Einzel-Relais, das Arno vorgeschlagen hat) und gut is'.


HTH,

Sebastian

Peter Heitzer

unread,
Jul 6, 2022, 4:33:23 AM7/6/22
to
Peter Heitzer <peter....@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>"Peter Heitzer" <peter....@rz.uni-regensburg.de> wrote:
>>>Der RPI, der die Überwachung macht, könnte sich allerdings auch mal
>>>verhaspeln. Ich würde deshalb mit dem GPIO ein nachtriggerbares MF
Bei genauerem Überlegen und Lesen der anderen Posts ist mir ein Fehler
in meinem Vorschlag aufgefallen. Hier wäre der Strom am Switch solange
aktiv, wie der RPI nachtriggert. Im Fehlerfall bliebe der Switch stromlos,
da ja der Trigger vom RPI nur bei Kontakt zum Switch erfolgt.

Das Monoflop darf natürlich nur im Fehlerfall getriggert werden, damit
das Relais kurz anzieht und via Öffnerkontakt dem Switch den Strom nimmt.
Nach einer Wartezeit von 5 Minuten (oder der Zeit, nach der der Switch
sicher gebootet hat und bereit ist) darf der nächste Test erfolgen.

Trotzdem ist dadurch eine höhere Zuverlässigkeit gegeben, da der Fall
Raspi setzt GPIO, Relais zieht an, Raspi hängt und kann GPIO nicht mehr
zurücksetzen, nicht mehr auftreten kann.

Peter Heitzer

unread,
Jul 6, 2022, 4:37:49 AM7/6/22
to
Evtl. könnte auch eine Bruteforce-Lösung helfen; via Schaltuhr einmal
täglich in den Nachtzeiten für 1 Minute den Strom abschalten.

Axel Berger

unread,
Jul 6, 2022, 4:43:15 AM7/6/22
to
Peter Heitzer wrote:
> via Schaltuhr einmal
> täglich in den Nachtzeiten für 1 Minute den Strom abschalten.

Ich lege solche Unterbrechungen immer in den späten Vormittag. Wenn ich
dabeisitze kann ich auf die kurze Störung passend reagieren. Nachts
laufen manchmal sehr lange Dinge, von denen ich möchte, daß sie morgens
beim Aufstehen erfolgreich abgearbeitet sind.


--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Marc Haber

unread,
Jul 6, 2022, 6:44:03 AM7/6/22
to
Axel Berger <Sp...@Berger-Odenthal.De> wrote:
>Peter Heitzer wrote:
>> via Schaltuhr einmal
>> täglich in den Nachtzeiten für 1 Minute den Strom abschalten.
>
>Ich lege solche Unterbrechungen immer in den späten Vormittag.

Nicht akzeptabel, dauert zu lange bis wieder da.

Rolf Bombach

unread,
Jul 6, 2022, 1:49:00 PM7/6/22
to
Lennart Blume schrieb:
>
> Das SSR hat halt im ausgeschalteten Zustand einen hohen, aber
> endlichen Widerstand. Es fließt weiterhin ein kleiner Strom von
> einigen Mikroampere, der Kondensatoren in Netzteilen aufladen kann,
> was dann zum Blinken von LED führen kann.

Eben. Es kommt nicht wirklich auf den Strom an, sondern wie der
nervt. Und das ist dann beim Blinken/Blitzen von Lampen gegeben.

Dazu kommt die logarithmische Augenempfindlichkeit.
Beispiel: Ich habe hier einen alten Osram-Maiskolben, R7s, ca 78 mm
lang, "7 W, 2700 K, 64 mA, 600 lm", etwa halb so viele LED wie üblich.

In 0.75 m Abstand messe ich (Retrofit in Reflektorgehäuse)

Direkt am Netz: 295 lx
SSR ca. 2 A: 4.1 lx
SSR ca, 10 A: 6.1 lx

Zum Glück smooth ohne Flackern. Sehr dekorativ und geradezu ideal
fürs Spektroskopie-Labor; man kann die Tastatur sehr gut erkennen
und deutliche Schrift gut lesen.
Fettere SSR haben fettere Snubber, schätze ich mal. Genaue Angaben
über die SSR auf Anfrage. Eglo-GU10-Flimmer-Reflektorlampen könnte
ich mir auch mal vorknöpfen. Die dimmen auch schön mit SSR-off.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Jul 6, 2022, 1:54:48 PM7/6/22
to
Lennart Blume schrieb:
>
> Ich sehe das eher umgekehrt, manche Relais kommen mit kpazativen
> Lasten nicht klar und verschleißen schnell. Ich habe schon etliche
> Relais mit den Anlaufströmen von Schaltnetzteilen gekillt (Kontakte
> verschweißt).

Kann ich gut nachvollziehen.

> In industriellen Anwendungen, wo es um häufiges Schalten großer Ströme
> geht, setzt man auch eher auf SSR.

Die Anlaufströme sind aber sehr hoch. Falls man Pech hat, kommt man
in den Bereich "non repetitive surge current" oder so ähnlich. Den
muss das Teil nur 20 mal aushalten. Dieser Bereich ist eher zum
killen der Sicherung gedacht.

Wesentlich höheres Lastintegral haben die Teile mit antiparallelen
Thyristoren statt TRIAC. Das ist so ab ca. 20 A Dauerstrom der
Fall; sieht man sofort in der Datentabelle.

Hutschienennetzteile: Je grösser (Bauart und Watt), desto geringer
werden die Anlaufströme, da dort meist ein Aktiv-PFC vorgesetzt ist.
Allerdings starten die auch wesentlich langsamer.
Auch PC-Netzteile der Luxusklasse haben stark reduzierte Anlaufströme.
Die sind aber auch "wesentlich" teurer, Preisaufschlag sicher fast
schon in der Gegend von einem Relais :-]

--
mfg Rolf Bombach

Arno Welzel

unread,
Jul 8, 2022, 8:58:30 AM7/8/22
to
Sebastian Suchanek:

> Am 05.07.2022 um 19:08 schrieb Arno Welzel:
[...]
>> Mit einem Raspi? Hier läuft ein Raspi, der auch alle paar Wochen mal
>> entstromt werden will, weil der kaum länger als 1-2 Monate durchläuft.
>> [...]
>
> Dann machst Du 'was verkehrt. Hier[tm] laufen inzwischen 4 RasPis im

Ich mache gar nichts. Das Ding läuft mit MotionEyeOs und hängt halt
einfach alle paar Wochen.

Auch bei Raspian habe ich das nicht anders erlebt, egal ob Raspi 1, 2, 3
oder 4. Insgesamt habe ich sicher schon an die 30 Raspis für diverse
Zwecke eingerichtet. Die Dinger sind halt Bastelcomputer und keine
Server für den Dauereinsatz.

Rolf Bombach

unread,
Jul 8, 2022, 4:46:16 PM7/8/22
to
Peter Heitzer schrieb:

> Erschwerend kommt hinzu, daß die meisten SSR im Nulldurchgang schalten.
> Was für ohmsche Verbraucher sinnvoll ist, kann bei nicht ohmschen Verbrauchern
> nach hinten losgehen, z.B. bei einem grösseren Ringkerntrafo.
> Wie sich ein modernes SNT mit PFC verhält, weiss ich nicht. Aber daß
> in allen Funksteckdosen ausschliesslich Relais verbaut werden, kann nicht
> allein dem geringeren Preis geschuldet sein.

ACK. SSR schaltet bei 30 V oder so ein, bei den typischen "Nulldurchgangsschaltern".
Braucht ja Volt, um den Zündkreis zu füttern, idR.

Trafo schalten mit SSR oder Phasenanschnitt ist eine Kunst. Es
gibt spezielle SSR und Phasenanschnittsdimmer für Trafos. Die
merken sich irgendwie die letzte Magnetisierung und schalten
gezielt ein. Meistens. Hab unterschiedliche Erfahrungen. Bei
einem Modell (IIRC Eurotherm) flogen auch gelegentlich die Sicherungen,
wenn man den "Dimmer" zu langsam hochgedreht hat vor der ersten
Zündung. (War 3P, in der Gegend von 5 kW).

--
mfg Rolf Bombach

Kay Martinen

unread,
Jul 9, 2022, 5:30:02 PM7/9/22
to
Am 06.07.22 um 08:49 schrieb Marc Haber:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>> Falls du es noch nicht versucht haben solltest, hast du mal probiert
>> deinen Switch präventiv einfach ein mal die Woche neu booten zu lassen?
>
> Dann müsste ich halt vorher das Monitoring deaktivieren damit ich
> nicht eine Flug von "is DOWN ... is UP" Nachrichten bekomme. Aber auch

Dein Monitoring kennt keine Scheduled Downtime (Nagios?) und ist auch
nicht scriptbar? So in der Art

- monitoring off
- send restart
- delay or probe
- monitoring on


> dann bräuchte ich eine Lösung, die den Switch auch wieder EINschalten
> kann wenn er einmal aus ist, damit schließt sich eine auf das
> Datennetz angewiesene Lösung genau so aus wie beim bedarfsgetriggerten
> Entstromen.

Ich meinte eigentlich nur ein aus der Ferne ausgelöstes regelmäßiges
"restart" via CLU die dein Managebarer Switch doch sicherlich hat. IdR
sollte der dabei doch einfach weiter "switchen" und es bestenfalls eine
kurze Unterbrechung (ggf. nur bei VLANs) geben oder?

Und: Warum sollte der Switch denn AUS sein oder bleiben? Wenn er durch
ein Relais ausgeschaltet wurde das an Lösung X hängt dann ist das wohl
eher ein Problem mit Lösung X und nichts anderem.

> konkrete Fragen zur Implementierung des _richtigen_ Wegs weil ich mich
> mit so Analog-Elektronik-Geraffel nicht (mehr) so gut auskenne wie ich
> das als Jugendlicher konnte.

Dann wusstest du vorher das SSR *nicht* der richtige Weg sind? :-)

Noch ne Alternative: Pollin Net-IO mit K8 Relaiskarte. Den verbauten AVR
kann man mit Alternativer Firmware (EtherSex...) bespielen und evtl.
gibt es da eine die eine art Timer für Relais An/aus mit bringt. Im
Original ist der per LAN fernsteuerbar und mit einem Windows-tool; oder
telnet; auch aus der Ferne Schaltbar. Kostet auch nicht so viel und
"basteln" beschränkte sich darauf die beiden Platinchen in ein Gehäuse
zu setzen und mit Stromversorgung und I/O zu verkabeln. Mit
entsprechenden Externen Schützen kannst du noch 7 weitere Geräte damit
Schalten.

Und vermutlich kann man die Relaiskarte allein auch an den Raspi
anpassen wenn man das unbedingt will.

<https://blog.schmuffeln.de/2012/10/pollin-relaiskarte-k8io-an-raspberry-pi/>

Da diese Karte einen Parallelport hat kann man sie auch von einem Alten
PC mit Druckerport ansteuern. Eine Schaltuhr Software für Win9x o.a. gab
es dazu.

Ähm, leider ist die Karte offenbar nicht mehr bei Pollin bestellbar wie
ich eben feststelle. Aber mit

<https://www.pollin.de/p/daypower-relaiskarte-rb-8-5v-8-kanal-810273>
geht es vermutlich sogar einfacher - am raspi. Oder die K1 Karte wenn
dir ein Kanal reicht.

N.B. bei den Angaben 10A/30V würde ich meinen das du eh ein
Leistungsschütz dahinter brauchst um deinen Switch zu schalten.

Das sollte dann 100% ED können damit nicht DAS der Ausfallpunkt wird.

Sprich: Das Kleine Relais kann wahrscheinlich schon 230V~ aber dann
keine 10A. Also schaltet das Kleinrelais auf der Karte das Große Relais
entweder direkt die 230V steuerspannung oder per Zwischenkreis z.b. mit
24V Trafo und Schützspulen. Bei letzterem hättest du in der Bastellösung
auch keine Netzspannung führenden Teile.

N.B. Wenn dein Switch einen Reset-Taster in Hardware hat kann ein Relais
natürlich auch den "drücken" wenn du dir den Eingriff zutraust.

Mein Alter Netgear FSM 726 hat einen. Den drücke ich gelegentlich wenn
sich bei Experimenten der CLI Zugang weg hängt. Er "switcht" dann
weiter, nur das Management-interface stellt sich taub.

Hängt in meinem Keller Rack. Vielleicht sollte ich da auch mal
"eingreifen" aber das kommt zu selten vor. Aktuell 140d uptime.

Michael Schwingen

unread,
Jul 10, 2022, 11:47:38 AM7/10/22
to
On 2022-07-05, Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> Der Switch ist ein managebarer 24-Port-10-GbE Switch, der sich alle
> paar Wochen mal weghängt und entstromt werden möchte. Das möchte ich
> automatisieren.

Hm. Wenn er mindestens 1 Woche durchhält, hilft evtl. das, was damals bei
den Orckit-DSL-Modems schon das Mittel der Wahl war: Zeitschaltuhr, einmal
am Tag oder einmal die Woche kurz abschalten - zu einer Zeit, wo es nicht
stört.

cu
Michael

Michael Schwingen

unread,
Jul 10, 2022, 11:55:42 AM7/10/22
to
On 2022-07-05, onlinefloh <use...@teply.info> wrote:
> Wo ich so drüber nachdenke: Da das ganze sowieso eine Bastelei wird,
> könnte man auch darüber nachdenken, einfach den Switch aufzumachen und
> den üblicherweise vorhandenen Reset-Schalter mit einem MOSFET,
> Optokoppler o.ä. zu betätigen. Der Reset ist dann eh Kleinspannung, so
> daß Gebastel am Netz entfällt.

OptoMOS, CPC1008N o.ä. ist für sowas ideal:

https://www.mouser.de/ProductDetail/IXYS-Integrated-Circuits/CPC1008N?qs=55vmWkf3TKnvx1qd0mTFOg%3D%3D

Habe ich hier im Einsatz (waren halt da ...), um meine KVM-Switches
fernbedienbar zu machen. Die Teile haben den Vorteil, daß man sie
unabhängig von der Schaltung im Gerät eigentlich immer einfach parallel zu
einem vorhandenen Taster anklemmen kann.

Für besondere Anwendungen gibt es die auch als "normally closed", z.B.
CPC1117N.

cu
Michael

Kay Martinen

unread,
Jul 10, 2022, 4:20:02 PM7/10/22
to
Am 10.07.22 um 17:47 schrieb Michael Schwingen:
> On 2022-07-05, Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>> paar Wochen mal weghängt und entstromt werden möchte. Das möchte ich
>> automatisieren.

> den Orckit-DSL-Modems schon das Mittel der Wahl war: Zeitschaltuhr, einmal
> am Tag oder einmal die Woche kurz abschalten - zu einer Zeit, wo es nicht
> stört.

Wurde schon vorgeschlagen und ist offenbar nicht das was Marc vorschwebt.

Die meisten Zeitschaltuhren haben auch eine Minimale Auflösung zwischen
Aus und An von mindestens 1 Minute (Digital) oder 5-15 minuten (Analog,
Elektromechanisch).

Zum Entstromen wg. Aufhänger reichen wenige Sekunden auszeit und
generell weniger als eine Minute. Das dürfte nur mit Schaltuhr nicht
flexibel abbildbar sein.

Michael Schwingen

unread,
Jul 11, 2022, 3:18:22 PM7/11/22
to
On 2022-07-10, Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>> den Orckit-DSL-Modems schon das Mittel der Wahl war: Zeitschaltuhr, einmal
>> am Tag oder einmal die Woche kurz abschalten - zu einer Zeit, wo es nicht
>> stört.
>
> Wurde schon vorgeschlagen und ist offenbar nicht das was Marc vorschwebt.

Ja, habe ich auch inzwischen gesehen. Dann bleibt halt die Lösung mit dem
Treibertransistor und SSR.

cu
Michael
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