* On 2013-07-20, Ragnar Bartuska wrote:
> Am Samstag, 20. Juli 2013 15:30:03 UTC+2 schrieb Adalbert Michelic:
>> Wenn ich ein Voltmeter zwischen eine geerdete Wasserleitung und eine
>> Phase halte, messe ich so ca. 130V - das muesste die Dreieckspannung
>> sein. Wie belastbar diese Spannung ist, weiss ich aber mangels
>> geeigneter Messtechnik nicht.
>>
> Das spricht doch sehr f�r TT, jedenfalls f�r einen stabil
> geerdeten Sternpunkt. Im IT-Netz hilft ein FI oder FI/LS erst beim
> Auftreten eines zweiten Fehlers, beim ersten passiert mal nix,
> au�er dass das System jetzt Erdbezug hat.
Der norwegische Wikipedia-Artikel zu einem IT-Netz[1] hat auch eine
Erdung eingezeichnet, mit einer Funkenstrecke zum
Ueberspannungsschutz auf Trafo-Seite. Die sollte meinem (begrenzten)
Verstaendnis nach nicht leiten - aber vielleicht haben ja neuere
Systeme da was anderes, bei dem genug Strom fuer ein Voltmeter
fliessen kann.
Bei uns im Buero steht auf der Infotafel im Sicherungsschrank
jedenfalls eindeutig, dass hier (in diesem Gebaeude) ein 230V
IT-Netz ist. Das steht deswegen angeschrieben, weil viele groessere
Installationen per Trafo ein 400V TT-Netz machen.
Allerdings: viele elektronische Geraete haben ja einen Y-Kondensator
zwischen den den beiden Zuleitungen und der Erdung. Da fliesst
sicher nicht viel Strom, aber wenn da in einem Gebiet mal ueber die
verschiedenen Haeuser verteilt 100 oder mehr solche Geraete in den
Steckdosen stecken, kann ich mir schon vorstellen, dass der darueber
fliessende Strom ausreicht, dass ein hochohmiges Voltmeter einen
vermeintlich stabilen Nullpunkt misst. Ich habs nicht nachgerechnet,
moeglicherweise taeusche ich mich ja auch.
Und: ja, der FI hilft erst beim zweiten Erdungsfehler. Aber an so
einem Trafo haengen ja sicher einige Strassenzuege mit mehreren
Dutzend Haushalten - wer sagt denn dass da nicht sowieso permanent
irgendwo schon der erste Erdungsfehler herum lungert?
Adalbert
[1]
http://no.wikipedia.org/wiki/IT-nett