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Erfahrungen mit shelly Geräten?

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Kay Martinen

unread,
Sep 16, 2021, 7:50:04 PM9/16/21
to
Hallo.

Welche Erfahrungen habt ihr mit den Produkten von Shelly, speziell den
Duo und RGB Lampen und Plug S?

Ich fand z.B. zum Shelly Plug S wiedersprüchliche Angaben. Bei reichelt
steht beim Plug S nichts von Leistungsmessung, bei dem Plug Pro (? der
im klassischen Zwischenstecker-Design) steht es aber dabei. In anderen
Quellen scheint es als ob der Plug S auch Leistungsmessung hat.
Zumindest eine Maximalleistung bei der er Abschalten soll kann man wohl
angeben. Ohne Messung dürfte das nicht gehen. Wie genau ist die wohl?

Hält der Wirklich die Last einer Waschmaschine aus die mehr als 1 Std.
Wäscht (und heizt)?

Wie sieht's mit der Integration in OpenHab (2 oder 3) aus? Gibt es da
Probleme die ich wissen sollte? Bei OH3 bin ich noch nicht
durchgestiegen wie das Konzept der UI und Setup Generierung zusammen
hängt. Das schien mir bei OH2 mit den Textfiles logischer. Tippfehler
mal ausgenommen. :)

Eine Cloud brauche und will ich dafür übrigens nicht. Die sollen in ein
Abgeschottetes Netz mit OpenHab, entweder als VM oder auf einem Raspi.
Ich nehme an die "Cloud"features (Sonnenaufgang, Zeitpläne) kann man
auch mit OpenHab realisieren.

Kay

--
Posted via leafnode

Thomas Einzel

unread,
Sep 17, 2021, 4:41:54 AM9/17/21
to
Du könntest dir ein paar Videos von Helmut "ProofWoof" auf Youtube
ansehen, der hat sich auch Shellys angesehen und sagt etwas dazu.

(Auch) für mich sind die Shellys nichts, zu sehr in Richtung basteln.

Privat verwende ich LCN, da gibt es AFAIK auch ein OpenHUB bindig.

Wenn es zwingend Funk sein muß, würde ich empfehlen mal in Richtung
EnOcean schauen, einige EnOcean Geräte verwende ich über Minigateways im
Bus - gute Erfahrung über einige Jahre.
--
Thomas

Arno Welzel

unread,
Sep 18, 2021, 11:09:26 AM9/18/21
to
Kay Martinen:

> Hallo.
>
> Welche Erfahrungen habt ihr mit den Produkten von Shelly, speziell den
> Duo und RGB Lampen und Plug S?
>
> Ich fand z.B. zum Shelly Plug S wiedersprüchliche Angaben. Bei reichelt
> steht beim Plug S nichts von Leistungsmessung, bei dem Plug Pro (? der
> im klassischen Zwischenstecker-Design) steht es aber dabei. In anderen
> Quellen scheint es als ob der Plug S auch Leistungsmessung hat.

Schau halt beim Hersteller:

<https://shelly.cloud/products/shelly-plug-s-smart-home-automation-device/>

Das steht:

"Power metering

Shelly Plug S has an integrated precise power meter. You can measure the
overall consumption of all the electric devices connected to it."

Und hier findet man das Handbuch:

<https://shelly.cloud/knowledge-base/devices/shelly-plug-s/>

Laut "App Guide" liefert zumindest die App von Shelly auch
Verbrauchsangaben:

<https://shelly.cloud/documents/user_guide/shelly_plug_s_app.pdf>

> Zumindest eine Maximalleistung bei der er Abschalten soll kann man wohl
> angeben. Ohne Messung dürfte das nicht gehen. Wie genau ist die wohl?
>
> Hält der Wirklich die Last einer Waschmaschine aus die mehr als 1 Std.
> Wäscht (und heizt)?

Das kommt auf die Waschmaschine an. Beim Shelly Plug S ist eine maximale
Belastbarkeit mit 10A bzw. 2500 Watt angegeben.

> Wie sieht's mit der Integration in OpenHab (2 oder 3) aus? Gibt es da
> Probleme die ich wissen sollte? Bei OH3 bin ich noch nicht
> durchgestiegen wie das Konzept der UI und Setup Generierung zusammen
> hängt. Das schien mir bei OH2 mit den Textfiles logischer. Tippfehler
> mal ausgenommen. :)

Alle Angaben zu Shelly und OpenHAB findet man hier:

<https://www.openhab.org/addons/bindings/shelly/>



--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Gerald Oppen

unread,
Sep 19, 2021, 5:10:05 AM9/19/21
to
Am 18.09.21 um 17:09 schrieb Arno Welzel:
> Das kommt auf die Waschmaschine an. Beim Shelly Plug S ist eine maximale
> Belastbarkeit mit 10A bzw. 2500 Watt angegeben.

Das beantwortet die Frage nicht wirklich.
Da wird gerne nur angegeben was das verbaute Schaltelement unter
definierten Bedingungen kann. Ob das gesamte Gerät und der jeweilige
Verbraucher zusammen diese Randbedingungen (z.B. nur ohmsche Last bei
dieser Leistung, nur bei Raumtemperatur im(!) Gehäuse,..) noch einhält
ist ein anderes Thema.


Gerald

Arno Welzel

unread,
Sep 20, 2021, 9:42:19 AM9/20/21
to
Gerald Oppen:

> Am 18.09.21 um 17:09 schrieb Arno Welzel:
>> Das kommt auf die Waschmaschine an. Beim Shelly Plug S ist eine maximale
>> Belastbarkeit mit 10A bzw. 2500 Watt angegeben.
>
> Das beantwortet die Frage nicht wirklich.

Wenn die Waschmaschine laut Herstellerangaben mehr als 10A braucht, hast
Du im Fall eines Schadens einfach Pech - der Hersteller wird das dann
ganz sicher nicht ersetzen.

Wenn die Waschmaschine offiziell nie mehr als 10A Leistungsaufnahme hat,
und der Shelly-Plug trotzdem kaputt geht, wäre das wohl eine
Reklamationsgrund.

> Da wird gerne nur angegeben was das verbaute Schaltelement unter
> definierten Bedingungen kann. Ob das gesamte Gerät und der jeweilige

Was soll da auch anders stehen?

> Verbraucher zusammen diese Randbedingungen (z.B. nur ohmsche Last bei
> dieser Leistung, nur bei Raumtemperatur im(!) Gehäuse,..) noch einhält
> ist ein anderes Thema.

Du gehst davon aus, dass Herstellerangaben zur Belastbarkeit wertlos
sind, würdest aber darauf vertrauen, wenn *hier* irgend jemand Dir
erzählt, dass das Ding mit *seiner* Waschmaschine benutzbar ist, obwohl
Du weder die Waschmaschine kennst noch die Randbedingungen?

Arno Welzel

unread,
Sep 20, 2021, 9:46:06 AM9/20/21
to
Arno Welzel:

> Gerald Oppen:
[...]
>> Verbraucher zusammen diese Randbedingungen (z.B. nur ohmsche Last bei
>> dieser Leistung, nur bei Raumtemperatur im(!) Gehäuse,..) noch einhält
>> ist ein anderes Thema.
>
> Du gehst davon aus, dass Herstellerangaben zur Belastbarkeit wertlos
> sind, würdest aber darauf vertrauen, wenn *hier* irgend jemand Dir
> erzählt, dass das Ding mit *seiner* Waschmaschine benutzbar ist, obwohl
> Du weder die Waschmaschine kennst noch die Randbedingungen?

PS: Eine Fritz!Dect 210 hält hier schon seit Jahren auch mehrere
Waschgänge mit einer älteren Miele W986 hintereinander aus und openHAB
unterstützt Fritz!Boxen ebenfalls:
<https://www.openhab.org/addons/bindings/avmfritz/>

Gerald Oppen

unread,
Sep 21, 2021, 4:59:07 PM9/21/21
to
Am 20.09.21 um 15:42 schrieb Arno Welzel:
> Gerald Oppen:
>
>> Am 18.09.21 um 17:09 schrieb Arno Welzel:
>>> Das kommt auf die Waschmaschine an. Beim Shelly Plug S ist eine maximale
>>> Belastbarkeit mit 10A bzw. 2500 Watt angegeben.
>>
>> Das beantwortet die Frage nicht wirklich.
>
> Wenn die Waschmaschine laut Herstellerangaben mehr als 10A braucht, hast
> Du im Fall eines Schadens einfach Pech - der Hersteller wird das dann
> ganz sicher nicht ersetzen.
>
> Wenn die Waschmaschine offiziell nie mehr als 10A Leistungsaufnahme hat,
> und der Shelly-Plug trotzdem kaputt geht, wäre das wohl eine
> Reklamationsgrund.

Schon mal erlebt dass es beim Einschalten vom PC die Sicherung raushaut
obwohl "offiziell nie mehr" als der Nennstrom der Sicherung fließt ?
U.a. darum geht es.

>> Da wird gerne nur angegeben was das verbaute Schaltelement unter
>> definierten Bedingungen kann. Ob das gesamte Gerät und der jeweilige
>
> Was soll da auch anders stehen?
Eine qualifizierte Angabe darüber was das Gerät tatsächlich unter
welchen Bedingnungen schalten kann.

>> Verbraucher zusammen diese Randbedingungen (z.B. nur ohmsche Last bei
>> dieser Leistung, nur bei Raumtemperatur im(!) Gehäuse,..) noch einhält
>> ist ein anderes Thema.
>
> Du gehst davon aus, dass Herstellerangaben zur Belastbarkeit wertlos
> sind, würdest aber darauf vertrauen, wenn *hier* irgend jemand Dir
> erzählt, dass das Ding mit *seiner* Waschmaschine benutzbar ist, obwohl
> Du weder die Waschmaschine kennst noch die Randbedingungen?

Eine Herstellerangabe "10A" ohne weitere Angaben ist mehr Marketing als
eine belastbare Aussage.

Gru0
Gerald

Kay Martinen

unread,
Sep 21, 2021, 8:20:03 PM9/21/21
to
Am 21.09.21 um 22:59 schrieb Gerald Oppen:
> Am 20.09.21 um 15:42 schrieb Arno Welzel:
>> Gerald Oppen:
>>
>>> Am 18.09.21 um 17:09 schrieb Arno Welzel:
>>>> Das kommt auf die Waschmaschine an. Beim Shelly Plug S ist eine
>>>> maximale
>>>> Belastbarkeit mit 10A bzw. 2500 Watt angegeben.
>>>
>>> Das beantwortet die Frage nicht wirklich.

>> Was soll da auch anders stehen?
> Eine qualifizierte Angabe darüber was das Gerät tatsächlich unter
> welchen Bedingnungen schalten kann.
>
>>> Verbraucher zusammen diese Randbedingungen (z.B. nur ohmsche Last bei
>>> dieser Leistung, nur bei Raumtemperatur im(!) Gehäuse,..) noch einhält
>>> ist ein anderes Thema.
>
> Eine Herstellerangabe "10A" ohne weitere Angaben ist mehr Marketing als
> eine belastbare Aussage.

Schon richtig und sinnvoll.

Du sprichst mit "Qualifizierteren Angaben" von solchen wie Ith oder AC-1
die man eher auf Professionellen Schaltgeräten für den Einbau findet.
Der ONU kann mit solchen Angaben doch nichts anfangen. Der weiß weder
das damit der Thermische Dauerstrom oder die Belastbarkeit der
Hauptstromkontakte bei Ohmscher Last (cos Phi nahe 1) gemeint ist. Für
den sind das nur verschieden hohe Zahlenangaben. Da wird der ONU wohl
meist die höhere Zahl sehen und sich sagen "ist gut genug = Geht" und
sich dann wundern wenn es doch nicht geht.

Ich zweifele ob z.b. so ein Shelly Plug Solche Aufdrucke hat, oder
überhaupt ein Typenschild das groß genug ist dafür. Lt. einem Bild der
Homepage 2500 W max. Lt. Anleitung 12 A / 230 V / 50-60 Hz. und -20 bis
+40°C als Betriebstemperatur.

Damit sollte man ihn besser nicht hinter einem Trocker platzieren und
auch in unmittelbare nähe eines meiner Serverchen sollte man den nicht
stecken haben. Da kanns leicht wärmer werden und die Dinger sollen auch
eine Übertemperatur-Abschaltung haben. Nicht das ich dergleichen vorhätte.

Sehe ich vermutlich morgen. Da sollte die Lieferung eintreffen.


Bye/
/Kay

--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔

Arno Welzel

unread,
Sep 24, 2021, 11:01:15 AM9/24/21
to
Gerald Oppen:

> Am 20.09.21 um 15:42 schrieb Arno Welzel:
>> Gerald Oppen:
>>
>>> Am 18.09.21 um 17:09 schrieb Arno Welzel:
>>>> Das kommt auf die Waschmaschine an. Beim Shelly Plug S ist eine maximale
>>>> Belastbarkeit mit 10A bzw. 2500 Watt angegeben.
>>>
>>> Das beantwortet die Frage nicht wirklich.
>>
>> Wenn die Waschmaschine laut Herstellerangaben mehr als 10A braucht, hast
>> Du im Fall eines Schadens einfach Pech - der Hersteller wird das dann
>> ganz sicher nicht ersetzen.
>>
>> Wenn die Waschmaschine offiziell nie mehr als 10A Leistungsaufnahme hat,
>> und der Shelly-Plug trotzdem kaputt geht, wäre das wohl eine
>> Reklamationsgrund.
>
> Schon mal erlebt dass es beim Einschalten vom PC die Sicherung raushaut
> obwohl "offiziell nie mehr" als der Nennstrom der Sicherung fließt ?
> U.a. darum geht es.

Nein, sowas habe ich noch nie erlebt.

Ja, mir ist bewusst, dass Schaltnetzteile beim Einschalten hohe
Lastspitzen produzieren können. Dennoch: wenn eine Sicherung mit 10 oder
16A rausfliegt, wenn man einen PC einschaltet, ist irgendwas generell faul.

>
>>> Da wird gerne nur angegeben was das verbaute Schaltelement unter
>>> definierten Bedingungen kann. Ob das gesamte Gerät und der jeweilige
>>
>> Was soll da auch anders stehen?
> Eine qualifizierte Angabe darüber was das Gerät tatsächlich unter
> welchen Bedingnungen schalten kann.

Wie sieht so eine Angabe konkret aus?

[...]
>> Du gehst davon aus, dass Herstellerangaben zur Belastbarkeit wertlos
>> sind, würdest aber darauf vertrauen, wenn *hier* irgend jemand Dir
>> erzählt, dass das Ding mit *seiner* Waschmaschine benutzbar ist, obwohl
>> Du weder die Waschmaschine kennst noch die Randbedingungen?
>
> Eine Herstellerangabe "10A" ohne weitere Angaben ist mehr Marketing als
> eine belastbare Aussage.

Dann nenne doch mal ein Beispiel für eine Angabe, die als belastbare
Aussage gelten kann.

Axel Berger

unread,
Sep 24, 2021, 11:09:03 AM9/24/21
to
Arno Welzel wrote:
> Nein, sowas habe ich noch nie erlebt.

Dann hast Du nie mehr als einen am Kreis. Ich hatte mich mal gewundert,
warum ein Stromausfall so ungewöhnlich lange dauert. Beim Blick aus dem
Fenster war rundum wieder alles hell. Dann fand ich die offenbar beim
Wiedereinschalten gefallene Sicherung. (Nein, es war nicht der FI, ich
hatte bloß in der ganzen Zei keinen anderen Kreis probiert.)


--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
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Friedrich Karl Siebert

unread,
Sep 24, 2021, 12:12:46 PM9/24/21
to
Am 24.09.2021 um 17:01 schrieb Arno Welzel:
> Gerald Oppen:
>
>> Am 20.09.21 um 15:42 schrieb Arno Welzel:
>>> Gerald Oppen:
>>>
>>>> Am 18.09.21 um 17:09 schrieb Arno Welzel:
>>>>> Das kommt auf die Waschmaschine an. Beim Shelly Plug S ist eine maximale
>>>>> Belastbarkeit mit 10A bzw. 2500 Watt angegeben.
>>>> Das beantwortet die Frage nicht wirklich.
>>> Wenn die Waschmaschine laut Herstellerangaben mehr als 10A braucht, hast
>>> Du im Fall eines Schadens einfach Pech - der Hersteller wird das dann
>>> ganz sicher nicht ersetzen.
>>>
>>> Wenn die Waschmaschine offiziell nie mehr als 10A Leistungsaufnahme hat,
>>> und der Shelly-Plug trotzdem kaputt geht, wäre das wohl eine
>>> Reklamationsgrund.
>> Schon mal erlebt dass es beim Einschalten vom PC die Sicherung raushaut
>> obwohl "offiziell nie mehr" als der Nennstrom der Sicherung fließt ?
>> U.a. darum geht es.
> Nein, sowas habe ich noch nie erlebt.
>
> Ja, mir ist bewusst, dass Schaltnetzteile beim Einschalten hohe
> Lastspitzen produzieren können. Dennoch: wenn eine Sicherung mit 10 oder
> 16A rausfliegt, wenn man einen PC einschaltet, ist irgendwas generell faul.

Wenn der Stromkreis am Rand seiner Belastbarkeit arbeitet, genügt ein
Einschaltrush um die Sicherung fallen zu lassen.


--
mit freundlichem Gruß
F.K.

Kay Martinen

unread,
Sep 24, 2021, 12:40:01 PM9/24/21
to
Am 24.09.21 um 18:12 schrieb Friedrich Karl Siebert:
> Am 24.09.2021 um 17:01 schrieb Arno Welzel:
>> Gerald Oppen:
>>
...
>>> Schon mal erlebt dass es beim Einschalten vom PC die Sicherung raushaut
>>> obwohl "offiziell nie mehr" als der Nennstrom der Sicherung fließt ?
>>> U.a. darum geht es.
>> Nein, sowas habe ich noch nie erlebt.
>>
>> Ja, mir ist bewusst, dass Schaltnetzteile beim Einschalten hohe
>> Lastspitzen produzieren können. Dennoch: wenn eine Sicherung mit 10 oder
>> 16A rausfliegt, wenn man einen PC einschaltet, ist irgendwas generell
>> faul.

"Was ist ein einschaltstrom-begrenzer?" und wie viele alte SNTs haben so
was?

> Wenn der Stromkreis am Rand seiner Belastbarkeit arbeitet, genügt ein
> Einschaltrush um die Sicherung fallen zu lassen.

Ah-Ha. Zum Beispiel? Ein Kräftiger Fön oder Ölradiator in Betrieb und
dann schaltet einer einen PC ein... so was offensichtliches? ;-)

Könnte nat. auch eine Feuchtebrücke sein, ein angehacktes Kabel oder
unklare Verteilungs-belegung... oder Vodoo. Bis auf den letzten Fall ist
das alles raus zu bekommen.

Bye/
/Kay

--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔

Arno Welzel

unread,
Sep 27, 2021, 11:50:09 AM9/27/21
to
Axel Berger:

> Arno Welzel wrote:
>> Nein, sowas habe ich noch nie erlebt.
>
> Dann hast Du nie mehr als einen am Kreis. Ich hatte mich mal gewundert,

Was meinst Du mit "nie mehr als einen am Kreis"?

Arno Welzel

unread,
Sep 27, 2021, 11:51:16 AM9/27/21
to
Friedrich Karl Siebert:

> Am 24.09.2021 um 17:01 schrieb Arno Welzel:
>> Gerald Oppen:
[...]
>>> Schon mal erlebt dass es beim Einschalten vom PC die Sicherung raushaut
>>> obwohl "offiziell nie mehr" als der Nennstrom der Sicherung fließt ?
>>> U.a. darum geht es.
>> Nein, sowas habe ich noch nie erlebt.
>>
>> Ja, mir ist bewusst, dass Schaltnetzteile beim Einschalten hohe
>> Lastspitzen produzieren können. Dennoch: wenn eine Sicherung mit 10 oder
>> 16A rausfliegt, wenn man einen PC einschaltet, ist irgendwas generell faul.
>
> Wenn der Stromkreis am Rand seiner Belastbarkeit arbeitet, genügt ein
> Einschaltrush um die Sicherung fallen zu lassen.

Dann habe ich offenbar noch nie erlebt, dass ein PC in einem Stromkreis
betrieben wird, der am Rand seiner Belastbarkeit arbeitet. Weder privat
noch in Firmennetzen.

Kay Martinen

unread,
Sep 27, 2021, 1:20:02 PM9/27/21
to
Am 27.09.21 um 17:51 schrieb Arno Welzel:
Mir ist als hätte ich das schon erlebt - aber nicht mit PCs. Eher mit
Heizgeräten o.a. :)

Nur, in den Fällen wurde man dann als Elektriker "genau deshalb"
gerufen. Sprich: Das war nie der Normalfall, sollte es auch nie sein -
sondern eine Fehlersituation.

Ursache sind dann entweder der Benutzer, der Installateur oder ein
Planer u.a. Verantwortlicher.


Bye/
/Kay

--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔

Axel Berger

unread,
Sep 28, 2021, 4:24:30 AM9/28/21
to
Arno Welzel wrote:
> Was meinst Du mit "nie mehr als einen am Kreis"?

An einem Stromkreis, also gemeinsam hinter einer Sicherung. Wenn die
Rechnner nicht einzeln eingeschaltet werden sondern zusammen, z.B. wie
oben beim Wiedereinschalten nach Stromausfall, dann addieren sich die
Einschaltstromstöße.

Axel Berger

unread,
Sep 28, 2021, 4:28:50 AM9/28/21
to
Arno Welzel wrote:
> Dann habe ich offenbar noch nie erlebt, dass ein PC in einem Stromkreis
> betrieben wird, der am Rand seiner Belastbarkeit arbeitet. Weder privat
> noch in Firmennetzen.

Üblich ist nur ein Stromkreis für einen oder mehrere Räume. In der
Übergangszeit kann es, vor allem morgens, sinnvoll, energiesparend und
schneller wirksam sein, nur für eine halbe sTunde einen Heizlüfter oder
Strahler einzuschalten als mit der Fußbodenheizung den gesamten massiven
Estrich zu erwärmen.

Axel Berger

unread,
Sep 28, 2021, 4:30:03 AM9/28/21
to
Kay Martinen wrote:
> Mir ist als hätte ich das schon erlebt - aber nicht mit PCs. Eher mit
> Heizgeräten o.a. :)

Das ist dann aber eine echte dauerhafte Überlastung und kein kurzer
Stromstoß beim Einschalten.

Kay Martinen

unread,
Sep 28, 2021, 7:20:02 AM9/28/21
to
Am 28.09.21 um 10:29 schrieb Axel Berger:
> Kay Martinen wrote:
>> Mir ist als hätte ich das schon erlebt - aber nicht mit PCs. Eher mit
>> Heizgeräten o.a. :)
>
> Das ist dann aber eine echte dauerhafte Überlastung und kein kurzer
> Stromstoß beim Einschalten.

Nicht unbedingt. Wenn du z.b. einen 2kW Heizer laufen hättest ist das
keine Überlast. Steckt jemand noch einen 2kW Heizer dazu (oder einen
Baustrahler) hast du überlast. Und so ein Kalter Halo-Glühdraht reißt
auch schon was. Zumindest DAS hab ich mehrfach erlebt auf Baustellen im
Winter.

Als Elektriker kommt man ja üblicherweise zum Zuge wenn noch keine
Fenster eingebaut sind. Und wenn $Bauherr Provisorische
Fenster-Abdeckungen einsparen wollte hast du eine zugige kalte
Saustelle. :-/


Bye/
/Kay

--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔

Arno Welzel

unread,
Sep 29, 2021, 7:42:41 AM9/29/21
to
Axel Berger:

> Arno Welzel wrote:
>> Was meinst Du mit "nie mehr als einen am Kreis"?
>
> An einem Stromkreis, also gemeinsam hinter einer Sicherung. Wenn die
> Rechnner nicht einzeln eingeschaltet werden sondern zusammen, z.B. wie
> oben beim Wiedereinschalten nach Stromausfall, dann addieren sich die
> Einschaltstromstöße.

Das war ja nicht gefragt, sondern, Zitat von Gerald Oppen:

Schon mal erlebt dass es beim Einschalten vom PC die Sicherung raushaut
obwohl "offiziell nie mehr" als der Nennstrom der Sicherung fließt ?

(Zitat Ende)

Und nein - beim Einschalten *eines* PCs (und so interpretiere ich "vom
PC" - eben "von dem PC", also *einer*) ist mir noch nie eine Sicherung
rausgeflogen.

Wie ich schon sagte: mir ist durchaus bekannt, dass es Lastspitzen gibt,
wenn man Schaltnetzteile einschaltet. Aber bei *einem* PC sollte das in
der Regel kein Problem sein - wenn doch, sollte man seine
Elektroinstallation reparieren oder die Uralt-Sicherungen durch etwas
modernere Geräte ersetzen.

Arno Welzel

unread,
Sep 29, 2021, 7:46:55 AM9/29/21
to
Axel Berger:

> Arno Welzel wrote:
>> Dann habe ich offenbar noch nie erlebt, dass ein PC in einem Stromkreis
>> betrieben wird, der am Rand seiner Belastbarkeit arbeitet. Weder privat
>> noch in Firmennetzen.
>
> Üblich ist nur ein Stromkreis für einen oder mehrere Räume. In der
> Übergangszeit kann es, vor allem morgens, sinnvoll, energiesparend und
> schneller wirksam sein, nur für eine halbe sTunde einen Heizlüfter oder
> Strahler einzuschalten als mit der Fußbodenheizung den gesamten massiven
> Estrich zu erwärmen.

Habe ich so auch noch nie erlebt. Ich habe keine Fußbodenheizung und
habe auch bei Leuten, die sowas haben, noch nie erlebt, dass sie lieber
1 kWh in einen Heizlüfter stecken, um sich den Energieaufwand für die
Fußbodenheizung zu sparen.

Axel Berger

unread,
Sep 29, 2021, 7:53:07 AM9/29/21
to
Arno Welzel wrote:
> Habe ich so auch noch nie erlebt.

Wir haben alle ein begrenztes Sichtfeld. Dann nimm stattdessen die
Kaffeemaschine mit vierstelligem Preis. Sowas muß nicht in der Küche
stehen sondern kann einen demonstrativen Platz im Wohnzimmer bekommen,
wo Gäste es auch sehen können. Keine Ahnung, was für Leistungen das Zeug
hat, aber wohl mehr als meine kleine für zwanzig Fragezeichen.

Kay Martinen

unread,
Sep 29, 2021, 9:00:02 AM9/29/21
to
Am 29.09.21 um 13:42 schrieb Arno Welzel:
> Axel Berger:
>
>> Arno Welzel wrote:
>>> Was meinst Du mit "nie mehr als einen am Kreis"?
>>
>> An einem Stromkreis, also gemeinsam hinter einer Sicherung. Wenn die
>> Rechnner nicht einzeln eingeschaltet werden sondern zusammen, z.B. wie
>> oben beim Wiedereinschalten nach Stromausfall, dann addieren sich die
>> Einschaltstromstöße.

Hmm, oder es fehlt noch was nicht erwähntes. S.u.

> Das war ja nicht gefragt, sondern, Zitat von Gerald Oppen:
>
> Schon mal erlebt dass es beim Einschalten vom PC die Sicherung raushaut
> obwohl "offiziell nie mehr" als der Nennstrom der Sicherung fließt ?
>
> (Zitat Ende)

Jetzt wo du den Finger drauf legst fällt mir auch auf das es nach "einem
PC" ausliest.

> Und nein - beim Einschalten *eines* PCs (und so interpretiere ich "vom
> PC" - eben "von dem PC", also *einer*) ist mir noch nie eine Sicherung
> rausgeflogen.
>
> Wie ich schon sagte: mir ist durchaus bekannt, dass es Lastspitzen gibt,
> wenn man Schaltnetzteile einschaltet. Aber bei *einem* PC sollte das in
> der Regel kein Problem sein - wenn doch, sollte man seine

... antiquierten Laserdrucker richtig abschalten. Die waren IMHO auch
für Hohe Lastspitzen berüchtigt. Aber: Es ging um "einen PC" und nicht
um "Einen PC plus (nicht genannten) Uralt-Laser".

Ebenfalls nicht genannt: Die Möglichkeit mittels Master-Slave
Steckdosenleiste mehrere Geräte vom PC einschalten zu lassen. Ich hab so
was u.a. als USB-Schaltvariante (aber keinen Laser dran) und eine die
dazu noch per USB Programmierbar/Selektiv schaltbar war
(Gembird/Silvershield PM-x) mit Windows-Software (es gibt auch ein linux
tool dafür)

> Elektroinstallation reparieren oder die Uralt-Sicherungen durch etwas
> modernere Geräte ersetzen.

Oder den Laserdrucker ersetzen oder gg. Wiedereinschalten sichern. :-)
Elektriker sind teuer, neue Automaten billig und viele haben Angst vor
Strom. Zu Recht! Ansonsten: Pauline mit den Zündhölzern...

Bye/
/Kay

--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔

Rolf Bombach

unread,
Sep 29, 2021, 6:18:49 PM9/29/21
to
Kay Martinen schrieb:
>
> Nicht unbedingt. Wenn du z.b. einen 2kW Heizer laufen hättest ist das
> keine Überlast. Steckt jemand noch einen 2kW Heizer dazu (oder einen
> Baustrahler) hast du überlast. Und so ein Kalter Halo-Glühdraht reißt
> auch schon was. Zumindest DAS hab ich mehrfach erlebt auf Baustellen im
> Winter.

Heizungen haben Widerstandsdraht mit geringem Tempco. Reinmetall wie in
Halogenlampen hat eher R prop T, also rund 10x Einschaltstrom.

Bei der baustellentypischen grosszügigen Verwendung von Steckdosenleisten
und Kabeltrommeln mit mehreren Ausgängen, gern auch hintereinander, passiert
da schon einiges. Kabeltrommel mit "Kernschmelze" ist da noch häufig.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Sep 29, 2021, 6:22:42 PM9/29/21
to
Axel Berger schrieb:
> Arno Welzel wrote:
>> Habe ich so auch noch nie erlebt.
>
> Wir haben alle ein begrenztes Sichtfeld. Dann nimm stattdessen die
> Kaffeemaschine mit vierstelligem Preis. Sowas muß nicht in der Küche
> stehen sondern kann einen demonstrativen Platz im Wohnzimmer bekommen,
> wo Gäste es auch sehen können. Keine Ahnung, was für Leistungen das Zeug
> hat, aber wohl mehr als meine kleine für zwanzig Fragezeichen.

Egal, wenn sie nur läuft, wenn sie gerade Kaffee macht. Das Problem
sind durchheizende Espressomaschinen, die absichtlich schlecht isoliert
sind, damit oben drauf die Tassen gewärmt werden. Es ist nicht selten,
dass solche Maschinen dann die grössten Stromfresser im Haushalt werden.
(Haushalte ohne "elektrisch"-Warmwasser zumindest).
Es ist nicht möglich, dies dem gemeinen Hutbürger zu erklären.

--
mfg Rolf Bombach

Axel Berger

unread,
Sep 30, 2021, 4:19:03 AM9/30/21
to
Rolf Bombach wrote:
> Egal, wenn sie nur läuft, wenn sie gerade Kaffee macht.
> Es ist nicht selten,
> dass solche Maschinen dann die grössten Stromfresser im Haushalt werden.

Richtig, aber anderes Thema. Hier ging es um die Vorbelastung des
Kreises beim Einschalten eines Rechners.

Rolf Bombach

unread,
Oct 4, 2021, 2:55:21 PM10/4/21
to
Axel Berger schrieb:
> Rolf Bombach wrote:
>> Egal, wenn sie nur läuft, wenn sie gerade Kaffee macht.
>> Es ist nicht selten,
>> dass solche Maschinen dann die grössten Stromfresser im Haushalt werden.
>
> Richtig, aber anderes Thema. Hier ging es um die Vorbelastung des
> Kreises beim Einschalten eines Rechners.

Je nach Netzteil ist das Einschalten kaum der Rede wert im Vergleich
zum Einstecken (entsprechend auch externem "Einschalten").

--
mfg Rolf Bombach

Axel Berger

unread,
Oct 4, 2021, 3:17:58 PM10/4/21
to
Rolf Bombach wrote:
> ist das Einschalten kaum der Rede wert im Vergleich
> zum Einstecken (entsprechend auch externem "Einschalten").

Richtig. Wenn ich "Einschalten" sage meine ich auch einschalten und
nicht das Aufwecken aus dem Standby. Ich will mein altes "you can now
turn off" wieder. An der Steckdosenleiste hängt mehreres andere und auch
wenn die Standbyleistungen heute generell sehr niedrig geworden sind
will ich das nicht. Wie oft habe ich das Ausschalten schon vergessen,
denn es scheint ja längst alles "aus" zu sein. Das nervt.

Angenehmerweise kann man das "Herunterfahren" bei Windows 10 ohne
erkennbaren Nachteil auch weglassen. Nach einigen zehn Sekunden zum
Bereinigenm alles Caches einfach aus und gut ist.

Kay Martinen

unread,
Oct 5, 2021, 2:40:02 AM10/5/21
to
Am 04.10.21 um 21:17 schrieb Axel Berger:
> Rolf Bombach wrote:
>> ist das Einschalten kaum der Rede wert im Vergleich
>> zum Einstecken (entsprechend auch externem "Einschalten").
>
> Richtig. Wenn ich "Einschalten" sage meine ich auch einschalten und
> nicht das Aufwecken aus dem Standby. Ich will mein altes "you can now
> turn off" wieder. An der Steckdosenleiste hängt mehreres andere und auch
> wenn die Standbyleistungen heute generell sehr niedrig geworden sind
> will ich das nicht. Wie oft habe ich das Ausschalten schon vergessen,
> denn es scheint ja längst alles "aus" zu sein. Das nervt.

Nicht-PCs und Mobile Geräte (mit Akku) kannst du sicherlich hart
ausschalten, auch mit einer Steckdosenleiste. Aber...

> Angenehmerweise kann man das "Herunterfahren" bei Windows 10 ohne
> erkennbaren Nachteil auch weglassen. Nach einigen zehn Sekunden zum
> Bereinigenm alles Caches einfach aus und gut ist.

... das hier halte ich für keine dauerhaft sinnvolle Lösung.


Du weißt schon das die heute einen Hybriden Stand By nutzen und
Runterfahren nicht das gleiche ist wie Ausschalten, oder?

Wovon redest du da mit "runterfahren weg lassen"?

Du möchtest einem Windows 10 PC im Laufenden Betrieb die
Energieversorgung entziehen? Und meinst der würde wg.
Journalling-Filesystem nur kurz brauchen und dann immer wieder gleich da
sein?

Bye/
/Kay

--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔

Arno Welzel

unread,
Oct 5, 2021, 7:07:22 PM10/5/21
to
Kay Martinen:

> Am 04.10.21 um 21:17 schrieb Axel Berger:
[...]
>> Angenehmerweise kann man das "Herunterfahren" bei Windows 10 ohne
>> erkennbaren Nachteil auch weglassen. Nach einigen zehn Sekunden zum
>> Bereinigenm alles Caches einfach aus und gut ist.
>
> ... das hier halte ich für keine dauerhaft sinnvolle Lösung.
>
>
> Du weißt schon das die heute einen Hybriden Stand By nutzen und
> Runterfahren nicht das gleiche ist wie Ausschalten, oder?

JFTR: "Herunterfahren" bei Windows 10 je nach Einstellung gar kein
Herunterfahren im Sinne von "Betriebssystem beenden" sondern es wird nur
der aktuelle Zustand eingefroren und dann abgeschaltet. Deswegen
"startet" Windows 10 dann auch sehr flott, weil es nicht mehr
vollständig booten muss, sondern lediglich den gespeicherten Zustand
wiederherstellt.

> Wovon redest du da mit "runterfahren weg lassen"?
>
> Du möchtest einem Windows 10 PC im Laufenden Betrieb die
> Energieversorgung entziehen? Und meinst der würde wg.
> Journalling-Filesystem nur kurz brauchen und dann immer wieder gleich da
> sein?

Vermutlich glaubt Axel das, weil er als Vergleich Windows 98 hat ;-).

Axel Berger

unread,
Oct 6, 2021, 11:48:42 AM10/6/21
to
Arno Welzel wrote:
> Vermutlich glaubt Axel das, weil er als Vergleich Windows 98 hat ;-).

Ja. Win98 kann es übrigens auch, will aber dann jedes Mal alle
Partitionen prüfen. (Wenn man das abbricht läuft es trotzdem und die
Prüfung ist auch jedesmal fehlerfei.) Windows 10 setzt offenbar das
clean-flag, wie auch immer es konkret implementiert sein mag, nach jedem
vollständig abgeschliossenen Schreibvorgang und nicht erst beim
Herunterfahren.

> je nach Einstellung gar kein
> Herunterfahren im Sinne von "Betriebssystem beenden" sondern es wird nur
> der aktuelle Zustand eingefroren und dann abgeschaltet.

Denkbar. Wo und wie kann ich das prüfen?

Kay Martinen

unread,
Oct 6, 2021, 1:50:04 PM10/6/21
to
Am 06.10.21 um 17:48 schrieb Axel Berger:
> Arno Welzel wrote:
>> Vermutlich glaubt Axel das, weil er als Vergleich Windows 98 hat ;-).

WX - W9x... Ist eh "fast" der gleiche Mist - nur anders verpackt und mit
geringfügig neuerem unterbau. <sarcasm> ;-)

> Ja. Win98 kann es übrigens auch, will aber dann jedes Mal alle
> Partitionen prüfen. (Wenn man das abbricht läuft es trotzdem und die
> Prüfung ist auch jedesmal fehlerfei.) Windows 10 setzt offenbar das
> clean-flag, wie auch immer es konkret implementiert sein mag, nach jedem
> vollständig abgeschliossenen Schreibvorgang und nicht erst beim
> Herunterfahren.

Denk das bitte nicht! Der Unterschied ist vor allem das Dateisystem. Das
modernere NFTS unter Windows 10 u.s.w. kennt Journalling. Win9x kann das
aber nicht weil es nur die FAT-Basierten Dateisysteme kennt. Da ist es
eher ein Glücksfall wenn das danach wieder ohne Probleme hoch kommt.
"Fördern" kann man dieses "Glück" bestenfalls dadurch das man keine
Programme laufen lässt die immer wieder auf die Platte schreiben.
Normalerweise werden laufende Programme von W9x ja auch beendet, vor dem
runterfahren. Außer man hat solche "Spezialisten" die da nicht mit
machen. Da kann es dann lange dauern oder nie. Und die Plattenprüfung
ist schlimmstenfalls schneller. Den fall hattest du noch nie, oder?

Ein "Clean Flag" dürfte eher die ältere Methode sein wo bei beendetem
Shutdown dies gesetzt wurde, quasi als letzte Schreibaktion. Beim
Neustart wird daran dann unterschieden ob man das Dateisystem Prüfen
will/muss/sollte oder nicht. Da kann es schon ausreichen wenn man zu
schnell am Netzschalter war (bevor das obligate "sie können die
Scheißkiste jetzt wegwerfen" Meldung erschien)

Ein Journalling System arbeitet ein bisschen anders. Deshalb werden
laufende Programme auch nicht unbedingt beendet.


>> je nach Einstellung gar kein
>> Herunterfahren im Sinne von "Betriebssystem beenden" sondern es wird nur
>> der aktuelle Zustand eingefroren und dann abgeschaltet.
>
> Denkbar. Wo und wie kann ich das prüfen?

IMHO in den Energie-einstellungen erst die Erweiterten Einstellungen
entriegeln und dann den Schnellstart deaktivieren. Danach mußte man IMHO
einmal durchstarten. Dann fährt es beim Runterfahren auch wieder
wirklich runter, statt nach dem Ruhezustands-abbild ab zu schalten.

"Schnellstart" sagt es schon. Danach braucht er bei jedem Start länger.
Weil er jedes mal das komplette OS wieder von Platte ins RAM einrichten
muß. Bei der anderen Methode "Schnell und Schmutzig" wird der Bootloader
nur das image ins RAM kopieren und an eine Einsprung-Stelle hüpfen wo
das laufende OS vorher den "Schalt-dich-ab" befehl bekam.

Das dürften aber pro Start nur einige Sekunden lebenszeit sein die dir
da verlustig gehen. Aber es mag wohl "Hipster" geben die das intolerabel
fänden. ;-) Traurige Gestalten...

Bye/
/Kay

--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔

Thomas Einzel

unread,
Oct 6, 2021, 4:11:05 PM10/6/21
to
Am 06.10.2021 um 17:48 schrieb Axel Berger:
> Arno Welzel wrote:
...
>> je nach Einstellung gar kein
>> Herunterfahren im Sinne von "Betriebssystem beenden" sondern es wird nur
>> der aktuelle Zustand eingefroren und dann abgeschaltet.
>
> Denkbar. Wo und wie kann ich das prüfen?

https://www.deskmodder.de/wiki/index.php/Schnellstart_Hybridmodus_aktivieren_deaktivieren_oder_verkleinern_Windows_10

Hybridmist abstellen ist einfach(er):
als Admin cmd, powercfg.exe /hibernate off
https://docs.microsoft.com/de-de/troubleshoot/windows-client/deployment/disable-and-re-enable-hibernation

Nicht mal meine Kaltredundaz-Urgroßmutterrechner mit Core2duo und SSDs
brauchen über 30s für den Kaltstart. Die "neusten" mit Core i 6.Gen
(*hust*) brauchen für BIOS&Co länger als sie von NVMe booten.

Wer auch immer dieses Hybriddings noch "brauchen" würde. Völlig aus der
Zeit gefallen, mit Drehrost wäre es gut gewesen. Aber jeder Jeck ist anders.
--
Thomas

Axel Berger

unread,
Oct 6, 2021, 4:50:39 PM10/6/21
to
Kay Martinen wrote:
> Und die Plattenprüfung
> ist schlimmstenfalls schneller. Den fall hattest du noch nie, oder?

Nein. Die Platten werden am nächsten Tag beim Wiedereinschalten geprüft.
Und fehlerfrei heißt, es gibt keine Fehler. Win98 setzt ganz
offensichtlich beim Herunterfahren, aber erst dann, irgendwie und
irgendwo ein Flag "Platte sauber, Prüfung unnötig".

Was Win 10 macht und wie weiß ich nicht, aber beim Wiedereinschalten von
der Steckdosenleiste am nächsten Tag ist es exakt genau gleich schnell
wieder da, wie nach korrektem Herunterfahren. Da Windows beim
Herunterfahren ganz offensichtlich etwas tut und das möglichesweise
etwas sinvolles ist, mache ich es in der Regel auch. Die Unnötigkeit ist
einfach nur eine interessante Beobachtung und gut zu wissen.
Stromausfälle kommen vor.

Win98 habe ich übrigens früher oft an der Schaltuhr in der Steckdose
ein- und ausgeschaltet. Das war ein single-task Rechner zum Mitschneiden
von Radioprogrammen über die Soundkarte und funktionierte sehr
zuverlässig.

> "Schnellstart" sagt es schon. Danach braucht er bei jedem Start länger.
> Weil er jedes mal das komplette OS wieder von Platte ins RAM einrichten
> muß. Bei der anderen Methode "Schnell und Schmutzig" wird der Bootloader
> nur das image ins RAM kopieren und an eine Einsprung-Stelle hüpfen wo
> das laufende OS vorher den "Schalt-dich-ab" befehl bekam.

Dann habe ich das offenbar nicht. Beim brutalen Abwürgen per
Netzschalter wird nichts mehr geschrieben und der Neustart danach müßte
dann länger dauern. Tut er hier nicht.

Arno Welzel

unread,
Oct 7, 2021, 7:57:48 AM10/7/21
to
Axel Berger:

> Arno Welzel wrote:
>> Vermutlich glaubt Axel das, weil er als Vergleich Windows 98 hat ;-).
>
> Ja. Win98 kann es übrigens auch, will aber dann jedes Mal alle
> Partitionen prüfen. (Wenn man das abbricht läuft es trotzdem und die
> Prüfung ist auch jedesmal fehlerfei.) Windows 10 setzt offenbar das

Glück gehabt. Ich habe zu Zeiten von Windows 98 durchaus erlebt, dass
Installationen danach defekt waren, weil genau dann das Gerät
ausgeschaltet wurde, als gerade noch ein Prozess eine Datei geschrieben hat.

> clean-flag, wie auch immer es konkret implementiert sein mag, nach jedem
> vollständig abgeschliossenen Schreibvorgang und nicht erst beim
> Herunterfahren.

Nein, Windows 10 benutzt NTFS, ein Dateisystem mit Journal. Deshalb muss
auch nach einem Systemabsturz - und nichts anderes ist "Ausschalten ohne
Herunterfahren" - nichts mehr geprüft werden, da dann einfach die
offenen und nicht beendeten Transkationen im Journal weggeworfen werden.

>> je nach Einstellung gar kein
>> Herunterfahren im Sinne von "Betriebssystem beenden" sondern es wird nur
>> der aktuelle Zustand eingefroren und dann abgeschaltet.
>
> Denkbar. Wo und wie kann ich das prüfen?

In Systemsteuerung\Hardware und
Sound\Energieoptionen\Systemeinstellungen prüfen, ob die Option
"Schnellstart aktivieren" eingeschaltet ist. Normalerweise ist das der
Fall, wenn man es nicht explizit ausgeschaltet hat.

Axel Berger

unread,
Oct 7, 2021, 10:32:30 AM10/7/21
to
Arno Welzel wrote:
> dass
> Installationen danach defekt waren, weil genau dann das Gerät
> ausgeschaltet wurde, als gerade noch ein Prozess eine Datei geschrieben hat.

Ja natürlich. Deshalb habe ich ja mehrfach betont, daß vorher alles
hinreichend lange abgeschlossen sein muß. Daß das Betriebssystem in
Ruhezeiten von sich aus Aufräumarbeiten in Angriff nimmt, kam erst nach
Win98 auf -- und afaik sind gerade die besonders wirksam geschützt.

> Nein, Windows 10 benutzt NTFS, ein Dateisystem mit Journal.

Nun ja, ein Journal ist in meinem sehr allgemeinen und von keinem
Detailwissen beleckten Sinne "eine Art Flag".

> Normalerweise ist das der
> Fall, wenn man es nicht explizit ausgeschaltet hat.

Danke. Hab's gefunden und, wenig überraschend, offenbar schon vor langer
Zeit deaktiviert.

Kay Martinen

unread,
Oct 7, 2021, 1:40:03 PM10/7/21
to
Am 07.10.21 um 16:31 schrieb Axel Berger:
> Arno Welzel wrote:
>> dass
>> Installationen danach defekt waren, weil genau dann das Gerät
>> ausgeschaltet wurde, als gerade noch ein Prozess eine Datei geschrieben hat.
>
> Ja natürlich. Deshalb habe ich ja mehrfach betont, daß vorher alles
> hinreichend lange abgeschlossen sein muß. Daß das Betriebssystem in

Das kam für mich so nicht rüber. Eher das du (d)einen Windows PC mitten
im Betrieb hart aus schaltest.

> Ruhezeiten von sich aus Aufräumarbeiten in Angriff nimmt, kam erst nach
> Win98 auf -- und afaik sind gerade die besonders wirksam geschützt.

Du konntest auch bei Win98 Aufgaben planen. Da waren sie nur noch nicht
vordefiniert. Und einige waren; eben wegen des DOS-basierten
Dateisystems sogar nötig und sinnvoll. Wie ein regelmäßiger
checkdisk/scandisk lauf z.b.

>> Nein, Windows 10 benutzt NTFS, ein Dateisystem mit Journal.
>
> Nun ja, ein Journal ist in meinem sehr allgemeinen und von keinem
> Detailwissen beleckten Sinne "eine Art Flag".

Es ist eher wie eine art Schmierzettel. Jede Aktion die das Dateisystem
verändert wird erst in einem bestimmten Bereich (dem Schmierzettel)
notiert und erst dann ausgeführt. Wenn ein Absturz oder Stromausfall
zuschlägt dann wird nach dem Neustart entweder noch im Journal
befindliches ausgeführt oder verworfen. Aber eben nur das. Ein
komplettes Scannen der gesamten Platte auf konsistenz ist nicht mehr
nötig weil das journal die letzten Änderungen fest hält und das
beschleunigt das ganze.

Bye/
/Kay

--
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