ich weiß ähnliche Themen gab's schon genug, aber mit der Variante "ich bin
schon 30", habe ich noch nichts gefunden.
Erstmal zur Vorgeschichte: Ich habe gerade auf einem Abendgymnasium mein Abi
gemacht. Als LK hatte ich Physik und Mathe (jeweils immer mind. 13 Punkte
/klar sagt nichts weiter aus). Allerdings fehlen mir abendgymnasiumbedingt
einige Themen, wie in Physik z.B. Relativitätstheorie oder in Mathe komplexe
Zahlen oder Stochastik (wir hatten nur ein wenig Kombinatorik).
Ich möchte gern Physik oder Elektrotechnik studieren, kann mich aber nicht
entscheiden. Ich war auch schon bei einer Beratung (Physik, hier in Berlin
an der HU) , aber logischerweise malte der Prof. alles rosarot. Mich
interessiert Physik ungemein, könnte mir vorstellen Physik mit Nebenfach
Elektronik zu studieren oder eben halt umgekehrt. Ich habe auch schon eine
Ausbildung als "Informationselektroniker" gemacht. Mich hat aber an der
Elektrotechnik mehr die Theorie interessiert, als Fächer wie
"Elekronik-Praxis" oder "Schaltungs- und Funktionanalyse" (kann aber auch am
Lehrer gelegen haben). Generell bin ich halt kein Elekronikbastler.
Allerdings habe ich im Physikunterricht (klar ich weiß Schule und Studium
sind überhaupt nicht zu vergleichen) festgestellt, dass, wenn es um
"elektrotechische Themen" ging, mir das "locker von der Hand" ging. In der
Physik ist es halt so, dass mich da alles interessiert. Ich habe halt nur
Bedenken wegen dem Alter. Ist es vielleicht doch sinnvoller ein
Ingenieursstudium für Elekrotechnik zu machen, oder sollte ich mich meinem
Interesse hingeben und nicht nach den Arbeitsmarktchancen schauen?. Also
z.Z. tendiere ich zur Physik, lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Gibt es vielleicht irgendwie ein Mix aus beidem? Kann ich vielleicht erstmal
Physik studieren und mir dann im Ingenieursstudium das Physik-Vordiplom
anerkennen lassen? Naja Fragen über Fragen. Interessant wäre für mich
vielleicht auch, wie es euch bei der Entscheidungsfindung erging und was das
ausschlaggebende für das eine oder andere war und wie das Studium allgemein
verlief bzw. der spätere Beruf.
Vielen Dank schon mal für's Nachdenken
gruß
ich studiere z.Zt. noch Elektrotechnik an der Uni in Karlsruhe (ich bin
jetzt bei der Diplomarbeit) und habe zu Deinen Fragen folgende Sicht:
Elektrotechnik hat an sich schon einen erheblichen Physikanteil. In den
ersten beiden Semestern mußt Du Experimentalphysik belegen, das ist von den
Themen her quasi die gesamte Schulphysik, aber auf höherem Niveau. Im
dritten und vierten Semester Technische Mechanik (ist mittlerweile AFAIK
abgespeckt worden). Dann noch Halbleiterphysik bis zum Abwinken, was
wiederum ganz stark auf Quantenphysik aufsetzt.
Einen Schwerpunkt "Physik" gibt es hier in KA nicht. Du kannst aber z.B.,
falls Du es wirklich theoretisch liebst, z.B. das Modell "Theoretische
Elektrotechnik und Systemoptimierung" nehmen, das geht sehr tief in Richtung
Feldtheorie.
Zu Beratungen von Profs würde ich wenig geben. Falls Du an die Uni gehst,
hast Du mit denen praktisch kaum etwas zu tun: Du sitzt denen halt in ein
paar wenigen mündlichen Prüfungen und zum Diplomvortrag gegenüber, und das
war's.
Das ist auch der Grund, warum ich im Nachhinein nicht mehr an die Uni
gegangen wäre: An der FH ist es normal, daß der Prof seine Stundenten kennt,
an der Uni die große Ausnahme.
Oft hatte ich auch den Eindruck, daß gewisse Stoffgebiete nur drankamen, um
die Prüfungen schwer zu machen.
Außerdem würde ich das Studium vom Anspruch und von der Zeitdauer her nicht
unterschätzen: Von den ca. 200 Absolventen pro Jahr hier in KA sind letztes
Jahr gerade mal vier in der Regelstudienzeit von 9 Semestern fertig
geworden, das Jahr davor drei. (Quelle: Diplomhauptprüfungsausschuß). (Wobei
noch zu bedenken ist, daß der Studiengang eine enorme Abbrecherquote hat;
also wird vielleicht ein Prozent aller Studienanfänger in Regelstudienzeit
fertig). Dazu kommt, daß hier in BaWü das Studium nach dem 13. Semester
recht teuer wird, daher dieses Bundesland möglichst meiden.
Versuche mal, Dich an Fachschaften zu wenden, wenn es speziell um
studentische Fragen geht, die sind in dieser Hinsicht viel kompetenter und
ehrlicher als jeder Prof. Die Adressen findest Du auf den Internetseiten der
Hochschulen.
Viele Grüße,
Joachim
zunaechst einmal kann dir wohl keiner die Frage beantworten, ob du
mit Physik oder E-Technik "leben" kannst, das musst du letztlich
selbst entscheiden ebenso wie die 2. Frage "Mit 30 noch studieren?",
die fuer mich wesentlich kritischer waere.
Bei der Frage, ob Physik oder E-Technik studieren, waere noch zu
klaeren, ob Uni oder FH. Uni ist theoretischer, dauert aber i.d.R.
laenger, FH ist praxisbezogener und kuerzer und wuerde zu deiner
Ausbildung besser "passen". Wenn schon mit 30 studieren, dann wuerde
ich sagen, moeglichst kurz. Vielleicht waere auch Fern- oder
Abendstudium etwas fuer dich?
Ich habe an der Uni E-Technik studiert und hatte am Anfang auch die
Frage, ob Physik, E-Technik oder Informatik. Im Vordiplom gab es viele
Ueberschneidungen zw. E-Technik und Physik, so dass es kein Beinbruch
ist, wenn du das "falsche" waehlst. Wie du angedeutet hast, kannst du,
wenn du Physik studierst, spaeter immer noch dich auf E-Technik
spezialisieren.
Eine ganz andere Frage ist, was du mit dem Studium spaeter anfangen
kannst, was aber - ueberspitzt formuliert - auch davon abhaengt, ob du
"nur" studieren willst, um deinen Wissensdrang zu befriedigen, oder um
spaeter einen qualifizierten Job zu bekommen mit Aussicht auf Karriere
usw. Wenn du mit 30 anfaengst, bist du mit ca. 36 Absolvent (FH
kuerzer), d.h. mehr oder minder Berufsanfaeger (Uni-Physiker brauchen
laeger und werden am Arbeitsmarkt nicht so gebraucht). Hier wuerde ich
sagen, bist du fuer die meisten Entscheidungstraeger zu alt.
Du schreibst, dich haette schon in der Schule des Theoretische
interessiert (ob du das eine oder andere in der Schule nicht hattest,
ist nebensaechlich, denk mal, wie viele zwischen Schule und Uni die
Bundeswehr haben). Dann muesstest du eigentlich an die Uni gehen,
nicht FH. Unterschaetze aber nicht die Theorie, v.a. in Mathe, an der
Uni. Das, was du in der Schule als theoretisch angesehen hast, ist an
der Uni eher praktisch/anschaulich. Ich bin jetzt auch 30, habe zwei
Kinder und bezweifle, dass ich diese Paukerei jetzt noch so hinkriegen
wuerde. Wenn du dann aber das Studium abbrechen musst, hast du auf dem
Arbeitsmarkt ein echtes Problem. Vielleicht ginge aber z.B. Lehramt
für Physik.
Hast du auch gearbeitet oder warst du nur in Ausbildung? Wenn nicht,
koennte der Eindruck entstehen, du fluechtest dich vor dem
Erwerbsleben, wenn du jetzt noch ein theoretisches Studium
draufstattelst.
Bei mir lief es uebrigens auch nicht "hasenrein". Nach ein paar
Monaten Ingenieursleben habe ich festgestellt, dass dies in der
Konstellation in meiner Situation auf Dauer nichts fuer mich ist. Also
machen meine Frau und ich Uebersetzungen, ein Glueck, dass sie Daenin
ist :)
Mein "Wissensdrang" in E-Technik besteht weiter, deswegen lese ich
gerne Buecher zu bestimmten Themen, als Selbststudium quasi.
Schreibe doch mal Heiko Mell, der macht Karriereberatung in den
VDI-Nachrichten und ist, was alles Berufliche anbelangt, ziemlich
scharfsinnig.
Viel Glueck noch
Johannes
On Sat, 7 Jul 2001 03:48:25 +0200, "Frank" <dreigr...@gmx.de>
wrote:
wie Johannes schon fragte: Was willst du denn mit dem Studium anfangen?
Willst du deinen Wissensdurst befriedigen und kannst es dir leisten, ohne
Rücksicht auf den Arbeitsmarkt zu studieren? Oder brauchst du in absehbarer
Zeit einen Job, der dir deine täglichen Brötchen sichert?
Im ersten Fall ist es eigentlich egal, was du studierst. Du musst dir nur
darüber klar werden, ob du als 30jähriger mit Kommilitonen Anfang 20
studieren willst.
Wenn das zweite der Fall ist, hast du ein Problem! Fertig mit einem Studium
(egal welches) bist du mit Mitte/Ende 30. Dann brauchst du verdammt gute
Argumente, um bei Bewerbungen nicht schon in der ersten Sichtung des
Bewerbungsstapels in dem Stapel "Umtüten" zu landen. Ich formuliere das
jetzt bewusst so hart. "Life's a bitch!". Und Business-Life erst recht. Die
Auswahl eines Bewerbers bei Einstellungen hat wenn überhaupt nur eine
absolut minimale soziale Komponente. Aufgabe desjenigen, der einstellt ist
es, für die gegebene Aufgabe den bestgeeigneten Kandidaten gegen minimal
möglichen Aufwand auszusuchen. Wenn eine Anfängerstelle besetzt wird,
bekommt in der Regel die Personalabteilung (zumindest in größeren
Unternehmen) einige Vorauswahlkriterien, wie z.B.: Studienrichtung, Uni/FH,
max. Studiendauer, Notenschnitt, sonstige Kenntnisse und LEBENSALTER.
Ich habe vor kurzem 2 Ingenieure eingestellt. Nach Ablauf der Frist rief die
Personalabteilung an und erklärte mir, dass sie 15 Bewerbungen hätten, die
ich mir anschauen sollte und ca. 70, die nicht so richtig passen würden. Von
den 15 haben wir uns dann 8 Kandidaten angeschaut und die Auswahl getroffen.
Die Bewerbungen der 70 habe ich nie gesehen, sie wurden "umgetütet", also
mit dem Standardbrief "..vielen Dank, wir bedauern..." wieder zurück
geschickt. Du wärst mit Mitte/Ende 30 absolut sicher in diesem Stapel
gelandet.
Was ich damit sagen will: Du musst bei Bewerbungen als Anfänger Mitte 30
etwas haben, das dich die erste Hürde überwinden lässt. Wenn das nicht der
Fall ist, vergiss das Studium.
Vielleicht hast du ja eine Chance, als Physiker bei irgend einer
Forschungsinstitution zu landen, aber das solltest du vorher mal abchecken.
Sonst suche dir ein großes Unternehmen, arbeite als Handwerker, mache
nebenbei ein Fernstudium und überzeuge die entsprechenden Leute in deinem
Unternehmen davon, dass sie dich auch mit Ende 30 (Fernstudium dauert
länger) als Ingenieur beschäftigen. Wenn du dann erst mal ein paar Jahre als
Ingenieur gearbeitet hast, interessiert mehr die Berufstätigkeit als das
Studium, dann stehen deine Chancen besser.
Wenn ich dich nun enttäuscht habe, tut mir leid. Aber IMO besser jetzt als
in 5+x Jahren.
Alles Gute
Wolfgang
(Übrigens: alle meine Studienkollegen (E-Technik), die das Studium mit
mir bis zum Ende geschafft haben, hatten 15 Punkte im Matheleistungskurs.
Und nur einer hatte Chemie anstatt Physik als zweiten)
> Allerdings fehlen mir abendgymnasiumbedingt
> einige Themen, wie in Physik z.B. Relativitätstheorie oder in Mathe
komplexe
> Zahlen oder Stochastik (wir hatten nur ein wenig Kombinatorik).
Daran kannst Du gleich testen, wie es Dir im Studium E-Technik gehen würde.
Komplexe Zahlen sind trivial! Hatte ich auch nicht in der Schule, sollte man
innerhalb weniger Stunden mittels eines guten Buches verstehen.
Das einzig Neue ist i*i = -1 und i sei eine neue nicht näher zu
spezifizierende Zahl, die man die komplexe Einheit nennt. Das war's. Alles
Weiteres ergibt sich
aus den trigonometrischen Funktionen und der e-Funktion. Die Anwendung
übt sich dann in den legendären nächtlichen Lernsessions vor
Klausurblöcken... :(
Nils
Die Schulnoten sagen überhaupt nichts aus über einen Schüler.
Ich war damals ziemlich faul und habe im Mathe LK 5 Punkte
bekommen. Das heißt aber lange noch nicht, daß ich doof bin
und nicht zum Studium tauge, ich hatte mich eher gelangweilt.
Jetzt habe ich das Elektrotechnikstudium
in 9 Semestern durchgezogen und sah zu, wie einer nach dem anderen
(bestimmt manche mit 15 Punkten in Mathe)
aus dem Studium gekickt wurde oder noch ein paar Semester braucht.
Zumindest an der UNI hat Mathe nichts mehr mit dem Abi zu tun, das
Abi ist geschenkt. Ich weiß ja nicht, auf welcher Schule oder Hochschule
du warst, aber wenn mich jemand z.B. von der FH oder BA fragt, ob
man durch eine negative Zahl teilen darf, dann frag ich mich, wo der
seinen Abschluß gewonnen hat.
Fazit: Das Studium sollte man nicht unterschätzen, wer sich aber fest
vornimmt, alles in 10 Semestern durchzuziehen kann dies locker schaffen.
Gruß
Martin
>Zumindest an der UNI hat Mathe nichts mehr mit dem Abi zu tun, das
>Abi ist geschenkt. Ich weiß ja nicht, auf welcher Schule oder Hochschule
>du warst, aber wenn mich jemand z.B. von der FH oder BA fragt, ob
>man durch eine negative Zahl teilen darf, dann frag ich mich, wo der
>seinen Abschluß gewonnen hat.
Das frag ich mich immer, wenn mich jemand von der Uni fragt, ob man Strom
parallel oder in Reihe misst...
Fangt doch bitte nicht immer wieder mit dieser FH-Studium = Schmalspurstudium
Geschichte an.
Akzeptiert halt, dass eventuell eine etwas andere Zielsetzung hinter dem Studium
steht und FH-Ings keine Vollidioten sind, die Ihr Diplom geschenkt bekommen haben.
Das mag für einige zutreffen, genauso wie für einige TH/TU Leute.
Manuel (FHler)
--
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News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Das ist auch meine Erfahrung. Ein Schulkollege, der damals der beste im
Mathe-LK war, hat sein Studium nach 7 Semestern hingeschmissen (nachdem er
noch immer kein Vordiplom hatte) und eine Ausbildung angefangen.
> Fazit: Das Studium sollte man nicht unterschätzen, wer sich aber fest
> vornimmt, alles in 10 Semestern durchzuziehen kann dies locker schaffen.
Das kommt sehr auf die jeweiligen Anforderungen der Uni *und* dann noch mal
auf die jeweiligen Anforderungen des Modells (Studienschwerpunkts) an.
Es gibt Hammer-Unis und Hammer-Modelle, genauso wie Warmduscher-Unis und
Warmduscher-Modelle.
Joachim.
Allgemein:
Ich bin jetzt 32 Jahre alt und habe auf der FH Elektrotechnik/Technische
Informatik studiert. Mit einigen Unterbrechungen entschied ich mich für
ein Lehramtsstudium für Elektrotechnik und Physik, d.h. ich werde später
an einer Berufsschule unterrichten. Zur Zeit mach ich meine
Examensarbeit in der Umweltphysik.
Beide Studiengänge sind sehr abstrakt und oft schwer greifbar. Ebenso
muß du wahrscheinlich für beide sehr viel Zeit investieren, da den
wenigsten Leuten alles in den Schoss fliegt.
Studium der Physik:
In der Physik sollte man die Theoretische Physik nicht unterschätzen.
Dieses Fach oder Teilgebiet ist aus meiner Sicht ziemlich genial,
erfordert ein hohes Abstraktionsvermögen und bringt ein oft zur
Verzweiflung.
Studium der Elektrotechnik an der FH:
Diese Studium empfand ich als sehr verschult und mit wenigen Freiheiten
verbunden.
Unterschied Physiker Elektrotechniker:
Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, daß Physiker mit der
Mathematik(Formel im allgemeinen) wesentlich spielerischer, d.h. mit
einem tieferen Verständnis, umgehen wie E-Techniker. Oftmals kommen
Physiker auf wesentlich einfachere Lösungen. Physiker erfassen nach
meiner Meinung Probleme wesentlich ganzheitlicher, wie E-Techniker.
Zukunftsaussichten allgemein:
Ich denke, daß Elektrotechniker und Physiker auch in 5 bis 6 Jahren
(unter der Annahme, daß die Studienanfängerzahlen nicht steigen) sehr
gute Aussichten haben. Physiker können durchaus auf den Gebieten der
Elektrotechnik arbeiten. Umgekehrt wird es schon schwieriger.
Zukunftsaussichten für Dich oder allgemein älter als 30 Jahre:
Die grosse Karriere wird wahrscheinlich nicht erreicht werden, da
jüngere Leute bevorzugt werden. Jedoch wirst Du bestimmt Dein Auskommen
in einen von beiden Bereich finden.
Rat:
1. Du mußt selbst für Dich entscheiden. Beide Wege dürften gleich
schwierig sein.
2. Wie wäre es mit einem Studium für das Berufsschullehramt für
Elektrotechnik und als Nebenfach Physik (allerdings mußt Du fragen, ob
dieses Nebenfach in Berlin erlaubt ist?). Die Berufsausichten als Lehrer
zu arbeiten sind sehr gut. Zur Zeit studieren ca. 800 Leute in der BRD
Elektrotechnik auf Lehramt. In den nächsten Jahren gehen sehr viele
Lehrer in Pension und der Bedarf mit Berufsschullehrern kann nicht
gedeckt werden.
3. An der FH kannst Du auf Physikingenieuer studieren. Dieser
Studiengang ist enger an die Elektrotechnik angelehnt, wie Physik an der
Uni.
4. Bedenke: Wenn Du kein Bafög bekommst, mußt Du nebenbei Arbeiten. Das
ist ziemlich hart und wird das Studium aus meiner Sicht um mindesten 1
Jahr verlängern.
eine Ergänzung zu den Postings der anderen:
Mit Deiner Lebenserfahrung bist Du wahrscheinlich der ideale
Berufsschullehrer. Also, komm nach Flensburg, da kannst Du Lehramt an
beruflichen Schulen mit Elektrotechnik und Physik als Fächern studieren!
http://www.uni-flensburg.de/studium/studiengaenge/bersch.html
Berufsschullehrer sind mittelfristig die am stärksten gesuchten Lehrer
von allen.
Michael Dahms
nicht gleich schlagen. Ich habe dafür gerade Probleme mit der Praxis.
Ich wollte nur damit sagen, daß Mathe nicht so weitergeht wie an der Schule.
Zumindest nicht an der Uni Karlsruhe, die soll ja eine der übelsten sein mit
ca
30% Durchfallsquote in Mathe. Allerdings wurde gerade Elektrophysik
entschärft
mit 50-60% Durchfallsquote um mehr Absolventen durchzukriegen.
Und man sollte auf keinen Fall ohne Motivation studieren, schon gar nicht
mehr mit 30.
Gruß
Martin
An der Uni Bremen vielleicht, hier in Flensburg nicht. Im Gegensatz zu
den traditionellen Unis hat der Studiengang Berufspädagogik bei uns
eigenständige Lehrveranstaltungen und ist nicht an einen Physik- bzw.
Elektrotechnik-Studiengang angehängt.
Michael Dahms
Jein
Es sagt grob aus, was einem mehr liegt.
>da das Studium nur wiedergibt, was man kann.... Ein Schulzeugnis ist
>allgemeingültiger.
>
>(Übrigens: alle meine Studienkollegen (E-Technik), die das Studium mit
>mir bis zum Ende geschafft haben, hatten 15 Punkte im Matheleistungskurs.
>Und nur einer hatte Chemie anstatt Physik als zweiten)
Du sollst nicht nur Suppa fragen.
Alle Verallgemeinerungen sind flasch.
Und mehrere hatten schon E-Technikleistungskurs.
Hilko
30% ist normal, da stellt Karlsruhe nichts besonderes dar.
30% Prozent Durchfallquote habe ich sogar schon bei "Physik für Informatiker"
gesehen - und das ist nun wirklich eine vergleichsweise einfache Vorlesung.
Naja, die ganzen Modeinformatiker halt ..
Das hängt aber zum Teil (da gebe ich Dir jetzt recht) damit zusammen, dass an
der FH anfangs doch recht viele Leute rumhängen, die einfach nicht für ein
Studium geeignet sind. Die überleben aber selten das Grundstudium.
Manuel
Ich habe mich nicht ganz korrekt ausgedrückt. Die beiden Diplom
Studiengänge für Elektrotechnik und Physik sind sehr abstrakt. Die
Elektrotechnik für das Berufsschullehramt hier in Bremen ist
praxisorientiert und auf die Bedürfnisse der Berufsschule abgestimmt.
Wobei wir hier in Bremen das Berufsschullehramt nicht grundständig
studieren können, d.h. wir haben vorher an der FH unseren Abschluss
gemacht. Das Lehramt für Physik ist stellenweise an den Diplom
Studiengang angelehnt, jedoch werden Akzente in Richtung Schule gesetzt
(Schulgerätepraktikum, Didaktik, Theoriebildung (allg. entstehen von
physikalischen Sichtweisen).
Michael
P.S.: Ein Dozent aus Bremen ist vor einiger Zeit nach Flensburg
gegangen. Dieser Dozent heißt Martin Heidegger. Wahrscheinlich dürften
sich daher die Konzepte dieser beiden Studiengänge ähneln.
Bei uns an der Uni war der Benchmark ueblicherweise "Theoretische
Elektrotechnik" (Maxwell & Co.) mit ueblichen 60-70% - nach dem Vordiplom,
aergerlicherweise.
> Das hängt aber zum Teil (da gebe ich Dir jetzt recht) damit zusammen, dass an
> der FH anfangs doch recht viele Leute rumhängen, die einfach nicht für ein
> Studium geeignet sind. Die überleben aber selten das Grundstudium.
Das ist aber an der Uni noch deutlich schlimmer, wo sich in den ersten
Semestern erstmal die von jeglicher Praxis Unbeleckten (und oft auch mit
"Kunst/Sport/Musik/Religion"-Abituren) erstmal parken, bis sie irgendwann
mal (vielleicht auch nie) die Inspriration uebermannt/fraut. Zum Glueck
ist gerade bis auf die Informatik-Mode (das Webdesigner & VBasic-Studium)
eh ziemliche Technikfeindlichkeit angesagt (d.h. haben will man die
neusten technischen Gimmicks schon, aber wie sowas funktionert und entwickelt
wird - baeh: Drecksarbeit!).
Holger
--
signature fault - code dumbed
>30% Durchfallsquote in Mathe. Allerdings wurde gerade Elektrophysik
>entschärft
30%? Pah! Ich biete 90% bei Grundgebiete der Etechnik....
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Achtung, bei E Technik musst du da total umlernen.
Dort heisst es dann j.
SCNR
dabei heisst es in jedem Kreuzworträtsel schon i=j=y
--
MfG Rolf Bombach
... mit dem Unterschied, daß hier E-Technik+Physik für das
Berufsschullehramt grundständig studiert wird.
Michael Dahms
Hallo Michael,
da Du öfter in Newsforen zu finden bist, habe ich eine Frage:
Kennst Du ein Newsforum für Berufspädagogik?
Viele Grüsse
Michael
Nur news:de.sci.paedagogik
Es gibt noch die schule.*-hierarchie, aber die kenne ich nicht im Detail.
Mit google habe ich das hier gefunden:
http://www.google.de/search?q=forum+berufspaedagogik&btnG=Google-Suche&hl=de&meta=lr%3Dlang_de
Vielleicht ist da ja was dabei.
HTH
Michael Dahms
lass es bleiben!!!
Studiere lieber Wirtschaftsingenieur - das geht schneller und du bekommst
bessere Noten :-)
Alles Andere ist ziemlich mühseelig und kostet viel Nerven - vor allem in
deinem Alter !
Meine ehemaligen Studienkollegen (Optoelektronik) würden dir genau das
gleiche raten.
Viel Erfolg
Thiemo
"Rolf Bombach" <bom...@bluemail.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:3B4DECC4...@bluemail.ch...