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Loeten statt Crimpen: wie schlimm ist das?

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Juergen Hannappel

unread,
Aug 24, 2001, 8:11:37 AM8/24/01
to
Hallo,
ind der Praxis hat man ja nicht immer fuer jeden Crimpkontakt eine
auch genau dazu passende Crimpzange zur Hand, kann aber in vielen
Faellen den Leiter durch Looeten am Kontakt befestigen. Ist das eine
brauchbare Alternative, welche Nachteile (oder gar Vorteile) hat sie?

Insesondere interessiert es mich wie die Haltbarkeit und belatbarkeit
aussieht, wenn ich an einen dicken feindraehtigen Leiter (z.B. 16mm^2
bis 100mm^2) einen Kabelschuh anloete statt ancrimpe, den gerade in
diesem Bereich ist meine Auswahl an Crimpzangen etwas mager.

Gruss,
Juergen
--
Dr. Juergen Hannappel Office: W148 Phone: +49 228 73 2447 FAX +49 228 73 7869
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Physikalisches Institut der Uni Bonn
http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: 77930 Bat. 892-R-A13 F-01631 CERN CEDEX, France

Rafael Deliano

unread,
Aug 24, 2001, 9:28:26 AM8/24/01
to
> Insesondere interessiert es mich wie die Haltbarkeit und belatbarkeit
> aussieht,
Lötzinn fließt entlang der Litze etwas ins Kabel und Kabel
bricht an der Übergangsstelle bei Biegezyklen.

MfG JRD

Sebastian Suchanek

unread,
Aug 24, 2001, 10:37:10 AM8/24/01
to
Juergen Hannappel <hann...@lisa2.physik.uni-bonn.de> spoke
thusly:

> Hallo,
> ind der Praxis hat man ja nicht immer fuer jeden
> Crimpkontakt eine auch genau dazu passende Crimpzange zur
> Hand, kann aber in vielen Faellen den Leiter durch Looeten
> am Kontakt befestigen. Ist das eine brauchbare Alternative,
> welche Nachteile (oder gar Vorteile) hat sie?

> [...]

Das heiße Lötzinn kann sich durch den Kapillar-Effekt weit in
feindrähtige Kabel "hineinsaugen" und so das Kabel nach dem
Erklaten steif und brüchig(!) machen.
Außerdem mußt Du bei Deinen genannten 100mm² ganz schön braten,
was wiederrum die Isolierung schädigt.

Um es kurz zu machen: Löten ist keine gute Idee.


HTH,

Sebastian.

--
Ich werde vom 02. 09. bis einschließlich 26. 08. 2001 außer
Landes sein.
Antworten dauern entsprechend länger.

Falko Jahn

unread,
Aug 24, 2001, 11:54:41 AM8/24/01
to
> Hallo,
> ind der Praxis hat man ja nicht immer fuer jeden Crimpkontakt eine
> auch genau dazu passende Crimpzange zur Hand, kann aber in vielen
> Faellen den Leiter durch Looeten am Kontakt befestigen. Ist das eine
> brauchbare Alternative, welche Nachteile (oder gar Vorteile) hat sie?
>
> Insesondere interessiert es mich wie die Haltbarkeit und belatbarkeit
> aussieht, wenn ich an einen dicken feindraehtigen Leiter (z.B. 16mm^2
> bis 100mm^2) einen Kabelschuh anloete statt ancrimpe, den gerade in
> diesem Bereich ist meine Auswahl an Crimpzangen etwas mager.

Hallo,
Bei uns in der Firma ( Transformatoren) wird bei größeren Querschnitten
gecrimpt UND gelötet.

Das Crimpen sorg erstmal für eine mechanische Festigkeit und durch das
zusätliche verlöten wird der Übergangswiderstand minimiert.

Gruß
Falko

René Morszeck

unread,
Aug 24, 2001, 12:07:28 PM8/24/01
to
"Falko Jahn" <falk...@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9m5t8l$40t$1...@news.online.de...

>
> Hallo,
> Bei uns in der Firma ( Transformatoren) wird bei größeren Querschnitten
> gecrimpt UND gelötet.
>
> Das Crimpen sorg erstmal für eine mechanische Festigkeit und durch das
> zusätliche verlöten wird der Übergangswiderstand minimiert.
>
> Gruß
> Falko
>

Hallo

Lötzinn hat doch bekanntlich einen viel höheren Leitwiederstand
als Kupfer. Also ich habe schon Querschnitte bis 240mm2
gepresst und dies ist völlig ausreichend. Zum Teil muss man
halt 2 mal pressen. Und Löten bei diesen Querschnitten ist das
verpönnt. Also in der Schweiz ist es nach den E-Verband
nicht mal gestattet, da in diesen Fällen auch hohe A-Ströme
fliessen.

gruss rene


Falko Jahn

unread,
Aug 24, 2001, 1:34:51 PM8/24/01
to
> Lötzinn hat doch bekanntlich einen viel höheren Leitwiederstand
> als Kupfer. Also ich habe schon Querschnitte bis 240mm2
> gepresst und dies ist völlig ausreichend. Zum Teil muss man
> halt 2 mal pressen. Und Löten bei diesen Querschnitten ist das
> verpönnt. Also in der Schweiz ist es nach den E-Verband
> nicht mal gestattet, da in diesen Fällen auch hohe A-Ströme
> fliessen.

Das Lötzinn einen höheren Widerstand als Kupfer hat, hab ich gwußt,
allerdings soll er ja auch nur in die zwichenräüme fließen. Was meiner
meinung nach
doch den Widerstand senken sollte.
Gelötet wird bei uns mit kräftigen Lötkolben oder mit Flamme, das funzt
eigentlich
auch ganz gut.

Was sind denn "A-Ströme" ??

Falko


René Morszeck

unread,
Aug 24, 2001, 2:09:58 PM8/24/01
to
"Falko Jahn" <falk...@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9m634f$5rn$1...@news.online.de...

> Das Lötzinn einen höheren Widerstand als Kupfer hat, hab ich gwußt,
> allerdings soll er ja auch nur in die zwichenräüme fließen. Was meiner
> meinung nach
> doch den Widerstand senken sollte.
> Gelötet wird bei uns mit kräftigen Lötkolben oder mit Flamme, das funzt
> eigentlich
> auch ganz gut.
>
> Was sind denn "A-Ströme" ??
>
> Falko
>

Hallo

Wiso sollte durch den Einsatz von Lötzinn der Widerstand gesenkt werden?
Wen man die Verbindung mit dem richtigen Werkzeug presst, so hat es ein
solide Verbindung. Durch das Löten selber wird das Material nur angegriffen.
Es bilden sich Oxidationen und führt zu Korrosionen. Auch der Einsatz von
Flussmittel ist nicht gerade von Vorteil, für Material sowie auch für den
Menschen. Ich sehr das Löten nur als unnötige Umwelt und Energiebelastung.

A-Ströme = Ampere-Ströme

gruss rene

Andreas Bulkens

unread,
Aug 24, 2001, 3:20:12 PM8/24/01
to

> Hallo,
> ind der Praxis hat man ja nicht immer fuer jeden Crimpkontakt eine
> auch genau dazu passende Crimpzange zur Hand, kann aber in vielen
> Faellen den Leiter durch Looeten am Kontakt befestigen. Ist das eine
> brauchbare Alternative, welche Nachteile (oder gar Vorteile) hat sie?

Also meines Wissens hat Lot doch die Eigenschaft, über lange Zeit
nachzufließen. Wenn ich ein 10qmm als Automatenbrücke verwende und diese
loete, dann wird die "feste" Verbindung irgendwann locker und kokelt.
Oder bin ich auf dem Holzweg ?
...fragt sich Andreas

Hartmut Fesch

unread,
Aug 24, 2001, 4:25:54 PM8/24/01
to

http://www.wago.com/cgi-bin/db4web_c/wago_1/WAGOINT/Produkt?pL=1&pI=285195

Wie wärs hiermit, kein Löten oder Crimpen notwendig !

Gruß Hartmut
hart...@yahoo.de.NOSPAM

Sebastian Suchanek

unread,
Aug 24, 2001, 4:40:35 PM8/24/01
to
"Andreas Bulkens" <and...@bulkens.de> spoke thusly:

> [...]


> Also meines Wissens hat Lot doch die Eigenschaft, über lange
> Zeit nachzufließen. Wenn ich ein 10qmm als Automatenbrücke
> verwende und diese loete, dann wird die "feste" Verbindung
> irgendwann locker und kokelt. Oder bin ich auf dem Holzweg ?

Doch, stimmt schon.
Wie irgendjemand in dse oder dsie einmal so treffend formuliert
hat: "Lötzinn fließt unter Druck. Solange, bis kein Druck mehr
da ist."


Tschüs,

Sebastian

--
Ich werde vom 02. 09. bis einschließlich 26. 09. 2001 außer

Ernst Keller

unread,
Aug 24, 2001, 4:59:23 PM8/24/01
to
On Fri, 24 Aug 2001 21:20:12 +0200, "Andreas Bulkens" <and...@bulkens.de>
wrote:

>
>Also meines Wissens hat Lot doch die Eigenschaft, über lange Zeit
>nachzufließen. Wenn ich ein 10qmm als Automatenbrücke verwende und diese
>loete, dann wird die "feste" Verbindung irgendwann locker und kokelt.
>Oder bin ich auf dem Holzweg ?

Du verwechselst etwas, was Du meinst sind verlötete Litzen die dann in einer
Schraubklemme(oder ähnlichem) gepresst werden.
Bei ihm wird nach der Pressung gelötet, die Lötstelle wird nicht mehr gepresst,
also kann auch nichts fliessen.

Ernst

René Morszeck

unread,
Aug 24, 2001, 4:56:54 PM8/24/01
to
"Hartmut Fesch" <hart...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9m6d5o$1jb$01$1...@news.t-online.com...


Wago-Klemmen sind nicht schlecht, aber bis jetzt haben diese sich
nicht durch gesetzt. Zwar entsprechen sie der Norm und halten
einiges aus, aber wen man mehrere Drähte schlaufen will, dann
ist man am Anschlag und muss sich spez. Klemmen beschaffen
die mehrere Drähte zulassen.
Zudem bei einer schraubaren Verbindung, braucht man eine
Kabelschuh und den muss man pressen, sonst nichts...

gruss rene

--
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_

Horst Hohn

unread,
Aug 24, 2001, 5:15:46 PM8/24/01
to

"Juergen Hannappel" <hann...@lisa2.physik.uni-bonn.de> schrieb im
Newsbeitrag news:x1sneh3...@lisa2.physik.uni-bonn.de...

> Hallo,
> ind der Praxis hat man ja nicht immer fuer jeden Crimpkontakt eine
> auch genau dazu passende Crimpzange zur Hand, kann aber in vielen
> Faellen den Leiter durch Looeten am Kontakt befestigen. Ist das eine
> brauchbare Alternative, welche Nachteile (oder gar Vorteile) hat sie?
>
> Insesondere interessiert es mich wie die Haltbarkeit und belatbarkeit
> aussieht, wenn ich an einen dicken feindraehtigen Leiter (z.B. 16mm^2
> bis 100mm^2) einen Kabelschuh anloete statt ancrimpe, den gerade in
> diesem Bereich ist meine Auswahl an Crimpzangen etwas mager.
>
Im Fehlerfall (Dickstrombereich) kann es passieren,dass durch die Erwärmung
sich der Leiter selbst auslötet! Nicht ungefährlich.
Aber auch nicht sehr häufig. Leiter die vernünftig hydraulisch gepresst
sind,
sind zugentlastet und gasdicht, besser geht es eigentlich nicht.


MfG Horst


Bernd Löffler

unread,
Aug 25, 2001, 3:38:18 AM8/25/01
to
Tach

Horst Hohn schrieb:

> Im Fehlerfall (Dickstrombereich) kann es passieren,dass durch die Erwärmung
> sich der Leiter selbst auslötet! Nicht ungefährlich.
> Aber auch nicht sehr häufig. Leiter die vernünftig hydraulisch gepresst
> sind,
> sind zugentlastet und gasdicht, besser geht es eigentlich nicht.
>

Preßverbinder gibt es in den Ausführungen Normal und Zugfest


man muß wissen, ob man Freileitung oder Kabel verbinden will

MfG

JT

unread,
Aug 25, 2001, 6:16:18 AM8/25/01
to

"René Morszeck" wrote:
> [blabla] Durch das Löten selber wird das Material nur angegriffen.
Stimmt.


> Es bilden sich Oxidationen und führt zu Korrosionen.

Hihi. Mit Fachausdrücken um sich schmeißen, die man nicht verstanden
hat. Chemisch gesehen ist Oxidation und Korrosion dasselbe. Korrosion
klingt nur aggressiver, da man damit Materialzerstörung assoziiert.
> [...]
> A-Ströme = Ampere-Ströme

Toll. Siehe auch: FM-Modulator, LCD-Display, LKW-Fahrzeug,
Software-Programme...

Nix für ungut.

JT

Thomas Mangold

unread,
Aug 25, 2001, 6:56:08 AM8/25/01
to
Hi René Morszeck,

ich denke das Problem liegt eher daran, dass die Lötstelle keine so gute
mechanische Stabilität aufweist. D.h. bei Erschütterungen (z.B. im Auto)
sich löst und dann sowas wie eine kalte Löstestelle entsteht.

t

Hartmut Fesch

unread,
Aug 25, 2001, 1:25:21 PM8/25/01
to
On Fri, 24 Aug 2001 22:56:54 +0200, "René Morszeck"
<rene.m...@balcab.ch> wrote:


>Wago-Klemmen sind nicht schlecht, aber bis jetzt haben diese sich
>nicht durch gesetzt.

Auch alle anderen Klemmenhersteller haben inzwischen ein
entsprechendes Programm. Warum wohl ?


>Zwar entsprechen sie der Norm und halten
>einiges aus, aber wen man mehrere Drähte schlaufen will, dann
>ist man am Anschlag und muss sich spez. Klemmen beschaffen
>die mehrere Drähte zulassen.

Wie in der VDE gewünscht: ein Leiter pro Klemmstelle
(Kleinspannung ausgenommen)
Gibs bei euch denn keine Vorschriften ?


>Zudem bei einer schraubaren Verbindung, braucht man eine
>Kabelschuh und den muss man pressen, sonst nichts...

Für Schraubverbindungen richtig.
Pressen und Crimpen sind Maßnahmen zum Spleisschutz, damit der
Leiter komplett geklemmt wird. Ist die Klemme entsprechend
ausgeführt, können solche Maßnahmen entfallen.

Meine Meinung:
Wer im Bereich bis 16mm˛ noch schraubt ist selber schuld, bei
größeren Klemmen ist es eher eine Preisfrage.

Gruß Hartmut
hart...@yahoo.de.NOSPAM

René Morszeck

unread,
Aug 25, 2001, 2:31:30 PM8/25/01
to
"JT" <julien...@kielnet.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3B877AF2...@kielnet.net...


Hallo JT

Ich würde aus reiner höfflichkeit mal deinen Namen ausschreiben, danke.

> > Es bilden sich Oxidationen und führt zu Korrosionen.

Ist zwar nicht korrekt ausgedrückt, aber der Sinn sollte doch für
dich verständlich sein? Oder?

> Mit Fachausdrücken um sich schmeißen

Danke für die Einschätzung meiner Fähigkeiten, wir kennen uns
ja schon sein 20 Jahren, oder? Deine Berufung als Kritiker ist
hier fehl am Platz.

mfg rene

René Morszeck

unread,
Aug 25, 2001, 2:46:04 PM8/25/01
to
"Hartmut Fesch" <hart...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9m8mv5$n58$03$1...@news.t-online.com...

> On Fri, 24 Aug 2001 22:56:54 +0200, "René Morszeck"
> <rene.m...@balcab.ch> wrote:
>
>
> >Wago-Klemmen sind nicht schlecht, aber bis jetzt haben diese sich
> >nicht durch gesetzt.
> Auch alle anderen Klemmenhersteller haben inzwischen ein
> entsprechendes Programm. Warum wohl ?

Also, ich war schon bei sehr vielen grossen und kleinen Firmen zu Besuch
und habe noch keine Firma gesehn die diesen Klemmentyp als Standart
einsetzt. Nur wen es der Kunde wünscht.

> >Zwar entsprechen sie der Norm und halten
> >einiges aus, aber wen man mehrere Drähte schlaufen will, dann
> >ist man am Anschlag und muss sich spez. Klemmen beschaffen
> >die mehrere Drähte zulassen.
> Wie in der VDE gewünscht: ein Leiter pro Klemmstelle

Meistens ist es so, das doch 2 Drähte in die Klemme kommen
und so wird diese Technik auch in Zukunft die alt bewährte
Schraubklemme nicht ersetzten.

> (Kleinspannung ausgenommen)
> Gibs bei euch denn keine Vorschriften ?

Mehr als genug... :) aber leider keine Einheitliche :(
Es gibt die NIN-Vorschriften, die alles Allgemein alles abdecken.
Dann die Kantonsvorschriften, die Regional ihren bezug nehmen.
Dann die Werksvorschriften (Chemie etc), und Kundenwünsche :(
Und dann die Internationalen Vorschriften.

Ich entwickle, baue und liefere Anlagen international, von
der Schweiz über Spanien, Deutschland, Norwegen, Columbien,
Italien, Kuwait.... etc. inkl. Inbetriebnahme
Unsere Spezialitäten sind Gaskompressoren-Aggregate und
Kunststoff-Granulat Apparaturen, in den "farbigsten" Aufbauten,
Grössen und Leistungen.
Und da sollte man schon die Vorschriften kennen.

> >Zudem bei einer schraubaren Verbindung, braucht man eine
> >Kabelschuh und den muss man pressen, sonst nichts...
> Für Schraubverbindungen richtig.
> Pressen und Crimpen sind Maßnahmen zum Spleisschutz, damit der
> Leiter komplett geklemmt wird. Ist die Klemme entsprechend
> ausgeführt, können solche Maßnahmen entfallen.

Da bin ich ganz deiner Meinung.

>
> Meine Meinung:
> Wer im Bereich bis 16mm² noch schraubt ist selber schuld, bei
> größeren Klemmen ist es eher eine Preisfrage.

Wer Quallität will soll nicht versuchen Geld zu sparren.

> Gruß Hartmut
> hart...@yahoo.de.NOSPAM


Dirk Salva

unread,
Aug 25, 2001, 4:02:00 PM8/25/01
to
rene.m...@balcab.ch (René Morszeck) schrieb am 25.08.01:


> > >Zwar entsprechen sie der Norm und halten

> > >einiges aus, aber wen man mehrere Draehte schlaufen will, dann


> > >ist man am Anschlag und muss sich spez. Klemmen beschaffen

> > >die mehrere Draehte zulassen.
> > Wie in der VDE gewuenscht: ein Leiter pro Klemmstelle
> Meistens ist es so, das doch 2 Draehte in die Klemme kommen
> und so wird diese Technik auch in Zukunft die alt bewaehrte
> Schraubklemme nicht ersetzten.

Wie kriegst Du bei einer WAGO-Klemme zwei Draehte in ein Klemm-Loch? *Das*
musst Du mir mal zeigen...
WAGO-Klemmen habe ich bisher mit 3 bis 8 Klemmstellen gesehen, wo ist da
also das Problem?


ciao, Dirk

--
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René Morszeck

unread,
Aug 25, 2001, 5:15:24 PM8/25/01
to
"Dirk Salva" <dsa...@nutrimatic.ping.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87X$HTF...@nutrimatic.ping.de...

> rene.m...@balcab.ch (René Morszeck) schrieb am 25.08.01:
>
>
> > > >Zwar entsprechen sie der Norm und halten
> > > >einiges aus, aber wen man mehrere Draehte schlaufen will, dann
> > > >ist man am Anschlag und muss sich spez. Klemmen beschaffen
> > > >die mehrere Draehte zulassen.
> > > Wie in der VDE gewuenscht: ein Leiter pro Klemmstelle
> > Meistens ist es so, das doch 2 Draehte in die Klemme kommen
> > und so wird diese Technik auch in Zukunft die alt bewaehrte
> > Schraubklemme nicht ersetzten.
>
> Wie kriegst Du bei einer WAGO-Klemme zwei Draehte in ein Klemm-Loch? *Das*
> musst Du mir mal zeigen...
> WAGO-Klemmen habe ich bisher mit 3 bis 8 Klemmstellen gesehen, wo ist da
> also das Problem?
>
>
> ciao, Dirk


Hallo

Ich habe nicht gesagt, dass man in Wago-Klemmen 2 Dräht hinein bekommt.
Da steht nichts von Wago! :


>> Meistens ist es so, das doch 2 Draehte in die Klemme kommen
>> und so wird diese Technik auch in Zukunft die alt bewaehrte
>> Schraubklemme nicht ersetzten.

Ist doch egal, Wago oder nicht. Also ich benutze keine Wago-Klemmen.
In meinem Sortiment gibts nur Phoenix-Klemmen. [ein bisel Werbung ;) ]

Gruss rene

Ernst Keller

unread,
Aug 25, 2001, 5:53:32 PM8/25/01
to
On Sat, 25 Aug 2001 12:16:18 +0200, JT <julien...@kielnet.net> wrote:

>
>
>"René Morszeck" wrote:
>> [blabla] Durch das Löten selber wird das Material nur angegriffen.
>Stimmt.
>> Es bilden sich Oxidationen und führt zu Korrosionen.
>Hihi. Mit Fachausdrücken um sich schmeißen, die man nicht verstanden
>hat. Chemisch gesehen ist Oxidation und Korrosion dasselbe. Korrosion
>klingt nur aggressiver, da man damit Materialzerstörung assoziiert.

Bist Du ganz sicher?? Oxidation ist mit Sauerstoff und nicht unbedingt
zerstörerisch, Oxydschicht auf Alu, Titan usw. wirkt Antikorrosiv, Korrosion
findet auch ohne Sauerstoff statt und nach meinem Wissen ist Korrosion
angreifen, zerstören.
Dein Wissen scheint auch nicht das Beste zu sein und genügt nicht Deinem
Belehrdrang.

Ernst

René Morszeck

unread,
Aug 26, 2001, 2:39:49 AM8/26/01
to

"Ernst Keller" <e.ke...@bluewin.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:kt5gotkhtk3f76caj...@4ax.com...

Da muss ich dir Recht geben. Aber in dem Fall ist bei elektrischen
Verbindungen eine Qxidationsschicht unerwünscht.

gruss rene


Andreas Bulkens

unread,
Aug 26, 2001, 4:02:32 AM8/26/01
to

> > >Wago-Klemmen sind nicht schlecht, aber bis jetzt haben diese sich
> > >nicht durch gesetzt.
> > Auch alle anderen Klemmenhersteller haben inzwischen ein
> > entsprechendes Programm. Warum wohl ?
>
> Also, ich war schon bei sehr vielen grossen und kleinen Firmen zu Besuch
> und habe noch keine Firma gesehn die diesen Klemmentyp als Standart
> einsetzt. Nur wen es der Kunde wünscht.
>

Also, dazu möchte ich anmerken : Wir verwenden schon lange das Wago-Programm
(Phoenix und Co. haben ja ein ähnliches).
Die Technik ist recht ausgereift und vor allem die dreistöckigen Klemmen
sind ein großer Vorteil, wenn es um die Übergabe von Datenleitungen geht,
denn da ist man mit den normalen Klemmen schnell am Ende (raummaessig).
Ein weiterer Vorteil ist die Arbeitszeitersparnis (finde ich zumindest).

Gruß,
Andreas

Markus Teubner

unread,
Aug 26, 2001, 7:00:26 AM8/26/01
to
Moin Julien.

On Sat, 25 Aug 2001 12:16:18 +0200, JT <julien...@kielnet.net>
wrote:

>Hihi. Mit Fachausdrücken um sich schmeißen, die man nicht verstanden


>hat. Chemisch gesehen ist Oxidation und Korrosion dasselbe. Korrosion
>klingt nur aggressiver, da man damit Materialzerstörung assoziiert.

Tja - anscheinend hat da nochwer in Chemie nicht wirklich aufgepasst.
Unter einer Korrosion versteht man:

Korrosionsbegriff nach DIN 50 900, Teil 1
Korrosion ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner
Umgebung, die eine meßbare Veränderung des Werkstoffes bewirkt und zu
einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen Bauteils oder
eines ganzen Systems führen kann. In den meisten Fällen ist die
Reaktion elektrochemischer Natur, in einigen Fällen kann sie
chemischer oder metallphysikalischer Natur sein."

Für die Oxidation:
Oxidation: Erhöhung der (formalen) Oxidationszahl; Reduktion:
Verminderung der (formalen) Oxidationszahl. Meist handelt es sich bei
Oxidationen in der organischen Chemie um eine Aufnahme von Sauerstoff
oder eine Abgabe von Wasserstoff (Dehydrierung); das umgekehrte gilt
für Reduktionen. Ein direkter Elektronentransfer findet nur in einem
Teil dieser Reaktionen statt. Beachte: die Klassifizierung als
Oxidations- oder Reduktionsreaktion bezieht sich stets auf das
betrachtete organische Substrat; parallel findet zwangsläufig eine
Reduktion des Oxidationsmittels bzw. eine Oxidation des
Reduktionsmittels statt.

Also "dasselbe" ist das bei weitem nicht. Setzen.

>Nix für ungut.

Genau.

Gruß,
Markus

Markus Teubner

unread,
Aug 26, 2001, 7:02:28 AM8/26/01
to
Moin René

On Sat, 25 Aug 2001 23:15:24 +0200, "René Morszeck"
<rene.m...@balcab.ch> wrote:

>Ist doch egal, Wago oder nicht. Also ich benutze keine Wago-Klemmen.
>In meinem Sortiment gibts nur Phoenix-Klemmen. [ein bisel Werbung ;) ]

Das ist auch gut so - damit finanzierst Du immerhin mein Studium :-)

*scnr*

Gruß,
Markus

René Morszeck

unread,
Aug 26, 2001, 7:19:25 AM8/26/01
to
"Markus Teubner" <use...@toybaer.com> schrieb im Newsbeitrag
news:eolhot859c8g7cuav...@4ax.com...

Dein Studium finanziere ich damit? Wie soll den das gehn?
Das finde ich toll, dass das Geld nicht nur bei der Firma bleibt,
sondern dass es sinnvoll in das Wissen investiert wird.

Viel Erfolg!

gruss rene

Markus Teubner

unread,
Aug 26, 2001, 12:51:07 PM8/26/01
to
Moin René


"René Morszeck" <rene.m...@balcab.ch> wrote:
>Dein Studium finanziere ich damit? Wie soll den das gehn?


Auch wenn´s eventuell etwas OT ist: Ich nehme seit etwas mehr
als zwei Jahren an der Kooperativen Ingenieurausbildung teil;
Ausbildung beim "Klemmenmacher", Studium an der FH-Lippe. (In meinem Fall die
Fachrichtung Elektrotechnik.)


Wer mehr wissen möchte:
http://www.phoenixcontact.com/cgi-bin/fw.
pl?fs=/de/personal/ausbildung/ingenieur_ausbildung.html


Oder:
http://www.kopis.de


>Das finde ich toll, dass das Geld nicht nur bei der Firma bleibt,
>sondern dass es sinnvoll in das Wissen investiert wird.


Ack.


>Viel Erfolg!


Danke!


Gruß,
Markus
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Ernst Keller

unread,
Aug 26, 2001, 3:15:09 PM8/26/01
to
On Sun, 26 Aug 2001 08:39:49 +0200, "René Morszeck" <rene.m...@balcab.ch>
wrote:

>


>Da muss ich dir Recht geben. Aber in dem Fall ist bei elektrischen
>Verbindungen eine Qxidationsschicht unerwünscht.
>

Logisch. aber darum ging es ihm nicht. Bezüglich löten gehe ich mit Dir nicht
einig, wenn die Lötung sauber ausgeführt wurde gibt es im gelöteten Kabelschuh
nichts zum Oxydieren/Korrodieren. Ich traue aus Erfahrung nur den Pressungen
bei grösseren Querschnitten, ausgeführt mit Zangen mit Sperre, wo praktisch
eine Kaltverschmelzung stattfindet.

Ernst

Joachim Ebel

unread,
Aug 26, 2001, 4:11:55 PM8/26/01
to
"René Morszeck" <rene.m...@balcab.ch> wrote:
: "Dirk Salva" <dsa...@nutrimatic.ping.de> schrieb im Newsbeitrag
: news:87X$HTF...@nutrimatic.ping.de...
:> rene.m...@balcab.ch (Ren? Morszeck) schrieb am 25.08.01:
:>
:>

: Ich habe nicht gesagt, dass man in Wago-Klemmen 2 Dr?ht hinein bekommt.


: Da steht nichts von Wago! :
:>> Meistens ist es so, das doch 2 Draehte in die Klemme kommen
:>> und so wird diese Technik auch in Zukunft die alt bewaehrte
:>> Schraubklemme nicht ersetzten.

: Ist doch egal, Wago oder nicht. Also ich benutze keine Wago-Klemmen.
: In meinem Sortiment gibts nur Phoenix-Klemmen. [ein bisel Werbung ;) ]

aha, 2_draehte_ nicht 2 _leiter_.
ausser leuchtenklemmen kenn ich keine fuer mehrdraehtig. und wer nimmt schon
eindraehtiges 35qmm? und reihenklemmen bei querschnitten ueber 16qmm halte
ich fuer spielzeug (auch wenn der stempel drauf ist). btw: wieviele bruecken
darf man in die reihenklemmen eigentlich machen, bis die erste qualmt?)

soweit ich weiss, hat crimpen auch den beinamen kaltverschweissen, d.h. beim
pressen wird der druck so hoch, dass ein sinnvoller elektrischer und
mechanischer uebergang entsteht. und: wenn du bloss 5 120er pressen willst,
geh doch zum elektriker deines vertrauens und leihs dir aus.

(alter trick: mit dem flachmeissel 3 schleage nebeneinander, passt prima
:-))

deshalb verfluche ich auch die leute, die ein paar draehte abschneiden,
damit sie beim ansetzen der klemme nicht so fummeln muessen ->ueben. (warum,
s.o.) spaeter fliegt der kram dann wieder auseinander.

naja, vielleicht mal bei klauke auf der seite nachforschen?

gruesse, achim

René Morszeck

unread,
Aug 26, 2001, 4:36:53 PM8/26/01
to
"Ernst Keller" <e.ke...@bluewin.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:h7iiotg6dhvjb4t8e...@4ax.com...

Netter Ausdruck "Kaltverschmelzung". Aber ich bin deiner Meinung,
pressen ist immer noch das Beste (meine Meinung)

gruss rene


René Morszeck

unread,
Aug 26, 2001, 4:44:05 PM8/26/01
to

"Markus Teubner" <use...@toybaer.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3b8928fb$1...@netnews.web.de...
> Moin René

>
> Wer mehr wissen möchte:
> http://www.phoenixcontact.com/cgi-bin/fw.
> pl?fs=/de/personal/ausbildung/ingenieur_ausbildung.html
>
>
> Oder:
> http://www.kopis.de
>
>
> >Das finde ich toll, dass das Geld nicht nur bei der Firma bleibt,
> >sondern dass es sinnvoll in das Wissen investiert wird.
>
>
> Ack.
>
>
> >Viel Erfolg!
>
>
> Danke!
>
>
> Gruß,
> Markus
> --


Hallo

Also muss schon sagen, eine Firma die was macht.
Darum haben die auch so gute Klemmen ;)

Bin ja eigentlich noch Jung, aber mit dem Studieren
habe ich es nicht so. Wen ich was brauche, so nehme
ich mir ein Fachbuch und lese das durch. Bin halt mehr
der praktisch veranlagte Typ.

Gruss rene


.


Ralf Muschall

unread,
Aug 26, 2001, 4:46:09 PM8/26/01
to
JT <julien...@kielnet.net> writes:

> hat. Chemisch gesehen ist Oxidation und Korrosion dasselbe. Korrosion

Lsafhc.

> klingt nur aggressiver, da man damit Materialzerstörung assoziiert.

Wie nennst Du die Bildung minderwertiger, spröder Bronze aus biegsamem
Kupferdraht durch Eindiffundieren von Zinn? Zusammen mit der
gleichzeitigen Verwandlung von Litze in Vollmaterial gibt das eine
wunderbare Sollbruchstelle.

Ralf

--
GS d->? s:++>+++ a C++++ UL+++ UH++ P++ L++ E+++ W- N++ o-- K- w--- !O M- V-
PS+>++ PE Y+>++ PGP+ !t !5 !X !R !tv b+++ DI+++ D? G+ e++++ h+ r? y?

JT

unread,
Aug 27, 2001, 10:06:20 AM8/27/01
to

Markus Teubner wrote:
> [...]


> Für die Oxidation:
> Oxidation: Erhöhung der (formalen) Oxidationszahl; Reduktion:
> Verminderung der (formalen) Oxidationszahl. Meist handelt es sich bei
> Oxidationen in der organischen Chemie um eine Aufnahme von Sauerstoff
> oder eine Abgabe von Wasserstoff (Dehydrierung); das umgekehrte gilt
> für Reduktionen. Ein direkter Elektronentransfer findet nur in einem
> Teil dieser Reaktionen statt. Beachte: die Klassifizierung als
> Oxidations- oder Reduktionsreaktion bezieht sich stets auf das
> betrachtete organische Substrat; parallel findet zwangsläufig eine
> Reduktion des Oxidationsmittels bzw. eine Oxidation des
> Reduktionsmittels statt.
>
> Also "dasselbe" ist das bei weitem nicht. Setzen.
>

Da war ich wirklich etwas zu oberflächlich. Redoxvorgänge, langsam
kommt's wieder in's Bewußtsein, sind mir natürlich ein Begriff! Ich
bitte von weiteren Exkursen in die Chemie abzusehen und möchte mich
hiermit ernsthaft entschuldigen.

Julien :(

Julien Thomas

unread,
Aug 27, 2001, 10:10:25 AM8/27/01
to
Die "weißen Schimmel" pranger' ich nach wie vor an! Julien

René Morszeck

unread,
Aug 27, 2001, 3:29:01 PM8/27/01
to
"Martin Leinfelder" <leinfeld...@nexgo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87cax...@leinfeldermartin-83209.user.cis.dfn.de...
> Hallo Falko.

>
> >> belatbarkeit aussieht, wenn ich an einen dicken feindraehtigen
> >> Leiter (z.B. 16mm^2 bis 100mm^2) einen Kabelschuh anloete statt
> >> ancrimpe, den gerade in diesem Bereich ist meine Auswahl an
> >> Crimpzangen etwas mager.
> > Bei uns in der Firma ( Transformatoren) wird bei größeren
> > Querschnitten gecrimpt UND gelötet.
>
> Also entweder Löten ODER Crimpen, beides ist Pfui.
>
> Ciao, Martin.


Was soll das heissen?
Bitte erläutern auf was sich dies genau bezieht! Danke.

Gruss rene


Heinz Saathoff

unread,
Aug 27, 2001, 5:06:45 PM8/27/01
to
Martin Leinfelder schrieb...

> Also entweder Löten ODER Crimpen, beides ist Pfui.

Wieso? Getreu dem Motto "Doppelt hält besser" doch nachvollziehbar?

SCNR,
Heinz

Josef Zimmermann

unread,
Aug 29, 2001, 11:36:05 AM8/29/01
to
> Wago-Klemmen sind nicht schlecht, aber bis jetzt haben diese sich
> nicht durch gesetzt. Zwar entsprechen sie der Norm und halten
> einiges aus, aber wen man mehrere Drähte schlaufen will, dann

> ist man am Anschlag und muss sich spez. Klemmen beschaffen
> die mehrere Drähte zulassen.

Keine Klemme hat sich auf allen Gebieten durchgesetzt. Aber Wago hat
inzwischen einen ordentlichen Marktanteil. Die Klemmen sind einfach sehr
gut zu handhaben. Weiter kann man die meisten Klemmen brücken, so das
benachtbarte Klemmen auf gleichem Potential liegen.

Und wer schon mal einen Fehler in Anlagen mit Schraublemmen gesucht hat,
wir die Käfigklemmen zu würdigen wissen. Selbst Phoenix hat welche im
Programm.

> Zudem bei einer schraubaren Verbindung, braucht man eine
> Kabelschuh und den muss man pressen, sonst nichts...
>

Mit freundlichen Grüßen / Best regards
Josef Zimmermann

Josef Zimmermann

unread,
Aug 29, 2001, 11:36:05 AM8/29/01
to

René Morszeck

unread,
Aug 29, 2001, 2:40:13 PM8/29/01
to
"Josef Zimmermann" <j...@zi-engineering.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9mj1vr$99u$1...@news.cityweb.de...

> Keine Klemme hat sich auf allen Gebieten durchgesetzt. Aber Wago hat
> inzwischen einen ordentlichen Marktanteil. Die Klemmen sind einfach sehr
> gut zu handhaben. Weiter kann man die meisten Klemmen brücken, so das
> benachtbarte Klemmen auf gleichem Potential liegen.

Ich habe heute nochmals mit meinem Cie diskutiert, und er meinte auch
dass die Federklemmen nicht überzeugend sind, da man die Litze ohne
Hülse in die Klemme steckt. Darum muss man immer kontrollieren, ob
keine der einzelnen Adern sich nicht wo anders verirrt, bzw einen
Kurzschluss verursacht. Auch bei Aenderungen ist dies mühsam, da meisst
die Adern auseinander gespreizt werden. Und auch unter Spannung
stehnde Anlagen lassen sich nicht so einfach ändern, da man nicht
die unter Spannung stehende Adern nicht gerne anfässt....

> Und wer schon mal einen Fehler in Anlagen mit Schraublemmen gesucht hat,
> wir die Käfigklemmen zu würdigen wissen. Selbst Phoenix hat welche im
> Programm.

Hmm, wen man sauber arbeitet, wird ein Fehler bei den Klemmen
minmal klein wen nicht ausgeschlossen klein sein.

Also ich bleibe bei meinen Schraubklemmen. Welche Marke egal,
bevorzugt 'Phoenix'... Naja jedem das seine.

Gruss rene

Andreas Bulkens

unread,
Aug 29, 2001, 11:28:01 PM8/29/01
to
> Ich habe heute nochmals mit meinem Cie diskutiert, und er meinte auch
> dass die Federklemmen nicht überzeugend sind, da man die Litze ohne
> Hülse in die Klemme steckt. Darum muss man immer kontrollieren, ob
> keine der einzelnen Adern sich nicht wo anders verirrt, bzw einen
> Kurzschluss verursacht. Auch bei Aenderungen ist dies mühsam, da meisst
> die Adern auseinander gespreizt werden. Und auch unter Spannung
> stehnde Anlagen lassen sich nicht so einfach ändern, da man nicht
> die unter Spannung stehende Adern nicht gerne anfässt....
Hi Rene,
auch bei den Wago-Klemmen mit cage-System sind Leitungen mit Aderendhülsen
zugelassen. Aber Du hast durchaus Recht, wenn Du sagst, dass sich einzelne
Adern "verirren" können, was vielleicht bei der Steuerspannung noch nicht so
tragisch wäre.

MfG,
Andreas


Martin Schmidlechner

unread,
Aug 31, 2001, 5:07:11 PM8/31/01
to
In der Automobilindustrie wird alles gecrimpt, und nicht gelötet.

Die Begründung wurde schon von einigen anderen geliefert und möchte ich
hiermit nur noch bestätigen: Das Lot saugt sich ins Kabel rein und macht es
steif und unflexibel, wodurch es dann auch an dieser Stelle bricht.

Auch ich hatte früher mal gedacht, löten wäre die qualitativ hochwertigere
Verbindung - aber das ist ein grober Irrtum. Nicht umsonst hat man früher
(immer noch?) in der Satellitentechnik ge-wire-wrapped und nicht gelötet.
Alleine der Übergangswiderstand sollt schon besser sein, und die mechanische
Stabilität sowieso.

=> Löten ist eigentlich fast immer ein problematisches Thema.

Selbst für herkömmliche Leiterplattentechnik gibt es ja mittlerweile für
Hochstromanwendungen Einpreßverfahren, wo eckige Stifte in runde Löcher
gepreßt werden. Die Verbindung ist niederohmiger, zuverlässiger und
mechanisch stabiler als Löten.


Gert Gurke

unread,
Sep 3, 2001, 10:49:11 AM9/3/01
to
On 01 Sep 2001 00:40:00 +0200, leinfeld...@nexgo.de (Martin
Leinfelder) wrote:

>Hallo Rene.


>
>>>>> belatbarkeit aussieht, wenn ich an einen dicken feindraehtigen
>>>>> Leiter (z.B. 16mm^2 bis 100mm^2) einen Kabelschuh anloete statt
>>>>> ancrimpe, den gerade in diesem Bereich ist meine Auswahl an
>>>>> Crimpzangen etwas mager.
>>>> Bei uns in der Firma ( Transformatoren) wird bei größeren
>>>> Querschnitten gecrimpt UND gelötet.
>>> Also entweder Löten ODER Crimpen, beides ist Pfui.
>

>> Was soll das heissen?
>MIR wurde es so beigebracht, eine Verbindung etweder zu löten ODER zu
>crimpen, wenn ich angenommen etwas crimpe und danach noch zusätzlich
>löte, läuft das Zinn doch garnicht richtig in den Lötpin rein, da es
>eben schon zugequetscht ist, d.h. man würde nur hinten einen Deckel
>drauflöten, der nix bringt. Die Steiffigkeit des Anschlußdrahtes würde
>man auch erhöhen, weshalb er vermutlich irgendwann brechen würde. Und
>umgekehrt, erst löten und dann crimpen würde eine äußerst brutale, kalte
>Lötstelle bedeuten.

...ich hab gelernt (richtig?) das Crimpen eine Art der
Kaltverschweisung ist. Daher wird immer um 'scharfe' Vierkante
gecrimmt. Damit haette Crimpen ne bessere Verbindung wie loeten.

Alternativ: Ich hab was falsches gelernt oder mal mal wieder was
falsch aufgefasst.

gg

Juergen Hannappel

unread,
Sep 3, 2001, 12:36:09 PM9/3/01
to
Gert Gurke <hiph...@GMX.de> writes:

[...]

> ...ich hab gelernt (richtig?) das Crimpen eine Art der
> Kaltverschweisung ist. Daher wird immer um 'scharfe' Vierkante
> gecrimmt. Damit haette Crimpen ne bessere Verbindung wie loeten.

beim Crimpen werden Mehr oder Feindraehtige Leiter in Huelsen
verpresst, "um scharfe Vierkante" ist Wire-Wrap-Technik.

Gruss,
Juergen

--
Dr. Juergen Hannappel Office: W148 Phone: +49 228 73 2447 FAX +49 228 73 7869
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Physikalisches Institut der Uni Bonn
http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: 77930 Bat. 892-R-A13 F-01631 CERN CEDEX, France

Gert Gurke

unread,
Sep 3, 2001, 7:08:34 PM9/3/01
to
On 03 Sep 2001 18:36:09 +0200, Juergen Hannappel
<hann...@lisa2.physik.uni-bonn.de> wrote:

>Gert Gurke <hiph...@GMX.de> writes:
>
>[...]
>
>> ...ich hab gelernt (richtig?) das Crimpen eine Art der
>> Kaltverschweisung ist. Daher wird immer um 'scharfe' Vierkante
>> gecrimmt. Damit haette Crimpen ne bessere Verbindung wie loeten.
>
>beim Crimpen werden Mehr oder Feindraehtige Leiter in Huelsen
>verpresst, "um scharfe Vierkante" ist Wire-Wrap-Technik.

Aua, Stimmt. OK, zum Crimpen faellt mir ein das bei der Telekom im
Nahbereich (Fern ist meisst Glasfaser oder Coax) bei niederadrigen (<
200Paar) fast nur gecrimmt wird.

gg

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