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Einzeladern in Kabelkanälen

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Harald Wilhelms

unread,
Sep 24, 2007, 11:19:31 AM9/24/07
to
Hallo Leute,
selbst im Baumarkt bekommt man inzwischen
preisgünstige Kabelkanäle aus Kunststoff mit
Schnappdeckel. Darf man in diesen Kanälen
eigentlich auch Einzeladern verlegen, oder muss
es doppelt isolierte Leitung wie NYM sein?
Und wie sieht es mit Litzen aus?
Gruss
Harald

Dieter Wiedmann

unread,
Sep 24, 2007, 4:46:50 PM9/24/07
to
Harald Wilhelms schrieb:

> selbst im Baumarkt bekommt man inzwischen
> preisgünstige Kabelkanäle aus Kunststoff mit
> Schnappdeckel.

Naja, beim Großhändler kosten die weniger, und als Lockvogelangebot
hab ich die noch nie beworben gesehen.


> Darf man in diesen Kanälen
> eigentlich auch Einzeladern verlegen, oder muss
> es doppelt isolierte Leitung wie NYM sein?

Gute Frage, NYA darf auf jeden Fall auch auf Putz in Rohr verlegt
werden. Ob ein Kanal dem gleich gestellt ist weiß ich nicht.


> Und wie sieht es mit Litzen aus?

Darf man auch fest verlegen, aber mit Steckklemmen wirds unpraktisch.


Gruß Dieter

Joerg

unread,
Sep 24, 2007, 5:50:52 PM9/24/07
to
Hallo Dieter,

Hmm, letztens hatte hier mal jemand geschrieben, dass Litzen nicht
erlaubt seien. Oder vertue ich mich dabei? Wie auch immer, sind denn
dann Adernendhuelsen bei Euch vorgeschrieben?

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 24, 2007, 10:32:53 PM9/24/07
to
Joerg schrieb:

Wie will er denn Kabel mit Nennquerschitte >10mm² (Litze halt mit
stärkeren Einzeladern) einiermaßen sauber verlegen?
Verseilte Adern müßen entsprechend verschraubt oder mit Hülsen versehen
werden. Selbst beim Potentialausgleich dürfen veseilte Kabeladern nicht
verlötet werden. So mein derzeitiger Wissensstand ;-)

--
mfg hdw

bastian

unread,
Sep 24, 2007, 11:46:57 PM9/24/07
to

Einzeladern im Kabelkanal ?

Bin ich auch noch nie gefragt worden.

Aber vermutlich schon.
Zwar ist der Kanal auch im Handbereich ohne Werkzeug zu öffnen,
aber andererseits sind Einzeladern, zB NYA, auch nicht schlechter
isoliert als flex. Flachleitungen zum Gerät
Anschluß mit 2x0,5 oder 2x0,75.
Und das ist ja auch o.k.
Und liegt einfach so auf dem Fußboden, anfaßbar und mit Drauftreten.

MfG
bastian


Dieter Wiedmann

unread,
Sep 25, 2007, 2:40:53 AM9/25/07
to
Horst-D.Winzler schrieb:

> Wie will er denn Kabel mit Nennquerschitte >10mm² (Litze halt mit
> stärkeren Einzeladern) einiermaßen sauber verlegen?

Das ist dann aber mehrdrähtige Leitung, nicht feindrähtige. Mit
jeweils geeigneten Klemmen kein Problem. Aderendhülsen in
Steckklemmen sind nicht pauschal in Ordnung, die Kombination sollte
vom Klemmenhersteller freigegeben sein, ggf mit speziellen Hülsen
und Presswerkzeug.


> Verseilte Adern müßen entsprechend verschraubt oder mit Hülsen versehen
> werden. Selbst beim Potentialausgleich dürfen veseilte Kabeladern nicht
> verlötet werden.

Verlöten *kann* in Ordnung sein, aber niemals verlöten&klemmen.


Gruß Dieter

Harald Wilhelms

unread,
Sep 25, 2007, 3:36:27 AM9/25/07
to
On 25 Sep., 08:40, Dieter Wiedmann <dieter.wiedm...@t-online.de>
wrote:

> Verlöten *kann* in Ordnung sein, aber niemals verlöten&klemmen.

Was am Tage geklemmt wird, wird am Abend verlötet.
:-)
Gruss
Harald
PS: An > 1,5 qmm habe ich nie gedacht,
aber zur Ergänzung einer vorhandenen Verdrahtung
sieht ein Kabelkanal allemal besser aus
als eine Verlegung mit Schellen.
Gruss
Harald

Dschen Reinecke

unread,
Sep 25, 2007, 4:03:06 AM9/25/07
to
bastian schrieb:

Moin!

> Zwar ist der Kanal auch im Handbereich ohne Werkzeug zu öffnen,
> aber andererseits sind Einzeladern, zB NYA, auch nicht schlechter
> isoliert als flex. Flachleitungen zum Gerät
> Anschluß mit 2x0,5 oder 2x0,75.
> Und das ist ja auch o.k.

Nein, hierzulande sind diese Leitungen doppelt isoliert: üblicherweise
sind die Adern/Litzen farbig umhüllt und alle zusammen in eine
gemeinsame Umhüllung gepackt. Flachleitungen ähnlich
Lautsprecherleitungen sind für 230V nicht zugelassen. Eine Ausnahme sind
die Leitungen von Weihnachts-Lichterketten.

Ciao Dschen

--
Dschen Reinecke

=== der mit dem Namen aus China ===

http://WWW.DSCHEN.DE mailto:use...@dschen.de

bastian

unread,
Sep 25, 2007, 10:24:51 AM9/25/07
to
On 25 Sep., 10:03, Dschen Reinecke <use...@dschen.de> wrote:
.
>
> Nein, hierzulande sind diese Leitungen doppelt isoliert: üblicherweise
> sind die Adern/Litzen farbig umhüllt und alle zusammen in eine
> gemeinsame Umhüllung gepackt. Flachleitungen ähnlich
> Lautsprecherleitungen sind für 230V nicht zugelassen.
>

Ich nehm an, Du meinst mit Lautsprecherleitung das übliche N Y F A
Z .
Diese Leitung ist ausdrücklich für 230 V zugelassen und zur Verwendung
in Leuchten und an Leuchten....
Guck dir mal deine Tisch-und Stehlampen an. Und auch für andere
Kleingeräte verwendet.

Und dann hätten wir da noch HO3VH-H zu bieten.
Zugelassen bis 300 V. Vorgesehen für leichtere Elektrogeräte mit
geringer mechanischer Belastung.
Nicht Heiz-und Wärmegeräte.

Guck mal die Zuleitung von deinem -Braun-Trockenrasierer an...

Leitungen mit Flachlitze und zusätzlicher Umhüllung findet man eher
bei schutzisolierten Geräten,
etwas unbeweglicher-Wendelleitung geht da eher nicht.

MfG
bastian

Uwe Hercksen

unread,
Sep 25, 2007, 10:32:25 AM9/25/07
to

Harald Wilhelms schrieb:

Hallo,

also in Kabelkanälen innerhalb eines Schaltschrankes darf man doch
Einzeladern aus Litze verlegen. Allerdings sollten die Schränke im
Betrieb geschlossen sein und nur fachkundiges Personal Zugang zu den
Schlüsseln haben.

Bye

Lutz Illigen

unread,
Sep 25, 2007, 11:18:16 AM9/25/07
to
Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> wrote:

> also in Kabelkanälen innerhalb eines Schaltschrankes darf man
> doch Einzeladern aus Litze verlegen.

Ist in der Regel geschlitzt und nennt sich dann Verdrahtungskanal.

Lutz

Joerg

unread,
Sep 25, 2007, 12:24:31 PM9/25/07
to
Hallo Horst-Dieter,

>>
>>>>selbst im Baumarkt bekommt man inzwischen
>>>>preisgünstige Kabelkanäle aus Kunststoff mit
>>>>Schnappdeckel.
>>>
>>>
>>>Naja, beim Großhändler kosten die weniger, und als Lockvogelangebot
>>>hab ich die noch nie beworben gesehen.
>>>
>>>
>>>
>>>>Darf man in diesen Kanälen
>>>>eigentlich auch Einzeladern verlegen, oder muss
>>>>es doppelt isolierte Leitung wie NYM sein?
>>>
>>>
>>>Gute Frage, NYA darf auf jeden Fall auch auf Putz in Rohr verlegt
>>>werden. Ob ein Kanal dem gleich gestellt ist weiß ich nicht.
>>>
>>>
>>>
>>>>Und wie sieht es mit Litzen aus?
>>>
>>>
>>>Darf man auch fest verlegen, aber mit Steckklemmen wirds unpraktisch.
>>>
>>
>>Hmm, letztens hatte hier mal jemand geschrieben, dass Litzen nicht
>>erlaubt seien. Oder vertue ich mich dabei? Wie auch immer, sind denn
>>dann Adernendhuelsen bei Euch vorgeschrieben?
>>
>
>
> Wie will er denn Kabel mit Nennquerschitte >10mm² (Litze halt mit
> stärkeren Einzeladern) einiermaßen sauber verlegen?


Das schaffen die Jungs hier. Haben wir zum Zahler, und dann von da zu
zwei Unterverteilungen. Ist allerdings deutlich dicker als 10mm^2.


> Verseilte Adern müßen entsprechend verschraubt oder mit Hülsen versehen
> werden. Selbst beim Potentialausgleich dürfen veseilte Kabeladern nicht
> verlötet werden. So mein derzeitiger Wissensstand ;-)
>

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

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Matthias Dingeldein

unread,
Sep 25, 2007, 2:35:49 PM9/25/07
to
Rolf_Bombach schrieb:

> Ich wusste nicht, dass Litze dermassen gefährlich ist.

besonders gefaehrlich: B-Litze

Gruss & SCNR, Matthias Dingeldein

--
"Du sollst lernen!"

Harald Wilhelms

unread,
Sep 25, 2007, 2:47:38 PM9/25/07
to
On 25 Sep., 20:35, Matthias Dingeldein <matthias.dingeld...@rwth-

aachen.de> wrote:
> Rolf_Bombach schrieb:
>
> > Ich wusste nicht, dass Litze dermassen gefährlich ist.
>
> besonders gefaehrlich: B-Litze

Gibts die, wenn die Litzenumhüllung defekt ist?
Gruss
Harald

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 25, 2007, 3:04:25 PM9/25/07
to
Dieter Wiedmann schrieb:
> Horst-D.Winzler schrieb:

>> Verseilte Adern müßen entsprechend verschraubt oder mit Hülsen versehen
>> werden. Selbst beim Potentialausgleich dürfen veseilte Kabeladern nicht
>> verlötet werden.
>
> Verlöten *kann* in Ordnung sein, aber niemals verlöten&klemmen.

Stichwort Kabelschuhe.

Mir konnte bisher niemand schlüssig erklären, warum in einer stationären
und trockenen Installation verseilte Adern nicht in Kabelschuhen
verlötet werden sollen.
Es wird immer nur von Presskabelschuhen gesprochen.

--
mfg hdw

Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

unread,
Sep 25, 2007, 4:53:22 PM9/25/07
to
Horst-D.Winzler <horst.d.no...@web.de> wrote:

[...]

> Stichwort Kabelschuhe.
>
> Mir konnte bisher niemand schlüssig erklären, warum in einer stationären
> und trockenen Installation verseilte Adern nicht in Kabelschuhen
> verlötet werden sollen.
> Es wird immer nur von Presskabelschuhen gesprochen.

Wer wusste vor ca, 40 Jahren etwas von Presskabelschuhen?

Von 0,5... z.B. 120 mm˛ wurde alles velötet. Einschließlich Erdkabel.

Erdkabelverbindungen, Löthülsen, Benzin-Lötlampe (vorher Anheizen mit
Spiritus), Druck aufbauen, Asbestband wegen Hitzeschutz, Papier-Erdkabel.

Jute-Außenmantel, Stahlband-Bewehrung, lauter Teerzeugs, widerlich.

Wenn man dann auf dem Pb-Mantel war, dann hatte man wieder saubere Hände.
Als Reinigungsmittel war Leicht-Benzin und Petrolium (manchmal auch
Benzol !!!-- wer wusste damals schon, daß Benzol gefährlich ist? )angesagt.

Im Freileitungsbau ist Löten nicht zulässig! Zugfestigkeit!
Dort haben wir Konusverbinder eingestzt (Fa. Pfisterer). Je größer der Zug,
je größer wurde die Festigkeit der Verbinder.

Es gab einfach keine andere Möglichkeit. Und es funktioniert noch bis heute!

Wobei wir natürlich auch auf Pressverbinder übergingen. Es hatte ungeheure
Vorteile. Zeitmäßig und vor Allem bei Alu!

Rudi


Matthias Dingeldein

unread,
Sep 25, 2007, 4:56:15 PM9/25/07
to
Harald Wilhelms schrieb:

Ja, meist gut versteckt im Werksverkauf. Mit etwas Uebung und einer
feinen Nase kann man aber das gehaeufte Auftreten beim G. wittern :-)

Gruss, Matthias Dingeldein

--
guck mal, ich kann Seifenblasen: oO o . O.°oO°o.
© by Pinguin

Uwe Hercksen

unread,
Sep 26, 2007, 6:05:03 AM9/26/07
to

Horst-D.Winzler schrieb:

> Stichwort Kabelschuhe.
>
> Mir konnte bisher niemand schlüssig erklären, warum in einer stationären
> und trockenen Installation verseilte Adern nicht in Kabelschuhen
> verlötet werden sollen.
> Es wird immer nur von Presskabelschuhen gesprochen.

Hallo,

na ja, die Litze oder die verseilten Adern sind halt dort wo sie aus dem
Kabelschuh herauskommen ziemlich brüchig wenn sie dort mit Zinn getränkt
sind, sogar wohl brüchiger als Volldraht aus reinem Kupfer des gleichen
Querschnitts.
Als man früher in der Bronzezeit das weiche Kupfer mit dem weichen Zinn
legiert hat dann doch nur weil die Legierung Bronze härter war als die
Ausgangsmaterialien. Die härtere Legierung ist zwar besser für
Schneidwerkzeuge, bricht aber leider auch leichter.

Bye

Rudi Fischer

unread,
Sep 26, 2007, 6:39:54 AM9/26/07
to

"Harald Wilhelms" schrieb:

> On 25 Sep., 20:35, Matthias Dingeldein wrote:
> > Rolf_Bombach schrieb:

> >> Ich wusste nicht, dass Litze dermassen gefährlich ist.
> > besonders gefaehrlich: B-Litze
> Gibts die, wenn die Litzenumhüllung defekt ist?

Das Risiko besteht bei B-Ware immer.

Rudi Fischer
--
...and may good music always be with you.

Dieter Wiedmann

unread,
Sep 26, 2007, 6:42:46 AM9/26/07
to
Rudi Fischer schrieb:

> Das Risiko besteht bei B-Ware immer.

B-undesregierung


CNR, Dieter

Message has been deleted

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 27, 2007, 1:04:41 AM9/27/07
to
Uwe Hercksen schrieb:

>
>
> Horst-D.Winzler schrieb:
>
>> Stichwort Kabelschuhe.
>>
>> Mir konnte bisher niemand schlüssig erklären, warum in einer stationären
>> und trockenen Installation verseilte Adern nicht in Kabelschuhen
>> verlötet werden sollen.
>> Es wird immer nur von Presskabelschuhen gesprochen.
>
> Hallo,
>
> na ja, die Litze oder die verseilten Adern sind halt dort wo sie aus dem
> Kabelschuh herauskommen ziemlich brüchig wenn sie dort mit Zinn getränkt
> sind, sogar wohl brüchiger als Volldraht aus reinem Kupfer des gleichen
> Querschnitts.

Bei flexiblen Kabeln muß immer auf eine ausreichende Zugentlastung
geachtet werden. Egal ob gelötet oder anders verbunden.

> Als man früher in der Bronzezeit das weiche Kupfer mit dem weichen Zinn
> legiert hat dann doch nur weil die Legierung Bronze härter war als die
> Ausgangsmaterialien. Die härtere Legierung ist zwar besser für
> Schneidwerkzeuge, bricht aber leider auch leichter.

Im Grenzbereich Cu/Sn dürfte tatsächlich Bronze entstehen. Ob die
mächtig genug ist, Einfluß auf die Festigkeit auszuüben, keine Ahnung.

Mich stört nur, wenn explizit Quetschverbindung verlangt wird, keiner
aber den Sinn erklären kann. Schlimmer noch, mit eindeutig falschen
Argumenten gearbeitet wird.
Man möchte einige "Entscheider" liebend gern mal wieder auf die
Schulbank schicken können ;-)

Siehe Weiterbildung in deutschen Unternehmen. Wird - leider - fast nur
von Mitgliedern der Geschäftsleitungen wahrgenommen ;-(

--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 27, 2007, 1:12:38 AM9/27/07
to
Rudi Horlacher [Paul von Staufen] schrieb:

> Horst-D.Winzler <horst.d.no...@web.de> wrote:
>
> [...]
>
>> Stichwort Kabelschuhe.
>>
>> Mir konnte bisher niemand schlüssig erklären, warum in einer stationären
>> und trockenen Installation verseilte Adern nicht in Kabelschuhen
>> verlötet werden sollen.
>> Es wird immer nur von Presskabelschuhen gesprochen.
>
> Wer wusste vor ca, 40 Jahren etwas von Presskabelschuhen?
>
> Von 0,5... z.B. 120 mm² wurde alles velötet. Einschließlich Erdkabel.
>
> Erdkabelverbindungen, Löthülsen, Benzin-Lötlampe (vorher Anheizen mit
> Spiritus), Druck aufbauen, Asbestband wegen Hitzeschutz, Papier-Erdkabel.
>
> Jute-Außenmantel, Stahlband-Bewehrung, lauter Teerzeugs, widerlich.

Dafür geeignet Hilfsmittel: Flamme, Lederhandschuhe, Lappen.
Keine Lappen aus Kunstfaser ;-((

> Wenn man dann auf dem Pb-Mantel war, dann hatte man wieder saubere Hände.
> Als Reinigungsmittel war Leicht-Benzin und Petrolium (manchmal auch
> Benzol !!!-- wer wusste damals schon, daß Benzol gefährlich ist? )angesagt.

Benzol war ein "Zusatz" im Sprit.
Obwohl bei Verwendung von Benzol in Labors galten mW immer schon strenge
Vorschriften.
Aber Tankstellen gelten ja nicht als Labor ;.)

> Im Freileitungsbau ist Löten nicht zulässig! Zugfestigkeit!
> Dort haben wir Konusverbinder eingestzt (Fa. Pfisterer). Je größer der Zug,
> je größer wurde die Festigkeit der Verbinder.
>
> Es gab einfach keine andere Möglichkeit. Und es funktioniert noch bis heute!

Oft immernoch sehr Zuverlässig.

> Wobei wir natürlich auch auf Pressverbinder übergingen. Es hatte ungeheure
> Vorteile. Zeitmäßig und vor Allem bei Alu!

Bei Al sowieso.
Obwohl, Al Lötverbindungen gabs auch. Hat aber keiner gern gemacht ;-)

--
mfg hdw

Harald Wilhelms

unread,
Sep 27, 2007, 2:19:27 AM9/27/07
to
On 27 Sep., 07:04, "Horst-D.Winzler" <horst.d.nospamwinz...@web.de>
wrote:

> Mich stört nur, wenn explizit Quetschverbindung verlangt wird, keiner
> aber den Sinn erklären kann.

Eine richtig ausgeführte Crimpverbindung hat eben
eine wesentlich höhere Zugfestigkeit und höhere
Zuverlässigkeit als eine Lötverbindung.
Verlöten ist eben nur die zweitbeste Lösung.
Die hohe Zugfestigkeit einer Crimpverbindung
kann man gut erkennen, wenn man versucht, die
Litze aus dem Kabelschuh zu ziehen. Dabei wird
typisch die Litze in einiger Entfernung vom
Kabelschuh reissen.
Gruss
Harald
PS: Mir ist allerdings nicht klar, was dieses
Thema mit Kabelkanälen zu tun hat. Ich hatte da
eher an Kanäle mit 1..5 qcm Querschnitt zur Er-
gänzung von Installationen im Wohnbereich gedacht.

Ragnar Bartuska

unread,
Sep 27, 2007, 4:39:52 AM9/27/07
to
Klar erkannt, trotzdem wird in den Vorschriften explizit zwischen
fester und flexibler Verlegung unterschieden. Und in Kabelkanal der
ohne Werkzeug zu öffnen ist dürfen nun einmal keine Aderleitungen
verlegt werden, nur Mantel- und Schlauchleitungen.
Bei flexiblen Leitern hat man das erwähnte Problem an Klemmen.

sg Ragnar

Uwe Hercksen

unread,
Sep 27, 2007, 8:18:57 AM9/27/07
to

Horst-D.Winzler schrieb:

> Im Grenzbereich Cu/Sn dürfte tatsächlich Bronze entstehen. Ob die
> mächtig genug ist, Einfluß auf die Festigkeit auszuüben, keine Ahnung.

Hallo,

so sehe ich das schon auch, ich müsste mal bei Gelegenheit hier einen
von Werkstoffwissenschaften/Metalle dazu befragen.
Aber es brechen ja auch gerne die dünnen Einzeldrähte genau da ab wo das
aufgesaugte Zinn aufhört.

Bye

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 27, 2007, 11:12:50 AM9/27/07
to
Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> wrote:

>Aber es brechen ja auch gerne die dünnen Einzeldrähte genau da ab wo das
>aufgesaugte Zinn aufhört.

Genauso brechen sie auch da ab, wo sie aus der Crimpstelle kommen. Das
ist einfach der harte Übergang von Versteifung in lose Führung - darum
gibt es ja auch die Knickschutztüllen an Steckverbindern.

Ralph.

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 27, 2007, 1:35:45 PM9/27/07
to
Uwe Hercksen schrieb:

Hallo,
die dünnen Drähte tun einem nicht den Gefallen. Sie brechen eben nicht
genau am Übergang fest/flexibel ab. Winzig kleine Ecke später ;-)
Wobei die Restlänge zunimmt, je näher man dem Kabelmittelpunk kommt.
Crimpen also Pressverbindungen sind mitnichten ein Allheimittel.
Wie Ralph schon schrieb, man kommt so oder so nicht um Knickschutztüllen
umhin.
--
mfg hdw

Carsten Schmitz

unread,
Sep 27, 2007, 3:16:57 PM9/27/07
to

>> Darf man auch fest verlegen, aber mit Steckklemmen wirds unpraktisch.
>>
>
> Hmm, letztens hatte hier mal jemand geschrieben, dass Litzen nicht erlaubt
> seien. Oder vertue ich mich dabei? Wie auch immer, sind denn dann
> Adernendhuelsen bei Euch vorgeschrieben?

Nein, sie sind nicht explizit vorgeschrieben.
Siehe zum Beispiel die Wago Klemmen hier:

http://www.wago.com/cps/rde/xchg/SID-53EFFEF9-483F360D/wago/style.xsl/deu_2631.htm

Bei "normalen" Schraub-Dosenklemmen sind Aderendhülsen Pflicht.
Und Steckklemmen (halt DIE Wago-Klemme) vertragen sich nun gar nicht mit
feinflexiblen Leitern, die gehen nur bei eindrähtigen Leitern.
Im Prinzip bestimmt der Hersteller, für welchen Leitertyp er seine Klemmen
freigeben will und prüft.


Carsten Schmitz

unread,
Sep 27, 2007, 3:20:02 PM9/27/07
to

> Diese Leitung ist ausdrücklich für 230 V zugelassen und zur Verwendung
> in Leuchten und an Leuchten....
> Guck dir mal deine Tisch-und Stehlampen an. Und auch für andere
> Kleingeräte verwendet.

Aber alle diese Leitungen haben eine doppelte Isolierung.

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 27, 2007, 4:46:24 PM9/27/07
to
Carsten Schmitz schrieb:

NYFAZ soll doppelte Isolierung haben ?

--
mfg hdw

Carsten Schmitz

unread,
Sep 27, 2007, 5:55:28 PM9/27/07
to

>>> Diese Leitung ist ausdrücklich für 230 V zugelassen und zur Verwendung
>>> in Leuchten und an Leuchten....
>>> Guck dir mal deine Tisch-und Stehlampen an. Und auch für andere
>>> Kleingeräte verwendet.
>>
>> Aber alle diese Leitungen haben eine doppelte Isolierung.
>>

> NYFAZ soll doppelte Isolierung haben ?

Nö, diese Litze nicht, aber meine Tisch und Stehlampen / anderen Kleingeräte
haben allesamt irgendein H0-Zeugs von Hong-Shui-Fhui Electrics und Co. dran.
Ich wüsste jetzt gar nicht, wann ich zuletzt Zwillingslitze an 230V Geräten
gesehen hätte.
Es dürfte ja eigentlich nur erlaubt sein, wenn die Isolierschicht als
"verstärkt" gilt, genau wie bei SK II Geräten.
Die müssen ja nicht zwangslaüfig "doppelte Isolierung" haben, "doppelt
(dick) isoliert" ist ja auch i.O.

Ich hätte oben den Bezug auf die letzten beiden Sätze klar machen müssen,
OK.

Also ich würde Einzeladern im Kanal nicht installieren, wenn jemand das
gemacht hat, dann würde ich für eine solche Anlage nicht unterschreiben.
Ich machs mir da recht einfach, solange ich keine gutachterlichen
Erklärungen abgeben muss, kann ich "in Richtung sicher" frei entscheiden, ob
etwas meinen Segen bekommt oder nicht.

Harald Wilhelms

unread,
Sep 28, 2007, 2:31:10 AM9/28/07
to
On 27 Sep., 17:12, "Ralph A. Schmid, dk5ras" <nos...@radio-link.net>
wrote:

> Genauso brechen sie auch da ab, wo sie aus der Crimpstelle kommen.

Das tun sie eben bei richtig ausgeführter Crimpung nicht,
wie uns vor einigen Jahren ein Vertreter der Fa. AMP
eindrucksvoll vorführte. Der Riss beim Zugversuch war
einige cm neben der Crimpstelle. Die dafür benutzte Zange
kostete damals allerdins auch ca. 2000DM!
Gruss
Harald

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 29, 2007, 2:55:17 AM9/29/07
to
"Horst-D.Winzler" <horst.d.no...@web.de> wrote:

>Hallo,
>die dünnen Drähte tun einem nicht den Gefallen. Sie brechen eben nicht
>genau am Übergang fest/flexibel ab. Winzig kleine Ecke später ;-)

Ja, wegen des Biegeradius, der sich einstellt.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 29, 2007, 2:55:17 AM9/29/07
to
Harald Wilhelms <news...@ich.ms> wrote:

>Das tun sie eben bei richtig ausgeführter Crimpung nicht,
>wie uns vor einigen Jahren ein Vertreter der Fa. AMP
>eindrucksvoll vorführte. Der Riss beim Zugversuch war
>einige cm neben der Crimpstelle. Die dafür benutzte Zange
>kostete damals allerdins auch ca. 2000DM!

Ich meine ja auch nicht den Zugversuch, sondern häufige
Biegebeanspruchung an der Austrittstelle.

Uwe Hercksen

unread,
Oct 1, 2007, 4:25:04 AM10/1/07
to

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Ich meine ja auch nicht den Zugversuch, sondern häufige
> Biegebeanspruchung an der Austrittstelle.

Hallo,

wenn der Kabelschuh richtig konstruiert wurde ist da ein erheblicher
Unterschied zwischen gecrimpt und verlötet.

Bye

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