Am 16.02.2017 um 00:25 schrieb kay:
> ich habe da (nur) so eine Theoretische Idee einen vorhandenen Alten
> Drehstrom-Asynchron (Käfigläufer) Motor als Windgenerator verwenden zu
> wollen, z.b. um Akkus zu laden - und daran ggf. einen Wechselrichter
> hängen.
Ja, Du kannst theoretisch Asynchronmaschinen im Inselbetrieb über
Kondensatorerregung auch als Generator betreiben.
Ich habe sowas mal mit dem Lüfter in der Wand von einem in einem
stillgelegten Kuhstall versucht. Der Motor hatte IMHO was im
Bereich von 250W. Hab da nicht viel mehr als 10W raus bekommen.
> Das ist ein ganz kleiner Motor ca. 15cm lang 10cm Durchmesser,
> kann jetzt nicht nachsehen aber vermute der nähme als Motor weniger als
> 100VA auf. Wind hätten wir hier auf unserer Insel in der Nordsee genug...
>
> Die erste Idee wäre dort einen Drehstrom-Brückengleichrichter dran zu
> hängen und an die Welle ein Windrad evtl. mit Riemenübersetzung (und
> Sollbruchstelle).
Falls der Motor für 50Hz ist ein Polpaar hat, versuch es erst einmal in
der Gegend mit 3000 U/min. Wie Du dahin kommst hängt von Durchmesser
und Blattzahl Deines Propellers ab.
> Aber ohne praktische Tests mit Windrad u.a. Aufbauten kann ich kaum
> abschätzen wie schnell der überhaupt drehen, und wie viel Spannung er
> dann abgeben würde.
Das musst Du ausprobieren, indem Du verschiedene Kombinationen
für Dein Kondensatorpacket bei unterschiedlichen Belastungen
versuchst. Die Spannung darf ja auch nicht zu hoch werden, da sonst die
Wicklungen beschädigt werden.
> Bei hoher Spannung wäre wahrscheinlich ein
> Transformator die naheliegende Wahl - aber auch mit Verlusten, denke ich.
Die Spannung wird sehr stark schwanken. Gleichrichter -> Glättung
-> Weitbereichs Buck/Boost Konverter -> Akku/Superkondensator
wäre IMHO die "einfachste" Variante.
> Da ich schon Schaltungen gesehen habe wo eine Drehstrom-Brücke mit
> Thyristoren einen DS-Motor steuert, denke ich das müsste auch umgekehrt
> funktionieren.
Es gibt auch rückspeisefähige Frequenzwandler. Für Deine gennante
Maschinengröße ist das aber nicht wirtschaftlich.
> Ideal wäre natürlich wenn man die 3 Phasen direkt gleichrichtet und ggf.
> taktet, zerhackt und glättet um einen Weiten Eingangs-spannungsbereich
> abzudecken und möglichst auf eine Zielgleichspannung zu kommen wobei ein
> Zuviel an Spannung zwangsläufig in ein Mehr an Strom umgewandelt werden
> müsste. Ein U/I Konverter also, wenn es das gibt. Oder wie nennt man es
> sonst? Vermutlich Teuer und nicht so leicht selbst zu bauen...
Kannst Du z.B. für Solar fertig kaufen. Oder selber bauen.
Googl "Buck Boost Konverter"...
>
> Da fragt ich mich dann ob nicht doch irgendwo der Punkt ist wo es
> einfacher wäre z.b. drei Einphasen Trafos an den Motor zu klemmen und
> deren Sekundärwicklungen auf eine DS-Brücke zu schalten. Solange der
> nicht so schnell dreht das die mehr als 230V bekommen ist das IMHO
> machbar. Wenn es mehr wird müsste man eine Notabschaltung vorsehen, oder
> eine Bremse. Ein Windrad mit Verstellflügel zu basteln dürfte
> schwieriger sein, oder?
Im Yachtzubehör gibt es zu Deiner Inspiration
Kleinwindanlagen für rauhe Umgebung. Die klappen bei Überlastung
meistens nach hinten weg.
> Was meint ihr dazu?
>
> Diese Idee kam mir weil ich
> A. diesen Motor schon habe,
> B. einen Garten mit Terasse habe der in Hauptwindrichtung liegt und
> C. Zu wenig Platz für Solarzellen ist die
Klingt furchtbar ungemütlich.
Vielleicht doch lieber die Kaninchenfellmütze aufsetzen oder einen
Wintergarten bauen?
;-)
> D. außerdem sauteuer sind.
Was Du vor hast ist sauteuer. PV Module mit 100W Peak kosten nicht die
Welt...
> E. und ich mir das evtl. selber Basteln kann/will um meine Stromrechnung
> zu reduzieren (Inselbetrieb oder ggf. mit Allpoliger Umschaltung zw.
> Wind und NormalNetz)
Wenn Du Spaß an der Technik hast...
O.J.