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CEE-Steckdose "untersichern"

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Martin Liebeneiner

unread,
Jan 25, 2003, 1:51:13 PM1/25/03
to
Hallo,

in den Google-Groups habe ich leider keine Antwort auf meine Frage gefunden
oder meine Begriffe waren verkehrt.

a)

Wo befindet sich bitte die FAQ dieser Gruppe? Ich denke, so manche Fragen,
die ich noch so habe, dürften sich anhand der FAQ schon klären.

b)

Ich möchte bei mir eine CEE Dose 63A-6h installieren. Sie wird niemals mit
dem vollem Strom und auch nicht permanent belastet werden.

Die Sicherungen für das Kabel meiner Unterverteilung haben 3x50A und das
Kabel dafür hat 5x10mm².(Wurde vom Elektriker gelegt)

Jetzt muss ich ja meine CEE-Dose, der Selektivität wegen, 3x35A absichern
und ebenfalls 5x10mm² nehmen.

Folgende Fragen:

a) Kann ich auch 5x16mm² nehmen? Oder spricht da etwas gegen?

b) Ist das mit der 35A Absicherung der 63A Dose unproblematisch, oder
verstosse ich gegen irgendwelche Vorschriften?

Elektriker A meinte, kein Problem, er würde mir diese Installation abnehmen,
Elektriker B meinte, es könnte ein Problem geben, wenn jemand auf die Idee
käme, den vollen Strom über längere Zeit auszunutzen.

Dazu meine Überlegungen:

a) ist der Installationsort nur über einen einzigen Schlüssel zu erreichen,
und den habe _ich_ ,
b)
kann ich ja einen Zettel unter/über/neben dieser Dose befestigen, die auf
den Sachverhalt hinweist.

Was ist eure Meinung dazu?

Vielen Dank schon mal im Voraus,
cu,
Martin


--
Es ist unwichtig,
dass dieser Beitrag unter Linux geschrieben wurde.

http://www.joysound.de - Power für Partys

Janko Hack

unread,
Jan 25, 2003, 2:00:37 PM1/25/03
to
Martin Liebeneiner <news....@liebeneiner.de> schrieb:


>a) Kann ich auch 5x16mm² nehmen? Oder spricht da etwas gegen?

spricht nichts dagegen.

>b) Ist das mit der 35A Absicherung der 63A Dose unproblematisch, oder

unproblematisch.

das schlimmste was passieren kann ist das die Sicherung auslöst. Es
kommt aber niemand zu schaden und es wird auch nirgens schmoren...


Gruß von Janko

--
Janko C. Hack | ////
(Hausgerätetechniker) | (0 0)
Hassloch (Rheinland-Pfalz) | ·······ooo0····(_)····0ooo·······
ICQ-UIN: 161447103 | · http://www.hackport.de ·

Luther2k

unread,
Jan 25, 2003, 2:09:48 PM1/25/03
to

"Martin Liebeneiner" <news....@liebeneiner.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6tpu0b...@server3.liebeneiner.local...

Moin,

IMHO dürfte es kein Problem sein eine 63A Dose mit 35A abzusichern.
Andersrum wäre das schon ein bischen heikler. Das selbe gilt für den
Kabelquerschnitt.
Was Elektriker B angeht: Wo liegt das Problem? Die Sicherung fliegt doch
sobal die 35A überschritten werden, da ist dann nichts mit "voller Strom
über längere Zeit".

so long

Nils Petersen


Martin Liebeneiner

unread,
Jan 25, 2003, 3:55:32 PM1/25/03
to
Luther2k wrote:

>> Jetzt muss ich ja meine CEE-Dose, der Selektivität wegen, 3x35A absichern
>> und ebenfalls 5x10mm² nehmen.

>> b) Ist das mit der 35A Absicherung der 63A Dose unproblematisch, oder
>> verstosse ich gegen irgendwelche Vorschriften?

>> Elektriker B meinte, es könnte ein Problem geben, wenn jemand auf die


>> Idee käme, den vollen Strom über längere Zeit auszunutzen.

> IMHO dürfte es kein Problem sein eine 63A Dose mit 35A abzusichern.
> Andersrum wäre das schon ein bischen heikler. Das selbe gilt für den
> Kabelquerschnitt.
> Was Elektriker B angeht: Wo liegt das Problem? Die Sicherung fliegt doch
> sobal die 35A überschritten werden, da ist dann nichts mit "voller Strom
> über längere Zeit".

Stimmt, da hast du recht. Die Äußerung war wohl eher theoretischer Natur
oder ohne groß zu überlegen.

Vielen Dank an alle, die sich am Thread beteiligt haben.

MfG,
Martin Liebeneiner

Lutz Illigen

unread,
Jan 25, 2003, 11:02:02 PM1/25/03
to
Janko Hack <j-...@t-online.de> wrote:

>> b) Ist das mit der 35A Absicherung der 63A Dose unproblematisch,
>> oder
>
> unproblematisch.
>
> das schlimmste was passieren kann ist das die Sicherung auslöst.
> Es kommt aber niemand zu schaden und es wird auch nirgens
> schmoren...

Das weisst Du doch garnicht. Kommt drauf an was eingesteckt wird. Ich
würde auf jeden Fall 3polige LS-Schalter nehmen.

Lutz

Juergen Bors

unread,
Jan 25, 2003, 3:12:32 PM1/25/03
to
Hallo Martin!

Am 25.01.03 schriebst du:

> Wo befindet sich bitte die FAQ dieser Gruppe? Ich denke, so manche
> Fragen, die ich noch so habe, dürften sich anhand der FAQ schon
> klären.

Naja, für einen Herdanschluss würde sich eine FAQ schon lohnen. ;-)

> Jetzt muss ich ja meine CEE-Dose, der Selektivität wegen, 3x35A
> absichern und ebenfalls 5x10mm² nehmen.

> Folgende Fragen:

> a) Kann ich auch 5x16mm² nehmen? Oder spricht da etwas gegen?

Nun, eine 16 qmm Ader wird man noch problemlos klemmen können.
Also: Nur zu.

> b) Ist das mit der 35A Absicherung der 63A Dose unproblematisch, oder
> verstosse ich gegen irgendwelche Vorschriften?

Naja. Verboten ist es nicht, aber auch nicht sonderlich sinnvoll.
Ein Gerät hat ja nun einen 63 A Stecker, weil dessen Stromaufnahme
größer als 32 A ist. Steckst du ein solches Gerät in die Steckdose,
wird die Sicherung bald auslösen. So sollte es nicht sein. Sollte
ein Gerät weniger als 32 A aufnehmen, wird dieses Gerät sicherlich
keinen 63 A Stecker besitzen.

Es stellt sich also die Frage: Warum benutzt du keine 32 A Steckdose
und eine entsprechende 32 A Sicherung?

> Es ist unwichtig, dass dieser Beitrag unter Linux geschrieben
> wurde.

Völlig egal, es gibt schlimmere Unfälle. :-)


Mit freundlichen Gruessen

Juergen Bors
---

Holger Blum

unread,
Jan 26, 2003, 5:39:56 AM1/26/03
to
Juergen Bors schrieb:

> Es stellt sich also die Frage: Warum benutzt du keine 32 A Steckdose
> und eine entsprechende 32 A Sicherung?

Seine .sig lässt vermuten, dass er in der Veranstaltungstechnik tätig
ist. Vielleicht möchte er sich die Dose zum Testen von größeren
Dimmerracks oder Stromverteilern legen, damit er die Geräte direkt
anschließen kann, die volle Leistung braucht man dafür ja nicht.

In diesem Fall würde ich aber trotzdem eine 32er Dose legen und ein
kurzes Adapterkabel auf 63A anfertigen, damit ist man letztenendes
flexibler. Zum einen kann man damit auch bei Veranstaltungen mit
geringerem Strombedarf seine großen Verteiler benutzen aber auch Geräte
mit 32A direkt anschließen, für die man bei Anschluss an 63A natürlich
wieder einen entsprechenden Verteiler bräuchte.


Viele Grüße,
Holger

Janko Hack

unread,
Jan 26, 2003, 7:01:19 AM1/26/03
to
Lutz Illigen <use...@lutz-illigen.de> schrieb:


>> das schlimmste was passieren kann ist das die Sicherung auslöst.
>> Es kommt aber niemand zu schaden und es wird auch nirgens
>> schmoren...
>
>Das weisst Du doch garnicht. Kommt drauf an was eingesteckt wird. Ich
>würde auf jeden Fall 3polige LS-Schalter nehmen.

Sorry, aber das sehe ich zwar als positiv, aber nicht als notwendig
an.. Ich kann Deine Sorgen auch nicht nachvollziehen.. Was soll da
denn schon passieren wenn ich einen Querschnitt / eine Steckverbindung
"untersichere"?

Detlef Neubauer

unread,
Jan 26, 2003, 7:47:34 AM1/26/03
to
j_b...@arcor.de (Juergen Bors) writes:

> Naja, für einen Herdanschluss würde sich eine FAQ schon lohnen. ;-)

Dafür gibt es doch <http://www.herd.josefscholz.de/>.


Mermgfurt
Detlef Neubauer
NP: 02 - Teufelsküche
--
kann einem nich der html code egal sein... wenn die seite funzt?! ;-)
Susi Quinten in dssg

Volker Gringmuth

unread,
Jan 26, 2003, 7:57:55 AM1/26/03
to
Holger Blum (hb_u...@web.de) wrote:

> In diesem Fall würde ich aber trotzdem eine 32er Dose legen und ein
> kurzes Adapterkabel auf 63A anfertigen, damit ist man letztenendes
> flexibler.

Das ist die einzig senkrechte Lösung.

Hoffentlich kommt er nur nicht auf die Idee, für 32-A-Verbraucher ein
Adapterkabel von 63-A-Stecker auf 32-A-Kupplung zu bauen, denn *diese*
Adaptier-Richtung ist definihoch aus gutem Grund verboten.


vG, in der Bühnentechnik schon viel Schlimmeres gesehen habend

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Phantasie ist wichtiger als Wissen. (Albert Einstein)

Juergen Bors

unread,
Jan 26, 2003, 9:09:20 AM1/26/03
to
Hallo Detlef!

Am 26.01.03 schriebst du:


>> Naja, für einen Herdanschluss würde sich eine FAQ schon lohnen. ;-)

> Dafür gibt es doch <http://www.herd.josefscholz.de/>.

Aha. Man sieht, ich brauche sowas nicht... ;-)

Lutz Illigen

unread,
Jan 26, 2003, 10:02:14 AM1/26/03
to
Holger Blum <hb_u...@web.de> wrote:

> In diesem Fall würde ich aber trotzdem eine 32er Dose legen und
> ein kurzes Adapterkabel auf 63A anfertigen, damit ist man
> letztenendes flexibler. Zum einen kann man damit auch bei
> Veranstaltungen mit geringerem Strombedarf seine großen
> Verteiler benutzen aber auch Geräte mit 32A direkt anschließen,
> für die man bei Anschluss an 63A natürlich wieder einen
> entsprechenden Verteiler bräuchte.

Nö, Adapter ist nicht. 32 A nur in die passende Dose, alles was
darüber in die 63 A.

Lutz

Martin Liebeneiner

unread,
Jan 26, 2003, 11:43:03 AM1/26/03
to
Holger Blum wrote:

> Juergen Bors schrieb:
>
>> Es stellt sich also die Frage: Warum benutzt du keine 32 A Steckdose
>> und eine entsprechende 32 A Sicherung?
>
> Seine .sig lässt vermuten, dass er in der Veranstaltungstechnik tätig
> ist. Vielleicht möchte er sich die Dose zum Testen von größeren
> Dimmerracks oder Stromverteilern legen, damit er die Geräte direkt
> anschließen kann, die volle Leistung braucht man dafür ja nicht.

Genau, die Dose dient nur zum anschliessen einer Mobilen Unterverteilung, an
der ich dann Dimmerpacks teste oder grössere Anlagen einem Kunden vorführe.

> In diesem Fall würde ich aber trotzdem eine 32er Dose legen und ein
> kurzes Adapterkabel auf 63A anfertigen, damit ist man letztenendes
> flexibler. Zum einen kann man damit auch bei Veranstaltungen mit
> geringerem Strombedarf seine großen Verteiler benutzen aber auch Geräte
> mit 32A direkt anschließen, für die man bei Anschluss an 63A natürlich
> wieder einen entsprechenden Verteiler bräuchte.


Ich habe dafür 3 Mobile Unterverteilungen:

Zwei mit je 32A Stecker, Ausgang auf 3/4 Schuko, je 2x 16A CEE und je 1x 32
CEE.

Eine mit 63A Stecker, 4x 32A CEE , 4x 16A CEE und 6x Schuko.

Ich habe 2 Dimmerpacks für je 6 Scheinwerfer, und da jeder Kanal mit 20 A
belastbar ist, reicht ein 16A-Stecker pro Dimmerpack nicht aus, falls ein
Kunde auf die Idee käme, die 20 A pro Kanal komplett zu nutzen. (Dann würde
selbst ein 32er nicht reichen, aber es dürfte schwer werden, soviele 4er
Bars mit Hartung-Stecker aufzutreiben. Man kann aber trotzdem nie so dumm
denken, wie es kommen kann.)

Ich habe hier auch eine 32A Dose, aber um beide Dimmerpacks zu
testen/vorzuführen, schliesse ich halt bisher immer die grosse UV an (über
ein Adapeterkabel 32A->63A). Nur dieses Adapterkabel liegt immer ganz unten
in den Kabelkisten, und entsprechend auch immer etwas schwer
rauszubekommen.

Und nur deshalb will ich halt die nächten Tage die 63A-Dose setzen, um eben
dieses dumme Kabel nicht mehr rauswühlen zu müssen. Als netten Nebeneffekt
kann man sich zur Not an den Stecker in der Wanddose ranhängen, wenn er mal
wieder extrem schwer rausgeht.

Ich hoffe jetzt zur Beleuchtung meiner Situation beigetragen zu haben. ;-)

cu,
Martin

--

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Martin Liebeneiner

unread,
Jan 26, 2003, 11:51:01 AM1/26/03
to
Volker Gringmuth wrote:

> Holger Blum (hb_u...@web.de) wrote:
>
>> In diesem Fall würde ich aber trotzdem eine 32er Dose legen und ein
>> kurzes Adapterkabel auf 63A anfertigen, damit ist man letztenendes
>> flexibler.
>
> Das ist die einzig senkrechte Lösung.
>
> Hoffentlich kommt er nur nicht auf die Idee, für 32-A-Verbraucher ein
> Adapterkabel von 63-A-Stecker auf 32-A-Kupplung zu bauen, denn *diese*
> Adaptier-Richtung ist definihoch aus gutem Grund verboten.

Das weiß ich und zumindest in Bezug auf mich brauchst du dir da keine
grossen Sorgen zu machen, ich verfüge über erweiterte Grundlagen der
E-Technik und einen gesunden Menschenverstand, beides zusammen hilft enorm,
Fehler zu vermeiden oder riskante Konstruktionen zu bauen.

Und wenn man sich unsicher ist, kann man ja jemanden fragen, der sich
auskennt - noch gibt es keine Fragesteuer.

> vG, in der Bühnentechnik schon viel Schlimmeres gesehen habend

Nett ist in der VA-Technik ja immer "Bauerndrehstrom", also Drehstromdosen
ohne Neutralleiter - für Motoren ist das ja kein Problem, aber Endstufen
und Dimmerpacks mögens nicht so gern. ;-/

cu,
Mar'besser als Brücke L1 zu PE'tin


--

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Martin Liebeneiner

unread,
Jan 26, 2003, 12:03:36 PM1/26/03
to
Hergen Lehmann wrote:

> Janko Hack <j-...@t-online.de> wrote:
>>Sorry, aber das sehe ich zwar als positiv, aber nicht als notwendig
>>an.. Ich kann Deine Sorgen auch nicht nachvollziehen.. Was soll da
>>denn schon passieren wenn ich einen Querschnitt / eine Steckverbindung
>>"untersichere"?

> Die "große" Steckdose könnte jemanden dazu verleiten, eine Maschine
> mit entsprechender Stromaufnahme anzuschließen. Diese könnte zunächst
> anlaufen, aber in einem ungünstigen Betriebszustand die Sicherung
> auslösen, so daß hoher Sachschaden an der Maschine entsteht.

Der Anschluss ist nicht ohne weiteres für Fremde zu erreichen, ausserdem
würde bei Ausfall einer Phase bei einem Motor der Motorschutzschalter
ansprechen. Oder ein Heizaggregat heizt eben weniger.

Und Maschinen mit mehr als 22kW ohne Motorschutzschalter zu betreiben,
betrachte ich im Sinne der Produkthaftung als Selbstmord.

Und in meinem Speziellen Fall wäre dann allerhöchstens ein paar Lampen
dunkel oder es wäre bedeutend leiser - das merkt man aber dann recht
schnell.
Zumal 35A Schmelzsicherungen ja auch recht gutmütig sind.

> Wenn man eine solche Steckdose "untersichert", ist es also vielleicht
> ratsam, deutlich sichtbar ein Schild mit der maximalen Belastbarkeit
> anzubringen.

Das hatte ich in meinem Ursprungsposting bereits erwähnt, dass ich an der
Dose ein dauerhaft und deutlich sichtbares Schild anbringe, das auf den
Sachverhalt der "falschen" Absicherung hinweist.

MfG,
Martin Liebeneiner

Martin Liebeneiner

unread,
Jan 26, 2003, 12:10:08 PM1/26/03
to
Juergen Bors wrote:

> Hallo Martin!


>> Wo befindet sich bitte die FAQ dieser Gruppe? Ich denke, so manche
>> Fragen, die ich noch so habe, dürften sich anhand der FAQ schon
>> klären.
>
> Naja, für einen Herdanschluss würde sich eine FAQ schon lohnen. ;-)

Wenn man sich mal in Google ein wenig umschaut, scheint das eine zeitlang
eine DAQ (Daily Asked Question) gewesen zu sein. ;-)


>> a) Kann ich auch 5x16mm² nehmen? Oder spricht da etwas gegen?
> Nun, eine 16 qmm Ader wird man noch problemlos klemmen können.
> Also: Nur zu.

Ok.

>> b) Ist das mit der 35A Absicherung der 63A Dose unproblematisch, oder
>> verstosse ich gegen irgendwelche Vorschriften?
>
> Naja. Verboten ist es nicht, aber auch nicht sonderlich sinnvoll.

> [...]


> Es stellt sich also die Frage: Warum benutzt du keine 32 A Steckdose
> und eine entsprechende 32 A Sicherung?

Das habe ich weiter unten im Thread schon erläutert. Ist so ne Mischung aus
"praktisch wäre es schon" und Bequemlichkeit. :-)


MfG,
Martin

--

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dass dieser Beitrag unter Linux geschrieben wurde.

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Holger Blum

unread,
Jan 26, 2003, 12:11:28 PM1/26/03
to
Lutz Illigen schrieb:

> Nö, Adapter ist nicht. 32 A nur in die passende Dose, alles was
> darüber in die 63 A.

Hallo Lutz,

Natürlich sollen Geräte mit entsprechender Stromaufnahme auch an
ausreichend abgesicherten Dosen betrieben werden.

Ich werde mir aber im Leben keine 63er Dose ins Lager legen, nur weil
ich hin und wieder ein Dimmerrack unter Teillast testen möchte.
Das geben die Zuleitungen und Vorsicherungen nicht her, außerdem
_brauche_ ich diese schlicht und ergreifend nicht!

Dann ist die Lösung mit dem Adapter um Längen besser als eine schwächer
abgesicherte 63A-Dose. Diese sind selbst in öffentlichen
_Veranstaltungsstätten_ ein Ärgernis, wenn man dem "Wir haben einen
63A-Anschluss" des Veranstalters vertraut hat und dann vor Ort merkt,
dass man seinen halben Krempel wieder einpacken kann.

Außerdem benutze ich ihn, um bei längeren Leitungswegen mit 32A auf die
16mm^2 - Kabel mit 63A Steckern zu kommen. Auch hierin sehe ich kein
Problem, da die Installation temporär ist und nur eigenes Equipment
angeschlossen wird.

Viele Grüße,
Holger

Volker Gringmuth

unread,
Jan 26, 2003, 12:11:25 PM1/26/03
to
Martin Liebeneiner (news....@liebeneiner.de) wrote:

> Nett ist in der VA-Technik ja immer "Bauerndrehstrom", also
> Drehstromdosen ohne Neutralleiter - für Motoren ist das ja kein
> Problem, aber Endstufen und Dimmerpacks mögens nicht so gern. ;-/

Sehr dezent fand ich auch die CEE-Dose, die wir mal für unseren Ü-Wagen
angeboten bekamen.

L1, L2 und L3 hatten primär satt Spannung gegen N, aber hinterm
Ringtrafo des Ü-Wagens kam unerklärlicherweise nichts mehr an - es
dauerte etwas, bis wir dahinterkamen, daß die Dose keine drei Phasen
hatte, sondern dreimal die selbe Phase.

Und kürzlich hab ich eine Herdanschlußdose neu verkabelt, die wohl
ursprünglich in der Unterverteilung mal auf L1/2/3 gelegen hatte, bis
jemand die L3-Sicherung für einen anderen zweifellos guten Zweck
gebraucht und die entsprechende Herd-Ader eben mit unter L1 geklemmt
hat. (Jetzt isses wieder richtig... aber sag's nicht weiter, ich bin
kein zugelassener Installateur...)


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Ein Fahrer eines weißen Kleintransporters mit einem rosa Buchstaben drauf be-
hauptete allen Ernstes, die Straßenbahn würde nicht durch sein Fahrzeug behin-
dert, da sie über das zweite Gleis ausweichen könne." (Tobias Nicht in debs)

Martin Liebeneiner

unread,
Jan 26, 2003, 1:26:23 PM1/26/03
to
Volker Gringmuth wrote:

> Sehr dezent fand ich auch die CEE-Dose, die wir mal für unseren Ü-Wagen
> angeboten bekamen.
>
> L1, L2 und L3 hatten primär satt Spannung gegen N, aber hinterm
> Ringtrafo des Ü-Wagens kam unerklärlicherweise nichts mehr an - es
> dauerte etwas, bis wir dahinterkamen, daß die Dose keine drei Phasen
> hatte, sondern dreimal die selbe Phase.

Hmm, ich wundere mich immer wieder über solche Installationen.
Ich meine, wenn mal eine Dose mit linkem Drehfeld angeklemmt ist, stört mich
das nicht sonderlich (den Scheinwerfern ist das egal, ob sie rechtsrum oder
linksrum leuchten...ähh oder so).
Und wenn jemand einen Motor daran betrieben hat, dann wird der wohl auch
falschrum engeklemmt sein, so dass es in der Summe auch egal ist.
Oder es war ein Kolbenkompressor dran, dem die Drehrichtung auch egal ist,
nur die Kühlung könnte beeinträchtigt sein - aber das ist auch nicht
schlimm. Merkt man halt, wenn der Kompressor abschaltet, oder man braucht
ihn nur selten, dann merkt man es eben nicht.

Aber mit "deiner" CEE-Dose hätte man ja nie im Leben irgendetwas sinnvolles
anfangen können, zumindest Motormässig. Und bei dem sonst üblichen Zweck
einer CEE-Dose (Aufteilung auf 3x230V) könnte das wegen einer Überlast des
Neutralleiters nach ner Zeit ins Auge gehen...


> Und kürzlich hab ich eine Herdanschlußdose neu verkabelt, die wohl
> ursprünglich in der Unterverteilung mal auf L1/2/3 gelegen hatte, bis
> jemand die L3-Sicherung für einen anderen zweifellos guten Zweck
> gebraucht und die entsprechende Herd-Ader eben mit unter L1 geklemmt
> hat. (Jetzt isses wieder richtig... aber sag's nicht weiter, ich bin
> kein zugelassener Installateur...)

Ich denke mal, du gehörst zu den Leuten, die auch ohne Schein den oft
schlimmen und gefährlichen Pfusch geradebiegen können.

Obwohl es im bei dir vorliegenden Falle IMHO nicht soo schlimm war, da ja
nicht 2x dieselbe Phase parallel abgesichert wurde. So, wie es bei dir war,
sollte man halt nicht den Ofen und die beiden "L1"-Platten zeitgleich
betreiben, sonst würde der Braten wohl nicht gar werden. ;-)

Aber recht hast du, wenn man schon 3 Phasen im Haus hat (oder besser im
Sicherungskasten :-) ), dann sollte man die auch nutzen.

cu,
Martin

Tassilo Heeg

unread,
Jan 26, 2003, 5:40:34 PM1/26/03
to
Hi!

On Sun, 26 Jan 2003 19:26:23 +0100, Martin Liebeneiner
<news....@liebeneiner.de> wrote:
>Und wenn jemand einen Motor daran betrieben hat, dann wird der wohl auch
>falschrum engeklemmt sein, so dass es in der Summe auch egal ist.
>Oder es war ein Kolbenkompressor dran, dem die Drehrichtung auch egal ist,
>nur die Kühlung könnte beeinträchtigt sein - aber das ist auch nicht
>schlimm. Merkt man halt, wenn der Kompressor abschaltet, oder man braucht
>ihn nur selten, dann merkt man es eben nicht.

Hmmm, ich kenne da Berichte von Laborleuten bei uns, da haben sie für
eine Vakuumanlage mal eben schnell Ersatz für eine defekte
(Drehschieber-?)Vakuumpumpe gebraucht. Leider kam die Ersatzpumpe aus
nem Labor, wo die CEE-Dose verkehrtrum "drehte", das
Pumpenanschlußkabel hat das dann kompensiert. An der anderen Anlage
war leider die CEE-Dose richtigrum, mit dem Effekt, daß die Pumpe kein
Vakuum, sondern Überdruck produzierte. Leider hat der Anlagenersteller
ein Überdruckventil an einer Vakuumanlage für überflüssig gehalten, so
daß den die Splitter von einem Glasfenster der Anlage durch den Raum
flogen :-(

Gruß

Tassilo

--
µC Assembler-IDE für AVR, 8051, Z80, 8048 =>
http://www.theeg.de/aside/index.html
===================================================
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.e-online.de/

Achim Hoffmann

unread,
Jan 26, 2003, 5:43:21 PM1/26/03
to

"Janko Hack" <j-...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ikn53v4pdtp9b9rk2...@4ax.com...

> Martin Liebeneiner <news....@liebeneiner.de> schrieb:
>
>
> >a) Kann ich auch 5x16mm² nehmen? Oder spricht da etwas gegen?
>
> spricht nichts dagegen.
>
> >b) Ist das mit der 35A Absicherung der 63A Dose unproblematisch, oder
>
> unproblematisch.

Aber nur ab Verlegungsart B1 (bis 68A bei 3 Aussenleitern))!!!

---
Ausgehende Mail ist zertifiziert virenfrei.
>oOÓ°>
Überprüft durch AVG Antivirus System (http://www.grisoft.com/de).
Version: 6.0.445 / Virendatenbank: 250 - Erstellungsdatum: 21.01.2003


Lutz Illigen

unread,
Jan 26, 2003, 11:02:01 PM1/26/03
to
Janko Hack <j-...@t-online.de> wrote:

> Sorry, aber das sehe ich zwar als positiv, aber nicht als
> notwendig an.. Ich kann Deine Sorgen auch nicht nachvollziehen.

Ich habe den Extremfall angenommen. Steckdose abgesichert mit Neozed
und Motor angeschlossen. Jetzt löst eine Sicherung aus und der Rest
läuft auf zwei Aussenleiter weiter. Aussenleiter werden weder
überwacht noch gibt es einen Motorschutzschalter. Irgendwann wird es
doch brutzeln.

Lutz

Janko Hack

unread,
Jan 27, 2003, 8:21:12 AM1/27/03
to
Lutz Illigen <use...@lutz-illigen.de> schrieb:


>Ich habe den Extremfall angenommen. Steckdose abgesichert mit Neozed
>und Motor angeschlossen. Jetzt löst eine Sicherung aus und der Rest
>läuft auf zwei Aussenleiter weiter. Aussenleiter werden weder
>überwacht noch gibt es einen Motorschutzschalter. Irgendwann wird es
>doch brutzeln.

Habe ich mir nach den anderen Postigns schon gedacht :-)
Ich gehe natürl. davon aus das ein Motorschutzschalter (PKZ) da ist
:-)

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