kann mir jemand sagen, wieviel Mindestlast ein
PC-Netzteil in etwa braucht um nicht kaputt zu gehen.
Gruß
Wolfgang
so pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Das
hängt zu sehr vom Design des Netzteils ab, primär wichtig
ist die Mindestlast im +5V Zweig, da dieser üblicherweise
für die Regelung verwendet wird, geh da mal von 1-2A aus
(sicherheithalber). Der 3.3V Zweig ist bei den meisten
ATX-Netzteilen über einen Sekundärschaltregler daran eng
gekoppelt und braucht dann nur eine relativ geringe
Mindestlast (100mA?). Der +12V Zweig wird meist nicht extra
geregelt und braucht daher i.d. Regel auch eine Last von ca.
1A um in der Spezifikation zu bleiben. Die negativen
Spannungen werden oft über Längsregler nachstabilisiert und
sind daher unkritisch (bei billigen NTs ist allerdings auch
auf -12V eine kleine Mindestlast nötig).
Gruß Dieter
?!? Aha, das ist mir neu? Ist das nur bei den Schaltnetzteilen so? Heißt das
also, daß wenn ich mein Ausgebautes PC-Netzteil (ATX) einfach nur den
Power-Switch Draht auf Masse lege und keine Verbraucher dranhänge, daß mein
Netzteil sich dann verabschiedet?
Gruß Chris
Du (weaselfox13) meintest am 03.11.02:
Vielleicht.
Neuere Netzteile können vielleicht auch den unbelasteten Zustand
überleben. Aber da experimentiere ich ungern.
Viele Grüße!
Helmut
>?!? Aha, das ist mir neu? Ist das nur bei den Schaltnetzteilen so? Heißt das
Auf einigen meiner Netzteile ist ein Aufkleber, auf dem
"Attention, minimum load required" steht.
Und aus meiner Fernsehtechniker-Vergangenheit weiss ich noch,
das wir immer eine kleine (Kühlschrank-)Glühbirne an die
Schaltnetztzeile der Phillips-TVs hingen, wenn man sie zu Testzwecken
getrennt betreiben musste.
>also, daß wenn ich mein Ausgebautes PC-Netzteil (ATX) einfach nur den
>Power-Switch Draht auf Masse lege und keine Verbraucher dranhänge, daß mein
>Netzteil sich dann verabschiedet?
Ich würde es nicht drauf ankommen lassen.
Ich möchte mir eine kleines Experimentierlabor für Digitaltechnik
einrichten, und spiele mich mit dem Gedanken, für die 5Volt-Versorgung
ein PC-Netzteil zu verwenden.
Gruß
Wolfgang
Wolfgang Zeiger schrieb:
> Auf einigen meiner Netzteile ist ein Aufkleber, auf dem
> "Attention, minimum load required" steht.
>
> Und aus meiner Fernsehtechniker-Vergangenheit weiss ich noch,
> das wir immer eine kleine (Kühlschrank-)Glühbirne an die
> Schaltnetztzeile der Phillips-TVs hingen, wenn man sie zu Testzwecken
> getrennt betreiben musste.
Aha, dann solltest du kein Problem haben das Netzteil
aufzuschrauben und die beiden Schalttransistoren zu
identifizieren, wenn das Bipolare sind empfehle ich dir eine
Mindestlast von 5% des Maximalstroms auf +5V und +12V, wenn
es aber MOSFETs sind sollten auch 2% genügen.
Genauer ließe es sich natülich sagen, wenn man ein
Schaltbild aufnähme, aber dazu würde auch gehören die Trafos
abzuwickeln. :-(
> Ich möchte mir eine kleines Experimentierlabor für Digitaltechnik
> einrichten, und spiele mich mit dem Gedanken, für die 5Volt-Versorgung
> ein PC-Netzteil zu verwenden.
Das ist mit den angegeben Mindestlasten kein Problem.
Gruß Dieter
> Und aus meiner Fernsehtechniker-Vergangenheit weiss ich noch,
> das wir immer eine kleine (Kühlschrank-)Glühbirne an die
> Schaltnetztzeile der Phillips-TVs hingen, wenn man sie zu Testzwecken
> getrennt betreiben musste.
>
Hohoooo... erinnert sich da etwa noch einer an die alten K9i Chassis? :)
Greeez,
Heiko
>Hohoooo... erinnert sich da etwa noch einer an die alten K9i Chassis? :)
Klar, waren meine Lieblings-Flügeltüren. ;-))
Bei K12(Z)-Serie mutierte man ja nur noch zum
Modulsockelnachbieger(TM).
Gruß
Wolfgang
> >Hohoooo... erinnert sich da etwa noch einer an die alten K9i Chassis? :)
>
> Klar, waren meine Lieblings-Flügeltüren. ;-))
> Bei K12(Z)-Serie mutierte man ja nur noch zum
> Modulsockelnachbieger(TM).
>
Jaaaaaaaa, korrekt! ;)
aber mir als Botschafter der Fehlerausbrennmethode waren die alten Grundigs
lieber. Ost/West-Bausteine, die dahinschmolzen, Kondensatoren, die in
Flammen aufgingen (die gelben "Bomben") und Wohnung oder Werkstatt in wolig
frischen Salmiakdüfte tauchten... Bei den Philipsen hats mir persönlich
zuwenig geraucht. ;)))
In diesem (Un-)Sinne,
Heiko
Ich find das mit der Mindestlast ja auch eher seltsam. Ich hab schon bei
Hochleistungs-Atxnetzteilen ne Mindestlast von 8 Ampere vorgeschrieben
gesehn. Allerdings ist mir noch kein noch so altes Netzteil krepiert, an
das ich nur nen simplen Luefter oder nen Mikrocontroller angeschlossen
hatte.
Ciao
Tobi
Du (tobi) meintest am 09.11.02:
>> Neuere Netzteile können vielleicht auch den unbelasteten Zustand
>> überleben. Aber da experimentiere ich ungern.
> Ich find das mit der Mindestlast ja auch eher seltsam. Ich hab
> schon bei Hochleistungs-Atxnetzteilen ne Mindestlast von 8 Ampere
> vorgeschrieben gesehn. Allerdings ist mir noch kein noch so altes
> Netzteil krepiert, an das ich nur nen simplen Luefter oder nen
> Mikrocontroller angeschlossen hatte.
Es geht oft gut, aber es geht nicht immer gut.
Wenn es schief geht, wird es teuer. Also bin ich vorsichtig.
Ach ja - unlängst habe ich ein verrecktes Netzteil (mitsamt
Rechnergehäuse) entsorgen dürfen. Reparieren lohnt nicht so recht.
Viele Grüße!
Helmut
Stimmt leider
> Also bin ich vorsichtig.
>
> Ach ja - unlängst habe ich ein verrecktes Netzteil (mitsamt
> Rechnergehäuse) entsorgen dürfen. Reparieren lohnt nicht so recht.
Ein PC-Netzteil, das unter halbwegs normalen Bedingungen verreckt, hat
es auch nicht verdient, repariert zu werden.
Ciao
Tobi