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Drehstrommotor unter Wasser, moegliche Schaeden?

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Heinz Saathoff

unread,
May 21, 2008, 3:01:43 AM5/21/08
to
Moin,

was passiert mit einem 3x400V Drehstrommotor, wenn dieser unter Wasser
steht, durch den Klemmkasten und andere Öffnungen vollständig mit Wasser
gefüllt ist und dann eingeschaltet wird? FI sei nicht vorhanden.
Läuft der Motor überhaupt an? Kann es zu einem Wicklungsschaden führen?
Die Isolierung des Kupferlackdrahtes sollte das doch verhindern?

Wenn dieser Motor nicht eingeschaltet, sondern aus dem Wasser genommen
wird und 'abtropfen' kann, aber im Inneren noch Restfeuchte existiert
und dann eingeschaltet wird, kann die Wicklung dann Schaden nehmen?

Meiner Ansicht nach sollte der Motor (bis auf Korrosion) aufgrund der
einfachen Bauart so eine Behandlung überleben.


- Heinz

Horst-D.Winzler

unread,
May 21, 2008, 3:06:55 AM5/21/08
to
Heinz Saathoff schrieb:

Durch die, wenn auch geringe Leitfähigkeit von Wasser, entstehen
Funkenstrecken. Diese verkohlen Isolierstoffe. Auch in Wicklungen.
Danach ist der Motor Schrott.

--
mfg hdw

Andreas Tekman

unread,
May 21, 2008, 3:28:27 AM5/21/08
to
On 21 Mai, 09:01, Heinz Saathoff <newshs...@arcor.de> wrote:
> Moin,
>
> was passiert mit einem 3x400V Drehstrommotor, wenn dieser unter Wasser
> steht, durch den Klemmkasten und andere Öffnungen vollständig mit Wasser
> gefüllt ist und dann eingeschaltet wird? FI sei nicht vorhanden.

Qualität des Wassers? Salzwasser ist da problematischer als
schmutziges Süßwasser , und das wiederum probelmatischer als sehr
sauberes, mineralienarmes Süßwasser. Etc.

> Läuft der Motor überhaupt an?

Ohne RCD und sauberes Wasser vorausgesetzt: Sehr wahrscheinlich ja


> Kann es zu einem Wicklungsschaden führen?

Kann: ja. Muß jedoch nicht

> Die Isolierung des Kupferlackdrahtes sollte das doch verhindern?

Kommt wie obne schon angeduetet sehr auf die Wasserqualität an.

>
> Wenn dieser Motor nicht eingeschaltet, sondern aus dem Wasser genommen
> wird und 'abtropfen' kann, aber im Inneren noch Restfeuchte existiert
> und dann eingeschaltet wird, kann die Wicklung dann Schaden nehmen?


Kann: ja. Muß jedoch nicht

>
> Meiner Ansicht nach sollte der Motor (bis auf Korrosion) aufgrund der
> einfachen Bauart so eine Behandlung überleben.

So aus meiner Reparaturerfahrung: Du hast eine reelle 70:30 Chance,
dass der Motor nachher defekt ist.
Das ist aber rein empirisch, es kommt sehr auf Dauer, WasserQualität,
Lagerabdichtung, evtl. Vorschäden, .... an.


hth,
Andreas


Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

unread,
May 21, 2008, 4:53:08 AM5/21/08
to
Heinz Saathoff <news...@arcor.de> wrote:
> was passiert mit einem 3x400V Drehstrommotor, wenn dieser unter Wasser
> steht, durch den Klemmkasten und andere Öffnungen vollständig mit Wasser
> gefüllt ist und dann eingeschaltet wird? FI sei nicht vorhanden.
> Läuft der Motor überhaupt an? Kann es zu einem Wicklungsschaden führen?
> Die Isolierung des Kupferlackdrahtes sollte das doch verhindern?
> - Heinz


Motor nicht einschalten!
Motor ausbauen und zerlegen, anschließend im Ofen trocknen.
Er dürfte wieder in Ordnung sein.

Es gibt bei uns in der Nähe eine Firma, die Unterwasserpumpen bis zu den
größten Leistungen (z.b. Wasserhaltung in Bergwerken) baut.Die sind tatsächlich
mit Wasser gefüllt. Hier düfte es sich um spezielle Wicklungen handeln.

Rudi


--
/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
/__ /__
/ p...@watschel.bb.bawue.de /
/ /
\/ Der Berg ruft: ................ \/

Heinz Saathoff

unread,
May 21, 2008, 7:00:41 AM5/21/08
to
Moin,
Andreas Tekman schrieb...

> > was passiert mit einem 3x400V Drehstrommotor, wenn dieser unter Wasser
> > steht, durch den Klemmkasten und andere Öffnungen vollständig mit Wasser
> > gefüllt ist und dann eingeschaltet wird? FI sei nicht vorhanden.
>
> Qualität des Wassers? Salzwasser ist da problematischer als
> schmutziges Süßwasser , und das wiederum probelmatischer als sehr
> sauberes, mineralienarmes Süßwasser. Etc.

Schmutziges Süßwasser. Passiert bei Bremsenprüfständen, die in einer
Grube eingebaut sind. Diese Grube kann bei Starkregen oder verstopftem
Abfluß mit Wasser vollaufen und die Motore unter Wasser setzen. Es kann
vorkommen, daß der Nutzer das Vollaufen der Grube nicht bemerkt und den
Prüfstand in Betrieb nimmt.


> > Läuft der Motor überhaupt an?
>
> Ohne RCD und sauberes Wasser vorausgesetzt: Sehr wahrscheinlich ja
>
>
> > Kann es zu einem Wicklungsschaden führen?
>
> Kann: ja. Muß jedoch nicht
>
> > Die Isolierung des Kupferlackdrahtes sollte das doch verhindern?
>
> Kommt wie obne schon angeduetet sehr auf die Wasserqualität an.

Wenn die Isolierung nicht chemisch angegriffen wird, wie kann sie dann
beschädigt werden?

> So aus meiner Reparaturerfahrung: Du hast eine reelle 70:30 Chance,
> dass der Motor nachher defekt ist.
> Das ist aber rein empirisch, es kommt sehr auf Dauer, WasserQualität,
> Lagerabdichtung, evtl. Vorschäden, .... an.

Mein Kollege bokommt solche Motore zurück und erzählte mir von den
Wicklungsdefekten. Ich konte mir nicht vorstellen, wie dir Wicklunk
kaputt gehen könnte.


- Heinz

Björn Kempf

unread,
May 21, 2008, 3:40:20 PM5/21/08
to
Nabend,

> "Heinz Saathoff" schrieb:


> Schmutziges Süßwasser. Passiert bei Bremsenprüfständen,
> die in einer Grube eingebaut sind. Diese Grube kann bei
> Starkregen oder verstopftem Abfluß mit Wasser vollaufen
> und die Motore unter Wasser setzen. Es kann vorkommen,
> daß der Nutzer das Vollaufen der Grube nicht bemerkt und
> den Prüfstand in Betrieb nimmt.

für Waschmaschinen gibt es doch Detektoren, die unter oder neben die
Maschine gelegt werden und einen ziemlichen Krach veranstalten, wenn sie mit
Wasser in Kontakt kommen. Du bräuchtest so ein Ding vermutlich in
(fern)abschaltbar, denn sonst könnte die Grube nachts volllaufen und am
nächsten Morgen beim nächsten Bremsentest sind die Batterien schon leer (und
die Anwohner genervt). Batterien an die Kontrolltafel verlagern und das
Gerät mit 2-adriger Litze zu versorgen wäre eine Möglichkeit, Sensor und
Lautsprecher gleich ganz voneinander zu trennen eine andere.

Ich denke, dass je nach der Kraft, die der Motor entwickelt, die höhere
Viskosität des Wassers gegenüber der der Luft stark ins Gewicht fallen
könnte, so dass der Motor je nach Regelung mehr Strom zieht und die
Wicklungen dadurch durchbrennen.

Ich weiß nicht, wie sich die Wasser-Elektrolyse bei Wechselstrom verhält,
aber bei 400 Volt Drehspannung an einander räumlich nahen Elektroden könnte
Knallgas entstehen.


Viele Grüße
Björn


Felix Holdener

unread,
May 21, 2008, 3:52:07 PM5/21/08
to
"Björn Kempf" <bjoern...@gmx.de> schrieb:

>> Schmutziges Süßwasser. Passiert bei Bremsenprüfständen,
>> die in einer Grube eingebaut sind. Diese Grube kann bei
>> Starkregen oder verstopftem Abfluß mit Wasser vollaufen
>> und die Motore unter Wasser setzen. Es kann vorkommen,
>> daß der Nutzer das Vollaufen der Grube nicht bemerkt und
>> den Prüfstand in Betrieb nimmt.
>
>für Waschmaschinen gibt es doch Detektoren, die unter oder neben die
>Maschine gelegt werden und einen ziemlichen Krach veranstalten, wenn sie mit
>Wasser in Kontakt kommen.

Es gibt auch professionelle Lösungen.

> Du bräuchtest so ein Ding vermutlich in
>(fern)abschaltbar, denn sonst könnte die Grube nachts volllaufen und am
>nächsten Morgen beim nächsten Bremsentest sind die Batterien schon leer (und
>die Anwohner genervt). Batterien an die Kontrolltafel verlagern und das
>Gerät mit 2-adriger Litze zu versorgen wäre eine Möglichkeit, Sensor und
>Lautsprecher gleich ganz voneinander zu trennen eine andere.

Eieiei, was für ein Gebastel. Wie wärs mit einem Schwimmerschalter und
einer roten Lampe? Vielleicht noch ein Schütz dazu, der das
Einschalten der Anlage gleich unterbindet?

Felix

Peter Kern

unread,
May 21, 2008, 4:14:28 PM5/21/08
to
Felix Holdener schrieb:
> "Björn Kempf" <bjoern...@gmx.de> schrieb:

>> für Waschmaschinen gibt es doch Detektoren, die unter oder neben die
>> Maschine gelegt werden und einen ziemlichen Krach veranstalten, wenn sie mit
>> Wasser in Kontakt kommen.
>
> Es gibt auch professionelle Lösungen.

Was ist "professionell"?
In einem Geschirrspüler ein Stück Schaumporyterol und ein Microtaster?
Grosser "deutscher" Hersteller.

> Eieiei, was für ein Gebastel. Wie wärs mit einem Schwimmerschalter und
> einer roten Lampe? Vielleicht noch ein Schütz dazu, der das
> Einschalten der Anlage gleich unterbindet?

Dann aber mit Selbsthalter - sonst läuft das Wasser irgendwann ab und
der Motor springt 2 Stunden nach dem Regenguss...
... Nein da fliegt wohl eher der Motorschutz, oder es gibt einen grossen
Knall...

Peter

PS: Ich habe einen Motor wickeln lassen, der im Winter 2mal kurz mit
Regenwasser abgesoffen ist - der sah innen richtig gut aus :-) Man
glaubt nicht, was in Regenwasser an Dreck steckt....

P.


Dan O.

unread,
May 21, 2008, 6:47:16 PM5/21/08
to

"Heinz Saathoff" <news...@arcor.de> wrote:
>> Kommt wie obne schon angeduetet sehr auf die Wasserqualität an.
>
> Wenn die Isolierung nicht chemisch angegriffen wird, wie kann sie dann
> beschädigt werden?
>
>> So aus meiner Reparaturerfahrung: Du hast eine reelle 70:30 Chance,
>> dass der Motor nachher defekt ist.
>> Das ist aber rein empirisch, es kommt sehr auf Dauer, WasserQualität,
>> Lagerabdichtung, evtl. Vorschäden, .... an.
>
> Mein Kollege bokommt solche Motore zurück und erzählte mir von den
> Wicklungsdefekten. Ich konte mir nicht vorstellen, wie dir Wicklunk
> kaputt gehen könnte.
>

Hallo, wenn die Wicklung perfekt isoliert ist passiert nichts. Praktisch
ist die Wicklung nicht für den Betrieb unter Wasser gedacht. Wenn die
Wicklung also nicht in einem Harzblock eingegossen ist (wie z.B. bei
Umwälzpumpen), dann kann das Wasser zwischen den Windungen eindringen.
Jeder noch so winzige Fehler in der Isolation (z.B. Mikrorisse, die im
Normalfall durch Luft isoliert werden) werden durch Elektrolyse
angegriffen (es entsteht allerlei aktive Radikale) und vergrößert.
Je länger der Motor unter Wasser läuft, umso größer die
Wahrscheinlichkeit, dass er kaputt geht. Auch ohne Strom, kann das
unreine Wasser den Kupfer angreifen und (z.B. durch Kristallbildung)
bewirken, dass sich weitere Lack ablöst.

Auch wenn die Isolation fehlerfrei wäre ist ein Betrieb unter Wasser
bedenklich: Der dünne Isolationslack reicht normalerweise aus weil
der Motor so gewickelt ist, dass die Spannungsdifferenz zweier
benachbarten Windungen gering ist. Anfang und Ende der Wicklung
sind räumlich getrennt und durch Luft und viele Lackschichten isoliert.
Unter Wasser, würden die beiden Enden der Wicklung mit einer Spannung-
sdifferenz von z.B. 400V nur duch zwei hauchdünne Lackschichten
(z.B. 0.1mm) isoliert werden. Nicht wirklich vertrauenserweckend....


Joerg

unread,
May 21, 2008, 9:10:31 PM5/21/08
to
Peter Kern wrote:
> Felix Holdener schrieb:
>> "Björn Kempf" <bjoern...@gmx.de> schrieb:
>>> für Waschmaschinen gibt es doch Detektoren, die unter oder neben die
>>> Maschine gelegt werden und einen ziemlichen Krach veranstalten, wenn
>>> sie mit
>>> Wasser in Kontakt kommen.
>>
>> Es gibt auch professionelle Lösungen.
>
> Was ist "professionell"?
> In einem Geschirrspüler ein Stück Schaumporyterol und ein Microtaster?
> Grosser "deutscher" Hersteller.
>

Die Rueckwand unseres Kuehlschranks besteht aus Pappe (!). Grosser
"amerikanischer" Hersteller.


>> Eieiei, was für ein Gebastel. Wie wärs mit einem Schwimmerschalter und
>> einer roten Lampe? Vielleicht noch ein Schütz dazu, der das
>> Einschalten der Anlage gleich unterbindet?
>
> Dann aber mit Selbsthalter - sonst läuft das Wasser irgendwann ab und
> der Motor springt 2 Stunden nach dem Regenguss...
> ... Nein da fliegt wohl eher der Motorschutz, oder es gibt einen grossen
> Knall...
>
> Peter
>
> PS: Ich habe einen Motor wickeln lassen, der im Winter 2mal kurz mit
> Regenwasser abgesoffen ist - der sah innen richtig gut aus :-) Man
> glaubt nicht, was in Regenwasser an Dreck steckt....
>

Hier stehen viele Poolpumpen und dergleichen einfach draussen. Eine
kleine Hutze drueber, doch bei Treibregen geht's trotzdem in die
Lueftungsschlitze. Unsere sind in einem Pumpenhaus, die Motoren haben
aber bei Arbeiten da drin oefter mal eine satte Dusche abbekommen.
Fabrikat Franklin, in 11 Jahren nicht einen Muckser. Sie sind allerdings
viel aelter, der Vorbesitzer war mit der Doku immer recht ordentlich.

Der Hammer ist der Pumpenvorsatz der Hauptpumpe selbst. Der laeuft seit
1970 und vom Design sieht das nach Vorkriegsmodell aus.

Wenn ich mir manche Elektrik hier ansehe, wird mir leicht uebel. Aber
das Zeug haelt und haelt. Irgendwie.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Peter Kern

unread,
May 21, 2008, 9:59:27 PM5/21/08
to
Joerg schrieb:
> Peter Kern wrote:

>> PS: Ich habe einen Motor wickeln lassen, der im Winter 2mal kurz mit
>> Regenwasser abgesoffen ist - der sah innen richtig gut aus :-) Man
>> glaubt nicht, was in Regenwasser an Dreck steckt....
>>
>
> Hier stehen viele Poolpumpen und dergleichen einfach draussen. Eine
> kleine Hutze drueber, doch bei Treibregen geht's trotzdem in die
> Lueftungsschlitze. Unsere sind in einem Pumpenhaus, die Motoren haben
> aber bei Arbeiten da drin oefter mal eine satte Dusche abbekommen.
> Fabrikat Franklin, in 11 Jahren nicht einen Muckser. Sie sind allerdings
> viel aelter, der Vorbesitzer war mit der Doku immer recht ordentlich.
>
> Der Hammer ist der Pumpenvorsatz der Hauptpumpe selbst. Der laeuft seit
> 1970 und vom Design sieht das nach Vorkriegsmodell aus.

Sowas kannst Du hier auch erleben.
Seit mehr als 30 oder 40 Jahren gibt es schöne selbstansaugende
Kreiselpumpen als Hauswasserversorgung. Die sind nicht tot zu bekommen.
Motoren stammten ursprünglich aus Tcheschien. Jeder, der so eine Pumpe
hat, hält die fest und hegt und pflegt das Teil....

> Wenn ich mir manche Elektrik hier ansehe, wird mir leicht uebel. Aber
> das Zeug haelt und haelt. Irgendwie.

Naja, wenn man manch Blüte der Cent-Einsparung sieht, dann wundert einem
gar nichts mehr. Lager werden immer kleiner, Dichtungen immer dünner -
mal davon abgesehen, das am Material auch immer mehr eingespart wird.

Zu Zeiten der DDR sprach man von Mangelwirtschaft, wenn irgendwo
eingespart wurde - heute ist es das Ergebnis irgendwelcher BWLer, die
meinen noch mehr einzusparen. Das Ergebnis ist das Selbe...

Peter.

Harald Wilhelms

unread,
May 22, 2008, 2:47:41 AM5/22/08
to
On 22 Mai, 03:10, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:
> Peter Kern wrote:
> > Felix Holdener schrieb:
> >> "Björn Kempf" <bjoern.ke...@gmx.de> schrieb:

Welchen Krieg meinst Du denn? Den Bürgerkrieg
oder den Unabhängigkeitskrieg?
SCNR
Harald

bastian

unread,
May 22, 2008, 3:25:13 AM5/22/08
to
On 21 Mai, 14:01, Heinz Saathoff <newshs...@arcor.de> wrote:
>
> Wenn dieser Motor nicht eingeschaltet, sondern aus dem Wasser genommen
> wird und 'abtropfen' kann,

Bau den Motor aus, laß ihn leerlaufen und zerleg ihn.
Geht sehr einfach, Lagerschilder abnehmen, Rotor raus.
Es ist nur die Statorwicklung vorhanden, sonst nix.
Der Rotor hat nichts Elektrisches.
Auch Schleifkohlen oder sowas nicht vorhanden.
Zerlegt hinlegen und nen Ventilator lange, tagelandg durchblasen
lassen, dabei die Teile,
vor allem Stator, immer wieder mal drehen.
Etwas angewärmte Luft wär auch kein Fehler.

Dann im Klemmbrett die Brücken entfernen und durchmessen.
Erstmal mit Digimultimeter, Niederrspannung.
Die drei Wicklungen auf Durchgang, dann gegeneinander und dann jeweils
gegen Masse(Gehäuse).

Und dann wirds schwierig. Jetzt müßte die Isolation mit einem 500 V-
Isomeßgerät gemessen werden und Du hast keines.
Teuer.
Bleibt nur zum nächsten Elektroinstallateuer, spätnachmittags, und um
durchmessen bitten. Der hat und kann.
Kaum 5 min. Da mußt Du nicht vorher mit der Bank reden.

Oder zu einem Eletromaschinenbauer-so Du einen weißt.

Gute Bastler könnten auch mit Netzspannung durchmessen, aber Laien ?
230 V sind besser als nix....
Noch bessere Bastler könnten mit 2 Drehstromphasen=400 V ...........


MfG
bastian

Heinz Saathoff

unread,
May 22, 2008, 4:14:52 AM5/22/08
to
Moin,

Björn Kempf schrieb...
> [snip]

> Ich denke, dass je nach der Kraft, die der Motor entwickelt, die höhere
> Viskosität des Wassers gegenüber der der Luft stark ins Gewicht fallen
> könnte, so dass der Motor je nach Regelung mehr Strom zieht und die
> Wicklungen dadurch durchbrennen.

Das sicher auch. Andererseits kühlt Wasser wieder besser als Luft.


> Ich weiß nicht, wie sich die Wasser-Elektrolyse bei Wechselstrom verhält,
> aber bei 400 Volt Drehspannung an einander räumlich nahen Elektroden könnte
> Knallgas entstehen.

Solange kein Zündfunken vorhanden ist auch kein Problem. Ob bei
Wechselstrom überhaupt Knallgas entsteht, weiß ich nicht. Immerhin
wechseln Anode/Kathode ja im 50 Hz Rhythmus.


- Heinz

Heinz Saathoff

unread,
May 22, 2008, 4:14:54 AM5/22/08
to
Moin,

Rudi Horlacher [Paul von Staufen] schrieb...


> Motor nicht einschalten!
> Motor ausbauen und zerlegen, anschließend im Ofen trocknen.
> Er dürfte wieder in Ordnung sein.

Leider bemerken die Kunden das Problem nicht immer. Also muß eine
Erkennung rein, am besten mit Wiederanlaufschutz auch nach Abfluß des
Wassers.


- Heinz

Heinz Saathoff

unread,
May 22, 2008, 4:14:53 AM5/22/08
to
Moin,

Felix Holdener schrieb...


> > Du bräuchtest so ein Ding vermutlich in
> >(fern)abschaltbar, denn sonst könnte die Grube nachts volllaufen und am
> >nächsten Morgen beim nächsten Bremsentest sind die Batterien schon leer (und
> >die Anwohner genervt). Batterien an die Kontrolltafel verlagern und das
> >Gerät mit 2-adriger Litze zu versorgen wäre eine Möglichkeit, Sensor und
> >Lautsprecher gleich ganz voneinander zu trennen eine andere.
>
> Eieiei, was für ein Gebastel. Wie wärs mit einem Schwimmerschalter und
> einer roten Lampe? Vielleicht noch ein Schütz dazu, der das
> Einschalten der Anlage gleich unterbindet?

Das ist die Lösung, die mein Kollege vorgeschlagen hat. Schwimmschalter
in den Steuerkreis der Schütze, so daß die Motore bei vollgelaufener
Grube nicht starten können.


- Heinz

Heinz Saathoff

unread,
May 22, 2008, 4:14:54 AM5/22/08
to
Moin,

Dan O. schrieb...


> > Mein Kollege bokommt solche Motore zurück und erzählte mir von den
> > Wicklungsdefekten. Ich konte mir nicht vorstellen, wie dir Wicklunk
> > kaputt gehen könnte.
> >
>
> Hallo, wenn die Wicklung perfekt isoliert ist passiert nichts. Praktisch
> ist die Wicklung nicht für den Betrieb unter Wasser gedacht. Wenn die
> Wicklung also nicht in einem Harzblock eingegossen ist (wie z.B. bei
> Umwälzpumpen), dann kann das Wasser zwischen den Windungen eindringen.
> Jeder noch so winzige Fehler in der Isolation (z.B. Mikrorisse, die im
> Normalfall durch Luft isoliert werden) werden durch Elektrolyse
> angegriffen (es entsteht allerlei aktive Radikale) und vergrößert.
> Je länger der Motor unter Wasser läuft, umso größer die
> Wahrscheinlichkeit, dass er kaputt geht. Auch ohne Strom, kann das
> unreine Wasser den Kupfer angreifen und (z.B. durch Kristallbildung)
> bewirken, dass sich weitere Lack ablöst.

Die Lackschicht ist ja tatsächlich sehr dünn. Ich hatte schon daran
gedacht, daß eingedrungene Schmutzpartikel (die Gruben sind meist recht
dreckig) bei Motorlauf wir Schmirgel wirken könnten und damit den Lack
der Wicklung beschädigen. Neben den Wicklungsdefeketen sehen die Motore
auch sonst nicht mehr besonders gut aus, vor allem, wenn sie länger
unter Wasser gestanden haben. Korrosionsablagerungen sind auch
vorhanden.


- Heinz

Roland Damm

unread,
May 22, 2008, 5:56:48 AM5/22/08
to
Moin,

Heinz Saathoff schrub:

>> Ich weiß nicht, wie sich die Wasser-Elektrolyse bei
>> Wechselstrom verhält, aber bei 400 Volt Drehspannung an
>> einander räumlich nahen Elektroden könnte Knallgas entstehen.
>
> Solange kein Zündfunken vorhanden ist auch kein Problem. Ob bei
> Wechselstrom überhaupt Knallgas entsteht, weiß ich nicht.
> Immerhin wechseln Anode/Kathode ja im 50 Hz Rhythmus.

Knallgas entsteht aus dreckigem Wasser an Kupferelektroden eher
nicht. Für Knallgas braucht es Platinelektroden oder sowas.
Anstatt das Wasser zerlegt wird und die Teile ausgasen,
passieren eher allerlei chemische Reaktionen, vorallem mit dem
Sauerstoff. Sprich im günstigsten Fall wird Wasserstoff frei und
das Kupfer oxidiert. Aber selbst für den Wassersoff findet sich
bestimmt noch ein Reaktionspartner im Dreck.

Das mit der Wechselspannung kommt natürlich noch dazu.

Ich habe mal sowas probiert, eine Elektrode mit
Hoch/Wechselspannug in Wasser gehalten. Das Wasser wird warm und
weil es Leitungswasser war, gast es zunächst mal aus. Auf Dauer
konnte ich aber keine Blasenbildung erkennen.

CU Rollo

Message has been deleted

Patrick Kormann

unread,
May 22, 2008, 6:34:12 AM5/22/08
to
Joerg schrieb:

> Hier stehen viele Poolpumpen und dergleichen einfach draussen. Eine
> kleine Hutze drueber, doch bei Treibregen geht's trotzdem in die


Unsere steht im Keller, wurde aber mal überflutet :( - geht aber noch.

bastian

unread,
May 22, 2008, 7:02:53 AM5/22/08
to
On 22 Mai, 16:57, Ralf Kusmierz <m...@privacy.invalid> wrote:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin  quoting, bastian schrieb:

>
>
>
>
>
> > Dann im Klemmbrett die Brücken entfernen und durchmessen.
> > Erstmal mit Digimultimeter, Niederrspannung.
> > Die drei Wicklungen auf Durchgang, dann gegeneinander und dann jeweils
> > gegen Masse(Gehäuse).
>
> > Und dann wirds schwierig. Jetzt müßte die Isolation mit einem 500 V-
> > Isomeßgerät gemessen werden und Du hast keines.
> > Teuer.
> > Bleibt nur zum nächsten Elektroinstallateuer, spätnachmittags, und um
> > durchmessen bitten. Der hat und kann.
> > Kaum 5 min.  Da mußt Du nicht vorher mit der Bank reden.
>
> > Oder zu einem Eletromaschinenbauer-so Du einen weißt.
>
> > Gute Bastler könnten auch mit Netzspannung durchmessen, aber Laien ?
> >  230 V sind besser als nix....
> > Noch bessere Bastler könnten mit 2 Drehstromphasen=400 V ...........
>
> Damit erkennt man keinen Windungsschluß.

Das ist im Grunde richtig.
Einen großen Wi-Schluß, so Anfang mit Ende, ev grade noch, Prüflampe
brennt heller.
Aber Schluß von 10 / 20 % natürlich nicht mehr.
Da hat aber der Elekto-Installateur mit seinen bescheidenen Meßgeräten
auch seine liebe Not.
Zumal auch "Östliche" Billigmotore eh nicht sonderlich symetrisch
sind....

Da hilft nur mehr der E-Maschinenbauer, der hat entspr. Meßgeräte.

Im Grunde kann man auch das ganze Messen bleiben lassen und nur super
trocknen und dann anschließen,
einschalten und sehen, was passiert.
Im schlechtesten Fall fliegen halt die Sicherungen.

Reparieren kann man an def.Wicklungen eh nix, nur neu wickeln-lassen-.

MfG
bastian


Joerg

unread,
May 22, 2008, 12:02:59 PM5/22/08
to


Ganz so alt ist sie nun doch nicht :-)

gUnther nanonüm

unread,
May 23, 2008, 5:38:41 PM5/23/08
to

"Heinz Saathoff" <news...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:MPG.229de7372...@news.arcor.de...

>was passiert mit einem 3x400V Drehstrommotor, wenn dieser unter Wasser
>steht, durch den Klemmkasten und andere Öffnungen vollständig mit Wasser
>gefüllt ist und dann eingeschaltet wird? FI sei nicht vorhanden.
>Läuft der Motor überhaupt an? Kann es zu einem Wicklungsschaden führen?
>Die Isolierung des Kupferlackdrahtes sollte das doch verhindern?

Hi,
aber Wasser ist viel dichter, der Motor dürfte sich seine Drahtpakete
verbiegen durch die Strömungen...Reibung...dazu die (naja, geringe)
Leitfähigkeit des Wassers, aber bei 400Volt ist das wohl deutlich zuviel.
12Volt täte ich genehmigen...:-) dann Elektrolyse an allen blanken
Kontakten, und es tritt auch Wasser in die Lager ein, wo es vermutlich
freiwillig nie wieder rauszukriegen ist. Dito die Pakete selber, darin
eingedrungenes Wasser führt zu Rost, der ja deutlich mehr Platz braucht, ein
Motor, der mal "getaucht hat", blockiert meist schnell durch "zugewachsene
Spalte". Erinnere mich da an einen Kranantrieb, wo der Leerling vergaß, den
Deckel auf den Lüfter zu klemmen, eieiei war das ein Gekreische, die Funken
flogen nur so.

>Wenn dieser Motor nicht eingeschaltet, sondern aus dem Wasser genommen
>wird und 'abtropfen' kann, aber im Inneren noch Restfeuchte existiert
>und dann eingeschaltet wird, kann die Wicklung dann Schaden nehmen?

Ja das kann auch sein, zumindest bei Ankerwicklungen. Einem Kurzschlußläufer
wäre es vermutlich egal. Aber dennoch täte ich dem Motor nicht mehr übern
Weg trauen, egal was der antreiben soll. In den Fahrstuhl steige ich nicht
mehr ein :-) Und denk an die Lager! Lagermetall ist oft alles andere als
nichtrostend, ein bißchen Wasser im Lager kann die Reibung ungeahnt erhöhen,
und führt fast sicher zu Lagerbrand und starkem Funkenflug, was bei
verdecktem Einbau sehr gefährlich wird. So fackelt man seine 4ma ab.

>Meiner Ansicht nach sollte der Motor (bis auf Korrosion) aufgrund der
>einfachen Bauart so eine Behandlung überleben.

Das weiß man leider nicht. Selbst innerhalb einer Serie gibts manchmal
seltsame Unterschiede, die nur "der Finder" bemerkt. Kannte Motore, da lief
beim Betrieb jahrzehntelang die Drecksbrühe rein, aber das tägliche
"Freischleudern" hat die gerettet. Dann gabs mal Streikfolge...4 Wochen
Stillstand, danach wurden neue Motore fällig.

--
mfg,
gUnther

gUnther nanonüm

unread,
May 23, 2008, 5:50:06 PM5/23/08
to

"Heinz Saathoff" <news...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:MPG.229e1f37d...@news.arcor.de...

>Schmutziges Süßwasser. Passiert bei Bremsenprüfständen, die in einer
>Grube eingebaut sind. Diese Grube kann bei Starkregen oder verstopftem
>Abfluß mit Wasser vollaufen und die Motore unter Wasser setzen. Es kann
>vorkommen, daß der Nutzer das Vollaufen der Grube nicht bemerkt und den
>Prüfstand in Betrieb nimmt.

Hi,
aah, da kann dann aber auch Altöl rumfliegen, jedenfalls besteht
Feuergefahr! Abschmiergrubenverpuffung, ne sehr interessante Variante zum
Schnellabriß einer Werkstatt...


> > Läuft der Motor überhaupt an?

Vermutlich schon, wenn der Tauchgang nicht zu lange her ist. Aber da beginnt
ja die Gefahr, wer nix bemerkt, läßt vielleicht die Inspektion sein.

>> > Die Isolierung des Kupferlackdrahtes sollte das doch verhindern?
>>
>> Kommt wie obne schon angeduetet sehr auf die Wasserqualität an.
>
>Wenn die Isolierung nicht chemisch angegriffen wird, wie kann sie dann
>beschädigt werden?

Etwa an den Stellen, wo die Isolierung sehr dünn ist oder porös, können
durch Elektrolyse Gasblasen entstehen, auch nach dem Tauchgang noch.
Unterwasser kann das zu Lichtbögen führen, die sich wegen der Wasserbewegung
ebenfalls bewegen und dabei wie ein Schneidbrenner arbeiten. Auch kühlt
Wasser besser als Luft, aber leider ist das zweischneidig, Luft läßt sich
leichter fördern, Wasser füllt die Zwischenräume und behindert die
Wärmeabfuhr, ein nasses Paket kann also auch noch überhitzen.

>Mein Kollege bokommt solche Motore zurück und erzählte mir von den
>Wicklungsdefekten. Ich konte mir nicht vorstellen, wie dir Wicklunk
>kaputt gehen könnte.

Auch denkbar ist Dreck im "Kühlwasser", der stark schmirgelnd wirkt.
Stärkstes Problem sind aber die engen Stellen im Paket, wo das Wasser mit
den sich berührenden Isolationen sozusagen "Kapazitäten" bildet und örtlich
die Wärme zu groß wird für das Isomaterial. Ist auch ein gern gesehener
Fehlerfall in Waschmaschinen, wo Motore nach dem Naßwerden schonmal ins
Qualmen kommen.

--
mfg,
gUnther

gUnther nanonüm

unread,
May 23, 2008, 5:59:53 PM5/23/08
to

"Peter Kern" <spas...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:69k29eF...@mid.individual.net...
..

> Naja, wenn man manch Blüte der Cent-Einsparung sieht, dann wundert einem
> gar nichts mehr. Lager werden immer kleiner, Dichtungen immer dünner -
> mal davon abgesehen, das am Material auch immer mehr eingespart wird.
>
> Zu Zeiten der DDR sprach man von Mangelwirtschaft, wenn irgendwo
> eingespart wurde - heute ist es das Ergebnis irgendwelcher BWLer, die
> meinen noch mehr einzusparen. Das Ergebnis ist das Selbe...

Hi,
naja, nicht ganz. Es macht doch eigentlich wenig Sinn, den Baumarktblödis
Hauswasserwerke in Edelstahlguß anzudrehen, die ihren Ökofimmel nach ein
paar Jahren, spätestens aber wenn der Regenwassertank das erstmal leckt,
wieder einpacken und dann liegt das edle Gußteil im Schrott...da reicht auch
ne Alupumpe mit Bronzelagern und Chinageraffeltechschaltung. Die DDR hatte
Nachschubprobleme und keine Wahl, der moderne Billigkrempel ist eben eher
Consumermurks denn Industrial. Stell Dir mal vor, Dein Auto hielte 100
Jahre, wäre aber dennoch alle paar Jahre zu unmodern, damit auf die BAB
gelassen zu werden....wimre gibts daheim in manchem Stall noch ne Lokomobile
Seite an Seite mit nem Bulldog, aber damit auf die Straße zu gehen fällt den
Besitzern nicht mehr ein.

--
mfg,
gUnther

gUnther nanonüm

unread,
May 23, 2008, 6:05:15 PM5/23/08
to

"Heinz Saathoff" <news...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:MPG.229f345e4...@news.arcor.de...

>Das ist die Lösung, die mein Kollege vorgeschlagen hat. Schwimmschalter
>in den Steuerkreis der Schütze, so daß die Motore bei vollgelaufener
>Grube nicht starten können.

Hi,
manchmal verzweifelt man an der Hirnforschung. Wenn Du sowieso Strom da
liegen hast, und einen Schwimmerschalter...dann bau gefälligst eine
Sumpfpumpe ein und lenze den Keller bei Bedarf vollautomatisch. Es gibt
solche auch mit 12Volt, nen alten Autoakku mit Dauerlader hingeknallt, und
das Ding kommt bis zum Morgen alleine klar, selbst bei Stromausfall. Und
ansonsten keinen Schwimmerschalter an die Schütze, sondern einen
Feuchteschalter, den man nur nach Inspektion in der Grube resetten kann.

--
mfg,
gUnther

gUnther nanonüm

unread,
May 23, 2008, 6:12:23 PM5/23/08
to

"Roland Damm" <rolan...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:48354360$0$7547$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net...

> Knallgas entsteht aus dreckigem Wasser an Kupferelektroden eher
> nicht. Für Knallgas braucht es Platinelektroden oder sowas.

Hi,
das hab ich aber anders gesehen :-) der Wirkungsgrad ist bei Gleichspannung
deutlich besser, aber Knallgas hab ich auch geschafft :-)

> Anstatt das Wasser zerlegt wird und die Teile ausgasen,
> passieren eher allerlei chemische Reaktionen, vorallem mit dem
> Sauerstoff. Sprich im günstigsten Fall wird Wasserstoff frei und
> das Kupfer oxidiert. Aber selbst für den Wassersoff findet sich
> bestimmt noch ein Reaktionspartner im Dreck.

Nee, Wasserstoffgas ist fast inert. Und der Sauerstoff reagiert zwar mit der
Kupferoberfläche, aber einmal reicht das nicht aus, zum anderen gbits ja
auch noch andere Metalle, Leitflächen da, die Kohlen etwa. Es entstehen
Gasblasen, die sich ablösen und damit auf dem Wege zum Knallgas sind...doch
wirds wohl eher wenig Wirkung haben, die Menge ist gering. Viel schlimmer
sind die Volumenänderungen, die Gasblasen drücken die Isolierungen vom
Kupfer und vergrößern die Leiteroberflächen, ist so ähnlich wie mit dem
Gebiß in den Coregatabs ;-)

> Ich habe mal sowas probiert, eine Elektrode mit
> Hoch/Wechselspannug in Wasser gehalten. Das Wasser wird warm und
> weil es Leitungswasser war, gast es zunächst mal aus. Auf Dauer
> konnte ich aber keine Blasenbildung erkennen.

Also bei mir gabs ein bißchen Gas. Lag vielleicht am besseren Trinkwasser
:-)

--
mfg,
gUnther

Joerg

unread,
May 23, 2008, 7:04:54 PM5/23/08
to

Muss nicht sein. Hier kommt oefter jemand mit seinem Messerschmitt
Kabinenroller vorbei. Hat ueber ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel,
sieht aus wie aus dem Ei gepellt und braucht wesentlich weniger Sprit
als ein nagelneuer Hybrid. Und er ist lange nicht der einzige:

http://www.jaylenosgarage.com/your_garage/cars/2131.shtml

Geht auch noch aelter. Falls es ihm noch gut geht (er musste jetzt etwa
93 sein), duerfte ein aelterer Herr in Castro Valley noch immer seinen
Ford Model A fahren. Ganz normal zum Einkaufen und wo er sonst so hin
muss. Baujahr 1926. VW Busse und Kaefer mit Brezelscheiben oder ein
Mercedes 180D sind auf unseren Strassen und Autobahnen ein ganz normaler
Anblick. Hier rosten Auto so gut wie nicht.

Der Model A ist uebrigens ein recht komfortables Fahrzeug. Bin mal
hinten drin mitgefahren. Die Beinfreiheit solcher Autos gibt es
allenfalls noch bei Rolls Royce.

horst-d.winzler

unread,
May 24, 2008, 1:56:32 AM5/24/08
to
Joerg schrieb:

> gUnther nanonüm wrote:
>> "Peter Kern" <spas...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag

>

> Der Model A ist uebrigens ein recht komfortables Fahrzeug. Bin mal
> hinten drin mitgefahren. Die Beinfreiheit solcher Autos gibt es
> allenfalls noch bei Rolls Royce.
>

Kopffreiheit ist genügnd vorhanden, sogar passend für Zylinder. Und
bei der derzeitigen Durchschnittsgeschwindigkeit, vor Allem Morgens,
kann T allemal mithalten.

--
mfg hdw

Manuel Reimer

unread,
May 24, 2008, 8:34:23 AM5/24/08
to
Heinz Saathoff wrote:
> Schmutziges Süßwasser. Passiert bei Bremsenprüfständen, die in einer
> Grube eingebaut sind. Diese Grube kann bei Starkregen oder verstopftem
> Abfluß mit Wasser vollaufen und die Motore unter Wasser setzen. Es kann
> vorkommen, daß der Nutzer das Vollaufen der Grube nicht bemerkt und den
> Prüfstand in Betrieb nimmt.

Wasser und Elektrik verträgt sich nie besonders gut...

Was spricht dagegen, eine ausreichend starke Tauchpumpe mit
Schwimmerschalter auf den Boden der Grube zu stellen, und das Wasser
abzupumpen. Solange nicht Hochwasser und Stromausfall auf die gleiche
Zeit fallen und die Pumpe so hochwertig ist, dass eine gewisse
Zuverlässigkeit erwartet werden kann, wäre das Problem so wahrscheinlich
gelöst.

Auf die Umweltschutzbestimmungen achten! Das Wasser aus der Grube muss
wahrscheinlich durch einen Benzin-/Ölabscheider gefördert werden!

Nicht die Folgen bekämpfen, sondern die Ursache!

CU

Manuel

Joerg

unread,
May 24, 2008, 3:23:02 PM5/24/08
to

Model A schafft im Original laessig gut 100km/h. Das erstaunliche ist,
dass dessen Motor ueber 3 Liter Hubraum hat, aber mit 8l/100km auskommt,
wenn man nicht immer Vollgas gibt.

Die Kopffreiheit ist exzellent und man sitzt gerade, nicht so
reingequetscht wie in manchen modernen Autos. Plueschbezug a la
Wohnzimmer-Couch :-)

Horst-D.Winzler

unread,
May 24, 2008, 11:56:59 PM5/24/08
to
Joerg schrieb:

> horst-d.winzler wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> gUnther nanonüm wrote:
>>>> "Peter Kern" <spas...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
>>
>>> Der Model A ist uebrigens ein recht komfortables Fahrzeug. Bin mal
>>> hinten drin mitgefahren. Die Beinfreiheit solcher Autos gibt es
>>> allenfalls noch bei Rolls Royce.
>>>
>>
>> Kopffreiheit ist genügnd vorhanden, sogar passend für Zylinder. Und
>> bei der derzeitigen Durchschnittsgeschwindigkeit, vor Allem Morgens,
>> kann T allemal mithalten.
>>
>
> Model A schafft im Original laessig gut 100km/h. Das erstaunliche ist,
> dass dessen Motor ueber 3 Liter Hubraum hat, aber mit 8l/100km auskommt,
> wenn man nicht immer Vollgas gibt.

3 Liter und sicher Langhuber. Dann braucht sie auch kein
"umfangreiches" Getriebe.
Wenn sie dann auch nur 8l/100 km verbraucht, wo bleibt dann für mich der
Fortschritt?
Manm komme mir jetzt nicht mit der höheren Leistung moderner Motoren.
Denn bezahlt werden muß der Verbrauch und 80% sind Berufsverkehr und der
spielt sich in einem Radius von etwa 4km ab ;-)

> Die Kopffreiheit ist exzellent und man sitzt gerade, nicht so
> reingequetscht wie in manchen modernen Autos. Plueschbezug a la
> Wohnzimmer-Couch :-)
>

Herrlich. Von solch Komfort kann man heutzutage nur träumen. Besonders
kreuzgeplagte Mitbürger. Man muß ja nicht unbedingt gleiche einen
Bandscheibenvorfall aufweisen müssen ;-)

--
mfg hdw

Wolfgang Puffe

unread,
May 25, 2008, 4:40:48 AM5/25/08
to
"Joerg" schrieb...

>
> Die Rueckwand unseres Kuehlschranks besteht aus Pappe (!). Grosser
> "amerikanischer" Hersteller.

Und bei "uns" wurden Jahrzente lang langlebige Autos aus Pappe gebaut. ;-))

W.

Peter Kern

unread,
May 25, 2008, 7:04:17 AM5/25/08
to
Wolfgang Puffe schrieb:

Mooooment.
Duroplast ist keine Pappe ;)

Peter

Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

unread,
May 25, 2008, 7:16:57 AM5/25/08
to
Peter Kern <spas...@yahoo.de> wrote:
> Wolfgang Puffe schrieb:


> > Und bei "uns" wurden Jahrzente lang langlebige Autos aus Pappe gebaut. ;-))
>
> Mooooment.
> Duroplast ist keine Pappe ;)
> Peter

Denk an den DKW z.B. "Sonderklasse" Das war keine Duroplast-, sondern
Hartfaser- Karosserie. (Und Holz! )

Oder auch den "Lloyd"

Rudi

--
/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
/__ /__
/ p...@watschel.bb.bawue.de /
/ /
\/ Der Berg ruft: ................ \/

Peter Kern

unread,
May 25, 2008, 7:30:08 AM5/25/08
to
Rudi Horlacher [Paul von Staufen] schrieb:

> Peter Kern <spas...@yahoo.de> wrote:
>> Wolfgang Puffe schrieb:
>
>
>>> Und bei "uns" wurden Jahrzente lang langlebige Autos aus Pappe gebaut. ;-))
>> Mooooment.
>> Duroplast ist keine Pappe ;)
>> Peter
>
> Denk an den DKW z.B. "Sonderklasse" Das war keine Duroplast-, sondern
> Hartfaser- Karosserie. (Und Holz! )

Wobei das auch noch richtiges Holz war.
Nichts gegen nordische Tanne, aber die Kiefer aus Brandenburg ins
Ausland verkaufen um dann aus der finnischen Flora einzukaufen ist ja
auch etwas, was uns BWL'er eingebracht habe....

Ach waren das noch Zeiten - DKW mit gefahren bin ich zwar auch, aber nur
noch gaaanz schwache Erinnerungen...

Peter

Heinz Saathoff

unread,
May 26, 2008, 3:17:17 AM5/26/08
to
Moin,

Manuel Reimer schrieb...


> Heinz Saathoff wrote:
> > Schmutziges Süßwasser. Passiert bei Bremsenprüfständen, die in einer
> > Grube eingebaut sind. Diese Grube kann bei Starkregen oder verstopftem
> > Abfluß mit Wasser vollaufen und die Motore unter Wasser setzen. Es kann
> > vorkommen, daß der Nutzer das Vollaufen der Grube nicht bemerkt und den
> > Prüfstand in Betrieb nimmt.
>
> Wasser und Elektrik verträgt sich nie besonders gut...

Manchmal erstaunlich gut! Bei meiner Mutter war eine alte Außenleuchte
mit Regenwasser vollgelaufen (Dichtung porös). Die Glühlampe war bis zur
Fassung unter Wasser, funktionierte aber über Monate trotzdem. Letztlich
hat der Frost dem ein Ende bereitet.


> Was spricht dagegen, eine ausreichend starke Tauchpumpe mit
> Schwimmerschalter auf den Boden der Grube zu stellen, und das Wasser
> abzupumpen. Solange nicht Hochwasser und Stromausfall auf die gleiche
> Zeit fallen und die Pumpe so hochwertig ist, dass eine gewisse
> Zuverlässigkeit erwartet werden kann, wäre das Problem so wahrscheinlich
> gelöst.

Die Gruben sollen mit einem Wasserabfluß versehen sein. Zur Überflutung
kommt es, wenn der Abfluß dicht ist (Putzlappen etc) oder die Regenmenge
nicht verkraftet.


> Auf die Umweltschutzbestimmungen achten! Das Wasser aus der Grube muss
> wahrscheinlich durch einen Benzin-/Ölabscheider gefördert werden!

Das ist in Autowerkstätten sowieso Pflicht.


> Nicht die Folgen bekämpfen, sondern die Ursache!

Es gibt leider immer wieder Fälle, wo der Abfluß die Wassermenge nicht
abführen kann (Starkregen).


- Heinz

Heinz Saathoff

unread,
May 26, 2008, 3:17:18 AM5/26/08
to
Moin,

gUnther nanonüm schrieb...


> >was passiert mit einem 3x400V Drehstrommotor, wenn dieser unter Wasser
> >steht, durch den Klemmkasten und andere Öffnungen vollständig mit Wasser
> >gefüllt ist und dann eingeschaltet wird? FI sei nicht vorhanden.
> >Läuft der Motor überhaupt an? Kann es zu einem Wicklungsschaden führen?
> >Die Isolierung des Kupferlackdrahtes sollte das doch verhindern?
>
> Hi,
> aber Wasser ist viel dichter, der Motor dürfte sich seine Drahtpakete
> verbiegen durch die Strömungen...Reibung...

Daran hatte ich noch nicht gedacht. Mechanische Beschädigug der Wicklung
durch Strömungen, evtl. mit Schmutz als zusätzlichem Schmirgel.

> dazu die (naja, geringe)
> Leitfähigkeit des Wassers, aber bei 400Volt ist das wohl deutlich zuviel.
> 12Volt täte ich genehmigen...:-) dann Elektrolyse an allen blanken
> Kontakten, und es tritt auch Wasser in die Lager ein, wo es vermutlich
> freiwillig nie wieder rauszukriegen ist.

Blanke Kontakte sind im Normalfall nur im Klemmkasten vorhanden. Die
Lager sind hoffentlich gut gefettet, können aber auch betroffen sein.

> Dito die Pakete selber, darin
> eingedrungenes Wasser führt zu Rost, der ja deutlich mehr Platz braucht, ein
> Motor, der mal "getaucht hat", blockiert meist schnell durch "zugewachsene
> Spalte".

Rost und sonstige Korrosionsschäden habe ich bei solchen Motoren auch
schon mal gesehen. Allein schon deswegen sollte der Motor gewechselt
werden.

> >Wenn dieser Motor nicht eingeschaltet, sondern aus dem Wasser genommen
> >wird und 'abtropfen' kann, aber im Inneren noch Restfeuchte existiert
> >und dann eingeschaltet wird, kann die Wicklung dann Schaden nehmen?
>
> Ja das kann auch sein, zumindest bei Ankerwicklungen. Einem Kurzschlußläufer
> wäre es vermutlich egal. Aber dennoch täte ich dem Motor nicht mehr übern
> Weg trauen, egal was der antreiben soll.

Man kann's ja mal versuchen ;-)

> In den Fahrstuhl steige ich nicht mehr ein :-)

Glücklicherweise sind Fahrstuhlmotore meist oben im Gebäude montiert und
laufen deshalb nicht so schnell mit Wasser voll.

> Und denk an die Lager! Lagermetall ist oft alles andere als
> nichtrostend, ein bißchen Wasser im Lager kann die Reibung ungeahnt erhöhen,
> und führt fast sicher zu Lagerbrand und starkem Funkenflug, was bei
> verdecktem Einbau sehr gefährlich wird. So fackelt man seine 4ma ab.

Gut gefettete Lager sollten das Eindringen von Wasser weitgehende
verhindern.


> >Meiner Ansicht nach sollte der Motor (bis auf Korrosion) aufgrund der
> >einfachen Bauart so eine Behandlung überleben.
>
> Das weiß man leider nicht. Selbst innerhalb einer Serie gibts manchmal
> seltsame Unterschiede, die nur "der Finder" bemerkt. Kannte Motore, da lief
> beim Betrieb jahrzehntelang die Drecksbrühe rein, aber das tägliche
> "Freischleudern" hat die gerettet. Dann gabs mal Streikfolge...4 Wochen
> Stillstand, danach wurden neue Motore fällig.

Was rastet, das rostet ;-)


- Heinz

Heinz Saathoff

unread,
May 26, 2008, 3:17:17 AM5/26/08
to
Moin,

gUnther nanonüm schrieb...


> >Das ist die Lösung, die mein Kollege vorgeschlagen hat. Schwimmschalter
> >in den Steuerkreis der Schütze, so daß die Motore bei vollgelaufener
> >Grube nicht starten können.
>
> Hi,
> manchmal verzweifelt man an der Hirnforschung. Wenn Du sowieso Strom da
> liegen hast, und einen Schwimmerschalter...dann bau gefälligst eine
> Sumpfpumpe ein und lenze den Keller bei Bedarf vollautomatisch. Es gibt
> solche auch mit 12Volt, nen alten Autoakku mit Dauerlader hingeknallt, und
> das Ding kommt bis zum Morgen alleine klar, selbst bei Stromausfall. Und
> ansonsten keinen Schwimmerschalter an die Schütze, sondern einen
> Feuchteschalter, den man nur nach Inspektion in der Grube resetten kann.

Wie schon beschrieben sollen die Gruben mit einem Wassserablauf versehen
werden. Meistens laufen die Gruben voll, wenn der Abfluß verstopft ist
oder zu starker Regen nicht mehr abgeführt werden kann. Wenn der
Abfluß verstopft ist, nützt auch eine automatische Pumpe nicht mehr
viel.
Wie gesagt, das Vollaufen ist ein seltener Fall, aber wenn's passiert,
nehmen die Motore Schaden.


- Heinz

Joerg

unread,
May 26, 2008, 1:49:31 PM5/26/08
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Joerg schrieb:
>> horst-d.winzler wrote:
>>> Joerg schrieb:
>>>> gUnther nanonüm wrote:
>>>>> "Peter Kern" <spas...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
>>>> Der Model A ist uebrigens ein recht komfortables Fahrzeug. Bin mal
>>>> hinten drin mitgefahren. Die Beinfreiheit solcher Autos gibt es
>>>> allenfalls noch bei Rolls Royce.
>>>>
>>> Kopffreiheit ist genügnd vorhanden, sogar passend für Zylinder. Und
>>> bei der derzeitigen Durchschnittsgeschwindigkeit, vor Allem Morgens,
>>> kann T allemal mithalten.
>>>
>> Model A schafft im Original laessig gut 100km/h. Das erstaunliche ist,
>> dass dessen Motor ueber 3 Liter Hubraum hat, aber mit 8l/100km auskommt,
>> wenn man nicht immer Vollgas gibt.
>
> 3 Liter und sicher Langhuber. Dann braucht sie auch kein
> "umfangreiches" Getriebe.
> Wenn sie dann auch nur 8l/100 km verbraucht, wo bleibt dann für mich der
> Fortschritt?


Das habe ich mir auch oft gefragt.


> Manm komme mir jetzt nicht mit der höheren Leistung moderner Motoren.
> Denn bezahlt werden muß der Verbrauch und 80% sind Berufsverkehr und der
> spielt sich in einem Radius von etwa 4km ab ;-)
>

Bei mir etwa 25 Meter, schaffe ich zu Fuss :-)))


>> Die Kopffreiheit ist exzellent und man sitzt gerade, nicht so
>> reingequetscht wie in manchen modernen Autos. Plueschbezug a la
>> Wohnzimmer-Couch :-)
>>
>
> Herrlich. Von solch Komfort kann man heutzutage nur träumen. Besonders
> kreuzgeplagte Mitbürger. Man muß ja nicht unbedingt gleiche einen
> Bandscheibenvorfall aufweisen müssen ;-)
>

Das einzig seltsame ist, dass das Motorengeraeusch im Auto lauter war
als draussen.

Harald Wilhelms

unread,
May 27, 2008, 4:04:54 AM5/27/08
to
On 23 Mai, 23:38, gUnther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote:

> Und denk an die Lager! Lagermetall ist oft alles andere als
> nichtrostend

Lagermetall ist mit grosser Sicherheit "nichtrostend",
da Rost nur bei Eisen auftreten kann, und Eisen selten
als Lagermetall verwendet wird.
:-)
Gruss
Harald

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 27, 2008, 4:42:07 AM5/27/08
to
Harald Wilhelms <news...@ich.ms> wrote:

>Lagermetall ist mit grosser Sicherheit "nichtrostend",
>da Rost nur bei Eisen auftreten kann, und Eisen selten
>als Lagermetall verwendet wird.

Ich habe immer mal mit Kugeln und Walzen für Lager zu tun, und auch
mit den zugehörigen Schalen und Ringen, und die können durchaus mal
rosten. Was Gleitlager angeht, ja, da sieht man eher andere Metalle.

--

Ralph.

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

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Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 27, 2008, 7:22:58 AM5/27/08
to
Ralf Kusmierz <m...@privacy.invalid> wrote:

>100Cr6 - typischer Wälzlagerstahl - rostet wie Sau.

Jo, die genaue Sorte kenne ich nicht, und auf den Packungen mit Kugeln
steht immer einer Nummer der Art 12345.6 drauf, die offenbar auch die
Wärmebehandlung mit abdeckt. Hat mich nie so sehr interessiert, aber
werde mal die Profis im Haus fragen.

Message has been deleted

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 27, 2008, 8:20:55 AM5/27/08
to
Ralf Kusmierz <m...@privacy.invalid> wrote:

>100Cr6 ist 1.3505 - das ist nur die Werkstoffbezeichnung, die durch

OK, das kommt mir vertraut vor - da habe ich den Punkt an die falsche
Stelle gesetzt.

>die Zusammensetzung definiert ist. Die Wärmebehandlung ist damit nicht
>spezifiziert. 1.3505 ist ein kohlenstoffreicher härtbarer Stahl - ein
>gängiges Verfahren ist, nach der Warmumformung bei ca. 1.100 °C ein
>GKZ-Glühen ((G)lühen zur Umwandlung der Netz-Perlite in (k)ugelige
>(Z)ementite) bei ca. 850 °C über mehrere Stunden vorzunehmen; durch
>diese auch "Weichglühen" genannte Wärmebehandlung wird eine bessere
>Zerspanbarkeit erzielt. Das spanabhebend bearbeitete Werkstück wird
>dann durch Abschrecken gehärtet (Austenit-Martensit-Umwandlung) und
>schließlich zur Endformgebung geschliffen - zunehmen kommt auch eine

Diese Vorgänge sind mir soweit noch bekannt, vor langer Zeit mal
gelernt...

>Man sollte wissen, daß die fertigen Wälzlager zum Korrosionsschutz
>stets gefettet bleiben müssen und nach Verschmutzung und Befeuchtung
>unverzüglich zu reinigen und neu zu fetten sind.

Das ist klar, ja. Meist sind das bei uns aber Musterteile, die
begutachtet und dann meist eh verschrottet werden (entweder bei
Kunden, oder bei uns im Haus), insofern fassen wir in so einem Fall da
einfach mit den Patschhändchen dran und freuen uns dann über die
rostigen Fingerabdrücke, die da so erblühen. Bei Teilen, die noch
benötigt werden, sind Handschuhe und Aufbewahrung in rostverhindernd
imprägniertem Papier Pflicht. Einmal hatten wir einzöllige Kugeln, die
waren so mimosenhaft, daß sie in einer Verpackung ähnlich eines
Eierkartons lagen (um gegenseitige BErührung zu verhindern), das ganze
in einen mit Öl gefüllten Beutel eingeschweißt. Und dann fällt so eine
Kugel auf den Betonboden, hüpf, hüpf, hüpf - quer durch den Raum, und
weg war sie, unter'm Schrank :-) Zum Glück auch wieder nur Muster ohne
Wert, in der Produktion werden die sorgsamer als rohe Eier behandelt.

>Gruß aus Bremen
>Ralf

Viele Grüße!

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 27, 2008, 8:40:59 AM5/27/08
to
Ralf Kusmierz <m...@privacy.invalid> wrote:

>Die Wärmebehandlung ist damit nicht
>spezifiziert.

Gerade nochmal nachgefragt - wenn die Werkstoffnummern noch länger
sind, dann sagen die letzten Ziffern den Behandlungsstand aus. Also
war die Erinnerung doch nicht ganz falsch...

Harald Wilhelms

unread,
May 27, 2008, 10:57:15 AM5/27/08
to
On 27 Mai, 14:20, "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@radio-link.net>
wrote:

> Einmal hatten wir einzöllige Kugeln, die
> waren so mimosenhaft, daß sie in einer Verpackung ähnlich eines
> Eierkartons lagen (um gegenseitige BErührung zu verhindern), das ganze
> in einen mit Öl gefüllten Beutel eingeschweißt.

Naja, die PTB hat sich gerade eine spezielle Kugel
gekauft, in der sie die Atome zur Ermittlung der
Avogadro-Konstante zählen wollen. Die hat wohl einige
MEuro gekostet und ist nach einmaligen Anfassen wohl
auch nicht mehr brauchbar. Dagegen waren Deine Kugeln
sicherlich geradezu billig. :-)
Gruss
Harald

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Joerg

unread,
May 27, 2008, 3:15:36 PM5/27/08
to
Rolf_Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>> Harald Wilhelms wrote:
>>>>
>>>> Der Hammer ist der Pumpenvorsatz der Hauptpumpe selbst. Der laeuft seit
>>>> 1970 und vom Design sieht das nach Vorkriegsmodell aus.
>>>
>>> Welchen Krieg meinst Du denn? Den Bürgerkrieg
>>> oder den Unabhängigkeitskrieg?
>>
>> Ganz so alt ist sie nun doch nicht :-)
>
> Ganz vorbei ist der Bürgerkrieg ja auch noch nicht. Ich kannte
> einen Doktoranden aus Alabama, der meinte, das wäre noch nicht
> endgültig ausdiskutiert ;-]
>

Nun ja, es gibt natuerlich noch immer hie und da einige, die mit
stolzgeschwellter Brust die Suedstaatenflagge hissen. Aber das gibt's
auch anderswo.

Bei uns hatte letztens jemand den Union Jack gehisst. Ist ihm
wahrscheinlich entgangen, dass das hier keine Kolonie mehr ist. Man hat
ihn leben lassen :-)

Harald Wilhelms

unread,
May 28, 2008, 2:45:35 AM5/28/08
to
On 27 Mai, 21:15, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:
> Rolf_Bombach wrote:
> > Joerg schrieb:
> >> Harald Wilhelms wrote:
>
> >>>> Der Hammer ist der Pumpenvorsatz der Hauptpumpe selbst. Der laeuft seit
> >>>> 1970 und vom Design sieht das nach Vorkriegsmodell aus.
>
> >>> Welchen Krieg meinst Du denn? Den Bürgerkrieg
> >>> oder den Unabhängigkeitskrieg?
>
> >> Ganz so alt ist sie nun doch nicht :-)
>
> > Ganz vorbei ist der Bürgerkrieg ja auch noch nicht. Ich kannte
> > einen Doktoranden aus Alabama, der meinte, das wäre noch nicht
> > endgültig ausdiskutiert ;-]
>
> Nun ja, es gibt natuerlich noch immer hie und da einige, die mit
> stolzgeschwellter Brust die Suedstaatenflagge hissen. Aber das gibt's
> auch anderswo.
>
> Bei uns hatte letztens jemand den Union Jack gehisst. Ist ihm
> wahrscheinlich entgangen, dass das hier keine Kolonie mehr ist. Man hat
> ihn leben lassen :-)

Auch deutsche Fahnen sieht man in "gods own country"
ab und zu. Aber wehe, man hisst eine deutsche Fahne
in Dänemark. :-)
Gruss
Harald

Horst-D.Winzler

unread,
May 28, 2008, 3:33:52 AM5/28/08
to
Harald Wilhelms schrieb:

Dann rückst du den Querbalken in die Mitte. Rot wird weiß und das Kreuz
wird schwarz und schon hast du das Balkenkreuz. Na ja in Etwa. Nur
solltes du es dort nicht erzählen ;-)

--
mfg hdw

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Ansgar Strickerschmidt

unread,
May 30, 2008, 3:57:44 AM5/30/08
to
Am 29.05.2008, 21:16 Uhr, schrieb Rolf_Bombach
<rolfnosp...@bluewin.ch>:

> Andererseits,
> wie auch schon Harald andeutete, nur Lebensmüde würden
> in Basel die Zürcher Flagge hissen, oder umgekehrt ;-]

Aha, also das Schweizer Gegenstück zu Köln und Düsseldorf. Muss wohl was
mit dem Rhein zu tun haben.

Ansgar

--
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Adresse gibt's bei Bedarf!
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gUnther nanonüm

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May 31, 2008, 8:59:26 PM5/31/08
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"Harald Wilhelms" <news...@ich.ms> schrieb im Newsbeitrag
news:65f8396b-f1bc-40c4...@x35g2000hsb.googlegroups.com...

Hi,
ah, erwischt! Ein E-Techniker....hast wohl noch nie die Radlager Deines PKW
gesehen? Das ist alles Stahl...und der enthält meistens Eisen...ganz egal ob
Kugellager, Kegelrollen oder sonstige Wälzlagerbauformen, keramische sind
mir bislang nicht untergekommen. Theoretisch könnte man ganz auf Eisen
verzichten, aber dann wäre das Lager schnell teurer als der Motor.
Edelstahlsorten kommen auch vor, sind aber meist nicht wirklich rostsicher,
an Rost denkt der Lagerbauer wohl eher selten.
Zum "gut gefettet" gibts auch noch zu sagen, daß ein Motor nach einiger Zeit
etwaigen Fettüberschuß aus dem Lager rausdrückt, beim Walken der Fettfüllung
wirds warm und flüssig, es entstehen Gasblasen, deren Ausdehnung weiteres
Fett verdrängt...und dieses kann im Motor auch sehr unangenehm wirken. Nach
einigen Laufzeiten ist das Lager nurnoch zum Drittel gefüllt, und beim
Tauchen dringt ziemlich sicher Wasser ein, schon wegen der Unterdruckbildung
bei kaltem Tauchwasser. Solche Wassereinschlüsse werden dann im Fett
verschlossen und verteilt (Majonäse) und dann beginnt der Rost. Der erste
Rost wird meist einfach plattgerollt beim Anlauf, aber die Partikel sind
hart und bleiben im Fett, erodieren die Laufflächen, irgendwann steigt das
Lagerspiel auf hörbare Werte, nur wegen sonem bißchen Wasser. Aus ganz
ähnlichem Grunde ist der TÜV sehr dahinterher, poröse oder gar gerissene
Achsmanschetten aus dem Verkehr zu ziehen, die schützen ja auch die
Gelenkwellen und Radlager...beim Auto kann die Welle blockieren, etwa bei
maximalem Lenkeinschlag in einer Kurve eine sehr interessante Erfahrung,
aber ein gut versteckter Motor könnte unbemerkt sein Lager heizen, bis die
Wärmeausdehnung zum Klemmen und Schleifen führt, und dann ist die
Feuersgefahr schon zu sehen, jedenfalls sieht man den Rauch.

--
mfg,
gUnther

Harald Wilhelms

unread,
Jun 1, 2008, 4:27:45 AM6/1/08
to
On 1 Jun., 02:59, gUnther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote:
> "Harald Wilhelms" <newsgr...@ich.ms> schrieb im Newsbeitragnews:65f8396b-f1bc-40c4...@x35g2000hsb.googlegroups.com...

> On 23 Mai, 23:38, gUnther nanonüm <g-...@gmx.de> wrote:
>
> >> Und denk an die Lager! Lagermetall ist oft alles andere als
> >> nichtrostend
>
> >Lagermetall ist mit grosser Sicherheit "nichtrostend",
> >da Rost nur bei Eisen auftreten kann, und Eisen selten
> >als Lagermetall verwendet wird.
>
> Hi,
> ah, erwischt! Ein E-Techniker....hast wohl noch nie die Radlager Deines PKW
> gesehen? Das ist alles Stahl...und der enthält meistens Eisen...ganz egal ob
> Kugellager, Kegelrollen oder sonstige Wälzlagerbauformen, keramische sind
> mir bislang nicht untergekommen.

Ich habe mal Elekromechaniker gelernt,
da wird man mit beiden Seiten konfrontiert.
:-)
Natürlich ist es richtig, das auch Wälzlager
überwiegend aus Metall gebaut werden, aber
den Begriff "Lagermetall" habe ich eigentlich
immer nur im Zusammenhang mit Gleitlagern
gehört, meist in Form von speziellen Bronze-
legierungen, heute meist gesintert.
Gruss
Harald

Uwe Hercksen

unread,
Jun 2, 2008, 9:42:14 AM6/2/08
to

Hans-Christian Grosz schrieb:

> Der Hobby-Inlineskater reinigt seine Kugellager bekanntlich selbst,
> d.h. öffnen, Fett und Schmutz rauswaschen, laaaaange Zeit mit dem Fön
> händisch trocknen, Fett rein und schliessen.
>
> Nun, einmal war zuwenig Zeit fürs gründliche Trocknen, und sie wirkten
> optisch bereits trocken - bis auf die unsichtbaren Spalten. 8h später
> wurden sie dann weggeworfen, sie liesen sich teilweise nur mehr mit
> gröbster Gewalt drehen...

Hallo,

und wenn man zum Waschen nicht Wasser und Seife nimmt sondern ein
passendes organisches Lösungsmittel das wasserfrei Fett löst, dann
sollte das Lager auch ohne so grünndliches Trocknen nicht rosten.

Bye

Fritz Schoerghuber

unread,
Jun 2, 2008, 5:29:29 PM6/2/08
to

Vielleicht das:

http://www.kluthe.de/Kaltentfettungs-_und_Kaltreinigungsmittel/33,57,20,0,0,0,1.html

Wird bei der Aufzugswartung verwendet. Die Seile
duerfen nicht rosten, wenn sie gereinigt und dann
neu eingefettet werden. BTDT.

--
have a nice day | Dummheit ist ansteckend,
| Verstand wächst sich kaum
fritz | zur Epidemie aus.
schoerghuber | (Kazimierz Bartoszewicz)

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