Glüh-Watt vers. LED-Watt?

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Wendelin Uez

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Dec 3, 2022, 11:58:18 AM12/3/22
to
Ich will meinen 150-Watt-Baustrahler (älteres Gerät mit irgendeiner
länglicher Glühbirne, noch kein LED) durch einen LED-Strahler ersetzen und
sehe, daß es da Geräte von ca. 40...200 Watt auf dem Markt gibt.

Nun war mein 150-Watt-Strahler schon gleißend hell, wieviel Watt bei LED
würde das etwa entsprechen?

Gibt es da einen Umrechnungsfaktor? Ich weiß nur, daß LED-Lampen drastisch
geringere Wattzahlen haben als Glühlampen, deshalb wundern mich dreistellige
Wattzahlen bei LED-Strahlern.

Axel Berger

unread,
Dec 3, 2022, 12:11:12 PM12/3/22
to
Wendelin Uez wrote:
> deshalb wundern mich dreistellige
> Wattzahlen bei LED-Strahlern.

Neben der Wattzahl solltest Du auch einen Blick auf die Voltzahl, die
Lumenzahl und die Kelvinzahl werfen. Die Amperezahl dürfte bei der
Anwendung unkritisch sein.

Völlig irrelevant ist dagegen die elektrische Leistungsaufnahme.


--
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Alfred Gemsa

unread,
Dec 3, 2022, 1:05:03 PM12/3/22
to
Am 03.12.2022 um 17:58 schrieb Wendelin Uez:

> Nun war mein 150-Watt-Strahler schon gleißend hell, wieviel Watt bei LED
> würde das etwa entsprechen?

Gucks du hier:

https://www.ledmarkt24.de/Wie-hell-sind-LED-Lampen

Wie genau das ist, weiß ich nicht, aber über den Daumen dürfte es stimmen.

Alfred

Wolfgang Martens

unread,
Dec 3, 2022, 1:13:06 PM12/3/22
to
Am Sa.,03.12.22 um 16:58 schrieb Wendelin Uez:
Der einfache, nicht Infrarot reflektierend beschichtete R7S 150W
Halogenstab hatte so 2200 Lumen bei 2800-2900K.

Gute LED haben 100 Lumen/W.
Man muss aber auch den unterschiedlichen Abstrahlwinkel,
Farbtemperatur, Farbwiedergabefaktor und Dimmbarkeit beachten.

Kay Martinen

unread,
Dec 3, 2022, 3:20:01 PM12/3/22
to
Am 03.12.22 um 19:13 schrieb Wolfgang Martens:
> Am Sa.,03.12.22 um 16:58 schrieb Wendelin Uez:
>> Ich will meinen 150-Watt-Baustrahler (älteres Gerät mit irgendeiner
>> länglicher Glühbirne, noch kein LED) durch einen LED-Strahler
>> ersetzen und sehe, daß es da Geräte von ca. 40...200 Watt auf dem
>> Markt gibt.
>>
>> Nun war mein 150-Watt-Strahler schon gleißend hell, wieviel Watt
>> bei LED würde das etwa entsprechen?
>>
>> Gibt es da einen Umrechnungsfaktor?

> Der einfache, nicht Infrarot reflektierend beschichtete R7S 150W
> Halogenstab hatte so 2200 Lumen bei 2800-2900K.
>
> Gute LED haben 100 Lumen/W.

Das wäre ein Faktor 22.

> Man muss aber auch den unterschiedlichen Abstrahlwinkel,
> Farbtemperatur, Farbwiedergabefaktor und Dimmbarkeit beachten.

Dimmbarkeit ist bei einem Baustrahler nicht wirklich ein Relevanter
Faktor, eher ein nice2have mitnahme effekt wenn es denn eingebaut wäre.
Ansonsten dreht man den einfach ein wenig. Wobei der Abstrahlwinkel,
also die Breite/Höhe des Lichtkegels noch relevant ist.

Nach deinem Faktor müsste eine "Gute" 6,8 Watt LED Leuchte ebenso viel
Lumen liefern wie ein 150 W Halogenstab. Das wäre die Antwort für den OP.

Und jetzt können wir drüber reden mit welcher Farbtemperatur es diese
Leuchtmittel gibt und wie das die Farbwahrnehmung verändern könnte. :-)

150 Watt Halo habe ich von Früher aber eher als Trübe Talglichter in
Erinnerung und das war bei 250-500 Watt kaum besser. Verglichen mit
einem 1-2 kW Strahler den wir früher auf dem Bau sonst verwendet hatten. ;)

Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Marcel Mueller

unread,
Dec 3, 2022, 4:46:45 PM12/3/22
to
Am 03.12.22 um 17:58 schrieb Wendelin Uez:
> Ich will meinen 150-Watt-Baustrahler (älteres Gerät mit irgendeiner
> länglicher Glühbirne, noch kein LED) durch einen LED-Strahler ersetzen
> und sehe, daß es da Geräte von ca. 40...200 Watt auf dem Markt gibt.
>
> Nun war mein 150-Watt-Strahler schon gleißend hell, wieviel Watt bei LED
> würde das etwa entsprechen?

Watt ist keine Helligkeit.
Den Lichtstrom misst man in Lumen.

Als Ersatz für einen 150W R7s Halogenstab brauchst du einen
LED-Strahler, der mehr als 2000 lm macht. Das sind so grob 30W.
Genaueres kommt aber auf das jeweilige Modell an. Die Wirkungsgrade
unterscheiden sich.

> Gibt es da einen Umrechnungsfaktor?

Ja, der den der Marketingfuzzi sich gerade ausgedacht hat.

Üblicherweise wird mit dem schlechtetsmöglichen Glühobst verglichen,
damit die Zahlen schön groß werden, egal ob man solche Glühlampen die
letzten 30 Jahre überhaupt noch kaufen konnte.

> Ich weiß nur, daß LED-Lampen
> drastisch geringere Wattzahlen haben als Glühlampen, deshalb wundern
> mich dreistellige Wattzahlen bei LED-Strahlern.

Naja, Halogenstrahler gibt es auch mit 1kW. Und die machen ordentlich
Licht. Aber oft geht es nur um viel hilft viel.

In der Sache sollte man wissen, dass LEDs nicht andeutungsweise so viel
Hitze vertragen, wie Glühobst. Kurzum, ohne Lüfter geht in der Klasse
>50W nichts bzw. keine sinnvolle Lebenserwartung.


Marcel

onlinefloh

unread,
Dec 3, 2022, 5:00:37 PM12/3/22
to
On 03.12.22 21:14, Kay Martinen wrote:
> Am 03.12.22 um 19:13 schrieb Wolfgang Martens:
>> Am Sa.,03.12.22 um 16:58 schrieb Wendelin Uez:
>>> Ich will meinen 150-Watt-Baustrahler (älteres Gerät mit irgendeiner
>>>   länglicher Glühbirne, noch kein LED) durch einen LED-Strahler
>>> ersetzen und sehe, daß es da Geräte von ca. 40...200 Watt auf dem
>>> Markt gibt.
>>>
>>> Nun war mein 150-Watt-Strahler schon gleißend hell, wieviel Watt
>>> bei LED würde das etwa entsprechen?
>>>
>>> Gibt es da einen Umrechnungsfaktor?
>
>> Der einfache, nicht Infrarot reflektierend beschichtete R7S 150W
>> Halogenstab hatte so 2200 Lumen bei 2800-2900K.
>>
>> Gute LED haben 100 Lumen/W.
>
> Das wäre ein Faktor 22.
>
Knapp daneben, nicht Lumen und Lumen/W durcheinanderwürfeln.
R7S: 2200 Lumen / 150W = 15 Lumen/W
LED: etwa 100 Lumen/W
also "nur" etwa Faktor 6... ;-)

Gruß,
Florian

Martin Τrautmann

unread,
Dec 4, 2022, 3:49:50 AM12/4/22
to
Häh?

Ein 150-W-Baustrahler mit 2200 Lumen hat 2200 Lumen.
Wenn gute LED 100 Lumen/W haben, dann braucht man eine LED mit min.
22 W, um ebenso auf 2200 Lumen zu kommen.

Faktoren kannst du in der Pfeife rauchen.

Allerdings schwebt eine so heiße Halogenröhre mit R7s-Fassung aus gutem
Grund mitten in der Luft, weil sie verdammt heiß wird. Eine LED an der
Stelle, mit R7s-Anschlüssen, würde überhitzen und im Wirkungsgrad
verlieren. Also Finger weg von solchen Ersatzkonstruktionen.

Selbstverständlich nimmt man entsprechend konstruierte LED-Strahler,
deren Gehäuse geeignet die Abwärme weg führen kann

Beispiel:
<https://www.aldi-sued.de/de/p.workzone-akku-led-arbeitsstrahler.490000000000818479.html>
20 W, max. 2.000 lm
6.600-mAh

Was helfen mir die mAh-Angaben, ohne Spannungsangabe? Nehmen wir aber
mal 2x3,7 = 7,4 V an, dann sind das max. 48,84 Wh - bei 20 W also max.
2,44 Betriebsstunden - tendentiell mit Vorschaltelektronik und sonstigen
Wirkungsgradverlusten also max. zwei Betriebsstunden, mit Akku

Aufladung erfolgt wohl über ein Micro-USB-Kabel. Gehen wir hier von 500
mA Ladestrom aus, dann braucht man 13,2 Stunden zur Aufladung.

Offensichtlich ist das Teil als *Bau*-Strahler unbrauchbar, wenn man von
10 Arbeitsstunden/Tag ausgeht. Da braucht man entweder ein
netzgebundenes Gerät, mit 230-Volt-Anschluss, oder Strahler mit
Werkzeug-Akku-Anschluss, z.B. für Metabo- oder Makita-Akkus.

Merke: Helligkeit ist gut, aber nicht alles.

onlinefloh

unread,
Dec 4, 2022, 5:30:38 AM12/4/22
to
On 04.12.22 09:49, Martin Τrautmann wrote:
> On Sat, 3 Dec 2022 22:42:37 +0100, onlinefloh wrote:
>> On 03.12.22 21:14, Kay Martinen wrote:
>>> Am 03.12.22 um 19:13 schrieb Wolfgang Martens:
>>>> Am Sa.,03.12.22 um 16:58 schrieb Wendelin Uez:
>>>>> Ich will meinen 150-Watt-Baustrahler (älteres Gerät mit irgendeiner
>>>>>   länglicher Glühbirne, noch kein LED) durch einen LED-Strahler
>>>>> ersetzen und sehe, daß es da Geräte von ca. 40...200 Watt auf dem
>>>>> Markt gibt.
>>>>>
>>>>> Nun war mein 150-Watt-Strahler schon gleißend hell, wieviel Watt
>>>>> bei LED würde das etwa entsprechen?
>>>>>
>>>>> Gibt es da einen Umrechnungsfaktor?
>>>
>>>> Der einfache, nicht Infrarot reflektierend beschichtete R7S 150W
>>>> Halogenstab hatte so 2200 Lumen bei 2800-2900K.
>>>>
>>>> Gute LED haben 100 Lumen/W.
>>>
>>> Das wäre ein Faktor 22.
>>>
>> Knapp daneben, nicht Lumen und Lumen/W durcheinanderwürfeln.
>> R7S: 2200 Lumen / 150W = 15 Lumen/W
>> LED: etwa 100 Lumen/W
>> also "nur" etwa Faktor 6... ;-)
>
> Häh?
>
> Ein 150-W-Baustrahler mit 2200 Lumen hat 2200 Lumen.
> Wenn gute LED 100 Lumen/W haben, dann braucht man eine LED mit min.
> 22 W, um ebenso auf 2200 Lumen zu kommen.
>
Richtig. Und da die Frage des OP war, welche el. Leistung ein
LED-Leuchtmittel mitbringen müsste, um dieselbe Helligkeit zu erreichen
- unter der Annahme, daß die genannten 100 lm/W für das fragliche
LED-Leuchtmittel eine zutreffende Angabe sind - ist die maßgebliche
Rechnung das Verhältnis von 150W zu 22W. Ob etwas anderes gemeint war,
kann ich grad nicht sagen, meine Glaskugel ist derzeit zum polieren...

> Faktoren kannst du in der Pfeife rauchen.
>
Man kann es auch sein lassen... ;-)

Darüber hinaus hat Wendelin auch noch erwähnt, daß er den vorhandenen
Baustrahler schon als gleißend hell empfindet. Daher könnte es sein, daß
ihm auch weniger als 22W reichen. Insbesondere wenn er einen
LED-Strahler mit höherer Farbtemperatur wählt, denn die Konversion im
Phosphor von blauem LED-Licht zu mehr oder weniger
spektralkontinuierlichem Weißlicht geht auf Kosten der Effizienz. Daß
Dir das bekannt ist, glaube ich ohne weiteres, halte es aber für
möglich, daß Wendelin das nicht unbedingt bewusst ist, daher sei das
hier nochmal der Deutlichkeit halber erwähnt.

Gruß,
Florian

Axel Berger

unread,
Dec 4, 2022, 5:48:40 AM12/4/22
to
onlinefloh wrote:
> Insbesondere wenn er einen
> LED-Strahler mit höherer Farbtemperatur wählt,

Vorsicht, das kann in die Hose gehen. Da spielen Physiologie und
Psychlogie mit rein. Bei Rotlicht sind wir daran gewöhnt, es schon recht
funzelig aus ausreichend hinzunehmen. Weißes Licht erwarten wir hell und
schwaches Weißlicht ist subjektiv sehr störend.

Daneben habe ich gelernt, von "warmem" LED-Licht eine bessere
Farbwidergabe erwarten zu können. Die weißen LED schwächeln da wohl oft
noch sehr. Ich denke, es hat einen Grund, daß gerade bei LED die
Farbwidergabe oft nicht auf der Packung steht.

Rolf Bombach

unread,
Dec 6, 2022, 6:27:19 PM12/6/22
to
Axel Berger schrieb:
> onlinefloh wrote:
>> Insbesondere wenn er einen
>> LED-Strahler mit höherer Farbtemperatur wählt,
>
> Vorsicht, das kann in die Hose gehen. Da spielen Physiologie und
> Psychlogie mit rein. Bei Rotlicht sind wir daran gewöhnt, es schon recht
> funzelig aus ausreichend hinzunehmen. Weißes Licht erwarten wir hell und
> schwaches Weißlicht ist subjektiv sehr störend.

Trotzdem kommt einem das Weisslicht "heller" vor, auch störender.

> Daneben habe ich gelernt, von "warmem" LED-Licht eine bessere
> Farbwidergabe erwarten zu können. Die weißen LED schwächeln da wohl oft
> noch sehr. Ich denke, es hat einen Grund, daß gerade bei LED die
> Farbwidergabe oft nicht auf der Packung steht.

Vor der Farbwidergabe kommt in diesem Fall die Farbtemperatur.

Und das ist dann etwas merkwürdig:

Klar, wenn ich mit dem 50 W 3000 K Strahler Osram/Ledvance Endura Flood
an die Decke leuchte, dann wird's schon hell im Zimmer ;-),

Wenn ich daneben mit einem LED-Akku-Baustrahler 20 W ähnlich dem
genannten hinleuchte, sieht das etwa gleich hell aus.
Messtechnisch kann ich nichts genaues sagen, aber ungefähr:
Wenn ich die Zimmerdecke als Ulbrichtkugel missbrauche,
dann messe ich in einigem Abstand beim 50 W Strahler 160 lux
und beim 20 W noch 80 Lux. Das kommt dann schon eher hin.

Also so etwa das, was du beobachtet hast: Weiss sieht heller
aus als es ist :-]

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Dec 16, 2022, 5:34:54 PM12/16/22
to
Wendelin Uez schrieb:
Was genau willst du? Gleissend hell könnte meinen, dass der Output
vom 150 W Halogenstrahler schon zu viel ist. Wenn man weniger
Licht haben will, wäre Dimmen das dümmste; im Wesentlichen
wird das Glühlicht durch Reduktion des Wirkungsgrads reduziert.

Ich hab spasseshalber so einen 150 W Stab durch eine Maiskolben-
LED-Lampe ersetzt: 7 W, 2700 K, 600 lm, 24 LED, 78 mm, MüllerLicht/
Lightway aus der Wühlkiste. Das ist dann aber massiv dunkler,
geschätzt 1/10 so viel Licht. Rechnerisch hätten es 1/5 sein sollen.
Aber für meine Anwendung ideal, ich brauchte nur Licht für die
Tastatur plus etwas Umfeld im Lab.

Halogen höherer Wattage hat auch bei 230 V einen recht guten Wirkungs-
grad im Vergleich zu normalem Glühobst, daher würde ich nur einen
Faktor 4 oder maximal 5 bei der Umrechnung verwenden.

--
mfg Rolf Bombach

Axel Berger

unread,
Dec 17, 2022, 5:46:28 AM12/17/22
to
Rolf Bombach wrote:
> Wattage

Das sind die Zeiten im Jahr, an denen das Wasser auf der Straße bis
Kniehöhe steht, richtig?

Martin Kobil

unread,
Dec 19, 2022, 6:20:26 AM12/19/22
to
Martin Τrautmann schrieb am Sonntag, 4. Dezember 2022 um 09:49:50 UTC+1:
>
> Selbstverständlich nimmt man entsprechend konstruierte LED-Strahler,
> deren Gehäuse geeignet die Abwärme weg führen kann
>
> Beispiel:
> <https://www.aldi-sued.de/de/p.workzone-akku-led-arbeitsstrahler.490000000000818479.html>

Nicht austauschbare Leuchtmittel sind bei mir ein NoGo.

Manuel Reimer

unread,
Dec 19, 2022, 9:01:06 AM12/19/22
to
On 19.12.22 12:20, Martin Kobil wrote:
> Nicht austauschbare Leuchtmittel sind bei mir ein NoGo.

"Nicht austauschbar" ist immer Definitionssache.

Oft wird da auch gespart und Module "von der Stange" genutzt. Weiß man
aber erst wenn man das Teil zur gegebenen Zeit mal zerlegt. Bei der
Akku-Lampe meines Onkels ist da einfach ein LED-Modul mit Vorwiderstand
direkt am 2s LiIon Akku. Selbst wenn man dann das exakt gleiche Modul
nicht mehr bekommt, dann vielleicht ein ähnliches das man dann zusammen
mit dem Vorwiderstand tauscht.

Gruß

Manuel

Axel Berger

unread,
Dec 19, 2022, 9:22:15 AM12/19/22
to
Martin Kobil wrote:
> Nicht austauschbare Leuchtmittel sind bei mir ein NoGo.

Nicht austauschbar gibt es nicht. Nicht einfach austuschbar ist dann
relvant, wenn es sich erwartbar um den Bestandteil mit der kürzesten
Lebensdauer handelt. Wenn das eigentliche Leuchtmittel in der Regel
genauso lange oder sogar länger hält als andere Komponenten, dann
braucht es auch nicht mehr wesentlich einfacher tauschbar zu sein als
diese.

Rolf Bombach

unread,
Dec 20, 2022, 12:43:27 PM12/20/22
to
Axel Berger schrieb:
> Rolf Bombach wrote:
>> Wattage
>
> Das sind die Zeiten im Jahr, an denen das Wasser auf der Straße bis
> Kniehöhe steht, richtig?

Die Bezeichnung ist amtlich, da sie von Osram kommt. Ich verwende
sie gern und viel, allein schon um Physiker etc. zu ärgern.
Es funktioniert immer.

--
mfg Rolf Bombach

Axel Berger

unread,
Dec 20, 2022, 2:38:38 PM12/20/22
to
Rolf Bombach wrote:
> allein schon um Physiker etc. zu ärgern.
> Es funktioniert immer.

Wenn es sich um einen anerkannten Korinthenkacker handelt, dann reicht
auch schon ein einfacher Maschinenbauer. Treffer, versenkt.

Arno Welzel

unread,
Dec 22, 2022, 6:22:58 PM12/22/22
to
Rolf Bombach, 2022-12-20 18:43:

> Axel Berger schrieb:
>> Rolf Bombach wrote:
>>> Wattage
>>
>> Das sind die Zeiten im Jahr, an denen das Wasser auf der Straße bis
>> Kniehöhe steht, richtig?
>
> Die Bezeichnung ist amtlich, da sie von Osram kommt. Ich verwende
[...]

Nein, das ist einfach nur das englischsprachige Wort für "Leistung":

<https://dict.leo.org/englisch-deutsch/wattage>

--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Axel Berger

unread,
Dec 23, 2022, 5:27:02 AM12/23/22
to
Arno Welzel wrote:
> Nein, das ist einfach nur das englischsprachige Wort für "Leistung":

Nicht ganz. In keinem Physikbuch wirst Du etwas anderes finden als
power. Allerdings sind die Angelsachsen beiderseits des Teiches extrem
schlampig was Maßeinheiten angeht. Milli- oder Mega-, Groß- oder
Kleinschreibung sind völlig egal, geschrieben wird, wie's gerade kommt.
Anstelle von SI oder bewährten Schreibweisen (a für Jahr) wird -- in der
wissenschaftlichen Fachliteratur mit peer review!) irgendein
Privatkürzel gewählt (mya für Megayears ago statt Ma bp). "Wattage" ist
genauso ein schlampiger Verkäuferjargon wie "Wattzahl", nur stört es
dort noch weniger Leser als hier.

Arno Welzel

unread,
Dec 23, 2022, 5:48:19 AM12/23/22
to
Axel Berger, 2022-12-23 11:28:

> Arno Welzel wrote:
>> Nein, das ist einfach nur das englischsprachige Wort für "Leistung":
>
> Nicht ganz. In keinem Physikbuch wirst Du etwas anderes finden als
> power. Allerdings sind die Angelsachsen beiderseits des Teiches extrem
> schlampig was Maßeinheiten angeht. Milli- oder Mega-, Groß- oder
[...]

Was nichts daran ändert, dass "wattage" ein Englisches Wort ist und kein
frei erfundener Begriff.

Axel Berger

unread,
Dec 23, 2022, 7:29:11 AM12/23/22
to
Arno Welzel wrote:
> und kein frei erfundener Begriff.

Hat ja auch keiner behauptet. Wobei die direkte Übernahme aus dem
Englischen, möglicherweise mit leichtem Anpassen der Endung als
"Übersetzung", immer wieder zu Seltsamkeiten führt wie "actually" und
"eventually" -- die Deutsche Bahn macht diesen Fehler in ihrer
englischen Oberfläche gern andersherum.

Arno Welzel

unread,
Dec 23, 2022, 10:33:13 AM12/23/22
to
Axel Berger, 2022-12-23 13:30:

> Arno Welzel wrote:
>> und kein frei erfundener Begriff.
>
> Hat ja auch keiner behauptet. Wobei die direkte Übernahme aus dem
> Englischen, möglicherweise mit leichtem Anpassen der Endung als
> "Übersetzung", immer wieder zu Seltsamkeiten führt wie "actually" und
> "eventually" -- die Deutsche Bahn macht diesen Fehler in ihrer
> englischen Oberfläche gern andersherum.

Welcher Fehler? "actually" benutzen, wo eigentlich "eventually" sein sollte?

Axel Berger

unread,
Dec 23, 2022, 4:06:11 PM12/23/22
to
Arno Welzel wrote:
> Welcher Fehler? "actually" benutzen, wo eigentlich "eventually" sein sollte?

Der Fehler, den ich explizit beschrieben hatte (im Original mit
Umlauten):
> > die direkte Ãœbernahme aus dem
> > Englischen, möglicherweise mit leichtem Anpassen der Endung als
> > "Ãœbersetzung",

"Actually, actual" heißt *nicht* "aktuell, dezeit" und "eventually"
heißt *nicht* "eventuell, möglicherweise". Genau so wird's aber immer
wieder "übersetzt, in beide Richtungen.

Arno Welzel

unread,
Dec 24, 2022, 1:18:32 AM12/24/22
to
Axel Berger, 2022-12-23 22:07:

> Arno Welzel wrote:
>> Welcher Fehler? "actually" benutzen, wo eigentlich "eventually" sein sollte?
>
> Der Fehler, den ich explizit beschrieben hatte (im Original mit
> Umlauten):
>>> die direkte Ãœbernahme aus dem
>>> Englischen, möglicherweise mit leichtem Anpassen der Endung als
>>> "Ãœbersetzung",
>
> "Actually, actual" heißt *nicht* "aktuell, dezeit" und "eventually"
> heißt *nicht* "eventuell, möglicherweise". Genau so wird's aber immer
> wieder "übersetzt, in beide Richtungen.

Ok, das würde ich dann nicht "übersetzen" nennen, sondern "pfuschen" ;-)

Hannes Kuhnert

unread,
Dec 28, 2022, 6:03:08 AM12/28/22
to
Axel Berger hat geschrieben:
> onlinefloh wrote:
>> Insbesondere wenn er einen
>> LED-Strahler mit höherer Farbtemperatur wählt,
>
> Vorsicht, das kann in die Hose gehen. Da spielen Physiologie und
> Psychlogie mit rein. Bei Rotlicht sind wir daran gewöhnt, es schon recht
> funzelig aus ausreichend hinzunehmen. Weißes Licht erwarten wir hell und
> schwaches Weißlicht ist subjektiv sehr störend.

Das typische Farbempfinden entspricht tatsächlich dem Grundmuster des
Temperaturstrahlers – je dunkler, umso gelber und je heller, umso blauer
muss das Licht sein, damit es als weiß empfunden wird. Umgekehrt kann
die Farbtemperatur zu einem Hell- oder Dunkeleindruck beitragen.

Allerdings unterscheidet sich das von Person zu Person. Für mich ist
Beleuchtung mit etwa 4000 K in einem sehr weiten Helligkeitsbereich
angenehm „aussagelos“. Sehr schwache Beleuchtung wirkt mir mit 4000 K
fahl und „unterdunkelt“, da find ich 3000 K oder 3500 K neutral. Sehr
starke Beleuchtung kann meinetwegen gegen 4500 K oder 5000 K gehen, um
weiß zu wirken. Aber im typischen Helligkeitsbereich passt 4000 K gut zu
meiner Weißwahrnehmung. Es erscheint auch tagsüber recht gut mit dem
Sonnenlicht verträglich. Mit gänzlich mit 4000 K beleuchteter Wohnung
bin ich sehr zufrieden. Die Handelsbezeichnung „neutralweiß“ trifft also
mein Empfinden. Mit den zur Heimbeleuchtung weit verbreiteten 2700 K
kann ich dagegen in keiner Helligkeit was anfangen, das ist für mich
gelblich-funzeliges schlechtes Licht. Andere nehmen das anders wahr und
können anscheinend mit „Warmweiß“ gut leben, selbst als heller
Küchen-Arbeitsbeleuchtung usw. Ich habe auch mal als anderes Extrem bei
jemandem bei einem Sofa eine Direktbeleuchtung geringer Helligkeit mit
einem kalten Weiß von vielleicht 6500 K gesehen. Keine Ahnung, ob
derjenige das als neutral empfindet, jedenfalls offensichtlich als angenehm!

> Daneben habe ich gelernt, von "warmem" LED-Licht eine bessere
> Farbwidergabe erwarten zu können. Die weißen LED schwächeln da wohl oft
> noch sehr. Ich denke, es hat einen Grund, daß gerade bei LED die
> Farbwidergabe oft nicht auf der Packung steht.

Technisch-historisch ist das plausibel. Wenn ich mich nicht irre, waren
die frühen verbreiteten weißen Leuchtdioden aufgrund des dabei
geringsten Lichtumwandlungsaufwands (vorwiegend) kaltweiß – Beispiel
‚bläuliche Taschenlampe‘ – und die frühen Leuchtstoffe brachten ein
recht unausgeglichenes Spektrum.

An heutigen Produkten lässt sich die Assoziation neutralen oder kalten
Weißes mit schlechter Farbwiedergabe aber nicht nachvollziehen. Im
Handel gibt es beispielsweise für wenig Geld neutralweiße Filamentlampen
mit einem Farbwiedergabeindex R_a ≥ 90.
--
Hannes Kuhnert
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