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Hutschienen-Drehstromzaehler mit D0-Schnittstelle?

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Marc Haber

unread,
Sep 25, 2016, 5:14:19 AM9/25/16
to
Hallo,

der neue Elektriker möchte mir gerne weismachen, es gäbe keine
Drehstromzähler für die Hutschiene mit D0-Schnittstelle. Das ist die,
wo man den Zählwerksstand alle n Sekunden seriell übermittelt bekommt,
und bei der man somit nicht wie bei der weiter verbreiteten
S0-Schnittstelle 1000 Impulse pro Kilowattstunde mitzählen muss.

Stimmt das? Wenn nein, mag mir mal jemand einen Link zu einem Laden
geben, wo man so einen Zähler in Deutschland kaufen kann?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Noebbes

unread,
Sep 25, 2016, 5:37:30 AM9/25/16
to
Am 25.09.2016 um 11:14 schrieb Marc Haber:
> Hallo,
>
> der neue Elektriker möchte mir gerne weismachen, es gäbe keine
> Drehstromzähler für die Hutschiene mit D0-Schnittstelle. Das ist die,
> wo man den Zählwerksstand alle n Sekunden seriell übermittelt bekommt,
> und bei der man somit nicht wie bei der weiter verbreiteten
> S0-Schnittstelle 1000 Impulse pro Kilowattstunde mitzählen muss.
>
> Stimmt das? Wenn nein, mag mir mal jemand einen Link zu einem Laden
> geben, wo man so einen Zähler in Deutschland kaufen kann?
>
> Grüße
> Marc
>

Ist googlen wirklich so schwer? Der Suchbegriff "Drehstromzähler
Hutschiene D0" erbrachte 2920 Ergebnisse in 0,62 Sekunden.
Beispiel:
http://www.energie-zaehler.com/drehstromzaehler/Drehstromzaehler-nach-Kommunikationsschnittstelle/D0-Schnittstelle


Noebbes

Ralph Aichinger

unread,
Sep 25, 2016, 5:42:55 AM9/25/16
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> der neue Elektriker möchte mir gerne weismachen, es gäbe keine
> Drehstromzähler für die Hutschiene mit D0-Schnittstelle. Das ist die,
> wo man den Zählwerksstand alle n Sekunden seriell übermittelt bekommt,
> und bei der man somit nicht wie bei der weiter verbreiteten
> S0-Schnittstelle 1000 Impulse pro Kilowattstunde mitzählen muss.

Ich bin mir über die Terminologie nicht so klar, aber es gibt prinzipiell
2 Typen socher Interfaces die mehr Information als der S0-Impuls liefern:

Einerseits RS485 aka "Modbus", dafür gibt es ganz sicher welche für
Hutschiene:

https://www.amazon.de/dp/B017T43DGW/
https://www.amazon.de/dp/B010MGNT1I/

Letzteres Modell habe ich bei meinem früheren Arbeitgeber in Aktion
gesehen, hat gut funktioniert, dort im Zusammenspiel mit IP Symicon,
einziges Problem war, daß unter einer gewissen Mindestlast keine Telegramme
gesendet wurden. Wobei das in real existierenden Installationen
wahrscheinlich eh kein Problem ist, beim Debugging/Software entwickeln
nervt es.

Andererseits gibt es die mit optischem Interface. Ich hab den
easymeter Q3D, aber der ist mechanisch für ein Zäherkreuz, nicht für
die Hutschiene gedacht. Den kann ich voll empfehlen, wenn der Platz
dafür mechanisch vorhanden ist (billig und problemlos bei Conrad zu
kriegen).

Eventuell kann man den Hager eHZ irgendwie auf eine Hutschiene
montieren, ich wollte mich jetzt nicht durch die sicher umfangreiche
Doku durchwühlen, und dann hat Hager auch noch einen Zähler mit
KNX-Interface für Hutschiene im Programm.

Es scheint (ich hab damals wie ich mir meinen Easymeter gekauft habe
etwas recherchiert) so zu sein, daß Hutschienenzähler eher mit
RS485 geliefert werden, und Zählerkreuz-Zähler eher mit optischem
Interface. Vermutlich ist der Grund dahinter, daß erstere für die
interne Verrechnung gedacht sind, während die letzteren fürs EVU
konstruiert werden, und man da mehr Manipulationsschutz haben will
(oder wofür sonst die galvanische Trennung per LED)?

/ralph

Ralph Aichinger

unread,
Sep 25, 2016, 5:45:33 AM9/25/16
to
Noebbes <noe...@firemail.de> wrote:
> Ist googlen wirklich so schwer? Der Suchbegriff "Drehstromzähler
> Hutschiene D0" erbrachte 2920 Ergebnisse in 0,62 Sekunden.
> Beispiel:
> http://www.energie-zaehler.com/drehstromzaehler/Drehstromzaehler-nach-Kommunikationsschnittstelle/D0-Schnittstelle

Die Beispiele die ich da sehe sind alle keine echten
Hutschienengeräte.

Wenn man einen auf dicke Hose macht, dann sollte man selbst
keine solche Bullshit-Links hinrotzen. Danke.

/ralph

Kay Martinen

unread,
Sep 25, 2016, 6:20:35 AM9/25/16
to
Am 25.09.2016 um 11:14 schrob Marc Haber:
>
> der neue Elektriker möchte mir gerne weismachen, es gäbe keine
> Drehstromzähler für die Hutschiene mit D0-Schnittstelle. Das ist die,
> wo man den Zählwerksstand alle n Sekunden seriell übermittelt bekommt,

Du meinst die Optische Schnittstelle mit IR-Lesekopf die manche Zähler
haben? Das es solche Zähler nicht für die Hutschiene geben soll kann ich
schon glauben. Dieser Anschluss ist m.E. üblich für Zählerkreuz
Montierte Geräte. Also für solche die in Hauptverteilern sitzen und
meist der EVU oder dem VNB gehören. Bei Hutschienen-Zählern ist die m.E.
bestenfalls unüblich.

> und bei der man somit nicht wie bei der weiter verbreiteten
> S0-Schnittstelle 1000 Impulse pro Kilowattstunde mitzählen muss.

Die haben aber oft zusätzlich eine S0-Schnittstelle. Welche willst du
denn benutzen? D0 kann eh wackliger sein als S0. Denn wenn dein
Abtastkopf nicht Lichtdicht aufsitzt bekommt er durch Streulicht oder
Wärmequellen evtl. nicht immer Daten.


> Stimmt das? Wenn nein, mag mir mal jemand einen Link zu einem Laden
> geben, wo man so einen Zähler in Deutschland kaufen kann?

Ich hab kürzlich bei bg-etech.de/ zwei Zähler mit MODBUS-RTU interface
gekauft. Ein passendes Interface für den USB-Port gibt es bei conrad.de
für ca. 15 EUR. Und zum auslesen kannst du mal bei
http://wiki.volkszaehler.org/ rein schauen. Da hab ich auch die Idee zu
meinen SDM530 und SDM220 (-MODBUS) her. Es gibt auch ein Auslesebundle
von 75€ für die BG+E Zähler. Da ist dann offenbar auch windows-Software
mit bei.



Kay
--
https://www.linuxcounter.net/cert/224140.png

Ralph Aichinger

unread,
Sep 25, 2016, 6:29:38 AM9/25/16
to
Kay Martinen <k...@martinen.de> wrote:
> Die haben aber oft zusätzlich eine S0-Schnittstelle. Welche willst du
> denn benutzen? D0 kann eh wackliger sein als S0. Denn wenn dein
> Abtastkopf nicht Lichtdicht aufsitzt bekommt er durch Streulicht oder
> Wärmequellen evtl. nicht immer Daten.

Naja, Streulicht ist in der Praxis kein echtes Problem. Einerseits ist der
Zähler meistens in einem Verteilerschrank mit Tür, andererseits ist im Notfall
ein dunkles Mikrofasertuch oder was ähnliches schnell befestigt.

Man muß halt beim Ausrichten ein bißchen probieren, daß die LED nicht
danebenleuchtet. Das kostet mich immer ein paar Versuche wenn ich sie
abnehme (hält magnetisch an einer angeklebten großen Beilagscheibe).
Paßt es aber erst mal, dann geht es dauerhalft problemlos.

Ceteris paribus würde ich aber auch Modbus bevorzugen, die Interfaces
sind einfach billiger.

/ralph

Marc Haber

unread,
Sep 26, 2016, 8:41:08 AM9/26/16
to
Noebbes <noe...@firemail.de> wrote:
>Ist googlen wirklich so schwer? Der Suchbegriff "Drehstromzähler
>Hutschiene D0" erbrachte 2920 Ergebnisse in 0,62 Sekunden.
>Beispiel:
>http://www.energie-zaehler.com/drehstromzaehler/Drehstromzaehler-nach-Kommunikationsschnittstelle/D0-Schnittstelle

Hast Du dir das Ergebnis dieser Suche mal länger als zwei Sekunden
angeguckt?

Ich hab das getan, und danach meinen Artikel hier geschrieben.

Marc Haber

unread,
Sep 26, 2016, 8:41:08 AM9/26/16
to
Kay Martinen <k...@martinen.de> wrote:
>Am 25.09.2016 um 11:14 schrob Marc Haber:
>> der neue Elektriker möchte mir gerne weismachen, es gäbe keine
>> Drehstromzähler für die Hutschiene mit D0-Schnittstelle. Das ist die,
>> wo man den Zählwerksstand alle n Sekunden seriell übermittelt bekommt,
>
>Du meinst die Optische Schnittstelle mit IR-Lesekopf die manche Zähler
>haben?

Genau. Dafür hab ich nämlich schon die Infrastruktur. IR-Lesekopf
drauf, USB-Anschluß und fertig. S0 müsste ich erstmal bauen.

>> und bei der man somit nicht wie bei der weiter verbreiteten
>> S0-Schnittstelle 1000 Impulse pro Kilowattstunde mitzählen muss.
>
>Die haben aber oft zusätzlich eine S0-Schnittstelle. Welche willst du
>denn benutzen? D0 kann eh wackliger sein als S0. Denn wenn dein
>Abtastkopf nicht Lichtdicht aufsitzt bekommt er durch Streulicht oder
>Wärmequellen evtl. nicht immer Daten.

Ich möchte D0 benutzen. Da geht mir wenigstens keine Informaition
verloren wenn der Empfänger grad mal gestört ist. S0 müsste ich jedes
Mal wieder synchonisieren.

>> Stimmt das? Wenn nein, mag mir mal jemand einen Link zu einem Laden
>> geben, wo man so einen Zähler in Deutschland kaufen kann?
>
>Ich hab kürzlich bei bg-etech.de/ zwei Zähler mit MODBUS-RTU interface
>gekauft. Ein passendes Interface für den USB-Port gibt es bei conrad.de
>für ca. 15 EUR. Und zum auslesen kannst du mal bei
>http://wiki.volkszaehler.org/ rein schauen. Da hab ich auch die Idee zu
>meinen SDM530 und SDM220 (-MODBUS) her.

Wie sieht ein Modbus-Interface für den ablesenden Rechner aus? Bei
meinen per D0 angebundenen EHZ sieht der ablesende Rechner den
Lesekopf als eine serielle Schnittstelle, über die alle paar Sekunden
der Zählerstand kommt.

Marc Haber

unread,
Sep 26, 2016, 8:41:08 AM9/26/16
to
Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> wrote:
>Einerseits RS485 aka "Modbus", dafür gibt es ganz sicher welche für
>Hutschiene:
>
>https://www.amazon.de/dp/B017T43DGW/
>https://www.amazon.de/dp/B010MGNT1I/
>
>Letzteres Modell habe ich bei meinem früheren Arbeitgeber in Aktion
>gesehen, hat gut funktioniert, dort im Zusammenspiel mit IP Symicon,
>einziges Problem war, daß unter einer gewissen Mindestlast keine Telegramme
>gesendet wurden. Wobei das in real existierenden Installationen
>wahrscheinlich eh kein Problem ist, beim Debugging/Software entwickeln
>nervt es.

Wie hoch ist denn diese Mindestlast? 50-60 Watt? Oder mehr?

>Andererseits gibt es die mit optischem Interface. Ich hab den
>easymeter Q3D, aber der ist mechanisch für ein Zäherkreuz, nicht für
>die Hutschiene gedacht. Den kann ich voll empfehlen, wenn der Platz
>dafür mechanisch vorhanden ist (billig und problemlos bei Conrad zu
>kriegen).

Das passt dann halt nicht in die Freifelder der Aufsatzblenden. Sieht
häßlich aus, da rümpft jeder die Nase der sich das mal anguckt.

Ralph Aichinger

unread,
Sep 26, 2016, 8:54:15 AM9/26/16
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> Wie hoch ist denn diese Mindestlast? 50-60 Watt? Oder mehr?

Ich weiß es leider nicht, hat ein Kollege damals gemacht (am
Nebenschreibtisch), aber ich vermute daß sie sehr klein war,
vermutlich in der Größenordnung des Anlaufstroms. Aber ohne
diese Mindestlast hat er eben "tot gespielt".

Mein Kollege hat zum Testen einen Fön verwendet, ich weiß
nicht ob er die Grenze ab der der Zähler einschaltet ausgelotet
hat. Jedenfalls hat er, wie er das mit der Mindestlast rausgefunden
gehabt hat heftig losgeflucht, ich möchte nicht wissen wieviele
Softwareentwickler-Mannstunden da verrechnet wurden ;)

Wobei ich nicht glaube, daß das in real existierenden Installationen
ein Problem ist, außer man nimmt einen Zähler pro Stromkreis/Endgerät.

> Das passt dann halt nicht in die Freifelder der Aufsatzblenden. Sieht
> häßlich aus, da rümpft jeder die Nase der sich das mal anguckt.

Ich hab meinen Q3D nur genommen weil es mir umgekehrt gegangen ist:
Zählerplatz mit "Kreuz" war frei, Hutschiene ist eher schon eng.
Wenn du selbst dich für Modbus/RS485 entscheiden kannst (statt D0,
das für den Nutzer kaum Vorteile bringt), dann würde ich eher
dort Kompromisse machen und Modbus nehmen. Es schenkt sich nicht
viel, letztendlich kommen da wie dort die Daten seriell rein, und
Software wie Volkszähler/vzlogger kann beides gleich gut.

Bei optisch/D0 ist sogar der Adapter ein bißchen teurer.

/ralph

Ralph Aichinger

unread,
Sep 26, 2016, 9:01:39 AM9/26/16
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> Genau. Dafür hab ich nämlich schon die Infrastruktur. IR-Lesekopf
> drauf, USB-Anschluß und fertig. S0 müsste ich erstmal bauen.

Außerdem haben S0-Zähler einen fürchterliche zeitliche Auflösung,
wenn man sich das mal überschlagsmäßig durchrechnet. D0 Liefert jede
Sekunde (oder jede zweite?), jedenfalls ausreichend schnell, auch wenn
sich mal nix tut.

> Wie sieht ein Modbus-Interface für den ablesenden Rechner aus?

Im prinzip eine serielle Schnittstelle. Gibts von Digitus und wie
die alle heißen für 20-30 Euro, oder als Raspi-Aufsatzboard, oder
für Arduino.

https://www.amazon.de/dp/B007VZY4CW/

Sowas in der Art hab ich rumliegen, mir fehlt aber noch der
Zähler dazu. Daher von mir keine Empfehlung, aber auch kein
Abraten.

> Bei
> meinen per D0 angebundenen EHZ sieht der ablesende Rechner den
> Lesekopf als eine serielle Schnittstelle, über die alle paar Sekunden
> der Zählerstand kommt.

Ich denke da ist Modbus nicht viel anders, nur halt eine andere "PHY"
drunter.

/ralph

Marc Haber

unread,
Sep 27, 2016, 6:35:20 AM9/27/16
to
Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> wrote:
>Wenn du selbst dich für Modbus/RS485 entscheiden kannst (statt D0,
>das für den Nutzer kaum Vorteile bringt), dann würde ich eher
>dort Kompromisse machen und Modbus nehmen. Es schenkt sich nicht
>viel, letztendlich kommen da wie dort die Daten seriell rein, und
>Software wie Volkszähler/vzlogger kann beides gleich gut.

Was sind denn die Kompromisse die ich eingehen muss wenn ich statt D0
Modbus nehme? Wo bekomme ich ein Modbus-Interface für den Rechner?

Marc Haber

unread,
Sep 27, 2016, 6:38:48 AM9/27/16
to
Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> wrote:
>https://www.amazon.de/dp/B007VZY4CW/
>
>Sowas in der Art hab ich rumliegen, mir fehlt aber noch der
>Zähler dazu. Daher von mir keine Empfehlung, aber auch kein
>Abraten.

Das ist ein Modbus-Interface für den Rechner? Das mit einer
Kupferleitung mit dem PC verbinden und alles ist fertig?

Softwareseite dann vermutlich wie hier
http://wiki.volkszaehler.org/hardware/channels/meters/power/edl-ehz/sdm630_modbus?s[]=rs485
beschrieben?

Kay Martinen

unread,
Sep 27, 2016, 11:11:56 AM9/27/16
to
Am 27.09.2016 um 12:35 schrob Marc Haber:
> Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> wrote:
>> Wenn du selbst dich für Modbus/RS485 entscheiden kannst (statt D0,
>> das für den Nutzer kaum Vorteile bringt), dann würde ich eher
>> dort Kompromisse machen und Modbus nehmen. Es schenkt sich nicht
>> viel, letztendlich kommen da wie dort die Daten seriell rein, und
>> Software wie Volkszähler/vzlogger kann beides gleich gut.
>
> Was sind denn die Kompromisse die ich eingehen muss wenn ich statt D0
> Modbus nehme? Wo bekomme ich ein Modbus-Interface für den Rechner?

Z.B. bei Conrad.de einen Digitus USB 2.0 TO SERIAL CONVERTER. RS485
Artikelnummer 1020913 kostet ca. 15 EUR +p&p

Ich hab mir grad einen Bestellt. Kompromisse sehe ich da noch nicht.
Eher den vorteil das du deutlich mehr Parameter aus dem Zähler auslesen
und speichern kannst außer nur die momentane oder kumulierte Leistung.

Dinge wie Blindleistung, Scheinleistung, Strangstrom, Spannungen
bekommst du vermutlich nicht über eine Optische Schnittstelle geliefert.
Jedenfalls meine Zähler hier; von BG+E liefern diese Werte. Man muss sie
m.E. nur abfragen und loggen.

Kay
--
https://www.linuxcounter.net/cert/224140.png

Kay Martinen

unread,
Sep 27, 2016, 3:33:29 PM9/27/16
to
Am 27.09.2016 um 12:38 schrob Marc Haber:
> Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> wrote:
>> https://www.amazon.de/dp/B007VZY4CW/
>>
>> Sowas in der Art hab ich rumliegen, mir fehlt aber noch der
>> Zähler dazu. Daher von mir keine Empfehlung, aber auch kein
>> Abraten.
>
> Das ist ein Modbus-Interface für den Rechner? Das mit einer
> Kupferleitung mit dem PC verbinden und alles ist fertig?

So ist auch mein Plan. Das ist nur die Physische RS-485 Seite.
Der rest läuft dann...
... darüber, Ja.

Genau DAS habe ich auch gelesen und darum zwei passende Zähler hier. Lt.
deren Manual sind die in den Relevanten Punkten mit dem SDM630 MODBUS
identisch. Warum sollte das auch anders sein,

Es sind halt nur zwei-richtungs-zähler (für Einspeisezwecke) aber das
sollte m.E. kein Problem sein. Der SDM630-MODBUS ist akt. eh nicht
sofort lieferbar.

Ich fand da noch eine info (beim suchen nach libmodbus in raspian) über
"The Energy Detective" TED der davon auch gebrauch machen soll.

Kennt das Programm jemand? Taugt das zum Zählen u. f. charts auch was?


Kay
--
https://www.linuxcounter.net/cert/224140.png

Marc Haber

unread,
Oct 30, 2016, 1:00:23 PM10/30/16
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>Softwareseite dann vermutlich wie hier
>http://wiki.volkszaehler.org/hardware/channels/meters/power/edl-ehz/sdm630_modbus?s[]=rs485
>beschrieben?

So, der Zähler (DZG DVH4013) ist jetzt da und scheint in meinem
Laborsetup auch zu funktionieren. Nur - hier war mein leichter
Pessimismus dann ja doch angebracht - funktioniert die Abfrage per
Modbus nicht: Connection timed out. Die Hardware angeschlossen habe
ich wie in
http://www.modbus.org/docs/Modbus_over_serial_line_V1.pdf
auf Seite 22 Abschnitt 3.2.2 angeschlossen. Die +5V und Masse habe ich
aus einem freien USB-Port des Computers gezogen; als RS485 Interface
dient der MENGS USB-485 USB zu RS485 Konverter
https://www.amazon.de/gp/product/B01EFMBBEM/ref=oh_aui_detailpage_o05_s01?ie=UTF8&psc=1

Schwierigkeit hierbei ist, dass auf dem Zähler die zwei RS485-Adern
mit B und A beschriftet sind; auf dem Adapter ist B mit D- und A mit
D+ ergänzt. Dummerweise ist im Schaltplan nur von D0 und D1 die Rede.
Wie herum gehört es? Kann ich hier gefahrlos einfach tauschen, oder
laufe ich damit Gefahr, Hardware zu grillen?

Was mich noch verwirrt, wo ich am Stromzähler die Masse der
RS485-Verbindung anschließen muss. Ich hoffe, gar nicht, denn an die
N-Klemme meines 230V-Stromkreises möchte ich das wirklich ungerne
anschließen.
Linux sieht den Adapter als:
1a86:7523 QinHeng Electronics HL-340 USB-Serial adapter
und lädt das Modul ch341. Damit erscheint der Adapter als /dev/ttyUSB0
Für die Softwareseite habe ich mich an
http://wiki.volkszaehler.org/hardware/channels/meters/power/edl-ehz/sdm630_modbus
orientiert: libmodbus 3.1.4 von http://libmodbus.org/download/
heruntergeladen, ./configure --enable-static; make. mbrtu von
https://github.com/gitaeuber/mbrtu heruntergeladen, libmodbus.a
hinkopiert, die zwei Pfade im LFLAGS und im mbrtu-Target an die
Realität angepasst und make.

Die Modbus-Seite des Stromzählers ist in
http://www.dzg.de/fileadmin/downloads/en/Manual-DVH4013.pdf
beschrieben. Hier (und auch am Wiki-Artikel zum SDM630) irritiert
mich, dass ich an einem RS485-Bus den Slave adressieren muss, aber
beide Artikel sich über die Adresse des Stromzählers ausschweigen
Das log_powermeter.sh nimmt immerhin die Adresse des SDM630
stillschweigend als 65 an.

Ich habe nun versucht, aus meinem DVH 4013 das Register 0x0004
(Spannung L1) auszulesen:
./mbrtu -d/dev/ttyUSB0 -a65 -fi -tf32_dcba -n1 -r0x0004
und bekomme nur "Connection timed out". Bei Adressen ab 249 weint das
mbrtu etwas anderes:
mbrtu: modbus-rtu.c:110: _modbus_rtu_build_request_basis: Assertion
`ctx->slave != -1' failed.

Ein strace des mbrtu-Prozesses zeigt, dass einfach keine Antwort
zurückkommt:
|sudo strace -s 2000 -r ./mbrtu -d/dev/ttyUSB0 -a247 -fi -tf32_dcba -n1 -r0x0004
|(...)
| 0.000224 open("/dev/ttyUSB0", O_RDWR|O_EXCL|O_NOCTTY|O_NONBLOCK|O_CLOEXEC) = 3
| 0.137597 ioctl(3, TCGETS, {B9600 -opost -isig -icanon -echo ...}) = 0
| 0.000241 ioctl(3, TCGETS, {B9600 -opost -isig -icanon -echo ...}) = 0
| 0.000120 ioctl(3, SNDCTL_TMR_START or TCSETS, {B9600 -opost -isig -icanon -echo ...}) = 0
| 0.000471 ioctl(3, TCGETS, {B9600 -opost -isig -icanon -echo ...}) = 0
| 0.000103 write(3, "\367\4\0\4\0\1d\235", 8) = 8
| 0.000120 select(4, [3], NULL, NULL, {0, 500000}) = 0 (Timeout)
| 0.500857 write(2, "ADDR=247 REG=4 ERROR: Connection timed out\n", 43ADDR=247 REG=4 ERROR: Connection timed out) = 43
| 0.000112 ioctl(3, TCGETS, {B9600 -opost -isig -icanon -echo ...}) = 0
| 0.000071 ioctl(3, SNDCTL_TMR_START or TCSETS, {B9600 -opost -isig -icanon -echo ...}) = 0
| 0.000856 ioctl(3, TCGETS, {B9600 -opost -isig -icanon -echo ...}) = 0
| 0.000211 close(3) = 0
| 0.005591 exit_group(1) = ?
| 0.000166 +++ exited with 1 +++

Kann mir jemand sagen, was ich hier falsch mache?

Müsste ich mit einem zweiten RS485-USB-Adapter, einem zweiten Rechner
und zwei Terminalprogrammen (ohne/mit Adressierung?) über RS485
kommunizieren können? Ich hab aktuell den Verdacht dass mein RS485
einfach nicht korrekt funktioniert.

Ich bin für Tipps jederzeit dankbar!

Gerald Oppen

unread,
Oct 30, 2016, 2:41:56 PM10/30/16
to
Am 30.10.2016 um 18:00 schrieb Marc Haber:

> Schwierigkeit hierbei ist, dass auf dem Zähler die zwei RS485-Adern
> mit B und A beschriftet sind; auf dem Adapter ist B mit D- und A mit
> D+ ergänzt. Dummerweise ist im Schaltplan nur von D0 und D1 die Rede.
> Wie herum gehört es? Kann ich hier gefahrlos einfach tauschen, oder
> laufe ich damit Gefahr, Hardware zu grillen?
Nein, da sollte nichts passieren ausser dass die Signalpegel invertiert
und somit 0- und 1- vertauscht sind.


> Was mich noch verwirrt, wo ich am Stromzähler die Masse der
> RS485-Verbindung anschließen muss. Ich hoffe, gar nicht, denn an die
> N-Klemme meines 230V-Stromkreises möchte ich das wirklich ungerne
> anschließen.
Darüber wurde hier doch gerade ausgiebig diskutiert?
Signaltechnisch wird gar keine Masse benötigt, es muss nur
sichergestellt werden dass die Signalleitungen GND und Vcc nicht massiv
überschreiten. Wenn Du 150% sicher sein willst kannst Du eine
galvanische Trennung einbauen.



> Kann mir jemand sagen, was ich hier falsch mache?
>
> Müsste ich mit einem zweiten RS485-USB-Adapter, einem zweiten Rechner
> und zwei Terminalprogrammen (ohne/mit Adressierung?) über RS485
> kommunizieren können? Ich hab aktuell den Verdacht dass mein RS485
> einfach nicht korrekt funktioniert.
>
> Ich bin für Tipps jederzeit dankbar!

Würde mit dem Terminalprogramm schauen, ob da saubere Daten übetragen
werden(aber Achtung, Terminalprogramm darf nur lauschen und nicht aktiv
einen Pegel auf die RS485-Leitungen legen!). Gegebenenfalls auch mit
einem Oszi schauen ob die Pegel sauber aussehen. Falls hier die Pegel
unter GND oder über Vcc (bzw. 7V?) liegen könnte hierin das Problem liegen.


Gerald

Marc Haber

unread,
Oct 30, 2016, 4:28:39 PM10/30/16
to
Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>Am 30.10.2016 um 18:00 schrieb Marc Haber:
>> Schwierigkeit hierbei ist, dass auf dem Zähler die zwei RS485-Adern
>> mit B und A beschriftet sind; auf dem Adapter ist B mit D- und A mit
>> D+ ergänzt. Dummerweise ist im Schaltplan nur von D0 und D1 die Rede.
>> Wie herum gehört es? Kann ich hier gefahrlos einfach tauschen, oder
>> laufe ich damit Gefahr, Hardware zu grillen?
>Nein, da sollte nichts passieren ausser dass die Signalpegel invertiert
>und somit 0- und 1- vertauscht sind.

Ok, nach Tausch geht's auch nicht.

>> Was mich noch verwirrt, wo ich am Stromzähler die Masse der
>> RS485-Verbindung anschließen muss. Ich hoffe, gar nicht, denn an die
>> N-Klemme meines 230V-Stromkreises möchte ich das wirklich ungerne
>> anschließen.
>Darüber wurde hier doch gerade ausgiebig diskutiert?
>Signaltechnisch wird gar keine Masse benötigt,

Warum ist's dann im Schaltplan im Standard
(http://www.modbus.org/docs/Modbus_over_serial_line_V1.pdf)
auf Seite 22 Abschnitt 3.2.2 beschrieben?

>Würde mit dem Terminalprogramm schauen, ob da saubere Daten übetragen
>werden

Leider sind das binäre Daten (Datentelegramme mit Prüfsumme), wie man
aus dem strace der "Spezialsoftware" sehen kann. Und der Zähler sendet
nur auf Anforderung, nicht zyklisch.

>Gegebenenfalls auch mit
>einem Oszi schauen ob die Pegel sauber aussehen. Falls hier die Pegel
>unter GND oder über Vcc (bzw. 7V?) liegen könnte hierin das Problem liegen.

Das überschreitet leider meine meßtechnischen Möglichkeiten.

Thomas Einzel

unread,
Oct 30, 2016, 5:08:48 PM10/30/16
to
Am 30.10.2016 um 18:00 schrieb Marc Haber:
...
> So, der Zähler (DZG DVH4013) ist jetzt da und scheint in meinem
> Laborsetup auch zu funktionieren. Nur - hier war mein leichter
> Pessimismus dann ja doch angebracht - funktioniert die Abfrage per
> Modbus nicht: Connection timed out. Die Hardware angeschlossen habe
> ich wie in
> http://www.modbus.org/docs/Modbus_over_serial_line_V1.pdf
> auf Seite 22 Abschnitt 3.2.2 angeschlossen.

Vermutlich Abschnitt 3.3.2

von S.22 - LT, Pull Up und Pull Down Widerstände existieren?

--
Thomas

Marc Haber

unread,
Oct 31, 2016, 4:27:02 AM10/31/16
to
Thomas Einzel <usene...@einzel.de> wrote:
>Am 30.10.2016 um 18:00 schrieb Marc Haber:
>> So, der Zähler (DZG DVH4013) ist jetzt da und scheint in meinem
>> Laborsetup auch zu funktionieren. Nur - hier war mein leichter
>> Pessimismus dann ja doch angebracht - funktioniert die Abfrage per
>> Modbus nicht: Connection timed out. Die Hardware angeschlossen habe
>> ich wie in
>> http://www.modbus.org/docs/Modbus_over_serial_line_V1.pdf
>> auf Seite 22 Abschnitt 3.2.2 angeschlossen.
>
>Vermutlich Abschnitt 3.3.2

Richtig.

>von S.22 - LT, Pull Up und Pull Down Widerstände existieren?

Jawohl. Nach Behauptung aus der Volkszähler-Mailingliste, bei einem
zweipoligen Adapter wären die Pullup- und Pulldown-Widerstände bereits
im USB-to-RS485-Adapter enthalten, habe ich es auch ohne diese beiden
Widerstände probiert. Das Verhalten hat sich nicht geändert.

Die Antwort auf die Rückfrage ob ich nicht zwischen D0 und Masse den
Pulldownwiderstand messen können müsste und zwischen D1 und Masse das
Pullup-Potenzial (ca. 5V?) messen können müsste, blieb man mir
schuldig.

Gerald Oppen

unread,
Oct 31, 2016, 5:15:07 AM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 09:26 schrieb Marc Haber:

> Jawohl. Nach Behauptung aus der Volkszähler-Mailingliste, bei einem
> zweipoligen Adapter wären die Pullup- und Pulldown-Widerstände bereits
> im USB-to-RS485-Adapter enthalten, habe ich es auch ohne diese beiden
> Widerstände probiert. Das Verhalten hat sich nicht geändert.
Ob man sich darauf verlassen kann...?
Mehr Gedanken würde ich mir machen, ob in Senderichtung das
Terminalprogramm die Datenleitungen hochohmig schaltet so lange nichts
gesendet wird, sonst sind die Datenleitungen blockiert und kein anderer
Teilnehmer kann etwas senden.

> Die Antwort auf die Rückfrage ob ich nicht zwischen D0 und Masse den
> Pulldownwiderstand messen können müsste und zwischen D1 und Masse das
> Pullup-Potenzial (ca. 5V?) messen können müsste, blieb man mir
> schuldig.

Wenn dann Pulldown gegen Masse und Pullup gegen Vcc(separat für jede
Datenleitung, versteht sich).
Das ganze im Spannungslosen Zustand.
Die Messung auch mit umgedrehter Polarität am Messinstrument
durchführen. Weicht der Wert an der selben Messstelle dann deutlich ab
ist das Ergebniss durch Diodeneffekte verfälscht.

Gerald

Gerald Oppen

unread,
Oct 31, 2016, 5:33:23 AM10/31/16
to
Am 30.10.2016 um 21:28 schrieb Marc Haber:

>
>>> Was mich noch verwirrt, wo ich am Stromzähler die Masse der
>>> RS485-Verbindung anschließen muss. Ich hoffe, gar nicht, denn an die
>>> N-Klemme meines 230V-Stromkreises möchte ich das wirklich ungerne
>>> anschließen.
>> Darüber wurde hier doch gerade ausgiebig diskutiert?
>> Signaltechnisch wird gar keine Masse benötigt,
>
> Warum ist's dann im Schaltplan im Standard
> (http://www.modbus.org/docs/Modbus_over_serial_line_V1.pdf)
> auf Seite 22 Abschnitt 3.2.2 beschrieben?
Die Erklärung hatte ich Dir geschrieben:
"..es muss nur sichergestellt werden dass die Signalleitungen GND und
Vcc nicht massiv überschreiten."
Signaltechnisch wird nur eine positive und eine negative
Spannungsdifferenz zwischen(!) den beiden Datenleitungen ausgewertet.
Elektrotechnisch ist es allerdings ein Problem wenn Sender und Empfänger
nicht das ungefähr gleiche Bezugspotential haben weil die Elektronik das
nicht mag. Einfach die GND-Leitungen kann allerdings auch zu Problemen
führen da dann sehr hohe Ausgleichsströme fließen können - in dem Fall
wäre dann eine galvanische Trennung angesagt.
Was Dir weiterhelfen könnte:
'Ich würde vermuten, dass bei Deinem Zähler GND und N nicht miteinander
verbunden sind sondern die Zählerelektronik bzw. der
Schnittstellenausgang potentialfrei versorgt wird so dass Du GND mit GND
von Deinem USB-RS485-Wandler verbinden kannst.

>> Würde mit dem Terminalprogramm schauen, ob da saubere Daten übetragen
>> werden
>
> Leider sind das binäre Daten (Datentelegramme mit Prüfsumme), wie man
> aus dem strace der "Spezialsoftware" sehen kann. Und der Zähler sendet
> nur auf Anforderung, nicht zyklisch.
OK, das ist dann schwierig wenn der Zähler gar nichts von sich aus
sendet (auch nicht beim einschalten?).

>> Gegebenenfalls auch mit
>> einem Oszi schauen ob die Pegel sauber aussehen. Falls hier die Pegel
>> unter GND oder über Vcc (bzw. 7V?) liegen könnte hierin das Problem liegen.
>
> Das überschreitet leider meine meßtechnischen Möglichkeiten.
Das ist schade, das wäre am aussagekäftigsten dem Problem auf die Spur
zu kommen...

Gerald

Marc Haber

unread,
Oct 31, 2016, 8:58:03 AM10/31/16
to
Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>Am 30.10.2016 um 21:28 schrieb Marc Haber:
>
>>
>>>> Was mich noch verwirrt, wo ich am Stromzähler die Masse der
>>>> RS485-Verbindung anschließen muss. Ich hoffe, gar nicht, denn an die
>>>> N-Klemme meines 230V-Stromkreises möchte ich das wirklich ungerne
>>>> anschließen.
>>> Darüber wurde hier doch gerade ausgiebig diskutiert?
>>> Signaltechnisch wird gar keine Masse benötigt,
>>
>> Warum ist's dann im Schaltplan im Standard
>> (http://www.modbus.org/docs/Modbus_over_serial_line_V1.pdf)
>> auf Seite 22 Abschnitt 3.2.2 beschrieben?
>Die Erklärung hatte ich Dir geschrieben:
>"..es muss nur sichergestellt werden dass die Signalleitungen GND und
>Vcc nicht massiv überschreiten."
>Signaltechnisch wird nur eine positive und eine negative
>Spannungsdifferenz zwischen(!) den beiden Datenleitungen ausgewertet.

Tschuldigung, das war ich als nachrichtentechnischer Laie nicht in der
Lage zuzuordnen.

>'Ich würde vermuten, dass bei Deinem Zähler GND und N nicht miteinander
>verbunden sind sondern die Zählerelektronik bzw. der
>Schnittstellenausgang potentialfrei versorgt wird so dass Du GND mit GND
>von Deinem USB-RS485-Wandler verbinden kannst.

Der Zähler hat halt nur A und B und kein GND für die Signalklemmen,
nur das N, und das geht man natürlich nicht ran.

>>> Würde mit dem Terminalprogramm schauen, ob da saubere Daten übetragen
>>> werden
>>
>> Leider sind das binäre Daten (Datentelegramme mit Prüfsumme), wie man
>> aus dem strace der "Spezialsoftware" sehen kann. Und der Zähler sendet
>> nur auf Anforderung, nicht zyklisch.
>OK, das ist dann schwierig wenn der Zähler gar nichts von sich aus
>sendet (auch nicht beim einschalten?).

Laut Dokumentation nicht.

Thomas Einzel

unread,
Oct 31, 2016, 9:12:40 AM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 09:26 schrieb Marc Haber:
> Thomas Einzel <usene...@einzel.de> wrote:
>> Am 30.10.2016 um 18:00 schrieb Marc Haber:
>>> So, der Zähler (DZG DVH4013) ist jetzt da und scheint in meinem
>>> Laborsetup auch zu funktionieren. Nur - hier war mein leichter
>>> Pessimismus dann ja doch angebracht - funktioniert die Abfrage per
>>> Modbus nicht: Connection timed out. Die Hardware angeschlossen habe
>>> ich wie in
>>> http://www.modbus.org/docs/Modbus_over_serial_line_V1.pdf
>>> auf Seite 22 Abschnitt 3.2.2 angeschlossen.
>>
>> Vermutlich Abschnitt 3.3.2
>
> Richtig.
>
>> von S.22 - LT, Pull Up und Pull Down Widerstände existieren?
>
> Jawohl. Nach Behauptung aus der Volkszähler-Mailingliste, bei einem
> zweipoligen Adapter wären die Pullup- und Pulldown-Widerstände bereits
> im USB-to-RS485-Adapter enthalten, habe ich es auch ohne diese beiden
> Widerstände probiert. Das Verhalten hat sich nicht geändert.

Sind Abschlusswiderstände (oben mit LT bezeichnet) vorhanden? Ok, bei
kurzen Leitungen soll es angeblich auch ohne gehen.

Ohne Oszi wüsste ich auch nicht wie ich es prüfen könnte, mit sollten
die Pegel, wenn Signale auf dem Bus sind, erkennbar sein. (aufpassen,
Differenzsignale)

Ich würde bei Fehlern wie "nichts passiert" erst mal das elektrische
prüfen, bevor ich das informationstechnische prüfe.

Wenn du irgendwo die einfache Möglichkeit hast, schau mal ob dein
USB-RS485 Adapter an einem andern RS485 Bus funktioniert.

--
Thomas

Marc Haber

unread,
Nov 4, 2016, 10:16:46 AM11/4/16
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>Jawohl. Nach Behauptung aus der Volkszähler-Mailingliste, bei einem
>zweipoligen Adapter wären die Pullup- und Pulldown-Widerstände bereits
>im USB-to-RS485-Adapter enthalten, habe ich es auch ohne diese beiden
>Widerstände probiert. Das Verhalten hat sich nicht geändert.

Ich hab mir jetzt einen zweiten USB-to-RS485-Adapter bestellt (leider
kam dann doch ein baugleiches Gerät) und die Windows-Software vom
Zählerhersteller probiert. Die scheint die RS485-Schnittstelle korrekt
zu erkennen, bekommt aber auch keine Daten vom Zähler. Ich hab jetzt
den Support des Zählerherstellers angeschrieben und um einen
Schaltplan gebeten.

Gerald Oppen

unread,
Nov 5, 2016, 9:32:48 AM11/5/16
to
Am 04.11.2016 um 15:16 schrieb Marc Haber:

> Ich hab mir jetzt einen zweiten USB-to-RS485-Adapter bestellt (leider
> kam dann doch ein baugleiches Gerät) und die Windows-Software vom
> Zählerhersteller probiert. Die scheint die RS485-Schnittstelle korrekt
> zu erkennen, bekommt aber auch keine Daten vom Zähler. Ich hab jetzt
> den Support des Zählerherstellers angeschrieben und um einen
> Schaltplan gebeten.

Hast Du schon mal getestet, ob Du zwischen den beiden Adaptern Daten
übertragen kannst(mal mit und mal ohne eingeschleiften Drehstromzähler)?



Gerald

Marc Haber

unread,
Nov 6, 2016, 3:59:44 AM11/6/16
to
Noch nicht. Müsste das funktionieren wie mit einem gekreuzten RS232
und zwei Terminalprogrammen?

Stefan

unread,
Nov 6, 2016, 5:18:38 AM11/6/16
to
Am 06.11.2016 um 09:59 schrieb Marc Haber:
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>> Am 04.11.2016 um 15:16 schrieb Marc Haber:
>>> Ich hab mir jetzt einen zweiten USB-to-RS485-Adapter bestellt (leider
>>> kam dann doch ein baugleiches Gerät) und die Windows-Software vom
>>> Zählerhersteller probiert. Die scheint die RS485-Schnittstelle korrekt
>>> zu erkennen, bekommt aber auch keine Daten vom Zähler. Ich hab jetzt
>>> den Support des Zählerherstellers angeschrieben und um einen
>>> Schaltplan gebeten.
>>
>> Hast Du schon mal getestet, ob Du zwischen den beiden Adaptern Daten
>> übertragen kannst(mal mit und mal ohne eingeschleiften Drehstromzähler)?
>
> Noch nicht. Müsste das funktionieren wie mit einem gekreuzten RS232
> und zwei Terminalprogrammen?

Im Prinzip schon, nur dass man die Kabel nicht kreuzen muss.

Man muss dann noch sehen, wie die Sende-Empfangsumschaltung funktioniert.

Ich vermute mal, dass die meisten Adapter das per Timeout über das
Sendesignal machen, also wenn die Sendeleitung auf der virtuellen RS232
Seite längere Zeit auf Space steht, schaltet der Baustein auf Empfang.
Wenn der PC Daten sendet, muss der Baustein auf Sendebetrieb
umgeschaltet werden. Das geschieht normalerweise automatisch, denkbar
wäre aber auch, dass man dazu eine Handshake-Leitung der vortuellen
Com-Schnittstelle schalten muss.

Wenn es automatisch geschieht, müsste es möglich sein, einfach zwei
Adapter per Zweidrahtleitung zu verbinden und abwechselnd Daten von
einem PC zum anderen zu senden.


Gruß

Stefan

Gerald Oppen

unread,
Nov 6, 2016, 5:29:14 AM11/6/16
to
Am 06.11.2016 um 11:18 schrieb Stefan:
> Man muss dann noch sehen, wie die Sende-Empfangsumschaltung funktioniert.
>
> Ich vermute mal, dass die meisten Adapter das per Timeout über das
> Sendesignal machen, also wenn die Sendeleitung auf der virtuellen RS232
> Seite längere Zeit auf Space steht, schaltet der Baustein auf Empfang.
> Wenn der PC Daten sendet, muss der Baustein auf Sendebetrieb
> umgeschaltet werden. Das geschieht normalerweise automatisch, denkbar
> wäre aber auch, dass man dazu eine Handshake-Leitung der vortuellen
> Com-Schnittstelle schalten muss.
>
> Wenn es automatisch geschieht, müsste es möglich sein, einfach zwei
> Adapter per Zweidrahtleitung zu verbinden und abwechselnd Daten von
> einem PC zum anderen zu senden.

Bei meinem DUAL-Kanal USB-RS485-Konverter ist es so, dass unmittelbar
nach Übertragung der gesendeten Datenbytes die RS485 automatisch auf
hochohmig geschaltet wird(Muss ich mal messen wie schnell, dürfte aber
gefühlt nicht länger als die Übertragungszeit eines Bytes sein). Das
Terminalprogramm weiss nichts davon, ob eine RS485 oder
RS232-Schnittstelle dranhängt - die 'Umschaltung übernimmt entweder der
Treiber oder der Chip von sich aus.

Gerald

Hergen Lehmann

unread,
Nov 6, 2016, 5:30:02 AM11/6/16
to
Am 06.11.2016 um 09:59 schrieb Marc Haber:

> Noch nicht. Müsste das funktionieren wie mit einem gekreuzten RS232
> und zwei Terminalprogrammen?

In Prinzip ja, aber... handelsübliche Terminalprogramme können
normalerweise nicht automatisch die Datenrichtung umschalten, wie dies
für einen Bus erforderlich ist. Meist kann man das aber auch manuell
über das RTS-Signal machen.

Eine ganz nützliche Debughilfe ist auch, einfach eine LED zwischen die
Datenleitungen zu schalten, dann sieht man, ob sich da was tut.

Hergen

Gerald Oppen

unread,
Nov 6, 2016, 6:06:50 AM11/6/16
to
Am 06.11.2016 um 11:28 schrieb Hergen Lehmann:
> Am 06.11.2016 um 09:59 schrieb Marc Haber:
>
>> Noch nicht. Müsste das funktionieren wie mit einem gekreuzten RS232
>> und zwei Terminalprogrammen?
>
> In Prinzip ja, aber... handelsübliche Terminalprogramme können
> normalerweise nicht automatisch die Datenrichtung umschalten, wie dies
> für einen Bus erforderlich ist. Meist kann man das aber auch manuell
> über das RTS-Signal machen.

Die Umschaltung muss das Terminalprogramm ja auch gar nicht machen, dass
kann der Wandlerchip von sich aus machen wenn keine zu sendenden Daten
anliegen. Terminalseitig muss man dann nur dafür sorgen, dass genügend
lange Sendepausen vorhanden sind.
Mit einem schlichten Terminalprogramm in ein bestehendes,
kommuninzierendes Bus-System reinzusenden ist natürlich keine gute Idee,
da wird es schnell zu Kollisionen kommen da man wenig Chancen hat sich
an das Busprotokoll zu halten.

Gerald

Marc Haber

unread,
Nov 6, 2016, 10:27:12 AM11/6/16
to
Jetzt ja, das funktioniert. Ist der Zähler drin, funktioniert es
genauso. Wenn ich auf einem der beteiligten Rechner die zum Zähler
gehörende Windows-Software laufen lasse, kommen alle fünf Sekunden
zwischen zwei und vier Zeichen an (das werden die
Datenanforderungs-Telegramme sein, der Unteschied in der Länge liegt
vermutlich daran ob jetzt gerade ein druckbares oder nicht druckbares
Zeichen "dran" war).

Ist der Zähler mit drin, sind Rhythmus und Länge der Telegramme
identisch. Aktuell vermute ich, Zähler kaputt, oder man muss die
Modbus-Funktionalität erst mit einer undokumentierten
Tastenkombination einschalten.

Marc Haber

unread,
Nov 6, 2016, 10:31:01 AM11/6/16
to
Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>Am 06.11.2016 um 11:28 schrieb Hergen Lehmann:
>> Am 06.11.2016 um 09:59 schrieb Marc Haber:
>>
>>> Noch nicht. Müsste das funktionieren wie mit einem gekreuzten RS232
>>> und zwei Terminalprogrammen?
>>
>> In Prinzip ja, aber... handelsübliche Terminalprogramme können
>> normalerweise nicht automatisch die Datenrichtung umschalten, wie dies
>> für einen Bus erforderlich ist. Meist kann man das aber auch manuell
>> über das RTS-Signal machen.
>
>Die Umschaltung muss das Terminalprogramm ja auch gar nicht machen, dass
>kann der Wandlerchip von sich aus machen wenn keine zu sendenden Daten
>anliegen. Terminalseitig muss man dann nur dafür sorgen, dass genügend
>lange Sendepausen vorhanden sind.

Auch das ist nicht nötig. Was ich auf der einen Seite schreibe,
erscheint auf der anderen Seite sofort im Terminalprogramm, und was
ich auf der anderen Seite schreibe auf der einen. Und zwar auch wenn
man "gleichzeitig" schreibt. Es muss also eine Art Erkennung der
eigenen Sendung vorliegen.

Gerald Oppen

unread,
Nov 6, 2016, 12:48:50 PM11/6/16
to
Am 06.11.2016 um 16:27 schrieb Marc Haber:
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>> Am 04.11.2016 um 15:16 schrieb Marc Haber:
>>> Ich hab mir jetzt einen zweiten USB-to-RS485-Adapter bestellt (leider
>>> kam dann doch ein baugleiches Gerät) und die Windows-Software vom
>>> Zählerhersteller probiert. Die scheint die RS485-Schnittstelle korrekt
>>> zu erkennen, bekommt aber auch keine Daten vom Zähler. Ich hab jetzt
>>> den Support des Zählerherstellers angeschrieben und um einen
>>> Schaltplan gebeten.
>>
>> Hast Du schon mal getestet, ob Du zwischen den beiden Adaptern Daten
>> übertragen kannst(mal mit und mal ohne eingeschleiften Drehstromzähler)?
>
> Jetzt ja, das funktioniert. Ist der Zähler drin, funktioniert es
> genauso. Wenn ich auf einem der beteiligten Rechner die zum Zähler
> gehörende Windows-Software laufen lasse, kommen alle fünf Sekunden
> zwischen zwei und vier Zeichen an (das werden die
> Datenanforderungs-Telegramme sein, der Unteschied in der Länge liegt
> vermutlich daran ob jetzt gerade ein druckbares oder nicht druckbares
> Zeichen "dran" war).

Schau Dir doch mal die Daten in Hex an.
Wenn Dein Terminalprogramm das nicht unterstützt - mit der Demo-Version
von Docklight müsste das auch schon gehen.

>
> Ist der Zähler mit drin, sind Rhythmus und Länge der Telegramme
> identisch. Aktuell vermute ich, Zähler kaputt, oder man muss die
> Modbus-Funktionalität erst mit einer undokumentierten
> Tastenkombination einschalten.

...oder der Zähler versteht die Anfragen nicht wegen falscher
Übertragungsparameter..

Gerald

Gerald Oppen

unread,
Nov 6, 2016, 12:53:24 PM11/6/16
to
Am 06.11.2016 um 16:30 schrieb Marc Haber:

>> Die Umschaltung muss das Terminalprogramm ja auch gar nicht machen, dass
>> kann der Wandlerchip von sich aus machen wenn keine zu sendenden Daten
>> anliegen. Terminalseitig muss man dann nur dafür sorgen, dass genügend
>> lange Sendepausen vorhanden sind.
>
> Auch das ist nicht nötig. Was ich auf der einen Seite schreibe,
> erscheint auf der anderen Seite sofort im Terminalprogramm, und was
> ich auf der anderen Seite schreibe auf der einen. Und zwar auch wenn
> man "gleichzeitig" schreibt. Es muss also eine Art Erkennung der
> eigenen Sendung vorliegen.

Vermutlich ist die Hardware so aufgebaut, dass ein gleichzeitiges Lesen
und Schreiben am selben Adapter nicht möglich ist (Umschalten der
Datenrichtung). Da ist dann keine spezielle Erkennung der eigenen
Sendung notwendig.

Gerald

Stefan

unread,
Nov 7, 2016, 1:09:55 AM11/7/16
to
Am 06.11.2016 um 16:27 schrieb Marc Haber:
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>> Am 04.11.2016 um 15:16 schrieb Marc Haber:
>>> Ich hab mir jetzt einen zweiten USB-to-RS485-Adapter bestellt (leider
>>> kam dann doch ein baugleiches Gerät) und die Windows-Software vom
>>> Zählerhersteller probiert. Die scheint die RS485-Schnittstelle korrekt
>>> zu erkennen, bekommt aber auch keine Daten vom Zähler. Ich hab jetzt
>>> den Support des Zählerherstellers angeschrieben und um einen
>>> Schaltplan gebeten.
>>
>> Hast Du schon mal getestet, ob Du zwischen den beiden Adaptern Daten
>> übertragen kannst(mal mit und mal ohne eingeschleiften Drehstromzähler)?
>
> Jetzt ja, das funktioniert. Ist der Zähler drin, funktioniert es
> genauso. Wenn ich auf einem der beteiligten Rechner die zum Zähler
> gehörende Windows-Software laufen lasse, kommen alle fünf Sekunden
> zwischen zwei und vier Zeichen an (das werden die
> Datenanforderungs-Telegramme sein, der Unteschied in der Länge liegt
> vermutlich daran ob jetzt gerade ein druckbares oder nicht druckbares
> Zeichen "dran" war).
>
> Ist der Zähler mit drin, sind Rhythmus und Länge der Telegramme
> identisch. Aktuell vermute ich, Zähler kaputt, oder man muss die
> Modbus-Funktionalität erst mit einer undokumentierten
> Tastenkombination einschalten.

Stimmt denn die Baudrate, Anzahl der Bits, Parity?

Gruß

Stefan

Gerald Oppen

unread,
Nov 7, 2016, 4:31:33 PM11/7/16
to
Am 06.11.2016 um 12:06 schrieb Gerald Oppen:

> Die Umschaltung muss das Terminalprogramm ja auch gar nicht machen, dass
> kann der Wandlerchip von sich aus machen wenn keine zu sendenden Daten
> anliegen. Terminalseitig muss man dann nur dafür sorgen, dass genügend
> lange Sendepausen vorhanden sind.

Hab es mir nochmal auf dem Oszi angeschaut - unmittelbar nach dem
letzten Bit (keine Bittlänge später) gehen die Signalleitungen wieder in
den Ruhezustand ohne dass das Terminalprogramm aktiv etwas umschalten muss.

Gerald

kay

unread,
Nov 16, 2016, 4:40:02 PM11/16/16
to
Hallo Marc

Ich fand diesen Thread eben erst und vielleicht hilft dir das folgende
weiter.

Am 31.10.2016 um 13:58 schrob Marc Haber:
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:

>> OK, das ist dann schwierig wenn der Zähler gar nichts von sich aus
>> sendet (auch nicht beim einschalten?).
>
> Laut Dokumentation nicht.

Ist IMHO so usus bei Master-Slave Betrieb. Der Master fragt, der Slave
antwortet. Der Zähler summiert eh autonom, der muss ja nicht zwingend
selbst was senden.

Nur sicherheitshalber: Du hast die Klemmen 22 und 23 benutzt oder? Der
Betreff spricht noch von D0-Schnittstelle und die hat er offenbar nicht,
nur S0 (20+21)

Hast du die RS-485 Leitungen mit einer Terminierung versehen?

Mein SDM 530 zeigt beim Einschalten seine Adresse (Standard=1) und die
eingestellte Baudrate (9600) an. Bei deinem könnte es ebenso sein, dann
versuchst du die ganze zeit mit einem nicht Vorhandenen Gerät zu reden.

Aus der von dir verlinkten Doku entnehme ich das er bei der
Frontabdeckung einen Kontakt haben muss der ihn in den Testmodus
schaltet, aber eine Beschreibung wie man die Adresse setzen kann fand
ich nicht. Nur ein Register in dem die Baudrate stehen soll und einen
Satz mit dem Hinweis auf eine spezielle einstell-Software - vermutlich
um die Adresse u.a. zu setzen via MODBUS. Wurde die mitgeliefert?

Für meine Zähler gibt es ein Auslese-bundle das mir aber mit über 70 €
viel zu teuer ist. Mitgeliefert wird es nicht. Brauche ich wohl auch
nicht weil ich die Parameter direkt am Gerät einstellen kann.

Ich habe meine bisher auch noch nicht via MODBUS verbunden. Ich habe
irgendwo das Passende Kabel dafür, es aber noch nicht gefunden... :-/

HtH
Kay
--
Posted via SN

Marc Haber

unread,
Nov 26, 2016, 5:18:22 AM11/26/16
to
kay <k...@martinen.de> wrote:
>Am 31.10.2016 um 13:58 schrob Marc Haber:
>> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> wrote:
>
>>> OK, das ist dann schwierig wenn der Zähler gar nichts von sich aus
>>> sendet (auch nicht beim einschalten?).
>>
>> Laut Dokumentation nicht.
>
>Ist IMHO so usus bei Master-Slave Betrieb. Der Master fragt, der Slave
>antwortet. Der Zähler summiert eh autonom, der muss ja nicht zwingend
>selbst was senden.
>
>Nur sicherheitshalber: Du hast die Klemmen 22 und 23 benutzt oder? Der
>Betreff spricht noch von D0-Schnittstelle und die hat er offenbar nicht,
>nur S0 (20+21)

22+23, wir reden inzwischen von Modbus über RS485. Hutschienenzähler
mit D0-Schnittstelle gibt der Markt nicht her.

>Hast du die RS-485 Leitungen mit einer Terminierung versehen?

Ich habe es mit und ohne versucht, der Hersteller sagt, es würde auch
ohne gehen. Die Verbindung im Test ist ca 15 cm lang.

>Mein SDM 530 zeigt beim Einschalten seine Adresse (Standard=1) und die
>eingestellte Baudrate (9600) an. Bei deinem könnte es ebenso sein, dann
>versuchst du die ganze zeit mit einem nicht Vorhandenen Gerät zu reden.

Beim DVH 4013 berechnet sich die Adresse aus den Endziffern der
Seriennummer, hat mir der Support auf Anfrage verraten. In der Doku
steht das freilich nirgends.

>Aus der von dir verlinkten Doku entnehme ich das er bei der
>Frontabdeckung einen Kontakt haben muss der ihn in den Testmodus
>schaltet,

Huch? Das hatte ich überlesen. Sag mal die Seitennummer bitte.

> aber eine Beschreibung wie man die Adresse setzen kann fand
>ich nicht. Nur ein Register in dem die Baudrate stehen soll und einen
>Satz mit dem Hinweis auf eine spezielle einstell-Software - vermutlich
>um die Adresse u.a. zu setzen via MODBUS. Wurde die mitgeliefert?

Die Adresse ist fest; auf Anfrage sendet der Support einem eine
Windows-Abfrage-Software, die allerdings auch nicht funktioniert.

Aktuell ist der Zähler zur Prüfung beim Hersteller.

kay

unread,
Nov 26, 2016, 8:49:35 AM11/26/16
to
Am 26.11.2016 um 11:18 schrob Marc Haber:
> kay <k...@martinen.de> wrote:
>> Am 31.10.2016 um 13:58 schrob Marc Haber:
>>
>> Nur sicherheitshalber: Du hast die Klemmen 22 und 23 benutzt oder? Der
>> Betreff spricht noch von D0-Schnittstelle
>
> 22+23, wir reden inzwischen von Modbus über RS485. Hutschienenzähler
> mit D0-Schnittstelle gibt der Markt nicht her.

Und ohne Hutschienen-Montage? C-Schiene ist vermutlich noch seltener,
aber für andere gibt es oft montage-Platten auf Hutschiene - oder man
bastelt sich was. Aber MODBUS liefert sicher mehr daten als D0 - wenn's
geht.


>> Hast du die RS-485 Leitungen mit einer Terminierung versehen?
>
> Ich habe es mit und ohne versucht, der Hersteller sagt, es würde auch
> ohne gehen. Die Verbindung im Test ist ca 15 cm lang.

Tja, außer das die leitung evtl. zu kurz wäre fällt mir da nichts ein.


>> Mein SDM 530 zeigt beim Einschalten seine Adresse (Standard=1) und die
>> eingestellte Baudrate (9600) an. Bei deinem könnte es ebenso sein, dann
>> versuchst du die ganze zeit mit einem nicht Vorhandenen Gerät zu reden.
>
> Beim DVH 4013 berechnet sich die Adresse aus den Endziffern der
> Seriennummer, hat mir der Support auf Anfrage verraten. In der Doku
> steht das freilich nirgends.

Das ist schon ulkig. Und änderbar ist die nicht? Was passiert dann wohl
mit zwei Zählern am gleichen Strang die die gleichen Endziffern haben.


>> Aus der von dir verlinkten Doku entnehme ich das er bei der
>> Frontabdeckung einen Kontakt haben muss der ihn in den Testmodus
>> schaltet,
>
> Huch? Das hatte ich überlesen. Sag mal die Seitennummer bitte.

Seite 24 unter Abschnitt 12.6.3 aber was mir vorher nicht auffiel ist
das da auch steht:

> The TEST Mode list is defined by the manufacturer and can’t be changed by the user.
> Entry or exit of the test mode can only by command in the manufacturer mode (meter cover must be open).

D.h. das ist wohl eine art Werkstest-Modus. Ob das abnehmen eines Covers
reicht, oder das noch mehr erfordert weiß ich natürlich nicht.

>> Satz mit dem Hinweis auf eine spezielle einstell-Software - vermutlich
>> um die Adresse u.a. zu setzen via MODBUS. Wurde die mitgeliefert?
>
> Die Adresse ist fest; auf Anfrage sendet der Support einem eine
> Windows-Abfrage-Software, die allerdings auch nicht funktioniert.

Das spricht für einen Verbindungs-Fehler, oder einen Defekt im Gerät.

> Aktuell ist der Zähler zur Prüfung beim Hersteller.

Tja, dann... Warten wir ab.

Marc Haber

unread,
Nov 26, 2016, 2:00:25 PM11/26/16
to
kay <k...@martinen.de> wrote:
>Am 26.11.2016 um 11:18 schrob Marc Haber:
>> kay <k...@martinen.de> wrote:
>>> Am 31.10.2016 um 13:58 schrob Marc Haber:
>>>
>>> Nur sicherheitshalber: Du hast die Klemmen 22 und 23 benutzt oder? Der
>>> Betreff spricht noch von D0-Schnittstelle
>>
>> 22+23, wir reden inzwischen von Modbus über RS485. Hutschienenzähler
>> mit D0-Schnittstelle gibt der Markt nicht her.
>
>Und ohne Hutschienen-Montage?

Dann passt's halt nicht in den Schrank.

>Aber MODBUS liefert sicher mehr daten als D0 - wenn's
>geht.

Der ISKRA-Stromzähler vom Meßstellenbetreiber mit IR-Schnittstelle
liefert neben dem Stand der beiden Zählwerke auch Spannung, Frequenz
und aktuelle Last (dort wo sinnvoll pro Phase), da ist also kein
großartiger Unterschied.

Der DZG-Zähler hat vier Zählwerke (pro Richtung!), aber da stellt sich
eher die Aufgabe, die zahlreichen nicht benötigten anderen Zählwerke
zu deaktivieren, damit man sich beim "manuellen" Ablesen nicht den
Wolf drückt an der dummen Taste.

>> Beim DVH 4013 berechnet sich die Adresse aus den Endziffern der
>> Seriennummer, hat mir der Support auf Anfrage verraten. In der Doku
>> steht das freilich nirgends.
>
>Das ist schon ulkig. Und änderbar ist die nicht?

Jedenfalls nicht auf dokumentiertem Wege, aber zum Thema Modbus hat
der Hersteller praktischerweise sowieso sehr sparsam dokumentiert.

>Was passiert dann wohl
>mit zwei Zählern am gleichen Strang die die gleichen Endziffern haben.

Dann guckt man wohl in die Röhre und muss umtauschen. Der Hersteller
geht wohl davon aus, dass ich bei der Bestellung für eine Installation
mit sagen wir mal fünfzig Zählern (z.B. für ein Rechenzentrum) die
Zähler zusammen bestelle und sie dann fortlaufende Seriennummern
haben.

So ganz von der Hand zu wiesen ist der Ansatz ja nicht.

>>> Aus der von dir verlinkten Doku entnehme ich das er bei der
>>> Frontabdeckung einen Kontakt haben muss der ihn in den Testmodus
>>> schaltet,
>>
>> Huch? Das hatte ich überlesen. Sag mal die Seitennummer bitte.
>
>Seite 24 unter Abschnitt 12.6.3 aber was mir vorher nicht auffiel ist
>das da auch steht:
>
>> The TEST Mode list is defined by the manufacturer and can’t be changed by the user.
>> Entry or exit of the test mode can only by command in the manufacturer mode (meter cover must be open).
>
>D.h. das ist wohl eine art Werkstest-Modus. Ob das abnehmen eines Covers
>reicht, oder das noch mehr erfordert weiß ich natürlich nicht.

Ja, den Testmodus hatte ich gelesen. Um da ran zu kommen muss man das
Siegel brechen.

>> Aktuell ist der Zähler zur Prüfung beim Hersteller.
>
>Tja, dann... Warten wir ab.

Genau. Ich werde berichten.
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