für die Fußbodenheizung benötige ich Raumthermostate, welche den Strom
für das Heizkreisverteiler-Ventil einschalten, wenn geheizt werden
soll. Muss das jetzt ein Raumthermostat mit Öffner oder einer mit
Schliesser sein?
Mit etwas Logik kann man beim Schalterprogramm der Firma Gira zwar
vermuten, dass es ein Öffner sein muß, weil es nur Raumthermostate mit
Öffner oder Wechsler gibt und der Zusammenhang Strom ein ==> heizen
wohl der Gängigere sein wird.
Kann man sich das mit dem Öffner aber sonst irgendwie
erklären/verifizieren?
Martin
Ganz einfach. es gibt magnetventile die sind stromlos geschlossen( Strom
weg Fußboden kalt) und welche die sind stromlos offen ( Strom weg
Grillfüsse). Man muss entscheiden was einem bei Stromausfall lieber ist
und beim Thermostaten nimmt man den Wechsler damit man unten alles
anbauen kann was die Zulieferindustrie her gibt.
Gruß
Christoph
gibt auch Thermostate mit denen man Klimageräte steuern kann.
Dann muss Wirkungsweise natürlich invers, deshalb der Öffner.
--
Jürgen
Ohne Strom läuft weder die Heizung noch die Umwälzpumpe.
Backup: Kamin/ofen oder Notstromerzeuger
HTH Thomas
> Man muss entscheiden was einem bei Stromausfall lieber ist ...
Ist bei mir schon vorgegeben, die Gabotherm-Ventile öffnen beim
Stromfuss den Wasserfluss.
> ... und beim Thermostaten nimmt man den Wechsler damit man unten alles
> anbauen kann was die Zulieferindustrie her gibt.
Damit umgehst Du geschickt meine Frage bzw. verlagerst sie zum
Monteuer. OK, der kann dann mit Try & Error oder mit dem Piepser die
richtige Belegung ermitteln und muß nicht im "Errorfall" ins Lager
oder Großhandel fahren und den Regler tauschen.
Wobei ich mir den Preisunterschied zwischen der Öffnerausführung und
der Wechslerausführung eigentlich sparen möchte. Bei 13 Stück macht
das immerhin so 30 - 40 Euro aus.
Also ich tendiere in diesem Fall mehr zum Schliesser ;-)
Aber die passende Begründung dafür suche ich dafür noch, ....
Ich sehe diese Auswahl mehr im Bezug auf einen möglichst geringen
Stromverbrauch der Magnetventile. Jedes Ventil braucht so ca. 2 Watt
und wenn pro Heizkreisverteiler 10 Stück verbaut sind, dann sind das
20 Watt. Wenn dann im Sommer diese Ventile unnötigerweise aktiv sind,
dann verbrät man damit am Tag rund 0,5 kWh.
> Ist bei mir schon vorgegeben, die Gabotherm-Ventile öffnen beim
> Stromfuss den Wasserfluss.
Also Stellantrieb stromlos geschlossen.
>> ... und beim Thermostaten nimmt man den Wechsler damit man unten alles
>> anbauen kann was die Zulieferindustrie her gibt.
> Damit umgehst Du geschickt meine Frage bzw. verlagerst sie zum
> Monteuer. OK, der kann dann mit Try & Error oder mit dem Piepser die
> richtige Belegung ermitteln und muß nicht im "Errorfall" ins Lager
> oder Großhandel fahren und den Regler tauschen.
Warum muss die Belegung ermittelt werden? Leitung beschriften und gut.
Lutz
Das sind dann 10c am Tag.
Geiz is geil?
Gruß
Christoph, dem solche Beträge nicht des Nachdenkens wert sind
Damit hast Du doch eben deine Frage selbst beantwortet.
> Damit umgehst Du geschickt meine Frage bzw. verlagerst sie zum
> Monteuer.
Neee Lutz hat es schon kapiert und die richtige Schlussfolgerung
geschlossen.
Gruß
Christoph
Du (Christoph.hensel) meintest am 28.11.03:
>> Ich sehe diese Auswahl mehr im Bezug auf einen möglichst geringen
>> Stromverbrauch der Magnetventile. Jedes Ventil braucht so ca. 2
>> Watt und wenn pro Heizkreisverteiler 10 Stück verbaut sind, dann
>> sind das 20 Watt. Wenn dann im Sommer diese Ventile unnötigerweise
>> aktiv sind, dann verbrät man damit am Tag rund 0,5 kWh.
> Das sind dann 10c am Tag.
> Geiz is geil?
Klar: da werden Unsummen verbraten. 36 Euro pro Jahr. Das ist schon
fast 1 (in Rechnung gestellte) Handwerker-Stunde.
Strom sparen! Koste es was es wolle!
Viele Grüße!
Helmut
Dann heizt man die Ventile schon lieber im Winter, da braucht man eher
Wärme. Aber im Sommer, wenn sicher ist, daß keine Wärme benötigt ist,
kann man die Anlage ja abschalten.
Martin
Jo aber nur wenn er die Heizung im Sommer nicht abstellt. Sonst wird er
kaum über 15 Euro kommen
> Strom sparen! Koste es was es wolle!
Eben :-)))
Gruß
Christoph
0,5 kWh am Tag entsprechen ungefähr 5% meines Stromverbrauches. Wenn
man das theoretisch auf alle Stromverbraucher hochrechnet sind das 5%
des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.
Oder anders ausgedrückt ganz grob:
1 - 2 überflüssige Atomkraftwerke oder
alle Windkraftanlagen zusammen, oder
ein Vielfaches der installierten Photovoltaikanlagen
Und da kommt man dann zwangsläufig auf ein Thema, welches ich nie
verstanden habe. Warum fördert man aus Steuer- oder Stromgeldern
Photovoltaik- und Windkraftanlagen, wenn sich die gleiche Energiemenge
sehr viel einfacher und günstiger allein bei Standby-Stromverbrauchern
einsparen lassen würde. Z.B. in Form von einem gesetzlich
vorgeschriebenen Maximal-Verbrauch von Standbygeräten.
Leider nicht, denn meine Frage war und ist, ob ich dafür einen Regler
mit Öffner oder Schliesser brauche.
Oder nochmal andersrum gefragt, wie ist ein Öffner bei einem
Raumtemperaturregler definiert? Öffnet ein Öffner den Schaltkontakt
wenn eine bestimmte Temperaturschwelle über -oder unterschritten
wurde?
Hm, bei mir machen die auch im Sommer einmal pro Woche auf, damit sie
sich nicht festfressen... heißt "Verkalkungsschutz". Ob man das wirk-
lich braucht, weiß ich aber auch nicht.
Gruß Matthias.
Du (MartinKobil) meintest am 28.11.03:
> 0,5 kWh am Tag entsprechen ungefähr 5% meines Stromverbrauches.
[...]
> Und da kommt man dann zwangsläufig auf ein Thema, welches ich nie
> verstanden habe. Warum fördert man aus Steuer- oder Stromgeldern
> Photovoltaik- und Windkraftanlagen, wenn sich die gleiche
> Energiemenge sehr viel einfacher und günstiger allein bei
> Standby-Stromverbrauchern einsparen lassen würde.
Bauen ist viel interessanter als Sparen.
"Das schafft Arbeitsplätze!"
Und ein Pumpspeicherwerk oder einen Windenergie-Park einweihen: da
kommen Presse, Rundfunk und Fernsehen.
Neue (und besser isolierte) Fenster einbauen, Thermostatventile
einbauen? Langweilig.
Da lobe ich mir die Grünen: Strom aus Atomkraftwerken ist igitt. Strom
aus heimischer Fertigung (solar oder Blockheizkraftwerk) ist
ökologisch wertvoll.
Viele Grüße!
Helmut
Du (MartinKobil) meintest am 28.11.03:
> Öffnet ein Öffner den Schaltkontakt
> wenn eine bestimmte Temperaturschwelle über -oder unterschritten
> wurde?
Ja.
Etwas ausführlicher: ein Öffner ist im stromlosen Zustand geschlossen.
Warum er öffnet: das entscheidet der Sensor (oder was auch immer), der
ihm "öffne" befiehlt.
Viele Grüße!
Helmut
>> Geiz is geil?
>
>Klar: da werden Unsummen verbraten. 36 Euro pro Jahr.
Oder an die 1000 über die gesamte Nutzungsdauer.
>Das ist schon
>fast 1 (in Rechnung gestellte) Handwerker-Stunde.
>Strom sparen! Koste es was es wolle!
Die Stromrechnung kommt aber öfter als der Handwerker.
Du (spamopfer) meintest am 28.11.03:
>> Klar: da werden Unsummen verbraten. 36 Euro pro Jahr.
> Oder an die 1000 über die gesamte Nutzungsdauer.
>> Das ist schon
>> fast 1 (in Rechnung gestellte) Handwerker-Stunde.
>> Strom sparen! Koste es was es wolle!
> Die Stromrechnung kommt aber öfter als der Handwerker.
Hier: die Stromrechnung kommt einmal pro Jahr.
Viele Grüße!
Helmut
Nicht ja oder nein, sondern *überschritten* ODER *unterschritten* ;-)
> Etwas ausführlicher: ein Öffner ist im stromlosen Zustand geschlossen.
Bei einem Relais gibt es einen stromlosen Zustand der Spule. Bei einem
Raumtemperaturregler kann ich sowas leider nicht finden, denn da ist
im einfachsten Fall ein Bimetall drin.
> Warum er öffnet: das entscheidet der Sensor (oder was auch immer), der
> ihm "öffne" befiehlt.
Ja, vollkommen richtig. Aber in welchem Fall öffnet der Öffner, wenn
die eingestellte Temperaturschwelle *überschritten* oder
*unterschritten* wird. Wenn ich das nicht weiss oder wenn es nicht
irgendwie definiert ist, dann kann ich nicht entscheiden ob es sich um
einen Öffner oder einen Schliesser handelt.
> Ja, vollkommen richtig. Aber in welchem Fall öffnet der Öffner, wenn
> die eingestellte Temperaturschwelle *überschritten* oder
> *unterschritten* wird. Wenn ich das nicht weiss oder wenn es nicht
> irgendwie definiert ist, dann kann ich nicht entscheiden ob es sich um
> einen Öffner oder einen Schliesser handelt.
Kuckst Du
http://www.merten.de/downloads/deutsch/technische_infos/heizungssteuerung.pdf
direkt Pos1.
HTH
Lutz
Du (MartinKobil) meintest am 28.11.03:
>>> Öffnet ein Öffner den Schaltkontakt
>>> wenn eine bestimmte Temperaturschwelle über -oder unterschritten
>>> wurde?
>>
>> Ja.
> Nicht ja oder nein, sondern *überschritten* ODER *unterschritten*
> ;-)
Ein Öffner ist ein Öffner.
Warum er öffnet oder schliesst, das ist nicht das Problem des Öffners.
>> Etwas ausführlicher: ein Öffner ist im stromlosen Zustand
>> geschlossen.
> Bei einem Relais gibt es einen stromlosen Zustand der Spule. Bei
> einem Raumtemperaturregler kann ich sowas leider nicht finden, denn
> da ist im einfachsten Fall ein Bimetall drin.
Ein Raumtemperaturregler ist ein Gebilde, das aus mehreren Komponenten
besteht. Er wird sicherlich mindestens 1 Sensor und mindestens 1
Schaltkontakt enthalten (wenn diese beiden Teilen nicht z.B. in einem
Heiss- oder Kaltleiter vereinigt sind).
>> Warum er öffnet: das entscheidet der Sensor (oder was auch immer),
>> der ihm "öffne" befiehlt.
> Ja, vollkommen richtig. Aber in welchem Fall öffnet der Öffner,
> wenn die eingestellte Temperaturschwelle *überschritten* oder
> *unterschritten* wird. Wenn ich das nicht weiss oder wenn es nicht
> irgendwie definiert ist, dann kann ich nicht entscheiden ob es sich
> um einen Öffner oder einen Schliesser handelt.
Stimmt.
Es gibt keinerlei Vorschrift oder Norm, wie ein Hersteller die
Gesamtfunktion "Raumtemperaturregler" zu realisieren hat.
Viele Grüße!
Helmut
Offenbar geht es den Leuten noch zu gut. Eine bescheidene
Gebühr von lächerlichen 1000 Euro um einmal nicht nach-
denken zu müssen scheint akzeptiert zu werden.
Und das ganze beruht noch auf Strompreisen, die
ökologisch und ökonomisch nicht zu rechtfertigen sind.
--
mfg Rolf Bombach