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Wie wird üblicherweise eine Hohlwandinstallation ausgeführt?

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Andreas Meerbann

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Jun 25, 2014, 4:28:24 AM6/25/14
to
Liebe Leute,

Meine Frage:
Ist es üblich Hohlräume so zu installieren, dass Rigips direkt auf OSB-Platten liegt und dabei die Kabel im Rigips liegen? Wenn dann von der Rigips-Seite Steckdosen reigebohrt werden, wie kommen dann die Kabel in die Steckdosen???
Die üblichen Hohlraumdosen wollen die Kabel ja von hinten zugeführt haben
(aus dem Hohlraum heraus),

Der Hintergrund:

mein Dachausbau schreitet voran - demnächst ist die Elektrik dran. Die
Installation wird hauptsächlich als Hohlrauminstallation gemacht, da fast nur
Trockenbau-Wände vorhanden sind. An den Kniestöcken ist die senkrechte Wand
noch etwa 1m hoch und auch dort sollen Steckdosen montiert werden.

Momentan ist diese Wand mit OSB-Platten beplankt. Dahinter befindet sich ein
Hohlraum in den man noch reinkriechen kann, aber nicht unbedingt will (eng!).
Später sollen die OSB-Platten noch mit Rigips beplankt werden.

Mein Architekt meint, der Elektriker legt jetzt die Leitungen auf die
OSB-Platten auf der Raumseite. Dann beplankt der Gipser die OSB-Platten
(um die Kabel herum) mit Rigips und anschließend kommt der Elektriker nochmal
und setzt die Steckdosen rein.

Mir erscheint das unlogisch: Wie bekommt der Elektriker die Kabel, welche auf
der OSB-Platte liegen ,in die Hohlwanddosen rein, welche ja später von der
gleichen Seite gesetzt werden? Ich kenne das so, dass entweder auf der
OSB-Platte noch vor dem Rigips-Beplanken mit Dachlatten eine installations-
ebene geschaffen wird. Der Architekt meint aber, dass sei nicht so. Der
Rigips komme direkt auf die OSB-Platten.

Eine Möglichkeit wäre ja, dass der Elektriker die Kabel von der Kniestockseite
her auf die OSB-Platten legt und die Steckdosen dann von der Raumseite her
gebohrt werden. Dann liegen die Kabel auf der richtigen Seite.

Eure Kommentare?
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Tobias Schuster

unread,
Jun 25, 2014, 10:28:27 AM6/25/14
to

> Eure Kommentare?
>
Warum kommen die Kabel zur Raumseite und nicht unsichtbar in den Raum
des Kniestocks? Dann wird f�r den Elektriker ein Schuh draus.

Ist das wirklich ein Architekt? Warum dann diese Kombination von OSB und
Gips? Und dann noch Platten wegen Kabeln teilen? Never ever!

2


Andreas Meerbann

unread,
Jun 25, 2014, 11:34:03 AM6/25/14
to
Danke für die Antworten!

> Ist das wirklich ein Architekt? Warum dann diese Kombination von OSB und
> Gips? Und dann noch Platten wegen Kabeln teilen? Never ever!

Ja, ist ein Architekt. Mich wunderte diese Vorgehensweise aber auch und daher
wollte ich mich hier mal rückversichern bevor ich ernsthaft mit ihm rumstreite
(ein bisschen hab ich es schon...).

Ich denke, da die OSB-Platten nun mal schon dran sind, wird der Elektriker in
den Kniestock krabbeln und von hinten installieren. Kann mir auch nicht
vorstellen, dass er die Kabel "in" den Rigips legt um dann bei jeder Dose
wieder nach hinten durchzubohren um wieder in den Hohlraum zu kommen....

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Andreas Meerbann

unread,
Jun 26, 2014, 4:25:43 AM6/26/14
to
> Das glaub' ich nicht.
> Mir scheint eher, auf die OSB kommt noch eine Lattung, auf die dann der
> Gipskarton. Kein Trockenbauer wird eine komplette Installation durch
> Rauskratzen von Kabelkan�len im Gipskarton machen.

Der Architekt bestätigte mehrfach, dass keine Lattung drauf kommt und die paar
Kabel ja auch in der Rigips-Ebene liegen können. Der Gipser legt seinen
Gipskarton dann um die Kabel drum herum. Rausgekrazt wird da nix.

Der Elektriker bestätigt mir mittlerweile, dass die Kabel hinter die OSB-Platte
kommen egal was der Architekt sagt ;-)

> Ich glaub' eher dir.
danke :-)

> Bei mir ist OSB zugleich Dampfsperre. Die Kabel liegen hinter der OSB.
> Da brauchts dann luftdichte Dosen und luftdichte Kabeldurchf�hrungen.

> Wof�r bei dir OSB gut sein soll? Klingt recht unn�tig.

Dampfsperre ist separat ausgeführt - die OSB-Platten werden vom Statiker
verlangt. Der Dachstuhl ist teilweise arg ausgedünnt worden und die OSB-Platten
dienen der Aussteifung.
Zudem erhöht es die Stabilität der Wände gegenüber einer einzelnen Rigips-
Platte, was Vorteile beim Aufhängen von Bücherregalen hat.

> Sowohl dem Trockenbauer als auch dem Architekten ist ziemlich egal, dass
> damit das Zimmer kleiner, die Schr�gen niedriger werden. Ist ja nicht
> deren Wohnraum.
Der Architekt denkt schon an die Raumgröße und will ja deswegen gerade
keine extra Lattung zur Schaffung einer Installationsebene. Zumindest war das
sein Argument.

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Andreas Meerbann

unread,
Jun 26, 2014, 10:58:21 AM6/26/14
to
> Und doch ist es einfacher, die Kabel in die Abseite zu verlegen. Wie ist
> die Abseite sonst ausgeführt? 1 m Kniestock ist ja schon relativ viel.
Genau! Daher war ich ja auch so verwundert...

Zum Aufbau: Zunächst Asche auf mein Haupt! Soeben habe ich nachgelesen, dass
es sich bei mir nicht um einen Kniestock sondern um einen Drempel handelt.
Also gemäß folgendem Dokument
http://www.deineschiebetuer.de/download/KniestockBegriffserklaerung.pdf
Entspricht meine Situation der Abbildung 3.
und es geht um den Hohlraum hinter dem Drempel. Die Abmessungen betragen etwa
1m Höhe x 1m Tiefe - man kann also reinkrabbeln, ist aber eng.

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Georg Wieser

unread,
Jun 28, 2014, 1:49:48 PM6/28/14
to
Am 25.06.2014 14:00, schrieb Martin Gerdes:
Hohlwanddosen ein. Wenn
> das Loch gebohrt ist, kann er problemlos in den Hohlraum greifen, das
> Kabel herausziehen und in die Hohlwanddose einf�deln,


Du musst aber Patschh�ndchen haben... wie eine 12 j�hrige.

Georg Wieser

unread,
Jun 28, 2014, 1:55:43 PM6/28/14
to
Am 27.06.2014 01:00, schrieb Martin Gerdes:

>
> Das war vorher klar.
>
>> und es geht um den Hohlraum hinter dem Drempel.
>
> Also die Abseite.
>
>> Die Abmessungen betragen etwa 1m H�he x 1m Tiefe - man kann also reinkrabbeln,
>
> ... und f�r sp�ter diesen Raum als Stauraum nutzbar machen
>
>> ist aber eng.
>
> Klar.
>
> Ein Argument f�r eine kleinere, n�mlich 60 cm hohe Abseitenwand ist, da�
> man diese H�he wunderbar bequem beplanken kann, indem man n�mlich eine
> GK-Platte l�ngs verlegt. Aber damit bist Du schon durch.
>


Allerdings ist es auch optisch nicht jedermanns Sache so einen tiefen
Raum in der Schr�ge zu erzeugen.

F�r Kinderzimmer, Spielzimmer, Fittnessr�ume etc. ist das eher praktisch.

F�r B�ros, Schlaf, oder Wohnr�ume sind eher integrierte Schr�nke im
Drempel und dadurch eine h�herere senkrechte Wand sinnvoll.

Sinnfrei sind "tote" R�ume. Die werden i.d.R. relativ schnell wieder
ge�ffnet und als Lagerraum f�r selten gebrauchte Gegenst�nde wie
Weihnachtsschmuck oder Reisekoffer verwendet.
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horst-d.winzler

unread,
Jun 29, 2014, 12:38:06 PM6/29/14
to
Am 28.06.2014 19:49, schrieb Georg Wieser:
> Am 25.06.2014 14:00, schrieb Martin Gerdes:
> Hohlwanddosen ein. Wenn
>> das Loch gebohrt ist, kann er problemlos in den Hohlraum greifen, das
>> Kabel herausziehen und in die Hohlwanddose einfädeln,

> Du musst aber Patschhändchen haben... wie eine 12 jährige.

Das wird mit einem drahthaken gemacht. Schweißdrahf wie er fürs
autogenschweißen verwendet wird, eignet sich bestens.

--
mfg hdw

Georg Wieser

unread,
Jun 29, 2014, 12:42:46 PM6/29/14
to
Am 29.06.2014 00:00, schrieb Martin Gerdes:
> Georg Wieser <dumic...@arcor.de> schrieb:
>
>>>> Die Abmessungen betragen etwa 1m H�he x 1m Tiefe - man kann also reinkrabbeln,
>
>>> ... und f�r sp�ter diesen Raum als Stauraum nutzbar machen
>
>>> Ein Argument f�r eine kleinere, n�mlich 60 cm hohe Abseitenwand ist, da�
>>> man diese H�he wunderbar bequem beplanken kann, indem man n�mlich eine
>>> GK-Platte l�ngs verlegt. Aber damit bist Du schon durch.
>
>> Allerdings ist es auch optisch nicht jedermanns Sache, so einen tiefen
>> Raum in der Schr�ge zu erzeugen.
>
> Geschmack ist halt Geschmackssache.
>
>> F�r B�ros, Schlaf, oder Wohnr�ume sind eher integrierte Schr�nke im
>> Drempel und dadurch eine h�herere senkrechte Wand sinnvoll.
>
> Mag sein. Aber auch das ist im vorliegenden Fall keine Option mehr.
>
>> Sinnfrei sind "tote" R�ume. Die werden i.d.R. relativ schnell wieder
>> ge�ffnet und als Lagerraum f�r selten gebrauchte Gegenst�nde wie
>> Weihnachtsschmuck oder Reisekoffer verwendet.
>
> Was Du alles wissen willst!
>

Ein gewisses Alter bringt zwangsl�ufig eine gewisse Lebenserfahrung.
da unsere Freunde alle H�user haben aber von IT/TK wenig Ahnung......
kenne ich viele Kniest�cke. So einfach kann das sein.

Marc Haber

unread,
Jun 29, 2014, 2:47:13 PM6/29/14
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>Oder ich setze gleich Doppeldosen, dafür bohrt man gleich ovale Löcher
>(doppelt so breit wie hoch).

Macht man? In unserem Haus sind das immer zwei nahe nebeneinander
liegende normale Löcher.

und wenn, wie bohrt man die Löcher für die Kaiser-Elektronikdosen?

Grüße
Marc
--
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Georg Wieser

unread,
Jun 30, 2014, 12:43:16 PM6/30/14
to
Wie denn sonst... Ichh ab ja nie behauptet man könne problemlos in den
Hohlraum greifen.

horst-d.winzler

unread,
Jun 30, 2014, 1:59:38 PM6/30/14
to
Am 30.06.2014 18:43, schrieb Georg Wieser:

> Wie denn sonst... Ichh ab ja nie behauptet man könne problemlos in den
> Hohlraum greifen.

Dann ist ja alles im lot, würde der maurer sagen. Wenns noch deutsche
maurer auf dem bau geben würde?

--
mfg hdwe-post: horst.d...@web.de
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