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PV-Inselanlage Erdung überprüfen

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André Schiche

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May 5, 2021, 2:25:06 AM5/5/21
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Guten Morgen an alle,

ich habe im Garten eine Inselanlage:
- 2x 225 kWp (30V)
- MPPT-Laderegler auf 12V-Batterieset
- ein 1000W-Sinuswechselrichter für die Laube
- ein 2000W-mod. Sinuswechselrichter für außen (Wasserpumpe, Rasentrimmer usw.)
-die 230W-Seite in der Laube habe ich über einen kombinierten FI/LS-Schutzschalter abgesichert (sollte ein ABB FI/LS DS201A-B16/0,03 sein)
-ich habe einen Erdungsanker eingetrieben und die zwei Wechselrichter angeschlossen
- in der Laube ist alles mit PE-Leiter verbunden

1. Frage -ist das so ausreichend den Schutz betreffend?
2. Frage-soll ich den Laderegler auch erden?
3. Kann ich mit einem Multimeter messen, ob die Erdung in der Laube funktioniert? Das kann kurzzeitig 10 A, der Wechselrichter bringt ja nur ca. 5 A (230V, 1000W), bevor er abschaltet. Also Multimeter auf Strommessung stellen, dann PE-Leiter und Phase über Multimeter verbinden?

Vielen Dank vorab.

Ole Jansen

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May 5, 2021, 4:22:35 AM5/5/21
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Am 05.05.2021 um 08:25 schrieb André Schiche:
> Guten Morgen an alle,
>
> ich habe im Garten eine Inselanlage:
> - 2x 225 kWp (30V)
> - MPPT-Laderegler auf 12V-Batterieset
> - ein 1000W-Sinuswechselrichter für die Laube
> - ein 2000W-mod. Sinuswechselrichter für außen (Wasserpumpe, Rasentrimmer usw.)
> -die 230W-Seite in der Laube habe ich über einen kombinierten FI/LS-Schutzschalter abgesichert (sollte ein ABB FI/LS DS201A-B16/0,03 sein)
> -ich habe einen Erdungsanker eingetrieben und die zwei Wechselrichter angeschlossen
> - in der Laube ist alles mit PE-Leiter verbunden
>
> 1. Frage -ist das so ausreichend den Schutz betreffend?

Warum willst Du erden?

> 2. Frage-soll ich den Laderegler auch erden?

Gegenfrage: Sind die AC Seiten von Deinen WR erdfrei?
Falls ja handelt es sich um ein TI Netz und du kannst dich nicht
elektrisieren.

> 3. Kann ich mit einem Multimeter messen, ob die Erdung in der Laube funktioniert?

Du kannst damit messen ob alle Leitungen wie vorgesehen angeschlossen
sind.

Was verstehst Du unter funktionieren? Soll nur gewährleistet sein dass
z.B. ein LSS bei einem Erdschluss auslöst?
Oder möchtest Du prüfen ob die gesetzlichen Anforderungen erfüllt
sind? Bis Du in D, AT oder CH?

Da gibt es z.B. Strom/Spannungsverfahren, Selektive Erdungsmessung,
Erdschleifenmessung, Wenner-Methode. Ist zum Messen eine Hilfserde
verfügbar?

> (230V, 1000W), bevor er abschaltet. Also Multimeter auf Strommessung stellen,
> dann PE-Leiter und Phase über Multimeter verbinden?

Hängt ab von Frage 1 und 2.

Viele Grüße,

O.J.

André Schiche

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May 5, 2021, 5:08:22 AM5/5/21
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Hallo Ole,

vielen Dank erstmal.
zu Frage 1: Die Gehäuse der Wechselrichter sind aus Alu. Ich habe eine Kochplatte mit Metallgehäuse. Ich möchte nur einen evtl. Gehäuseschluss absichern.
zu Frage 2: Soweit ich erkennen kann, haben die Wechselrichter nur einen Anschluss für die Erde (der ist auf der DC-Seite am Gehäuse angebracht). Ich bin davon ausgegangen, dass darüber der Wechselrichter sowohl DC- als auch AC--seitig geerdet wird und damit auch die 230V-Installation.
Ich bin in D, gesetzliche Anforderungen spielen keine Rolle, ich will nur bestmöglich absichern.
Die Frage ist halt noch, was das beste ist bei Blitzschlag in die Module.

Viele Grüße

André Schiche

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May 5, 2021, 5:21:52 AM5/5/21
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Noch eine Info - der FI/LSS ist in einer Steckdosenleiste integriert (werksseitig). Diese steckt direkt im 1000W-WR und über diese wird die Laube versorgt.

Ole Jansen

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May 5, 2021, 6:36:23 AM5/5/21
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Das klingt eher wie Camping-Zubehör und nicht wie ein richtiges
Inselnetz. Ohne nähere Infos kommen wir hier nicht weiter
fürchte ich. Ist ein unbeaufsichtigter Betrieb überhaupt notwendig?

Ansonsten entscheide Dich zwischen IT System oder TT System..

Wenn der Ausgang des Wechselrichters erdfrei ist (d.h. Du hast ein
IT-Netz) oder Du einen Campinganlage hast die ohne defonierte
Erde "in der Luft" hängt und die Kochplatte mit einer
Personenschutzerde (PE) verbunden und das Heizelement einen
Erdschluss hat passiert erst einmal garnichts. Oder es gibt eine
Isolationsüberwachung (eingebaut im WR oder extern), dann spricht
diese an. z.B. OP Räume sind mit solchen Netzen ausgestattet damit der
Strom bei einem einfachen Fehler _nicht_ ausfällt.

Oder eine Phase Deines WR Ausganges ist irgendwie (inern/extern/
mittelbar über das PV Gestell) mit Erde/PE verbunden.

Dann löst ein Körperschluss einen Kurzschluss/partiellen Kurzschluss
aus und ein FI und/oder LSS sollte auslösen. Ansonsten gibt
es vagabundierende Ströme und elektrische Gefahren.

Wie alt ist dei Anlage/der WR?
Die neue DIN VDE 0100-712 fordert seit 2016 die doppelte oder
verstärkte Isolierung als alleinige Schutzmaßnahme gegen elektrischen
Schlag. Vorher zulässige Abweichungen nach DIN VDE 0100-410 sind nicht
mehr erlaubt. Moderne WR und professionell erstellte Anlagen
berücksichtigen das bei ihrer Konstruktion.
Auch einige Benzinmöppel haben einen Iso-Wächter eingebaut.

Was die Blitzschutzerdung Deiner PV Anlage angeht kann ich
auch nur allgemeine Hinweise geben.
Falls möglich äußeren Blitzschutz gewährleisten, z.B. durch
Blitzfangeinrichtungen. Überspannungsableiter am DC Eingang des
WR anbringen. Modulgestell im Potentialausgleich berücksichtigen.
Es gibt Kombi-Ableiter welche gleichzeitig Schutz vor
Blitzstrom-und Überspannung gewährleisten.

O.J.



horst-d.winzler

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May 5, 2021, 7:00:18 AM5/5/21
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Am 05.05.21 um 08:25 schrieb André Schiche:
Bei einer Last empfiehlt sich ein sog. IT-System, also erdfrei. Bei
mehreren Lasten ein sog. TT-System. Beim TT-System mit mehreren Lasten
hast du definierte Verhältnisse.
--
---hdw---

Rolf Bombach

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May 14, 2021, 2:05:26 PM5/14/21
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André Schiche schrieb:
> Guten Morgen an alle,
>
> ich habe im Garten eine Inselanlage:
> - 2x 225 kWp (30V)

Holy sh*t. Scheint eine grössere Insel zu sein :-]

--
mfg Rolf Bombach

Klaus Butzmann

unread,
May 14, 2021, 2:39:20 PM5/14/21
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Am 2021-05-14 um 20:05 schrieb Rolf Bombach:
> André Schiche schrieb:
>> Guten Morgen an alle,
>>
>> ich habe im Garten eine Inselanlage:
>> - 2x 225 kWp (30V)
>
> Holy sh*t. Scheint eine grössere Insel zu sein :-]
Achwas,
da ist je ein Secheron UR26 mit gezogenem Topf für 8 kA Bereich
als Leistungsschalter verbaut.

Die kleine Lichtbogenkammer reicht bei 30 Volt.



Butzo*aussen

Rolf Bombach

unread,
May 31, 2021, 3:47:51 AM5/31/21
to
Klaus Butzmann schrieb:
Und bei 840 V? Da wäre ein Teil von Sécheron wohl besser.
Bei der PV-Forschungs- und Demo-Anlage
https://societe-mont-soleil.ch/de/sonnenkraftwerk

hatte man zuerst einen "normalen" Schalter. Diese Idee erwies
sich dann als, äh, brandgefährlich. War IIRC damals dann
monatelang ausser Betrieb.

--
mfg Rolf Bombach
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