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informatikarbeitsmarkt gesättigt?

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Holger Waedt

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to
ich hatte eigentlich vor nach dem zivi informatik zu studieren (komme jetzt
in die12.).
aber wird der informatik arbeitsmarkt nicht gesättigt sein wenn ich mit dem
studium fertig bin, da ja jetzt jeder informatik studieren will? (danke
Schröder).
wie sind eigentlich die arbeitsbedingungen als informatiker?
ist der job gut bezahlt, die arbeitszeit geregelt (damit meine ich nicht
eine geregelte 50 stunden woche)?
und wollen unternehmen überhaupt 50 jährige mathematiker (irgendwann
werde ich ja auch 50 (hoffentlich) und dann will ich mir keinen neuen job
suchen müssen)?
cu holger


Frank Schaffer

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to
Moin Holger,
In article <8nlkga$8tpkm$1...@ID-21428.news.cis.dfn.de>,

"Holger Waedt" <Ho...@gmx.de> wrote:
> ich hatte eigentlich vor nach dem zivi informatik zu studieren (komme
jetzt
> in die12.).

Dann mach das doch, wenn es Dich interessiert.
Das Interesse ist das wichtigste, dann klappts spaeter auch mit
dem Job als Informatiker.

> aber wird der informatik arbeitsmarkt nicht gesättigt sein wenn ich
mit dem
> studium fertig bin, da ja jetzt jeder informatik studieren will?
(danke
> Schröder).

Was kann der Kanzler dafuer, dass nun mehr Studies anfangen?
Und wie soll der Arbeitsmarkt so schnell gesaettigt sein?
Die die jetzt anfangen, werden sicher nicht alle fertig.
Und die Einsatzfelder der Informatik durchdringen immer mehr
Felder des Lebens.

Es gab Ende der 80er schon mal so eine erhoehte Zahl von Erstis,
aber eine messbare Arbeitslosigkeit unter Informatikern gab es die
Jahre danach nicht wirklich. Mit den Ingenieurwisenschaften traf
es da ganz andere.

> wie sind eigentlich die arbeitsbedingungen als informatiker?

:-)

nunja, wie sag ichs, ohne Dich gleich zu verschrecken?

Stell Dir vor, Du musst fuer zwei arbeiten, und nebenbei auch noch
Handlangerdienste, wie Programmierung in manchen Faellen selber
mitmachen, weil sonst niemand da ist.

> ist der job gut bezahlt, die arbeitszeit geregelt (damit meine ich
nicht
> eine geregelte 50 stunden woche)?

Bezahlt ist es i.d.R. gut, sofern man einen entsprechnden Gegenwert
bieten kann. Geschenkt gibt es auch in der IT nichts.

Wenn Du gut bist, wirst Du aber bald mit Arbeit eingedeckt
sein, dass Du eine 50 Stundenwoche nicht immer hinbekommst.

> und wollen unternehmen überhaupt 50 jährige mathematiker (irgendwann
> werde ich ja auch 50 (hoffentlich) und dann will ich mir keinen neuen
job
> suchen müssen)?
> cu holger

Was hat das Alter damit zu tun?
Ich war sogar nach 22 Semestern Studium, ein paar Jahren
Sebstaendigkeit und 31 Jahren zu jung fuer eine grosse Bank,
die mich deswegen nicht als Berater sondern als Programmierer haben
wollte. Ich habe dann dankend abgelehnt und lieber ein weniger
konservatives Unternehmen gewaehlt, was sich als Volltreffer
herausstellte .

Wichtig ist, dass Du den Rest Deines Lebens weiter lernen
musst, sonst ist nicht erst mit 50 Schluss.
(BTW, ich hoffe, ich kann es mir mal leisten, mit 50 aufzuhoeren ;-)

Zur Zeit bin ich auf dem Workaholictrip und genaugenommen
selber schuld. Es macht mir halt Spass, gerade die Sparte, die
ich erwischt habe, beinhaltet alles moegliche(Unternehmensberater
fuer E-Commerce in SAP-Systemhaus):
Dauernde Reisen staendig neue Problemfelder, die zu beackern sind,
schon wenig Programmierung, mehr Interaktion mit Kunden und anderen
Menschen, als so mancher Vertriebler hat u.s.w.

Andere Taetigkeitsfelder sehen schon wieder viel familienfreundlicher
aus, Du hast genaugenommen eine Welt offenstehen und wenn Du 10
Informatiker fragst, bekommst Du mehr als 10 verschiedene
Taetigkeitsprofile zusammen.
Vom 8 Stunden Tag mit Stechuhr bis hin zu groestmoeglicher
Flexibilitaet.

Fazit: Wenn Dich die Informatik als Wissenschaft interessiert, dann
studier, egal, was gerade trendy ist.
Wenn es _nur_ ums schnelle Geld geht, vergiss es lieber, das macht
nicht wirklich gluecklich und lass den Platz an der Hochschule
fuer den frei, der sich dafuer interessiert.

Nun liegts an Dir, viel Spass, was auch passiert.

Gruss,
--
Frank Schaffer !___
\v/ prom...@t-online.de _|___)===
)>X<( prom...@my-deja.com (°oooooo°)
/^\ http://come.to/promillo
SI VIS PACEM PARA BELLUM!


Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.

Andreas Koch

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to

Holger Waedt schrieb:


>
> ich hatte eigentlich vor nach dem zivi informatik zu studieren (komme jetzt
> in die12.).

> aber wird der informatik arbeitsmarkt nicht gesättigt sein wenn ich mit dem
> studium fertig bin, da ja jetzt jeder informatik studieren will? (danke
> Schröder).

Ja. Wenn nicht früher. Zumindest dürfte der große Boom vorbei sein.

> wie sind eigentlich die arbeitsbedingungen als informatiker?

> ist der job gut bezahlt, die arbeitszeit geregelt (damit meine ich nicht
> eine geregelte 50 stunden woche)?

Hängt wohl davon ab wo du hinkommst. In der Industrie wird durchaus mal
(vor allem bei kleineren Betrieben) erwartet daß du (vor allem in
Projekt-Endphasen) 100 Stunden die Woche arbeitest ...
Wenn du viel verdienen willst, mußt du auch viel schuften.

> und wollen unternehmen überhaupt 50 jährige mathematiker (irgendwann
> werde ich ja auch 50 (hoffentlich) und dann will ich mir keinen neuen job
> suchen müssen)?

Sie werden dich nicht unbedingt rausschmeissen, aber was neues finden
sollte dann nicht sooo einfach sein. Vermutlich schwerer als selbst
was zu gründen.

Andreas

Dr. Peter Stoehr

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to
Hi *,

Andreas Koch wrote:
>
> Holger Waedt schrieb:
> >
> > ich hatte eigentlich vor nach dem zivi informatik zu studieren (komme jetzt
> > in die12.).
> > aber wird der informatik arbeitsmarkt nicht gesättigt sein wenn ich mit dem
> > studium fertig bin, da ja jetzt jeder informatik studieren will? (danke
> > Schröder).
> Ja. Wenn nicht früher. Zumindest dürfte der große Boom vorbei sein.

Der grosse Boom wird sicherlich vorbei sein, aber Informatiker werden
sicherlich auch weiterhin gebraucht werden. Gerade die IT-Branche ist in
Deutschland, Europa, ... sicherlich eine der Wachstumsbranchen.

>
> > wie sind eigentlich die arbeitsbedingungen als informatiker?
> > ist der job gut bezahlt, die arbeitszeit geregelt (damit meine ich nicht
> > eine geregelte 50 stunden woche)?
> Hängt wohl davon ab wo du hinkommst. In der Industrie wird durchaus mal
> (vor allem bei kleineren Betrieben) erwartet daß du (vor allem in
> Projekt-Endphasen) 100 Stunden die Woche arbeitest ...
> Wenn du viel verdienen willst, mußt du auch viel schuften.

Also ich habe schon 10 Jahre Informatikerleben auf dem Buckel und 100
Stunden die Woche sind krass uebertrieben, das waeren ja bei einer 7
Tage-Woche mehr als 14 Stunden pro Tag. Wenn sowas wirklich vorkommt hat
die Projektleitung aber echt versagt!

>
> > und wollen unternehmen überhaupt 50 jährige mathematiker (irgendwann
> > werde ich ja auch 50 (hoffentlich) und dann will ich mir keinen neuen job
> > suchen müssen)?
> Sie werden dich nicht unbedingt rausschmeissen, aber was neues finden
> sollte dann nicht sooo einfach sein. Vermutlich schwerer als selbst
> was zu gründen.

Also ich kenne viele "altgediente" Informatiker die in den Betrieben
arbeiten. Sicherlich, mit Ende 40 ist man nicht mehr so begehrt auf dem
Arbeitsmarkt, aber man kann schon noch wechseln. Man muss halt sein
Leben lang lernen, sonst gehoert man ganz schnell zum alten Eisen, egal
wie alt/jung man ist.

>
> Andreas

Viele Gruesse aus Erding
Peter

--
---------------------------------------------------------------------------
Dr. Peter Stoehr --- Teisenbergweg 6 --- 85435 Erding --- 08122/47232
http://www.weihenstephan.org/home/ak/support/team/jpg/peter.jpg
---------------------------------------------------------------------------
I'm the terror that flaps through the night

Florian Gyarfas

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to
> Der grosse Boom wird sicherlich vorbei sein, ...


warum eigentlich???
aus meiner sicht haben computer, internet etc. noch lange nicht die gesamte
gesellschaft erreicht, wie das z.B. beim fernsehen der fall ist. bis dahin
(und das dauert noch lange) wird es doch immer etwas für informatiker
geben.... ich sehe da noch grosses potential, gerade im bereich internet.

mfg
Florian


Sven Boegershausen

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to
Moinmoin!

"Frank Schaffer" <prom...@my-deja.com> wrote in message


> "Holger Waedt" <Ho...@gmx.de> wrote:
> > (danke Schröder).
> Was kann der Kanzler dafuer, dass nun mehr Studies anfangen?

Also ganz unschuldig ist der daran nicht. Zumindest hat er Die IT-Knappheit
zur "Chef-Sache" (eine seiner uebelsten Marotten...) gemacht und damit das
Medieninteresse daraufgelenkt. Im grossen und ganzen ists ein Hype (die
Dinger sind in den letzten Jahren ziemlich in Mode gekommen...), an dem der
Kanzler ein wenig mitgebastelt hat (auch anderen Wirtschaftsbereichen gehts
schlecht, aber das steht eben nicht in der Zeitung...)

> Und wie soll der Arbeitsmarkt so schnell gesaettigt sein?
> Die die jetzt anfangen, werden sicher nicht alle fertig.
> Und die Einsatzfelder der Informatik durchdringen immer mehr
> Felder des Lebens.

Bleibt abzuwarten. Informatik ist schliesslich nicht die Wunderloesung fuer
alles (auch wenn wir Informatiker das genre denken). Das nicht alle fertig
werden ist klar, aber wenn mehr anfangen, werden auch mehr fertig. Ist so.
Und irgendwann ist der Markt halt gesaettigt. Ich denke, in 5-6 Jahren
koennen wir uns mit Informatikern totschmeissen :-). Stichwort
Schweinezyklus. Warum sollte es in der IT-Branche anders aussehen als bei
anderen Studienabgaengern? (siehts bei Lehrern eigentlich schon wieder
besser aus?)

> Es gab Ende der 80er schon mal so eine erhoehte Zahl von Erstis,
> aber eine messbare Arbeitslosigkeit unter Informatikern gab es die
> Jahre danach nicht wirklich.

Es war wohl nicht sehr schlimm, aber es gab wohl '93 einen Anstieg bei
arbeitslosen Informatikern. Auf jeden Fall ists fuer einen Absolventen von
Nachteil, wenn viele andere mit ihm fertig werden. Das drueckt die
Gehaltsvorstellungen doch ziemlich...

> Fazit: Wenn Dich die Informatik als Wissenschaft interessiert, dann
> studier, egal, was gerade trendy ist.

ein schoenes Fazit.

Gruesse
Sven

Andreas Koch

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to

Florian Gyarfas schrieb:

Ja, natürlich.
Der Computer-Bereich (sofern Infs damit zu tun haben wollen) wird wohl
einer der größten Wachstumsbereiche bleiben. Ein Mitstudent hat
letztens ein Nebenjob-gesuch in die Heise-Jobbörse gestellt.
Am ersten Morgen gleich drei Anfragen.
Ich schätze, daß wird in ein paar Jahren nicht mehr so sein.
Und vor allem nicht für Leute die Gehaltsvorstellungen jenseits
der 100k haben ...

Andreas

Frank Schaffer

unread,
Aug 19, 2000, 3:00:00 AM8/19/00
to
In article <399ee...@news.uni-bielefeld.de>,

"Sven Boegershausen" <abc.1...@gmx.de> wrote:
> Moinmoin!
>
> "Frank Schaffer" <prom...@my-deja.com> wrote in message
> > "Holger Waedt" <Ho...@gmx.de> wrote:
> > > (danke Schröder).
> > Was kann der Kanzler dafuer, dass nun mehr Studies anfangen?
>
> Also ganz unschuldig ist der daran nicht. Zumindest hat er Die IT-
Knappheit
> zur "Chef-Sache" (eine seiner uebelsten Marotten...) gemacht und
damit das

Ich haette mich gefreut, wenn unser Kanzler, Dr. Kohl das aehnlich
gesehen und frueher etwas getan hat. Da muss man, so sehr ich ihn
auch schaetze, leiderzugeben, dass es etwas suboptimal lief.

> Medieninteresse daraufgelenkt. Im grossen und ganzen ists ein Hype
(die
> Dinger sind in den letzten Jahren ziemlich in Mode gekommen...), an
dem der
> Kanzler ein wenig mitgebastelt hat (auch anderen Wirtschaftsbereichen
gehts
> schlecht, aber das steht eben nicht in der Zeitung...)

Hihih... bald gleitet die Diskussion ab in Richtung "Hoehe der
notwendigen Sozialhilfe" ;-)

>
> > Und wie soll der Arbeitsmarkt so schnell gesaettigt sein?

> > ...


>
> Bleibt abzuwarten. Informatik ist schliesslich nicht die
Wunderloesung fuer
> alles (auch wenn wir Informatiker das genre denken). Das nicht alle
fertig

He, wir haben immerhin das Glueck, DIe Metawisenschaft des kommenden
Jahrhunderts zu sein. Was frueher Philosophie und dann Mathe waren,
ist heute die Informatik. Selbst Branchen, die frueher mit ein paar
EDV-lern auskamen, brauchen heute Informatiker, um zu ueberleben.

Ob Banken, Versandhaeuser oder Autohaendler, um nur ein paar zu nennen,
von denen vor ein paar Jahren noch keiner daran dachte.

> werden ist klar, aber wenn mehr anfangen, werden auch mehr fertig.
Ist so.

Hoffentlich.

> Und irgendwann ist der Markt halt gesaettigt. Ich denke, in 5-6 Jahren
> koennen wir uns mit Informatikern totschmeissen :-). Stichwort
> Schweinezyklus. Warum sollte es in der IT-Branche anders aussehen als
bei
> anderen Studienabgaengern? (siehts bei Lehrern eigentlich schon wieder
> besser aus?)

Warum? Na, aus den obigen Gruenden.

Und das beste kommt noch. Lass sich E-Commerce und Co ruhig
normalisieren, mit UMTS steht die naechste Herausforderung vor
der Tuer.

>
> > Es gab Ende der 80er schon mal so eine erhoehte Zahl von Erstis,
> > aber eine messbare Arbeitslosigkeit unter Informatikern gab es die
> > Jahre danach nicht wirklich.
>
> Es war wohl nicht sehr schlimm, aber es gab wohl '93 einen Anstieg bei
> arbeitslosen Informatikern. Auf jeden Fall ists fuer einen
Absolventen von

Jau, einen leichten, verglichen mit dem Rest der Gesellschaft.
Der so schnell wieder weg war, wie er kam. und als sich die
Knappheit abzeichnete, kamen immer noch Warnungen, dass man
lieber nicht Inf studieren sollte, von so manchem Poitclown und
Moechtegernmanager :-(((

> Nachteil, wenn viele andere mit ihm fertig werden. Das drueckt die
> Gehaltsvorstellungen doch ziemlich...
>

Sorry, ich habs schon so oft gehoert, und es ist nie auch nur
annaehernd eingetreten.

> > ...

Steini

unread,
Aug 20, 2000, 3:00:00 AM8/20/00
to

Holger Waedt <Ho...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8nlkga$8tpkm$1...@ID-21428.news.cis.dfn.de...

> ich hatte eigentlich vor nach dem zivi informatik zu studieren (komme
jetzt
> in die12.).
> aber wird der informatik arbeitsmarkt nicht gesättigt sein wenn ich mit
dem
> studium fertig bin, da ja jetzt jeder informatik studieren will? (danke
> Schröder).
> wie sind eigentlich die arbeitsbedingungen als informatiker?
> ist der job gut bezahlt, die arbeitszeit geregelt (damit meine ich nicht
> eine geregelte 50 stunden woche)?
> und wollen unternehmen überhaupt 50 jährige mathematiker (irgendwann
> werde ich ja auch 50 (hoffentlich) und dann will ich mir keinen neuen job
> suchen müssen)?
> cu holger
>
>
Ich denke das die Möglichkeiten auch in paar Jahren noch enorm sind. Der
Markt wird weiter expandieren.

Steini

Thomas Brandt

unread,
Aug 23, 2000, 3:00:00 AM8/23/00
to
Holger Waedt wrote:
>
> ich hatte eigentlich vor nach dem zivi informatik zu studieren (komme jetzt
> in die12.).
> aber wird der informatik arbeitsmarkt nicht gesättigt sein wenn ich mit dem
> studium fertig bin, da ja jetzt jeder informatik studieren will? (danke
> Schröder).

also wenn dich das studium interessiert mach es
aber denke daran der hauptteil des informatikstudiums ist mathematik
also wenn dir logisches denken und die mathematik im allgemeinen spass
macht dann ist info das richtige

> wie sind eigentlich die arbeitsbedingungen als informatiker?

gut, wie ueberall

> ist der job gut bezahlt, die arbeitszeit geregelt (damit meine ich nicht
> eine geregelte 50 stunden woche)?

du bist gehaltsempfaenger, es gibt keine geregelte arbeitszeit
du hast ne aufgabe und nen termin und der rest ist dein problem
wenn du schnell bist hast du viel zeit und wenn nicht pech
die bezahlung ist zur zeit sehr gut

> und wollen unternehmen überhaupt 50 jährige mathematiker (irgendwann
> werde ich ja auch 50 (hoffentlich) und dann will ich mir keinen neuen job
> suchen müssen)?

das mit dem alter ist so eine sache
wenn du im job (gilt fuer die meisten berufe) leistungsfaehig und
lernbereit bist
hast du bis zur rente zutun ansonsten geht es dir wie in jeder anderen
branche, es werden die genommen die etwas leisten

gruss Thomas

Thomas Baumer

unread,
Aug 25, 2000, 3:00:00 AM8/25/00
to

Frank Schaffer schrieb:

> > > Was kann der Kanzler dafuer, dass nun mehr Studies anfangen?
> >
> > Also ganz unschuldig ist der daran nicht. Zumindest hat er Die IT-
> Knappheit
> > zur "Chef-Sache" (eine seiner uebelsten Marotten...) gemacht und
> damit das
>
> Ich haette mich gefreut, wenn unser Kanzler, Dr. Kohl das aehnlich
> gesehen und frueher etwas getan hat. Da muss man, so sehr ich ihn
> auch schaetze, leiderzugeben, dass es etwas suboptimal lief.
>

Ich denke, das Problem hier ist nicht unbedingt in der Politik zu suchen,
sondern vielmehr in der Industrie, die fast ausschliesslich fertig
ausgebildete Leute haben will.
Ich habe mein Studium abbrechen muessen, konnte aber schon einige Jahre
Berufserfahrung aufweisen koennen, aber kein Unternehmen wollte mich
anstellen, trotz der Knappheit der IT Leute. Aehnliches bekam ich von
anderen bestaettigt.
Entweder, das ganze ist nur Show von den Unternehmen ("wir wuerden ja gerne
Einstellen, finden aber keine") oder die Unternehmen wollen einfach nichts
in ihre Arbeitnehmer investieren. Und wenn sich die Gelegenheit beitet, dass
sich ein Topbewerber vorstellt, fuer den wird schon eine Aufgabe gefunden.

Gruss
Thomas


Thomas Baumer

unread,
Aug 25, 2000, 3:00:00 AM8/25/00
to

Holger Waedt schrieb:

> wie sind eigentlich die arbeitsbedingungen als informatiker?

> ist der job gut bezahlt, die arbeitszeit geregelt (damit meine ich nicht
> eine geregelte 50 stunden woche)?

Ich moechte ja nicht meckern, aber im informatker oder Ingenieursberuf gibt es
im allgemeinen keine geregelte Arbeitszeit (nur der Termin zaehlt). Wenn Du
sowas machen willst, hast Du vermutlich mit 50 ein Problem. Wenn die Arbeit
Spass macht, sind 50 Stunden die Woche auch kein Problem (hoechsten fuer Deine
Frau/Freundin).

>
> und wollen unternehmen überhaupt 50 jährige mathematiker (irgendwann
> werde ich ja auch 50 (hoffentlich) und dann will ich mir keinen neuen job
> suchen müssen)?

Ich werde das Problem so anpacken:
Wenn ich in dieses Alter komme, moechte ich mich nicht mehr in allen Details
des Projekts und der Methoden auskennen muessen. Das koennen juengere besser
und schneller als ich. ich moechte in dem Alter entweder derjenige sein, der
das ABSOLUTE Wissen besitzt, oder in die Projektleitung/Plannung
Abteilungsleitung ueberwechseln, da muss man nicht mehr ueber jedes Detail
bescheid wissen und es faellt nicht so sehr auf, dass man keine Ahnung mehr
hat. (ich habe gerade so einen Kollegen, dem muss ich alles dreimal erklaeren
und naechste Woche hat er es wieder vergessen, aber er hat sehr viel Erfahrung.
Als PL wuerde ich ihm aber nicht mehr mit den Details spielen lassen).
Du siehst, Dir stehen alle moeglichkeiten offen (allerdins nur, wenn man
Einsatz zeigt)

Gruss
Thomas


Frank Schaffer

unread,
Aug 25, 2000, 3:00:00 AM8/25/00
to
In article <39A641A0...@sympat.de>,
@erlf.siemens.de wrote:
>
>
> Frank Schaffer schrieb:
>
> > ...

> >
> > Ich haette mich gefreut, wenn unser Kanzler, Dr. Kohl das aehnlich
> > gesehen und frueher etwas getan hat. Da muss man, so sehr ich ihn
> > auch schaetze, leiderzugeben, dass es etwas suboptimal lief.
> >
>
> Ich denke, das Problem hier ist nicht unbedingt in der Politik zu
suchen,
> sondern vielmehr in der Industrie, die fast ausschliesslich fertig
> ausgebildete Leute haben will.

nack.
Die Politik hat in den letzten Jahren (und tut es noch immer,
man denke nur an die Idee, privates Surfen am Arbeitsplatz als
"geldwerten Vorteil" versteuern zu sollen) einfach nicht erkannt,
welche Bedeutung Informatik im Besonderen und Hochschulbildung im
Allgemeinen fuer die Bundesrepublik haben wird.
Der Bildungsbereich wurde derart kaputtgespart, etwas aehnlich
schlimmes ist sonst nur dem Verteidigungshaushalt widerfahren.


> Ich habe mein Studium abbrechen muessen, konnte aber schon einige
Jahre
> Berufserfahrung aufweisen koennen, aber kein Unternehmen wollte mich
> anstellen, trotz der Knappheit der IT Leute. Aehnliches bekam ich von
> anderen bestaettigt.

Das kann ich nun ueberhaupt nicht nachvollziehen. Dazu unten mehr...

> Entweder, das ganze ist nur Show von den Unternehmen ("wir wuerden ja
gerne

Sicher nicht.

> Einstellen, finden aber keine") oder die Unternehmen wollen einfach
nichts
> in ihre Arbeitnehmer investieren. Und wenn sich die Gelegenheit
beitet, dass

Ich hatte vor ca einem Jahr mein Diplom in der Tasche und nach ca 3
Monaten Suche einen imho super Job gefunden.
Die 3 Monate lagen allerdings nicht daran, dass mich keiner
einstellen wollte, sondern, das man als Informatiker leider
immer in die Ecke Programmierkeller gedraengt wird.
Es ging also nur darum, etwas zu finden, was _mir_ gefaellt.
Mein Ag ist urspruenglich ein SAP-Systemhaus mit zur Zeit
wachsenden sonstigen Aufgaben. Ich bin dort im Bereich E-Commerce
taetig.
Als Kollegen findet sich alles moegliche, da gibt es
Wirtschaftswissenschaftler, da gibt es Mathematiker,
da gibt es aber auch massig Nichtakademiker, die ebenso wie ich
als Berater taetig sind und die verschiedensten Projekte abwickeln.

Gerade im Bereich der Softwareentwicklung, besser der
Programmierung, finden sich nicht nur Hochschulabsolventen.

Auch, was die Weiterbildung angeht, kann ich nicht klagen, im letzten
halben Jahr hab ich einen ganzen Wust an Schulungen mitgemacht, vom
rein fachlichen bis hin zu "Train-the-Trainer"-Softskills.

Der Vorwurf, dass die Wirtschaft nichts in die Ausbildung ihrer MAs
investieren will, kan ich persoenlich nicht bestaetigen.
Etwas Eigeninitiative ist dabei wichtig, wenn ich was passendes finde,
geht eine Mail ab und die Sache ist i.d.R. gebucht, sofern nicht
Termine dazwischenfunken.
Vielleicht hast Du Dich einfach bei den falschen Unternehmen beworben.

> sich ein Topbewerber vorstellt, fuer den wird schon eine Aufgabe
gefunden.
>
> Gruss
> Thomas

Auf Verdacht Leute einstellen? Na ich weiss ja nicht, ob das lange
gut geht.

Joachim Ollram

unread,
Sep 1, 2000, 7:26:42 AM9/1/00
to
Meine Meinung dazu ist, daß dieser Boom wie wir ihn jetzt erleben sicher
noch länger anhalten wird.
Es ist doch so, daß wir Europäer ca. 2-3 hinter der Entwicklung der Amis
sind. Und wenn man rüberschaut, was sich im Moment dort abspielt, läßt sich
erahnen, daß es auch in den kommenden 3 diesen Boom geben wird. Vermutlich
sogar noch verstärkt.

Zu den anderen Themen:
Die Leute, die Informatik mit dem $-Symbol in den Augen studieren(und davon
gibt es zur Zeit sicher sehr viele; ohne diesen Medienwahnsinn würde es
weiterhin nicht so viele Anfänger geben) werden sowieso herausgefiltert.
Sollten sie das Studium überhaupt überstehen, dann bin ich mir sicher, daß
sie sich in der Praxis nicht bewähren. Die wirklich guten sind auch dann
noch in der Minderheit und deswegen wird es vermutlich auch in 4 Jahren zu
wenig "qualifizierte Arbeitskräfte" geben.

Grüße,

Joachim


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