Ich strebe 600 Euro pro Monat an. Ist das zu viel, zu wenig oder der
Durchschnitt?
Meine Frage richtet sich bevorzugt an Leute, die selber ein Praxissemester
gemacht haben.
Arbeitgeber unterscheiden hier immer noch gerne anhand des Vordiploms.
400-800 Euro ohne Vordiplom
600-1000 Euro mit Vordiplom
100-200 Euro extra falls du weit (>100km) weg wohnst.
Wenn du die ersten 2/3 deines Studiums geschafft hast sollteste du wie
jemand mit Vordiplom bezahlt werden.
Ist das jetzt schon "wie Vordiplom" oder nicht?
Theoretisch hast du nach dem 4. Semester Bachelor genau so viel oder
mehr Erfahrung wie ein Diplom Studierender mit Vordiplom ...
Das Problem ist jedoch das Bachelor ᅵberall sehr negativ angesehen
wird... grade leute mit Diplom glauben nicht an den Studiengang... sehen
ihn voll abgeschlossen als equivalent zum Vordiplom .. wo er eigentlich
deutlich drᅵber steht...
Gruᅵ
Christian
Ist aber in der Tat so das Bachlor mit Diplom nicht wirklich
vergleichbar ist, aber er soll es ja auch nicht.
Aber zum eigentlichen Thema zurück, es hängt wie geschrieben stark von
der Firma ab.
Mache meiner Kommilitonen arbeiten bei IBM und da bekommst im PS halt
schon so zwischen 1100-1300€ auf die Hand.
Allerdings als Diplomer, ob die jetzt zum Bachelor einen Unterschied
machen weiß ich nicht.
mfg
PS: Er muss sich halt erst noch behaupten, zwar wird er auf das
nötigste Reduziert um schneller durch das Studium zu kommen
dennoch gehen dadurch viele Softskills verloren oder halt auch mal der
Blick über den Tellerrand, weil halt alles auf schnell schnell schnell
getrimmt ist. Gerade so Fächer wie Physik und Grundlagen ETechnik,
sind zwar nicht essentiell für einen Informatik-Studenten, aber
man wird halt nicht zum Fachidioten. Aber nur meine Meinung.
Problem mit Bachelor ist das es von manchen als �quivalent zum Vordiplom
gesehen wird ...
In der Regel sind die Absolventen die ich hier sehe extremst
unterschiedlich ...
Ich sehe Bachelor Arbeiten welche deutlich besser sind als so manche
Diplomarbeit.. was doch traurig ist..
Im Mittel sind die Diplomarbeiten nat�rlich besser... laufen nat�rlich
auch Doppelt so lange ...
Meine Erfahrung ist das im Mittel die Diplomer Theoretisch besser
dastehen .. w�hrend Bachelor Absolventen ein bischen h�ufiger noch
Programmieren k�nnen da im Bachelor studiengang minimal Wert darauf
gelegt wird...
Was man nun will sei dem Unternehmen �berlassen..
Fakt ist jedoch das ein Bachelor im 5 Semester h�chst wahrscheinlich
�hnlich ist wie ein Diplomer im 5. Semester ... Da die Vorlesungen fast
alle �bereinstimmen...
Der Bachelor Student hat nat�rlich keine Zeit um sich noch
Allgemeinbildende Vorlesungen anzuh�ren da im BA+MA studium hier ein
paar Vorlesungen mehr statt finden als im Diplom .. und dieses mehr muss
eben irgend wo hin...
Zum unterschied in der Theorie .. BA studenten wird hier die reine
Ana+LA vorlesung erspart und statt dessen einen Crashkurs erteilt ...
der sicher etwas einfacher ist ... jedoch was er ausl�sst holt man
sp�ter sowieso nach... zwangsweise... ohne zu wissen was ein Eigenwet
ist kommt man eben nicht durch eine Mustererkennungsvorlesung usw ...
Hinterher werden sie jedoch dennoch im 3. Semester in eine
Logikvorlesung gesteckt welche f�r Diplomer im 7. Semester angesetzt ist...
Alles in allem scheint das alte Modell dennoch zu Leuten zu f�hren die
Theoretisch besser sind.. jedoch meist eben erst bei der Diplomarbeit
das erste mal eine IDE aufmachen.
Im Grunde stimmt es mich dennoch traurig das der Bachelor viel zu h�ufig
untersch�tzt wird. Viel zu viele beurteilungen h�ren sich bei mir
mehr nach Nachgeplapperter Polemik an und nicht nach eigenen Erfahrungen.
Christian
Es kommt darauf an, was Du kannst/machst, wo es ist, und ob der Betrieb
Leute sucht.
- Sued-Nord-Gefaelle. Im Raum FR/KA/S/MA bekam und bekommt man nach meinen
eigenen Erfahrungen problemlos gut bezahlte Praktikumsplaetze und/oder
Ferienjobs. Hier (Nordhessen/Suedniedersachsen) ist es nicht mal einfach,
ueberhaupt etwas zu finden.
- In Betrieben, die Kurzarbeit machen, ist es schwierig zu motivieren,
stattdessen dann Praktikanten zu bezahlen. Das betrifft insbesondere
Stellen in Nicht-IT-Firmen (die aber einen grossen Teil des
Angebots and Praktikumsplaetzen, als auch an spaeteren Arbeitsstellen
fuer Informatiker ausmachen).
- Wenn Du in der Bewerbung plausibel machen kannst, dass Du kein Klotz
am Bein Deines Betreuers, sondern eine echte Unterstuetzung bist,
sind die Chancen, ordentlich bezahlt zu werden, natuerlich besser.
Wolfgang
> In der Regel sind die Absolventen die ich hier sehe extremst
> unterschiedlich ...
Das waren sie aber auch zu Diplomzeiten schon.
> Ich sehe Bachelor Arbeiten welche deutlich besser sind als so manche
> Diplomarbeit.. was doch traurig ist..
> Im Mittel sind die Diplomarbeiten nat�rlich besser... laufen nat�rlich
> auch Doppelt so lange ...
> Meine Erfahrung ist das im Mittel die Diplomer Theoretisch besser
> dastehen .. w�hrend Bachelor Absolventen ein bischen h�ufiger noch
> Programmieren k�nnen da im Bachelor studiengang minimal Wert darauf
> gelegt wird...
Das haengt mehr von der Uni ab, als von Diplom vs. BSc/MSc. Ich habe
mir eben mal in Karlsruhe den aktuellen Informatik-BSc-Studiengang
angeschaut. In dem Studienplan erkenne ich ohne Probleme in leicht
umgelabelter Form (statt Informatiik I-IV und Technische Informatik I/II
jeweils 6 SWS bzw 9CP stehen dort halt jetzt semesterweise die Themen)
die Veranstaltungen wieder, die in meinem Studium 1989-1995
die ersten 6 Semester des Diploms ausgemacht haben. Ein paar Aenderungen
daran (optional eigene Mathe-Vorlesungen fuer die Informatiker) wurden auch
AFAIK schon zu Diplom-Zeiten eingefuehrt.
> Was man nun will sei dem Unternehmen �berlassen..
> Fakt ist jedoch das ein Bachelor im 5 Semester h�chst wahrscheinlich
> �hnlich ist wie ein Diplomer im 5. Semester ... Da die Vorlesungen fast
> alle �bereinstimmen...
eben.
> Zum unterschied in der Theorie .. BA studenten wird hier die reine
> Ana+LA vorlesung erspart und statt dessen einen Crashkurs erteilt ...
> der sicher etwas einfacher ist ... jedoch was er ausl�sst holt man
> sp�ter sowieso nach... zwangsweise... ohne zu wissen was ein Eigenwetrt
> ist kommt man eben nicht durch eine Mustererkennungsvorlesung usw ...
... falls man diese Richtung spaeter belegt. Jemand der in Richtung
Betriebssysteme geht muss stattdessen Stochastik nachlernen. Wer in
Graphische DV geht, muss Differentialgeometrie koennen. Wer Logik
macht, braucht nichts von alledem.
Ich habe Eigenwerte spaeter nie wieder gebraucht (allerdings waren die
bei uns schon im Mathe-LK am Gymnasium dran, gebraucht habe ich sie
trotzdem nie mehr). Ich schaetze, dass ich 70% des Inhaltes der
Pflicht-Mathe-Veranstaltungen im Vordiplom nie wieder wirklich
gebraucht habe, habe Mathe aber trotzdem bis zum Diplom als Nebenfach belegt.
Ich kann aber gut verstehen, dass das nicht jeder machen will, und
es auch sinnvoll ist, dass das nicht jeder machen soll.
> Hinterher werden sie jedoch dennoch im 3. Semester in eine
> Logikvorlesung gesteckt welche f�r Diplomer im 7. Semester angesetzt ist...
Und, was setzt sie voraus? Meistens doch nichts von dem anderen Kram -
braucht man dazu Java, Algorithmen, O-Kalkuel, Schaltnetze (nein, fuer
diese ist jedoch Aussagenlogik Voraussetzung)? Man koennte mit Logik
im 1. Semester anfangen. Bei uns wars damals im 2. (zwecks
wp-Kalkuel/Programmverifikation) und im 5.
> Alles in allem scheint das alte Modell dennoch zu Leuten zu f�hren die
> Theoretisch besser sind.. jedoch meist eben erst bei der Diplomarbeit
> das erste mal eine IDE aufmachen.
Manche Diplomstudiengaenge enthielten noch eine Studienarbeit. IMHO
sehr sinnvoll.
Zeigt aber eben wieder, dass das auch damals offensichtlich von der Uni
abhing.
Evtl ist es zutreffend, dass "wer das Diplom hatte, war im
Theoriebereich besser", was aber zum grossen Teil auch daran lag, dass
Studierende, die damit nicht so viel am Hut hatten (aber trotzdem sehr
geeignete Informatiker haetten werden koennen) rausgeprueft bzw
abgeschreckt wurden.
> Im Grunde stimmt es mich dennoch traurig das der Bachelor viel zu h�ufig
> untersch�tzt wird. Viel zu viele beurteilungen h�ren sich bei mir
> mehr nach Nachgeplapperter Polemik an und nicht nach eigenen Erfahrungen.
Ack.
Wolfgang,
Diplom studiert habend, dann erst in Diplom und seit 2002 in BSc/MSc lehrend.
> In der Summe dauert ein Bachelor- gefolgt von einem Masterstudium
> lᅵnger als ein Diplomstudium.
Wo hast Du das denn her?
So weit ich weiᅵ, gilt das nur fᅵr Fachhochschulen,
weswegen der Master an einer FH jetzt dem Master an einer Uni
gleichgestellt ist.
D.h.
FH (frᅵher) 8 Semester Diplom
Uni (frᅵher) 10 Semester Diplom
Jetzt (beide):
6 Semester Bachelor
4 Semester Master
Bye,
Martin
--
Nachts wenn alles schlᅵft, teile ich heimlich durch NULL
Ueblich war in den meisten Unis/Studiengaengen eine Regelstudienzeit
von 9 Semestern.
> Jetzt (beide):
>
> 6 Semester Bachelor
> 4 Semester Master
Meistens, ja.
Wolfgang
Es sollte wohl mindestens 400 Euro sein. Im Endeffekt bist du ja beim
Praxissemester bereits fast vollstᅵndig ausgebildet, wenn das Studium
normal verlᅵuft. Alle versuchen eben zu sparen :-)