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Gibt es KI, die Grundbegriffe lernt?

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Burkart Venzke

unread,
Sep 14, 2009, 3:18:13 PM9/14/09
to
Als Grundbegriffe sehe ich etwas wie "Zahl" oder etwa auch "Licht" oder
"Farbe" an.
Gibt es KI, die solche oder ᅵhnliche grundlegenden Begriffe lernen kann?
Oder zumindest ᅵberhaupt (umfassend?) Begriffe?

Gruᅵ
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 14, 2009, 3:43:00 PM9/14/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:

Begriffe; ja muᅵt mal der Wikipedia den Begriff "Wasserstoffhepatron"
beibringen, dann kᅵnnte selbst Wiki noch was lernen...

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 14, 2009, 4:11:26 PM9/14/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

"Selbst Wiki" klingt ja fast so, als sei es eine fortgeschrittene KI fᅵr
dich?
"Wasserstoffhepatron" gehᅵrt allerdings nicht gerade zu meinen
Grundbegriffen ;)

Frank Müller

unread,
Sep 14, 2009, 4:39:48 PM9/14/09
to
"Burkart Venzke" <b...@gmx.de> schrieb:

Ich habe irgendwann mal beim Wasserstoff angefangen zu filtern,
denn vor Wasserstoff kann ich mir nichts vorstellen oder kennst
du einen Planeten mit einer negativen Anzahl Monde?
Wasserstoff erzeugt 5 Fraunhoferlinien, 5 ist eine Primzahl und
gleichzeitig die Hᅵlfte von 10 also ist da automatisch unser
dezimales Zahlensystem integriert und wer bis 10 zᅵhlen kann
mᅵᅵte das eigentlich begreifen wo er anfangen muᅵ zu zᅵhlen,
ob nun bei 0 oder 1 ist egal, nur wie bringt man das einen
Computerprogramm bei?

Frank

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 14, 2009, 5:41:25 PM9/14/09
to
Burkart Venzke schrieb:

Z.B. kann man die Bedeutung aus der Anzahl der Webseiten
schᅵtzen, die zwei Begriffe gemeinsam enthalten.

"Automatic Meaning Discovery Using Google"
http://homepages.cwi.nl/~paulv/papers/amdug.pdf
http://arxiv.org/abs/cs/0412098
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19326/1.html

Oder aus der Linkstruktur von Wikipedia.
http://www.physorg.com/news87276588.html
http://www.cs.technion.ac.il/~shaulm/papers/pdf/Gabrilovich-Markovitch-ijcai2007.pdf
http://arxiv.org/abs/0809.4530

Ich bin der Ansicht, daᅵ man die Bedeutung von Begriffen
gut dadurch definieren kann, daᅵ man das assoziative Umfeld
aufstellt. Z.B. kann man Wasser hinreichend genau definieren
durch See, Meer, waschen, trinken usw. Dies ist eine einfachere
Vorgehensweise als z.B. bei Cyc, wo Begriffe durch
prᅵdikatenlogische Aussagen umschrieben werden.

Grᅵᅵe,
Joachim

Burkart Venzke

unread,
Sep 14, 2009, 6:24:22 PM9/14/09
to
Eben kurz vor der "Falle" (schlafen gehen)...

Joachim Pimiskern schrieb:


> Ich bin der Ansicht, daᅵ man die Bedeutung von Begriffen
> gut dadurch definieren kann, daᅵ man das assoziative Umfeld
> aufstellt. Z.B. kann man Wasser hinreichend genau definieren
> durch See, Meer, waschen, trinken usw.

Sicher hilft es, Begriffe so zu vernetzen. Aber fehlt nicht ein
"Unterbau", sozusagen eine Basis, auf dem man Begriffe aufbauen kann?
Eben eine Lernbasis?

Frank Müller

unread,
Sep 15, 2009, 4:12:24 AM9/15/09
to
"Burkart Venzke" <b...@gmx.de> schrieb

So eine Basis mᅵᅵte einen Konflikt verursachen, der sich nicht
lᅵsen lᅵᅵt so was wie eine Endlosschleife die auf einen 1Bit-
System installiert ist. Die wᅵrde dann immer nur zwischen 1 und
0 hin und herspringen und wenn man das Ganze dann mit irgend
einer Quelle moduliert mᅵᅵte was sinnvolles rauskommen.
Nur wᅵrde man das als Mensch wohl nicht mehr verstehen, das ist
wie die Sache mit der 42 als "Sinn des Lebens" ...

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 15, 2009, 2:59:39 PM9/15/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

> "Burkart Venzke" <b...@gmx.de> schrieb
>
>> Joachim Pimiskern schrieb:
>>> Ich bin der Ansicht, daᅵ man die Bedeutung von Begriffen
>>> gut dadurch definieren kann, daᅵ man das assoziative Umfeld
>>> aufstellt. Z.B. kann man Wasser hinreichend genau definieren
>>> durch See, Meer, waschen, trinken usw.
>> Sicher hilft es, Begriffe so zu vernetzen. Aber fehlt nicht ein
>> "Unterbau", sozusagen eine Basis, auf dem man Begriffe aufbauen kann?
>> Eben eine Lernbasis?
>
> So eine Basis mᅵᅵte einen Konflikt verursachen, der sich nicht
> lᅵsen lᅵᅵt so was wie eine Endlosschleife die auf einen 1Bit-
> System installiert ist.

Was fᅵr ein Konflikt soll das sein, woher soll er kommen?

> Die wᅵrde dann immer nur zwischen 1 und
> 0 hin und herspringen und wenn man das Ganze dann mit irgend
> einer Quelle moduliert mᅵᅵte was sinnvolles rauskommen.

Welche Endlosschleife springt hin und her? Gerade eine fundierte Basis
sollte so etwas doch eher verhindern!?

> Nur wᅵrde man das als Mensch wohl nicht mehr verstehen, das ist
> wie die Sache mit der 42 als "Sinn des Lebens" ...

Wenn ich nur wᅵsste, was ;)

Gruᅵ
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 15, 2009, 3:36:29 PM9/15/09
to
"Burkart Venzke" <b...@gmx.de> schrieb:

> >> Joachim Pimiskern schrieb:
> >>> Ich bin der Ansicht, daᅵ man die Bedeutung von Begriffen
> >>> gut dadurch definieren kann, daᅵ man das assoziative Umfeld
> >>> aufstellt. Z.B. kann man Wasser hinreichend genau definieren
> >>> durch See, Meer, waschen, trinken usw.
> >> Sicher hilft es, Begriffe so zu vernetzen. Aber fehlt nicht ein
> >> "Unterbau", sozusagen eine Basis, auf dem man Begriffe aufbauen kann?
> >> Eben eine Lernbasis?
> >
> > So eine Basis mᅵᅵte einen Konflikt verursachen, der sich nicht
> > lᅵsen lᅵᅵt so was wie eine Endlosschleife die auf einen 1Bit-
> > System installiert ist.
>
> Was fᅵr ein Konflikt soll das sein, woher soll er kommen?

Den mᅵᅵte man Hardwaremᅵᅵig reinbauen im Prinzip reicht ein
Negator zu aber der kann keine zusᅵtzlichen Daten aufnehmen
also mᅵᅵte da ein D-Flipflop (z.B. SN74LS74) rein bei dem
man den negierten Q-Ausgang mit den D-Eingang verbindet am
einfachen Q Ausgang hᅵtte man dann den Datenausgang und ᅵber
den Takt-Eingang kᅵnnte man das ganze ansteuern.

> > Die wᅵrde dann immer nur zwischen 1 und
> > 0 hin und herspringen und wenn man das Ganze dann mit irgend
> > einer Quelle moduliert mᅵᅵte was sinnvolles rauskommen.
>
> Welche Endlosschleife springt hin und her? Gerade eine fundierte Basis
> sollte so etwas doch eher verhindern!?

Mit der oben beschriebenen Anordnung schwingt das Ding so
lange und so schnell wie die Daten kommen wenn keine Daten
mehr kommen geht es in eine Wartestellung.

> > Nur wᅵrde man das als Mensch wohl nicht mehr verstehen, das ist
> > wie die Sache mit der 42 als "Sinn des Lebens" ...
>
> Wenn ich nur wᅵsste, was ;)

Das Ding hᅵtte dann einen Ausgang der 5V oder 0V sein kann,
genauer kann man nun mal ein Bit nicht darstellen.
Die Frage ist dann nun noch steht der am ende auf 5V oder
auf 0V...

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 15, 2009, 4:28:31 PM9/15/09
to
Hm, hᅵtte ich "Unterbau" besser definieren sollen? Ich meinte ihn nicht
hardwaremᅵᅵig, sondern in Form von Software oder besser vorher noch als
umfangreiches Konzept zur starken KI, z.T. sogar bis hin zu
philosophischen Grundlagen.

Gruᅵ
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 15, 2009, 4:36:58 PM9/15/09
to
"Burkart Venzke" schrieb

Als Software geht das auch. Ich habe auf der Basis mal ein
Verschlᅵsselungssystem fᅵr Packet Radio programmiert was ich
am Ende nicht mal selber knacken konnte.

Frank

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 15, 2009, 6:03:57 PM9/15/09
to
Burkart Venzke schrieb:

> Sicher hilft es, Begriffe so zu vernetzen. Aber fehlt nicht
> ein "Unterbau", sozusagen eine Basis, auf dem man Begriffe
> aufbauen kann? Eben eine Lernbasis?

Ein einfacher Algorithmus, um Begriffsnetze zu erwerben,
ist, die Nicht-Stichwᅵrter aus einem Dokument zu entfernen,
ein 'Fenster' von n Wᅵrtern ᅵber einen Text zu bewegen,
und alles, was sich innerhalb des Fensters befindet,
paarweise miteinander zu vernetzen.

Trivial, aber soweit ich weiᅵ, gibt es fᅵr die
Idee sogar ein Softwarepatent. Die Qualitᅵt des
Ergebnisses ist auch nicht sonderlich gut.

Wenn man's richtig machen will, vernetzt man nur,
falls das auch Nutzen bringen wird. Dazu ist aber
bereits ein Grundvorrat an Intelligenz nᅵtig.

Wenn man einen Dᅵmon hᅵtte, der einem zuverlᅵssig
sagt, welche Begriffe zu vernetzen sich lohnt, so kᅵnnte
man wohl alle Denkaufgaben darauf reduzieren:
Begriffe vernetzen ist ai-complete.

Grᅵᅵe,
Joachim


Frank Müller

unread,
Sep 16, 2009, 4:08:24 AM9/16/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

Na nu geht's weiter. Wer versteht Ainu?

Burkart Venzke

unread,
Sep 16, 2009, 4:56:33 PM9/16/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

Schᅵn, nur sehe ich den Bezug zur KI nicht?

Gruᅵ
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 16, 2009, 5:55:48 PM9/16/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Burkart Venzke schrieb:
> > Sicher hilft es, Begriffe so zu vernetzen. Aber fehlt nicht
> > ein "Unterbau", sozusagen eine Basis, auf dem man Begriffe
> > aufbauen kann? Eben eine Lernbasis?
>
> Ein einfacher Algorithmus, um Begriffsnetze zu erwerben,
> ist, die Nicht-Stichwᅵrter aus einem Dokument zu entfernen,
> ein 'Fenster' von n Wᅵrtern ᅵber einen Text zu bewegen,
> und alles, was sich innerhalb des Fensters befindet,
> paarweise miteinander zu vernetzen.
>
> Trivial, aber soweit ich weiᅵ, gibt es fᅵr die
> Idee sogar ein Softwarepatent. Die Qualitᅵt des
> Ergebnisses ist auch nicht sonderlich gut.

Na ja, vielleicht eine nette Idee (wobei Ideen selbst ja nicht
patentierbar sind), aber auch wohl nicht mehr.

> Wenn man's richtig machen will, vernetzt man nur,
> falls das auch Nutzen bringen wird.

Das klingt schon interessanter.

> Dazu ist aber
> bereits ein Grundvorrat an Intelligenz nᅵtig.

Ah ha, das ist wohl das Problem:
Wo bekommt man grundlegende Intelligenz her, ohne Intelligenz
vorauszusetzen?

Die KI hat im Gegensatz zum Geschlecht des Menschen den Vorteil, dass
wir ihr
a) Grundlegendes fᅵr Intelligenz einprogrammieren kᅵnnen und
b) dafᅵr sorgen kᅵnnen, dass sie weitere Intelligenz aufbaut.

Dabei ist b) vermutlich noch das einfachere, klarere, nᅵmlich das
Lernen, am besten noch unterstᅵtzt durch Lehrer.

Der 'Bootstrap' zu a) ist wohl der spannendere Punkt. Ausgehend davon,
dass man Intelligenz nicht wirklich programmieren kann, muss man
Voraussetzungen fᅵr sie implementieren. Dazu sehe ich zu erreichende
Ziele, Motivationen, 'Gefᅵhle' u.ᅵ. als wegweisend an, wobei Intelligenz
dann ungefᅵhr das (gute, effektive) Erreichen dieser ist.

Auf Grundbegriffe bezogen sollte man sich fragen, wofᅵr diese gut sind,
also z.B. irgendwie zielfᅵhrend sind. "Zahl" z.B. ist eine An-Zahl, z.B.
zur Unterscheidung von zahl-reicheren und weniger zahl-reicheren
Mengen. ᅵhnlich ist es mit "Farbe", z.B. dass blau fᅵr Himmel (Wasser,
kᅵhl) und rot fᅵr Feuer (heiᅵ, Gefahr) steht, wieder eine Unterscheidung
zweier Begriffe (bzw. Begriffsfamilien).

Gruᅵ
Burkart

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 17, 2009, 2:07:40 AM9/17/09
to
Frank Mᅵller schrieb:
> Joachim Pimiskern schrieb:

>> Wenn man einen Dᅵmon hᅵtte, der einem zuverlᅵssig
>> sagt, welche Begriffe zu vernetzen sich lohnt, so kᅵnnte
>> man wohl alle Denkaufgaben darauf reduzieren:
>> Begriffe vernetzen ist ai-complete.
>
> Na nu geht's weiter. Wer versteht Ainu?

Das sollte ich vielleicht an einem Beispiel erlᅵutern. Wenn in einem
Paper steht:

Verursacht die Proteinkinase XYZ einen ᅵberschuᅵ an UVW
in den Mitochondrien? Dieser Verdacht wᅵrde bestᅵtigt,
falls der OPQ-Signalweg durch das Molekᅵl RST gehemmt wird.
Dieser Frage ging das Team von Hubert Mᅵller nach...

Und nun kᅵnnte man, weil im Text XYZ und UVW geometrisch sehr
nahe stehen, XYZ und UVW miteinander assoziativ verknᅵpfen.

Vielleicht sollte man das lieber nicht tun. Das hᅵngt davon
ab, ob das Team von Hubert Mᅵller erfolgreich war oder nicht.
Dazu bedarf es des Verstᅵndnisses des Textes. Wenn man zur
Schluᅵfolgerung gelangt, daᅵ man UVW und XYZ miteinander
assoziieren sollte, heiᅵt das, daᅵ im Paper steht, daᅵ
der OPQ-Signalweg tatsᅵchlich durch RST gehemmt wird.

Grᅵᅵe,
Joachim

Frank Müller

unread,
Sep 17, 2009, 4:35:49 AM9/17/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Frank Mᅵller schrieb:
> > Joachim Pimiskern schrieb:
> >> Wenn man einen Dᅵmon hᅵtte, der einem zuverlᅵssig
> >> sagt, welche Begriffe zu vernetzen sich lohnt, so kᅵnnte
> >> man wohl alle Denkaufgaben darauf reduzieren:
> >> Begriffe vernetzen ist ai-complete.
> >
> > Na nu geht's weiter. Wer versteht Ainu?
>
> Das sollte ich vielleicht an einem Beispiel erlᅵutern. Wenn in einem
> Paper steht:
>
> Verursacht die Proteinkinase XYZ einen ᅵberschuᅵ an UVW
> in den Mitochondrien? Dieser Verdacht wᅵrde bestᅵtigt,
> falls der OPQ-Signalweg durch das Molekᅵl RST gehemmt wird.
> Dieser Frage ging das Team von Hubert Mᅵller nach...
>
> Und nun kᅵnnte man, weil im Text XYZ und UVW geometrisch sehr
> nahe stehen, XYZ und UVW miteinander assoziativ verknᅵpfen.
>
> Vielleicht sollte man das lieber nicht tun. Das hᅵngt davon
> ab, ob das Team von Hubert Mᅵller erfolgreich war oder nicht.

Wenn er es aufschreiben konnte und heute noch lebt wird er
wohl erfolgreich damit gewesen sein.

> Dazu bedarf es des Verstᅵndnisses des Textes. Wenn man zur
> Schluᅵfolgerung gelangt, daᅵ man UVW und XYZ miteinander
> assoziieren sollte, heiᅵt das, daᅵ im Paper steht, daᅵ
> der OPQ-Signalweg tatsᅵchlich durch RST gehemmt wird.

Auf "gehemmt" wᅵrde ich da aber nicht kommen eher auf
"bewertet".

Frank

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 18, 2009, 7:01:06 AM9/18/09
to
Burkart Venzke schrieb:

> Der 'Bootstrap' zu a) ist wohl der spannendere Punkt. Ausgehend davon,
> dass man Intelligenz nicht wirklich programmieren kann, muss man
> Voraussetzungen fᅵr sie implementieren. Dazu sehe ich zu erreichende
> Ziele, Motivationen, 'Gefᅵhle' u.ᅵ. als wegweisend an, wobei
> Intelligenz dann ungefᅵhr das (gute, effektive) Erreichen dieser ist.

Apropos Motivation - da war jᅵngst ein Artikel drᅵber bei Heise:
http://www.heise.de/tr/Die-Zukunft-Singularitaet-oder-Fixpunkt--/artikel/145169


> Auf Grundbegriffe bezogen sollte man sich fragen, wofᅵr diese
> gut sind, also z.B. irgendwie zielfᅵhrend sind. "Zahl" z.B. ist
> eine An-Zahl, z.B. zur Unterscheidung von zahl-reicheren
> und weniger zahl-reicheren Mengen. ᅵhnlich ist es mit "Farbe",
> z.B. dass blau fᅵr Himmel (Wasser, kᅵhl) und rot fᅵr Feuer
> (heiᅵ, Gefahr) steht, wieder eine Unterscheidung zweier Begriffe
> (bzw. Begriffsfamilien).

Unterscheidest Du zwischen Begriffen und Grundbegriffen?

Grᅵᅵe,
Joachim


Frank Müller

unread,
Sep 18, 2009, 10:41:49 AM9/18/09
to
"Joachim Pimiskern" schrieb:

> > Auf Grundbegriffe bezogen sollte man sich fragen, wofᅵr diese
> > gut sind, also z.B. irgendwie zielfᅵhrend sind. "Zahl" z.B. ist
> > eine An-Zahl, z.B. zur Unterscheidung von zahl-reicheren
> > und weniger zahl-reicheren Mengen. ᅵhnlich ist es mit "Farbe",
> > z.B. dass blau fᅵr Himmel (Wasser, kᅵhl) und rot fᅵr Feuer
> > (heiᅵ, Gefahr) steht, wieder eine Unterscheidung zweier Begriffe
> > (bzw. Begriffsfamilien).
>
> Unterscheidest Du zwischen Begriffen und Grundbegriffen?

Jeder Begriff der in einer Sprache existiert hat sicher einen Grund.
Warum willst du da eine Unterscheidung zwischen Begriffen und
Grundbegriffen machen?

Frank

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 18, 2009, 2:50:43 PM9/18/09
to
Frank Mᅵller schrieb:
> "Joachim Pimiskern" schrieb:
>> Unterscheidest Du zwischen Begriffen und Grundbegriffen?
>
> Jeder Begriff der in einer Sprache existiert hat sicher
> einen Grund. Warum willst du da eine Unterscheidung
> zwischen Begriffen und Grundbegriffen machen?

Will ich gar nicht. In der Palᅵolinguistik versucht man,
Basiswᅵrter zu finden, die in allen Sprache vorhanden sind.
Wᅵrter wie Kall (Kalb, Qualle, Kaulquappe, Ball,
... Dinge die sich bewegen) und Holo (Hᅵhle, Loch),
Wata (Wasser). Ich habe dazu keine eigene Meinung:
Menschen sind sehr erfinderisch.

ᅵbrigens: heute um elfe in Pro Sieben kommt eine Sendung
ᅵber KI und Robotik.

Grᅵᅵe,
Joachim

Frank Müller

unread,
Sep 18, 2009, 3:31:27 PM9/18/09
to
"Joachim Pimiskern" schrieb:

Ja das kᅵnnte interessant werden, ich kucke grade
StarWars da kann man sich schon mal ansehen wohin
das fᅵhren kann...

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 18, 2009, 4:22:12 PM9/18/09
to

Reinschauen werde ich auch, aber ich fᅵrchte, das ist eine Wiederholung,
von die ich nur vage, eher uninteressante Erinnerungen habe.

Gruᅵ, Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 18, 2009, 5:18:38 PM9/18/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Burkart Venzke schrieb:
> > Der 'Bootstrap' zu a) ist wohl der spannendere Punkt. Ausgehend davon,
> > dass man Intelligenz nicht wirklich programmieren kann, muss man
> > Voraussetzungen fᅵr sie implementieren. Dazu sehe ich zu erreichende
> > Ziele, Motivationen, 'Gefᅵhle' u.ᅵ. als wegweisend an, wobei
> > Intelligenz dann ungefᅵhr das (gute, effektive) Erreichen dieser ist.
>
> Apropos Motivation - da war jᅵngst ein Artikel drᅵber bei Heise:
> http://www.heise.de/tr/Die-Zukunft-Singularitaet-oder-Fixpunkt--/artikel/145169

Ja, ein interessanter Artikel, der ein mᅵgliches Problem von Motivation
aufzeigt. (Umgekehrt kann man als Mensch aber so auch die Angst vor dem
Tod verlieren, wenn es sowieso keine richtige Motivation mehr gibt.)
Mir ist nur nicht klar, ob hier Motivation auch als Baustein zum Aufbau
zur (jeweils einzelnen KI-)Intelligenz angesehen wird.

> > Auf Grundbegriffe bezogen sollte man sich fragen, wofᅵr diese
> > gut sind, also z.B. irgendwie zielfᅵhrend sind. "Zahl" z.B. ist
> > eine An-Zahl, z.B. zur Unterscheidung von zahl-reicheren
> > und weniger zahl-reicheren Mengen. ᅵhnlich ist es mit "Farbe",
> > z.B. dass blau fᅵr Himmel (Wasser, kᅵhl) und rot fᅵr Feuer
> > (heiᅵ, Gefahr) steht, wieder eine Unterscheidung zweier Begriffe
> > (bzw. Begriffsfamilien).
>
> Unterscheidest Du zwischen Begriffen und Grundbegriffen?

Nicht so radikal, wie anscheinend die von dir erwᅵhnte Palᅵolinguistik.
Aber es gibt sicher grundlegendere, wichtige Begriffe und eben andere.
Das zeigt sich u.a. an der Hᅵufigkeit von deren Benutzung oder daran,
welche Kinder (durchschnittlich) zuerst lernen.

Begriffe kᅵnnen realitᅵtsnᅵher, praktischer oder aber abstrakter,
komplexer sein; letztere bauen oft auf ersteren auf, erstere sind dann
also grundlegender.

(Recht) Grundlegend sind fᅵr mich Begriffe, die sehr nah mit unseren
Sinnen verknᅵpft sind (und fᅵr uns oft eine wichtige Rolle spielen).
Farben passen z.B. gut dazu oder auch "laut"/"leise", auᅵerdem "Hunger",
"mᅵde" oder "Schmwerz" zu unseren "inneren Sinnen".

Gruᅵ
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 18, 2009, 5:21:01 PM9/18/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

Einige Begriffe haben mehr Grund als andere. "Hunger" hat einen
naheliegenden Grund, der Grund fᅵr "Wasserstoffperoxyd" dᅵrfte etwas
schwieriger zu erklᅵren sein.

Gruᅵ
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 19, 2009, 3:58:48 AM9/19/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:

Na ja, auf Wasserstoff ist unsere ganze Chemie aufgebaut, Wasserstoff
ist das Element von dem es am meisten im Universum gibt, wenn man die
Informationen durch diese Logik filtert mᅵᅵte immer was sinnvolles raus-
kommen. Man mᅵᅵte also so was wie ein Wasserstoffhepatron programmieren.

Ob das Ding dann am ende denken kann weiᅵ ich nicht, aber es wᅵre mᅵglich
daᅵ, wenn man Google oder Wikipedia damit fᅵttert, das am Ende immer die
richtige Antwort auf die Suchanfrage kommt.

Frank

Frank Müller

unread,
Sep 19, 2009, 3:53:22 AM9/19/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:

> >> ᅵbrigens: heute um elfe in Pro Sieben kommt eine Sendung
> >> ᅵber KI und Robotik.
> >
> > Ja das kᅵnnte interessant werden, ich kucke grade
> > StarWars da kann man sich schon mal ansehen wohin
> > das fᅵhren kann...
>
> Reinschauen werde ich auch, aber ich fᅵrchte, das ist eine Wiederholung,
> von die ich nur vage, eher uninteressante Erinnerungen habe.

Ja, du hast recht, das kam schon mal.

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 19, 2009, 4:52:27 AM9/19/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

> "Burkart Venzke" schrieb:
>
>>> "Joachim Pimiskern" schrieb:
>>>> > Auf Grundbegriffe bezogen sollte man sich fragen, wofᅵr diese
>>>> > gut sind, also z.B. irgendwie zielfᅵhrend sind. "Zahl" z.B. ist
>>>> > eine An-Zahl, z.B. zur Unterscheidung von zahl-reicheren
>>>> > und weniger zahl-reicheren Mengen. ᅵhnlich ist es mit "Farbe",
>>>> > z.B. dass blau fᅵr Himmel (Wasser, kᅵhl) und rot fᅵr Feuer
>>>> > (heiᅵ, Gefahr) steht, wieder eine Unterscheidung zweier Begriffe
>>>> > (bzw. Begriffsfamilien).
>>>>
>>>> Unterscheidest Du zwischen Begriffen und Grundbegriffen?
>>> Jeder Begriff der in einer Sprache existiert hat sicher einen Grund.
>>> Warum willst du da eine Unterscheidung zwischen Begriffen und
>>> Grundbegriffen machen?
>> Einige Begriffe haben mehr Grund als andere. "Hunger" hat einen
>> naheliegenden Grund, der Grund fᅵr "Wasserstoffperoxyd" dᅵrfte etwas
>> schwieriger zu erklᅵren sein.
>
> Na ja, auf Wasserstoff ist unsere ganze Chemie aufgebaut, Wasserstoff
> ist das Element von dem es am meisten im Universum gibt, wenn man die
> Informationen durch diese Logik filtert mᅵᅵte immer was sinnvolles raus-
> kommen.

Und du findest, dass "Wasserstoff" ein fᅵr Menschen, insbesondere Kinder
grundlegender Begriff ist? Nicht eher "Mama", "Hunger", "aua"...?

> Man mᅵᅵte also so was wie ein Wasserstoffhepatron programmieren.

Genau das halte ich fᅵr nicht intelligent, also einer KI versuchen alles
einzuprogrammieren [wie schᅵn doppeldeutig - "nicht intelligent" auf die
KI und/oder deren Entwicklung bezogen (mir geht's eher um ersteres)].
Ziel muss sein, der KI eine Ausgangsbasis zu geben, auf der sie dann
lernen kann. Und das sollte mit Grundbegriffen leichter gehen als mit
komplizierten (fᅵr die man u.U. erst studiert).

> Ob das Ding dann am ende denken kann weiᅵ ich nicht, aber es wᅵre mᅵglich
> daᅵ, wenn man Google oder Wikipedia damit fᅵttert, das am Ende immer die
> richtige Antwort auf die Suchanfrage kommt.

Bei einfachen Suchanfrage mag das ja gehen a la "Hauptstadt von
Frankreich?", aber bei komplexeren muss das System die Semantik und ggf.
Pragmatik der Anfrage gut verstehen kᅵnnen - a la "Kᅵnnen Sie mir sagen,
wie spᅵt es ist?" -> "ja", wobei selbst fᅵr Menschen Anfragen nicht
immer klar sind, z.B. "Wieviele Monate haben 30 Tage?" (also 4 ("genau")
oder 11 ("mindestens")).

Gruᅵ
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 19, 2009, 7:14:16 AM9/19/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:

> Frank Mᅵller schrieb:
> > "Burkart Venzke" schrieb:
> >
> >>> "Joachim Pimiskern" schrieb:
> >>>> > Auf Grundbegriffe bezogen sollte man sich fragen, wofᅵr diese
> >>>> > gut sind, also z.B. irgendwie zielfᅵhrend sind. "Zahl" z.B. ist
> >>>> > eine An-Zahl, z.B. zur Unterscheidung von zahl-reicheren
> >>>> > und weniger zahl-reicheren Mengen. ᅵhnlich ist es mit "Farbe",
> >>>> > z.B. dass blau fᅵr Himmel (Wasser, kᅵhl) und rot fᅵr Feuer
> >>>> > (heiᅵ, Gefahr) steht, wieder eine Unterscheidung zweier Begriffe
> >>>> > (bzw. Begriffsfamilien).
> >>>>
> >>>> Unterscheidest Du zwischen Begriffen und Grundbegriffen?
> >>> Jeder Begriff der in einer Sprache existiert hat sicher einen Grund.
> >>> Warum willst du da eine Unterscheidung zwischen Begriffen und
> >>> Grundbegriffen machen?
> >> Einige Begriffe haben mehr Grund als andere. "Hunger" hat einen
> >> naheliegenden Grund, der Grund fᅵr "Wasserstoffperoxyd" dᅵrfte etwas
> >> schwieriger zu erklᅵren sein.
> >
> > Na ja, auf Wasserstoff ist unsere ganze Chemie aufgebaut, Wasserstoff
> > ist das Element von dem es am meisten im Universum gibt, wenn man die
> > Informationen durch diese Logik filtert mᅵᅵte immer was sinnvolles raus-
> > kommen.
>
> Und du findest, dass "Wasserstoff" ein fᅵr Menschen, insbesondere Kinder
> grundlegender Begriff ist? Nicht eher "Mama", "Hunger", "aua"...?

Ich dachte hier geht es um die Programmierung einer kᅵnstlichen
Intelligenz und die dᅵrfte Wasserstoff schon kennen.
Wie soll sie sonst entstanden sein?

> > Man mᅵᅵte also so was wie ein Wasserstoffhepatron programmieren.
>
> Genau das halte ich fᅵr nicht intelligent, also einer KI versuchen alles
> einzuprogrammieren [wie schᅵn doppeldeutig - "nicht intelligent" auf die
> KI und/oder deren Entwicklung bezogen (mir geht's eher um ersteres)].
> Ziel muss sein, der KI eine Ausgangsbasis zu geben, auf der sie dann
> lernen kann. Und das sollte mit Grundbegriffen leichter gehen als mit
> komplizierten (fᅵr die man u.U. erst studiert).

Dafᅵr muᅵ aber der Programmierer die Grundbegriffe, die ein Computer
verstehen kann, erst mal kennen. Ich bin der Meinung, daᅵ man da beim
Alphabet anfangen muᅵ. Das dᅵrfte beim Computer der ASCII-Code sein.

> > Ob das Ding dann am ende denken kann weiᅵ ich nicht, aber es wᅵre mᅵglich
> > daᅵ, wenn man Google oder Wikipedia damit fᅵttert, das am Ende immer die
> > richtige Antwort auf die Suchanfrage kommt.
>
> Bei einfachen Suchanfrage mag das ja gehen a la "Hauptstadt von
> Frankreich?", aber bei komplexeren muss das System die Semantik und ggf.
> Pragmatik der Anfrage gut verstehen kᅵnnen - a la "Kᅵnnen Sie mir sagen,
> wie spᅵt es ist?" -> "ja", wobei selbst fᅵr Menschen Anfragen nicht
> immer klar sind, z.B. "Wieviele Monate haben 30 Tage?" (also 4 ("genau")
> oder 11 ("mindestens")).

Sowas kann man doch berechnen ᅵber die Primzahlen Bzw. das "leere
Produkt", das dᅵfte fᅵr einen Rechner keine groᅵe Aufgabe sein da
kommt am Ende immer 0 oder 1 raus, er muss dann nur noch eruieren
ob die Frage auf 1 oder 0 programmiert war.

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 19, 2009, 8:21:05 AM9/19/09
to

Grundsᅵtzlich richtig, wobei es mir um (einen Weg zur) starke(n) KI
geht, nicht um schwache (die kann man natᅵrlich elementar programmieren).

> und die dᅵrfte Wasserstoff schon kennen.
> Wie soll sie sonst entstanden sein?

Was ist fᅵr dich ein "intelligentes System"? Ist es eines, das alles
einprogrammiert hat (wie z.B. eines, das schachspielend den Weltmeister
schlᅵgt), oder eines welches lernen kann?
Fᅵr mich zᅵhlt nur letzeres und insofern ist "Wasserstoff" etwas,
welches man der KI beibringen sollte.

>>> Man mᅵᅵte also so was wie ein Wasserstoffhepatron programmieren.
>> Genau das halte ich fᅵr nicht intelligent, also einer KI versuchen alles
>> einzuprogrammieren [wie schᅵn doppeldeutig - "nicht intelligent" auf die
>> KI und/oder deren Entwicklung bezogen (mir geht's eher um ersteres)].
>> Ziel muss sein, der KI eine Ausgangsbasis zu geben, auf der sie dann
>> lernen kann. Und das sollte mit Grundbegriffen leichter gehen als mit
>> komplizierten (fᅵr die man u.U. erst studiert).
>
> Dafᅵr muᅵ aber der Programmierer die Grundbegriffe, die ein Computer
> verstehen kann, erst mal kennen. Ich bin der Meinung, daᅵ man da beim
> Alphabet anfangen muᅵ. Das dᅵrfte beim Computer der ASCII-Code sein.

Klar, jedes Programm basiert auch grundlegend auf
Betriebssystemssoftware oder darauf basierender, das setzen wir voraus,
zumal das ja bekannt ist. Was unterscheidet aber eine (starke) KI von
einem normalen Programm? Das mᅵsste mAn eine eigene KI-System-Grundlage
sein, z.B. die Fᅵhigkeit des Lernens.

>>> Ob das Ding dann am ende denken kann weiᅵ ich nicht, aber es wᅵre mᅵglich
>>> daᅵ, wenn man Google oder Wikipedia damit fᅵttert, das am Ende immer die
>>> richtige Antwort auf die Suchanfrage kommt.
>> Bei einfachen Suchanfrage mag das ja gehen a la "Hauptstadt von
>> Frankreich?", aber bei komplexeren muss das System die Semantik und ggf.
>> Pragmatik der Anfrage gut verstehen kᅵnnen - a la "Kᅵnnen Sie mir sagen,
>> wie spᅵt es ist?" -> "ja", wobei selbst fᅵr Menschen Anfragen nicht
>> immer klar sind, z.B. "Wieviele Monate haben 30 Tage?" (also 4 ("genau")
>> oder 11 ("mindestens")).
>
> Sowas kann man doch berechnen ᅵber die Primzahlen Bzw. das "leere
> Produkt", das dᅵfte fᅵr einen Rechner keine groᅵe Aufgabe sein da
> kommt am Ende immer 0 oder 1 raus, er muss dann nur noch eruieren
> ob die Frage auf 1 oder 0 programmiert war.

Wir scheinen auf verschiedenen Ebenen zu sprechen. Dass Rechner Dinge
leicht berechnen kᅵnnen, ist klar (ist bin ᅵbrigens Programmierer von
Beruf) - wobei ich hier den Sinn von Primzahlen nicht sehe (und was
meinst du mit "leerem Produkt"?).

Das eigentlich Problem ist, ᅵberhaupt erstmal theoretisch logisch
vernᅵnftige, z.T. abstrakte Grundlagen fᅵr eine (starke) KI zu finden,
so dass sie z.B. hier spᅵter Suchanfragen verstehen und beantworten kann.

Gruᅵ
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 19, 2009, 9:41:49 AM9/19/09
to

Das ist sicher etwas weit hergeholt, aber fᅵr mich hat alles was
existiert einen Sinn, denn sonst wᅵrde es aus dem System fallen
und ich wᅵrde es nicht wahrnehmen kᅵnnen.
Also ein System, was irgendwie funktioniert Bzw. existiert muᅵ
Intelligenz haben.
Und da kommt man eigentlich direkt auf dem Wasserstoff, der es
schafft ein Elektron so genau zu steuern daᅵ mit dem einen
Elektron eine Elektronenhᅵlle entsteht. Ich kann mir das leider
nicht vorstellen wie Wasserstoff das hinbekommt...

> Ist es eines, das alles
> einprogrammiert hat (wie z.B. eines, das schachspielend den Weltmeister
> schlᅵgt), oder eines welches lernen kann?
> Fᅵr mich zᅵhlt nur letzeres und insofern ist "Wasserstoff" etwas,
> welches man der KI beibringen sollte.

Du suchst nach einen Bewuᅵtsein. Wie bringt man den Computer
Wasserstoff bei, und zwar so das er es versteht, und nicht nur
wie ein Papagei oder Kopierer einfach eine 1:1 Kopie erstellt.

> >>> Man mᅵᅵte also so was wie ein Wasserstoffhepatron programmieren.
> >> Genau das halte ich fᅵr nicht intelligent, also einer KI versuchen alles
> >> einzuprogrammieren [wie schᅵn doppeldeutig - "nicht intelligent" auf die
> >> KI und/oder deren Entwicklung bezogen (mir geht's eher um ersteres)].
> >> Ziel muss sein, der KI eine Ausgangsbasis zu geben, auf der sie dann
> >> lernen kann. Und das sollte mit Grundbegriffen leichter gehen als mit
> >> komplizierten (fᅵr die man u.U. erst studiert).
> >
> > Dafᅵr muᅵ aber der Programmierer die Grundbegriffe, die ein Computer
> > verstehen kann, erst mal kennen. Ich bin der Meinung, daᅵ man da beim
> > Alphabet anfangen muᅵ. Das dᅵrfte beim Computer der ASCII-Code sein.
>
> Klar, jedes Programm basiert auch grundlegend auf
> Betriebssystemssoftware oder darauf basierender, das setzen wir voraus,
> zumal das ja bekannt ist. Was unterscheidet aber eine (starke) KI von
> einem normalen Programm? Das mᅵsste mAn eine eigene KI-System-Grundlage
> sein, z.B. die Fᅵhigkeit des Lernens.

Wenn man so einen System erst mal eine Sprache beigebracht hat die
auf der Mathematik der Primzahlen aufbaut kᅵnnte man sicher dann
auch eine ᅵbersetzungsmatrix fᅵr z.B. Deutsch installieren und dann
kᅵnnte man so ein System aufs Internet Bzw. Wikipedia loslassen.
Welches Interesse so ein kᅵnstliches System dann hᅵtte weiᅵ ich nicht
vielleicht saugt es dann alle MP3-Dateien aus den Netz weil ihm
die Musik gefᅵllt...

> >>> Ob das Ding dann am ende denken kann weiᅵ ich nicht, aber es wᅵre mᅵglich
> >>> daᅵ, wenn man Google oder Wikipedia damit fᅵttert, das am Ende immer die
> >>> richtige Antwort auf die Suchanfrage kommt.
> >> Bei einfachen Suchanfrage mag das ja gehen a la "Hauptstadt von
> >> Frankreich?", aber bei komplexeren muss das System die Semantik und ggf.
> >> Pragmatik der Anfrage gut verstehen kᅵnnen - a la "Kᅵnnen Sie mir sagen,
> >> wie spᅵt es ist?" -> "ja", wobei selbst fᅵr Menschen Anfragen nicht
> >> immer klar sind, z.B. "Wieviele Monate haben 30 Tage?" (also 4 ("genau")
> >> oder 11 ("mindestens")).
> >
> > Sowas kann man doch berechnen ᅵber die Primzahlen Bzw. das "leere
> > Produkt", das dᅵfte fᅵr einen Rechner keine groᅵe Aufgabe sein da
> > kommt am Ende immer 0 oder 1 raus, er muss dann nur noch eruieren
> > ob die Frage auf 1 oder 0 programmiert war.
>
> Wir scheinen auf verschiedenen Ebenen zu sprechen. Dass Rechner Dinge
> leicht berechnen kᅵnnen, ist klar (ist bin ᅵbrigens Programmierer von
> Beruf) - wobei ich hier den Sinn von Primzahlen nicht sehe (und was
> meinst du mit "leerem Produkt"?).

Das ist eine Formel: http://de.wikipedia.org/wiki/Leeres_Produkt
Genau verstehe ich die leider auch nicht, aber der Beschreibung nach
kᅵnnte man damit einen nahezu unendlichen Kompressionsalgorithmus
entwickeln wo es am Ende reicht daᅵ man nur noch das Komprimierte
Ergebnis auswerten braucht und das geht nach der Formel bis auf die
1-Bit-Ebene und auf der gibt dann nur noch 0 und 1.
Programmieren kann ich das nicht, ich bin nur Hobbyprogrammierer,
habe damals mit den U880 angefangen in Basic dann zu Assembler
dann auf den PC wieder Basic und dann Pascal.
Beim Windows und Linux habe ich dann nicht noch mal angefangen alles
neu zu lernen, dafᅵr war mir meine Zeit damals zu schade.

> Das eigentlich Problem ist, ᅵberhaupt erstmal theoretisch logisch
> vernᅵnftige, z.T. abstrakte Grundlagen fᅵr eine (starke) KI zu finden,
> so dass sie z.B. hier spᅵter Suchanfragen verstehen und beantworten kann.

Man muᅵ halt das Unsinnige wegrechnen,
dann muᅵ ja der Sinn ᅵbrig bleiben...

Frank

Volker Birk

unread,
Sep 19, 2009, 11:28:09 AM9/19/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Das eigentlich Problem ist, überhaupt erstmal theoretisch logisch
> vernünftige, z.T. abstrakte Grundlagen für eine (starke) KI zu finden,
> so dass sie z.B. hier später Suchanfragen verstehen und beantworten kann.

KIs lassen sich nicht konstruieren, höchstens trainieren. Sobald Systeme
deterministisch sind, gibt's keine Kreativität, und damit keine
Intelligenz.

Viele Grüsse,
VB.
--
SPIEGEL ONLINE: Herr Teichgraeber, wie muss ein Brot sprechen?
Jörg Teichgraeber: Tief. Sehr tief. Es ist ja ein Grundnahrungsmittel.

(Interview mit dem Puppenspieler Teichgraeber über Bernd)

Burkart Venzke

unread,
Sep 19, 2009, 5:18:16 PM9/19/09
to
Volker Birk schrieb:

> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Das eigentlich Problem ist, überhaupt erstmal theoretisch logisch
>> vernünftige, z.T. abstrakte Grundlagen für eine (starke) KI zu finden,
>> so dass sie z.B. hier später Suchanfragen verstehen und beantworten kann.
>
> KIs lassen sich nicht konstruieren,

Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage
haben, also (zumindest) irgendeine Software, wie soll sie sonst
überhaupt laufen?

> höchstens trainieren.

Ok, dann willst du sie schon auf subsymbolischer Ebene festlegen und auf
dieser trainieren. Das ist eine Vorhergehensweise, die aber bisher auch
nicht weit gekommen ist.

> Sobald Systeme deterministisch sind, gibt's keine Kreativität, und damit keine
> Intelligenz.

Wenn das so einfach wäre. Selbst beim (doch eigentlich kreativen)
Menschen ist man sich nicht einig, inwieweit er frei sind (also bzgl.
Willensfreiheit, Handlungsfreiheit...) Wichtig ist mAn nur, dass ein
System durch seine Komplexität oder andere Faktoren (wie Lernfähigkeit)
nicht berechenbar erscheint; dann kann es auch in deinem Sinne kreativ
und intelligent werden.

Gruß
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 19, 2009, 6:02:55 PM9/19/09
to

Der Sinn kommt also vom Menschen: "ich wᅵrde es nicht wahrnehmen
kᅵnnen". Ok, das kann man so sehen.

> Also ein System, was irgendwie funktioniert Bzw. existiert muᅵ
> Intelligenz haben.

Diese Folgerung kann ich nicht nachvollziehen. Eben waren Systeme bei
dir noch passiv (wahrnehmbar), was hat das mit Intelligenz zu tun?

> Und da kommt man eigentlich direkt auf dem Wasserstoff, der es
> schafft ein Elektron so genau zu steuern daᅵ mit dem einen
> Elektron eine Elektronenhᅵlle entsteht. Ich kann mir das leider
> nicht vorstellen wie Wasserstoff das hinbekommt...

Dann sind fᅵr dich Naturgesetze etwas Intelligentes (oder vielleicht gar
Gᅵttliches)!?
Oder anders: Wenn du ein Auto steuerst, fragst du dich dann auch, wie es
das schafft, den richtigen Weg zu nehmen?

>> Ist es eines, das alles
>> einprogrammiert hat (wie z.B. eines, das schachspielend den Weltmeister
>> schlᅵgt), oder eines welches lernen kann?
>> Fᅵr mich zᅵhlt nur letzeres und insofern ist "Wasserstoff" etwas,
>> welches man der KI beibringen sollte.
>
> Du suchst nach einen Bewuᅵtsein.

Ich wᅵrde es eher (kᅵnstliche) "Intelligenz" nennen.

> Wie bringt man den Computer
> Wasserstoff bei, und zwar so das er es versteht, und nicht nur
> wie ein Papagei oder Kopierer einfach eine 1:1 Kopie erstellt.

Tja, bei Wasserstoff ist es nicht einfach, weil man ihm wohl Chemie,
Elemente u.a. nahebringen muss; deshalb ist es ja auch kein einfacher
Begriff. (Versuch halt zum Vergleich "Wasserstoff" einem Kind zu erklᅵren.)

>>>>> Man mᅵᅵte also so was wie ein Wasserstoffhepatron programmieren.
>>>> Genau das halte ich fᅵr nicht intelligent, also einer KI versuchen alles
>>>> einzuprogrammieren [wie schᅵn doppeldeutig - "nicht intelligent" auf die
>>>> KI und/oder deren Entwicklung bezogen (mir geht's eher um ersteres)].
>>>> Ziel muss sein, der KI eine Ausgangsbasis zu geben, auf der sie dann
>>>> lernen kann. Und das sollte mit Grundbegriffen leichter gehen als mit
>>>> komplizierten (fᅵr die man u.U. erst studiert).
>>> Dafᅵr muᅵ aber der Programmierer die Grundbegriffe, die ein Computer
>>> verstehen kann, erst mal kennen. Ich bin der Meinung, daᅵ man da beim
>>> Alphabet anfangen muᅵ. Das dᅵrfte beim Computer der ASCII-Code sein.
>> Klar, jedes Programm basiert auch grundlegend auf
>> Betriebssystemssoftware oder darauf basierender, das setzen wir voraus,
>> zumal das ja bekannt ist. Was unterscheidet aber eine (starke) KI von
>> einem normalen Programm? Das mᅵsste mAn eine eigene KI-System-Grundlage
>> sein, z.B. die Fᅵhigkeit des Lernens.
>
> Wenn man so einen System erst mal eine Sprache beigebracht hat die
> auf der Mathematik der Primzahlen aufbaut kᅵnnte man sicher dann
> auch eine ᅵbersetzungsmatrix fᅵr z.B. Deutsch installieren und dann
> kᅵnnte man so ein System aufs Internet Bzw. Wikipedia loslassen.
> Welches Interesse so ein kᅵnstliches System dann hᅵtte weiᅵ ich nicht
> vielleicht saugt es dann alle MP3-Dateien aus den Netz weil ihm
> die Musik gefᅵllt...

Es ist nicht ganz einfach, deinen Text ohne Kommata zu lesen, nur so
nebenbei...
Einem System die Sprache beizubringen bedeutet, ihm Vieles von der Welt
befreilich zu machen. Ein Kind lernt seine Mutter-Sprache parallel zu
seinem anderen Wissensaufbau, sicher nicht zufᅵllig.

Ich verstehe nicht, was du an einer "Mathematik der Primzahlen" so
findest? (Mal ganz abgesehen davon, dass sie einem Sprachaubau dienen
soll??)
Und was fᅵr eine ᅵbersetzungsmatrix soll das sein, ᅵbersetzung von wo
nach wo?

>>>>> Ob das Ding dann am ende denken kann weiᅵ ich nicht, aber es wᅵre mᅵglich
>>>>> daᅵ, wenn man Google oder Wikipedia damit fᅵttert, das am Ende immer die
>>>>> richtige Antwort auf die Suchanfrage kommt.
>>>> Bei einfachen Suchanfrage mag das ja gehen a la "Hauptstadt von
>>>> Frankreich?", aber bei komplexeren muss das System die Semantik und ggf.
>>>> Pragmatik der Anfrage gut verstehen kᅵnnen - a la "Kᅵnnen Sie mir sagen,
>>>> wie spᅵt es ist?" -> "ja", wobei selbst fᅵr Menschen Anfragen nicht
>>>> immer klar sind, z.B. "Wieviele Monate haben 30 Tage?" (also 4 ("genau")
>>>> oder 11 ("mindestens")).
>>> Sowas kann man doch berechnen ᅵber die Primzahlen Bzw. das "leere
>>> Produkt", das dᅵfte fᅵr einen Rechner keine groᅵe Aufgabe sein da
>>> kommt am Ende immer 0 oder 1 raus, er muss dann nur noch eruieren
>>> ob die Frage auf 1 oder 0 programmiert war.
>> Wir scheinen auf verschiedenen Ebenen zu sprechen. Dass Rechner Dinge
>> leicht berechnen kᅵnnen, ist klar (ist bin ᅵbrigens Programmierer von
>> Beruf) - wobei ich hier den Sinn von Primzahlen nicht sehe (und was
>> meinst du mit "leerem Produkt"?).
>
> Das ist eine Formel: http://de.wikipedia.org/wiki/Leeres_Produkt

Ok, das leere Produkt ist ein Abfallprodukt des normalen oder auch
ᅵhnlich der 1.

> Genau verstehe ich die leider auch nicht, aber der Beschreibung nach
> kᅵnnte man damit einen nahezu unendlichen Kompressionsalgorithmus
> entwickeln wo es am Ende reicht daᅵ man nur noch das Komprimierte
> Ergebnis auswerten braucht und das geht nach der Formel bis auf die
> 1-Bit-Ebene und auf der gibt dann nur noch 0 und 1.

Du willst doch nicht sagen, dass man einen langen Text ohne
Informationsverlust auf wenige Bits komprimieren kann? Sorry, das geht
einfach nicht. Und das leere Produkt hat damit fᅵr mich auch nichts zu tun.

> Programmieren kann ich das nicht, ich bin nur Hobbyprogrammierer,
> habe damals mit den U880 angefangen in Basic dann zu Assembler
> dann auf den PC wieder Basic und dann Pascal.
> Beim Windows und Linux habe ich dann nicht noch mal angefangen alles
> neu zu lernen, dafᅵr war mir meine Zeit damals zu schade.

Das kann ich verstehen, habe auch mit Basic, Assembler und Pascal
angefangen. Dann kam bei mir allerdings die Windowsprogrammierung hinzu,
in letzter Zeit auch die von Webpages und die sehr umfangreiche
Java-Welt; das Programmieren ist ein ganz anderes geworden als damals,
z.B. sucht man oft nach Lᅵsungen anstatt einfach programmieren zu kᅵnnen.

>> Das eigentlich Problem ist, ᅵberhaupt erstmal theoretisch logisch
>> vernᅵnftige, z.T. abstrakte Grundlagen fᅵr eine (starke) KI zu finden,
>> so dass sie z.B. hier spᅵter Suchanfragen verstehen und beantworten kann.
>
> Man muᅵ halt das Unsinnige wegrechnen,
> dann muᅵ ja der Sinn ᅵbrig bleiben...

Und wie erkennt man, was unsinnig ist?

Gruᅵ
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 20, 2009, 1:09:44 AM9/20/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Volker Birk schrieb:
>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>> Das eigentlich Problem ist, überhaupt erstmal theoretisch logisch
>>> vernünftige, z.T. abstrakte Grundlagen für eine (starke) KI zu finden,
>>> so dass sie z.B. hier später Suchanfragen verstehen und beantworten kann.
>> KIs lassen sich nicht konstruieren,
> Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage
> haben

Sorum: ja.

>> höchstens trainieren.
> Ok, dann willst du sie schon auf subsymbolischer Ebene festlegen und auf
> dieser trainieren.

Nein.

Mann muss Emergenz nachbilden, will man KI haben.

> Das ist eine Vorhergehensweise, die aber bisher auch
> nicht weit gekommen ist.

Das mag sein.

>> Sobald Systeme deterministisch sind, gibt's keine Kreativität, und damit keine
>> Intelligenz.
> Wenn das so einfach wäre.

Ist es. Schwierig ist es, nicht deterministische Systeme zu gestalten,
und dann intelligent zu machen.

> Selbst beim (doch eigentlich kreativen)
> Menschen ist man sich nicht einig, inwieweit er frei sind (also bzgl.
> Willensfreiheit, Handlungsfreiheit...)

Du solltest da nicht auf die Leute reinfallen, die philosophischen
Quark absondern, weil sie der Meinung sind, sie können etwa messen, was
Du denkst.

> Wichtig ist mAn nur, dass ein
> System durch seine Komplexität oder andere Faktoren (wie Lernfähigkeit)
> nicht berechenbar erscheint; dann kann es auch in deinem Sinne kreativ
> und intelligent werden.

Vorbestimmt kann ein intelligentes System sein, nur nicht vorhersagbar.
Insofern darf die Berechnung eines zukünftigen Zustands bei einem
simulierten (diskreten) System durchaus berechenbar sein: aber es darf
kein schnelleres Berechnungsverfahren geben als die vollständige
Simulation.

Burkart Venzke

unread,
Sep 20, 2009, 3:49:38 AM9/20/09
to
Volker Birk schrieb:
> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Volker Birk schrieb:
>>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>> Das eigentlich Problem ist, überhaupt erstmal theoretisch logisch
>>>> vernünftige, z.T. abstrakte Grundlagen für eine (starke) KI zu finden,
>>>> so dass sie z.B. hier später Suchanfragen verstehen und beantworten kann.
>>> KIs lassen sich nicht konstruieren,
>> Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage
>> haben
>
> Sorum: ja.

Was heißt "Sorum"?

>>> höchstens trainieren.
>> Ok, dann willst du sie schon auf subsymbolischer Ebene festlegen und auf
>> dieser trainieren.
>
> Nein.

Sondern auch auf symbolischer? (Oder spielt das vielleicht für dich
keine Rolle?)

> Mann muss Emergenz nachbilden, will man KI haben.

Ein anderer Ausgangspunkt also, ok.
Was verstehst du genauer unter "Emergenz"? "Nur" das Zusammenwirken von
Elementen zu einem größeren Ganzen (schwache E.) oder auch, dass man
nicht das Entstehen dieses Strukturen prinzipiell nicht erklären kann
(starke E.)?

>>> Sobald Systeme deterministisch sind, gibt's keine Kreativität, und damit keine
>>> Intelligenz.
>> Wenn das so einfach wäre.
>
> Ist es. Schwierig ist es, nicht deterministische Systeme zu gestalten,
> und dann intelligent zu machen.

Klar ist es einfach, deterministische Programme zu schreiben, was machen
(oder versuchen) wohl (fast alle) Programmierer die ganze Zeit ;)
Ich meinte nur, dass der Zusammenhang nicht so einfach ist aus
"deterministisch" auf "keine Intelligenz" zu schließen.

>> Selbst beim (doch eigentlich kreativen)
>> Menschen ist man sich nicht einig, inwieweit er frei sind (also bzgl.
>> Willensfreiheit, Handlungsfreiheit...)
>
> Du solltest da nicht auf die Leute reinfallen, die philosophischen
> Quark absondern, weil sie der Meinung sind, sie können etwa messen, was
> Du denkst.

Ich falle nicht rein (so interessiert mich die Frage, ob Menschen
deterministisch sind, eigentlich auch nicht wirklich), sondern mache nur
auf die Problematik aufmerksam.

>> Wichtig ist mAn nur, dass ein
>> System durch seine Komplexität oder andere Faktoren (wie Lernfähigkeit)
>> nicht berechenbar erscheint; dann kann es auch in deinem Sinne kreativ
>> und intelligent werden.
>
> Vorbestimmt kann ein intelligentes System sein, nur nicht vorhersagbar.
> Insofern darf die Berechnung eines zukünftigen Zustands bei einem
> simulierten (diskreten) System durchaus berechenbar sein: aber es darf
> kein schnelleres Berechnungsverfahren geben als die vollständige
> Simulation.

Ist ein hinreichend komplexes System denn nicht unvorhersehbar?
Also z.B. eine KI, die ihre Entscheidungen auf einer umfangreichen,
gelernten Wissenbasis vollzieht?

Gruß
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 20, 2009, 4:33:39 AM9/20/09
to
#Burkart Venzke" <b...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:h93keg$afs$1...@news.albasani.net...

Ob es Gott gibt werde ich in diesem Leben sicher nicht erfahren.
Ich halte Naturgesetze fᅵr etwas Intelligentes, du nicht?

> Oder anders: Wenn du ein Auto steuerst, fragst du dich dann auch, wie es
> das schafft, den richtigen Weg zu nehmen?

Ich habe Maschinen- und Anlagenmonteur mit Fachrichtung Maschinenbau
gelernt ich weiᅵ wie es das macht.

> >> Ist es eines, das alles
> >> einprogrammiert hat (wie z.B. eines, das schachspielend den Weltmeister
> >> schlᅵgt), oder eines welches lernen kann?
> >> Fᅵr mich zᅵhlt nur letzeres und insofern ist "Wasserstoff" etwas,
> >> welches man der KI beibringen sollte.
> >
> > Du suchst nach einen Bewuᅵtsein.
>
> Ich wᅵrde es eher (kᅵnstliche) "Intelligenz" nennen.
>
> > Wie bringt man den Computer
> > Wasserstoff bei, und zwar so das er es versteht, und nicht nur
> > wie ein Papagei oder Kopierer einfach eine 1:1 Kopie erstellt.
>
> Tja, bei Wasserstoff ist es nicht einfach, weil man ihm wohl Chemie,
> Elemente u.a. nahebringen muss; deshalb ist es ja auch kein einfacher
> Begriff. (Versuch halt zum Vergleich "Wasserstoff" einem Kind zu erklᅵren.)

Eine auf Kohlenwasserstoff basierte Lebensform weiᅵ das den braucht
man so was nicht zu erklᅵren, aber eine auf Silizium (Halbleiter)
aufgebaute "Lebensform"? Wie kann die das verstehen?

Ein Kind hat die Genetische Erbinformation seiner Eltern, und damit
eine "Grundverschltung" im Gehirn die es ihm Ermᅵglicht als erstes
die Sprache der Mutter zu versthen, deshalb nennt man das wohl auch
Muttersprache...

> Ich verstehe nicht, was du an einer "Mathematik der Primzahlen" so
> findest? (Mal ganz abgesehen davon, dass sie einem Sprachaubau dienen
> soll??)
> Und was fᅵr eine ᅵbersetzungsmatrix soll das sein, ᅵbersetzung von wo
> nach wo?

Von der ASCII-Schrift zum verstᅵndnis des Inhaltes.
Nehmen wir doch einfach mal den letzten Absatz und lassen den durch
einen ASCII-Filter laufen, mal sehen ob du den dann noch lesen kannst:

| Ich veehrste nchit, was du an eeinr "Maaehimttk der Paehilmrzn" so
| fdeinst? (Mal ganz abeeeghsn daovn, dass sie eeinm Saaabchpruu deeinn
| s?llo?)
| Und was fᅵr eine ᅵabeegimnrrssttuzx slol das sein, ᅵbeenrstuzg von wo
| nach wo?

So wᅵrde das aussehen wenn man in den Wᅵrtern den ersten und letzten
Buchstaben beibehᅵlt und die Buchstaben dazwischen alphabetisch ordnet.
Ich kann das noch "entziffern", du auch?

Wenn man etwas (Texte-,Bilder- ... Dateien) auf unter die Hᅵlfte
komprimieren kann dann mᅵᅵte man das auch auf 1 Bit komprimieren
kᅵnnen.

> > Programmieren kann ich das nicht, ich bin nur Hobbyprogrammierer,
> > habe damals mit den U880 angefangen in Basic dann zu Assembler
> > dann auf den PC wieder Basic und dann Pascal.
> > Beim Windows und Linux habe ich dann nicht noch mal angefangen alles
> > neu zu lernen, dafᅵr war mir meine Zeit damals zu schade.
>
> Das kann ich verstehen, habe auch mit Basic, Assembler und Pascal
> angefangen. Dann kam bei mir allerdings die Windowsprogrammierung hinzu,
> in letzter Zeit auch die von Webpages und die sehr umfangreiche
> Java-Welt; das Programmieren ist ein ganz anderes geworden als damals,
> z.B. sucht man oft nach Lᅵsungen anstatt einfach programmieren zu kᅵnnen.
>
> >> Das eigentlich Problem ist, ᅵberhaupt erstmal theoretisch logisch
> >> vernᅵnftige, z.T. abstrakte Grundlagen fᅵr eine (starke) KI zu finden,
> >> so dass sie z.B. hier spᅵter Suchanfragen verstehen und beantworten kann.
> >
> > Man muᅵ halt das Unsinnige wegrechnen,
> > dann muᅵ ja der Sinn ᅵbrig bleiben...
>
> Und wie erkennt man, was unsinnig ist?

Im Computer-Speicher hat ein Byte 8 Bit, nehmen wir doch einfach mal
eine fᅵr einen Computer logische Grᅵᅵe 7 Bit= 1111111 = 07FH damit
bildet man eine Matrix 07FH mal 07FH (127*127) = 16129 (03F01H)
29 ist ein Primzahl
161 ist grᅵᅵer als 100 (%)
das verstehe ich als Deutscher nicht aber das ASCII-Zeichen 161 ist
ᅵ
das sieht unseren i (ASCII:105) ᅵhnlich.

Welcher ASCII-Code hat unserer Sprache einen Buchstaben in dem die
Ziffern 1,6,1 vorkommen?
Da finde ich in der ASCII-Tabelle nur 116,
das ist unser kleines "t"
also:
16129 - 116 = 16013
13 ist wieder eine Primzahl, so entsteht eine Sprache, die zwischen
13 und 19 liegt.
160 (von 16013) ist der ASCII-Code fᅵr ᅵ
das sieht unseren (kleinen a ᅵhnlich, aber das hat den ASCII-Code:
97, und das ist eine Primzahl und die ist kleiner als 100 (%)
also ist die ASCII Schrift 97% ok.
Mit den restlichen 3% kᅵnnen sich die anderen rumᅵrgern-
hat sich der Erfinder des ASCII-Code wohl gedacht ohne dabei
zu erkennen was man damit alles anstellen kann...

Frank

Volker Birk

unread,
Sep 20, 2009, 5:28:03 AM9/20/09
to
Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> Ob es Gott gibt werde ich in diesem Leben sicher nicht erfahren.

Sicher ist man in dieser Frage nie.

> Ich halte Naturgesetze für etwas Intelligentes, du nicht?

Es braucht Intelligenz, um physikalische Modelle zu erdenken und
empirisch zu prüfen. Die Annahme von Naturgesetzen liegt aller Empirie
nach auf der Hand.

Die Gesetze selbst sind keinesfalls "etwas Intelligentes".

>> Tja, bei Wasserstoff ist es nicht einfach, weil man ihm wohl Chemie,
>> Elemente u.a. nahebringen muss; deshalb ist es ja auch kein einfacher

>> Begriff. (Versuch halt zum Vergleich "Wasserstoff" einem Kind zu erklären.)
> Eine auf Kohlenwasserstoff basierte Lebensform weiß das den braucht
> man so was nicht zu erklären, aber eine auf Silizium (Halbleiter)


> aufgebaute "Lebensform"? Wie kann die das verstehen?

Das ist Unsinn.

>> Einem System die Sprache beizubringen bedeutet, ihm Vieles von der Welt
>> befreilich zu machen. Ein Kind lernt seine Mutter-Sprache parallel zu

>> seinem anderen Wissensaufbau, sicher nicht zufällig.


> Ein Kind hat die Genetische Erbinformation seiner Eltern, und damit

> eine "Grundverschltung" im Gehirn die es ihm Ermöglicht als erstes


> die Sprache der Mutter zu versthen, deshalb nennt man das wohl auch
> Muttersprache...

Die Muttersprache ist keinesfalls genetisch. Entsprechende Ergebnisse
liegen längst vor.

> Von der ASCII-Schrift zum verständnis des Inhaltes.

ASCII ist keine Schrift, sondern eine Kodierung.

> Wenn man etwas (Texte-,Bilder- ... Dateien) auf unter die Hälfte
> komprimieren kann dann müßte man das auch auf 1 Bit komprimieren
> können.

Das ist ein Trugschluss. Das Feld, das Du suchst, heisst
Informationstheorie, darin die Quellcodierung.

>> Und wie erkennt man, was unsinnig ist?
> Im Computer-Speicher hat ein Byte 8 Bit

In vielen Computern, in manchen nicht.

> nehmen wir doch einfach mal

> eine für einen Computer logische Größe 7 Bit= 1111111 = 07FH damit


> bildet man eine Matrix 07FH mal 07FH (127*127) = 16129 (03F01H)
> 29 ist ein Primzahl

> 161 ist größer als 100 (%)


> das verstehe ich als Deutscher nicht aber das ASCII-Zeichen 161 ist

> í
> das sieht unseren i (ASCII:105) ähnlich.

ASCII hat, wie Du selbst gesagt hast, 7bit. Entsprechend ist í gar nicht
enthalten.

> Welcher ASCII-Code hat unserer Sprache einen Buchstaben in dem die
> Ziffern 1,6,1 vorkommen?
> Da finde ich in der ASCII-Tabelle nur 116,
> das ist unser kleines "t"
> also:
> 16129 - 116 = 16013
> 13 ist wieder eine Primzahl, so entsteht eine Sprache, die zwischen
> 13 und 19 liegt.

> 160 (von 16013) ist der ASCII-Code für á
> das sieht unseren (kleinen a ähnlich, aber das hat den ASCII-Code:


> 97, und das ist eine Primzahl und die ist kleiner als 100 (%)
> also ist die ASCII Schrift 97% ok.

> Mit den restlichen 3% können sich die anderen rumärgern-


> hat sich der Erfinder des ASCII-Code wohl gedacht ohne dabei
> zu erkennen was man damit alles anstellen kann...

Das ist Bullshit.

Volker Birk

unread,
Sep 20, 2009, 5:31:56 AM9/20/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Volker Birk schrieb:
>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>> Volker Birk schrieb:
>>>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>>> Das eigentlich Problem ist, überhaupt erstmal theoretisch logisch
>>>>> vernünftige, z.T. abstrakte Grundlagen für eine (starke) KI zu finden,
>>>>> so dass sie z.B. hier später Suchanfragen verstehen und beantworten kann.
>>>> KIs lassen sich nicht konstruieren,
>>> Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage
>>> haben
>> Sorum: ja.
> Was heißt "Sorum"?

Beide Sätze oben sind wahr.

>>>> höchstens trainieren.
>>> Ok, dann willst du sie schon auf subsymbolischer Ebene festlegen und auf
>>> dieser trainieren.
>> Nein.
> Sondern auch auf symbolischer? (Oder spielt das vielleicht für dich
> keine Rolle?)

Ich bestreite, dass es so etwas wie eine "subsymbolische Ebene" in
Software gibt.

>> Mann muss Emergenz nachbilden, will man KI haben.
> Ein anderer Ausgangspunkt also, ok.
> Was verstehst du genauer unter "Emergenz"? "Nur" das Zusammenwirken von
> Elementen zu einem größeren Ganzen (schwache E.) oder auch, dass man
> nicht das Entstehen dieses Strukturen prinzipiell nicht erklären kann
> (starke E.)?

Erklären? Man kann sie nicht direkt ableiten.

> Ich meinte nur, dass der Zusammenhang nicht so einfach ist aus
> "deterministisch" auf "keine Intelligenz" zu schließen.

Mir ist das klar. Wo klemmts?

>> Vorbestimmt kann ein intelligentes System sein, nur nicht vorhersagbar.
>> Insofern darf die Berechnung eines zukünftigen Zustands bei einem
>> simulierten (diskreten) System durchaus berechenbar sein: aber es darf
>> kein schnelleres Berechnungsverfahren geben als die vollständige
>> Simulation.
> Ist ein hinreichend komplexes System denn nicht unvorhersehbar?

Ich rede von der prinzipiellen Nichtvorhersagbarkeit vieler dynamischer
Systeme, nicht von der Beschränktheit eines Betrachters.

Frank Müller

unread,
Sep 20, 2009, 7:22:48 AM9/20/09
to
"Volker Birk" <bum...@dingens.org> schrieb:

> Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> > Ob es Gott gibt werde ich in diesem Leben sicher nicht erfahren.
>
> Sicher ist man in dieser Frage nie.

Doch, warum nicht? Erfahren werde ich das in diesem Leben nicht.

> > Ich halte Naturgesetze für etwas Intelligentes, du nicht?
>
> Es braucht Intelligenz, um physikalische Modelle zu erdenken und
> empirisch zu prüfen. Die Annahme von Naturgesetzen liegt aller Empirie
> nach auf der Hand.
>
> Die Gesetze selbst sind keinesfalls "etwas Intelligentes".

Dann sind sie eben etwas was sich ein Intelligenter ausgedacht hat,
selbst da ist dann immer noch genug Intelligenz in dem System wenn
man es beschreiben kann.

> >> Tja, bei Wasserstoff ist es nicht einfach, weil man ihm wohl Chemie,
> >> Elemente u.a. nahebringen muss; deshalb ist es ja auch kein einfacher
> >> Begriff. (Versuch halt zum Vergleich "Wasserstoff" einem Kind zu erklären.)
> > Eine auf Kohlenwasserstoff basierte Lebensform weiß das den braucht
> > man so was nicht zu erklären, aber eine auf Silizium (Halbleiter)
> > aufgebaute "Lebensform"? Wie kann die das verstehen?
>
> Das ist Unsinn.

Ich bin Hobby-Programmierer ich habe schon oft Unsinn programmiert...

> > Von der ASCII-Schrift zum verständnis des Inhaltes.
>
> ASCII ist keine Schrift, sondern eine Kodierung.

Wo siehst du da einen Unterschied? Ist nicht jede
Schrift gleichzeitig eine Kodierung?

> >> Und wie erkennt man, was unsinnig ist?
> > Im Computer-Speicher hat ein Byte 8 Bit
>
> In vielen Computern, in manchen nicht.
>
> > nehmen wir doch einfach mal
> > eine für einen Computer logische Größe 7 Bit= 1111111 = 07FH damit
> > bildet man eine Matrix 07FH mal 07FH (127*127) = 16129 (03F01H)
> > 29 ist ein Primzahl
> > 161 ist größer als 100 (%)
> > das verstehe ich als Deutscher nicht aber das ASCII-Zeichen 161 ist
> > í
> > das sieht unseren i (ASCII:105) ähnlich.
>
> ASCII hat, wie Du selbst gesagt hast, 7bit. Entsprechend ist í gar nicht
> enthalten.

Ich habe irgendwann mal den Schritt vom Basic zum QBasic gemacht und
da gibt es eine erweiterte ASCII-Tabelle die bis 0FFH geht.

> > Welcher ASCII-Code hat unserer Sprache einen Buchstaben in dem die
> > Ziffern 1,6,1 vorkommen?
> > Da finde ich in der ASCII-Tabelle nur 116,
> > das ist unser kleines "t"
> > also:
> > 16129 - 116 = 16013
> > 13 ist wieder eine Primzahl, so entsteht eine Sprache, die zwischen
> > 13 und 19 liegt.

Ups, hier habe ich mich verschreiben nicht 19 sondern 29 (von 16129)
muß da rein.

> > 160 (von 16013) ist der ASCII-Code für á
> > das sieht unseren (kleinen a ähnlich, aber das hat den ASCII-Code:
> > 97, und das ist eine Primzahl und die ist kleiner als 100 (%)
> > also ist die ASCII Schrift 97% ok.
> > Mit den restlichen 3% können sich die anderen rumärgern-
> > hat sich der Erfinder des ASCII-Code wohl gedacht ohne dabei
> > zu erkennen was man damit alles anstellen kann...
>
> Das ist Bullshit.

Wenn du meinst daß das beim Computer rauskommt, ich verbinde das
eher mit den Ausscheidungen eines Bullen...

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 20, 2009, 1:43:09 PM9/20/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

>> Dann sind fᅵr dich Naturgesetze etwas Intelligentes (oder vielleicht gar
>> Gᅵttliches)!?
>
> Ob es Gott gibt werde ich in diesem Leben sicher nicht erfahren.
> Ich halte Naturgesetze fᅵr etwas Intelligentes, du nicht?

Ich nehme sie einfach als gegeben an, denn ohne sie hᅵtten wir nur Chaos
und kᅵnnten nicht existieren. Intelligent wᅵre vielleicht ihr Erfinder,
aber das wᅵre dann wohl Gott.

>> Oder anders: Wenn du ein Auto steuerst, fragst du dich dann auch, wie es
>> das schafft, den richtigen Weg zu nehmen?
>
> Ich habe Maschinen- und Anlagenmonteur mit Fachrichtung Maschinenbau
> gelernt ich weiᅵ wie es das macht.

Also eigentlich ist ja der Mensch der Steuernde, das Auto nur das
passive Gerᅵt.

>>>> Ist es eines, das alles
>>>> einprogrammiert hat (wie z.B. eines, das schachspielend den Weltmeister
>>>> schlᅵgt), oder eines welches lernen kann?
>>>> Fᅵr mich zᅵhlt nur letzeres und insofern ist "Wasserstoff" etwas,
>>>> welches man der KI beibringen sollte.
>>> Du suchst nach einen Bewuᅵtsein.
>> Ich wᅵrde es eher (kᅵnstliche) "Intelligenz" nennen.
>>
>>> Wie bringt man den Computer
>>> Wasserstoff bei, und zwar so das er es versteht, und nicht nur
>>> wie ein Papagei oder Kopierer einfach eine 1:1 Kopie erstellt.
>> Tja, bei Wasserstoff ist es nicht einfach, weil man ihm wohl Chemie,
>> Elemente u.a. nahebringen muss; deshalb ist es ja auch kein einfacher
>> Begriff. (Versuch halt zum Vergleich "Wasserstoff" einem Kind zu erklᅵren.)
>
> Eine auf Kohlenwasserstoff basierte Lebensform weiᅵ das den braucht
> man so was nicht zu erklᅵren, aber eine auf Silizium (Halbleiter)
> aufgebaute "Lebensform"? Wie kann die das verstehen?

Mal ehrlich, weiᅵ ein kleines Kind, was Wasserstoff ist? Wenn du Wasser
meinst, ist es natᅵrlich etwas anderes.

Das haut so nicht hin. Ein kleines Kind lernt die Sprache oder sogar
Sprachen, mit denen es aufwᅵchst; das kann auch die des Babysitters sein.

>> Ich verstehe nicht, was du an einer "Mathematik der Primzahlen" so
>> findest? (Mal ganz abgesehen davon, dass sie einem Sprachaubau dienen
>> soll??)
>> Und was fᅵr eine ᅵbersetzungsmatrix soll das sein, ᅵbersetzung von wo
>> nach wo?
>
> Von der ASCII-Schrift zum verstᅵndnis des Inhaltes.

Leider ist der nicht eindeutig, z.B. vom umgebenden Kontext abhᅵngig a
la "HELFT ARMEN VᅵGELN".

> Nehmen wir doch einfach mal den letzten Absatz und lassen den durch
> einen ASCII-Filter laufen, mal sehen ob du den dann noch lesen kannst:
>
> | Ich veehrste nchit, was du an eeinr "Maaehimttk der Paehilmrzn" so
> | fdeinst? (Mal ganz abeeeghsn daovn, dass sie eeinm Saaabchpruu deeinn
> | s?llo?)
> | Und was fᅵr eine ᅵabeegimnrrssttuzx slol das sein, ᅵbeenrstuzg von wo
> | nach wo?
>
> So wᅵrde das aussehen wenn man in den Wᅵrtern den ersten und letzten
> Buchstaben beibehᅵlt und die Buchstaben dazwischen alphabetisch ordnet.
> Ich kann das noch "entziffern", du auch?

Z.T. kann ich es noch entziffern, z.T. nicht, aber wo ist der Zusammenhang?

Klar kannst du programmieren, aber du verliert halt immer mehr
Informationen und damit immer mehr das Bild.

Und was hat da mit meiner Frage nach (Un-)Sinn zu tun?

Gruᅵ
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 20, 2009, 2:05:03 PM9/20/09
to
Volker Birk schrieb:
> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Volker Birk schrieb:
>>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>> Volker Birk schrieb:
>>>>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>>>> Das eigentlich Problem ist, überhaupt erstmal theoretisch logisch
>>>>>> vernünftige, z.T. abstrakte Grundlagen für eine (starke) KI zu finden,
>>>>>> so dass sie z.B. hier später Suchanfragen verstehen und beantworten kann.
>>>>> KIs lassen sich nicht konstruieren,
>>>> Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage
>>>> haben
>>> Sorum: ja.
>> Was heißt "Sorum"?
>
> Beide Sätze oben sind wahr.

Welche beiden Sätze meinst du? "KIs lassen sich nicht konstruieren" und

"Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage

haben"?

>>>>> höchstens trainieren.
>>>> Ok, dann willst du sie schon auf subsymbolischer Ebene festlegen und auf
>>>> dieser trainieren.
>>> Nein.
>> Sondern auch auf symbolischer? (Oder spielt das vielleicht für dich
>> keine Rolle?)
>
> Ich bestreite, dass es so etwas wie eine "subsymbolische Ebene" in
> Software gibt.

In der Software gibt es sowas nicht, aber bei der Idee des maschinellen
Lernens, siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Maschinelles_Lernen#Symbolische_und_subsymbolische_Systeme.
Es ist schon ein Unterschied, ob man Wissen explizit oder z.B. auf
neuronaler Ebene repräsentiert.

>>> Mann muss Emergenz nachbilden, will man KI haben.
>> Ein anderer Ausgangspunkt also, ok.
>> Was verstehst du genauer unter "Emergenz"? "Nur" das Zusammenwirken von
>> Elementen zu einem größeren Ganzen (schwache E.) oder auch, dass man
>> nicht das Entstehen dieses Strukturen prinzipiell nicht erklären kann
>> (starke E.)?
>
> Erklären? Man kann sie nicht direkt ableiten.

Das heißt? Hälst du nun starke oder schwache Emergenz für richtig nach
http://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz#Schwache_und_starke_Emergenz?

>> Ich meinte nur, dass der Zusammenhang nicht so einfach ist aus
>> "deterministisch" auf "keine Intelligenz" zu schließen.
>
> Mir ist das klar. Wo klemmts?

Schön, wenn es dir klar ist - früher war Leuten auch klar, dass die
Sonne um die Erde kreist ;)
Heißt das für dich also, dass KI-Systeme nicht programmiert werden
können, es folglich keine geben kann?

>>> Vorbestimmt kann ein intelligentes System sein, nur nicht vorhersagbar.
>>> Insofern darf die Berechnung eines zukünftigen Zustands bei einem
>>> simulierten (diskreten) System durchaus berechenbar sein: aber es darf
>>> kein schnelleres Berechnungsverfahren geben als die vollständige
>>> Simulation.
>> Ist ein hinreichend komplexes System denn nicht unvorhersehbar?
>
> Ich rede von der prinzipiellen Nichtvorhersagbarkeit vieler dynamischer
> Systeme, nicht von der Beschränktheit eines Betrachters.

Das klingt nach "starker Emergenz".
Du meintest vorher doch selbst, dass eine vollständige Simulation
möglich sein soll (oder?), und damit gibt es Vorhersagbarkeit, wenn auch
nicht unbedingt schnelle.

Nochmal eine zentrale Frage bzgl. starker KI: Inwiefern siehst du sie
als machbar an?

Gruß
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 20, 2009, 4:00:12 PM9/20/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:

> Frank Mᅵller schrieb:
> >> Dann sind fᅵr dich Naturgesetze etwas Intelligentes (oder vielleicht gar
> >> Gᅵttliches)!?
> >
> > Ob es Gott gibt werde ich in diesem Leben sicher nicht erfahren.
> > Ich halte Naturgesetze fᅵr etwas Intelligentes, du nicht?
>
> Ich nehme sie einfach als gegeben an, denn ohne sie hᅵtten wir nur Chaos
> und kᅵnnten nicht existieren. Intelligent wᅵre vielleicht ihr Erfinder,
> aber das wᅵre dann wohl Gott.

Chaos hatte ich als Betriebssystem auf den KC85, so schlecht lief das
eigentlich nicht...

> >> Oder anders: Wenn du ein Auto steuerst, fragst du dich dann auch, wie es
> >> das schafft, den richtigen Weg zu nehmen?
> >
> > Ich habe Maschinen- und Anlagenmonteur mit Fachrichtung Maschinenbau
> > gelernt ich weiᅵ wie es das macht.
>
> Also eigentlich ist ja der Mensch der Steuernde, das Auto nur das
> passive Gerᅵt.

In meinen Auto ist ein ABS eingebaut, das ABS steuert sich selbst,
ich schalte das nur mit der Zᅵndung an und aus.

> >>>> Ist es eines, das alles
> >>>> einprogrammiert hat (wie z.B. eines, das schachspielend den Weltmeister
> >>>> schlᅵgt), oder eines welches lernen kann?
> >>>> Fᅵr mich zᅵhlt nur letzeres und insofern ist "Wasserstoff" etwas,
> >>>> welches man der KI beibringen sollte.
> >>> Du suchst nach einen Bewuᅵtsein.
> >> Ich wᅵrde es eher (kᅵnstliche) "Intelligenz" nennen.
> >>
> >>> Wie bringt man den Computer
> >>> Wasserstoff bei, und zwar so das er es versteht, und nicht nur
> >>> wie ein Papagei oder Kopierer einfach eine 1:1 Kopie erstellt.
> >> Tja, bei Wasserstoff ist es nicht einfach, weil man ihm wohl Chemie,
> >> Elemente u.a. nahebringen muss; deshalb ist es ja auch kein einfacher
> >> Begriff. (Versuch halt zum Vergleich "Wasserstoff" einem Kind zu erklᅵren.)
> >
> > Eine auf Kohlenwasserstoff basierte Lebensform weiᅵ das den braucht
> > man so was nicht zu erklᅵren, aber eine auf Silizium (Halbleiter)
> > aufgebaute "Lebensform"? Wie kann die das verstehen?
>
> Mal ehrlich, weiᅵ ein kleines Kind, was Wasserstoff ist? Wenn du Wasser
> meinst, ist es natᅵrlich etwas anderes.

Das ist dann der Unterschied zwischen wissen und verstehen, ich glaube
nicht das z.B. die Menschen die als erste ein Rad eingesetzt haben,
gewuᅵt haben wie man die Zahl Pi berechnet.

Aber nur wenn das Gehirn so weit entwickelt ist daᅵ es die
Informationen richtig verarbeiten kann. Sonst kᅵnnte man
jeden Lebewesen was ᅵber Stimmbᅵnder und Ohren verfᅵgt
eine menschliche Sprache beibringen.

> >> Ich verstehe nicht, was du an einer "Mathematik der Primzahlen" so
> >> findest? (Mal ganz abgesehen davon, dass sie einem Sprachaubau dienen
> >> soll??)
> >> Und was fᅵr eine ᅵbersetzungsmatrix soll das sein, ᅵbersetzung von wo
> >> nach wo?
> >
> > Von der ASCII-Schrift zum verstᅵndnis des Inhaltes.
>
> Leider ist der nicht eindeutig, z.B. vom umgebenden Kontext abhᅵngig a
> la "HELFT ARMEN VᅵGELN".
>
> > Nehmen wir doch einfach mal den letzten Absatz und lassen den durch
> > einen ASCII-Filter laufen, mal sehen ob du den dann noch lesen kannst:
> >
> > | Ich veehrste nchit, was du an eeinr "Maaehimttk der Paehilmrzn" so
> > | fdeinst? (Mal ganz abeeeghsn daovn, dass sie eeinm Saaabchpruu deeinn
> > | s?llo?)
> > | Und was fᅵr eine ᅵabeegimnrrssttuzx slol das sein, ᅵbeenrstuzg von wo
> > | nach wo?
> >
> > So wᅵrde das aussehen wenn man in den Wᅵrtern den ersten und letzten
> > Buchstaben beibehᅵlt und die Buchstaben dazwischen alphabetisch ordnet.
> > Ich kann das noch "entziffern", du auch?
>
> Z.T. kann ich es noch entziffern, z.T. nicht, aber wo ist der Zusammenhang?

Dein Verstand versucht es zu entziffern, warum?

Wenn ich mir ein Bild ansehe und bewerten mᅵᅵte nach wieviel
Punkten kann man das bewerten? Ich kᅵnnte es schᅵn oder
schlecht finden, oder was dazwischen wie eine Prozentskala die
von 0% (schlecht) bis 100% (schᅵn) geht dann mᅵᅵte ich also
das Bild auf einen Zahlenwert zwischen 0 und 100 komprimieren.

Du gehst davon aus daᅵ man etwas was man komprimiert hat auch
wieder dekomprimieren muᅵ, das ist aber fᅵr so eine Bewertung
nicht nᅵtig. Wobei ich sicher bin daᅵ auch das mᅵglich sein
mᅵᅵte nur wᅵrde das mit unserer heutigen Technik sehr viel
Zeit brauchen.

^^
Da ist ein Fehler drin, die 19 sollte eine 29 sein (von 16129).

> > 160 (von 16013) ist der ASCII-Code fᅵr ᅵ
> > das sieht unseren (kleinen a ᅵhnlich, aber das hat den ASCII-Code:
> > 97, und das ist eine Primzahl und die ist kleiner als 100 (%)
> > also ist die ASCII Schrift 97% ok.
> > Mit den restlichen 3% kᅵnnen sich die anderen rumᅵrgern-
> > hat sich der Erfinder des ASCII-Code wohl gedacht ohne dabei
> > zu erkennen was man damit alles anstellen kann...
>
> Und was hat da mit meiner Frage nach (Un-)Sinn zu tun?

Damit kann man alles "Unsinnige" zu 97% rausfiltern.

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 20, 2009, 5:20:01 PM9/20/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

>>>> Oder anders: Wenn du ein Auto steuerst, fragst du dich dann auch, wie es
>>>> das schafft, den richtigen Weg zu nehmen?
>>> Ich habe Maschinen- und Anlagenmonteur mit Fachrichtung Maschinenbau
>>> gelernt ich weiᅵ wie es das macht.
>> Also eigentlich ist ja der Mensch der Steuernde, das Auto nur das
>> passive Gerᅵt.
>
> In meinen Auto ist ein ABS eingebaut, das ABS steuert sich selbst,
> ich schalte das nur mit der Zᅵndung an und aus.

Ja, ABS, auch zum Ziel steuern doch derzeit noch nicht.

>>>>>> Ist es eines, das alles
>>>>>> einprogrammiert hat (wie z.B. eines, das schachspielend den Weltmeister
>>>>>> schlᅵgt), oder eines welches lernen kann?
>>>>>> Fᅵr mich zᅵhlt nur letzeres und insofern ist "Wasserstoff" etwas,
>>>>>> welches man der KI beibringen sollte.
>>>>> Du suchst nach einen Bewuᅵtsein.
>>>> Ich wᅵrde es eher (kᅵnstliche) "Intelligenz" nennen.
>>>>
>>>>> Wie bringt man den Computer
>>>>> Wasserstoff bei, und zwar so das er es versteht, und nicht nur
>>>>> wie ein Papagei oder Kopierer einfach eine 1:1 Kopie erstellt.
>>>> Tja, bei Wasserstoff ist es nicht einfach, weil man ihm wohl Chemie,
>>>> Elemente u.a. nahebringen muss; deshalb ist es ja auch kein einfacher
>>>> Begriff. (Versuch halt zum Vergleich "Wasserstoff" einem Kind zu erklᅵren.)
>>> Eine auf Kohlenwasserstoff basierte Lebensform weiᅵ das den braucht
>>> man so was nicht zu erklᅵren, aber eine auf Silizium (Halbleiter)
>>> aufgebaute "Lebensform"? Wie kann die das verstehen?
>> Mal ehrlich, weiᅵ ein kleines Kind, was Wasserstoff ist? Wenn du Wasser
>> meinst, ist es natᅵrlich etwas anderes.
>
> Das ist dann der Unterschied zwischen wissen und verstehen, ich glaube
> nicht das z.B. die Menschen die als erste ein Rad eingesetzt haben,
> gewuᅵt haben wie man die Zahl Pi berechnet.

Natᅵrlich nicht.

Das schon.

>>>> Ich verstehe nicht, was du an einer "Mathematik der Primzahlen" so
>>>> findest? (Mal ganz abgesehen davon, dass sie einem Sprachaubau dienen
>>>> soll??)
>>>> Und was fᅵr eine ᅵbersetzungsmatrix soll das sein, ᅵbersetzung von wo
>>>> nach wo?
>>> Von der ASCII-Schrift zum verstᅵndnis des Inhaltes.
>> Leider ist der nicht eindeutig, z.B. vom umgebenden Kontext abhᅵngig a
>> la "HELFT ARMEN VᅵGELN".
>>
>>> Nehmen wir doch einfach mal den letzten Absatz und lassen den durch
>>> einen ASCII-Filter laufen, mal sehen ob du den dann noch lesen kannst:
>>>
>>> | Ich veehrste nchit, was du an eeinr "Maaehimttk der Paehilmrzn" so
>>> | fdeinst? (Mal ganz abeeeghsn daovn, dass sie eeinm Saaabchpruu deeinn
>>> | s?llo?)
>>> | Und was fᅵr eine ᅵabeegimnrrssttuzx slol das sein, ᅵbeenrstuzg von wo
>>> | nach wo?
>>>
>>> So wᅵrde das aussehen wenn man in den Wᅵrtern den ersten und letzten
>>> Buchstaben beibehᅵlt und die Buchstaben dazwischen alphabetisch ordnet.
>>> Ich kann das noch "entziffern", du auch?
>> Z.T. kann ich es noch entziffern, z.T. nicht, aber wo ist der Zusammenhang?
>
> Dein Verstand versucht es zu entziffern, warum?

Weil ich es verstehen mᅵchte?

Ach, dir geht es um die Bewertung eines Bildes, gut zu wissen...

> Ich kᅵnnte es schᅵn oder
> schlecht finden, oder was dazwischen wie eine Prozentskala die
> von 0% (schlecht) bis 100% (schᅵn) geht dann mᅵᅵte ich also
> das Bild auf einen Zahlenwert zwischen 0 und 100 komprimieren.

Klingt fᅵr mich wie ᅵpfel und Birnen zu vermischen.

> Du gehst davon aus daᅵ man etwas was man komprimiert hat auch
> wieder dekomprimieren muᅵ, das ist aber fᅵr so eine Bewertung
> nicht nᅵtig.

Stimmt.

> Wobei ich sicher bin daᅵ auch das mᅵglich sein
> mᅵᅵte nur wᅵrde das mit unserer heutigen Technik sehr viel
> Zeit brauchen.

Wie jetzt? Aus wenig mehr Informationen machen...?

Ich verstehe ᅵberhaupt nicht, was das bezweckt, aber macht ja nichts.

Gruᅵ
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 20, 2009, 9:11:33 PM9/20/09
to
Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> "Volker Birk" <bum...@dingens.org> schrieb:
>> Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
>> > Ob es Gott gibt werde ich in diesem Leben sicher nicht erfahren.
>> Sicher ist man in dieser Frage nie.
> Doch, warum nicht?

Man könnte sagen: Gott wird interessant, sobald er Physik ist. Sollte es
einen geben, wäre das möglich.

[Naturgesetze[


>> Die Gesetze selbst sind keinesfalls "etwas Intelligentes".
> Dann sind sie eben etwas was sich ein Intelligenter ausgedacht hat,

Möglicherweise. Derzeit deutet allerdings nichts darauf hin.

>> ASCII ist keine Schrift, sondern eine Kodierung.
> Wo siehst du da einen Unterschied? Ist nicht jede
> Schrift gleichzeitig eine Kodierung?

Mit Schrift legt man Zeichen fest, mit Zeichen kodiert man.

>> ASCII hat, wie Du selbst gesagt hast, 7bit. Entsprechend ist í gar nicht
>> enthalten.
> Ich habe irgendwann mal den Schritt vom Basic zum QBasic gemacht und
> da gibt es eine erweiterte ASCII-Tabelle die bis 0FFH geht.

Und die gar kein ASCII kodiert, sobald das oberste Bit gesetzt ist.

[Zahlenmystik]


>> Das ist Bullshit.
> Wenn du meinst daß das beim Computer rauskommt, ich verbinde das
> eher mit den Ausscheidungen eines Bullen...

Ich verbinde es eher mit Unsinn, den man aus Zahlen ableitet.

Volker Birk

unread,
Sep 20, 2009, 9:29:58 PM9/20/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Beide Sätze oben sind wahr.
> Welche beiden Sätze meinst du? "KIs lassen sich nicht konstruieren" und
> "Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage
> haben"?

Ja.

>> Ich bestreite, dass es so etwas wie eine "subsymbolische Ebene" in
>> Software gibt.
> In der Software gibt es sowas nicht, aber bei der Idee des maschinellen
> Lernens, siehe
> http://de.wikipedia.org/wiki/Maschinelles_Lernen#Symbolische_und_subsymbolische_Systeme.
> Es ist schon ein Unterschied, ob man Wissen explizit oder z.B. auf
> neuronaler Ebene repräsentiert.

Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"
bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.

>>>> Mann muss Emergenz nachbilden, will man KI haben.
>>> Ein anderer Ausgangspunkt also, ok.
>>> Was verstehst du genauer unter "Emergenz"? "Nur" das Zusammenwirken von
>>> Elementen zu einem größeren Ganzen (schwache E.) oder auch, dass man
>>> nicht das Entstehen dieses Strukturen prinzipiell nicht erklären kann
>>> (starke E.)?
>> Erklären? Man kann sie nicht direkt ableiten.
> Das heißt? Hälst du nun starke oder schwache Emergenz für richtig nach
> http://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz#Schwache_und_starke_Emergenz?

Was meint "erklären"? Diese Definitionen scheinen mir schlecht. Emergenz
beinhaltet, dass die Ableitung des "grösseren Ganzen" aus der Basis
nicht berechenbar ist.

>>> Ich meinte nur, dass der Zusammenhang nicht so einfach ist aus
>>> "deterministisch" auf "keine Intelligenz" zu schließen.
>> Mir ist das klar. Wo klemmts?
> Schön, wenn es dir klar ist - früher war Leuten auch klar, dass die
> Sonne um die Erde kreist ;)

Intelligenz erfordert Kreativität. Determinismus im Sinne von
Vorhersagbarkeit verhindert jede Kreativität.

Was berechenbar ist, ist nicht kreativ.

> Heißt das für dich also, dass KI-Systeme nicht programmiert werden
> können, es folglich keine geben kann?

Nein.

>> Ich rede von der prinzipiellen Nichtvorhersagbarkeit vieler dynamischer
>> Systeme, nicht von der Beschränktheit eines Betrachters.
> Das klingt nach "starker Emergenz".

Eher nach der Mathematik der dynamischen Systeme. Die grundsätzliche
Unvorhersagbarkeit beispielsweise von Intermittenz wurde gezeigt.

> Du meintest vorher doch selbst, dass eine vollständige Simulation
> möglich sein soll (oder?), und damit gibt es Vorhersagbarkeit, wenn auch
> nicht unbedingt schnelle.

Eine vollständige Simulation kann nur mit diskreten Systemen gelingen.

> Nochmal eine zentrale Frage bzgl. starker KI: Inwiefern siehst du sie
> als machbar an?

Ich sehe sie als machbar an. Ich sehe sogar nicht, weshalb zwischen KI
und "starker KI" unterschieden werden soll - "schwache KI" ist nicht
intelligent, ist also keine KI.

Frank Müller

unread,
Sep 21, 2009, 4:37:31 AM9/21/09
to
"Burkart Venzke" <b...@gmx.de> schrieb:

Mir geht es um die Bewertung allgemein beim Computer sind es Bilder,
die einen die Informationen zeigen, es kann aber auch eine Musik
sein, aber mehr als Bilder und Sound kann mein PC nicht darstellen.

> > Ich kᅵnnte es schᅵn oder
> > schlecht finden, oder was dazwischen wie eine Prozentskala die
> > von 0% (schlecht) bis 100% (schᅵn) geht dann mᅵᅵte ich also
> > das Bild auf einen Zahlenwert zwischen 0 und 100 komprimieren.
>
> Klingt fᅵr mich wie ᅵpfel und Birnen zu vermischen.

Wenn man das in den Mixer schmeiᅵt kommt an Ende auch was raus
was man dann sogar noch essen, Bzw. lᅵffeln kann...

> > Du gehst davon aus daᅵ man etwas was man komprimiert hat auch
> > wieder dekomprimieren muᅵ, das ist aber fᅵr so eine Bewertung
> > nicht nᅵtig.
>
> Stimmt.
>
> > Wobei ich sicher bin daᅵ auch das mᅵglich sein
> > mᅵᅵte nur wᅵrde das mit unserer heutigen Technik sehr viel
> > Zeit brauchen.
>
> Wie jetzt? Aus wenig mehr Informationen machen...?

Macht das nicht jedes De-Komprimierprogramm?

Das beschreibt die Logik die man auf einer Matrix von der Grᅵᅵe
127x127 darstellen kann. Da muᅵ man natᅵrlich Abstriche machen.

Ich habe einen MP3-Player der hat ein 128x128 Display, aber selbst
auf so einen mini-Display kann man so was groᅵes wie die Frauenkirche
in Dresden immer noch sehr gut darstellen, und das bei grade mal
65536 Farben. Das Bild ist dann als JPEG 4829 Byte groᅵ und das
Original hat eine Grᅵᅵe von 2 456 864 Byte.

Frank

Frank Müller

unread,
Sep 21, 2009, 5:04:23 AM9/21/09
to
"Volker Birk" <bum...@dingens.org> schrieb:
> Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> > "Volker Birk" <bum...@dingens.org> schrieb:
> >> Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> >> > Ob es Gott gibt werde ich in diesem Leben sicher nicht erfahren.
> >> Sicher ist man in dieser Frage nie.
> > Doch, warum nicht?
>
> Man könnte sagen: Gott wird interessant, sobald er Physik ist. Sollte es
> einen geben, wäre das möglich.

Ich kann mir nur sicher sein bei dingen die ich sehen kann, bisher
ist mir Gott noch nicht persönlich vorgestellt wurden, und ich
glaube auch nicht daß mir das noch in diesem Leben passiert...

> [Naturgesetze[
> >> Die Gesetze selbst sind keinesfalls "etwas Intelligentes".
> > Dann sind sie eben etwas was sich ein Intelligenter ausgedacht hat,
>
> Möglicherweise. Derzeit deutet allerdings nichts darauf hin.

Newton soll mal ein Apfel auf den Kopf gefallen sein danach
hat er das Buch über die Gravitation geschrieben...

> >> ASCII ist keine Schrift, sondern eine Kodierung.
> > Wo siehst du da einen Unterschied? Ist nicht jede
> > Schrift gleichzeitig eine Kodierung?
>
> Mit Schrift legt man Zeichen fest, mit Zeichen kodiert man.

Ja und was kodiert man mit den Zeichen, die man handschriftlich
zu Papier bringt?

> >> ASCII hat, wie Du selbst gesagt hast, 7bit. Entsprechend ist í gar nicht
> >> enthalten.
> > Ich habe irgendwann mal den Schritt vom Basic zum QBasic gemacht und
> > da gibt es eine erweiterte ASCII-Tabelle die bis 0FFH geht.
>
> Und die gar kein ASCII kodiert, sobald das oberste Bit gesetzt ist.

Da fangen dann die Sonderzeichen an, wie willst du auf 8 Bit solche
Zeichen wie ÄäÖöÜü und das ß darstellen? Oder gab's die in deinen
Basic nicht?

> [Zahlenmystik]
> >> Das ist Bullshit.
> > Wenn du meinst daß das beim Computer rauskommt, ich verbinde das
> > eher mit den Ausscheidungen eines Bullen...
>
> Ich verbinde es eher mit Unsinn, den man aus Zahlen ableitet.

Nicht aus einfachen Zahlen, sondern aus Primzahlen.

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 21, 2009, 3:36:13 PM9/21/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

>>> Du gehst davon aus daᅵ man etwas was man komprimiert hat auch
>>> wieder dekomprimieren muᅵ, das ist aber fᅵr so eine Bewertung
>>> nicht nᅵtig.
>> Stimmt.
>>
>>> Wobei ich sicher bin daᅵ auch das mᅵglich sein
>>> mᅵᅵte nur wᅵrde das mit unserer heutigen Technik sehr viel
>>> Zeit brauchen.
>> Wie jetzt? Aus wenig mehr Informationen machen...?
>
> Macht das nicht jedes De-Komprimierprogramm?

Nein. Ein De-Komprimierprogramm konvertiert nur schlecht lesbare, aber
sehr komprimierte Informationen in gut lesbare, nicht selten fᅵr
Menschen gedachte Informationen. Verstehst du?

Gruᅵ
Burkart

Frank Müller

unread,
Sep 21, 2009, 4:57:28 PM9/21/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:

Was verstehst du unter einer komprimierten Information?
Du hattest ja schon das Beispiel Auto hier angebracht,
ich denke da z.B. an den Blinker, man bewegt den
Blinkschalter und dann hᅵrt man ein klicken und das
reicht aus um zu wissen daᅵ die Blinker funktionieren,
ein einfaches Klick vom Blinkgeber und schon weiᅵ man
Bescheid.
Eine Information ist eine Information, nichts Materielles
wie kann man etwas, was nicht aus Materie besteht
komprimieren? Wenn man es komprimieren kann dieses Ding was
eine Null-Ausdehnung hat wie weit kann man das dann
"zusammendrᅵcken" bis auf 0,1,2 oder 3?
Im Prinzip mᅵᅵte es ausreichen wenn man den Namen
der Datei und das genaue Datum mit Uhrzeit und die Grᅵᅵe
speichert dann mᅵᅵte man die Datei auf dem Rechner wieder
bis zur Erstellung zurᅵckverfolgen kᅵnnen und so
wiederherstellen.

Man kᅵnnte natᅵrlich auch einen Logarithmus dafᅵr verwenden
und darin die Datei verschlᅵsseln, dann braucht man zum
entschlᅵsseln nur noch die genaue Formel fᅵr den Logarithmus
und den Schlᅵssel.
Den Logarithmus baut man ins Pack-Programm und schon muᅵ
man nur noch die Schlᅵssel speichern, wie groᅵ muᅵ dann
so ein Schlᅵssel sein? Ich wᅵrde vermuten kleiner als die
Original-Datei. Und wenn man den Schlᅵssel wieder mit dem
selben Logarithmus verschlᅵsselt muᅵte er mit jeden
durchlauf immer kleiner werden. Also braucht man am Ende
nur noch einen Schlᅵssel und die Anzahl der Durchlᅵufe und
mit den zwei Informationen kann man die Datei wieder
herstellen.
Ich dachte eigentlich immer daᅵ alle Packer genau nach dem
Prinzip funktionieren.

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 21, 2009, 5:58:08 PM9/21/09
to
Volker Birk schrieb:

> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>> Beide Sätze oben sind wahr.
>> Welche beiden Sätze meinst du? "KIs lassen sich nicht konstruieren" und
>> "Jedes System wie eine KI muss doch erstmal eine konstruierte Grundlage
>> haben"?
>
> Ja.

Na ja, eine konstuierte Grundlage kann man u.U. auch als Konstruktion
ansehen, aber letztlich ist das nicht so wichtig.

>>> Ich bestreite, dass es so etwas wie eine "subsymbolische Ebene" in
>>> Software gibt.
>> In der Software gibt es sowas nicht, aber bei der Idee des maschinellen
>> Lernens, siehe
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Maschinelles_Lernen#Symbolische_und_subsymbolische_Systeme.
>> Es ist schon ein Unterschied, ob man Wissen explizit oder z.B. auf
>> neuronaler Ebene repräsentiert.
>
> Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"
> bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.

Welche meinst du? Vielleicht sind es ja eher für dich Missverständnisse?

>>>>> Mann muss Emergenz nachbilden, will man KI haben.
>>>> Ein anderer Ausgangspunkt also, ok.
>>>> Was verstehst du genauer unter "Emergenz"? "Nur" das Zusammenwirken von
>>>> Elementen zu einem größeren Ganzen (schwache E.) oder auch, dass man
>>>> nicht das Entstehen dieses Strukturen prinzipiell nicht erklären kann
>>>> (starke E.)?
>>> Erklären? Man kann sie nicht direkt ableiten.
>> Das heißt? Hälst du nun starke oder schwache Emergenz für richtig nach
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz#Schwache_und_starke_Emergenz?
>
> Was meint "erklären"? Diese Definitionen scheinen mir schlecht.

Da ich nur diese kenne, kann ich mich auch nur auf sie berufen.

> Emergenz
> beinhaltet, dass die Ableitung des "grösseren Ganzen" aus der Basis
> nicht berechenbar ist.

Aber "nicht berechenbar" klingt halt sehr nach starker Emergenz.

>>>> Ich meinte nur, dass der Zusammenhang nicht so einfach ist aus
>>>> "deterministisch" auf "keine Intelligenz" zu schließen.
>>> Mir ist das klar. Wo klemmts?
>> Schön, wenn es dir klar ist - früher war Leuten auch klar, dass die
>> Sonne um die Erde kreist ;)
>
> Intelligenz erfordert Kreativität. Determinismus im Sinne von
> Vorhersagbarkeit verhindert jede Kreativität.

Ja, so ist deine Formel, schon klar.

> Was berechenbar ist, ist nicht kreativ.

Tja, Sebastian ist auch nicht unbedingt dieser Meinung. Ich denke auch,
dass etwas Kreatives vielleicht für den einen berechenbar ist, für den
anderen nicht (Kreativität lässt sich nicht vernünftig einfach so
mathematisch formal erfassen, u.a. weil sie subjektiv ist).

>> Heißt das für dich also, dass KI-Systeme nicht programmiert werden
>> können, es folglich keine geben kann?
>
> Nein.

Ok.

>>> Ich rede von der prinzipiellen Nichtvorhersagbarkeit vieler dynamischer
>>> Systeme, nicht von der Beschränktheit eines Betrachters.
>> Das klingt nach "starker Emergenz".
>
> Eher nach der Mathematik der dynamischen Systeme. Die grundsätzliche
> Unvorhersagbarkeit beispielsweise von Intermittenz wurde gezeigt.

"Intermittenz" sagt(e) mir auch nichts, ich habe halt nichts mit solchen
dynamischen System zu tun. Hast du mal ein möglichst einfaches Beispiel
von prinzipieller Unvorhersagbarkeit?

>> Du meintest vorher doch selbst, dass eine vollständige Simulation
>> möglich sein soll (oder?), und damit gibt es Vorhersagbarkeit, wenn auch
>> nicht unbedingt schnelle.
>
> Eine vollständige Simulation kann nur mit diskreten Systemen gelingen.

Na jut, sonst kann man halt hinreichend näherungsweise simulieren.

>> Nochmal eine zentrale Frage bzgl. starker KI: Inwiefern siehst du sie
>> als machbar an?
>
> Ich sehe sie als machbar an. Ich sehe sogar nicht, weshalb zwischen KI
> und "starker KI" unterschieden werden soll - "schwache KI" ist nicht
> intelligent, ist also keine KI.

Tja, eine Definitionsfrage, aber da sie nun mal "schwache KI" genannt
wird...

Gruß
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 21, 2009, 6:12:05 PM9/21/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

> "Burkart Venzke" schrieb:
>> Frank Mᅵller schrieb:
>>>>> Du gehst davon aus daᅵ man etwas was man komprimiert hat auch
>>>>> wieder dekomprimieren muᅵ, das ist aber fᅵr so eine Bewertung
>>>>> nicht nᅵtig.
>>>> Stimmt.
>>>>
>>>>> Wobei ich sicher bin daᅵ auch das mᅵglich sein
>>>>> mᅵᅵte nur wᅵrde das mit unserer heutigen Technik sehr viel
>>>>> Zeit brauchen.
>>>> Wie jetzt? Aus wenig mehr Informationen machen...?
>>> Macht das nicht jedes De-Komprimierprogramm?
>> Nein. Ein De-Komprimierprogramm konvertiert nur schlecht lesbare, aber
>> sehr komprimierte Informationen in gut lesbare, nicht selten fᅵr
>> Menschen gedachte Informationen. Verstehst du?
>
> Was verstehst du unter einer komprimierten Information?

Nicht einer, aber in Mehrzahl eben.
Am besten zeige ich es an einem Beispiel.

Die folgende Zeile:
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
...kann man beschreiben durch:
30 A's.
Die letzte Zeile ist offensichtlich kᅵrzer und deshalb komprimiert.
Dagegen kann man "30 A's" nicht mehr gut komprimieren.

> Du hattest ja schon das Beispiel Auto hier angebracht,
> ich denke da z.B. an den Blinker, man bewegt den
> Blinkschalter und dann hᅵrt man ein klicken und das
> reicht aus um zu wissen daᅵ die Blinker funktionieren,
> ein einfaches Klick vom Blinkgeber und schon weiᅵ man
> Bescheid.

Wenn man hier schon irgendwas komprimieren mᅵchte, dann vielleicht die
aktuelle Situation z.B. mit genauen Zeit- und Ortsangaben auf eine
komprimierte abtraktere Beschreibung, die nun noch einige relevante
Informationen beinhaltet.

> Eine Information ist eine Information, nichts Materielles
> wie kann man etwas, was nicht aus Materie besteht
> komprimieren?

Wie gesagt, es geht nur mit einer Menge von Informationen. (Im
Englischen gibt es nur den Plural "information", aber nicht als Singular.)

> Wenn man es komprimieren kann dieses Ding was
> eine Null-Ausdehnung hat wie weit kann man das dann
> "zusammendrᅵcken" bis auf 0,1,2 oder 3?
> Im Prinzip mᅵᅵte es ausreichen wenn man den Namen
> der Datei und das genaue Datum mit Uhrzeit und die Grᅵᅵe
> speichert dann mᅵᅵte man die Datei auf dem Rechner wieder
> bis zur Erstellung zurᅵckverfolgen kᅵnnen und so
> wiederherstellen.

Beim Komprimieren ist die Frage, ob sie verlustfrei sein soll oder
nicht. Im letzteren Fall ist sie nicht vollstᅵndig umkehrbar.

> Man kᅵnnte natᅵrlich auch einen Logarithmus dafᅵr verwenden
> und darin die Datei verschlᅵsseln, dann braucht man zum
> entschlᅵsseln nur noch die genaue Formel fᅵr den Logarithmus
> und den Schlᅵssel.
> Den Logarithmus baut man ins Pack-Programm und schon muᅵ
> man nur noch die Schlᅵssel speichern, wie groᅵ muᅵ dann
> so ein Schlᅵssel sein? Ich wᅵrde vermuten kleiner als die
> Original-Datei. Und wenn man den Schlᅵssel wieder mit dem
> selben Logarithmus verschlᅵsselt muᅵte er mit jeden
> durchlauf immer kleiner werden. Also braucht man am Ende
> nur noch einen Schlᅵssel und die Anzahl der Durchlᅵufe und
> mit den zwei Informationen kann man die Datei wieder
> herstellen.
> Ich dachte eigentlich immer daᅵ alle Packer genau nach dem
> Prinzip funktionieren.

Hast du mal eine Datei n-mal gepackt mit n um einiges grᅵᅵer als 1? Du
wirst sehen, dass irgendwann die gepackte Datei nicht mehr kleiner wird,
vielleicht sogar wieder wᅵchst. Probier's mal aus!

Gruᅵ
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 21, 2009, 7:00:27 PM9/21/09
to
Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
>> Mit Schrift legt man Zeichen fest, mit Zeichen kodiert man.
> Ja und was kodiert man mit den Zeichen, die man handschriftlich
> zu Papier bringt?

Was man möchte.

>> >> ASCII hat, wie Du selbst gesagt hast, 7bit. Entsprechend ist í gar nicht
>> >> enthalten.
>> > Ich habe irgendwann mal den Schritt vom Basic zum QBasic gemacht und
>> > da gibt es eine erweiterte ASCII-Tabelle die bis 0FFH geht.
>> Und die gar kein ASCII kodiert, sobald das oberste Bit gesetzt ist.
> Da fangen dann die Sonderzeichen an, wie willst du auf 8 Bit solche
> Zeichen wie ÄäÖöÜü und das ß darstellen? Oder gab's die in deinen
> Basic nicht?

Du, sags nicht weiter, aber das ist schlicht kein ASCII. Und in den zig
BASIC-Dialekten, die ich am Hals hatte, lieferte ASC() in keinem davon
ASCII, CHR$() in keinem davon ein ASCII-Zeichen, sondern das waren alles
8bit-Zeichensätze. Die Sache hiess nur noch aus historischen Gründen so.

>> [Zahlenmystik]
>> >> Das ist Bullshit.
>> > Wenn du meinst daß das beim Computer rauskommt, ich verbinde das
>> > eher mit den Ausscheidungen eines Bullen...
>> Ich verbinde es eher mit Unsinn, den man aus Zahlen ableitet.
> Nicht aus einfachen Zahlen, sondern aus Primzahlen.

Das ist belanglos.

Volker Birk

unread,
Sep 21, 2009, 7:01:42 PM9/21/09
to
Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
>> Aus wenig mehr Informationen machen...?
> Macht das nicht jedes De-Komprimierprogramm?

Nein. Es kodiert dieselben Informationen in mehr Daten.

Volker Birk

unread,
Sep 21, 2009, 7:13:11 PM9/21/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Na ja, eine konstuierte Grundlage kann man u.U. auch als Konstruktion
> ansehen, aber letztlich ist das nicht so wichtig.

Im Gegenteil, Emergenz ist hier entscheidend.

>> Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"
>> bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.
> Welche meinst du?

Man sollte besser bei den gängigen Begriffen Information, Kodierung und
Daten bleiben, denn durch das sprachliche Simulieren, da wäre mehr,
bringt doch nichts.

> Aber "nicht berechenbar" klingt halt sehr nach starker Emergenz.

Wenn Du meinst. Der Berechenbarkeitsbegriff scheint mir hier
entscheidend.

>> Intelligenz erfordert Kreativität. Determinismus im Sinne von
>> Vorhersagbarkeit verhindert jede Kreativität.
> Ja, so ist deine Formel, schon klar.

Ich halte Intelligenz ohne Kreativität für keine.

>> Was berechenbar ist, ist nicht kreativ.
> Tja, Sebastian ist auch nicht unbedingt dieser Meinung. Ich denke auch,
> dass etwas Kreatives vielleicht für den einen berechenbar ist, für den
> anderen nicht (Kreativität lässt sich nicht vernünftig einfach so
> mathematisch formal erfassen, u.a. weil sie subjektiv ist).

Kreativität erzeugt Neues. Neu ist nicht, was vorhersagbar ist, sondern
was nicht vorhersagbar war.

>> Eher nach der Mathematik der dynamischen Systeme. Die grundsätzliche
>> Unvorhersagbarkeit beispielsweise von Intermittenz wurde gezeigt.
> "Intermittenz" sagt(e) mir auch nichts, ich habe halt nichts mit solchen
> dynamischen System zu tun. Hast du mal ein möglichst einfaches Beispiel
> von prinzipieller Unvorhersagbarkeit?

Wann fällt ein Wassertropfen an einem tropfenden Wasserhahn. Alternativ:
das Dreikörperproblem. Komplexes Beispiel: das Wetter.

>> Eine vollständige Simulation kann nur mit diskreten Systemen gelingen.
> Na jut, sonst kann man halt hinreichend näherungsweise simulieren.

Das ist eben nicht möglich, weil zeitdiskrete Simulationen nicht
unbedingt konvergieren, sondern nur mit einer Wahrscheinlichkeit
nahekommen.

>> Ich sehe sie als machbar an. Ich sehe sogar nicht, weshalb zwischen KI
>> und "starker KI" unterschieden werden soll - "schwache KI" ist nicht
>> intelligent, ist also keine KI.
> Tja, eine Definitionsfrage, aber da sie nun mal "schwache KI" genannt
> wird...

Ich halte den Begriff für unbrauchbar.

Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
nennen.

Volker Birk

unread,
Sep 21, 2009, 7:13:58 PM9/21/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Na ja, eine konstuierte Grundlage kann man u.U. auch als Konstruktion
> ansehen, aber letztlich ist das nicht so wichtig.

Im Gegenteil, Emergenz ist hier entscheidend.

>> Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"


>> bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.
> Welche meinst du?

Man sollte besser bei den gängigen Begriffen Information, Kodierung und


Daten bleiben, denn durch das sprachliche Simulieren, da wäre mehr,

erreict man in der Sache nichts.

> Aber "nicht berechenbar" klingt halt sehr nach starker Emergenz.

Wenn Du meinst. Der Berechenbarkeitsbegriff scheint mir hier
entscheidend.

>> Intelligenz erfordert Kreativität. Determinismus im Sinne von


>> Vorhersagbarkeit verhindert jede Kreativität.
> Ja, so ist deine Formel, schon klar.

Ich halte Intelligenz ohne Kreativität für keine.

>> Was berechenbar ist, ist nicht kreativ.


> Tja, Sebastian ist auch nicht unbedingt dieser Meinung. Ich denke auch,
> dass etwas Kreatives vielleicht für den einen berechenbar ist, für den
> anderen nicht (Kreativität lässt sich nicht vernünftig einfach so
> mathematisch formal erfassen, u.a. weil sie subjektiv ist).

Kreativität erzeugt Neues. Neu ist nicht, was vorhersagbar ist, sondern
was nicht vorhersagbar war.

>> Eher nach der Mathematik der dynamischen Systeme. Die grundsätzliche


>> Unvorhersagbarkeit beispielsweise von Intermittenz wurde gezeigt.
> "Intermittenz" sagt(e) mir auch nichts, ich habe halt nichts mit solchen
> dynamischen System zu tun. Hast du mal ein möglichst einfaches Beispiel
> von prinzipieller Unvorhersagbarkeit?

Wann fällt ein Wassertropfen an einem tropfenden Wasserhahn. Alternativ:


das Dreikörperproblem. Komplexes Beispiel: das Wetter.

>> Eine vollständige Simulation kann nur mit diskreten Systemen gelingen.


> Na jut, sonst kann man halt hinreichend näherungsweise simulieren.

Das ist eben nicht möglich, weil zeitdiskrete Simulationen nicht


unbedingt konvergieren, sondern nur mit einer Wahrscheinlichkeit
nahekommen.

>> Ich sehe sie als machbar an. Ich sehe sogar nicht, weshalb zwischen KI


>> und "starker KI" unterschieden werden soll - "schwache KI" ist nicht
>> intelligent, ist also keine KI.
> Tja, eine Definitionsfrage, aber da sie nun mal "schwache KI" genannt
> wird...

Ich halte den Begriff für unbrauchbar.

Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
nennen.

Viele Grüsse,

Volker Birk

unread,
Sep 21, 2009, 7:14:18 PM9/21/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Na ja, eine konstuierte Grundlage kann man u.U. auch als Konstruktion
> ansehen, aber letztlich ist das nicht so wichtig.

Im Gegenteil, Emergenz ist hier entscheidend.

>> Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"


>> bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.
> Welche meinst du?

Man sollte besser bei den gängigen Begriffen Information, Kodierung und


Daten bleiben, denn durch das sprachliche Simulieren, da wäre mehr,

erreicht man in der Sache nichts.

> Aber "nicht berechenbar" klingt halt sehr nach starker Emergenz.

Wenn Du meinst. Der Berechenbarkeitsbegriff scheint mir hier
entscheidend.

>> Intelligenz erfordert Kreativität. Determinismus im Sinne von


>> Vorhersagbarkeit verhindert jede Kreativität.
> Ja, so ist deine Formel, schon klar.

Ich halte Intelligenz ohne Kreativität für keine.

>> Was berechenbar ist, ist nicht kreativ.


> Tja, Sebastian ist auch nicht unbedingt dieser Meinung. Ich denke auch,
> dass etwas Kreatives vielleicht für den einen berechenbar ist, für den
> anderen nicht (Kreativität lässt sich nicht vernünftig einfach so
> mathematisch formal erfassen, u.a. weil sie subjektiv ist).

Kreativität erzeugt Neues. Neu ist nicht, was vorhersagbar ist, sondern
was nicht vorhersagbar war.

>> Eher nach der Mathematik der dynamischen Systeme. Die grundsätzliche


>> Unvorhersagbarkeit beispielsweise von Intermittenz wurde gezeigt.
> "Intermittenz" sagt(e) mir auch nichts, ich habe halt nichts mit solchen
> dynamischen System zu tun. Hast du mal ein möglichst einfaches Beispiel
> von prinzipieller Unvorhersagbarkeit?

Wann fällt ein Wassertropfen an einem tropfenden Wasserhahn. Alternativ:


das Dreikörperproblem. Komplexes Beispiel: das Wetter.

>> Eine vollständige Simulation kann nur mit diskreten Systemen gelingen.


> Na jut, sonst kann man halt hinreichend näherungsweise simulieren.

Das ist eben nicht möglich, weil zeitdiskrete Simulationen nicht


unbedingt konvergieren, sondern nur mit einer Wahrscheinlichkeit
nahekommen.

>> Ich sehe sie als machbar an. Ich sehe sogar nicht, weshalb zwischen KI


>> und "starker KI" unterschieden werden soll - "schwache KI" ist nicht
>> intelligent, ist also keine KI.
> Tja, eine Definitionsfrage, aber da sie nun mal "schwache KI" genannt
> wird...

Ich halte den Begriff für unbrauchbar.

Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
nennen.

Viele Grüsse,

Juergen Ilse

unread,
Sep 22, 2009, 1:24:22 AM9/22/09
to
Hallo,

Volker Birk <bum...@dingens.org> wrote:
> Kreativität erzeugt Neues. Neu ist nicht, was vorhersagbar ist, sondern
> was nicht vorhersagbar war.

Ich hhalte diese Aussage nicht fuer zwingend. Wenn etwas vorhersagbar ist,
heisst das nicht unbedingt, dass schon jemand diese Vorhersage getroffen
hat. Der erste der dann diese Vorhersage macht, hat damit trotzdem etwas
(bis dahin) noch nicht vorhandenes, also etwas neues geaeussert.

Daher bin ich der Meinung, dass "neu" nicht unbedingt "Unvorhersagbarkeit"
voraussetzt.

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Volker Birk

unread,
Sep 22, 2009, 2:25:25 AM9/22/09
to
Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Daher bin ich der Meinung, dass "neu" nicht unbedingt "Unvorhersagbarkeit"
> voraussetzt.

Das ist natürlich eine Definitionsfrage. Ich verwende hier den Begriff
der Neuheut so, wie ich ihn für die Beschreibung des Sachverhalts, der
Intelligenz, für sinnvoll finde.

Du kannst gerne anders definieren.

Volker Birk

unread,
Sep 22, 2009, 2:26:04 AM9/22/09
to
Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Daher bin ich der Meinung, dass "neu" nicht unbedingt "Unvorhersagbarkeit"
> voraussetzt.

Das ist natürlich eine Definitionsfrage. Ich verwende hier den Begriff
der Neuheit so, wie ich ihn für die Beschreibung des Sachverhalts, der
Intelligenz, für sinnvoll finde.

Du kannst gerne anders definieren.

Viele Grüsse,

Frank Müller

unread,
Sep 22, 2009, 4:21:45 AM9/22/09
to
"Volker Birk" <bum...@dingens.org> schrieb:

> Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> >> Mit Schrift legt man Zeichen fest, mit Zeichen kodiert man.
> > Ja und was kodiert man mit den Zeichen, die man handschriftlich
> > zu Papier bringt?
>
> Was man möchte.

Na genau, da hat man seine freie Entscheidung...

> >> >> ASCII hat, wie Du selbst gesagt hast, 7bit. Entsprechend ist í gar nicht
> >> >> enthalten.
> >> > Ich habe irgendwann mal den Schritt vom Basic zum QBasic gemacht und
> >> > da gibt es eine erweiterte ASCII-Tabelle die bis 0FFH geht.
> >> Und die gar kein ASCII kodiert, sobald das oberste Bit gesetzt ist.
> > Da fangen dann die Sonderzeichen an, wie willst du auf 8 Bit solche
> > Zeichen wie ÄäÖöÜü und das ß darstellen? Oder gab's die in deinen
> > Basic nicht?
>
> Du, sags nicht weiter, aber das ist schlicht kein ASCII. Und in den zig
> BASIC-Dialekten, die ich am Hals hatte, lieferte ASC() in keinem davon
> ASCII, CHR$() in keinem davon ein ASCII-Zeichen, sondern das waren alles
> 8bit-Zeichensätze. Die Sache hiess nur noch aus historischen Gründen so.

Auch Historie hat eine Daseinsberechtigung, auch wenn die bei M$
das wohl nicht mehr so gesehen haben als sie Vista raumsgebacht
haben...

In den Basic, die ich kenne bewirkt der String A$=CHR$(0) genau
das was er machen soll und man kann mit ASC(A$) die Null auch
wieder auslesen.

> >> [Zahlenmystik]
> >> >> Das ist Bullshit.
> >> > Wenn du meinst daß das beim Computer rauskommt, ich verbinde das
> >> > eher mit den Ausscheidungen eines Bullen...
> >> Ich verbinde es eher mit Unsinn, den man aus Zahlen ableitet.
> > Nicht aus einfachen Zahlen, sondern aus Primzahlen.
>
> Das ist belanglos.

Wenn du meinst...

Frank

Frank Müller

unread,
Sep 22, 2009, 4:14:09 AM9/22/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:
> Frank Mᅵller schrieb:

Das kenne ich, das dᅵrfte daran liegen, weil der verwendete
Logarithmus nicht mehr hergibt.

Wenn man das auf einer logischen Primzahlenreihe aufbaut kᅵnnte
das dann so aussehen:
Index Primzahl
-----------------
0 3
1 5
2 7
3 11
4 13
-----------------
Wenn man jetzt die Zahlen von 0 bis 12 darin verschlᅵsseln will
wᅵrde das so aussehen:
Wert Berechnung gespeichert
0 3-3 0;3
1 3-2 0;2
3 3-0 0;0
4 5-1 1;1
5 5-0 1;0
6 7-1 2;1
7 7-0 2;0
8 11-3 3;3
9 11-2 3;2
10 11-1 3;1
11 11-0 3;0
12 13-1 4;1
Das hat natᅵrlich bei so kleinen Zahlen wenig Sinn, aber wenn die
Zahlen grᅵᅵer werden z.B. in 8 Bit drei Bytes belegen, dann mᅵᅵte
man eine Index-Tabelle erstellen, die bis zu der Primzahl geht die
ᅵber 16 777 215 (0FFFFFFH) liegt und die dann so durchnumerieren
beginnend mit 3=0.

Bekannt sind die Primzahlen sicher, laut Wiki hat man 2008 eine
12 978 189 stellige Primzahl entdeckt, also dᅵrfte es kein Problem
sein die mal zu zᅵhlen...

Frank

Volker Birk

unread,
Sep 22, 2009, 5:21:56 AM9/22/09
to
Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> In den Basic, die ich kenne bewirkt der String A$=CHR$(0) genau
> das was er machen soll und man kann mit ASC(A$) die Null auch
> wieder auslesen.

In allen BASIC-Dialekten, die ich kenne, ebenso. Und?

Volker Birk

unread,
Sep 22, 2009, 5:23:32 AM9/22/09
to
Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> Wenn man das auf einer logischen Primzahlenreihe aufbaut könnte
> das dann so aussehen:

Poste besser nicht auf sci.crypt ;-)

Frank Müller

unread,
Sep 22, 2009, 6:53:38 AM9/22/09
to
"Volker Birk" <bum...@dingens.org> schrieb:

> Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> > Wenn man das auf einer logischen Primzahlenreihe aufbaut könnte
> > das dann so aussehen:
>
> Poste besser nicht auf sci.crypt ;-)

Ich kann kein Englisch, deshalb poste ich nur in Groups in
denen deutsch geschrieben wird :)

Frank

Volker Birk

unread,
Sep 22, 2009, 7:03:24 AM9/22/09
to

Glaub mir, auf de.sci.crypt wäre das nicht besser, gäbe es diese Gruppe.

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 22, 2009, 11:11:23 AM9/22/09
to
Burkart Venzke schrieb:
> Frank Mᅵller schrieb:
>> Genau verstehe ich die leider auch nicht, aber der Beschreibung
>> nach kᅵnnte man damit einen nahezu unendlichen
>> Kompressionsalgorithmus entwickeln wo es am Ende reicht daᅵ
>> man nur noch das Komprimierte Ergebnis auswerten braucht
>> und das geht nach der Formel bis auf die
>> 1-Bit-Ebene und auf der gibt dann nur noch 0 und 1.
>
> Du willst doch nicht sagen, dass man einen langen Text ohne
> Informationsverlust auf wenige Bits komprimieren kann? Sorry,
> das geht einfach nicht.

Man kann alle Bᅵcher der Welt numerieren. Um ein Buch
zu komprimieren muᅵ man nur noch nachschauen, welches
Buch es ist und dessen Nummer als Ergebnis zurᅵckliefern.
So hat man ein ganzes Buch auf sagen wir 32 Bit komprimiert.
Das geht wirklich.

Um solche 'Probleme' zu vermeiden, wurde die
Kolmogoroff-Komplexitᅵt eingefᅵhrt: man zᅵhlt
die Grᅵᅵe des Algorithmus mit beim Messen der
Kompressionsrate.

ᅵbrigens gab's vor kurzem einen KI-Wettbewerb, wo
man einen Ausschnitt der Wikipedia auf ein paar
Megabytes komprimieren muᅵte. Einzelheiten weiᅵ
ich leider nicht mehr, aber die Bedingungen waren
sehr hart.

Grᅵᅵe,
Joachim

Burkart Venzke

unread,
Sep 22, 2009, 4:06:48 PM9/22/09
to
Ich stimme dir zu, Jürgen.

Gruß, Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 22, 2009, 5:16:33 PM9/22/09
to
Volker Birk schrieb:
> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>> Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"
>>> bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.
>> Welche meinst du?
>
> Man sollte besser bei den gängigen Begriffen Information, Kodierung und
> Daten bleiben, denn durch das sprachliche Simulieren, da wäre mehr,
> bringt doch nichts.

Nur leider ist KI nicht so einfach; nicht zufällig interessieren sich
auch andere Bereiche wie Philosophie dafür. Man würde man auf zu tiefer,
bitnaher Ebene bleiben.

>>> Intelligenz erfordert Kreativität. Determinismus im Sinne von
>>> Vorhersagbarkeit verhindert jede Kreativität.
>> Ja, so ist deine Formel, schon klar.
>
> Ich halte Intelligenz ohne Kreativität für keine.

Ok, da haben wir halt unterschiedliche Ansicht. Es gibt z.B. genug
intelligente, aber wenig kreative Menschen; ich zähle mich tendenziell
dazu (insbesondere als Jugendlicher damals).

>>> Was berechenbar ist, ist nicht kreativ.
>> Tja, Sebastian ist auch nicht unbedingt dieser Meinung. Ich denke auch,
>> dass etwas Kreatives vielleicht für den einen berechenbar ist, für den
>> anderen nicht (Kreativität lässt sich nicht vernünftig einfach so
>> mathematisch formal erfassen, u.a. weil sie subjektiv ist).
>
> Kreativität erzeugt Neues. Neu ist nicht, was vorhersagbar ist, sondern
> was nicht vorhersagbar war.

Was ist schon "neu"? Neu für wen? Für einen Menschen oder gar die
Menschheit? Wäre z.B. eine Jamaika-Koalition im Bundestag neu?

>>> Eher nach der Mathematik der dynamischen Systeme. Die grundsätzliche
>>> Unvorhersagbarkeit beispielsweise von Intermittenz wurde gezeigt.
>> "Intermittenz" sagt(e) mir auch nichts, ich habe halt nichts mit solchen
>> dynamischen System zu tun. Hast du mal ein möglichst einfaches Beispiel
>> von prinzipieller Unvorhersagbarkeit?
>
> Wann fällt ein Wassertropfen an einem tropfenden Wasserhahn. Alternativ:
> das Dreikörperproblem. Komplexes Beispiel: das Wetter.

Gerade das Wetter ist doch gar nicht so schlecht vorhersagbar; es ist
nicht prinzipiell unvorhersehbar für einen kurzen Zeitraum und Bereich.
Klar, langfristig scheitert man an der Komplexität.

>>> Eine vollständige Simulation kann nur mit diskreten Systemen gelingen.
>> Na jut, sonst kann man halt hinreichend näherungsweise simulieren.
>
> Das ist eben nicht möglich, weil zeitdiskrete Simulationen nicht
> unbedingt konvergieren, sondern nur mit einer Wahrscheinlichkeit
> nahekommen.

Na ja, ich denke mal, es ist vorhersagbar, dass die CDU am Sonntag die
stärkste Partei sein wird - auch wenn es natürlich nicht 100% sicher
ist. Wie leben nun mal immer unter gewisser Unsicherheit, auch damit
muss KI klarkommen und nicht perfekt vorhersehen können bzw.
vorhersehbar sein.

>>> Ich sehe sie als machbar an. Ich sehe sogar nicht, weshalb zwischen KI
>>> und "starker KI" unterschieden werden soll - "schwache KI" ist nicht
>>> intelligent, ist also keine KI.
>> Tja, eine Definitionsfrage, aber da sie nun mal "schwache KI" genannt
>> wird...
>
> Ich halte den Begriff für unbrauchbar.

Es wird halt von vielen KI-lern benutzt, hat also seinen Sinn.
(Ich habe dagegen mit deiner Emergenz mein Problem, zumal du dich nicht
mal auf die wikipedia-Beschreibung einigermaßend festlegen lässt.)

> Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
> nennen.

Für dich ist halt relativ wenig intelligent; das macht den Weg zur
(starken) KI nach deinem Begriff noch weiter.

Gruß
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 22, 2009, 5:19:27 PM9/22/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Burkart Venzke schrieb:
> > Frank Mᅵller schrieb:
> >> Genau verstehe ich die leider auch nicht, aber der Beschreibung
> >> nach kᅵnnte man damit einen nahezu unendlichen
> >> Kompressionsalgorithmus entwickeln wo es am Ende reicht daᅵ
> >> man nur noch das Komprimierte Ergebnis auswerten braucht
> >> und das geht nach der Formel bis auf die
> >> 1-Bit-Ebene und auf der gibt dann nur noch 0 und 1.
> >
> > Du willst doch nicht sagen, dass man einen langen Text ohne
> > Informationsverlust auf wenige Bits komprimieren kann? Sorry,
> > das geht einfach nicht.
>
> Man kann alle Bᅵcher der Welt numerieren. Um ein Buch
> zu komprimieren muᅵ man nur noch nachschauen, welches
> Buch es ist und dessen Nummer als Ergebnis zurᅵckliefern.
> So hat man ein ganzes Buch auf sagen wir 32 Bit komprimiert.
> Das geht wirklich.

Damit hat man aber nicht den Inhalt der Bᅵcher komprimiert, sondern nur
einen Index angelegt. Anhand deiner 32 Bit kannst du den Bᅵcherinhalt
ohne die Bᅵcher selbst ja nicht dekomprimieren.

Gruᅵ
Burkart

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 22, 2009, 6:23:05 PM9/22/09
to
Burkart Venzke schrieb:
> Joachim Pimiskern schrieb:

>> Man kann alle Bᅵcher der Welt numerieren. Um ein Buch
>> zu komprimieren muᅵ man nur noch nachschauen, welches
>> Buch es ist und dessen Nummer als Ergebnis zurᅵckliefern.
>> So hat man ein ganzes Buch auf sagen wir 32 Bit komprimiert.
>> Das geht wirklich.
>
> Damit hat man aber nicht den Inhalt der Bᅵcher komprimiert,
> sondern nur einen Index angelegt. Anhand deiner 32 Bit kannst
> du den Bᅵcherinhalt ohne die Bᅵcher selbst ja nicht dekomprimieren.

Ich verstehe: Du gehst davon aus, daᅵ der Inhalt der Bᅵcher
auᅵerhalb des Algorithmus gespeichert wird, in einer riesigen
Datenbank. Aber der Trick ist, die Datenbank in den Algorithmus
selbst einzubauen. Das gibt eben einen groᅵen Algorithmus,
aber der leistet, was er verspricht.

Jeder Kompressionsalgorithmus tut nichts anderes als
bestimmte lange Zeichenfolgen auf kurze abzubilden.
Da das eindeutig sein muᅵ, hat er den Nachteil, daᅵ eben
manche kurzen Zeichenfolgen auf lange abgebildet werden.
Hoffentlich handelt es sich bei den Zeichenfolgen, die
verlᅵngert werden, um uninteressante.

Grᅵᅵe,
Joachim

Frank Müller

unread,
Sep 23, 2009, 3:55:49 AM9/23/09
to
"Burkart Venzke" schrieb:

Es gab Zeiten, da haben die Ermittlungsbehᅵrden in diesem
Land 5 1/4" Disketten mit einen Kopierer kopiert um eine
Kopie der Diskette zu den Akten legen zu kᅵnnen...

Frank

Burkart Venzke

unread,
Sep 23, 2009, 2:48:11 PM9/23/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

Ganz klar ist mir nicht, was der groᅵe Algorithmus bewirken soll. Klar
kann man mit mehr Bᅵchern die Kompressionsrate insgesamt senken, aber
wie willst du sᅵmtliche Bᅵcher auf (z.B.) 32 Bit komprimieren?
Ich hoffe doch nicht, dass du die ganzen Informationen in einen den
Algorithmus packst, der praktisch dann den Bᅵcherinhalt darstellt... das
wᅵre irgendwie etwas witzlos ;)

Hm, irgendwie sind wir in der letzten Zeit von der KI abgeschweift, oder
ob Komprimieren viel mit KI zu tun hat...

Gruᅵ
Burkart

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 23, 2009, 3:19:19 PM9/23/09
to
Burkart Venzke schrieb:

> Ganz klar ist mir nicht, was der groᅵe Algorithmus bewirken soll.
> Klar kann man mit mehr Bᅵchern die Kompressionsrate insgesamt senken,
> aber wie willst du sᅵmtliche Bᅵcher auf (z.B.) 32 Bit komprimieren?
> Ich hoffe doch nicht, dass du die ganzen Informationen in einen den
> Algorithmus packst, der praktisch dann den Bᅵcherinhalt darstellt... das
> wᅵre irgendwie etwas witzlos ;)

Doch. Das ist der Witz. Ein Kompressionsalgorithmus kann gar nicht
anders arbeiten, als daᅵ er einige Eingaben auf kᅵrzere abbildet
und viele andere eben auf lᅵngere.

Ich hab nochmal gegoogelt: der KI-Wettbewerb, den ich erwᅵhnte,
heiᅵt Hutter Prize.

http://prize.hutter1.net/
http://prize.hutter1.net/hrules.htm#rules

Es ist wesentlich, daᅵ die Grᅵᅵe des Kompressionsprogrammes
mitzᅵhlt, sonst kᅵnnte man nᅵmlich tricksen und den
Wikipedia-Ausschnitt aus der Exe alleine hervorzaubern.


> Hm, irgendwie sind wir in der letzten Zeit von der KI abgeschweift,
> oder ob Komprimieren viel mit KI zu tun hat...

Mir ist noch was dazu eingefallen. Man kann die Grundbegriffe
im nachhinein finden. Im nachhinein heiᅵt, nachdem bereits
ein Begriffsnetz erworben wurde. Dann analysiert man eben
jenes und druckt die wichtigsten Begriffe aus.

ᅵbrigens, heute kam bei Eurekalert ein Beitrag zum Thema Konzepterwerb
beim Menschen:

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-09/cp-hwk091709.php

Grᅵᅵe,
Joachim

Burkart Venzke

unread,
Sep 23, 2009, 5:47:59 PM9/23/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Burkart Venzke schrieb:
>> Ganz klar ist mir nicht, was der groᅵe Algorithmus bewirken soll.
> > Klar kann man mit mehr Bᅵchern die Kompressionsrate insgesamt senken,
> > aber wie willst du sᅵmtliche Bᅵcher auf (z.B.) 32 Bit komprimieren?
>> Ich hoffe doch nicht, dass du die ganzen Informationen in einen den
>> Algorithmus packst, der praktisch dann den Bᅵcherinhalt darstellt...
>> das wᅵre irgendwie etwas witzlos ;)
>
> Doch. Das ist der Witz. Ein Kompressionsalgorithmus kann gar nicht
> anders arbeiten, als daᅵ er einige Eingaben auf kᅵrzere abbildet
> und viele andere eben auf lᅵngere.

Ach so, na dann... wenn mir dann auch nicht klar ist, wie das mit der
Bibliothek und den 32 Bit zusammenpasst.

> Ich hab nochmal gegoogelt: der KI-Wettbewerb, den ich erwᅵhnte,
> heiᅵt Hutter Prize.
>
> http://prize.hutter1.net/
> http://prize.hutter1.net/hrules.htm#rules
>
> Es ist wesentlich, daᅵ die Grᅵᅵe des Kompressionsprogrammes
> mitzᅵhlt, sonst kᅵnnte man nᅵmlich tricksen und den
> Wikipedia-Ausschnitt aus der Exe alleine hervorzaubern.

Genau. Beim Wettbewerb ist die Datei anscheinend vorgegeben? Weiᅵ du,
was die grob beeinhaltet? Etwas die Bᅵcher?

> > Hm, irgendwie sind wir in der letzten Zeit von der KI abgeschweift,
> > oder ob Komprimieren viel mit KI zu tun hat...
>
> Mir ist noch was dazu eingefallen. Man kann die Grundbegriffe
> im nachhinein finden. Im nachhinein heiᅵt, nachdem bereits
> ein Begriffsnetz erworben wurde. Dann analysiert man eben
> jenes und druckt die wichtigsten Begriffe aus.

Das ist sicher ein Ansatz, wobei "wichtig" sicher nicht ganz eindeutig
ist, aber die Hᅵufigkeit spielt sicher eine Rolle und wieviele Begriffe
mehr durch den Begriff erklᅵrt wird als umgekehrt.

> ᅵbrigens, heute kam bei Eurekalert ein Beitrag zum Thema Konzepterwerb
> beim Menschen:
>
> http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-09/cp-hwk091709.php

Tja, guter Konzepterwerb bei der KI ist sicher eine Herausforderung...
Wobei in dem Text ja zwei sehr verschiedene Hunde verglichen werden:
Hier beeinflusst uns auch unser Wissen von Hunden, z.B. dass sie recht
verschiedene Grᅵᅵe und Fellfarbe haben kᅵnnen; sonst kᅵnnte man
vielleicht z.B. eher wuschelige, schwarze Katzen und Pudel als verwandt
ansehen und aber (vielleicht besser) bestimmte Hunde und Fᅵchse (von den
noch ᅵhnlicheren Wᅵlfen mal ganz abgesehen).

Gruᅵ
Burkart

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 24, 2009, 2:06:01 AM9/24/09
to
Burkart Venzke schrieb:
> Joachim Pimiskern schrieb:
>> Doch. Das ist der Witz. Ein Kompressionsalgorithmus kann
>> gar nicht anders arbeiten, als daᅵ er einige Eingaben
>> auf kᅵrzere abbildet und viele andere eben auf lᅵngere.
>
> Ach so, na dann... wenn mir dann auch nicht klar ist,
> wie das mit der Bibliothek und den 32 Bit zusammenpasst.

Dann formuliere ich eine Aufgabe: gegeben seien Dateien
geradzahliger Lᅵnge bis 4 Milliarden Bytes, deren
erste Hᅵlfte aus dem Zeichen $00 besteht und deren
zweite Hᅵlfte aus $ff. Die Aufgabe besteht darin, ein
Kompressionsprogramm dafᅵr zu schreiben. Welche
Kompressionsrate kriegst Du hin?

>> Ich hab nochmal gegoogelt: der KI-Wettbewerb, den ich erwᅵhnte,
>> heiᅵt Hutter Prize.

> [...] Genau. Beim Wettbewerb ist die Datei anscheinend vorgegeben?


> Weiᅵ du, was die grob beeinhaltet? Etwas die Bᅵcher?

Es handelt sich um eine atemberaubend groᅵe XML-Datei,
wohl einige Wikipedia-Artikel. Der Anfang ist:

<mediawiki xmlns="http://www.mediawiki.org/xml/export-0.3/"
xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
xsi:schemaLocation="http://www.mediawiki.org/xml/export-0.3/
http://www.mediawiki.org/xml/export-0.3.xsd" version="0.3" xml:lang="en">
<siteinfo>
<sitename>Wikipedia</sitename>
<base>http://en.wikipedia.org/wiki/Main_Page</base>
<generator>MediaWiki 1.6alpha</generator>
<case>first-letter</case>
<namespaces>
<namespace key="-2">Media</namespace>
<namespace key="-1">Special</namespace>
<namespace key="0" />
<namespace key="1">Talk</namespace>
<namespace key="2">User</namespace>
<namespace key="3">User talk</namespace>
<namespace key="4">Wikipedia</namespace>
<namespace key="5">Wikipedia talk</namespace>
<namespace key="6">Image</namespace>
<namespace key="7">Image talk</namespace>
<namespace key="8">MediaWiki</namespace>
<namespace key="9">MediaWiki talk</namespace>
<namespace key="10">Template</namespace>
<namespace key="11">Template talk</namespace>
<namespace key="12">Help</namespace>
<namespace key="13">Help talk</namespace>
<namespace key="14">Category</namespace>
<namespace key="15">Category talk</namespace>
<namespace key="100">Portal</namespace>
<namespace key="101">Portal talk</namespace>
</namespaces>
</siteinfo>


>> Mir ist noch was dazu eingefallen. Man kann die Grundbegriffe
>> im nachhinein finden. Im nachhinein heiᅵt, nachdem bereits
>> ein Begriffsnetz erworben wurde. Dann analysiert man eben
>> jenes und druckt die wichtigsten Begriffe aus.
>
> Das ist sicher ein Ansatz, wobei "wichtig" sicher nicht ganz
> eindeutig ist, aber die Hᅵufigkeit spielt sicher eine Rolle
> und wieviele Begriffe mehr durch den Begriff erklᅵrt wird
> als umgekehrt.

Das Begriffnetz im menschlichen Gehirn ist ᅵbrigens
skalenfrei und zeigt das Small World Phenomenon:

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/149211.html
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/793767/
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-08/sicp-wts081109.php
http://www.newscientist.com/article/dn5012-small-world-networks-key-to-memory.html

Grᅵᅵe,
Joachim


Volker Birk

unread,
Sep 24, 2009, 7:37:24 AM9/24/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Volker Birk schrieb:
>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>> Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"
>>>> bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.
>>> Welche meinst du?
>> Man sollte besser bei den gängigen Begriffen Information, Kodierung und
>> Daten bleiben, denn durch das sprachliche Simulieren, da wäre mehr,
>> bringt doch nichts.
> Nur leider ist KI nicht so einfach; nicht zufällig interessieren sich
> auch andere Bereiche wie Philosophie dafür. Man würde man auf zu tiefer,
> bitnaher Ebene bleiben.

Dabei hilft das umbenennen gängiger Begriffe gar nicht, um Klarheit zu
schaffen. Im Gegenteil.

>> Ich halte Intelligenz ohne Kreativität für keine.
> Ok, da haben wir halt unterschiedliche Ansicht. Es gibt z.B. genug
> intelligente, aber wenig kreative Menschen; ich zähle mich tendenziell
> dazu (insbesondere als Jugendlicher damals).

Menschen sind immer ein wenig kreativ. Es mag weniger kreative und mehr
kreative geben.

>> Kreativität erzeugt Neues. Neu ist nicht, was vorhersagbar ist, sondern
>> was nicht vorhersagbar war.
> Was ist schon "neu"? Neu für wen? Für einen Menschen oder gar die
> Menschheit? Wäre z.B. eine Jamaika-Koalition im Bundestag neu?

Ich meine den Begriff der Neuheit wie oben definiert. Das zu schaffen,
was nicht ableitbar ist, ist auf jeden Fall neu.

Das ist das, was Kreativität ausmacht. Natürlich kann ein kreatives
System auch mittels der Kreativität Ideen erzeugen, die auch ableitbar
gewesen wären.

Diese wären aber auch anders herleitbar gewesen, nämlich durch Rechnen.
Deshalb, um diesen wesentlichen Unterschied deutich zu machen, verwende
ich obige Definition für Neuheit.

>>>> Eher nach der Mathematik der dynamischen Systeme. Die grundsätzliche
>>>> Unvorhersagbarkeit beispielsweise von Intermittenz wurde gezeigt.
>>> "Intermittenz" sagt(e) mir auch nichts, ich habe halt nichts mit solchen
>>> dynamischen System zu tun. Hast du mal ein möglichst einfaches Beispiel
>>> von prinzipieller Unvorhersagbarkeit?
>> Wann fällt ein Wassertropfen an einem tropfenden Wasserhahn. Alternativ:
>> das Dreikörperproblem. Komplexes Beispiel: das Wetter.
> Gerade das Wetter ist doch gar nicht so schlecht vorhersagbar; es ist
> nicht prinzipiell unvorhersehbar für einen kurzen Zeitraum und Bereich.
> Klar, langfristig scheitert man an der Komplexität.

Es ist prinzipiell nicht berechenbar. Deshalb geben die Wetterfrösche
auch Wahrscheinlichkeiten an. Nur in der Tagesschau beim Wetterbericht
wird die Regenwahrscheinlichkeit von 96% dann zu einem "es wird regnen"
verfälschend vereinfacht.

>>>> Eine vollständige Simulation kann nur mit diskreten Systemen gelingen.
>>> Na jut, sonst kann man halt hinreichend näherungsweise simulieren.
>> Das ist eben nicht möglich, weil zeitdiskrete Simulationen nicht
>> unbedingt konvergieren, sondern nur mit einer Wahrscheinlichkeit
>> nahekommen.
> Na ja, ich denke mal, es ist vorhersagbar, dass die CDU am Sonntag die
> stärkste Partei sein wird - auch wenn es natürlich nicht 100% sicher
> ist.

Wir verstehen unter "vorhersagbar" etwas unterschiedliches. Ich verwende
den Vorhersagbarkeits-Begriff sysnonym zum Berechenbarkeitsbegriff, um
den Link zwischen Systemtheorie und Berechenbarkeitstheorie
herauszustellen.

> Wie leben nun mal immer unter gewisser Unsicherheit, auch damit
> muss KI klarkommen und nicht perfekt vorhersehen können bzw.
> vorhersehbar sein.

Das ist zwar richtig, ich kann aber nicht erkennen, inwieweit das nun
zum Verständnis von Intelligenz beiträgt, das letztendlich notwendig
ist, um künstlich intelligente Systeme herzustellen.

>>>> Ich sehe sie als machbar an. Ich sehe sogar nicht, weshalb zwischen KI
>>>> und "starker KI" unterschieden werden soll - "schwache KI" ist nicht
>>>> intelligent, ist also keine KI.
>>> Tja, eine Definitionsfrage, aber da sie nun mal "schwache KI" genannt
>>> wird...
>> Ich halte den Begriff für unbrauchbar.
> Es wird halt von vielen KI-lern benutzt, hat also seinen Sinn.

Er wird oft benutzt, und man sollte das lassen. Er ist widersinnig.

> (Ich habe dagegen mit deiner Emergenz mein Problem, zumal du dich nicht
> mal auf die wikipedia-Beschreibung einigermaßend festlegen lässt.)

Wo genau ist Dein Problem, bitte?

>> Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
>> nennen.
> Für dich ist halt relativ wenig intelligent; das macht den Weg zur
> (starken) KI nach deinem Begriff noch weiter.

Nein.

So weit ich das sehen kann, entspricht mein Intelligenzbegriff in etwa
dem, was Du "starke KI" nennst.

Burkart Venzke

unread,
Sep 24, 2009, 5:51:25 PM9/24/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Burkart Venzke schrieb:
> > Joachim Pimiskern schrieb:
> >> Doch. Das ist der Witz. Ein Kompressionsalgorithmus kann
> >> gar nicht anders arbeiten, als daᅵ er einige Eingaben
> >> auf kᅵrzere abbildet und viele andere eben auf lᅵngere.
> >
> > Ach so, na dann... wenn mir dann auch nicht klar ist,
> > wie das mit der Bibliothek und den 32 Bit zusammenpasst.
>
> Dann formuliere ich eine Aufgabe: gegeben seien Dateien
> geradzahliger Lᅵnge bis 4 Milliarden Bytes, deren
> erste Hᅵlfte aus dem Zeichen $00 besteht und deren
> zweite Hᅵlfte aus $ff. Die Aufgabe besteht darin, ein
> Kompressionsprogramm dafᅵr zu schreiben. Welche
> Kompressionsrate kriegst Du hin?

Bei solchen trivialen Dateien kommt man natᅵrlich auf eine gigantische
Kompressionsrate, aber Bᅵcher sind doch meistens etwas inhaltsreicher ;)

Hm, schᅵn... Na ja, ich werde an dem Wettbewerb sicher nicht teilnehmen;
KI ist das ja nicht gerade.

> >> Mir ist noch was dazu eingefallen. Man kann die Grundbegriffe
> >> im nachhinein finden. Im nachhinein heiᅵt, nachdem bereits
> >> ein Begriffsnetz erworben wurde. Dann analysiert man eben
> >> jenes und druckt die wichtigsten Begriffe aus.
> >
> > Das ist sicher ein Ansatz, wobei "wichtig" sicher nicht ganz
> > eindeutig ist, aber die Hᅵufigkeit spielt sicher eine Rolle
> > und wieviele Begriffe mehr durch den Begriff erklᅵrt wird
> > als umgekehrt.
>
> Das Begriffnetz im menschlichen Gehirn ist ᅵbrigens
> skalenfrei und zeigt das Small World Phenomenon:
>
> http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/149211.html
> http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/793767/
> http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-08/sicp-wts081109.php
> http://www.newscientist.com/article/dn5012-small-world-networks-key-to-memory.html

"Small World Phenomenon"? Ist damit die Vernetzung von Begriffen
gemeint, dass immer zwei Begriffe ᅵber nur 2 andere Wᅵrter verbunden sind?

Gruᅵ
Burkart

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 25, 2009, 2:09:35 AM9/25/09
to
Burkart Venzke schrieb:

> Hm, schᅵn... Na ja, ich werde an dem Wettbewerb sicher
> nicht teilnehmen; KI ist das ja nicht gerade.

Die Beziehung zur KI besteht im Weltwissen. Viele Sᅵtze
kᅵnnen wirkungsvoll gekᅵrzt werden, wenn man eine Lᅵcke
einfᅵgt, wo das wahrscheinlichste Wort hingehᅵrt.

Herr Mᅵller ..., bis die ... auf grᅵn sprang,
dann ... er los. Manchmal ... man den ... vor
lauter ... nicht.

> "Small World Phenomenon"? Ist damit die Vernetzung von
> Begriffen gemeint, dass immer zwei Begriffe ᅵber nur 2
> andere Wᅵrter verbunden sind?

Ja, in diesem Fall schon. Oft hᅵrt man von 'six degrees
of separation'. Das trifft auf viele natᅵrliche Netzwerke
zu, eben auch auf die Begriffe im menschlichen Geist.

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2005-01/nu-mri010405.php

Grᅵᅵe,
Joachim


Frank Müller

unread,
Sep 25, 2009, 3:40:44 AM9/25/09
to
"Joachim Pimiskern" schrieb:

> Burkart Venzke schrieb:
> > Hm, schᅵn... Na ja, ich werde an dem Wettbewerb sicher
> > nicht teilnehmen; KI ist das ja nicht gerade.
>
> Die Beziehung zur KI besteht im Weltwissen. Viele Sᅵtze
> kᅵnnen wirkungsvoll gekᅵrzt werden, wenn man eine Lᅵcke
> einfᅵgt, wo das wahrscheinlichste Wort hingehᅵrt.
>
> Herr Mᅵller ..., bis die ... auf grᅵn sprang,
> dann ... er los. Manchmal ... man den ... vor
> lauter ... nicht.
>
> > "Small World Phenomenon"? Ist damit die Vernetzung von
> > Begriffen gemeint, dass immer zwei Begriffe ᅵber nur 2
> > andere Wᅵrter verbunden sind?
>
> Ja, in diesem Fall schon. Oft hᅵrt man von 'six degrees
> of separation'. Das trifft auf viele natᅵrliche Netzwerke
> zu, eben auch auf die Begriffe im menschlichen Geist.

Ich weiᅵ zwar nicht ob das hier paᅵt, aber
heute kommt 18:30 auf 3Sat nano, die wollen
da die Multitaskingfᅵhigkeiten des
menschlichen Gehirns mit dem eines Computer
vergleichen.

Frank

Joachim Pimiskern

unread,
Sep 25, 2009, 1:40:05 PM9/25/09
to
Frank Mᅵller schrieb:

> Ich weiᅵ zwar nicht ob das hier paᅵt, aber heute kommt
> 18:30 auf 3Sat nano, die wollen da die Multitaskingfᅵhigkeiten
> des menschlichen Gehirns mit dem eines Computer vergleichen.

Danke fᅵr den Hinweis. Die Serie ist sehr interessant.
Vor kurzem wurde untersucht, inwiefern man die
Multitaskingfᅵhigkeiten steigern kann:

http://sitemason.vanderbilt.edu/news/releases/2009/07/15/multitasking-ability-can-be-improved-through-training.84357
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-05/afps-mih050407.php
http://www.brainmysteries.com/Research/Neuroscientist_Scans_Brain_For_Clues_on_Best_Time_to_Multitask.asp
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-01/vu-nbf011807.php
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2005-06/jhu-myc062105.php
http://www.news.cornell.edu/stories/Sept06/RN.Christiansen.fac.html
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/240878.html
http://www.scienceblog.com/cms/node/2913

Ich denke, daᅵ das kleine Arbeitsgedᅵchtnis der
Grund ist, weshalb wir nur ein einziges Bewuᅵtsein
besitzen und nicht mehrere zugleich.

Grᅵᅵe,
Joachim

Burkart Venzke

unread,
Sep 25, 2009, 4:21:38 PM9/25/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Burkart Venzke schrieb:
> > Hm, schᅵn... Na ja, ich werde an dem Wettbewerb sicher
> > nicht teilnehmen; KI ist das ja nicht gerade.
>
> Die Beziehung zur KI besteht im Weltwissen. Viele Sᅵtze
> kᅵnnen wirkungsvoll gekᅵrzt werden, wenn man eine Lᅵcke
> einfᅵgt, wo das wahrscheinlichste Wort hingehᅵrt.
>
> Herr Mᅵller ..., bis die ... auf grᅵn sprang,
> dann ... er los. Manchmal ... man den ... vor
> lauter ... nicht.

Ah, ein sehr schᅵner Zusammenhang. Man sieht u.a. gut, wie redundant
unsere Sprache ist und wie sehr sie (und auch die Redundanz) vom
Weltwissen geprᅵgt ist. Das ist aber auch gut so; sonst mᅵssten wir z.B.
jedes Wort wirklich auf die sprchwᅵrtliche Goldwaage legen.

> > "Small World Phenomenon"? Ist damit die Vernetzung von
> > Begriffen gemeint, dass immer zwei Begriffe ᅵber nur 2
> > andere Wᅵrter verbunden sind?
>
> Ja, in diesem Fall schon. Oft hᅵrt man von 'six degrees
> of separation'. Das trifft auf viele natᅵrliche Netzwerke
> zu, eben auch auf die Begriffe im menschlichen Geist.

Stimmt, ich entsinne mich. Inwieweit diese ᅵbereinstimmung nun aber
Zufall ist oder z.B. vielleicht gerade das natᅵrliche Netzwerk so
definiert ist, dass es ᅵberschaubar (und damit knapp 7) ist, sei
dahingestellt.

Gruᅵ
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 25, 2009, 4:30:37 PM9/25/09
to
Joachim Pimiskern schrieb:

> Ich denke, daᅵ das kleine Arbeitsgedᅵchtnis der
> Grund ist, weshalb wir nur ein einziges Bewuᅵtsein
> besitzen und nicht mehrere zugleich.

Hm, da bin ich nicht so sicher. Was sollen zwei (oder mehr) Bewusstseine
bei einem Wesen sein bzw. wie soll das funktionieren? Soll auch das
Wissen beider verschieden sein? Sollen ein Bewusstsein etwas wahrnehmen,
was das andere nicht wahrnimmt? Welches Bewusstsein soll das Lebewesen
(wann?) 'regieren'?

Ich denke, ein Vergleich mit so etwas wie dem fiktiven Gaia oder dem
Internet als irreales ᅵberwesen passt nicht.

Gruᅵ
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 25, 2009, 4:40:53 PM9/25/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Hm, da bin ich nicht so sicher. Was sollen zwei (oder mehr) Bewusstseine
> bei einem Wesen sein bzw. wie soll das funktionieren? Soll auch das
> Wissen beider verschieden sein? Sollen ein Bewusstsein etwas wahrnehmen,
> was das andere nicht wahrnimmt? Welches Bewusstsein soll das Lebewesen
> (wann?) 'regieren'?

Hört sich nach Tachikoma an.

SCNR,

Burkart Venzke

unread,
Sep 25, 2009, 6:23:47 PM9/25/09
to
Volker Birk schrieb:

> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Hm, da bin ich nicht so sicher. Was sollen zwei (oder mehr) Bewusstseine
>> bei einem Wesen sein bzw. wie soll das funktionieren? Soll auch das
>> Wissen beider verschieden sein? Sollen ein Bewusstsein etwas wahrnehmen,
>> was das andere nicht wahrnimmt? Welches Bewusstsein soll das Lebewesen
>> (wann?) 'regieren'?
>
> Hört sich nach Tachikoma an.

Was'n das?

Gruß
Burkart

Burkart Venzke

unread,
Sep 25, 2009, 6:39:44 PM9/25/09
to
Volker Birk schrieb:
> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Volker Birk schrieb:
>>> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>>> Schon "Wissen explizit repräsentieren" und "auf neuronaler Ebene"
>>>>> bergen als Begriffe reihenweise Missverständnisse.
>>>> Welche meinst du?
>>> Man sollte besser bei den gängigen Begriffen Information, Kodierung und
>>> Daten bleiben, denn durch das sprachliche Simulieren, da wäre mehr,
>>> bringt doch nichts.
>> Nur leider ist KI nicht so einfach; nicht zufällig interessieren sich
>> auch andere Bereiche wie Philosophie dafür. Man würde man auf zu tiefer,
>> bitnaher Ebene bleiben.
>
> Dabei hilft das umbenennen gängiger Begriffe gar nicht, um Klarheit zu
> schaffen. Im Gegenteil.

Es geht mir nicht um das Umbenennen von Begriffen, sondern um einen
vernünftigen Ansatz zu (starken) KI. "Intelligenz" ist nun mal kein
Begriff aus der üblichen Informatik/Computertechnik, deshalb ist das
Einbeziehen anderer Bereiche sicherlich nicht verkehrt.

>>> Ich halte Intelligenz ohne Kreativität für keine.
>> Ok, da haben wir halt unterschiedliche Ansicht. Es gibt z.B. genug
>> intelligente, aber wenig kreative Menschen; ich zähle mich tendenziell
>> dazu (insbesondere als Jugendlicher damals).
>
> Menschen sind immer ein wenig kreativ. Es mag weniger kreative und mehr
> kreative geben.

Na, dann hoffe ich mal, dass ich beim Eintippen hier was Neues erschaffe ;)

>>> Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
>>> nennen.
>> Für dich ist halt relativ wenig intelligent; das macht den Weg zur
>> (starken) KI nach deinem Begriff noch weiter.
>
> Nein.

Inwiefern "nein"?

> So weit ich das sehen kann, entspricht mein Intelligenzbegriff in etwa
> dem, was Du "starke KI" nennst.

Ungefähr vielleicht. Allerdings erwartete von einer KI (zumindest
anfangs) keine Kreativität.

Hm, hast du eine Vorstellung, wie eine starke KI aussehen könnte, welche
(vielleicht (EDV-)technischen) Voraussetzungen sie bräuchte?

Gruß
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 26, 2009, 12:29:16 AM9/26/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
[Tachikoma]
> Was'n das?

Eine KI aus dem Anime "Ghost in the Shell".

Viele Grüsse,

Volker Birk

unread,
Sep 26, 2009, 12:38:20 AM9/26/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>> Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
>>>> nennen.
>>> Für dich ist halt relativ wenig intelligent; das macht den Weg zur
>>> (starken) KI nach deinem Begriff noch weiter.
>> Nein.
> Inwiefern "nein"?

Ich kann nicht erkennen, dass es den Weg zur KI weiter macht, wenn man
das, was man nicht für intelligent hält, auch nicht mit "Intelligenz"
bezeichnet.

Letztendlich nützt es doch nichts, sich etwas vorzumachen.

>> So weit ich das sehen kann, entspricht mein Intelligenzbegriff in etwa
>> dem, was Du "starke KI" nennst.
> Ungefähr vielleicht. Allerdings erwartete von einer KI (zumindest
> anfangs) keine Kreativität.

Dann wirst Du es nicht mit einer Intelligenz zu tun haben.

> Hm, hast du eine Vorstellung, wie eine starke KI aussehen könnte, welche
> (vielleicht (EDV-)technischen) Voraussetzungen sie bräuchte?

Ich kann mir vorstellen, dass neuronale Netze mit Rückkopplung
zielführend sind.

Burkart Venzke

unread,
Sep 26, 2009, 4:30:12 AM9/26/09
to
Volker Birk schrieb:

> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>>> Was ich nicht als Intelligenz ansehe, würde ich nicht "Intelligenz"
>>>>> nennen.
>>>> Für dich ist halt relativ wenig intelligent; das macht den Weg zur
>>>> (starken) KI nach deinem Begriff noch weiter.
>>> Nein.
>> Inwiefern "nein"?
>
> Ich kann nicht erkennen, dass es den Weg zur KI weiter macht, wenn man
> das, was man nicht für intelligent hält, auch nicht mit "Intelligenz"
> bezeichnet.
>
> Letztendlich nützt es doch nichts, sich etwas vorzumachen.

Hm, ja vielleicht macht man sich etwas vor. Nur wenn man es nicht
probiert, kommt man sicher nicht weiter oder gar bis ans Ziel.
Auch wäre es ja schon gut, Zwischenetappen auf dem Weg zur starken KI zu
absolvieren, auch wenn die KI noch nicht so stark ist, von mir aus auch
nur die schwache KI stärkt.

Ich denke, man sollte sich nichts vormachen: Starke KI wird nicht von
heute auf morgen aus dem Hut gezaubert, so dass - vielleicht in deinem
Sinne - "starke" und "schwache" KI sicher keine klare Unterscheidung
sein kann.

>>> So weit ich das sehen kann, entspricht mein Intelligenzbegriff in etwa
>>> dem, was Du "starke KI" nennst.
>> Ungefähr vielleicht. Allerdings erwartete von einer KI (zumindest
>> anfangs) keine Kreativität.
>
> Dann wirst Du es nicht mit einer Intelligenz zu tun haben.

Da "Intelligenz" kein klarer Begriff bzw. klar abgegrenzt ist
(vielleicht für dich, aber nicht für alle Menschen oder (KI-)Forscher),
sehe ich auch ohne Kreativität trotzdem noch genug sinnvollen
Forschungsspielraum.

>> Hm, hast du eine Vorstellung, wie eine starke KI aussehen könnte, welche
>> (vielleicht (EDV-)technischen) Voraussetzungen sie bräuchte?
>
> Ich kann mir vorstellen, dass neuronale Netze mit Rückkopplung
> zielführend sind.

Na, das ist doch mal ein klares Wort. Ok, dann bist du so klar auf der
Seite der Subsymbolik, glaubst also nicht (unbedingt), dass man auch mit
reinen Regel-Begrifflichkeiten hinkommt (die auch rückkoppelnd sein
können, wenn auch auf anderer Ebene).

Gruß
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 26, 2009, 8:41:58 AM9/26/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>> Hm, hast du eine Vorstellung, wie eine starke KI aussehen könnte, welche
>>> (vielleicht (EDV-)technischen) Voraussetzungen sie bräuchte?
>> Ich kann mir vorstellen, dass neuronale Netze mit Rückkopplung
>> zielführend sind.
> Na, das ist doch mal ein klares Wort. Ok, dann bist du so klar auf der
> Seite der Subsymbolik, glaubst also nicht (unbedingt), dass man auch mit
> reinen Regel-Begrifflichkeiten hinkommt (die auch rückkoppelnd sein
> können, wenn auch auf anderer Ebene).

Es gibt doch nichts dümmeres als feste Regeln. Jede Intelligenz wird ein
solches System verarschen.

Denk mal an die Schule, wie gut das Prüfungssystem funktioniert und wie
die dort anwesenden Intelligenzen darauf reagiert haben.

Den Begriff der "Subsymbolik" lehne ich ab, nicht jedoch die
Vorgehensweise, die sich dahinter verbirgt. Aber dieser Begriff
beinhaltet doch gleich das nächste Missverständnis.

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Burkart Venzke

unread,
Sep 26, 2009, 10:20:00 AM9/26/09
to
Volker Birk schrieb:

> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>>> Hm, hast du eine Vorstellung, wie eine starke KI aussehen könnte, welche
>>>> (vielleicht (EDV-)technischen) Voraussetzungen sie bräuchte?
>>> Ich kann mir vorstellen, dass neuronale Netze mit Rückkopplung
>>> zielführend sind.
>> Na, das ist doch mal ein klares Wort. Ok, dann bist du so klar auf der
>> Seite der Subsymbolik, glaubst also nicht (unbedingt), dass man auch mit
>> reinen Regel-Begrifflichkeiten hinkommt (die auch rückkoppelnd sein
>> können, wenn auch auf anderer Ebene).
>
> Es gibt doch nichts dümmeres als feste Regeln. Jede Intelligenz wird ein
> solches System verarschen.

Sicher, wenn es nur um feste, unumstößliche Regeln ginge, die diverse
Fakten und Zusammenhänge darstellen, gäbe ich dir recht. Aber an solche
Regeln denke ich nicht bzw. nur am Rande. (Zumal man ja nicht zufällig
von keiner Regel ohne Ausnahme spricht.)

Vielleicht ist "Regeln" auch nicht der beste Begriff. Entsprechend beim
Menschen möchte ich "Ziele" ("Motivationen", "Wünschen" u.ä.) als
Grundlage sehen.

> Denk mal an die Schule, wie gut das Prüfungssystem funktioniert und wie
> die dort anwesenden Intelligenzen darauf reagiert haben.

Ja, das Schulsystem ist sicher nicht ideal. Das ist ein Grund mehr für
starke KI, also dass jedem Schüler eine (ausgereifte) KI als eine Art
Lehrer, Tutor u.ä. an die Seite gestellt wird.

> Den Begriff der "Subsymbolik" lehne ich ab, nicht jedoch die
> Vorgehensweise, die sich dahinter verbirgt. Aber dieser Begriff
> beinhaltet doch gleich das nächste Missverständnis.

Ok. Ist dann "neuronale Vorgehensweise" für dich sinnvoll?

Gruß
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 26, 2009, 10:37:40 AM9/26/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Den Begriff der "Subsymbolik" lehne ich ab, nicht jedoch die
>> Vorgehensweise, die sich dahinter verbirgt. Aber dieser Begriff
>> beinhaltet doch gleich das nächste Missverständnis.
> Ok. Ist dann "neuronale Vorgehensweise" für dich sinnvoll?

Nun, "Subsymbolik" gefällt mir nicht, weil da scheinbar etwas "unter der
Ebene der Symbole" sein soll. Nur: da ist nichts ausser der Verarbeitung
von (weiteren) Symbolen.

Intelligenz halte ich für ein emergentes Phänomen. Und das heisst, sie
darf nicht aus den Grundlagen berechenbar sein. Damit scheiden alle
Systeme aus, die vorhersagbar sind, denn alles, was sie erwirken ist
dann eben vorhersagbar und somit berechenbar.

Die Vorgehensweise um zu Intelligenz zu kommen, muss darin bestehen,
nicht-deterministische (im Sinne von: nicht vorhersagbare) Systeme zu
kreieren, die Intelligenz hervorbringen.

Es kann aus demselben Grunde keine Konstruktion der Intelligenz geben,
allenfalls die Konstruktion eines Systems, das dann Intelligenz
hervorbringt.

Wie man jedoch Systeme konstruieren muss, die geeignet sind, Intelligenz
hervorzubringen, und wie man diese dann anregt, Intelligenz
hervorzubringen, das muss Forschungsgegenstand der Wissenschaft von der
KI sein - sowie die "Nebenfächer" des Denkens,
Transzendentalphilosophie, Modelltheorie, Sprachentheorie, Hermeneutik.

Eben alles um das semiotische Dreieck herum sowie dessen Grundlagen und
Fortführungen.

Burkart Venzke

unread,
Sep 27, 2009, 9:07:03 AM9/27/09
to
Volker Birk schrieb:

> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>> Den Begriff der "Subsymbolik" lehne ich ab, nicht jedoch die
>>> Vorgehensweise, die sich dahinter verbirgt. Aber dieser Begriff
>>> beinhaltet doch gleich das nächste Missverständnis.
>> Ok. Ist dann "neuronale Vorgehensweise" für dich sinnvoll?
>
> Nun, "Subsymbolik" gefällt mir nicht, weil da scheinbar etwas "unter der
> Ebene der Symbole" sein soll. Nur: da ist nichts ausser der Verarbeitung
> von (weiteren) Symbolen.

So ähnlich hatte ich auch mal gedacht, aber gemeint ist wohl, *wie* man
Symbole verarbeitet, also entweder direkt mit klassischen Regeln, also
auf Ziel-Symbolebene, oder eben auf neuronaler Ebene, wo ein Ziel-Symbol
(als ein zu repräsentierendes) durch ein unbestimmte Zahl von Neuronen
repräsentiert ist.

> Intelligenz halte ich für ein emergentes Phänomen. Und das heisst, sie
> darf nicht aus den Grundlagen berechenbar sein. Damit scheiden alle
> Systeme aus, die vorhersagbar sind, denn alles, was sie erwirken ist
> dann eben vorhersagbar und somit berechenbar.

Sind für dich lernende Systeme berechenbar? Dabei mögen sie berechenbar
sein, wenn sie nicht gerade lernen; ansonsten ist die Frage, ob du den
nicht vorhersehbaren Input von außen als Kriterium für insgesamte
Unberechenbarkeit ansiehst.

> Die Vorgehensweise um zu Intelligenz zu kommen, muss darin bestehen,
> nicht-deterministische (im Sinne von: nicht vorhersagbare) Systeme zu
> kreieren, die Intelligenz hervorbringen.
>
> Es kann aus demselben Grunde keine Konstruktion der Intelligenz geben,
> allenfalls die Konstruktion eines Systems, das dann Intelligenz
> hervorbringt.

Tja, wozu zählen nun lernende Systeme?

> Wie man jedoch Systeme konstruieren muss, die geeignet sind, Intelligenz
> hervorzubringen, und wie man diese dann anregt, Intelligenz
> hervorzubringen, das muss Forschungsgegenstand der Wissenschaft von der
> KI sein - sowie die "Nebenfächer" des Denkens,
> Transzendentalphilosophie, Modelltheorie, Sprachentheorie, Hermeneutik.
>
> Eben alles um das semiotische Dreieck herum sowie dessen Grundlagen und
> Fortführungen.

Schauen wir damit ggf. weiter, wenn obige Frage geklärt ist.

Gruß
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 28, 2009, 3:21:21 AM9/28/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>> Intelligenz halte ich für ein emergentes Phänomen. Und das heisst, sie
>> darf nicht aus den Grundlagen berechenbar sein. Damit scheiden alle
>> Systeme aus, die vorhersagbar sind, denn alles, was sie erwirken ist
>> dann eben vorhersagbar und somit berechenbar.
> Sind für dich lernende Systeme berechenbar?

Es ging um Vorhersagbarkeit, also um die Existenz eines Algorithmus,
der den Gesamtzustand eines Systems vorhersagt. Anders formuliert: "das
Problem des Vorhersagens des Gesamtzustandes ist berechenbar" ist
gleichbedeutend damit, dass das System vorhersagbar ist.

Jetzt klarer?

> Dabei mögen sie berechenbar
> sein, wenn sie nicht gerade lernen; ansonsten ist die Frage, ob du den
> nicht vorhersehbaren Input von außen als Kriterium für insgesamte
> Unberechenbarkeit ansiehst.

Nein.

Systeme sind vorhersagbar, wenn das Problem der Vorhersage bei bekannter
Eingabe berechenbar ist.

>> Es kann aus demselben Grunde keine Konstruktion der Intelligenz geben,
>> allenfalls die Konstruktion eines Systems, das dann Intelligenz
>> hervorbringt.
> Tja, wozu zählen nun lernende Systeme?

Kommt drauf an. Dass man ein "lernendes System" vorliegen hat, sagt ja
zunächst noch nichts über dessen Vorhersagbarkeit aus.

Frank Müller

unread,
Sep 28, 2009, 3:50:39 AM9/28/09
to
"Volker Birk" schrieb:

> Burkart Venzke wrote:
> >> Intelligenz halte ich für ein emergentes Phänomen. Und das heisst, sie
> >> darf nicht aus den Grundlagen berechenbar sein. Damit scheiden alle
> >> Systeme aus, die vorhersagbar sind, denn alles, was sie erwirken ist
> >> dann eben vorhersagbar und somit berechenbar.
> > Sind für dich lernende Systeme berechenbar?
>
> Es ging um Vorhersagbarkeit, also um die Existenz eines Algorithmus,
> der den Gesamtzustand eines Systems vorhersagt. Anders formuliert: "das
> Problem des Vorhersagens des Gesamtzustandes ist berechenbar" ist
> gleichbedeutend damit, dass das System vorhersagbar ist.
>
> Jetzt klarer?

Vorhersagbarkeit auf Computerebne? Da ist eigentlich alles
berechenbar, nur wie bringt man einen Computerprogramm den
Algorithmus z.B. der Multiplikation bei?

Ich habe das damals in der Schule erst relativ spät
begriffen, da kam grade das Lied von Nena (99 Luftballons)
raus, dann hat es bei mir klick gemacht.

Wie rechnet eigentlich ein Computer 10*10 aus?
zählt der das aus oder errechnet er den Logarithmus
und legt den aneinander wie ein Rechenschieber oder
erfaßt der einfach die Stellenwerte (dezimal 0-9) und
setzt, da beide 10 sind, beide Stellen auf 9 (99) und
zählt dann einfach 1 weiter und ist bei 100?

Frank

Volker Birk

unread,
Sep 28, 2009, 4:55:35 AM9/28/09
to
Frank Müller <DW...@hotmail.com> wrote:
> Vorhersagbarkeit auf Computerebne?

Ich meine den Vorhersagbarkeitsbegriff aus der Systemtheorie:

<http://de.wikipedia.org/wiki/Vorhersagbarkeit>

Ich verwende hier nicht "deterministisch", weil sonst
Verwechslungsgefahr mit der Vorbestimmtheit eines Systems besteht.

Mit "ein System ist vorhersagbar" meine ich, dass das System vollständig
vorhersagbar ist.

> Da ist eigentlich alles
> berechenbar

Was ist alles berechenbar?

> nur wie bringt man einen Computerprogramm den
> Algorithmus z.B. der Multiplikation bei?

Was ist denn das für eine Frage? Algorithmen für Multiplikation gibt's
doch noch und nöcher. In der Not nimm den Ägypter, das ist ein
Klassiker:

<http://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Bauernmultiplikation>

Sebastian Biallas

unread,
Sep 28, 2009, 3:16:36 PM9/28/09
to
Volker Birk wrote:
> Mit "ein System ist vorhersagbar" meine ich, dass das System vollständig
> vorhersagbar ist.

Welche praktische Relevanz soll das eigentlich haben, ob ein System
vollständig vorhersagbar ist? Es gibt völlig deterministische
Algorithmen, von denen niemand vorhersagen kann, ob sie überhaupt
Terminieren.

--
Gruß,
Sebastian

Burkart Venzke

unread,
Sep 28, 2009, 5:13:04 PM9/28/09
to
Volker Birk schrieb:

> Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
>>> Intelligenz halte ich für ein emergentes Phänomen. Und das heisst, sie
>>> darf nicht aus den Grundlagen berechenbar sein. Damit scheiden alle
>>> Systeme aus, die vorhersagbar sind, denn alles, was sie erwirken ist
>>> dann eben vorhersagbar und somit berechenbar.
>> Sind für dich lernende Systeme berechenbar?
>
> Es ging um Vorhersagbarkeit, also um die Existenz eines Algorithmus,
> der den Gesamtzustand eines Systems vorhersagt. Anders formuliert: "das
> Problem des Vorhersagens des Gesamtzustandes ist berechenbar" ist
> gleichbedeutend damit, dass das System vorhersagbar ist.
>
> Jetzt klarer?
>
>> Dabei mögen sie berechenbar
>> sein, wenn sie nicht gerade lernen; ansonsten ist die Frage, ob du den
>> nicht vorhersehbaren Input von außen als Kriterium für insgesamte
>> Unberechenbarkeit ansiehst.
>
> Nein.
>
> Systeme sind vorhersagbar, wenn das Problem der Vorhersage bei bekannter
> Eingabe berechenbar ist.
>
>>> Es kann aus demselben Grunde keine Konstruktion der Intelligenz geben,
>>> allenfalls die Konstruktion eines Systems, das dann Intelligenz
>>> hervorbringt.
>> Tja, wozu zählen nun lernende Systeme?
>
> Kommt drauf an. Dass man ein "lernendes System" vorliegen hat, sagt ja
> zunächst noch nichts über dessen Vorhersagbarkeit aus.

Ich denke, dein Standpunkt ist mir hinreichend klar geworden:
Intelligenz ist für dich nur durch Unvorhersehbares möglich.

Wie bzw. wodurch kann dann ein Computer/Roboter unvorhersehbar sein?
Durch einen Zufallsgenerator? Prinzipiell sind diese unsere Binärrechner
halt deterministisch, oder inwiefern sollten sie es (sonst) nicht sein?

Zur (Un-)Vorherseh- bzw. (Un-)Berechenbarkeit:
Das Dreikörperproblem ist absolut nicht unberechenbar, siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Dreik%C3%B6rperproblem.

Das Wetter ist auch in Grenzen vorhersehbar, sonst gäbe es keinen
Wetterbericht. Natürlich kann er nicht 100% präzise sein; dafür sind die
Einflüsse quantitativ viel zu umfangreich.

Ähnlich sehe ich es "Wann fällt ein Wassertropfen an einem tropfenden
Wasserhahn." Auch hier gibt es viel zu viele (mikroskopisch kleine)
Bedingungen, die es praktisch unmöglich machen, den Fall des
Wassertropfens zu bestimmen. Ich sehe aber nicht, warum das theoretisch
nicht hinreichend genau möglich sein sollte. Oder spricht die Physik
irgendwie dagegen?

Aber letztlich geht es aus meiner Sicht sowieso nicht um
Unvorhersehbares. Möglichst intelligent ist für mich ein System, welches
(nicht vorher festgelegte) Ziele (Aufgaben u.ä.) so gut wie möglich
erfolgreich erfüllen kann, wobei es um beliebige, nicht (nur) zu
einfache Ziele gehen sollte.

Gruß
Burkart

Volker Birk

unread,
Sep 28, 2009, 10:56:30 PM9/28/09
to

Deshalb vermeide ich hier den Begriff des Determinismus: manche meinen
Vorbestimmtheit damit (wie Du), andere Vorhersagbarkeit (wie ich).

Wie will man denn Systemtheorie und Berechenbarkeitstheorie soweit
entwickeln, dass man argumentieren kann, was Kreativität ist?

Ich denke, dass die Vorhersagbarkeit hier der Knackpunkt ist: wenn ein
System Neues produzieren kann in dem Sinne, dass sich das Neue nicht aus
Bestehendem errechnen lässt, so ist dieses System notwendigerweise
kreativ.

Das ist unabhängig davon so, dass kreative Systeme natürlich auch auf
Berechenbares kommen können.

Volker Birk

unread,
Sep 28, 2009, 11:05:07 PM9/28/09
to
Burkart Venzke <b...@gmx.de> wrote:
> Ich denke, dein Standpunkt ist mir hinreichend klar geworden:
> Intelligenz ist für dich nur durch Unvorhersehbares möglich.

Das triffts nicht ganz: Intelligenz ist nur mit Kreativität solche, und
Kreativität lässt sich daran messen, dass auch Unvorhersagbares gedacht
werden kann.

> Wie bzw. wodurch kann dann ein Computer/Roboter unvorhersehbar sein?
> Durch einen Zufallsgenerator? Prinzipiell sind diese unsere Binärrechner
> halt deterministisch, oder inwiefern sollten sie es (sonst) nicht sein?

Intelligenz setzt Emergenz voraus. Ich sehe derzeit nicht, wie man durch
ein System von Zufallszahlen sicher für Emergenz sorgen kann. Dagegen
ist Emergenz ein Phänomen, das sich in vielen dynamischen Systemen
beobachten lässt.

> Zur (Un-)Vorherseh- bzw. (Un-)Berechenbarkeit:
> Das Dreikörperproblem ist absolut nicht unberechenbar, siehe
> http://de.wikipedia.org/wiki/Dreik%C3%B6rperproblem.

Tatsächlich ist das Dreikörperproblem im Allgemeinen nicht berechenbar,
es ist nur in Sondernfällen berechenbar.

> Das Wetter ist auch in Grenzen vorhersehbar, sonst gäbe es keinen
> Wetterbericht. Natürlich kann er nicht 100% präzise sein; dafür sind die
> Einflüsse quantitativ viel zu umfangreich.

Mit "Vorhersagbarkeit" meine ich vollständige Vorhersagbarkeit. Das
Problem ist prinzipiell, es liegt eben nicht daran, dass man nicht den
Zustand aller beteiligten Luftmoleküle zu einem Zeitpunkt kennt.

> Ähnlich sehe ich es "Wann fällt ein Wassertropfen an einem tropfenden
> Wasserhahn." Auch hier gibt es viel zu viele (mikroskopisch kleine)
> Bedingungen, die es praktisch unmöglich machen, den Fall des
> Wassertropfens zu bestimmen. Ich sehe aber nicht, warum das theoretisch
> nicht hinreichend genau möglich sein sollte. Oder spricht die Physik
> irgendwie dagegen?

Die Mathematik spricht dagegen.

> Aber letztlich geht es aus meiner Sicht sowieso nicht um
> Unvorhersehbares. Möglichst intelligent ist für mich ein System, welches
> (nicht vorher festgelegte) Ziele (Aufgaben u.ä.) so gut wie möglich
> erfolgreich erfüllen kann, wobei es um beliebige, nicht (nur) zu
> einfache Ziele gehen sollte.

Was ist denn "so gut wie möglich"? Was genau sind solche Ziele?

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