Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Historische Kaufpreise für Haussklaven?

2 views
Skip to first unread message

Hubert und Marita Lamberti

unread,
Oct 10, 2003, 3:27:39 AM10/10/03
to
Guten Tag!

In heutiger Zeit werden bei uns Hausangestellte im Rahmen von Minjobs
beschäftigt.

In historischer Zeit wurden in den USA, im antiken Rom und Griechenland
Haushalts- und Gartenarbeiten von Sklaven ausgeführt, denen ihre Arbeit zwar
nicht bezahlt wurden, die aber doch wohl verpflegt, gekleidet und beherbergt
werden mussten, oft wohl auch im Alter.
Und zuvor mussten sie halt käuflich erworben werden.
Kann man sagen in welcher Größenordnung damals die Preise gelegen haben,
nicht nur in Dollar, Sesterzen und Talenten, sondern in vergleichbarer
Kaufkraft?
Gibt's dazu eine URL?


--
Wir grüßen aus der Vordereifel
Hubert und Marita Lamberti
http://Lamberti-Bermel.gmxhome.de
http://DrHubert.gmxhome.de/institut.htm

Man ist aber nicht _verpflichtet_ sich darüber zu ärgern, weil es nichts
nützt!


Jens Krömer

unread,
Oct 12, 2003, 2:30:19 PM10/12/03
to

"Hubert und Marita Lamberti" <a013...@addcom.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bm5n21$j263s$1...@ID-11179.news.uni-berlin.de...

> Guten Tag!
>
> In heutiger Zeit werden bei uns Hausangestellte im Rahmen von Minjobs
> beschäftigt.
[Schnipp]

> Und zuvor mussten sie halt käuflich erworben werden.
> Kann man sagen in welcher Größenordnung damals die Preise gelegen haben,
> nicht nur in Dollar, Sesterzen und Talenten, sondern in vergleichbarer
> Kaufkraft?

Im 1. Jahrhundert zahlte man in Rom zwischen 300 und 1200 Denare.
Luxussklaven waren teurer, ebenso welche mit besonderen Eignungen.
Für den "Gegenwert" zitiere ich den Kommentar von H.C. Schnur, der im
"Satyricon" von Petron (Reclam 1968/88, S.219) schreibt:
"... Um sich den Preis greifbar vorzustellen, nehme man an, daß ein Sklave
so viel wie ein Automobil kostete - also einen beträchtlichen, aber nach
Provenienz, Qualität und dgl. abgestuften Betrag. Übrigens mußte zur Zeit
Neros der Verkäufer eines Sklaven vier Prozent Umsatzsteuer bezahlen."
An anderer Stelle schreibt er sinngemäß:
"... bei jeder Freilassung [waren] fünf Prozent vom Wert des Sklaven an den
Fiskus zu bezahlen (diese vicesima sowie Hafenzölle waren die einzigen
direkten Steuereinnahmen des Staates)."

Grüße Jens


Heinrich Hinze (HHz)

unread,
Oct 15, 2003, 4:03:14 AM10/15/03
to

ab 10.Jhdt. / im frühem Mittelalter: 304
1g Silber entspr. 10 Hühner
10g Silber entspr. 1 Mantel
15g Silber entspr. 1 Schaf
100g Silber entspr. 1 Kuh (die wog ca. 200 kg, gab ca. 500 L Mich pro
Jahr)
125g Silber entspr. 1 Ochse
200g Silber entspr. 1 Sklavin
300g Silber entspr. 1 Sklave
300g Silber entspr. 1 Pferd


304 Ausstelllung "Otto d.G", Magdeburg; HHz, 11.10.2001


Hubert und Marita Lamberti schrieb:

0 new messages