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"
http://www.kaththeol.uni-muenchen.de/index.html"
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"Das Neue Testament bietet eine Fülle an Jesusüberlieferungen, es kann
jedoch nicht einfach unkritisch als historische Quelle gelesen werden"
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"Die unterschiedlichen Jesusbilder spiegeln nur die theologischen und
moralischen (Ideal-)Vorstellungen ihrer jeweiligen Erforscher."
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"Die Evangelien sind keine historischen Biographien nach heutigem
(wissenschaftlichen) Verständnis. Ihrer ursprünglichen Absicht nach,
wollen die Evangelien keine Tatsachenberichte liefern … sondern
Glaubenszeugnisse einer späteren Zeit"
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"Die Jesusüberlieferung unterliegt einer Selektion und Mutation."
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"Aus der Erinnerung an Jesus wird das aufgegriffen, was für die
Gestaltung des christlichen Lebens (heute) gebraucht wird (Selektion),
und diese Erinnerung wird so weiter tradiert und formuliert, wie sie
gebraucht wird (Mutation)."
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Man bastele sich seine eigene Welt, wie sie einem gerade so gefällt.
Halleluja!
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Nichtchristliche Quellen über Jesus von Nazaret:
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1.) Tacitus (ca. 120nCh): Anlässlich des Grossbrandes in Rom unter Nero
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Annalen 15,44: "Um das Gerücht aus der Welt zu schaffen, schob er (Nero)
die Schuld auf andere und verhängte die ausgesuchtesten Strafen über die
wegen ihrer **Verbrechen** Verhassten, die das Volk „Chrestianer"
nannte. Der Urheber dieses Namens (Chrestianer) ist Chrestus, der unter
Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war. Dieser
**verderbliche Aberglaube** war für den Augenblick unterdrückt worden,
trat aber später wieder hervor und verbreitete sich nicht nur in Judäa,
wo er aufgekommen war, sondern auch in Rom"
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Kommentar: Tacitus lässt kein einiziges gutes Haar an den
"Chrestianern", die er als "Verbrecher" im Namen eines "verderblichen
Aberglaubens" bezeichnet. Es ist daher umsomehr nicht denkbar, dass
gerade Josephus ein glühender Verehrer des Judentums, zur gleichen
geschichtlichen Zeit bewundernd über diesen Chrestus berichtet. Die
Erwähnung bei Tacitus muss man jedoch als Naration bezeichnen, da er
sich auf keine geschichtliche Quelle bezieht, sondern nur Dinge vom
Hörensagen schildert, wofür es keine historischen Belege gibt. Es gibt
keine historischen Belege die auch nur ansatzweise den Schluss
zuliessen, dass unter dem Prokurator Pontius Pilatus ein Aufrührer
namens Jesus hingerichtet worden sei. Also eine unglaubwürdige Quelle.
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2.) Sueton (ca. 70 – ca. 130 n.Chr.) Vita Claudii 25,4: "Claudius
vertrieb die Juden, die unter Anstiftung des Chrestus Tumult stifteten,
aus Rom."
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Kommentar: Wie bitte, die Juden stifteten Unruhen in Rom unter der
Anführung des Chrestus? Das zu einer Zeit als er schon längst tot
gewesen sein soll. Eine unglaubwürdige Quelle.
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3.) Flavius Josephus(Joseph ben Mathitjahu ha Kohen) (37/38 – ca. 105
n.Chr.)
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Antiquitates 20,200: "Ananos hielt die Gelegenheit für günstig, da
Festus gestorben und Albinus noch unterwegs (nach Judäa) war. Er berief
eine Gerichtssitzung (des Hohen Rates) ein und ließ Jakobus, den Bruder
Jesu, des sogenannten Gesalbten (Christus), und einige andere vorführen.
Die Anklage lautete auf Gesetzesübertretung. Er ließ sie zur Steinigung
abführen.
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Antiquitates 18, 63-64 (im "Testimonium Flavianum", evtl. spätere
christliche Ergänzungen stehen in Klammern): "In jener Zeit lebte Jesus,
ein weiser Mensch [wenn er überhaupt ein Mensch genannt werden darf]. Er
wirkte nämlich außerordentliche Dinge und war Lehrer derjenigen, die die
Wahrheit mit Freuden aufnahmen."
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Kommentar: Die Erwähnung von Jesus bei Josephus muss man als spätere
Hinzufügung erachten, was man wohl von der Absicht her als Fälschung
bezeichnen muss. Josephus als überaus überzeugter Jude, hätte nie mit
Bewunderung von einem, ja nicht nur religiös abtrünigen Juden, sondern
von einem Gegner des die jüdische Identität verkörpernden jüdischen
Glaubens, berichtet. Er spricht im übrigen auch von dem "sogenannten
Gesalbten" und von "SIE nannten ihn Chrestus". Er macht sich die
Information also nicht zu eigen, sondern spricht ausdrücklich davon was
er gehört hat. Also auch eine unglaubwürdige, gepanschte, Quelle.
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Es ist übrigens auch nicht die ursprüngliche Botschaft des christlichen
Kirchenglaubens, welcher im 3. Jhdt entstand, dass Jesus in der Tat
gelebt haben muss. Dieser Rechtfertigungszwang ist lediglich eine
Geburt des neuzeitlichen wissenschaftlich begründeten Weltbildes,
welches alles in den Bezug Ursache-Wirkung stellt, zurecht natürlich.
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Wer glauben will, soll glauben dürfen. Wer wissen will, soll wissen
dürfen. Wer beides will, soll beides dürfen.
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Viel Spass noch allen Trollen!
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