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Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 1:25:24 AM5/3/05
to
...sich jemand für die Gregorianische Kalenderreform und das Konzil von
Nicaea interessiert....

Jan hatt in de.sci.astro einen Aufsatz in den Zeitensprüngen (auf die
ich leider immer noch warte...) vorgestellt, der alle interessieren
wird, die sich so sehr für die Phantomzeitthese interessieren, dass sie
sich mit Schaum vorm Maul zu Affen und Gesprächspartnern von Schmid,
Unverfehrt und Dadidi machen müssen. :-))

Er beginnt so:

"Für alle, die Illigs FZT interessiert, folgt hier ein Kurzreferat des
Artikels von Prof. Werner Frank in den neuen ZS. Frank ist emeritierter
Physikprofessor und befasst sich seit längerem mit der Geschichte der
Gregorianischen Kalenderreform. Er führt in seinem Artikel, der
Überlegungen eines früheren ZS-Beitrags aufnimmt, weitere historische
Quellen an, die seiner Meinung nach Illig bestätigen."

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 8:56:15 AM5/3/05
to
Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

> In article <1gvz5nu.ljz4pf27x8ejN%gue...@lelarge.de>, Günter Lelarge


> <gue...@lelarge.de> wrote:
>
> > ...sich jemand für die Gregorianische Kalenderreform und das Konzil von
> > Nicaea interessiert....
>

> Lelarge? Illig? Beaufort?

Sie ist oft und gerne -zuletzt im Österreichsichen Rundfunk- gegen Illig
angeführt worden.
Jetzt stellt sich raus, das das (Bezug auf Nicäa) nur durch nichts
belegte Behauptungen funktionieren konnte.

> > Jan hatt in de.sci.astro einen Aufsatz in den Zeitensprüngen (auf die
> > ich leider immer noch warte...) vorgestellt, der alle interessieren
> > wird, die sich so sehr für die Phantomzeitthese interessieren, dass sie
> > sich mit Schaum vorm Maul zu Affen und Gesprächspartnern von Schmid,
> > Unverfehrt und Dadidi machen müssen. :-))
>

> Lelarge? Illig? Beaufort?

Illig nicht. Ich gerade wieder: OK.

> > Er beginnt so:
> >
> > "Für alle, die Illigs FZT interessiert, folgt hier ein Kurzreferat des
> > Artikels von Prof. Werner Frank in den neuen ZS. Frank ist emeritierter
> > Physikprofessor und befasst sich seit längerem mit der Geschichte der
> > Gregorianischen Kalenderreform. Er führt in seinem Artikel, der
> > Überlegungen eines früheren ZS-Beitrags aufnimmt, weitere historische
> > Quellen an, die seiner Meinung nach Illig bestätigen."
>

> Tolle Einleitung. Dann warten wir mal ab, bis der einzige Abonnent der
> Zeitenspringerpostille das Beaufortsche Werk in Händen hält und nach
> ersten orgastischen Verzückungen hier mehr berichten kann...

Jan hat das Heft vorliegen - und eine Zusammenfassung erstellt, die
genau dort beginnt, wo dich beim Zitieren die Kräfte verließen.

1) und 5) zeigen, dass mancheiner bei seiner Kritik an Illigs
Ausführungen zur Kalenderreform von falschen voraussetzungen ausging -
und entscheidende Schriften gar nicht kannte:

(1) Frank beginnt mit Zitaten aus einigen zeitgenössischen
Stellungnahmen zur Gregorianischen Kalenderreform, die er in der
Vatikanischen Bibliothek einsehen konnte und die in der Literatur bis
jetzt nicht genannt wurden. Sie plädieren alle für das Auslassen von
mehr als 10 Tagen, um die Kalendersituation zur Zeit Caesars oder zur
Zeit Jesu wiederherzustellen.

(2) Frank fragt dann, was die Kommission unter Federführung von
Christophorus Clavius (1537 - 1612) veranlasst hat, diese Argumentation
zur Seite zu schieben. Als offizielle Begründung gab Clavius (in seinem
"Romanae Calendarii Explicatio", Rom 1603) an, dass "die meisten" der
Meinung seien, man solle das Äquinoktium auf den 21. März setzen, weil
es die Väter des Nicaenischen Konzils so festgesetzt hätten. Allerdings
stellt Clavius zugleich klar, dass sich die Kommission dabei vom
Gedanken des Friedens der Gläubigen und nicht von astronomischen
Überlegungen leiten ließ. Der Frieden der Gläubigen - insbesondere die
Übereinstimmung mit der Orthodoxen Kirche - verlangte, dass man vom 21.
März als Frühlingsdatum ausging, um die traditionellen Ostergrenzen 22.
März und 25. April beibehalten zu können.

(3) Drittens fragt Frank, was denn genau das Konzil von Nicaea zur
Osterfrage entschieden hat. Dazu hat er sich das heute immer noch
einschlägige Werk von Josef Schmid, "Die Osterfestfrage auf dem ersten
allgemeinen Konzil von Nicäa", Wien 1905 angeschaut. Nach Schmid gibt es
keinerlei Hinweis darauf, dass beim Nicaenischen Konzil von einem 21.
März die Rede war. Die Nicaea-Zuweisung in der päpstlichen Bulle, in
Liglios "Compendium" und in Clavius' "Explicatio" bezeichnet Schmid als
falsch.

(4) Frank stellt dann die entscheidende Frage, wann denn eigentlich das
astronomische Frühlingsäquinoktium auf den 21. März fiel? Dazu zieht er
zwei Werke heran, die diese Frage gründlich untersuchen: das 1669 in
Bologna erschienene "Chronologiae reformatae tomus primus" von Giovanni
Battista Riccioli (1598 - 1671) und das 1628 in Paris erschienene "Opus
de Doctrina Temporum" von Dionysius Petavius (1583 - 1652). Die
Jesuitenpatres Petavius und Riccioli sind sich darüber einig, dass das
bürgerliche Äquinoktium zur Zeit Caesars der 25. Marz war. Das wahre
(astronomische) Äquinoktium fiel aber 45 v. Chr. auf den 23. März. Das
wussten Caesar und Sosigenes (Caesars astronomischer Berater), das
wusste laut Riccioli auch Ovid in seinen "Fasti"; nach diesen erfolgte
das wahre Äquinoktium (in Abweichung vom kalendarischen des 25. März) am
22. oder 23. März. Weiter beruft sich Riccioli auf Eudoxos: "Denn er
wirkte circa 368 v. Chr., wie wir aus den Jahren der Olympiaden von
Diogenes Laertius lernen. In jenem Jahr [...] ereignete sich das
Frühlingsäquinoktium am 25. März, 3 1/2 Stunden nach Mittag." Zur Zeit
Nicaeas fiel das astronomische Äquinoktium nach Riccioli auf den 20.
März.

(5) Schließlich erinnert Frank daran, dass schon Illig in "Wer hat an
der Uhr gedreht?" vermutet hat, der 25. März sei ein Datum des alten
römischen Festkalenders, das zur Zeit Caesars nicht mehr mit dem wahren
Äquinoktium zusammenfiel. Illig war sich damals aber nicht 100%-ig
sicher, weil er über Arno Borst eine Angabe "28.3" für das
Frühlingsäquinoktium des Eudoxos kannte. Frank berichtet nun, dass
dieses irreführende Eudoxos-Datum auf einen fehlerhaften Wert in der
1892 in München erschienenen "Chronologie" von Georg Unger zurückgeht.
Wie Ricciolis "Chronologie" beweist, war das richtige Eudoxos-Datum ein
25. März." (Jan Beaufort)

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 1:52:43 PM5/3/05
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Dieter Bruegmann <spamnicht...@bruhaha.de> wrote:

> > Aus Illigs "Wer hat an der Uhr gedreht?":
>
> Der Name des Verfassers macht schon deutlich, daß es sich um
> sinnfreies Geschmiere handelt.

Das Zitat enthält ein Faktum (eine Antwort auf eine Frage), das dir,
Niessen, der Wikipedia und Leick nicht bekannt war: Eine
Anno-domini-Datierung VOR Dionysius Exigus.

Was bitte ist hieran "sinnfreies Geschmiere":

Soweit wir überhaupt wissen, hat ein römischer Gelehrter mit dem schönen
Namen Furius Dionysius Philocalus den ersten Kalender geschrieben, bei
dem sich Jahresangaben auf die Geburt Christi bezogen. Er war der
spätere Kalligraph, also der »Schönschreiber« des Papstes Damasus 1.2
Gemäß unserer Zählung hat er im Jahre 354 den bedeutendsten christlichen
Kalender der Spätantike geschrieben. Er zählte nach damaliger
Gepflogenheit die Jahre ab der Gründung Roms (»ab urbe condita«), die in
unserem Kalendersystem ins Jahr 754 vor Christus fällt. Aber nach dem
Jahr »753« hat Philocalus, der auch als Filocalus auftritt, das alte Rom
auf sich beruhen lassen und seine Rechnung auf christliche Jahre
umgestellt. So wäre er der Stammvater unsererjahreszählung. Aber das
Wissen um ihn ist erstaunlicherweise nicht verbreitet, sondern erst
jüngst von dem Mediävisten Arno Borst aus den Archiven geholt worden."

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 2:25:44 PM5/3/05
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Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

> "Gregorianischer Kalender: wenn jedes 4. Jahr ein Schalttag eingefügt
> wird, bleibt ein kleiner Fehler unbeachtet: das jahr ist nicht 365 1/2
> Tage land, sondern ca. 11 Minuten kürzer. Diese Differenz summiert sich
> in ca. 130 Jahren auf einen vollen Tag. Deshalb trat die (für die
> Berechnung des Osterdatums wichtige) Frühjahrs-Tagundnachtgleiche schon
> vor dem 21. März ein. Bis ins 16. Jahrhundert war die Differenz auf 10
> Tage angewachen. ..."

Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
1600 : 130. Rechne es doch nach!!

WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über
Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
korrigiert worden!

Günter
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http://lelarge.de/register.html


Guenther

unread,
May 3, 2005, 2:47:12 PM5/3/05
to
In article <1gw05i3.juyrhr1ow3qp3N%gue...@lelarge.de>, Günter Lelarge
<gue...@lelarge.de> wrote:

Die 300 Jahre kannst Du einfach selbst korrigieren:
Der Bezugspunkt ist nicht das Jahr 1 sondern das Jahr 325: Auf dem
Konzil von Nicäa erfolgte die (Wieder-)Festlegung der
Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche auf den 21. März.

Wie schon oft vermutet: Der van-Tom-Theorie fehlen nicht 297 Jahre, es
sind 324 Jahre!
Hallelujah: Der Systemanalytiker Illig hat sich verrechnet. Und der
Sesselpupser Lelarge hat alles blind geglaubt! Amen

Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 2:55:17 PM5/3/05
to
Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

> > > Bis ins 16. Jahrhundert war die Differenz auf 10 Tage angewachen. ..."
> >
> > Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
> > 1600 : 130. Rechne es doch nach!!
> >
> > WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über
> > Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
> > korrigiert worden!
>
> Die 300 Jahre kannst Du einfach selbst korrigieren:
> Der Bezugspunkt ist nicht das Jahr 1 sondern das Jahr 325: Auf dem
> Konzil von Nicäa erfolgte die (Wieder-)Festlegung der
> Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche auf den 21. März.

Auf dem Konzil von Nicäa war der Kalender korrigiert worden? Dann wusste
man ja von dem Fehler - und hat es wieder vergessen - und auch keine
weiteren regelmäßig widerkehrenden Korrekturen vorgenommen?
Warum dauerte das über 1000 Jahre - udn warum war man vor Gregor so
ratlos. Entweder sie wussten von der Kalenderkorrektur, dann war alles
klar. Oder man wusste es nicht - und bastelte Hunderte von Jahren an der
Lösung herum?

Kannst du eine zeitgenössische Quelle nennen, die von der Korrektur
weiß?



> Wie schon oft vermutet: Der van-Tom-Theorie fehlen nicht 297 Jahre, es
> sind 324 Jahre!
> Hallelujah: Der Systemanalytiker Illig hat sich verrechnet. Und der
> Sesselpupser Lelarge hat alles blind geglaubt! Amen

Also wie gesagt: Woraus schließt du auf eine schon sehr früh
stattgehabte Kalenderkorrektur, die seltsamerweise die einzige blieb?

Günter
--
http://lelarge.de

Guenther

unread,
May 3, 2005, 3:06:22 PM5/3/05
to
In article <1gw076l.1t56omr16w5qt2N%gue...@lelarge.de>, Günter Lelarge
<gue...@lelarge.de> wrote:

> Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:
>
> > > > Bis ins 16. Jahrhundert war die Differenz auf 10 Tage angewachen. ..."
> > >
> > > Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
> > > 1600 : 130. Rechne es doch nach!!
> > >
> > > WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über
> > > Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
> > > korrigiert worden!
> >
> > Die 300 Jahre kannst Du einfach selbst korrigieren:
> > Der Bezugspunkt ist nicht das Jahr 1 sondern das Jahr 325: Auf dem
> > Konzil von Nicäa erfolgte die (Wieder-)Festlegung der
> > Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche auf den 21. März.
>
> Auf dem Konzil von Nicäa war der Kalender korrigiert worden? Dann wusste
> man ja von dem Fehler - und hat es wieder vergessen - und auch keine
> weiteren regelmäßig widerkehrenden Korrekturen vorgenommen?
> Warum dauerte das über 1000 Jahre - udn warum war man vor Gregor so
> ratlos. Entweder sie wussten von der Kalenderkorrektur, dann war alles
> klar. Oder man wusste es nicht - und bastelte Hunderte von Jahren an der
> Lösung herum?
>
> Kannst du eine zeitgenössische Quelle nennen, die von der Korrektur
> weiß?


bitte sehr, zeitgenössisch mit ILLIG:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender


> > Wie schon oft vermutet: Der van-Tom-Theorie fehlen nicht 297 Jahre, es
> > sind 324 Jahre!
> > Hallelujah: Der Systemanalytiker Illig hat sich verrechnet. Und der
> > Sesselpupser Lelarge hat alles blind geglaubt! Amen
>
> Also wie gesagt: Woraus schließt du auf eine schon sehr früh
> stattgehabte Kalenderkorrektur, die seltsamerweise die einzige blieb?

WIKIPEDIA SAGT DAZU:

"Das Erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest
immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang
(bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte. Das astronomische
Ereignis des Primar-Äquinoktiums (Frühlings-Tagundnachtgleiche der
Nordhalbkugel) fand im Konzilsjahr 325 am 21. März statt, und die
Julianische Schalttags-Regelung wurde damals noch nicht als
verbesserungsbedürftig erkannt."

Du musst also nur LESEN lernen, aber das wurde Dir hier schon oft
nahegelegt...
Amen

Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 3:16:15 PM5/3/05
to
Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

Das ist keine Antwort auf meine Fragen:

Auf dem Konzil von Nicäa war der Kalender korrigiert worden? Dann wusste
man ja von dem Fehler - und hat es wieder vergessen - und auch keine
weiteren regelmäßig widerkehrenden Korrekturen vorgenommen?
Warum dauerte das über 1000 Jahre - udn warum war man vor Gregor so
ratlos. Entweder sie wussten von der Kalenderkorrektur, dann war alles
klar. Oder man wusste es nicht - und bastelte Hunderte von Jahren an der
Lösung herum?

Kannst du eine zeitgenössische Quelle nennen, die von der Korrektur
weiß?

> > > Wie schon oft vermutet: Der van-Tom-Theorie fehlen nicht 297 Jahre, es
> > > sind 324 Jahre!
> > > Hallelujah: Der Systemanalytiker Illig hat sich verrechnet. Und der
> > > Sesselpupser Lelarge hat alles blind geglaubt! Amen
> >
> > Also wie gesagt: Woraus schließt du auf eine schon sehr früh
> > stattgehabte Kalenderkorrektur, die seltsamerweise die einzige blieb?
>
> WIKIPEDIA SAGT DAZU:
>
> "Das Erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest
> immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang
> (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte.

Das alleine ist durch eine Schriftquelle belegt.

Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass auf besagtem Konzil vom 21. März
überhaupt die Rede war:

> Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums
> (Frühlings-Tagundnachtgleiche der Nordhalbkugel) fand im Konzilsjahr 325
> am 21. März statt, und die Julianische Schalttags-Regelung wurde damals
> noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt."

Ich möchte also von dir diesen zeitgenössischen Hinweis auf eine
Erwähnung des 21. März.



> Du musst also nur LESEN lernen, aber das wurde Dir hier schon oft
> nahegelegt...
> Amen

Günter
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Guenther

unread,
May 3, 2005, 5:04:13 PM5/3/05
to
In article <1gw0838.pxz4xqhe0tlpN%gue...@lelarge.de>, Günter Lelarge
<gue...@lelarge.de> wrote:

Du als Universalgenie kennst Dich da nicht aus? Trotz Deinem
Universallexikon? Nun erzählt uns doch keine Geschichten!

> Kannst du eine zeitgenössische Quelle nennen, die von der Korrektur
> weiß?
>
> > > > Wie schon oft vermutet: Der van-Tom-Theorie fehlen nicht 297 Jahre, es
> > > > sind 324 Jahre!
> > > > Hallelujah: Der Systemanalytiker Illig hat sich verrechnet. Und der
> > > > Sesselpupser Lelarge hat alles blind geglaubt! Amen
> > >
> > > Also wie gesagt: Woraus schließt du auf eine schon sehr früh
> > > stattgehabte Kalenderkorrektur, die seltsamerweise die einzige blieb?
> >
> > WIKIPEDIA SAGT DAZU:
> >
> > "Das Erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest
> > immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang
> > (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte.
>
> Das alleine ist durch eine Schriftquelle belegt.

Dan besorg Dir mal die Protokolle des Konzile.

> Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass auf besagtem Konzil vom 21. März
> überhaupt die Rede war:
>
> > Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums
> > (Frühlings-Tagundnachtgleiche der Nordhalbkugel) fand im Konzilsjahr 325
> > am 21. März statt, und die Julianische Schalttags-Regelung wurde damals
> > noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt."
>
> Ich möchte also von dir diesen zeitgenössischen Hinweis auf eine
> Erwähnung des 21. März.

Das kann Dir Illig nicht liefern?

Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 5:04:56 PM5/3/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> > Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
> > 1600 : 130. Rechne es doch nach!!
>

> Gemacht. Die Phantomzeit beträgt
>
> 12,307692307692307692307692307692
>
> Tage.

Fast richtig.

Drei oder vier nicht ausgelassene Tage, die hätten ausfallen müssen,
stehen für ca. 300 Jahre, die es nciht gibt.
Hätte es sie gegeben, stimmte unser Kalender nicht.

Günter
--
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Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 5:10:37 PM5/3/05
to
Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

Nein? Was redet er denn da?



> > > > > Wie schon oft vermutet: Der van-Tom-Theorie fehlen nicht 297 Jahre, es
> > > > > sind 324 Jahre!
> > > > > Hallelujah: Der Systemanalytiker Illig hat sich verrechnet. Und der
> > > > > Sesselpupser Lelarge hat alles blind geglaubt! Amen
> > > >
> > > > Also wie gesagt: Woraus schließt du auf eine schon sehr früh
> > > > stattgehabte Kalenderkorrektur, die seltsamerweise die einzige blieb?
> > >
> > > WIKIPEDIA SAGT DAZU:
> > >
> > > "Das Erste Konzil von Nizäa bestimmte im Jahre 325, dass das Osterfest
> > > immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlings-Anfang
> > > (bezogen auf Jerusalem) gefeiert werden sollte.
> >
> > Das alleine ist durch eine Schriftquelle belegt.
>
> Dan besorg Dir mal die Protokolle des Konzile.

Ich sagte doch, dass DAS belegt ist. Jetzt doch nicht?

> > Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass auf besagtem Konzil vom 21. März
> > überhaupt die Rede war:

Das ist der Punkt: Du schwätzt - und möchtest den Dummfug dann von mir
belegt haben.

Also nenne die Hinweise darauf, dass auf dem Konzil die Rede vom 21.
März war!

> > > Das astronomische Ereignis des Primar-Äquinoktiums
> > > (Frühlings-Tagundnachtgleiche der Nordhalbkugel) fand im Konzilsjahr 325
> > > am 21. März statt, und die Julianische Schalttags-Regelung wurde damals
> > > noch nicht als verbesserungsbedürftig erkannt."
> >
> > Ich möchte also von dir diesen zeitgenössischen Hinweis auf eine
> > Erwähnung des 21. März.
>
> Das kann Dir Illig nicht liefern?

Das kann niemand:

Es gibt keinen solchen Hinweis. Deine Argumentation baut auf einer Lüge
auf.
Wie immer.

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 6:07:57 PM5/3/05
to
Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

> In article <174km2xek9muf.g...@40tude.net>, Peter Niessen
> <peter-...@arcor.de> wrote:
>
> > Am Tue, 3 May 2005 19:46:43 +0200 schrieb Günter Lelarge:
> >
> ...
> > > Die häufigere Benutzung beginnt nach übereinstimmender Meinung AB 1000.
> > > Die Lange Anlaufzeit von 700 Jahren lässt sich locker um 300 Jahre
> > > kürzen, wie du weißt.
> > > Es geht da um die 300 Jahre, für die bei der Gregorianischen
> > > Kalenderreform NICHT korrigiert wurde.
> >
> > Irgendwie blickst Du es nicht:
> > Die häufigere Benutzung des Kalenders oder was?
> > Du meinst nicht das du Stuss erzählst wenn du den gregorianischen Kalender
> > bei 1000 datiertst?
> > Blickst du überhaubt noch durch?
>
> Wieso überhaupt noch? Kannst Du Dich daran erinnern, dass er irgendwann
> mal Durchblick hatte?

Deine "..." markieren, was du löschen musstest, um wieder mal als
Dreckschleuder matt zu glänzen:

---snip---
Peter Niessen <peter-...@arcor.de> wrote:

> Am Tue, 3 May 2005 19:46:43 +0200 schrieb Günter Lelarge:
>
> > Peter Niessen <peter-...@arcor.de> wrote:
> >
> >>> Ist es zuviel verlangt, mal ein paar Quellen zu nennen aus denen die
> >>> Benutzung von Anno Domini vor 1000AD eindeutig hervorgeht?
> >>
> >> Ist es zu viel verlangt zu diesem Thema Googel (aber nicht nur) zu bemühen?
> >> Es gibt tausende von Schriften zum Thema! Astronomische Fachliteratur ist
> >> da ein heisses Thema. Auch in dem noch recht populärwissenschaftlichen
> >> (aber grundseriösen) SDW findest Du mindestes 10 Artikel und gut 100
> >> Literaturhinweise zum Thema.
> >
> > Die häufigere Benutzung beginnt nach übereinstimmender Meinung AB 1000.
> > Die Lange Anlaufzeit von 700 Jahren lässt sich locker um 300 Jahre
> > kürzen, wie du weißt.
> > Es geht da um die 300 Jahre, für die bei der Gregorianischen
> > Kalenderreform NICHT korrigiert wurde.
>
> Irgendwie blickst Du es nicht:
> Die häufigere Benutzung des Kalenders oder was?
> Du meinst nicht das du Stuss erzählst wenn du den gregorianischen Kalender
> bei 1000 datiertst?

Die Benutzung des Anno-Domini-Kalenders (um die es hier ging) hat mit
der Gregorianischen Kalenderreform absolut nicht zu tun!!
Dein Hinweis, er sei seit Dionysius exiguus in Verwendung war mehrfach
falsch:

- Die erste Erstellung eines Kalenders nach christlicher Ära fand
Jahrhunderte vorher statt.

- BENUTZT wurde er vermehrt AB 1000.

- Die erste so datierte Urkunde, die ein Papst unterschrieb, stammt aus
dem 14. Jahrhundert.

Blickst du überhaupt noch durch?

Mit freundlichen Grüßen
Günter Lelarge

Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 6:16:37 PM5/3/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:

> Da aber der Kalender stimmt ...

...gabs die 300 Jahre nicht, für die auch keine Korrektur (Entfall
dreier Tage) geschah.

Genau.

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 3, 2005, 6:20:59 PM5/3/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Stephan Peuckmann schrieb:
>
> > Also wird es auch keine Dokumente, Ausgrabungen etc. geben, die auf den
> > Zeitraum vom 4.10. - 15.10.1582 datiert werden können!
>
> Auf die Idee ist noch nicht mal Illig gekommen. :-)
> >
> > Illig hatte also grundsätzlich recht, wenngleich er sich um die Kleinigkeit
> > von ca. 297 Jahren bzgl. der Dauer dieses Zeitsprungs geringfügig vertan
> > hat.
>
> Also: Grundsätzlich gab es Kalenderkorrekturen, an denen
> Illig jedoch nicht mitgewirkt hat. Die Differenz zwischen
> zehn Tagen und 297 Jahren sehe ich allerdings nicht als
> Kleinigkeit.

Was soll man da raten, wenn einer nichts rafft??
Werde Prof. für Bildbetrachtungen.

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 4, 2005, 3:52:51 PM5/4/05
to
Werner Jakobi <readbutsp...@morver.de> wrote:

> gue...@lelarge.de (Günter Lelarge) posted:
>
> >Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
> >zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
> >belegt.
>
> Der einzig mögliche Schluß ist, daß Illig, vermutlich als ihm das Wasser
> mal bis zum Hals stand, auf diese Idee kam und diese seitdem finanziell
> ausbeutet.

Widerlege es, Dereckschleuder:

Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!

Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
Jahre ZU WENIG korrigiert.

Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
belegt.

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 4, 2005, 4:42:14 PM5/4/05
to
Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

> > Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
> > die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!
> >
> > Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> > Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> > Jahre ZU WENIG korrigiert.
> >
> > Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
> > zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
> > belegt.
>

> Du hast Dich schon wieder verrechnet! Beginne Deinen Rechnung im Jahre
> des Konzils von Nicäa

Warum?

> und schon ist Illig

Prof. Frank ist Illig?

> als billiger Sensationsheischer enttarnt.

Also bitte: Warum soll ich glauben, dass in Nicäa der Julianische
Kalender eingeführt wurde?

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 5:28:08 AM5/5/05
to
Dieter Bruegmann <spamnicht...@bruhaha.de> wrote:

> > Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> > Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> > Jahre ZU WENIG korrigiert.
>

> NONSENS.
>
>
> Da Didi

Du dadidi musst nur alles lesen, Du da Didi, dann verstehst du dadidi
es:

Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!

Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
Jahre ZU WENIG korrigiert.

Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
belegt.

F'up nach dsg.

Günter
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http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 10:25:47 AM5/5/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> >> Ach... wussten die das damals schon?
> >
> >Man muss es annehmen.
>
> Niemand muss. Sie und Ihre Genossen müssen das. Seriöse
> Historiker/Wissenschaftler/Archäologen verlassen sich auf weit mehr
> als Wunschdenken.

Dann erkläre mal, was daran Wunschdenken ist:

Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!

Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
Jahre ZU WENIG korrigiert.

Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
belegt.

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 10:25:48 AM5/5/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
>
> >> ...schreibt Illig und daher MUSS das so sein. Alle Gegenbeweise MÜSSEN
> >> Fälschungen sein.
> >
> >Ach was. Du wirst welche erfinden müssen.
>
> Wozu? Herrn Lelarge Argumentation besteht aus Lügen. Zum widerlegen
> reichen Fakten.

Dann widerlege das bitte mit "Fakten", was du für Lügen hälst:

Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 10:25:49 AM5/5/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> >Die originalen Königsuurkunden aus dieser Zeit sind ALLE gefälscht.
>
> Das kann Herr Lelarge anhand seriöser Literatur natürlich nicht
> begründen.

Wieso nicht? Ergoogle dir das doch?

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 10:25:50 AM5/5/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> Günter "Netz-Terrorist" Lelarge schrieb:


>
> >> Der einzig mögliche Schluß ist, daß Illig, vermutlich als ihm das Wasser
> >> mal bis zum Hals stand, auf diese Idee kam und diese seitdem finanziell
> >> ausbeutet.
> >
> >Widerlege es, Dereckschleuder:
>

> Wurde schon, aber Herr Lelarge ignoriert lieber, und schleudert mit
> seinem Schädel stattdessen gegen Windmühlenflügel.

Wo wurde das WIE widerlegt, Herr Busch?

Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 10:25:47 AM5/5/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
>
> >Gute Argumente reichen:
>
> Nur geht der liebe Herr Lelarge mit diesen äußerst sparsam um. Schade.

Das hier könntest du aber nicht widerlegen, lieber Herr Busch:

Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 4:29:15 PM5/5/05
to
Thomas Marciniak <marcin...@gmx.de> wrote:

> Mark Busch <masterof...@netcologne.de> schrieb:


>
> >Günter Lelarge schrieb:
> >
> >>Gute Argumente reichen:
> >
> >Nur geht der liebe Herr Lelarge mit diesen äußerst sparsam um. Schade.
>

> Sparsam? Geizig! Er hat noch nie eines rausgerückt.

Eins: Für dich - und darfst gerne darauf eingehen - wenn du kannst:

Günter Lelarge

unread,
May 5, 2005, 4:29:15 PM5/5/05
to
Werner Jakobi <readbutsp...@morver.de> wrote:

> Günter Lelarge posted in <1gw24n4.1wchxkp1tegrb8N%gue...@lelarge.de>:
>
> >Und jetzt sagst du auch mal was zur Sache, Waschweibchen?
>
> [Textbausteinigung]
>
> Ich habe nicht die Absicht auf deine Textbausteine einzugehen.
>
> BTW, der BI wegen providing the same service für obigen Artikel liegt
> mittlerweile weit jenseits der in de.* erlaubten Grenzen.
>
> Wenn du meinst, mit rüden Methoden das Usenet kaputtmachen zu müssen,
> dann werde ich mir im Zweifelsfall mit rüden Methoden erlauben, das zu
> reparieren.

Ein S-a-c-h-b-e-i-t-r-a-g wäre aber viel zu "rüde", Waschweibchen?

Hast du hier irgendwelche Einwände, was die Fakten angeht,
Bäckerstochter:

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 2:20:05 AM5/6/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> Werner Olschewski schrieb:
>
> >> Ohja. Herr Lelarge feuert mit TB um sich. :) Die Abstände zwischen den
> >> Themenwechseln werden kürzer, oder täusche ich mich?
> >
> >Das kommt mir auch so vor.
>
> Gibt es Wetten was als nächstes von Lelarge fantasiert wird?
>
> >Aber vielleicht kommt das auch daher, das er
> >uns saemtlich Bewohner seines Schweinesstalls schon mal vorgefuehrt hat
> >und er daher keine wirklich neue Sau durchs Dorf treibt.
>
> Illig kommt so schnell nicht nach mit neuen Märchen, welche Lelarge
> nachplappern könnte. :)

Du hat mitbekommen, dass du keine angemessenen Antworten auf einen
Aufsatz des _Physikprofessors Frank_ in den Zeitensprüngen weißt? :-))
Die neue Sau ist als solche noch nicht erkannt? :-)))

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 2:20:06 AM5/6/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> Günter "Netz-Terrorist" Lelarge schrieb:
>

> >> Wurde schon, aber Herr Lelarge ignoriert lieber, und schleudert mit
> >> seinem Schädel stattdessen gegen Windmühlenflügel.
> >
> >Wo wurde das WIE widerlegt, Herr Busch?
>

> Das wissen Sie, Herr Lelarge. Stellen Sie sich ruhig dumm und
> bearbeiten Header statt Inhalte.
>
> Ich schreibe es Ihnen gerne nochmal auf: Ich benutze einen
> ClipboardManager. Sie können noch soviel umleiten wie Sie wollen, ich
> habe Ihr f'up2 schneller gradegebogen als Sie es verbogen haben.

Das war nicht die Frage, Herr Busch.

Die Frage war, was hier wie widerlegt wurde:

1. Seit Caesar war der Kalender im 16. Jahrhundert dem Sonnenjahr
ca. 13 Tage vorangeeilt, weil die dort eingeführte Korrektur der
Anzahl der Schalttage noch nicht wirksaam war.

2. Ohne die Phantomzeit (die Zeit von 614 bis 911) wären es nur 10
Tage gewesen.

3. Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über


Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300

Jahre ZU WENIG korrigiert, also für nur ca. 1300 Jahre.

4. Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur,

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 2:20:05 AM5/6/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> >Das hier könntest du aber nicht widerlegen, lieber Herr Busch:
>

> Warum soll ich extra für Sie etwas wiederholen, was andere Poster
> Ihnen schon mitgeteilt haben?

Ich habe nichts dergleichen entdecken können. Wiederhole einfach die
Widerlegung, die du für eine hälst:

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 2:20:04 AM5/6/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> >Dann widerlege das bitte mit "Fakten", was du für Lügen hälst:
>

> Alles, was Herr Lelarge aus Nonsense-Quellen bezieht und/oder selbst
> zusammenfantasiert (und als ultimative Wahrheit ausgibt) hat mit
> Wahrheit nichts zu tun. TB werden das nicht ändern.

Ich weiß.

Du möchtest es bitte widerlegen (8 Postings zum Thema hintereinander
zeigen, dass du das Zeug dafür hast!!) - und angeblich musst du dafür ja
nur was anderer Poster abschreiben, was ich lediglich nicht kenne:

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 3:26:36 AM5/6/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
>
> >> Und auch eine Begründung, warum man deshalb keine 300 Jahre aus dem
> >> Kalender streichen muß.
> >
> >Welche Begründung?
>
> Das haben Sie mehrfach ignoriert. Ihr Problem.

Mit welcher Begründung genau wurden denn 10 Tage -und nicht die
aufgelaufenen 13- Tage seit Caesar ausgefallen gelassen?
Wo kann man das nachsen: Quellenangabe!?

Günter
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Günter Lelarge

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May 6, 2005, 4:07:29 AM5/6/05
to
Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
>
> >> Und auch eine Begründung, warum man deshalb keine 300 Jahre aus dem
> >> Kalender streichen muß.
> >
> >Welche Begründung?
>
> Das haben Sie mehrfach ignoriert. Ihr Problem.

Mit welcher Begründung genau wurden denn 10 Tage -und nicht die

aufgelaufenen 13- Tage seit Caesar ausfallen gelassen?
Wo kann man das nachlesen: Quellenangabe!?

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 4:07:29 AM5/6/05
to
Dieter Bruegmann <spamnicht...@bruhaha.de> wrote:

> .oO(Günter Lelarge / Thu, 5 May 2005 11:28:08 +0200)


>
> > Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> > Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> > Jahre ZU WENIG korrigiert.
>

> Und die Lelargesche Gebetsmühle hat wieder eine Drehung hinter sich.

Das ist ein hochinteressanter Einwand, ...
...aber leider von dir noch keine Auskunft, wo sie was Falsches betet:

1. Seit Caesar war der Kalender im 16. Jahrhundert dem Sonnenjahr

ca. 13 Tage vorausgeeilt, weil die dort eingeführte Korrektur der

Anzahl der Schalttage noch nicht wirksaam war.

2. Ohne die Phantomzeit (die Zeit von 614 bis 911) wären es nur 10
Tage gewesen.

3. Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über


Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300

Jahre ZU WENIG korrigiert, also für nur ca. 1300 Jahre.

4. Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur,

die zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier
Jahrhunderte belegt.

Günter
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Georg Kreyerhoff

unread,
May 6, 2005, 4:36:52 AM5/6/05
to
Günter Lelarge wrote:
> Mark Busch <masterof...@netcologne.de> wrote:
>
>
>>Günter Lelarge schrieb:
>>
>>
>>>>Und auch eine Begründung, warum man deshalb keine 300 Jahre aus dem
>>>>Kalender streichen muß.
>>>
>>>Welche Begründung?
>>
>>Das haben Sie mehrfach ignoriert. Ihr Problem.
>
>
> Mit welcher Begründung genau wurden denn 10 Tage -und nicht die
> aufgelaufenen 13- Tage seit Caesar ausgefallen gelassen?

weil man zur Situation zur Zeit des Konzils zu Nicea zurueck wollte
und nicht zu Caesar?

Georg

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 4:48:21 AM5/6/05
to
Georg Kreyerhoff <ge...@kreyerhoff.de> wrote:

> > Mit welcher Begründung genau wurden denn 10 Tage -und nicht die
> > aufgelaufenen 13- Tage seit Caesar ausgefallen gelassen?
>
> weil man zur Situation zur Zeit des Konzils zu Nicea zurueck wollte
> und nicht zu Caesar?

Die Situation zur Zeit des Nicaenums war die, dass da der Kalender
gegenüber den TAgen seiner Einführung schon drei Tage zu viel führte: 3
+ 10 ist auch 13?

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 5:54:45 AM5/6/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> > Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
> > zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
> > belegt.
>

> Mal angenommen, das mit den 10 und 13 Tagen stimmt:
>
> Dann ist der einzig mögliche Schluß daraus, daß bei der Kalenderreform
> ein Fehler gemacht wurde - aus welchen Gründen auch immer.

Weil NUR eine fehlerhafte Korrektur des Julianischen Kalenders zu einem
richtigen Ergebnis führte, ist erwiesen, dass die Zeitachse seit Julius
Cäsar ca. 300 Jahre zu viel führt.

DIE ENCYKLOPEDIA BRITANNICA VON 1985 hat das gleiche Problem wie ihr -
und kehrt es ebenfalls unter den Teppich:


"THE NEW ENCYCLOPAEDIA BRITANNICA (1985) schreibt unter dem Stichwort
"CALENDAR" zum "Julianischen Kalender, ***DER FÜR DIE NÄCHSTEN 1600
JAHRE BENUTZT WURDE***": "Doch während dieser Zeit produzierte die
Unstimmigkeit zwischen dem Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem
Tropischen Jahr von 365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler. Die
Differenz wuchs mit einer Rate von 11 Minuten 14 Sekunden pro Jahr, bis
1545 volle 10 Tage betrug und das Konzil von Trient Papst Paul III. zu
einer Korrektur ermächtigte."
Ausgeführt wurde die Korrektur erst 37 Jahre später unter Gregor XIII.

Aber diese simple hier suggerierte Multiplikation ergibt ein falsches
Resultat:

1626 Jahre mit einer jeweiligen Diskrepanz von 674 sec ergeben 1095924
sec bzw (ein Tag hat 8400 sec) ca. 12,7 Tage!! Der Julianische Kalender
ging also in 1626 Jahren um 12,7 Tage nach. Weil eine Korrektur nur in
ganzen Schalttagen erfolgen konnte, wäre 1582 ein Überspringen von 13
Tagen notwenig gewesen (dies bestätigt Zemanek 1984, 126). Tatsächlich
sind aber nur 10 Tage übersprungen worden.

Die Chronologen haben zwei undurchsichtige Schleier über diese absolute
Unverträglichkeit geworfen. Den verbreitesten und deshalb auch hier
flugs ohne viel Nachdenken eingebrachte Schleier ist dieser:

In vielen gängigen Darstellungen (wie in der Enc. brit.) wird
suggeriert, daß SELBSTVERSTÄNDLICH(!) der Gregorianische Kalender die
astronomische Situation vom Anbeginn der julianischen Kalenderreform
wiederhergestellt habe. Wer das nachrechnet und feststellt, daß 10
Ausgleichstage daür zu wenig waren, erhält in der Spezialliteratur die
Zusatzauskunft, daß SELBSTVERSTÄNDLICH(!) nur die Situation von Nicaea
wiederhergestellt worden sei."

(Heribert Illig in den Zeitensprüngen 2/1991)

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 6:13:38 AM5/6/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> > Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
> > die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!
>

> In 1600 Jahren geht der Kalender 13 Tage vor, also pro Jahr um 0,008125
> Tage.
>
> In 297 Jahren geht der Kalender 3 Tage vor, also pro Jahr um 0,010101 Tage.
>
> Wodurch wird die phantomzeitliche Temposteigerung bewirkt?

Durch eine unverfehrte Rechenschwäche:

Das tropische jahr ist ca. 11 Minuten kürzer als das Julianische Jahr.

In ca. 128 Jahren ergibt das ein Zuviel des Julianischen Kalenders von
EINEM TAG.

Die zu vielen Tage waren Ende des 16. Jh. auf ca. 13 angewachsen.
Dass der Kalender nach dem Überspringen von 10 Tagen korrigiert war,
spricht überdeutlich für weniger verflossene Zeit als die behaupteten
gut 1600 Jahre.

"Der Julianische Kalender ging also in 1.626 Jahren um 12,7 Tage nach.
weil eine Korrektur nur in ganzen Schalttagen erfolgen konnte, wäre 1582
ein Überspringen von _13 Tagen_ notwendig gewesen (dies bestätigt Zemak


1984, 126).
Tatsächlich sind aber nur 10 Tage übersprungen worden."

(Heribert Illig: "Die christliche Zeitrechnung ist zu lang", in:
Zeitensprünge 1/1991)

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 6:38:25 AM5/6/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
>

> > Mit welcher Begründung genau wurden denn 10 Tage -und nicht die
> > aufgelaufenen 13- Tage seit Caesar ausfallen gelassen?
> > Wo kann man das nachlesen: Quellenangabe!?
>

> Vielleicht bei Prof. Frank? Der hat doch im Vatikan göttlichen Beistand
> gefunden und seine Weisheit in den ZEITENSPRÜNGEN geoffenbart.

Eine seltsame Art, die Einsicht in Originalquellen zu kommentieren?

Wenn die Korrektur um 10 Tage ein Fehler war, musst _du_ begründen,
warum er zum richtigen Ergebnis führte.

Günter
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Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 8:02:37 AM5/6/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
>

> Das mag in Andernach so sein. In Göttingen hat der Tag 78.000 Sekunden mehr.

Ungeachtet der fehlenden "6" gabs auch noch die Hauptsache, wozu du
dröhnend schweigst:

Weil NUR eine fehlerhafte Korrektur des Julianischen Kalenders zu einem
richtigen Ergebnis führte, ist erwiesen, dass die Zeitachse seit Julius
Cäsar ca. 300 Jahre zu viel führt.

DIE ENCYKLOPEDIA BRITANNICA VON 1985 hat das gleiche Problem wie ihr -
und kehrt es ebenfalls unter den Teppich:


"THE NEW ENCYCLOPAEDIA BRITANNICA (1985) schreibt unter dem Stichwort
"CALENDAR" zum "Julianischen Kalender, ***DER FÜR DIE NÄCHSTEN 1600
JAHRE BENUTZT WURDE***": "Doch während dieser Zeit produzierte die
Unstimmigkeit zwischen dem Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem
Tropischen Jahr von 365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler. Die
Differenz wuchs mit einer Rate von 11 Minuten 14 Sekunden pro Jahr, bis
1545 volle 10 Tage betrug und das Konzil von Trient Papst Paul III. zu
einer Korrektur ermächtigte."
Ausgeführt wurde die Korrektur erst 37 Jahre später unter Gregor XIII.

Aber diese simple hier suggerierte Multiplikation ergibt ein falsches
Resultat:

1626 Jahre mit einer jeweiligen Diskrepanz von 674 sec ergeben 1095924

sec bzw (ein Tag hat 86400 sec) ca. 12,7 Tage!! Der Julianische

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 8:31:46 AM5/6/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> > Durch eine unverfehrte Rechenschwäche:
> >
> > Das tropische jahr ist ca. 11 Minuten kürzer als das Julianische Jahr.
> >
> > In ca. 128 Jahren ergibt das ein Zuviel des Julianischen Kalenders von
> > EINEM TAG.
>

> Dann entsprechen 256 Jahre zwei Tagen. Und weitere 128 Jahre entsprechen
> dem dritten Tag? Ich hab doch gewußt, daß irgendwas mit der Phantomzeit
> nicht stimmt: Die ist viel zu *kurz* berechnet. Sie dauerte 3 x 128
> Jahre = 384 Jahre und liegt damit in Zeiten, aus denen selbst Günter
> Funde kennt. Zum Beispiel die Münzen von Carolus Simplex. :-)

Du hättest nur weiterlesen müssen:

rdm

unread,
May 6, 2005, 9:02:52 AM5/6/05
to
Am Fri, 6 May 2005 08:20:05 +0200 schrieb Günter Lelarge:

> Ich habe nichts dergleichen entdecken können. Wiederhole einfach die
> Widerlegung, die du für eine hälst:
>
> Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
> die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!

Was denn nun, 13 oder 10 und vor allem seit Caesar oder im 16 Jahrhundert,
beides geht nicht und ersteres schon überhaupt nicht.

Ich vermute Du spielst auf Schaltjahren an, in einem Zeitraum von 300
Jahren gibt es aber AFAIK 72 Schaltjahre. Wie kommt man da um Himmelswillen
von 13 auf 10 oder umgekehrt (ich verstehe dass bis heute noch nicht ganz
mit der Phantomzeit außer dass Deine Berechnungen für sich gesehen meißtens
einen Haken haben oder widersprüchlich sind (oder ich bin zu blöd).

> Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> Jahre ZU WENIG korrigiert.

Bei 3 Tagen unterschied ob mit oder ohne Phantomzeit) hat man sich
höchstens um 12 Jahre vertan. Kann es sein das alle irgendwie ein bißchen
Recht haben? Ja, es gab eine Phantomzeit aber die war nur zwischen 8 und 16
Jahre lang?
Unabhängig davon, für 8 Jahre Erdengeschichte würde ich nicht so eine
Aufwand betreiben
;-P

rdm

Peter Veith

unread,
May 6, 2005, 9:39:49 AM5/6/05
to
"rdm" schrieb:

> Unabhängig davon, für 8 Jahre Erdengeschichte würde ich nicht so eine
> Aufwand betreiben
> ;-P

Soweit ich das mitbekommen habe - und insoweit wären für mich die
Phantomjahre nachvollziehbar - lag dahinter ein durchaus handfestes
materielles Interesse:

Der gesamte Eigentum an Grund und Boden beruht letztlich auf Raub. In
Europa wurde der Landraub weitgehend in der Phantomzeit "legalisiert",
durch Schenkungsurkunden Karl des Großen z.B.

Vielleicht gab es diese Schenkungen etc. gar nicht, bzw. wieso sollten
die plötzlich Raub legalisieren ... wäre doch genial es auf ein Phantom
zu schieben. Die Alten Griechen hätten vermutlich ihre
Schenkungsurkunden direkt von Zeus erhalten ;-)

Veith
--
"Ja, das Parlament ist eine Bühne, auf der das aufgeführt wird, was
vorher beschlossen wurde" (Verheugen, SPD, 1991)
http://DDR-LUFTWAFFE.de

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 11:09:55 AM5/6/05
to
Chris Leick <cerberu...@yahoo.de> wrote:

> > Bei 3 Tagen unterschied ob mit oder ohne Phantomzeit) hat man sich
> > höchstens um 12 Jahre vertan. Kann es sein das alle irgendwie ein bißchen
> > Recht haben? Ja, es gab eine Phantomzeit aber die war nur zwischen 8 und 16
> > Jahre lang?

> > Unabhängig davon, für 8 Jahre Erdengeschichte würde ich nicht so eine
> > Aufwand betreiben
>

> Nein.

Stimmt.

> Lies das:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitrechnung

Stimmt genauso wenig.

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 11:09:54 AM5/6/05
to
rdm <r...@nurfuerspam.de> wrote:

Ich auch nicht.

Der julianische Kalender sah ja Schalttage alle vier Jahre vor. Der
Gregoriansiche kalender verfeinerte die Schaltregl:

Das tropische Jahr ist 11 Minuten kürzer als das Juliansische: Das
addierte sich bis zur Kalenderreform auf 12,7 Tage, wobei ein Tag
Korrektur weniger für ca. 128 Jahre steht.

Da ist kein Haken:

Seit der Etablierung des Julianischen Kalenders bis zu seiner Korrektur
waren 13 Tage gebenüber dem Sonnenjahr zu viel angesammelt worden.
Wenn man jetzt mit _10_ Tagen korrigieren konnte, dann hatte man für 300
nicht existente Jahre nicht korrigiert...

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 3:02:48 PM5/6/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> > Eine seltsame Art, die Einsicht in Originalquellen zu kommentieren?
>

> Was sind Originalquellen? *Du* nennst doch Professoren sonst
> "Sesselpupser" und die Leser von Originalquellen
> "Fälschungssortierer".

Es geht hier nicht um Schenkungsurkunden, die vor 1122 keinen Sinn
machten - pder um Beifälschungen um ihnen ein winzigen Anstrich von
Echtheit zu verleihen. Es handelt sich um Äußerungen von
Wissenschaftlern zur Kalenderreform, die zeigen, dass man von einer
Korrektur auf den Zustand bei Einführung des Kalenders und von 13-15
Tage ausging.

Sesselpüuper udn Betrüger sind die, die so tun, als passte das zusammen,
was auch die verwirrte Encyklopedia Britannica nacheinander schnattert:

Die exakte Rechnung, wie man auf 13 Tage kommt - und das Nonchalante
Übergehen des gerade Gesagten bei der Mitteilung, man ahbe 10 Tage
ausfallen lassen :-)))

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 6, 2005, 3:02:49 PM5/6/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:


> > gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:
> >
> >
> >>>Durch eine unverfehrte Rechenschwäche:
> >>>
> >>>Das tropische jahr ist ca. 11 Minuten kürzer als das Julianische Jahr.
> >>>
> >>>In ca. 128 Jahren ergibt das ein Zuviel des Julianischen Kalenders von
> >>>EINEM TAG.
>

> 128 x 11 Minuten

Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden - macht ....

> = 1408 Minuten. 24 Stunden x 60 Minuten =
> 1440 Minuten.

> Das ergibt ein Zuviel des Julianischen Kalenders von 0,97
> Tage pro 128 Jahre.
>
> Bei 1628 Jahren : 128 ergibt sich ein Zuviel von 12,3 (und
> nicht von 12,7 oder gar 13 Jahren.

.... 12,7 Tage. Da nur ganze Schalttage möglich sind: 13 Tage.

> >>Dann entsprechen 256 Jahre zwei Tagen. Und weitere 128 Jahre entsprechen
> >>dem dritten Tag? Ich hab doch gewußt, daß irgendwas mit der Phantomzeit
> >>nicht stimmt: Die ist viel zu *kurz* berechnet. Sie dauerte 3 x 128
> >>Jahre = 384 Jahre und liegt damit in Zeiten, aus denen selbst Günter
> >>Funde kennt. Zum Beispiel die Münzen von Carolus Simplex. :-)
> >
> >
> > Du hättest nur weiterlesen müssen:
> >
> > Die zu vielen Tage waren Ende des 16. Jh. auf ca. 13 angewachsen.
>

> Nein. Sie waren 1582 auf 12,3 angewachsen, also auf ca. 12.

auf 12,7, als 13 Tage.



> > Dass der Kalender nach dem Überspringen von 10 Tagen korrigiert war,
> > spricht überdeutlich für weniger verflossene Zeit als die behaupteten
> > gut 1600 Jahre.
> >
> > "Der Julianische Kalender ging also in 1.626
>

> Richtig muß es heißen: 1628 Jahre

44 + 1528 = 1626.

Bis jetzt rechnest du Müll. Dich würde ich nur Bilder betrachten lassen.

> > Jahren um 12,7 Tage nach.
> > weil eine Korrektur nur in ganzen Schalttagen erfolgen konnte, wäre 1582
> > ein Überspringen von _13 Tagen_ notwendig gewesen (dies bestätigt Zemak
> > 1984, 126).
>

> Falsch. Wenn eine Korrektur nur in ganzen Schalttagen
> erfolgen konnte, hätten 1582 nur 12 Schalttage gestrichen
> werden können, denn der 13. ganze Schalttag war noch gar
> nicht erreicht.

Hatten wir schon. 12,7 wird aufgerundet = 13 Tage.

> > Tatsächlich sind aber nur 10 Tage übersprungen worden."
> >
> > (Heribert Illig: "Die christliche Zeitrechnung ist zu lang", in:
> > Zeitensprünge 1/1991)
>

> 1582 gab es ein "Zuviel" von 12,3 Tagen.

12,7.

> Wenn jeder
> Schalttag ein Zeitäquivalent von 128 Jahren bedeutet, dann
> entsprechen 12 Schalttage (die 0,3 können wir
> vernachlässigen, da nur ganze Schalttage berücksichtigt
> wurden) exakt 256 Jahren. Das ist deutlich kürzer als die
> von Illighs Proponendhen Lhelarghe behauptete Phantomzeit.
> Mit anderen Zahlen Ghünters ist dann die Phantomzeit
> deutlich länger. Aber das kennen wir schon von Jan. Bei ihm
> hat die Phantomzeitthese manchmal vier, manchmal aber auch
> drei Buchstaben.

Das ist ein echtes Problem.

Die Zahl der Jahre für die nicht korrigiert wurde, ist keines:

12,7 Schalttage entsprechen 345 Jahren +/- 64 Jahre.

> Egal, welche Zahlen Günter vorgibt - gerundet oder genau -
> *niemals* kommen in der Rechnung *297* Jahre heraus. Und
> schon gar nicht die Jahre 614 bis 911.

Du hast gerde gesehen, dass du pausenlos schrott schreibst, weil nciht
sein darf, was nciht sein kann.

> Die einzig logische Schlußfolgerung lautet also: Die von
> Illigh erfundene und von Lhelarghe bhrobonierdhe Phantomzeit
> ist Khäse.

Nur, wenn man so wenig rechnen kann als wäre man Bildbetrachter.

> Das kann man sogar in der Encyclopedia Britannica nachlesen.
> Allerdings nur, wenn man anders als Ghünter, Englisch kann.

Auch das ist Quatsch:

Die Britannica rechnet zunächst vor, dass Cäsars Kalender 1600 Jhare
ohne Korrektur in Verwenndung war und wie man zu Illigs Ergebnis kommt,
um es gleich danach zu vergessen, wenn das Milchmädchenergebnis genannt
wird:

"THE NEW ENCYCLOPAEDIA BRITANNICA (1985) schreibt unter dem Stichwort

"CALENDAR" zum "Julianischen Kalender, DER FÜR DIE NÄCHSTEN 1600
JAHRE BENUTZT WURDE": "Doch während dieser Zeit produzierte die


Unstimmigkeit zwischen dem Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem
Tropischen Jahr von 365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler. Die
Differenz wuchs mit einer Rate von 11 Minuten 14 Sekunden pro Jahr, bis
1545 volle 10 Tage betrug und das Konzil von Trient Papst Paul III. zu
einer Korrektur ermächtigte."
Ausgeführt wurde die Korrektur erst 37 Jahre später unter Gregor XIII.

Aber diese simple hier suggerierte Multiplikation ergibt ein falsches
Resultat:

1626 Jahre mit einer jeweiligen Diskrepanz von 674 sec ergeben 1095924

sec bzw (ein Tag hat 8400 sec) ca. 12,7 Tage!! Der Julianische Kalender
ging also in 1626 Jahren um 12,7 Tage nach. Weil eine Korrektur nur in
ganzen Schalttagen erfolgen konnte, wäre 1582 ein Überspringen von 13
Tagen notwenig gewesen (dies bestätigt Zemanek 1984, 126). Tatsächlich


sind aber nur 10 Tage übersprungen worden.

Die Chronologen haben zwei undurchsichtige Schleier über diese absolute

Michael Klemm

unread,
May 6, 2005, 3:54:22 PM5/6/05
to
Hallo Günter,
...

> Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden - macht ....

Es sind keine 674 Sekunden. In 400 Jahren hat der der julianische
Kalender 3 Schalttage mehr als der gregorianische. Das machen
in 1600 Jahren 3 mal 4 gleich 12 Tage. Illig schießt sich
von hinten durch die Brust um zu einem falschen Ergebnis zu kommen.

Gruß
Michael


gerd unverfehrt

unread,
May 6, 2005, 6:35:34 PM5/6/05
to
Günter Lelarge schrieb:

> gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:
>
>
>>>Eine seltsame Art, die Einsicht in Originalquellen zu kommentieren?
>>
>>Was sind Originalquellen? *Du* nennst doch Professoren sonst
>>"Sesselpupser" und die Leser von Originalquellen
>>"Fälschungssortierer".

Was sind "Originalquellen"?

> Es geht hier nicht um Schenkungsurkunden, die vor 1122 keinen Sinn
> machten - pder um Beifälschungen um ihnen ein winzigen Anstrich von
> Echtheit zu verleihen. Es handelt sich um Äußerungen von
> Wissenschaftlern

Ist Professor Franke multipersonal? Oder welche
Wissenschaftler meinst Du noch? Dich? Illig, Jan? Hans-E.,
der schweigt?

zur Kalenderreform, die zeigen, dass man von einer
> Korrektur auf den Zustand bei Einführung des Kalenders und von 13-15
> Tage ausging.

Oh! Schon wieder eine neue Zahl: 15 Tage. Das heißt übrigens
nicht "bei der Einführung des Kalenders". Einen Kalender
hatte man nämlich schon. Es muß heißen: "bei der
gregorianischen Kalenderreform".

Aber mal von solchen Kleinigkeiten abgesehen. Du behauptest
doch, daß die Verkürzung um 10 statt um 13 Schaltttage rund
300 Jahre aus der Zeitleiste herauskatapultiert haben. Und
nun hat Professor Franke nachgewiesen, daß sogar 15
Schalttage und damit grosso modo 5 Jahrhunderte
phantomzeitlich und damit implizit zwingend fundleer seien.
Was macht man aber dann mit Carolus Simplex, dessen Existenz
in dieser Phantomzeit II Münzen geprägt hat, wie in den
Zeitensprüngen nachgewiesen wurde?

Kannst Du Dich mal mit Dir einigen, ob es 13 oder 15
Schalttage waren?

> Sesselpüuper udn Betrüger sind die, die so tun, als passte das zusammen,
> was auch die verwirrte Encyklopedia Britannica nacheinander schnattert:
>
> Die exakte Rechnung, wie man auf 13 Tage kommt - und das Nonchalante
> Übergehen des gerade Gesagten bei der Mitteilung, man ahbe 10 Tage
> ausfallen lassen :-)))

Du solltest mal Deinen Blutdruck messen lassen. Orthographie
und Grammatik deuten auf bedenkliche Werte: So etwa 140 zu
220.

Mit Gruß
Unv.

Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 2:25:58 AM5/7/05
to

""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:

>
>>
>> Nur geht der liebe Herr Lelarge mit diesen äußerst sparsam um. Schade.
>
> Das hier könntest du aber nicht widerlegen, lieber Herr Busch:
>
> Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
> die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!

Wie kommst du auf die 13 Tage?

>
> Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> Jahre ZU WENIG korrigiert.
>

Wie genau lässt sich ein Korrekturbedarf eigentlich errechnen?

> Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
> zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
> belegt.

Ohne die Beantwortung meiner Fragen ist dieser Schluss verfrüht.


Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 2:58:05 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
> >
> >>
> >> Nur geht der liebe Herr Lelarge mit diesen äußerst sparsam um. Schade.
> >
> > Das hier könntest du aber nicht widerlegen, lieber Herr Busch:
> >
> > Seit Caesar ging der Kalender im 16. Jahrhundert ca. 13 Tage vor - ohne
> > die Zeit von 614 bis 911 aber nur 10 Tage!
>
> Wie kommst du auf die 13 Tage?

Ich hatte es (aus W. Franks Zeitensprünge-Beitrag) schon mal gepostet.
W. Franke beginnt seinen Aufsatz so:

"21. März - Datum der Frühlingstagundnachtgleiche zu
Zeiten Caesars, des 1. Nicaea-Konzils und der
Gregorianischen Kalenderreform 1582
Werner Frank

Dieser Beitrag ist ein Plädoyer dafür, dass die Argumentation von Illig
[ab 1991], die Gregorianische Kalenderreform und deren Zeitkürzung um 10
Tage zur Untermauerung seiner Phantomzeitthese heranzuziehen, richtig
ist. Zum Verständnis - und zur Beurteilung - ist allerdings die Kenntnis
einiger Fakten unbedingt notwendig, die im folgenden vorausgeschickt
werden.

1. Ein Kalender ist ein Hilfsmittel, um per Tageszählung
die astronomisch bedingten Jahreszeiten, repräsentiert durch die 4
Jahreseckpunkte - Frühlingstagundnachtgleiche, Sommersonnwende,
Herbsttagundnachtgleiche und Wintersonnwende - auf stets den gleichen
Zähltagen zu halten. Hierzu ist es notwendig, die Länge eines
Jahreszeitenzyklus - genauer: eines tropischen Jahres - möglichst genau
zu kennen. Die zwei Tagundnachtgleichen werden auch als Äquinoktien, die
beiden Sonnwenden als Solstitien bezeichnet.

2. Die Länge des tropischen Jahres - und nur dieses liegt
unserem bürgerlichen Kalender zugrunde - war bei der Kalenderreform von
Julius Caesar zu glatt mit (365 + _) Tagen angenommen worden, im
folgenden als julianisches Jahr bezeichnet. Diese Ungenauigkeit
bedeutet, dass die Frühlingstagundnachtgleiche jedes Jahr um etwa 6
Stunden rückwärts wandert, was nach 4 Jahren durch einen Schalttag
kompensiert wurde. (Schon Hipparch war ca. -150 bekannt, dass das Jahr
etwas kürzer war und rechnete mit einem Defizit von 5 Minuten).

3. Die Differenz zwischen tropischem und julianischem Jahr
ist 1252 in den Alphonsinischen Tafeln veröffentlicht worden, einem
Ephemeridenwerk, herausgegeben von König Alfons X. von Kastilien. Dort
wird die Jahreslänge als (365 + _ - 3/400) Tage bezeichnet. In Minuten
und Sekunden ausgedrückt, sind dies 365 Tage, 5 Stunden, 49 Minuten, 12
Sekunden, also ca. 11 Minuten weniger als das julianische Jahr
(aktueller Wert 48 min 46 sec).

4. Diese rund 11 Minuten addieren sich in 128 Jahren zu
einem vollen Tag, um den sich das astronomische Geschehen, die 4
Jahreseckpunkte gegen den Kalender verschieben, und zwar rückwärts, d.h.
die Äquinoktien und Solstitien liegen alle 128 Jahre einen Tag früher
als die ursprünglich einmal festgeschriebenen Daten. [...]"

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 2:58:04 AM5/7/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> zur Kalenderreform, die zeigen, dass man von einer
> > Korrektur auf den Zustand bei Einführung des Kalenders und von 13-15
> > Tage ausging.
>
> Oh! Schon wieder eine neue Zahl: 15 Tage. Das heißt übrigens
> nicht "bei der Einführung des Kalenders". Einen Kalender
> hatte man nämlich schon. Es muß heißen: "bei der
> gregorianischen Kalenderreform".
>
> Aber mal von solchen Kleinigkeiten abgesehen. Du behauptest
> doch, daß die Verkürzung um 10 statt um 13 Schaltttage rund
> 300 Jahre aus der Zeitleiste herauskatapultiert haben. Und
> nun hat Professor Franke nachgewiesen, daß sogar 15
> Schalttage und damit grosso modo 5 Jahrhunderte
> phantomzeitlich und damit implizit zwingend fundleer seien.
> Was macht man aber dann mit Carolus Simplex, dessen Existenz
> in dieser Phantomzeit II Münzen geprägt hat, wie in den
> Zeitensprüngen nachgewiesen wurde?
>
> Kannst Du Dich mal mit Dir einigen, ob es 13 oder 15
> Schalttage waren?

Das war nicht die Frage - und du bist der zweite _dumme_ Desinformant,
dem ich heute Morgen antworte. Fällt euch nciht auf, dass ihr euch ein
über das andere Mal zum Deppen machen müsst, weil ihr nur wohlfeilen und
allgegenwärtigen Mist glaubt?


Die Frage war, was sich die GUTACHTER DAMALS DACHTEN, wie das
Osterproblem zu lösen sei: dadruch dass man 12, 13, 14, oder 15 Tage
ausfallen lassen solle:

"Interessant ist zunächst die gutachterliche Reaktion auf das
Compendium. Wie viele Antworten eingingen, ist nicht genau zu ermitteln.
Kaltenbrunner nennt einige Namen. Zunächst referiert er ausführlich die
Stellungnahme des Wiener Ordinarius Fabricius [Kaltenbrunner 1877, 493].
Dieser

"meint, es sei der Natur der Sache viel angemessener, wenn der Stand
Julius Cäsars wiederhergestellt würde, mit dem sozusagen die Römische
Monarchie und die christliche Kirche begann. Demgemäß plädiert er für
die Auslassung von 13 Tagen" [ebd., 493].

Auch die Schriften von Bischof Hugolinus Martellus und des
venezianischen Musikdirektors Josephus Zerlinus enthalten die Forderung
nach 14 Tagen Korrektur [zitiert ebd., 494].

Schmid [1884, 64] berichtet in seiner Arbeit, dass sich die Paduaner
Professoren Macigni und Moleto mit Nachdruck dafür ausgesprochen haben,
das Äquinoktium auf den 25. März zu setzen. Es gab noch weitere
Gutachten, die eine größere Korrektur als die 10 Tage forderten; sie
schwankten zwischen 12 und 15 Tagen [ausführlich Schmid 1884, 65 f.].
In der Literatur nicht genannt werden folgende vier Stellungnahmen, die
mir in der Vatikanischen Bibliothek vorlagen. So sagt der Erzbischof von
Patras und Koadiutor von Siena, Alessandro Piccolomini, in seiner
Stellungnahme [Piccolomini 1578], dass das

"Äquinoktium auf irgend ein Datum, welches als angemessen angesehen
werden kann, zurückgesetzt werde (ich [Picolomini] jedoch werde zeigen,
daß der 24. oder 25. März allen anderen Vorschlägen vorzuziehen sei)"
[Übertragung W.F.].

Die Begründung zielt dann auf die Zeit, "da unser Erlöser seine irdische
Zeit durchlebte".
In die gleiche Richtung geht auch die Argumentation von Giovanni
Bernardo Rastelli, "Philosoph und Mathematiker in Perugia". Er schreibt:

"Zur Zeit Caesars und bevor Christus geboren wurde, lag das
Wintersolstitium auf dem 25. Dezember und das Frühlingsäquinoktium auf
dem 25. März, wie es bei Columella, Plinius, Macrobius und anderen
heißt; 1579 wird es am 10. März festgestellt, es ist somit dem 25. März
fast 15 Tage voraus" [Rastelli 1579].

Er schließt daraus, dass der Grund für dieses Zurückwandern eine kürzere
Jahreslänge als die Caesarianische ist und will 15 Tage ausgelassen
sehen. Er gibt also eine der wenigen astronomischen Begründungen.

Eine weitere Schrift, von Giorgio Caretti [1579], ex Marchionibus
Saonae. Iur. Cons. Serenissimi D.D. Ducis Mantuae, et Montisferratae
Senatoris, als commentariolus bezeichnet, plädiert für das Auslassen von
14 Tagen im Dezember 1580, um das Frühlingsäquinoktium auf den 24. März
zu bringen. Caretti nimmt an, dass dieses 1579 auf dem 10. März liegt.
Vorteil: keine Änderung der Sonntagsbuchstaben im Jahr 1580."

(W. Frank in den Zeitensprüngen)

angesichts der Dummheit meiner Kontrahenten speichere ich das besser
mal? wie oft, schätzt du, musst du das gepostet bekommen, bis du es
begreifst, Bildchengucker?

Günter
--
http://lelarge.de/register.html
Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 2:58:04 AM5/7/05
to
Michael Klemm <m_k...@t-online.de> wrote:

Nur für Dummköpfe und Desinformanten - oder beides in Personalunion:

_674 Sekunden_:

<http://www.google.com/search?client=safari&rls=de-de&q=%22674+sekunden%
22+jahr&ie=UTF-8&oe=UTF-8>

Du bist ein Desinformant.
Nur dumme Desinformanten fallen mit ihren Betrügereien auf.

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 3:22:16 AM5/7/05
to
Joachim Schmid <E94...@yahoo.de> wrote:

> Der Herr Privatdozent behauptet, nicht hier zu sein, aber ich habe das
> verdammte Gefühl, dass er heimlich mitliest.

In Zürich? Dort ist ein Treffen der Zeitensprüngler.

Dich interessieren im Thread über die Gregorianische Kalenderreform
nebenbei komische Sachen, Frau Schmitz?

Günter
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Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 3:38:05 AM5/7/05
to

""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gw05i3.juyrhr1ow3qp3N%gue...@lelarge.de...
> Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:
>
>> "Gregorianischer Kalender: wenn jedes 4. Jahr ein Schalttag eingefügt
>> wird, bleibt ein kleiner Fehler unbeachtet: das jahr ist nicht 365 1/2
>> Tage land, sondern ca. 11 Minuten kürzer. Diese Differenz summiert sich
>> in ca. 130 Jahren auf einen vollen Tag. Deshalb trat die (für die
>> Berechnung des Osterdatums wichtige) Frühjahrs-Tagundnachtgleiche schon
>> vor dem 21. März ein. Bis ins 16. Jahrhundert war die Differenz auf 10
>> Tage angewachen. ..."
>

Ich komme nach 131 Jahren auf einen vollen Tag. (24*60/11=130,91 Jahre)

> Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
> 1600 : 130. Rechne es doch nach!!

Da kommen 12 Tage raus...

> WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über
> Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
> korrigiert worden!

Ist es nicht denkbar, dass mit den damals zur Verfügung stehenden Methoden
der Korrekturbedarf für den Kalender nicht so genau errechnet werden konnte?
Schliesslich gab es später noch Korrekturen mit der Schaltjahrregelung, die
m. E. genau diese Unschärfe wieder wettmachen sollten.

>
> Günter
> --
> http://lelarge.de/register.html
>
>


Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 3:57:50 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:1gw05i3.juyrhr1ow3qp3N%gue...@lelarge.de...
> > Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:
> >
> >> "Gregorianischer Kalender: wenn jedes 4. Jahr ein Schalttag eingefügt
> >> wird, bleibt ein kleiner Fehler unbeachtet: das jahr ist nicht 365 1/2
> >> Tage land, sondern ca. 11 Minuten kürzer. Diese Differenz summiert sich
> >> in ca. 130 Jahren auf einen vollen Tag. Deshalb trat die (für die
> >> Berechnung des Osterdatums wichtige) Frühjahrs-Tagundnachtgleiche schon
> >> vor dem 21. März ein. Bis ins 16. Jahrhundert war die Differenz auf 10
> >> Tage angewachen. ..."
> >
>
> Ich komme nach 131 Jahren auf einen vollen Tag. (24*60/11=130,91 Jahre)

Das hatte ich gestern korrigiert:

Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden - macht ....

> > Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:


> > 1600 : 130. Rechne es doch nach!!
>
> Da kommen 12 Tage raus...

Immer noch: NEIN.

.... 12,7 Tage. Da nur ganze Schalttage möglich sind: 13 Tage.

> > WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über


> > Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
> > korrigiert worden!
>
> Ist es nicht denkbar, dass mit den damals zur Verfügung stehenden Methoden
> der Korrekturbedarf für den Kalender nicht so genau errechnet werden konnte?
> Schliesslich gab es später noch Korrekturen mit der Schaltjahrregelung, die
> m. E. genau diese Unschärfe wieder wettmachen sollten.

Nein. Da wurde nichts wettgemacht, was von einer Ungenauigkeit der
Berechnugn herrührt, sondern aus der Ungenauigkeit der Erdbewegung und
dem Unwillen der Erdbahn, sich nach unserer Uhr und Kalender zu richten.
:-)

Günter
--
http://lelarge.de/register.html

Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 4:03:59 AM5/7/05
to

""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:

>
>> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
>> news:1gw05i3.juyrhr1ow3qp3N%gue...@lelarge.de...
>> > Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:
>> >
>> >> "Gregorianischer Kalender: wenn jedes 4. Jahr ein Schalttag eingefügt
>> >> wird, bleibt ein kleiner Fehler unbeachtet: das jahr ist nicht 365 1/2
>> >> Tage land, sondern ca. 11 Minuten kürzer. Diese Differenz summiert
>> >> sich
>> >> in ca. 130 Jahren auf einen vollen Tag. Deshalb trat die (für die
>> >> Berechnung des Osterdatums wichtige) Frühjahrs-Tagundnachtgleiche
>> >> schon
>> >> vor dem 21. März ein. Bis ins 16. Jahrhundert war die Differenz auf 10
>> >> Tage angewachen. ..."
>> >
>>
>> Ich komme nach 131 Jahren auf einen vollen Tag. (24*60/11=130,91 Jahre)
>
> Das hatte ich gestern korrigiert:
>
> Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden - macht ....

128,2 Jahre?

>
>> > Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
>> > 1600 : 130. Rechne es doch nach!!
>>
>> Da kommen 12 Tage raus...
>
> Immer noch: NEIN.
>

1600/128,2=12,5 Tage, also 12 volle.

Wenn wir aber schon richtig rechnen: wieso sind es _genau_ 1600 Jahre?

> .... 12,7 Tage. Da nur ganze Schalttage möglich sind: 13 Tage.
>
>> > WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über
>> > Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
>> > korrigiert worden!
>>
>> Ist es nicht denkbar, dass mit den damals zur Verfügung stehenden
>> Methoden
>> der Korrekturbedarf für den Kalender nicht so genau errechnet werden
>> konnte?
>> Schliesslich gab es später noch Korrekturen mit der Schaltjahrregelung,
>> die
>> m. E. genau diese Unschärfe wieder wettmachen sollten.
>
> Nein. Da wurde nichts wettgemacht, was von einer Ungenauigkeit der
> Berechnugn herrührt, sondern aus der Ungenauigkeit der Erdbewegung und
> dem Unwillen der Erdbahn, sich nach unserer Uhr und Kalender zu richten.
> :-)


...was dasselbe ist, nur schöner formuliert... ;-)

Du hast keine nichts dazu gesagt, ob das damals so genau errechnet werden
konnte!

>
> Günter
> --
> http://lelarge.de/register.html


Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 4:08:15 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> > Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> > Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> > Jahre ZU WENIG korrigiert.
> >
>
> Wie genau lässt sich ein Korrekturbedarf eigentlich errechnen?

Auf Bruchteile von Sekunden.

> > Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
> > zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
> > belegt.
>
> Ohne die Beantwortung meiner Fragen ist dieser Schluss verfrüht.

Dessen Richtigkeit ist nicht davon abhängig, ob du imstande bist, die
Antworten auf die Fragen zu ergoogeln... :-)

Günter
--
http://lelarge.de/taz.html

Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 4:12:03 AM5/7/05
to

""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gw6s2x.zjaznao5fxmuN%gue...@lelarge.de...

Rechnen wir nochmal nach:

1582: Kalenderkorrektur

325: Konzil von Nicäa

1582-325= 1257 Jahre

674 fehlende Sekunden pro Jahr macht einen "fehlenden" Tag in 128,2 Jahren

1257/128,2=9,8 Tage, also ungefähr 10.

Die Kalenderreform taugt irgendwie nicht zm Nachweis der Phantomzeit...


Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 4:39:51 AM5/7/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
> > gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:
> >
> >
> >>Günter Lelarge schrieb:
> >>
> >>>gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:
> >>>
> >>>
> >>>
> >>>>>Durch eine unverfehrte Rechenschwäche:
> >>>>>
> >>>>>Das tropische jahr ist ca. 11 Minuten kürzer als das Julianische Jahr.
> >>>>>
> >>>>>In ca. 128 Jahren ergibt das ein Zuviel des Julianischen Kalenders von
> >>>>>EINEM TAG.
> >>
> >>128 x 11 Minuten
> >
> >
> > Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden
>

> Es sind also "ca. 674 Sekunden". Die "ca. 11 Minuten"
> stammen übrigens von Dir. Ich rechne nur mit Deinen Zahlen. :-)
>
> > - macht ....
>
> 1438 Minuten.


>
> >>Bei 1628 Jahren : 128 ergibt sich ein Zuviel von 12,3 (und
> >>nicht von 12,7 oder gar 13 Jahren.
>

> Gut. 12,7 Tage, Deine Selbstkorrektur auf 1438 Minuten
> berücksichtigt.
>
> > ..... 12,7 Tage. Da nur ganze Schalttage möglich sind: 13 Tage.
>
> Nein. Zum Zeitpunkt der Korrektur waren maximal 12,7
> Schalttage angefallen. Das sind *zwölf* und nicht *dreizehn*
> *ganze* Schalttage.


>
> >>>Du hättest nur weiterlesen müssen:
>
> >>>Die zu vielen Tage waren Ende des 16. Jh. auf ca. 13 angewachsen.
>

> > auf 12,7, als 13 Tage.
>

> Das sind amüsante Zahlenspielereien. Für Dich gilt also:
> circa 13 Tage = genau 13 Tage = genau 12,7 Tage. Wen willst
> Du denn mit solchen Taschenspielertricks beeindrucken?


>
> >>>Dass der Kalender nach dem Überspringen von 10 Tagen korrigiert war,
> >>>spricht überdeutlich für weniger verflossene Zeit als die behaupteten
> >>>gut 1600 Jahre.
>

> Und wie ist das mit den übersprungenen 15 Tagen, die
> Professor Frank in den Verliesen des Vatikans gefunden hat?
> Er widerlegt eine Phantomzeit von 614 bis 911 doch
> eindeutig. Oder irrt er?


>
> >>>"Der Julianische Kalender ging also in 1.626
> >>
> >>Richtig muß es heißen: 1628 Jahre
> >
> > 44 + 1528 = 1626.
>

> Erstens: 44 + 1528 ergibt mit einem in Göttingen amtlich
> zugelassenen Taschenrechner *1572* und nicht 1626. In
> Andernach gehen offenbar nicht nur die Uhren, sondern auch
> die Taschenrechner anders.
>
> Nur der Genauigkeit halber: Julianische Kalenderreform 46
> vor, gregorianische 1582 nach. Macht 1628 Jahre.


> >
> > Bis jetzt rechnest du Müll. Dich würde ich nur Bilder betrachten lassen.
>

> Deswegen ist mir ja auch "44 + 1528 = 1626" aufgefallen. :-)


>
> >>>Jahren um 12,7 Tage nach.
> >>>weil eine Korrektur nur in ganzen Schalttagen erfolgen konnte, wäre 1582
> >>>ein Überspringen von _13 Tagen_ notwendig gewesen (dies bestätigt Zemak
> >>>1984, 126).
>

> Mir ist ehrlich gesagt scheißegal, was ein mir unbekannter
> Herr Zemak bestätigt. Am Tage der gregorianischen
> Kalenderreform waren 12 ganze Schalttage überfällig
> geworden. Und wenn nur ganze Schalttage korrigiert wurden,
> wie Du unentwegs beteuerst: Dann waren es zwölf. Denn 13
> ganze Schalttage gab es 1582 nicht. Den 13. gab es erst
> knapp 40 Jahre später. Die einzige logische Schlußfolgerung
> daraus lautet, daß Illigs Phantomzeitthese in die Tonne gehört.


>
>
> > Hatten wir schon. 12,7 wird aufgerundet = 13 Tage.
>

> Nix wird aufgerundet? Oder hast Du dafür eine vatikanische
> oder sonstige Quelle, in der von Aufrundung die Rede ist?


>
> >>Wenn jeder
> >>Schalttag ein Zeitäquivalent von 128 Jahren bedeutet, dann
> >>entsprechen 12 Schalttage (die 0,3 können wir
> >>vernachlässigen, da nur ganze Schalttage berücksichtigt
> >>wurden) exakt 256 Jahren. Das ist deutlich kürzer als die
> >>von Illighs Proponendhen Lhelarghe behauptete Phantomzeit.
> >>Mit anderen Zahlen Ghünters ist dann die Phantomzeit
> >>deutlich länger. Aber das kennen wir schon von Jan. Bei ihm
> >>hat die Phantomzeitthese manchmal vier, manchmal aber auch
> >>drei Buchstaben.
>
> > Das ist ein echtes Problem.
>

> Aber nicht das einzige.


>
> > Die Zahl der Jahre für die nicht korrigiert wurde, ist keines:
> >
> > 12,7 Schalttage entsprechen 345 Jahren +/- 64 Jahre.
>

> Und das ergibt 297 Jahre? Genau von 614 bis 911?
> Bei einer Fehlerquote nach oben und unten (+/- jeweils mehr
> als 20 %) von fast 50 %? Günter, Du hast einen Ratsch am Kappes


>
> >>Egal, welche Zahlen Günter vorgibt - gerundet oder genau -
> >>*niemals* kommen in der Rechnung *297* Jahre heraus. Und
> >>schon gar nicht die Jahre 614 bis 911.
>
> > Du hast gerde gesehen, dass du pausenlos schrott schreibst, weil nciht
> > sein darf, was nciht sein kann.
>

> *Das* Argument kenne ich schon von meinen Freunden Heribert
> und Jan. Nun rechne doch einfach mal die 297 Jahre vor.
> Drückst Du Dich, ist die Diskussion erledigt. Und ich weiß
> jetzt schon, daß die Diskussion erledigt ist, weil, mein
> Freund Günter, Du als Phrobhonedh Heribert Illigs Dich um
> eine nachvollziehbare Rechnung drücken wirst - und mußt.

Du redst pausenlos Schrott und würdest besser in den Zietensprüngen
nachlesen, als selber Taschenrechnereien zu versuchen, unverfehrter
Bildchengucker:

"Schaltjahre hatte bereits Julius Cäsar im Jahr ********44******** vor
Christus mit dem Julianischen Kalender eingeführt: Danach war jedes
vierte Jahr ein Schaltjahr, das macht eine Jahreslänge von 365 Tagen
plus einem Viertel Tag, also 365,25 Tagen.
Zum 15. Oktober 1582 reformierte Papst Gregor XIII. den Julianischen
Kalender und führte den Gregorianischen Kalender ein."

<http://www.quarks.de/zeit/0203.htm>

Damidh sind deine Gaukeleien hinfällig, Unvherfert.

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 4:48:55 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:1gw6s2x.zjaznao5fxmuN%gue...@lelarge.de...
> > Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
> >
> >> > Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> >> > Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> >> > Jahre ZU WENIG korrigiert.
> >> >
> >>
> >> Wie genau lässt sich ein Korrekturbedarf eigentlich errechnen?
> >
> > Auf Bruchteile von Sekunden.
> >
> >> > Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur, die
> >> > zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
> >> > belegt.
> >>
> >> Ohne die Beantwortung meiner Fragen ist dieser Schluss verfrüht.
> >
> > Dessen Richtigkeit ist nicht davon abhängig, ob du imstande bist, die
> > Antworten auf die Fragen zu ergoogeln... :-)
>
> Rechnen wir nochmal nach:
>
> 1582: Kalenderkorrektur
>
> 325: Konzil von Nicäa

Ein Konzil. Fein. Und?

> 1582-325= 1257 Jahre
>
> 674 fehlende Sekunden pro Jahr macht einen "fehlenden" Tag in 128,2 Jahren
>
> 1257/128,2=9,8 Tage, also ungefähr 10.

12,7 Tage für 1626 zu korrigierende Jahre.

Dass die 10 Tage-Korrektur falsch ist, sahen auch die Gutachter
dunnemals:

(W. Frank in den Zeitensprüngen 1/2005)

Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 4:46:40 AM5/7/05
to
"Stephan Peuckmann" <je...@lebowski.net> schrieb im Newsbeitrag
news:427c7979$0$28289$9b62...@news.freenet.de...


Und wenn ich mir das so recht überlege: obige Rechnung zeigt eigentlich sehr
eindrucksvoll, dass zwischen 325 und 1582 tatsächlich 1257 Jahre vergangen
sind. Das ist wohl der Beleg dafür, dass es nie eine Phantomzeit gab.

So gesehen hat der Kollege Lelarge ein Eigentor geschossen und sich
eindrucksvoll selbst widerlegt.

Was wird nun Illig dazu sagen, dass ihn sein eigener Jünger entlarvt?


Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 4:55:05 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
> >
> >> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
> >> news:1gw05i3.juyrhr1ow3qp3N%gue...@lelarge.de...
> >> > Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:
> >> >
> >> >> "Gregorianischer Kalender: wenn jedes 4. Jahr ein Schalttag eingefügt
> >> >> wird, bleibt ein kleiner Fehler unbeachtet: das jahr ist nicht 365 1/2
> >> >> Tage land, sondern ca. 11 Minuten kürzer. Diese Differenz summiert
> >> >> sich
> >> >> in ca. 130 Jahren auf einen vollen Tag. Deshalb trat die (für die
> >> >> Berechnung des Osterdatums wichtige) Frühjahrs-Tagundnachtgleiche
> >> >> schon
> >> >> vor dem 21. März ein. Bis ins 16. Jahrhundert war die Differenz auf 10
> >> >> Tage angewachen. ..."
> >> >
> >>
> >> Ich komme nach 131 Jahren auf einen vollen Tag. (24*60/11=130,91 Jahre)
> >
> > Das hatte ich gestern korrigiert:
> >
> > Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden - macht ....
>
> 128,2 Jahre?

> >> > Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
> >> > 1600 : 130. Rechne es doch nach!!
> >>
> >> Da kommen 12 Tage raus...
> >
> > Immer noch: NEIN.
> >
>
> 1600/128,2=12,5 Tage, also 12 volle.

1626 Jahre ergeben 12,7 Tage Fehllauf.

Da sind 13 Tage eine bessere Nähreung (mehr als eine Näherung ist eh
nicht möglich!)

Jedenfalls sind 10 Tage FALSCH.

>
> Wenn wir aber schon richtig rechnen: wieso sind es _genau_ 1600 Jahre?
>
> > .... 12,7 Tage. Da nur ganze Schalttage möglich sind: 13 Tage.
> >
> >> > WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über
> >> > Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
> >> > korrigiert worden!
> >>
> >> Ist es nicht denkbar, dass mit den damals zur Verfügung stehenden
> >> Methoden
> >> der Korrekturbedarf für den Kalender nicht so genau errechnet werden
> >> konnte?
> >> Schliesslich gab es später noch Korrekturen mit der Schaltjahrregelung,
> >> die
> >> m. E. genau diese Unschärfe wieder wettmachen sollten.
> >
> > Nein. Da wurde nichts wettgemacht, was von einer Ungenauigkeit der
> > Berechnugn herrührt, sondern aus der Ungenauigkeit der Erdbewegung und
> > dem Unwillen der Erdbahn, sich nach unserer Uhr und Kalender zu richten.
> > :-)
>
>
> ...was dasselbe ist, nur schöner formuliert... ;-)
>
> Du hast keine nichts dazu gesagt, ob das damals so genau errechnet werden
> konnte!

Doch, habe ich.

Günter
--
http://lelarge.de/gegenwart.html

Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 4:50:32 AM5/7/05
to
""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gw6tp1.1yiecvn21v43N%gue...@lelarge.de...

Das Konzil von Nicäa legte das Frühlingsäquinotium auf den 21. März.

Deine Quellen da oben wollen es auf den 24. März bringen mit 13 Tagen
Korrektur. Mit 10 Tagen kam es aber auf den 21. März, wie es das Konzil
festgelegt hat. Ergo: es passt alles, keine Phantomzeit...

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 5:15:04 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:


> >
> >> Ich komme nach 131 Jahren auf einen vollen Tag. (24*60/11=130,91 Jahre)
> >>

> >> > Falsch. Sie war auf ca. 13 Tage angewachsen:
> >> > 1600 : 130. Rechne es doch nach!!
> >>
> >> Da kommen 12 Tage raus...
> >

> > Ich hatte dir schon dsg geantwortet und dort angemerkt, dass ich exakt
> > diesen unverfehrten Irrtum bereits korrigiert habe:
> >
> > Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden - macht .... 12,7


> > Tage. Da nur ganze Schalttage möglich sind: 13 Tage.
> >
> >> > WENN aber 10 Tage auch reichten, den Zustand des Sternenhimmels über
> >> > Julius Cäsar wieder herzustellen, dann war für ca. 300 Jahre nicht
> >> > korrigiert worden!
> >>
> >> Ist es nicht denkbar, dass mit den damals zur Verfügung stehenden
> >> Methoden
> >> der Korrekturbedarf für den Kalender nicht so genau errechnet werden
> >> konnte?
> >

> > Man konnte sehr exakt - schon im Altertum.
>
> Wie genau?

Ganz genau :-)

Es geht um die exakte Bestimmung der Ost-West-Richtung.
Die Kanten der Cheops sind exakt ausgerichtet.
Die Möglichkeiten zu zeiten des Augustus demonstriert die Sonnenuhr des
Augustus, deren Schattenwurf exakt der Äauinoktiallinie folgt.

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 5:15:04 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> "Stephan Peuckmann" <je...@lebowski.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:427c7979$0$28289$9b62...@news.freenet.de...
> >
> > ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
> > news:1gw6s2x.zjaznao5fxmuN%gue...@lelarge.de...
> >> Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
> >>
> >>> > Als man nun mit dem Überspringen von 10 Tagen den Sternenhimmel über
> >>> > Cäsar wiederhergestellt hatte, hatte man ganz offensichtlich für 300
> >>> > Jahre ZU WENIG korrigiert.
> >>> >
> >>>
> >>> Wie genau lässt sich ein Korrekturbedarf eigentlich errechnen?
> >>
> >> Auf Bruchteile von Sekunden.
> >>
> >>> > Der einzig mögliche Schluss daraus ist, dass die falsche Korrektur,
> >>> > die
> >>> > zum richtigen Ergebnis führte, die Nichtexistenz dreier Jahrhunderte
> >>> > belegt.
> >>>
> >>> Ohne die Beantwortung meiner Fragen ist dieser Schluss verfrüht.
> >>
> >> Dessen Richtigkeit ist nicht davon abhängig, ob du imstande bist, die
> >> Antworten auf die Fragen zu ergoogeln... :-)
> >
> > Rechnen wir nochmal nach:
> >
> > 1582: Kalenderkorrektur
> >
> > 325: Konzil von Nicäa

381 1. Konzil von Konstantinopel

Und?

> > 1582-325= 1257 Jahre

> > 674 fehlende Sekunden pro Jahr macht einen "fehlenden" Tag in 128,2 Jahren
> >
> > 1257/128,2=9,8 Tage, also ungefähr 10.
> >
> > Die Kalenderreform taugt irgendwie nicht zm Nachweis der Phantomzeit...

Sie erweist lediglich, dass Cäsars Kalender durch 13 ausgefallene Tage
hätte korrigiert werden müssen. Eine Korrektur mit 10 Tagen wäre (war!)
nur möglich, wenn (weil!) zwischen Cäsar und Gregor 300 Jahre weniger
verstrichen wären.

> Und wenn ich mir das so recht überlege: obige Rechnung zeigt eigentlich sehr
> eindrucksvoll, dass zwischen 325 und 1582 tatsächlich 1257 Jahre vergangen
> sind. Das ist wohl der Beleg dafür, dass es nie eine Phantomzeit gab.

Wieso ist ein Konzil ein Beleg für irgendwas?

Es geht um den Julianischen Kalender, keinen Nicänischen - oder gibts
den?



> So gesehen hat der Kollege Lelarge ein Eigentor geschossen und sich
> eindrucksvoll selbst widerlegt.

Was kommt dir eindrucksvoll vor? Dass die Zeitgenossen Gregors meinten,
dass zur Wiederherstellung des Julianscihen Kalenders mehr als 10 Tage
notwendig seien?

> Was wird nun Illig dazu sagen, dass ihn sein eigener Jünger entlarvt?

Kannst du das bitte erklären?

Günter
--
http://lelarge.de/simplex.html

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 5:17:58 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> Das Konzil von Nicäa legte das Frühlingsäquinotium auf den 21. März.

Nenne eine zeitgenössische Quelle!

Günter
--
http://lelarge.de

Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 5:40:50 AM5/7/05
to
""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gw6vb7.ap9ugv98f7ymN%gue...@lelarge.de...

> Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
>
>> Das Konzil von Nicäa legte das Frühlingsäquinotium auf den 21. März.
>
> Nenne eine zeitgenössische Quelle!
>

http://www.osterseiten.de/brauchtum/fruehlingsvollmond/home.html

Dort heisst es:

"Für die Zwecke der Berechnung des Osterdatums nach dem Beschluss des
Konzils von Nicäa legte Dionysius Exiguus im Jahre 525 zusätzlich fest:

Frühlingsanfang ist immer am 20. März um 0 Uhr (weil im Jahre des Konzils
von Nicäa 325 Frühlingsanfang am 20.3. war)."

Auf der gleichen Seite findest du zum selben Thema noch den 21. März
erwähnt, diese kleine Inkonsistenz tut der Sache aber keinen Abbruch.

Tatsache ist jedoch, dass vom Fixpunkt 20. (oder 21.) März ausgegangen wird
und die Kalenderkorrektur 1582 die Verhältnisse von 325 wieder herstellen
sollte.

"Da der julianische Kalender jedoch länger als das astronomische Sonnenjahr
ist (Differenz: 0,0078 Tage), rückte der Kalender mit dem 21. März als dem
ursprünglichen Datum des Primar-Äquinoktiums immer weiter weg von dem
Zeitpunkt des tatsächlichen Eintritts dieses astronomischen Ereignisses.
Schließlich war es soweit gekommen, dass das Primar-Äquinoktium im Jahre
1582 schon am 11. März stattfand." (http://de.wikipedia.org/wiki/Kalender)

Das diese 10 Tage stimmig sind, habe ich ja schon vorgerechnet.


Joachim Schmid

unread,
May 7, 2005, 6:19:04 AM5/7/05
to
Hallo Stephan,

willkommen in dsg! Du scheinst neu dazu gekommen zu sein, deswegen der
kleine Hinweis: Lelarge nervt diese Gruppe seit Jahren mit seinen
verdrehten Behauptungen. Die ganze Phantomzeitdebatte sind hier off
topic, dafür wurde de.sci.alternativ eingerichtet, auch wenn das Lelalli
nicht passt. Bitte GL in dsg ignorieren, es nervt hier nur noch. Leider
versucht er permanent, sein Thema hier rein zu drücken - auch mit
heimlichen F'ups. Daher bitte auf seine Header aufpassen.

Deine fundierten Ausführungen zu lesen ist eine Freude, aber bei GL sind
sie Perlen vor die Säue geworfen: Der und seine Zeithopser-Freunde sind
nun mal als Fanatiker völlig diskussionsunfähig und erkenntnisresistent.

F'up2 dasv - Lelarges neuer Heimat

Joachim

Michael Klemm

unread,
May 7, 2005, 6:58:20 AM5/7/05
to
Hallo Günter,

> > > Es sind keine 11 Minuten. Es sind ca. 674 Sekunden - macht ....
> >
> > Es sind keine 674 Sekunden. In 400 Jahren hat der der julianische
> > Kalender 3 Schalttage mehr als der gregorianische. Das machen
> > in 1600 Jahren 3 mal 4 gleich 12 Tage. Illig schießt sich
> > von hinten durch die Brust um zu einem falschen Ergebnis zu kommen.
>
> Nur für Dummköpfe und Desinformanten - oder beides in Personalunion:
>
> _674 Sekunden_:

Richtig, Dummköpfe und Desinformanten benutzen den Wert von 674 Sekunden,
Informierte ziehen dagegen das "vernal equinox year" von 365.2424 Tagen
heran, weil es hier um das Frühjahrsäquinoktium geht. Die Diffenz zum
mittleren julianischen Jahr kumuliert in 1600 Jahren zu
1600*0.0076 = 12.16 Tagen.

Gruß
Michael


Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 7:45:16 AM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:1gw6vb7.ap9ugv98f7ymN%gue...@lelarge.de...
> > Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
> >
> >> Das Konzil von Nicäa legte das Frühlingsäquinotium auf den 21. März.
> >
> > Nenne eine zeitgenössische Quelle!
> >
>
> http://www.osterseiten.de/brauchtum/fruehlingsvollmond/home.html
>
> Dort heisst es:
>
> "Für die Zwecke der Berechnung des Osterdatums nach dem Beschluss des
> Konzils von Nicäa legte Dionysius Exiguus im Jahre 525 zusätzlich fest:
>
> Frühlingsanfang ist immer am 20. März um 0 Uhr (weil im Jahre des Konzils
> von Nicäa 325 Frühlingsanfang am 20.3. war)."

Was da vom Brauchtums-Steiten-Betreiber eingefügt wurde, ist aus unserem
Jahrtausend.

Nennst du bitte was Zeitgenössisches, dem zu entnehmen ist, was auf dem
Konzil von Nicäa kalendermäßig festgeglet wurde?

> Auf der gleichen Seite findest du zum selben Thema noch den 21. März
> erwähnt, diese kleine Inkonsistenz tut der Sache aber keinen Abbruch.
>
> Tatsache ist jedoch, dass vom Fixpunkt 20. (oder 21.) März ausgegangen wird
> und die Kalenderkorrektur 1582 die Verhältnisse von 325 wieder herstellen
> sollte.

Welchen zeitgenössischen Q!uellen ist denn zu entnehmen, wie die
Verhältnisse 325 waren?

> "Da der julianische Kalender jedoch länger als das astronomische Sonnenjahr
> ist (Differenz: 0,0078 Tage), rückte der Kalender mit dem 21. März als dem
> ursprünglichen Datum des Primar-Äquinoktiums immer weiter weg von dem
> Zeitpunkt des tatsächlichen Eintritts dieses astronomischen Ereignisses.
> Schließlich war es soweit gekommen, dass das Primar-Äquinoktium im Jahre
> 1582 schon am 11. März stattfand." (http://de.wikipedia.org/wiki/Kalender)
>
> Das diese 10 Tage stimmig sind, habe ich ja schon vorgerechnet.

Wie gesagt: Woher weißt du, was 325 war?
Auf dem Konzil wurde nichts beschlossen, was irgendwie den Kalender
tangiert hätte.

[Wikipedia]

Die Enzyklopedia Britannica schrieb 1986 :

"[Julianischen Kalender] ***DER FÜR DIE NÄCHSTEN 1600
JAHRE BENUTZT WURDE***": "Doch während dieser Zeit produzierte die


Unstimmigkeit zwischen dem Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem
Tropischen Jahr von 365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler. Die
Differenz wuchs mit einer Rate von 11 Minuten 14 Sekunden pro Jahr, bis
1545 volle 10 Tage betrug und das Konzil von Trient Papst Paul III. zu
einer Korrektur ermächtigte."
Ausgeführt wurde die Korrektur erst 37 Jahre später unter Gregor XIII.

Diese simple hier suggerierte Multiplikation ergibt ein falsches
Resultat:" (Illig)

...nämlich 13 Tage.


Günter
--
http://lelarge.de

Message has been deleted

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 9:32:53 AM5/7/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Oder 10! :-)
>
> Aber schön, daß Du die Katze aus dem Sack gelassen hast. Ich
> habe schon darauf gewartet. Ziel der gregorianischen Reform
> war, wie Du so schön schreibst, das "Osterproblem" zu lösen.

> Da ist kein Wort davon, den reformierten Kalender bei
> Cäsar beginnen zu lassen.

Pustekuchen.

"Allen diesen Gutachten [im Vorfeld der Kalenderreform] ist gemeinsam,
dass sie zwar die neue zusätzliche Schaltregel begrüßen, aber heftig
gegen die 10 auszulassenden Tage opponieren. Zusammengefasst lautet die
Argumentation: Wenn schon das Äquinoktium zurückgesetzt werden muss,
dann unter Auslassen von 13 oder besser 14 Tagen auf den 25. März, 'da,
wo es zur Zeit Caesars bzw. zur Zeit des Kreuzestodes unsere Herrn Jesus
Christus lag'. [kein wörtliches Zitat, sondern aus den verschiedenen
Gutachten zusammengefasst; W.F.] ."

(W. Frank in den Zeitensprüngen 1/2005)

Günter
--
http://lelarge.de/register.html

gerd unverfehrt

unread,
May 7, 2005, 9:51:05 AM5/7/05
to
Ralf Kusmierz schrieb:

> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Stephan Peuckmann schrieb:


>
>
>>>>Das Konzil von Nicäa legte das Frühlingsäquinotium auf den 21. März.
>>>
>>>Nenne eine zeitgenössische Quelle!
>>
>>http://www.osterseiten.de/brauchtum/fruehlingsvollmond/home.html
>>Dort heisst es:
>>"Für die Zwecke der Berechnung des Osterdatums nach dem Beschluss des
>>Konzils von Nicäa legte Dionysius Exiguus im Jahre 525 zusätzlich fest:
>>Frühlingsanfang ist immer am 20. März um 0 Uhr (weil im Jahre des Konzils
>>von Nicäa 325 Frühlingsanfang am 20.3. war)."
>
>

> Wo denn, im "liber paschate"? Kann man dazu mal die betreffende Stelle
> im Original haben?

Die betreffende Stelle kann ich jetzt nicht raussuchen. Den
lateinischen Originaltext gibt es hier:

<http://hermes.ulaval.ca/~sitrau/calgreg/denys.html>

Eine kommentierte englische Übersetzung gibt es hier:

<http://the-light.com/cal/DionysiusArgumenta.txt>

Eine *sehr* Seite zu Dionysius Exiguus (mit einem
inhaltsreichen Links zum Konzil von Nicaea, Osterberechnung
usw.) hier

<http://www.buybookonline.net/d/di/dionysius_exiguus.html>

Mit Gruß
Unv.

>
>
> Gruß aus Bremen
> Ralf

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 11:28:15 AM5/7/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> > Wo denn, im "liber paschate"? Kann man dazu mal die betreffende Stelle
> > im Original haben?
>
> Die betreffende Stelle kann ich jetzt nicht raussuchen. Den
> lateinischen Originaltext gibt es hier:
>
> <http://hermes.ulaval.ca/~sitrau/calgreg/denys.html>
>
> Eine kommentierte englische Übersetzung gibt es hier:
>
> <http://the-light.com/cal/DionysiusArgumenta.txt>
>
> Eine *sehr* Seite zu Dionysius Exiguus (mit einem
> inhaltsreichen Links zum Konzil von Nicaea, Osterberechnung
> usw.) hier
>
> <http://www.buybookonline.net/d/di/dionysius_exiguus.html>

Dionysius ist eine zeitgenössische Quelle?

Tatsache ist, dass es keinerlei zeitgenössische Hinweise dafür gibt,
dass der 21. März oder der Kalender auf dem Konzil irgendeine Rolle
spielte - und die Gutachten, die Gregor anforderte bei der Korrektur des
Kalenders dessen Einführungstermin favorisierten: Das Jahr 44
<http://www.quarks.de/zeit/0203.htm>

Günter
--
http://lelarge.de/

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 12:32:04 PM5/7/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Sag ich doch, ohne den Aufsatz von W.F. gelesen zu haben
> oder obiges Zitat zu kennen: Eine Möglichkeit ist "zur Zeit
> des Kreuzestodes unseres Herrn" = 12 Tage.
>
> Eine zweite Möglichkeit ist, wie geschehen, das Konzil von
> Nicaea = 10 Tage.

Während Christi Geburt zeitlich bei dem einführungdatum des Kalenders
leigt, tut das das 4. Jahrhundert n. Chr. nicht.

Es gibt und nicht den geringsten Anlass, auf einen Tag im 4. Jh. zu
korrigieren!
Der Fehler war, wie die Britannica ja auch schreibt, seit Beginn des
Kalenders aufgelaufen:

"[Julianischen Kalender,] der für die nächsten 166 Jahre benutzt wurde":

"Doch während dieser Zeit produzierte die Unstimmigkeit zwischen dem
Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem Tropischen Jahr von
365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler. Die Differenz wuchs mit
einer Rate von 11 Minuten 14 Sekunden pro Jahr, bis 1545 volle 10 Tage
betrug und das Konzil von Trient Papst Paul III. zu einer Korrektur
ermächtigte." Ausgeführt wurde die Korrektur erst 37 Jahre später unter
Gregor XIII.

Diese simple hier suggerierte Multiplikation ergibt ein _falsches_

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 1:27:18 PM5/7/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Sag ich doch, ohne den Aufsatz von W.F. gelesen zu haben
> oder obiges Zitat zu kennen: Eine Möglichkeit ist "zur Zeit
> des Kreuzestodes unseres Herrn" = 12 Tage.
>
> Eine zweite Möglichkeit ist, wie geschehen, das Konzil von
> Nicaea = 10 Tage.

Während Christi Geburt zeitlich nahe dem Einführungdatum des
Juliansichen Kalenders liegt, tut das das 4. Jahrhundert n. Chr. nicht!

Es gibt und gab nicht den geringsten Anlass, auf einen Tag im 4. Jh. zu
korrigieren! Der Fehler war, wie die Britannica ja auch schreibt, _seit
Einführung_ des Julianischen Kalenders aufgelaufen:

Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 1:43:00 PM5/7/05
to
""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gw70kt.7dyazb1q242lN%gue...@lelarge.de...

> Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
>
>> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
>> news:1gw6vb7.ap9ugv98f7ymN%gue...@lelarge.de...
>> > Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
>> >
>> >> Das Konzil von Nicäa legte das Frühlingsäquinotium auf den 21. März.
>> >
>> > Nenne eine zeitgenössische Quelle!
>> >
>>
>> http://www.osterseiten.de/brauchtum/fruehlingsvollmond/home.html
>>
>> Dort heisst es:
>>
>> "Für die Zwecke der Berechnung des Osterdatums nach dem Beschluss des
>> Konzils von Nicäa legte Dionysius Exiguus im Jahre 525 zusätzlich fest:
>>
>> Frühlingsanfang ist immer am 20. März um 0 Uhr (weil im Jahre des Konzils
>> von Nicäa 325 Frühlingsanfang am 20.3. war)."
>
> Was da vom Brauchtums-Steiten-Betreiber eingefügt wurde, ist aus unserem
> Jahrtausend.
>
> Nennst du bitte was Zeitgenössisches, dem zu entnehmen ist, was auf dem
> Konzil von Nicäa kalendermäßig festgeglet wurde?
>

Was zeitgenössisches??? Bedaure, aber ich kenne niemanden, der 325 schon
erwachsen war.

Nicht mal Illig war es, nehme ich an.

Wie dem auch sei: du popelst in der geschichte rum, aber den
Grundrechenarten bist du kein bisschen aufgeschlossen gegenüber. Das passt
nicht zusammen.

>> Auf der gleichen Seite findest du zum selben Thema noch den 21. März
>> erwähnt, diese kleine Inkonsistenz tut der Sache aber keinen Abbruch.
>>
>> Tatsache ist jedoch, dass vom Fixpunkt 20. (oder 21.) März ausgegangen
>> wird
>> und die Kalenderkorrektur 1582 die Verhältnisse von 325 wieder herstellen
>> sollte.
>
> Welchen zeitgenössischen Q!uellen ist denn zu entnehmen, wie die
> Verhältnisse 325 waren?
>

Wieso zweifelst du an, das 325 wirklich 325 war? Deine Argumentationsweise
erregt mehr Mitleid als Kririk...

Ach, der war 325 (oder 44 v. Ch.) dabei??? So als zeitgenössische Quelle?

> ...nämlich 13 Tage.

Bullfug! Ich glaube, du kannst es nicht mehr begreifen. Weil nicht sein
kann, was nicht sein darf.

Jeder aufrecht gehende Mensch, der halbwegs mit dem Taschenrechner umgehen
kann, wird spätenstens nach dem 5. Versuch auf 9,8, also 10 Tage kommen.


Stephan Peuckmann

unread,
May 7, 2005, 1:46:49 PM5/7/05
to

"gerd unverfehrt" <gun...@gwdg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3e3vebF...@individual.net...

Ums kurz zu machen: unterstützt du meine Argumentation?


Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 2:27:35 PM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> > Was da vom Brauchtums-Steiten-Betreiber eingefügt wurde, ist aus unserem
> > Jahrtausend.
> >
> > Nennst du bitte was Zeitgenössisches, dem zu entnehmen ist, was auf dem
> > Konzil von Nicäa kalendermäßig festgeglet wurde?
> >
>
> Was zeitgenössisches??? Bedaure, aber ich kenne niemanden, der 325 schon
> erwachsen war.

Ich schon: Teilnehmer des konzils. Es gibt erhaltene Briefe: Da steht
nichts von dem, was du behauptest.

> Nicht mal Illig war es, nehme ich an.
>
> Wie dem auch sei: du popelst in der geschichte rum, aber den
> Grundrechenarten bist du kein bisschen aufgeschlossen gegenüber. Das passt
> nicht zusammen.

Aber sicher bin ich das. die Britannica scheint ihre probleme zu haben.
Rechne mal nach:
[Julianischer Kalender] DER FÜR DIE NÄCHSTEN 1600
JAHRE BENUTZT WURDE:

"Doch während dieser Zeit produzierte die
Unstimmigkeit zwischen dem Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem
Tropischen Jahr von 365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler."

- "Während dieser Zeit" = 1600 Jahre.
- Differenz von Julianischem und Tropischem Jahr = 12,5 Tage!

> >> Auf der gleichen Seite findest du zum selben Thema noch den 21. März
> >> erwähnt, diese kleine Inkonsistenz tut der Sache aber keinen Abbruch.
> >>
> >> Tatsache ist jedoch, dass vom Fixpunkt 20. (oder 21.) März ausgegangen
> >> wird
> >> und die Kalenderkorrektur 1582 die Verhältnisse von 325 wieder herstellen
> >> sollte.
> >
> > Welchen zeitgenössischen Q!uellen ist denn zu entnehmen, wie die
> > Verhältnisse 325 waren?
> >
>
> Wieso zweifelst du an, das 325 wirklich 325 war? Deine Argumentationsweise
> erregt mehr Mitleid als Kririk...

Meine Krikik geht in die Richtung, dass die Behauptung, auf dem Nicaenum
habe man bereits eine Korrektur des Julianischen Kalenders vorgenommen,
eine Lüge ist.

Das hat keiner behauptet.

> > ...nämlich 13 Tage.
>
> Bullfug! Ich glaube, du kannst es nicht mehr begreifen. Weil nicht sein
> kann, was nicht sein darf.

Da wird nur die Enzyklopedia Britannica zitiert, die vorrechnet, dass
der in 1600 Jahren aufgelaufene Fehler aufgerundet sich auf 13 Tage
beläuft. Illig merkt an, dass das falsch sei, weil der Papst mit einer
Korrektur durch 10 Tage das erwünschte Ergebnis erhielt: einen "richtig"
gehenden Kalender.

Was ist daran "Bullfug"?

> Jeder aufrecht gehende Mensch, der halbwegs mit dem Taschenrechner umgehen
> kann, wird spätenstens nach dem 5. Versuch auf 9,8, also 10 Tage kommen.

Deine Meinung von der Britannica in Ehren, aber es gibt die
zeitgenössischen Gutachter u. spätere erwiesene Fachleute, die deine
Zehlen bezweifeln würden:

Es ist also zu untersuchen, welche Aussage das Konzil von Nicaea
bezüglich des Ostertermins und seiner rechnerischen Bestimmung machte.
Hierzu wird die Arbeit von Josef Schmid [1905] herangezogen. Schmid
schreibt als ausgewiesener Kenner der alten und mittelalterlichen
Geschichte, es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass auf besagtem Konzil
vom 21. März oder vom Benutzen des Metonschen Zyklus überhaupt die Rede
war. Erhalten ist nur in einem Sendschreiben der hierzu relevante Satz:
"Wir geben Euch aber noch die freudige Nachricht, daß in betreff des
hochheiligen Osterfestes Einigkeit herbeigeführt wurde, indem nämlich
[…] alle morgenländischen Brüder, die sich bisher nach den Juden
richteten, von nun an das Osterfest mit den Römern, mit uns und allen
feiern werden, die mit uns übereinstimmen"
[Schmid, Josef (1905), Die Osterfestfrage auf dem ersten allgemeinen
Konzil von Nicäa, Wien]. "

(w. Frank in den Zeitensprüngen)

-

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 2:27:36 PM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

paar hingestreute Lügen sind keine Arguemntation" - und es geht auch
nicht darum, ob einer, der glaubt, der Julianische Kalender sei -46
eingeführt worden, dich unterstützt.

In Nicäa wurden keine Entscheidungen bezüglich des Frühlingsäquinoktiums
oder einer Korrektur der Schaljahrregel getroffen.

Deshalb wurde ein 1600 Jahre (und nicht 1300 Jahre) falsch laufender
Kalender korrigiert.
Es ist doch auch unvorstellbar, dass man nach 300 Jahren bereits den
Fehllauf registriert und korrigiert hätte, um es gleich wieder zu
vergessen: Erst nach 1000 wurde der Fehllauf thematisiert.

Günter
--
http://lelarge.de
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 2:45:54 PM5/7/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> > Wie gesagt: Woher weißt du, was 325 war?

> > Auf dem Konzil wurde NICHTS beschlossen, was irgendwie den Kalender
> > tangiert hätte.
>
> Das stimmt. Spielt aber auch keine Rolle. Es wurde lediglich festgehalten,
> dass am 21. März die Tag-und -Nacht-Gleiche herrschte.
>
> Darauf bezog man sich 1582.
>
> Hast du Quellen (zeitgenössische - ausser Illig, der steht ja zur Debatte -
> bitte!), die anderes behaupten?

Nur.

..."


(W. Frank in den Zeitensprüngen 1/2005)

Günter
--
http://lelarge.de

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 5:18:14 PM5/7/05
to
gerd unverfehrt <gun...@gwdg.de> wrote:

> Günter Lelarge schrieb:
>
> [...]
>
> > ....nämlich 13 Tage.
>
> Träum weiter von der Phantomzeit. Und damit end of discussion.

Was hat dich denn hier so entmutigt? Ein Denkfehler der Britannica, dehr
dhir bekannt vorkommt, aber jetzt erst verstanden hast?

> Eine zweite Möglichkeit ist, wie geschehen, das Konzil von
> Nicaea = 10 Tage.

Während Christi Geburt zeitlich nahe dem Einführungsdatum des
Julianischen Kalenders liegt, tut das das 4. Jahrhundert n. Chr. nicht!

Es gibt und gab nicht den geringsten Anlass, auf einen Tag im 4. Jh. zu
korrigieren! Der Fehler war, wie die Britannica ja auch schreibt, _seit
Einführung_ des Julianischen Kalenders aufgelaufen:

"[Julianischen Kalender,] der für die nächsten 166 Jahre benutzt wurde":

"Doch während dieser Zeit produzierte die Unstimmigkeit zwischen dem


Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem Tropischen Jahr von
365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler. Die Differenz wuchs mit
einer Rate von 11 Minuten 14 Sekunden pro Jahr, bis 1545 volle 10 Tage
betrug und das Konzil von Trient Papst Paul III. zu einer Korrektur
ermächtigte." Ausgeführt wurde die Korrektur erst 37 Jahre später unter
Gregor XIII.

Diese simple hier suggerierte Multiplikation ergibt ein _falsches_
Resultat:" (Illig)

...nämlich 13 Tage.

Es ist doch falsch?

X'post und F'up nach dsg.

Günter
--
http://lelarge.de/zeitenspruenge.html

Günter Lelarge

unread,
May 7, 2005, 5:35:57 PM5/7/05
to
Werner Jakobi <readbutsp...@morver.de> wrote:

> Lalli beschmutzte u. a. dsg in >
> <1gw6orb.vmhvetawxouaN%gue...@lelarge.de> mit:
>
> >"21. März - Datum der Frühlingstagundnachtgleiche zu
> >Zeiten Caesars, des 1. Nicaea-Konzils und der
> >Gregorianischen Kalenderreform 1582
> >Werner Frank
>
> Du zitierst hier vermutlich den Professor Frank aus den Zeitensprüngen,
> der trefflich schreibt, daß zur Zeit des 1. Niceanischen Konzils die
> Frühjahrstagundnachtgleiche auf den 20./21. März fiel.

> Also haben die Römer offensichtlich zwischen 46 vChr und 325 nChr per Dekret
> 3 Schalttage ausfallen lassen, sonst wäre ja die Äquinoxe um 325 auf den
> 17./18. März gefallen.

Nachdem sie zu Cäsars Zeiten auf den 25. fiel?

> Damit wird also auch von deiner Geheimwaffe eine kontinuierliche
> Geschichte einschließlich der Karolinger von 614 bis 911 bestätigt.
>
> Daß so was in den Zeitensprüngen veröffentlicht wird, hätte ich nicht
> erwartet. Leidet Illig an Altersdemenz?

Nein. Man muss auch kein bestimmtes Alter haben, um vor Schwachsinn und
Aggression fast zu verrecken, Lalli.

Günter
--
http://lelarge.de

Michael Klemm

unread,
May 7, 2005, 5:46:19 PM5/7/05
to
Hallo Stephan,

Stephan Peuckmann schrieb:
....


> > <http://hermes.ulaval.ca/~sitrau/calgreg/denys.html>
> >
> > Eine kommentierte englische Übersetzung gibt es hier:
> >
> > <http://the-light.com/cal/DionysiusArgumenta.txt>
> >
> > Eine *sehr* Seite zu Dionysius Exiguus (mit einem inhaltsreichen Links
zum
> > Konzil von Nicaea, Osterberechnung usw.) hier
> >
> > <http://www.buybookonline.net/d/di/dionysius_exiguus.html>
>
> Ums kurz zu machen: unterstützt du meine Argumentation?

auf dem 1. Konzil von Nicaea erzielte man Einigkeit darüber,
dass das Osterfest nicht automatisch am Tag des jüdischen
Passahfests oder am Sonntag danach gefeiert werden solle,
sondern dass die Christen den Termin nach eigenen Regeln
bestimmen sollten und zwar im Voraus ohne weiter
Himmelsbeobachtungen. Um zu verstehen, woran hier gedacht
war, muss man sich den Brief des Kaisers Konstantin ansehen,
der an diejenigen gerichtet war, die nicht am Konsil
teilnehmen konnten. Dieser Brief steht auf Englisch hier:
http://www.fordham.edu/halsall/basis/nicea1.txt
(ON THE KEEPING OF EASTER. From the Letter of the Emperor
to all those not present at the Council.)

In dem Brief wird kritisiert, dass die Juden häufig zwei
Passahfeste in ein und demselben Jahr feiern:
"they frequently celebrate two passovers in the same year."

Dies ist natürlich gar nicht möglich, wenn der Jahreswechsel
am 1. Januar ist, da das Passahfest am 14. Tag
des jüdischen Monats Nissan jedenfalls im Frühling
statt findet. Das jüdische Jahr hat aber 12 oder 13 Monate,
und so kommt es gelegentlich vor, wenn man
z.B. den 21. März oder den 25. März als Stichtermin
nimmt. Die Christen wollten also vermeiden, das
zwischen einem Stichtermin und dem nächsten zweimal
Ostern gefeiert wird und dann eventuell bis zum
übernächsten gar nicht. Vorallem dieser Gedanke scheint
erstmals auf dem Konzil in Nicaea aufgekommen zu sein,
denn die verschiedenen Zyklen in Rom bzw.
Alexandria, mit denen man den Frühlingsvollmond voraussagen
konnte, gab es bereits vorher.

So bildete sich die Regel heraus, daß Ostern am ersten
Sonntag nach dem frühsten Vollmond am oder nach dem
Stichtermin sein soll.

Nun waren sich Rom und Alexandria aber auch bzgl. des
Stichtermins nicht einig, sie sagten aber beide, dieser
sei der Tag des Frühlingsäquinioktiums. In Rom bevorzugte
man den 25. März, der seit dem 1. Jhd. gebrächlich war,
während in Alexandria, wo die Neuplatoniker Himmelbeobachtungen
gemacht hatten, seit dem 3. Jhd. der 21. März genommen wurde,
der dort 25. Phamenoth hieß, So gab es noch etwa
ein Viertel Jahrtausend lang Kontroversen zwischen
Rom und Alexandria, wann Ostern gefeiert werden soll,
wobei man sich freilich meistens auf einen Kompromiß einigte.
Ab Dionysius Exiguus setzte sich dan die alexandrinische
Methode durch.

Gruß
Michael


L.e.o.p.o.ld W.a.d.e.n.b.i.ß

unread,
May 7, 2005, 11:54:43 PM5/7/05
to
Bei Joachim Schmid tropfte aus der Feder:
> Auf Lelüges Crosspost-Terror und F'up-Fallen bitte nicht antworten!
>
> Joachim

Aha, der Netzterrorist schmidchen scheisser schlägt wieder zu...
--
S
P
D

Sozialverbrecher
Partei
Deutschland

Stephan Peuckmann

unread,
May 8, 2005, 2:22:01 AM5/8/05
to
""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
>
>
> "Schaltjahre hatte bereits Julius Cäsar im Jahr ********44******** vor
> Christus mit dem Julianischen Kalender eingeführt: Danach war jedes
> vierte Jahr ein Schaltjahr, das macht eine Jahreslänge von 365 Tagen
> plus einem Viertel Tag, also 365,25 Tagen.
> Zum 15. Oktober 1582 reformierte Papst Gregor XIII. den Julianischen
> Kalender und führte den Gregorianischen Kalender ein."
>

Deine Rchnung macht nur dann Sinn, wenn du beweisen kannst, dass am 21. März
44 v. Ch. die Frühlins-Tag-und-Nacht-Gleiche herrschte.

Kannst du?


Oliver F. Nandico

unread,
May 8, 2005, 3:24:21 AM5/8/05
to
Stephan Peuckmann wrote:
> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
>
>>
>>[Lelargesker Standardtextbaustein zur Gregorianischen Kalenderreform]
> [Dialogversuch mit textbausteinerzeugendem Skript]
>

Das Lelarge ist ein textbausteinerzeugendes Skript, dass von Zeit zu
Zeit seinen Text ändert, aber niemals auf Fragen oder Argumente eingeht.

Die Diskussion mit diesem System ist mithin völlig sinnlos, und hat nach
allgemeiner hier vetretener Ansicht in dsg nichts zu suchen.
Entsprechend werden Postings hier nicht beantwortet, bzw. es wird hier
nicht darauf eingegangen. Die Quelle "Lelarge" ist hier im Filter, und
wenn niemand antwortet, sieht man auch nichts davon.

Gruß,
O.F.N.

--
--------------------+---------------------------------------------------
Oliver F. Nandico |Antworten nur an diese eMail: news at o-f-n dot de

Peter Veith

unread,
May 8, 2005, 3:54:36 AM5/8/05
to
"Oliver F. Nandico" schrieb:

> Das Lelarge ist ein textbausteinerzeugendes Skript, dass von Zeit zu
> Zeit seinen Text ändert, aber niemals auf Fragen oder Argumente
> eingeht.

Ich verstehe zwar nur einen Bruchteil der Argumente, aber mein Eindruck
ist das nicht. Es gibt nur Argumente, die gegenseitig nicht akzeptiert
werden und deren immerwährender Austausch- mangels neuer Erkenntnisse -
ermüdet.

Am Besten fand ich bisher der Hinweis, daß eine
ein-prozentige-Wahrscheinlichkeit bestehe, daß Herr Lelarge doch Recht
hat. Das sollte man beim "Abwatschen" immer im Hinterkopf haben, nicht
das Du, Oliver, irgendwann als "der Blöde" dastehst ;-)

Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de


Oliver F. Nandico

unread,
May 8, 2005, 4:19:11 AM5/8/05
to
Peter Veith wrote:
> "Oliver F. Nandico" schrieb:
>
>
>>Das Lelarge ist ein textbausteinerzeugendes Skript, dass von Zeit zu
>>Zeit seinen Text ändert, aber niemals auf Fragen oder Argumente
>>eingeht.
>
>
> Ich verstehe zwar nur einen Bruchteil der Argumente, aber mein Eindruck
> ist das nicht. Es gibt nur Argumente, die gegenseitig nicht akzeptiert
> werden und deren immerwährender Austausch- mangels neuer Erkenntnisse -
> ermüdet.

Das wesentliche Chrakteristikum der Lelargesken Postings ist nicht
einmal ihre inhaltliche Unzulänglichkeit, sondern die penetrante, sogar
wörtliche Wiederholung der immer gleichen längst widerlegten Thesen von
Illig, die in einer seriösen Diskussion nichts zu suchen haben. Das
Muster bleibt immer gleich: Eine von n Thesen wird vom LELARGE aus der
Kiste geholt, ein paar Dutzend mal in immer gleicher Form wiederholt.
Argumente, Fragen oder Wiederlegungen werden dabei ignoriert. Wenn die
Unhaltbarkeit dargelegt wird, setzt das Skript ein paar persönliche
Beleidigungen der Antwortenden ein (meist aus Namensverballhornungen),
um dann die nächste These auszupacken.

> Am Besten fand ich bisher der Hinweis, daß eine
> ein-prozentige-Wahrscheinlichkeit bestehe, daß Herr Lelarge doch Recht
> hat.

Nein.

> Das sollte man beim "Abwatschen" immer im Hinterkopf haben, nicht
> das Du, Oliver, irgendwann als "der Blöde" dastehst ;-)
>

Die Wahrscheinlichkeit dafür halte ich für 0.

Stephan Peuckmann

unread,
May 8, 2005, 4:39:06 AM5/8/05
to

""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
>

> 1626 Jahre ergeben 12,7 Tage Fehllauf.
>
> Da sind 13 Tage eine bessere Nähreung (mehr als eine Näherung ist eh
> nicht möglich!)
>
> Jedenfalls sind 10 Tage FALSCH.
>

Die Differenz von den 2,7 Tagen ergibt aber 324 Jahre und nicht 297!

Was ist mit den übrigen 27 Jahren?


Oliver F. Nandico

unread,
May 8, 2005, 4:51:34 AM5/8/05
to
Stephan Peuckmann wrote:
> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
>
>
>> [Lelargeske]
>>
>
>
> [Versuch mit einem Skript zu kommunizieren]
>

Lass es einfach hier in dsg

F'up dasv

Günter Lelarge

unread,
May 8, 2005, 5:08:42 AM5/8/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

Es ist die Rechnung der Britannica. Sie geht wie selbstverständlich
davon aus, dass der Zustand bei der Einführung des Kalenders
wiederhergestellt wurde.

Deine Rechnung macht nur dann Sinn, wenn du nachweisen kannst, dass in
Nicäa irgendwas in Richtung 21. März oder Kalender unternommen worden
war.

Darauf gibt es keinen Hinweis.

Welche hinweise gibt es denn für welches Datum zur Zeit Cäsars?
Welches Äauinoktialdatum hätte man damals favorisiert, wenn die
Fachleute im 16. Jh. für ca. 15 Tage Ausfall plädierten?


Günter
--
http://lelarge.de

Stephan Peuckmann

unread,
May 8, 2005, 5:12:40 AM5/8/05
to

""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gw8mp4.olzlat18qgrw1N%gue...@lelarge.de...

> Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
>
>> > "Schaltjahre hatte bereits Julius Cäsar im Jahr ********44******** vor
>> > Christus mit dem Julianischen Kalender eingeführt: Danach war jedes
>> > vierte Jahr ein Schaltjahr, das macht eine Jahreslänge von 365 Tagen
>> > plus einem Viertel Tag, also 365,25 Tagen.
>> > Zum 15. Oktober 1582 reformierte Papst Gregor XIII. den Julianischen
>> > Kalender und führte den Gregorianischen Kalender ein."
>> >
>>
>> Deine Rchnung macht nur dann Sinn, wenn du beweisen kannst, dass am 21.
>> März
>> 44 v. Ch. die Frühlins-Tag-und-Nacht-Gleiche herrschte.
>
> Es ist die Rechnung der Britannica. Sie geht wie selbstverständlich
> davon aus, dass der Zustand bei der Einführung des Kalenders
> wiederhergestellt wurde.
>

Wo steht das?

> Deine Rechnung macht nur dann Sinn, wenn du nachweisen kannst, dass in
> Nicäa irgendwas in Richtung 21. März oder Kalender unternommen worden
> war.
>
> Darauf gibt es keinen Hinweis.
>

Nein? Dies ist ein Beitrag von Michael Klemm:

"Auf dem 1. Konzil von Nicaea erzielte man Einigkeit darüber,

> Welche hinweise gibt es denn für welches Datum zur Zeit Cäsars?
> Welches Äauinoktialdatum hätte man damals favorisiert, wenn die
> Fachleute im 16. Jh. für ca. 15 Tage Ausfall plädierten?


Genau das will ich eigentlich von dir wissen!

>
>
> Günter
> --
> http://lelarge.de


Günter Lelarge

unread,
May 8, 2005, 5:23:33 AM5/8/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

Nichts: 324 Jahre +/- 64 Jahre ....

Im Übrigen:

"Wenn wir die unbestrittene Rechnung umkehren, stellen wir fest, daß
jeder Korrekturtag für jene Abdrift steht, um die sich der Julianische
Kalender binnen 128,2 Jahre von der astronomischen Himmelssituation
entfernt hat. Zwei fehlende Korrekturtage bedeuten 256 Jahre, drei
solche bedeuten 384 Jahre, um die Gregors Korrektur zu kurz gegriffen
hat. Wer keinen Bezug zu Nicäa sieht und voraussetzt, daß schon die
alten Römer die Frühlingstagundnachtgleiche genauso eindeutig bestimmen
konnten wie die viel älteren Megalithiker mit ihren Steinmonumenten, der
muß davon ausgehen, daß auf unserer Zeitachse 256 bis 384 Jahre zuviel
geführt werden. Als Arbeitshypothese nenne ich 297 Jahre, die zu
streichen sind, damit Gregors Korrektur direkt zu Caesar zurückführt.

Festzuhalten ist, daß diese Kalenderkritik angesichts der
widersprüchlichen Quellensituation keineswegs die These einer
mittelalterlichen Phantomzeit >im Alleingang< erzwingt, sondern sie
flankiert und den Umfang der notwendigen Kürzung eingrenzt. Die
eigentlichen Argumente ergeben sich im Vergleich zwischen den Quellen
selbst, vor allem aber im Vergleich zwischen Quellen und
architektonischer wie archäologischer Evidenz."

(Heribert Illig: Das erfundene Mittelalter)

Günter
--
http://lelarge.de

Stephan Peuckmann

unread,
May 8, 2005, 5:34:10 AM5/8/05
to

""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1gw8po6.vmrc361d7u261N%gue...@lelarge.de...

> Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
>
>> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
>> >
>>
>> > 1626 Jahre ergeben 12,7 Tage Fehllauf.
>> >
>> > Da sind 13 Tage eine bessere Nähreung (mehr als eine Näherung ist eh
>> > nicht möglich!)
>> >
>> > Jedenfalls sind 10 Tage FALSCH.
>> >
>>
>> Die Differenz von den 2,7 Tagen ergibt aber 324 Jahre und nicht 297!
>>
>> Was ist mit den übrigen 27 Jahren?
>
> Nichts: 324 Jahre +/- 64 Jahre ....
>
> Im Übrigen:
>
> "Wenn wir die unbestrittene Rechnung umkehren, stellen wir fest, daß
> jeder Korrekturtag für jene Abdrift steht, um die sich der Julianische
> Kalender binnen 128,2 Jahre von der astronomischen Himmelssituation
> entfernt hat. Zwei fehlende Korrekturtage bedeuten 256 Jahre, drei
> solche bedeuten 384 Jahre, um die Gregors Korrektur zu kurz gegriffen
> hat. Wer keinen Bezug zu Nicäa sieht und voraussetzt, daß schon die

Man muss aber den Bezug zu Nicäa sehen! Lies dazu
http://www.kalenderlexikon.de/anzeigen.php?Eintrag=Ostern&PHPSESSID=tsnskqn3lcqnuq491vhghpn917,
dort steht zur Festlegung des Osterfestes:

"Der römische Kaiser Konstantin I., berief 325 das Konzil von Nicäa ein.
Dieses legte fest, daß Ostern nach dem Vollmond gefeiert werden sollte, der
auf die Frühlings-Tagundnachtgleiche folgt (siehe auch: Osterfeststreit).
Wenn Vollmond an einem Sonntag sei und somit mit dem Passahfest
zusammentreffe, dann sollte Ostern an dem darauf folgenden Sonntag gefeiert
werden. Auf diese Weise wurde ein zeitliches Zusammenfallen des Oster- und
des Passahfestes vermieden. Des weiteren beschloß das Konzil, daß der
Kalendertermin des Osterfestes in Alexandria, dem damals wichtigsten
astronomischen Zentrum der Welt, berechnet werden sollte. Mit dem
Wissensstand des 4. Jahrhunderts erwies sich jedoch eine genaue Bestimmung
des Termins als unmöglich. Das entscheidende damit verbundene astronomische
Problem war der Unterschied zwischen dem Sonnenjahr und dem Mondjahr (
Epakte). Das größte Problem der Festlegung war die Abweichung zwischen dem
astronomischen Jahr und dem damals gebräuchlichen julianischen Kalender."

und
http://www.kalenderlexikon.de/anzeigen.php?Eintrag=Gregorianischer%20Kalender,
wo man folgendes nachlesen kann:

"Das Julianische Jahr war mit seiner Länge von 365,25 Tagen um 0,0078 Tage
oder 11 Minuten und 14 Sekunden länger als das tropisches Jahr. Dieser
Unterschied war zwar nicht mehr innerhalb weniger Jahre spürbar, er
akkumulierte sich aber im Laufe von Jahrhunderten. Den Astronomen fiel als
erstes auf, daß der wahre Frühlingsbeginn (wenn die Sonne durch den
Frühlingspunkt läuft) sich von dem nominalen Frühlingsbeginn am 21. März
entfernte. Dieser nominale Termin war im Zusammenhang mit der Datierung des
Osterfestes von der römischen Kirche festgelegt worden. Zu Beginn des 16.
Jahrhunderts lag das Datum des Julianischen Kalenders bereits um 10 Tage
gegenüber der wahren Erdbahn zurück, und die Datierung des Osterfestes
begann den eigentlich gewollten Bezug zum jüdischen Passahfest (das sich am
wahren Frühlingsbeginn orientiert) zu verlieren. Zur Behebung dieser
Schwierigkeiten wurde (zunächst für den Bereich der römischen Kirche) 1582
von Papst Gregor XIII. eine Kalenderreform durchgeführt."

Ego: 1257 Jahre -> 10 Tage Kalenderkorrektur -> nix Phantomzeit


Günter Lelarge

unread,
May 8, 2005, 5:39:53 AM5/8/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:1gw8mp4.olzlat18qgrw1N%gue...@lelarge.de...
> > Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:
> >
> >> > "Schaltjahre hatte bereits Julius Cäsar im Jahr ********44******** vor
> >> > Christus mit dem Julianischen Kalender eingeführt: Danach war jedes
> >> > vierte Jahr ein Schaltjahr, das macht eine Jahreslänge von 365 Tagen
> >> > plus einem Viertel Tag, also 365,25 Tagen.
> >> > Zum 15. Oktober 1582 reformierte Papst Gregor XIII. den Julianischen
> >> > Kalender und führte den Gregorianischen Kalender ein."
> >> >
> >>
> >> Deine Rchnung macht nur dann Sinn, wenn du beweisen kannst, dass am 21.
> >> März
> >> 44 v. Ch. die Frühlins-Tag-und-Nacht-Gleiche herrschte.
> >
> > Es ist die Rechnung der Britannica. Sie geht wie selbstverständlich
> > davon aus, dass der Zustand bei der Einführung des Kalenders
> > wiederhergestellt wurde.
> >
>
> Wo steht das?

Nicht, dass du Ärger bekommst, weil ich den "Textbaustein" nun zum
fünften Male poste(n muss)- und es geht um den schon 1600(!) Jahre
gültigen Kalender:


"[Julianischen Kalender,] der für die nächsten 1600 Jahre benutzt
wurde":

"Doch während dieser Zeit produzierte die Unstimmigkeit zwischen dem
Julianischen Jahr von 365,25 Tagen und dem Tropischen Jahr von
365,242199 Tagen allmählich signifikante Fehler. Die Differenz wuchs mit
einer Rate von 11 Minuten 14 Sekunden pro Jahr, bis 1545 volle 10 Tage
betrug und das Konzil von Trient Papst Paul III. zu einer Korrektur
ermächtigte." Ausgeführt wurde die Korrektur erst 37 Jahre später unter
Gregor XIII.

Diese simple hier suggerierte Multiplikation ergibt ein _falsches_
Resultat:" (Illig)

...nämlich 13 Tage.

> > Deine Rechnung macht nur dann Sinn, wenn du nachweisen kannst, dass in

Es gibt keinen Hinweis vom/auf dem Nicänischen Konzil.

Wenn müsstest du denn die Passage zitieren und nicht, was ich schon
gelesen habe - und W. Frank bestätigt!

Dass es den streit um den ostertermin vor und nach dem Konzil gab (siehe
oben!!!)), ist ein Hinweis darauf, dass es KEINEN Beschluss zum
Ostertermin gab, geschweige zum kalender.



> > Welche hinweise gibt es denn für welches Datum zur Zeit Cäsars?
> > Welches Äauinoktialdatum hätte man damals favorisiert, wenn die
> > Fachleute im 16. Jh. für ca. 15 Tage Ausfall plädierten?
>
>
> Genau das will ich eigentlich von dir wissen!

25. März?

Günter
--
http://lelarge.de

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Günter Lelarge

unread,
May 8, 2005, 6:30:34 AM5/8/05
to
Stephan Peuckmann <je...@lebowski.net> wrote:

Das ist ein Schluss des Autors, der von den Phantomjahrhunderten nchts
weiß und eine andere Lösung erfinden m,uss.

Zeitgenössische Quellen schweigen dazu:

"Daran ist zunächst richtig, daß Nicäa die Rechnung erfüllt. Warum aber
Nicäa? Übereifrige Computisten erfanden einen Konzilsbeschluß von 325,
daß schon damals der Kalender nachjustiert worden sei [vgl. zu dieser
Kalenderproblematik Illig 1991 a, 1992 a, 1993 c]. Doch davon kann keine
Rede sein: Es gibt in den erhaltenen Konzilsakten keinen Hinweis auf
eine Kalenderjustierung, im Gegenteil. Die Kirche war damals noch weit
davon entfernt, Frühlingspunkt und vor allem Ostertermin vereinheitlicht
zu haben. Alexandria und Rom gingen von zwei unterschiedlichen Terminen
für den Frühlingsbeginn aus: der Westen vom 25. März, der Osten vom 21.
März, doch beide beachteten nicht die tatsächliche Himmelssituation (s.
S. 91). Warum hätte Papst Gregor XIII., den das große abendländische
Schisma von der Ostkirche trennte, ausgerechnet den Frühlingspunkt der
Ostkirche übernehmen und wiederherstellen sollen?"

(Heribert Illig: Das erfundene Mittelalter)

> und

> http://www.kalenderlexikon.de/anzeigen.php?Eintrag=Gregorianischer%20Kalender,
> wo man folgendes nachlesen kann:
>
> "Das Julianische Jahr war mit seiner Länge von 365,25 Tagen um 0,0078 Tage
> oder 11 Minuten und 14 Sekunden länger als das tropisches Jahr. Dieser
> Unterschied war zwar nicht mehr innerhalb weniger Jahre spürbar, er
> akkumulierte sich aber im Laufe von Jahrhunderten. Den Astronomen fiel als
> erstes auf, daß der wahre Frühlingsbeginn (wenn die Sonne durch den
> Frühlingspunkt läuft) sich von dem nominalen Frühlingsbeginn am 21. März
> entfernte. Dieser nominale Termin war im Zusammenhang mit der Datierung des
> Osterfestes von der römischen Kirche festgelegt worden. Zu Beginn des 16.
> Jahrhunderts lag das Datum des Julianischen Kalenders bereits um 10 Tage
> gegenüber der wahren Erdbahn zurück, und die Datierung des Osterfestes
> begann den eigentlich gewollten Bezug zum jüdischen Passahfest (das sich am
> wahren Frühlingsbeginn orientiert) zu verlieren. Zur Behebung dieser
> Schwierigkeiten wurde (zunächst für den Bereich der römischen Kirche) 1582
> von Papst Gregor XIII. eine Kalenderreform durchgeführt."
>
> Ego: 1257 Jahre -> 10 Tage Kalenderkorrektur -> nix Phantomzeit

Der gleiche Fehler wie bei der Britannica von 1986:

Der Rechenweg zur Korrektur ist korrekt angegeben, aber die daraus
abegleiteten 10 Tage sind FALSCH.

Deshalab drückt man sich so schwammig wie möglich aus: Weder Cäsar NOCH
Nicäa kommen bei dem Text vor...

Günter
--
http://lelarge.de/astromani.html


Günter Lelarge

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May 8, 2005, 6:49:09 AM5/8/05
to
Guenther <guenther...@fischerplast.de> wrote:

> > Der Papst wollte ja auch keine Korrektur für 1600 Jahre, sondern für nur
> > 1257. Ist das so schwer zu begreifen?
>
> Du stellst diese Frage Günter Lelarge!
> Sei Dir bewusst darüber, dass es für ihn nur eine Antwort geben kann:
> "Das ist falsch, weil Illig sagt: ..."

"Kalenderreform auf Tagung im Vatikan:

1983 fand anläßlich des 400. Jahrestages der Gregorianischen
Kalenderreform im Vatikan ein Kongreß statt. In der Kongreßniederschrift
(Coyne et. al.: Gregorian Reform of the Calendar. Proceedings of the
Vatican Conference to Commemorate Its 400th Anniversary 1582-1982; Citta
del Vaticano):

'Unter den Augen des Papstes' wurde dort erneut klargemacht, daß 325
beim Konzil in Nicäa WEDER eine Kalenderkorrektur vorgenommen NOCH die
Frühlingsäquinoktie auf den 21.3. festgelegt worden ist."

> Andere Antworten sind nicht zugelassen, da ansonsten das kleine
> Andernacher Weltbild zusammenfällt wie ein Kartenhaus.

Dass da unter den Augen des Papstes klargemacht wurde, dass "325
beim Konzil in Nicäa WEDER eine Kalenderkorrektur vorgenommen NOCH die
Frühlingsäquinoktie auf den 21.3. festgelegt worden ist", solltest du
(s.o.) hier nachlesen können, Brodh:

- Coyne, G.V. S.J. / Hoskin, M.A. / Pedersen, O. (Hg, 1983):
Gregorian Reform of the Calendar. Proceedings of the Vatican
Conference to Commemorate Its 400th Anniversary 1582-1982; Città
del Vaticano

Günter
--
http://lelarge.de/taz.html

L.e.o.p.o.ld W.a.d.e.n.b.i.ß

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May 8, 2005, 11:21:22 AM5/8/05
to
Bei Oliver F. Nandico tropfte aus der Feder:

> Stephan Peuckmann wrote:
>> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
>>
>>
>>> [Lelargeske]
>>>
>>
>>
>> [Versuch mit einem Skript zu kommunizieren]
>>
>
> Lass es einfach hier in dsg
>
> F'up dasv
>
> Gruß,
> O.F.N.

In dasv erst recht nicht, nintendo!

gerd unverfehrt

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May 8, 2005, 11:48:10 AM5/8/05
to
Stephan Peuckmann schrieb:

> ""Günter Lelarge"" <gue...@lelarge.de> schrieb:
>
>>
>>"Schaltjahre hatte bereits Julius Cäsar im Jahr ********44******** vor

Ähem ... Am 21. März 44 v.Chr. war Cäsar seit sechs Tagen
tot. Aber sicher hatte er in den letzten turbulenten Wochen
seiner Herrschaft nichts Besseres zu tun, als den Kalender
zu reformieren.

>>Christus mit dem Julianischen Kalender eingeführt: Danach war jedes
>>vierte Jahr ein Schaltjahr, das macht eine Jahreslänge von 365 Tagen
>>plus einem Viertel Tag, also 365,25 Tagen.

Und weil die alten Römer so perfekte Rechnungen anstellen
konnten, mußten die perfekten Rechnungen 1582 korrigiert werden?

>>Zum 15. Oktober 1582 reformierte Papst Gregor XIII. den Julianischen
>>Kalender und führte den Gregorianischen Kalender ein."

Und natürlich auch die Osterfesttage zwischen 46 vor und 30
nach?

> Deine Rchnung macht nur dann Sinn, wenn du beweisen kannst, dass am 21. März
> 44 v. Ch. die Frühlins-Tag-und-Nacht-Gleiche herrschte.

Auch dann macht die Rechnung AFAIK keinen Sinn.

Mit Gruß
Unv.

XP und FUP nach de.sci.alternativ

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