kann mir jemand sagen, wo (z.B. im Internet) ich genauere Informationen zum
Kekule-System finden kann? Ich finde zwar haufenweise Infos zur
grundsätzlchen Systematik, diese ist mir aber bekannt. Meine Frage ist, wie
ich mit Personen umgehen kann, die außerhalb des Systems liegen wie z.B.
Geschwister der jeweiligen Personen usw. Was tun mit Tante, Onkel, Cousine
und Postbote?
Außerdem frage ich mich, wie Personen geführt werden, die unterhalb dieses
Systems liegen (meine Kinder, deren Kinder usw. z.B.). Wie wird ferner der
Baum der Ehefrau zu 1 systematisiert? Wäre ich dann beispielsweise A1 und
die Ehefrau B1 oder so?
Ferner würde mich interessieren, ob Ihr in AF-Programmen die eingegebenen
Personen gleich unter der Kekule-Nummer führt?! Oder hat jede Person sowohl
eine Personen-Nr., die vom Programm vergeben wird, als auch eine Kekule-Nr.
Ich bitte um Verständnis für meine Neulingsfragen :-)
Viele Grüße
Thomas Wenzel
Im Prinzip gar nicht. Fuer Geschwister kannst Du allenfalls noch eine abc-
Notation verwenden. Also z.B. "22a", "22b", "22c". Dann hoert es aber schon
auf - alles was darueber hinausgeht, also z.B. Geschwisterkinder, ist nicht
brauchbar im Kekulesystem darstellbar.
|> Außerdem frage ich mich, wie Personen geführt werden, die unterhalb dieses
|> Systems liegen (meine Kinder, deren Kinder usw. z.B.).
Wieder im Prinzip gar nicht. Einfachste Abhilfe: alle Personen um eine
Generation anheben.
|> Baum der Ehefrau zu 1 systematisiert?
Dito.
|> Ferner würde mich interessieren, ob Ihr in AF-Programmen die eingegebenen
|> Personen gleich unter der Kekule-Nummer führt?! Oder hat jede Person sowohl
|> eine Personen-Nr., die vom Programm vergeben wird, als auch eine Kekule-Nr.
Notwendig ist immer eine eindeutige Personen-Nr. (ob nun vom Programm erzeugt
oder selbst vergeben), da sie als einzige unabhaengig von irgendwelchen
Verwandtschaftszuordnungen ist.
Was das Programm angeht, kann ich nur von meinem eigenen (AHN-DATA) sprechen:
es gibt besagte Personen-Nr. und es gibt ein Feld fuer die Ahnenziffer
(wobei dieses Feld eigentlich nur fuer eigene Zwecke dient, wenn eine
Ahnenliste ausgedruckt werden soll, werden aktuell fuer diese Liste die
Ahnenziffern durchgerechnet).
Gruss,
Holger K. aus D.
--
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
"Thomas Wenzel" <wenz...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8qvesq$g8c$18$1...@news.t-online.com...
> Hallo zusammen,
>
> kann mir jemand sagen, wo (z.B. im Internet) ich genauere Informationen
zum
> Kekule-System finden kann? Ich finde zwar haufenweise Infos zur
> grundsätzlchen Systematik, diese ist mir aber bekannt. Meine Frage ist,
wie
> ich mit Personen umgehen kann, die außerhalb des Systems liegen wie z.B.
> Geschwister der jeweiligen Personen usw. Was tun mit Tante, Onkel, Cousine
> und Postbote?
Eine interessante Aufstellung von Richard A. Pence ueber genealogische
Nummernsysteme (Vorfahren und Nachkommen) findest du unter
http://www.saintclair.org/numbers/
Die Dokumentation ist aber in Englisch.
> Außerdem frage ich mich, wie Personen gefuehrt werden, die unterhalb
dieses
> Systems liegen (meine Kinder, deren Kinder usw. z.B.). Wie wird ferner der
> Baum der Ehefrau zu 1 systematisiert? Wäre ich dann beispielsweise A1 und
> die Ehefrau B1 oder so?
Ich selbst habe mir ein Programm geschrieben (EXCEL-VBA), welches mir ein
kombiniertes Nummernsystem aus Kekule (Vorfahren) und Saragossa (Nachkommen)
aufbaut.
Der Aufbau der Kekule-Nummer ist dir ja bekannt.
Das Bezifferungssystem Saragossa ist aehnlich dem Henry-System, bei welchem
ausgehend von einer Person alle Nachkommen durchnummeriert werden. Die
Systematik der Saragossa-Nummer ist folgende. Die direkten Nachkommen einer
Person (in unserem Beispiel der Grossvater mit der Nummer 4) werden durch
ein Trennzeichen getrennt und fortlaufend durchnummeriert (4.1, 4.2, 4.3,
usw.), mit Ausnahme eines direkten Vorfahrens. Diese Vorgehensweise wird
fuer jede weitere Generation fortgefuehrt.
Beispiel:
1 - Proband
2 - Vater
4 - Grossvater
4.1, 4.2, ... - Geschwister des Vaters
4.1.1, 4.1.2, ... 4.2.1, 4.2.2, ... - Kind eines Onkels / einer Tante =
Cousin oder Cousine
4.1.1.1, .... Kind eines Cousin oder einer Cousine
Die Kombination aus Kekule und Saragossa umfasst somit alle blutsverwandten
Personen.
Zur Kennzeichnung von nicht-blutsverwandten Ehepartnern wird anstatt einer
Ziffer ein Buchstabe (a,b,c,...) verwendet.
4.a - 1. Ehefrau des Grossvaters
5 - 2. Ehefrau des Grossvaters = Grossmutter
4.b - 3. Ehefrau des Grossvaters
4.1.1.a - Ehepartner eines Cousin oder Cousine
Wer auch noch die Eltern eines nicht-blutsverwandten Ehepartners erfassen
moechte, also die Schwiegereltern eines Blutverwandten, der kann diese noch
mit dem Zusatz V oder M kennzeichnen.
4.1.1.a.V - Schwiegervater eines Cousin oder einer Cousine
Fuer den in deinem Fall angesprochenen Postboten habe ich leider keine
Loesung, es sei denn, er hat mehr als nur Briefe ausgetragen und du bist
geneigt, ihn als Partner (a, b, c,...) einer Verwandten zu fuehren. ;-)
Bei Auftreten eines Implex oder Ahnenschwunds (Verwandte heirateten
untereinander) wird die bereits ermittelte Nummer beibehalten und nach der
Kekulenummer mit einem Stern gekennzeichnet.
Zusaetzlich gibt mein Programm noch die Generation des zugehoerigen Ahnen
aus (wahlweise in Roemischen oder Arabischen Ziffern).
II 4.1.1.a - Generation 2, da der Knotenpunkt zum Probanten in der 2.
Generation liegt.
Diese kombinierte Vorfahren-Nachkommen-Nummer lege ich im Feld REFN ab.
Bei weit verzweigten Verwandten kann diese Nummer jedoch sehr lang werden.
Bei PAF ist sie leider nur 10 Zeichen lang. Diese Laenge kann gerade noch
zur Darstellung der Kekule-Nummer ausreichen.
Vor dem Aufbau der REFN-Nummer kann optional angegeben werden, ob zu der
Kekulenummer eine Nummerierung der Nachkommen, Ehegatten, deren Eltern, etc.
durchgeführt werden soll.
Ich benutze die so in meinem Excel-Programm ermittelte REFN-Nummer um den
Datenbestand nach einem speziellen Algorithmus zu sortieren, um
anschliessend die INDI-Nummer neu aufzubauen. Somit beginnt mein
Datenbestand immer mit dem Probanden, gefolgt von den nächsten Verwandten.
Die entferntesten Verwandten haben nach der Neunummerierung die hoechste
INDI-Nummer. Personen ohne REFN stehen am Ende.
> Ferner wuerde mich interessieren, ob Ihr in AF-Programmen die eingegebenen
> Personen gleich unter der Kekule-Nummer fuehrt?! Oder hat jede Person
sowohl
> eine Personen-Nr., die vom Programm vergeben wird, als auch eine
Kekule-Nr.
>
> Ich bitte um Verständnis für meine Neulingsfragen :-)
>
> Viele Grüße
> Thomas Wenzel
>
So ist nun doch eine etwas laengere Ausfuehrung daraus geworden. Ich hoffe,
dass die Downloadzeiten hierdurch nicht ueberstrapaziert werden. Auf jeden
Fall freue ich mit auf weitere Postings hier in dieser Gruppe zu diesem
Thema.
Wer sich fuer das Programm interessiert, der findet unter
www.ahnenforschung.net in der Rubrik Software/Hilfsprogramme eine kurze
Beschreibung der sonstigen Funktionen.
Mit genealogischem Gruss
Peter
Ich versuche zwei Versionnen von das selben Gedcom zu vergleichen. Dazu habe
ich meinen Gedcom in eine Excel Seite importiert. Soweit so gut. Dann
brauche Ich ein Tafel von Kekule-Sarragossa Nummern zu bauen. Mein
Genealogieprogramm kann leider nicht der REFN Tag führen und INDI sind von
ein Export zu anderen ganz verschieden. Würdest Du dein VBA-Programm als
Shareware oder Freeware irgendwo auf'm Net anbieten ?
mfG
Guillaume - Mulhouse - Frankreich
Peter Schulz <Pe...@gmx.de> a écrit dans le message :
8r093c$gbnia$1...@ID-45002.news.cis.dfn.de...
[snip]
> Ich selbst habe mir ein Programm geschrieben (EXCEL-VBA), welches mir ein
> kombiniertes Nummernsystem aus Kekule (Vorfahren) und Saragossa
(Nachkommen)
> aufbaut.
[snip]
> Vor dem Aufbau der REFN-Nummer kann optional angegeben werden, ob zu der
> Kekulenummer eine Nummerierung der Nachkommen, Ehegatten, deren Eltern,
etc.
> durchgeführt werden soll.
[snip]
> Mit genealogischem Gruss
> Peter
mein Programm kann auch zwei GEDCOM-Dateien miteinander vergleichen. Da ich
es nicht als downloadfaehige Version im Web halte, genuegt ein Mail an mich.
Ich versende das Programm (Sharewareversion) dann per Mail. Du bekommst es
heute noch zugesandt.
Gruss Peter
"Guillaume ROELLY" <gro...@club-internet.fr> schrieb im Newsbeitrag
news:8r1amj$sbb$1...@front2.grolier.fr...
Es geht auch noch anders: Proband ist 64, Vater ist 128. Der hatte vier
Kinder. Das eine davon ist 64, seine Geschwister sind 128/2, 128/3,
128/4.
Die Kinder von 128/2 sind 128/2/1-n, die von 128/3 sind 128/3/1-n.
Die Kinder von 128/2/1 sind 128/2/1/1-n usw.
Nicht besonders übersichtlich, doch sind so auch Geschwister und
Geschwisterkinder usf. anhand der Nummer eindeutig identifizierbar und
die ganze Linie ist Schritt für Schritt auf den jeweiligen Stammvater
rückführbar. Und man sieht auf einen Blick, daß etwa 128/2/4 und 128/2/6
Geschwister waren. Weiters weiß man sofort, daß alle Nachkommen in
diesem System, die mit "128/" anfangen, Nachkommen von 128 waren und
somit entweder Geschwister von 64 oder deren Nachkommen.
Reinhard
--
Mit freundlichen Grüssen
Henning Böttcher
Schweiz
Meine Forschungsgebiete siehe
http://www.familienkunde.de/mitglieder/boettcher.htm
Soweit in Ordnung. Das ist im Prinzip die Vermischung von Kekule mit
der Nachfahrennumerierung. Aber:
Mutter von 64 ist 129. Nun hat 128 aber zweimal geheiratet, so dass die
Mutter von 128/2 nicht 129 ist. Wie benennst Du diese Mutter?Und vor allem:
wie kann man automatisch (nicht durch den Blick in z.B. einen Kommentar)
feststellen, dass 129 nicht die Mutter von 128/2 ist?
Holger,
damit hast Du natürlich Recht. Da es eine Vermischung von 2 Systemen
ist, birgt dieses System naturgemäß shortcomings. Ich stand vor dem von
Dir beschriebenen Problem noch nie, weil ich selber trenne zwischen
Ahnenliste und Stammbaum und beides nicht vermische, dieses System also
selber nicht anwende. Mit den Möglichkeiten einer guten genealogischen
Software habe ich persönlich die Kombination noch nie gebraucht oder
vermißt. Für Leute, die noch mit Karteien arbeiten, kann das System aber
hilfreich sein.
Wenn man es denn tun will, dann könnte man die weiteren Frauen mit
"129b-n" beziffern und die Kinder wären dann z.B. 128/2 (Geschwister von
64) und 128b/3 (drittes Kind des Vaters 128 von der 2. Frau,
Halbgeschwister von 64), 128c/4 (4. Kind des Vaters 128 von der dritten
Frau, Halbgeschwister von 64) usw.
Gruss,
Reinhard
Mit anderen Worten, eine (eindeutige) PersNr. verknüpft alle
denkbaren Aufzeichnungen, Dateien, Listen, Materialien,
Nachkommentafeln usw. miteinander.