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CO2/O2 Messen ?

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Andreas Ehlers

unread,
Oct 14, 2002, 5:36:18 AM10/14/02
to
Hallo NG !

Ich bin auf der Suche nach einer Schaltung für einen CO2 (Kohlendioxid) oder
O2 (Sauerstoff) Meßgerät.
Hintergrund, ich möchte meine Heizung(Öl) die Abgaswerte ermitteln. Bloß um
1-2 mal im Jahr das zu tun möchte ich mir kein Meßgerät für 1000 Euro
kaufen. Das muß doch auch anderes zu lösen sein. Ein Problem ist natürlich
auch noch die Temperatur, das sie 250 C erreichen kann !
Vielleicht stand ja jemand vor einem ähnlichen Problem ?
Kann man soetwas mit einer Lamdasonde vom KFZ realisieren ?
Danke für jede Idee/Vorschlag der mir weiterhelfen kann !

Andreas


Andreas Haimberger

unread,
Oct 14, 2002, 12:40:26 PM10/14/02
to

"Andreas Ehlers" schrieb:

> Ich bin auf der Suche nach einer Schaltung für einen CO2
> (Kohlendioxid) oder O2 (Sauerstoff) Meßgerät.

[...]


> Kann man soetwas mit einer Lamdasonde vom KFZ realisieren ?

Eine Lambdasonde kann nur den Sauerstoffgehalt messen. Für
CO2-Messungen nimmt man üblicherweise Infrarot-Sensoren, weil CO2 sehr
stark im Infrarot absorbiert. Die Temperatur des Abgases kann man
dadurch in den Griff kriegen, dass man mit einer Sonde Gas absaugt und
abkühlt, bevor es durch den Sensor geleitet wird.

Die Meßschaltungen sind nicht sehr kompliziert, die Schwierigkeit bzw.
das Teure dran sind die Sensoren und die Kalibrierung des Meßsignals.
Solche Meßgeräte von Null auf selber bauen macht meines Erachtens
nicht viel Sinn. Sinnvoller wäre es IMO, eine Abgasmessung von einem
Heizungsfachmann durchführen zu lassen, der muß dann auch für die
Genauigkeit der Messung geradestehen. Das kommt sicher billiger als
Meßgerätekauf oder Selbstbauversuche.

MFG, Andy
--
Antworten bitte nur in dieser Newsgroup.
E-Mails werden unbesehen eingestampft.

Stefan Huebner

unread,
Oct 14, 2002, 5:22:32 PM10/14/02
to

>Eine Lambdasonde kann nur den Sauerstoffgehalt messen. Für
>CO2-Messungen nimmt man üblicherweise Infrarot-Sensoren, weil CO2 sehr
>stark im Infrarot absorbiert. Die Temperatur des Abgases kann man
>dadurch in den Griff kriegen, dass man mit einer Sonde Gas absaugt und
>abkühlt, bevor es durch den Sensor geleitet wird.
>
>Die Meßschaltungen sind nicht sehr kompliziert, die Schwierigkeit bzw.
>das Teure dran sind die Sensoren und die Kalibrierung des Meßsignals.

Richtig, und auch der einzige Grund, weshalb die Geraete so teuer
sind. Die Elektronik ist trivial, O2-Messgeraete fuer Wasser, die ich
mal umgebaut habe, bestanden im Grossen und Ganzen aus einem ICL7106
und LC-Anzeige. Die Messtechnik war im Sensor, genaugenommen DER
Sensor.

>Solche Meßgeräte von Null auf selber bauen macht meines Erachtens
>nicht viel Sinn. Sinnvoller wäre es IMO, eine Abgasmessung von einem
>Heizungsfachmann durchführen zu lassen, der muß dann auch für die
>Genauigkeit der Messung geradestehen. Das kommt sicher billiger als
>Meßgerätekauf oder Selbstbauversuche.

Dieser Absatz ist leider mal wieder typisch fuer diese NG. Der
Hinweis, dass der Selbstbau nicht unbedingt eine oekonomische
Meisterleistung ist, ist ja durchaus angebracht. Aber die Mengen an
Informationen, wenn Interessierte und Wissende an so einer Diskussion
unvoreingenommen teilnehmen und, nachdem geklaert ist, dass nicht die
Elektronik das Messgeraet ausmacht, die Messverfahren ansich und ihre
praktische Realisierung besprechen, koennte so viele Denkanstoesse
fuer kreative Koepfe geben. Aber es ist schliesslich eine de. NG, und
somit ist die erste Frage natuerlich, wie man das billiger machen
kann, die zweite, ob man das bei Conrad als Bausatz bekommt und die
Konsequenz, es lieber zu lassen, ganz egal, worum es geht.
Nun der Pluspunkt am letzten Absatz: nicht, dass ich Wert darauf legen
wuerde, jemanden zum fuer-etwas-geradestegen zu haben: ich habe
neulich selbst einen solchen Fachmann herbeigerufen, einen Tag,
nachdem ich ihn herausgeworfen habe. Er wollte ein Steuergeraet fuer
870 Euro bei einer aelteren Dame tauschen, weil darin angeblich der
Trafo defekt sei. Man male sich das Bild aus: 6,3A-Sicherung,
80mA-Sicherung, Trafo. Die 6,3A Sicherung brennt durch, und der Mensch
hat die Frechheit zu behaupten, das laege am Trafo ! In einer
Nacht-und-Nebelaktion habe ich einen Erdschluss am Thermostat fuer die
Oelvorwaermung ausmachen koennen, und nachdem ich das Ding
ausgetauscht habe, habe ich den Fachmann zum Einstellen und Einmessen
bestellt, denn ich als Elektroniker bin zwar bereit, mir fachfremde
Dinge anzusehen und etwas daeueber zu lernen, aber das heisst ja
nicht, dass ich andere Dinge denen ueberlasse, die dafuer zustaendig
sind. Jeder muss selbst wissen, wie weit er gehen moechte, und hier
wird man erfahrungsgemaess in einem sehr fruehen Stadium der
Selbstevaluation entmutigt. Schade eigentlich...

Andreas Ehlers

unread,
Oct 14, 2002, 5:11:33 PM10/14/02
to
Hallo Andreas !

Die Messung durch die Heizungsfachkraft, wird allgemein jedes Jahr einmal
durchgeführt, und ist auch nicht gerade billig, und wenn dann die Heizung
das gewünsche Ergenbis nicht liefert muß nachgeprüft werden, das kostet
naturlich wieder ! Deshalb meine Idee mit dem Meßgerät !
Wenn also eine Lambdasonde nur den Sauerstoffgehalt messen kann, würde mir
das vollkommen reichen, da man den CO2-Gehalt über den O2 Berechnen kann !
Hast du eine Ahnung oder vielleicht wer anders, wie man eine Lambdasonde
anspricht, bzw. welche Ausgangssignale sie liefert ?

Danke
Andreas


Andreas Ehlers

unread,
Oct 15, 2002, 6:05:47 AM10/15/02
to
Stefan Huebner schrieb :

>Richtig, und auch der einzige Grund, weshalb die Geraete so teuer
>sind. Die Elektronik ist trivial, O2-Messgeraete fuer Wasser, die ich
>mal umgebaut habe, bestanden im Grossen und Ganzen aus einem ICL7106
>und LC-Anzeige. Die Messtechnik war im Sensor, genaugenommen DER
>Sensor.

Woher hattest Du den Sensor, Bezugsquelle falls noch bekannt ?

>Dieser Absatz ist leider mal wieder typisch fuer diese NG. Der
>Hinweis, dass der Selbstbau nicht unbedingt eine oekonomische
>Meisterleistung ist, ist ja durchaus angebracht. Aber die Mengen an
>Informationen, wenn Interessierte und Wissende an so einer Diskussion
>unvoreingenommen teilnehmen und, nachdem geklaert ist, dass nicht die
>Elektronik das Messgeraet ausmacht, die Messverfahren ansich und ihre
>praktische Realisierung besprechen, koennte so viele Denkanstoesse
>fuer kreative Koepfe geben.

Mensch Stefan, das sollte Dir doch eigentlich bekannt sein, das einige bis
viele
News einfach durch ich nenn sie mal "unsinnige Kommentare" totgeredet werden
!
Ich will mich hierzu nicht weiter äußern, sonst hat diese NG nichts mehr mit
Elektronik zu tun !!

>Aber es ist schliesslich eine de. NG, und
>somit ist die erste Frage natuerlich, wie man das billiger machen
>kann, die zweite, ob man das bei Conrad als Bausatz bekommt und die
>Konsequenz, es lieber zu lassen, ganz egal, worum es geht.
>Nun der Pluspunkt am letzten Absatz: nicht, dass ich Wert darauf legen
>wuerde, jemanden zum fuer-etwas-geradestegen zu haben: ich habe
>neulich selbst einen solchen Fachmann herbeigerufen, einen Tag,
>nachdem ich ihn herausgeworfen habe. Er wollte ein Steuergeraet fuer
>870 Euro bei einer aelteren Dame tauschen, weil darin angeblich der
>Trafo defekt sei. Man male sich das Bild aus: 6,3A-Sicherung,
>80mA-Sicherung, Trafo. Die 6,3A Sicherung brennt durch, und der Mensch
>hat die Frechheit zu behaupten, das laege am Trafo ! In einer
>Nacht-und-Nebelaktion habe ich einen Erdschluss am Thermostat fuer die
>Oelvorwaermung ausmachen koennen, und nachdem ich das Ding

>ausgetauscht habe ...

Das ist aber im Zeitalter unserer Evaluation, schon fast zum Standart
geworden,
Teil raus, neues rein - geht nicht - Mist , das nächste tauschen, usw. !!
Schau Dir mal das KFZ-Gewerbe an, echt schlimm, welche Firma ist denn heute
noch in der Lage innerhalb der Elektronik Fehler zu suchen, ein anderer
Punkt in
diesem Bereich ist wenn sie es könnten, dann dürfen sie es nicht !!
Meine Einstellung geht da soweit, das ich versuche das zu reparieren, was
auch
noch Sinn macht, vor ein bisschen Elektronik schrecke ich nicht gleich
zurück.
Deshalb auch meine Idee mit der CO2/O2 Messung, um die Ölheizung
entsprechend
einzustellen, Temperatur ist ja kein Problem, beim Ruß sieht es schon etwas
anders
aus, aber O2 oder CO2 ... ?

> habe ich den Fachmann zum Einstellen und Einmessen
>bestellt, denn ich als Elektroniker bin zwar bereit, mir fachfremde
>Dinge anzusehen und etwas daeueber zu lernen, aber das heisst ja
>nicht, dass ich andere Dinge denen ueberlasse, die dafuer zustaendig
>sind. Jeder muss selbst wissen, wie weit er gehen moechte, und hier
>wird man erfahrungsgemaess in einem sehr fruehen Stadium der
>Selbstevaluation entmutigt. Schade eigentlich...

Andreas


Rafael Deliano

unread,
Oct 15, 2002, 10:45:12 AM10/15/02
to
> einfach durch ... "unsinnige Kommentare" totgeredet werden !
In der ursprünglichen Frage stand was von 1k EUR sparen: das
ist Wunschdenken. Wenn es so einfach wäre gäbe es
eine ( vermutlich schreckliche ) Elektor-Schaltung und fertige
Geräte für 99 EUR im Baumarkt.
Bei Bedarf kann ich einige Seiten aus Büchern zu den Sensoren
scannen. Wenn man die Schlüsselwort hat kann man sich mit google
vergnügen.
Die Industrie weiß durchaus daß da ein Markt ist und
insofern wird auch in der Richtung eifrig geforschelt. Aber soweit
überhaupt was funktioniert machen Preis, Lebensdauer, Nötigkeit
der Nachkalibrierung wohl alle Lösungen für Hobbyanwender
wenig attraktiv.

MfG JRD

Andreas Haimberger

unread,
Oct 15, 2002, 11:57:55 AM10/15/02
to

"Stefan Huebner" schrieb:

> Dieser Absatz ist leider mal wieder typisch fuer diese NG. Der
> Hinweis, dass der Selbstbau nicht unbedingt eine oekonomische
> Meisterleistung ist, ist ja durchaus angebracht.

[...]


> koennte so viele Denkanstoesse fuer kreative Koepfe geben. Aber es
> ist schliesslich eine de. NG, und somit ist die erste Frage
> natuerlich, wie man das billiger machen kann, die zweite, ob man das

> bei Conrad als Bausatz bekommt [...]

Nun ja, aus dem Ursprungsposting habe ich herausgelesen, dass der
Hauptgrund der Frage das Geldsparen war. Wenn die Hauptmotivation
darin liegt, Wissen und KnowHow zu vertiefen, steht einem Selbstbau
natürlich nichts im Weg. Billiger als ein fertiges Gerät (wenn man
gleiche Genauigkeit anstrebt) wird's aber nicht werden.

> Konsequenz, es lieber zu lassen, ganz egal, worum es geht.

Nö. Konsequenz: willst du es bei gleicher Genauigkeit billiger als ein
Fertiggerät machen, dann lass' es. Willst du ein selbstgebautes Gerät
haben, beim Selbstbau dein Wissen und Können vertiefen und bist du
bereit, dafür auch etwas Geld auszugeben, dann mach' es.

Man darf aber nicht erwarten, professionelle Meßgeräte mit minimalstem
Aufwand sozusagen in der Küche selber bauen zu können. Wenn das so
einfach wäre, würde es ja auch die Industrie machen.

MFG Andy

Tobias Schlottke

unread,
Oct 15, 2002, 12:43:46 PM10/15/02
to
Stefan Huebner wrote:
> Richtig, und auch der einzige Grund, weshalb die Geraete so teuer
> sind. Die Elektronik ist trivial, O2-Messgeraete fuer Wasser, die ich
> mal umgebaut habe, bestanden im Grossen und Ganzen aus einem ICL7106
> und LC-Anzeige. Die Messtechnik war im Sensor, genaugenommen DER
> Sensor.

Mooooment. Nehmen wir mal an, wir lassen die Kalibrierung weg.
(Ok, dann ist es genau genommen keine Messung mehr).
Aber dem OP ging es doch wohl im Wesentlichen um
die Einstellung der Heizung. Das ist doch meist
nur das Suchen eines Optimums, das kann man auch ohne Kalibrierung.

Für die Emissionsmessung brauch man dan eh den Schornsteinfeger
mit Stempel auf Stirn (und auf Gerät) die ist eh so vorgeschrieben,
egal ob sinnvoll oder nicht.

Vielleicht lohnt sich die Suche nach unkalibrierten
(und vielleicht auch nicht kalibrierfähigen) Sensoren,
die dann vielleicht nicht billig, aber immerhin doch
finanzierbar/lohnend sind.

Gruß (mit Interesse an einem CO Sensor)
Toby

Olaf Kaluza

unread,
Oct 15, 2002, 1:05:25 PM10/15/02
to
Rafael Deliano <Rafael_...@t-online.de> wrote:

>> einfach durch ... "unsinnige Kommentare" totgeredet werden !
>In der ursprünglichen Frage stand was von 1k EUR sparen: das
>ist Wunschdenken. Wenn es so einfach wäre gäbe es


Zufaellig arbeite ich bei einer Firma die CO2(TOC) Messgeraete
herstellt. Ich teile daher deine Meinung erstmal so. :-)

Allerdings koennte vielleicht etwas zu machen sein wenn man
bastelwillig genug ist und der Messbereich nicht zu fein ist. Ich
halte es z.B fuer ausgeschlossen das jemand mal eben so eine optische
Bank zuhause entwickelt welche 100-500ppm misst. Und zwar deshalb weil
man dann Probleme mit der Mechanik bekommen wird. Will man dagegen im
Prozentbereich messen so koennte es klappen. Allerdings auch dann
sollte man jemand kennen der in so einer Firma arbeitet. Da fallen
halt schonmal Sensoren an die normalerweise weggeschmissen werden weil
ihre Empfindlichkeit nachgelassen hat. Oder Glaeser/Rohre die schon etwas
blind geworden sind aber fuer zuhause noch gut genug sind.

>insofern wird auch in der Richtung eifrig geforschelt. Aber soweit
>überhaupt was funktioniert machen Preis, Lebensdauer, Nötigkeit
>der Nachkalibrierung wohl alle Lösungen für Hobbyanwender
>wenig attraktiv.

Also Nachkalibrierung halte ich fuer so eine Anwendung nicht unbedingt
fuer erforderlich. Es geht ja eigentlich nur um die Aussage ob sich
etwas am Zustand vom letzten Jahr der Heizung geaendert hat und dann
wird es bei einem defekt derselben vermutlich gleich sehr grosse
Abweichungen geben.
Problematische ist es dagegen schon bei der Entwicklung dass mal alles
so zu ueberpruefen wenn man keine Kalibriergase hat.

Wenn man das alles nur macht um Geld zu sparen dann sollte man lieber
fuer 5DM/h anderen Leuten den Rasen maehen und sich dann ein
Messgeraet kaufen. Ich halte das nur fuer sinnvoll wenn man auch
wirklich basteln will, also aus Spass an der Sache.

Eine beheizte Lambdasonde aus einem alten Auto ist sicherlich um
Groessenordnungen einfacher einzusetzen.

Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Olaf Kaluza

unread,
Oct 15, 2002, 2:01:42 PM10/15/02
to
Tobias Schlottke <ic...@cpth.de> wrote:

>Vielleicht lohnt sich die Suche nach unkalibrierten
>(und vielleicht auch nicht kalibrierfähigen) Sensoren,
>die dann vielleicht nicht billig, aber immerhin doch
>finanzierbar/lohnend sind.

>Gruß (mit Interesse an einem CO Sensor)

Der Sensor alleine reicht nicht. Diese Sensoren reagieren nur auf eine
Aenderung der Lichtstaerke. In der Praxis haengt da eine drehendes Scheibe
im Strahlengang mit einem Loch drin.
Dann brauchst du auch noch eine Lichtquelle. Den sogenannten Strahler. Das ist
im Prinzip eine Gluehwendel die man schwach glimmen laesst. Fuer
geringe Ansprueche kann man die vielleicht aus einer Gluehbirne
basteln wenn man das Glas entfernt. Man koennte jetzt noch auf die
Idee kommen die rotierende Scheibe wegzulassen und die Gluehwendel
pulsieren zu lassen. Wegen der thermischen Traegheit geht das aber nur
relativ langsam. Dadurch liegt man nicht mehr am idealen Arbeitspunkt
des Sensor. Aber bei geringeren Anspruechen geht es vielleicht.
Ein ernsteres Problem ist es dagegen schon das man ein Gefaess braucht
durch das das Gas stroemen kann und welches zwei Fenster aufweisst
hinter dem Sensor und STrahler angebracht sind. Diese Fenster duerfen
nicht aus normalen Glas sein sondern aus einem bestimmten
Salz. (teuer)
Ein weiteres Problem das hier noch garnicht angesprochen wurde. Diese
Methode hat eine hohe Querempfindlichkeit gegen Wasserdampf. Den
muesst ihr also vorher aus dem Messgas entfernen. Auch nicht so
einfach. Und wenn die Abgase aus dem Kamin noch etwas enthalten das
sich irgendwo als Belag niederschlagen kann so muss das auch entfernt
werden weil sonst die Fenster beschlagen und euer Messgeraet immer
unempfindlicher wird.

Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Andreas Ehlers

unread,
Oct 15, 2002, 5:07:26 PM10/15/02
to
Olaf Kaluza schrieb:

>Eine beheizte Lambdasonde aus einem alten Auto ist sicherlich um
>Groessenordnungen einfacher einzusetzen

Hast Du eine Ahnung wie man das realisieren könnte ?
Wie gesagt, es muß muß nicht CO2 zu messen sein, mit einer O2 Messung komme
ich auch aus !
Unabhängig von Kalibrierung und etc. !

Nochmal Allgemeines:
Für alle die sich an diesen Thema beteilig haben, bzw. noch was zu sagen
haben, mir geht es nicht um die Kalibrierung oder um Genauigkeit (selbst
0,5-2% sind i.O) , sondern um die Idee ob sich so etwas realisieren läßt
(bzw. wie), natürlich vom Preis her gesehen weniger als Profigeräte.
Deshalb auch die Frage ob/wie es mit einer Lambdasonde geht !

Danke an alle !

Andreas


Robert Eckelmann

unread,
Oct 15, 2002, 5:44:27 PM10/15/02
to

"Andreas Ehlers" <A.Eh...@web.de> schrieb im Newsbeitrag news:aoe39m$m0am8$1...@ID-100466.news.dfncis.de...
> Hallo NG !
Hallo Andreas&NG


Wie wäre es mit einer völlig anderen Methode..
Wenn ich mich richtig an meinen Chemieunterricht errinere, kann
man mit Kalkwasser CO2 nachweisen..
Wie sich das aber quantitativ verhält, müsste man mal nen Chemiker fragen.
Also hier mein Vorschlag für einen Versuchsaufbau:
Etwas Abgas, Volumen V, deines Brenners abgreifen und auf Raumtemp abkühlen, ggf trocknen.
Dann durch Kalkwasser leiten.
Jetzt PH-Wert-Änderung oder ausgefällten Kalk messen.
Dann aufgrund der PH-Wert-Änderung oder der Kalk-Menge das CO2 Volumen bestimmmen..

Erschlagt mich bitte nicht, wenn ich hier mein Chemie-Halbwissen total durcheinander gebracht
habe, aber ich wollte einfach mal eine andere Herangehennsweise kundtun.
Wie sich diese Messungen hobbymässig oder semiproffessionell umsetzen lassen sei jetzt
mal in den Raum gestellt..

Robert, der offen für alle Kommentare und Hinweise ist..

Wolfgang Horejsi

unread,
Oct 16, 2002, 1:37:05 AM10/16/02
to
Andreas Ehlers" <A.Eh...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aogj1v$m2su2$1...@ID-100466.news.dfncis.de...

http://www.taunus-biker.de/~mdvp/Lambda/Lambda.html

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Es ist soweit: Salzgitter bekommt eine U-Bahn. Seit Monaten wird schon
gebuddelt. In einer ersten Ausbaustufe - die eingeschränkte Finanzlage
zwingt dazu, und man will auch erst die Akzeptanz testen - wird nur eine
Station gebaut. 2 Jahre später soll dann eine 2. Station dazu kommen. In
einer weiteren Ausbaustufe sollen dann beide Stationen miteinander
verbunden werden....

Uwe Hercksen

unread,
Oct 16, 2002, 3:28:49 AM10/16/02
to

Andreas Ehlers schrieb:

>
> Ich bin auf der Suche nach einer Schaltung für einen CO2 (Kohlendioxid) oder
> O2 (Sauerstoff) Meßgerät.

Hallo,

das Dilemma ist das die handelsüblichen Sauerstoffsensoren
eine deutlich beschränkte Lebensdauer haben. Das sind
elektrochemische Zellen in denen der Sauerstoff aus dem Gas
durch eine Oxidation eine Spannung erzeugt die proportional
zum Partialdruck des Sauerstoffs ist. Da verbrauchen sich
natürlich die reagierenden Stoffe, deshalb ist die
Lebensdauer begrenzt und diese Sensoren müssen auch öfters
neu kalibriert werden. Solche Sensoren für die O2 Messung
bei Umgebungstemperaturen sind auch nicht billig.

Bye

Olaf Kaluza

unread,
Oct 16, 2002, 12:34:31 PM10/16/02
to
Robert Eckelmann <dc...@dc6xs.de> wrote:

>Wie wäre es mit einer völlig anderen Methode..
>Wenn ich mich richtig an meinen Chemieunterricht errinere, kann
>man mit Kalkwasser CO2 nachweisen..

Vielleicht koennte man das noch mehr vereinfachen. Ich meine es gibt
auch so Teststaebchen welche ueber eine Verfaerbung den CO2 Anteil
anzeigen. Solange man nicht zu oft misst koennte das gehen.

Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Olaf Kaluza

unread,
Oct 16, 2002, 12:36:43 PM10/16/02
to
Andreas Ehlers <A.Eh...@web.de> wrote:

>>Eine beheizte Lambdasonde aus einem alten Auto ist sicherlich um
>>Groessenordnungen einfacher einzusetzen

>Hast Du eine Ahnung wie man das realisieren könnte ?

Noe. Im PRinzip liefern diese Sondern wohl einfach eine
Ausgangspannung. Allerdings funktionieren sie nur wenn sie heiss
sind. Deswegen brauchst du eine beheizte.
Allerdings, ich habe keine praktische Erfahrung mit den Teilen, sollen
sie ziemlich nichtlinear sein. Da koennte die Herausforderung liegen.

Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Rolf Bombach

unread,
Oct 16, 2002, 1:34:20 PM10/16/02
to
Stefan Huebner wrote:
>
> >Eine Lambdasonde kann nur den Sauerstoffgehalt messen. Für
> >CO2-Messungen nimmt man üblicherweise Infrarot-Sensoren, weil CO2 sehr
> >stark im Infrarot absorbiert. Die Temperatur des Abgases kann man
> >dadurch in den Griff kriegen, dass man mit einer Sonde Gas absaugt und
> >abkühlt, bevor es durch den Sensor geleitet wird.
> >
> >Die Meßschaltungen sind nicht sehr kompliziert, die Schwierigkeit bzw.
> >das Teure dran sind die Sensoren und die Kalibrierung des Meßsignals.
>
> Richtig, und auch der einzige Grund, weshalb die Geraete so teuer
> sind. Die Elektronik ist trivial, O2-Messgeraete fuer Wasser, die ich
> mal umgebaut habe, bestanden im Grossen und Ganzen aus einem ICL7106
> und LC-Anzeige. Die Messtechnik war im Sensor, genaugenommen DER
> Sensor.
>
> >Solche Meßgeräte von Null auf selber bauen macht meines Erachtens
> >nicht viel Sinn. Sinnvoller wäre es IMO, eine Abgasmessung von einem
> >Heizungsfachmann durchführen zu lassen, der muß dann auch für die
> >Genauigkeit der Messung geradestehen. Das kommt sicher billiger als
> >Meßgerätekauf oder Selbstbauversuche.

Vielleicht kann das selbstgebaute Gerät sogar besser und
genauer messen als das vom Kontrolleur. Der mag schlecht
bis falsch messen, aber dessen Wert ist amtlich massgebend,
leider. Also sollte man sich auch dahingehend überlegen,
was man mit eigenen Messungen erreichen will.
Wer Glück hat, findet auf dem Schrott ein ausgemustertes
Gerät. Etwa ein magnetisches (Magnox oder wie die heissen)
für Sauerstoff, die halten bei pfleglicher Behandlung ewig.
Zuweilen fliegen ältere Geräte jetzt raus, da sie nicht
"systemfähig" sind...
Allen kleinen Sensoren trau ich nicht so recht, insbesondere
der Lambdasonde. Letztere ist ja auch für lambda=1 Detektion
ausgelegt und nicht für den leicht mageren Betrieb in
Brennern. Von Figaro gibt es allerlei so kleine Sensoren
für alles Mögliche.
Für genaue Messungen hilft nur Gasanalyse, entweder GC
(ist halt diskontinuierlich), FT-IR oder die klassischen
Analysestationen mit IR für CO und CO2, Magnet für O2,
Chemilumineszenz für NOx und FID für UHC. Ist aber
schnell mal 100kE zusammen...

--
mfg Rolf Bombach


Stefan Huebner

unread,
Oct 16, 2002, 3:40:47 PM10/16/02
to

>Zufaellig arbeite ich bei einer Firma die CO2(TOC) Messgeraete
>herstellt. Ich teile daher deine Meinung erstmal so. :-)
>
>Allerdings koennte vielleicht etwas zu machen sein wenn man
>bastelwillig genug ist und der Messbereich nicht zu fein ist. Ich
>halte es z.B fuer ausgeschlossen das jemand mal eben so eine optische
>Bank zuhause entwickelt welche 100-500ppm misst. Und zwar deshalb weil
>man dann Probleme mit der Mechanik bekommen wird. Will man dagegen im
>Prozentbereich messen so koennte es klappen. Allerdings auch dann
>sollte man jemand kennen der in so einer Firma arbeitet. Da fallen
>halt schonmal Sensoren an die normalerweise weggeschmissen werden weil
>ihre Empfindlichkeit nachgelassen hat. Oder Glaeser/Rohre die schon etwas
>blind geworden sind aber fuer zuhause noch gut genug sind.

Juhu :) Mit diesem und Deinen anderen Postings hast Du bewiesen, dass
es die von mir zuvor totgesagten noch gibt, die naemlich nicht die
oekonomische Unsinnigkeit herauskehren oder gar die Machbarkeit
generell in Frage stellen, sondern, so wie Du, Ansatzweise erklaerst,
wie es funktioniert. An DIESEM Punkt, hier zum Beispiel wegen der
Optik, kann der urspruengliche Fragesteller dann entscheiden, ob das
noch seine Welt ist. Nicht aber beim erstbesten Posting, das besagt
"geht nich, is zu teuer, kannste eh nich zuhause basteln". Sehr
schoen. Ich drohe hiermit schon mal eine baldige Feststellung, an die
natuerlich eine Frage gekoppelt ist, an, zum Thema
Dehnungsmessstreifen. Ich moechte keine Lehrbuchzitate hoeren, davon
habe ich genug gelesen, die merkwuerdigsten Formen konstruiert und
Flaechen ueber irgendwelchen gerade noch realisierbaren und vorallem
reproduzierbaren Figuren integriert und wozu? - um mir von der
Industrie zeigen zu lassen, dass ein rottiger Stahl-Vierkantstab mit 8
DMS und etwas Software genauer und richtungsunabhaengiger misst als
meine Alu-Wunderkonstruktion es jemals gekonnt haette. Aber dazu mehr,
wenn ich etwas Zeit habe.

Rafael Deliano

unread,
Oct 17, 2002, 1:33:45 AM10/17/02
to
> Diese Sensoren reagieren nur auf eine
> Aenderung der Lichtstaerke. In der Praxis haengt da eine drehendes
> Scheibe im Strahlengang mit einem Loch drin.
Ist das das Infrarotverfahren das ehedem Hartmann & Braun Uras
verwendete ? Dort war der Wärmesensor kapazitiv. Chopperfrequenz 12 Hz.

MfG JRD

Olaf Kaluza

unread,
Oct 17, 2002, 12:07:08 PM10/17/02
to
Rafael Deliano <Rafael_...@t-online.de> wrote:

>Ist das das Infrarotverfahren das ehedem Hartmann & Braun Uras
>verwendete ? Dort war der Wärmesensor kapazitiv. Chopperfrequenz 12 Hz.

Von Hoffen & Beten weiss ich zwar nichts, aber ansonsten klingt es
aehnlich. .-)

Olaf


--
D.i.e.s.S. (K.)

Olaf Kaluza

unread,
Oct 17, 2002, 12:29:15 PM10/17/02
to
Stefan Huebner <mail.stef...@gmx.de> wrote:

>wie es funktioniert. An DIESEM Punkt, hier zum Beispiel wegen der
>Optik, kann der urspruengliche Fragesteller dann entscheiden, ob das
>noch seine Welt ist. Nicht aber beim erstbesten Posting, das besagt

Da hast recht, ich denke auch das man jeden die Entscheidung selber
ueberlassen sollte und ihm idealerweise nur das Wissen vermittelt sie
zu treffen. Aber gelegentlich verfaellt man natuerlich auch in die
'das ist ja nicht zu schaffen' Schiene.

>"geht nich, is zu teuer, kannste eh nich zuhause basteln". Sehr

Mit dieser Einstellung werden wir hier in Zukunft nur noch
Schwachkoepfe rumlaufen haben. [seufz] Aber es wird natuerlich schon
immer schwerer.

Olaf

--
D.i.e.s.S. (K.)

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