ich habe hier ein Intenetradio, welches von einem Schaltnetzteil
betrieben wurde (12V, 2A). Das Schaltnetzteil ist kaputt, ich habe
hier testweise mal ein Netzteil von einem Touch-PC (12V, 5A)
angeschlossen, ohne Probleme. Dann habe ich hier noch ein passendes
Schaltnetzteil 12V 3A, was perfekt wäre.
Nur leider habe ich dabei ganz leise Pfeifgeräusche. Das Netzteil hat
bereits ab Werk einen Ferritkern in der Sekundärleitung. Es spielt
auch keine Rolle, wo ich das Netzteil hinlege. Die Sekundärleitung ist
ca. 1 m lang. Auch wenn das Netzteil 1m entfernt liegt, sind die
leisen Störungen die gleichen.
Hat jemand eine Idee, was ich noch machen kann? Klar, neues Netzteil
ist eine Variante, aber ich will das Problem lösen, denn das nächste
Netzteil kann ja wieder das gleiche Problem haben.
Danke.
Dirk
> ich habe hier ein Intenetradio, welches von einem Schaltnetzteil
> betrieben wurde (12V, 2A). Das Schaltnetzteil ist kaputt, ich habe
> hier testweise mal ein Netzteil von einem Touch-PC (12V, 5A)
> angeschlossen, ohne Probleme. Dann habe ich hier noch ein passendes
> Schaltnetzteil 12V 3A, was perfekt wäre.
>
> Nur leider habe ich dabei ganz leise Pfeifgeräusche. Das Netzteil hat
> bereits ab Werk einen Ferritkern in der Sekundärleitung. Es spielt
Der filtert nur die Störungen heraus, die auf beiden Leitungen drauf sind
(common mode). Ich denke mal, wenn Du die Litzen je einzeln durch je einen
Ferritkern wickeln könntest, würde es das Pfeifen sicherlich auch noch
reduzieren (letztlich ne Frage der Windungen), besser 2 Drosseln (ab 10uH
aufwärts probieren).
Probier auch einfach mal einen Elko mit geringem ESR (z.B. von einem alten
Mainboard runtergelötet - die ohne den aufgewölbten Deckel nehmen ;-).
Wenn Du nichts modfizieren willst, dann löte Dir einen Zwischenstecker (DCDC-
Kabelbuchse auf DCDC-Stecker) an den Du den Kondensator packst oder die
Drosseln reinlötest.
M.
Ich könnte mir vorstellen, dass die restliche relativ hochfrequente
Rippelspannung gerade zufällig dieses Netzteiles mit irgendwelchen
höheren Frequenzanteilen im Internet-Radio interferiert und daraus
eine schwache Tonfrequenz entsteht, die man als schwaches
Hintergrundpfeifen wahrnimmt.
Teste das einfach mal, in dem Du mit zusätzlichem Elko und parallel
dazu ein 100nF-Multilayer-Keramikkondensator parallel zur DC-Spannung
schaltest.
Wenn diese Massnahme beim Ausgang des Schaltnetzteiles nichts bringt,
versuche es beim DC-Eingang des Internetradio.
Gruss
Thomas
Gruß,
Michael Karcher
> On 15 Mrz., 08:59, Dirk Janssen <dirk...@googlemail.com> wrote:
>> Hallo,
>>
>> ich habe hier ein Intenetradio, welches von einem Schaltnetzteil
>> betrieben wurde (12V, 2A). Das Schaltnetzteil ist kaputt, ich habe
>> hier testweise mal ein Netzteil von einem Touch-PC (12V, 5A)
>> angeschlossen, ohne Probleme. Dann habe ich hier noch ein passendes
>> Schaltnetzteil 12V 3A, was perfekt wäre.
>>
>> Nur leider habe ich dabei ganz leise Pfeifgeräusche. Das Netzteil hat
>> bereits ab Werk einen Ferritkern in der Sekundärleitung. Es spielt
>> auch keine Rolle, wo ich das Netzteil hinlege. Die Sekundärleitung ist
>> ca. 1 m lang. Auch wenn das Netzteil 1m entfernt liegt, sind die
>> leisen Störungen die gleichen.
>>
>
> Ich könnte mir vorstellen, dass die restliche relativ hochfrequente
> Rippelspannung gerade zufällig dieses Netzteiles mit irgendwelchen
> höheren Frequenzanteilen im Internet-Radio interferiert und daraus
> eine schwache Tonfrequenz entsteht, die man als schwaches
> Hintergrundpfeifen wahrnimmt.
>
> Teste das einfach mal, in dem Du mit zusätzlichem Elko und parallel
> dazu ein 100nF-Multilayer-Keramikkondensator parallel zur DC-Spannung
> schaltest.
Elko kann man sich schenken, bei HF-Störungen mancht es fast nichts. Ich
würde mit einem LC-Filter probieren. L ca 10µH, als C Keramik-kondensatoren
10n und 1µ parallel geschaltet.
Bei den Spulen im NT selbst: achte darauf, dass der Eingang und der Ausgang
auf verschiedenen Seiten des Kernes rauskommen und die Leitungen danach
nicht parallel liegen und koppeln.
Waldemar
Das ist klar. Darum erwähnte ich parallel dazu dem Kerko. Den Elko
erwähnte ich, falls es im Rippel auch noch niederfrequentere Anteile
hat. Dann schlägt man vielleicht zwei Fliegen auf einen Schlag.
Gruss
Thomas
> > Elko kann man sich schenken, bei HF-Störungen mancht es fast nichts.
>
> Das ist klar. Darum erwähnte ich parallel dazu dem Kerko. Den Elko
Hallo nochmal, und vielen Dank für die ganzen Tipps.
Habe jetzt mal verschiedene Sachen probiert: Diverse kleine Kerko's,
die Litzen einzeln um Ferritkerne, das ganze noch in Kombination mit
Elko's. Alles leider ohne Erfolg. Spulen (die empfohlenen 10 µH) habe
ich leider nicht. Was meint Ihr, wieviele Wicklungen um Ferritkerne
sollten es sein?
Gruß
Dirk
Und dabei hoffen, dass der Ripple auf der Ausgangsspannung nicht zum
verwendeten Wandlerprinzip gehört und/oder zusätzliche kapazitive
Belastung keine Instabilitäten hervorruft.
--
mfg Rolf Bombach
Der Kern sollte aber gross sein, sonst saettigt das nachher.
Pfeifgeraeusche erfordern meist deutlich mehr an Induktivitaet. Wenn
Dirk gerade nichts passendes an Drossel da hat, vielleicht findet sich
irgendwo noch ein alter Zeilentrafo dessen Kern man "entpellen" kann.
Manchmal bekommt man im Autozubehoer Sperren gegen
"Lichtmaschinenpfeifen". Darf aber keine Gleichtaktversion fuer NF-Kabel
sein, sondern ein echter Tiefpass fuer die 12V Leitung. Frueher gab es
die in diesen gelblich cadmierten Blechgehaeusen mit Laschen zum
Anschrauben.
--
Gruesse, Joerg
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Eigentlich sollte das Netzteil ja so hochfrequent
arbeiten, das man nichts hört. Vielleicht ist es
ja wirklich eine zufällige Interferenz mit der
eigentlich unhörbaren Schaltfrequenz wie ein
anderer Poster schon schrieb.. Dann würden
wohl auch kleinere Induktivitäten reichen. Ich
denke aber das sich dieses Problem sowieso
nicht lösen lässt, ohne sich die Ausgangsspan-
nung des Netzteils auf einem Oszi anzusehen.
Gruss
Harald
Kommt drauf an wie alt das Netzteil ist. Viele Ueberbleibsel von vor zig
Jahren verreckten Laptops oder so liegen nur wenig ueber 100kHz. Bei zu
wenig Last gehen die schonmal in einen "Stakkato-Betrieb" oder in
EE-Speak "Burst Mode" und den kann man hoeren.
Aber Du hast recht, ein Scope-Bild waere jetzt nicht verkehrt. Da
wuessten wir was an Stoerungen wegzupusten ist.
>Eigentlich sollte das Netzteil ja so hochfrequent
>arbeiten, das man nichts hört.
Bis jetzt wurde doch noch gar nicht exakt angegeben, ob es aus dem
Radio oder aus dem Netzteil pfeift?! Oder habe ich das überlesen?
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
> Harald Wilhelms wrote:
>
>> Eigentlich sollte das Netzteil ja so hochfrequent arbeiten, das man
>> nichts hört.
>
> Kommt drauf an wie alt das Netzteil ist. Viele Ueberbleibsel von vor
> zig Jahren verreckten Laptops oder so liegen nur wenig ueber
> 100kHz. Bei zu wenig Last gehen die schonmal in einen
> "Stakkato-Betrieb" oder in EE-Speak "Burst Mode" und den kann man
> hoeren.
Kann auch so was sein wie ein Überschlag alle 10 Zyklen. Oder eine lose
Wicklung, die mit einem Teiler der Elektrofrequenz mechanisch
mitschwingt.
Es gibt halt schon Effekte, die auch mit einem Teiler der
Erregerfrequenz auftreten können.
--
David Kastrup
Die Geräusche kommen aus den Lautsprechern des Radios.
Dirk
Nicht zwingend. Ich kenne Steckernetzteile, die im unteren Lastbereich
deutlich unter 20kHz Schaltfrequenz gehen - von wegen Leerlaufverbrauch und
so.
Es kann also sein, daᅵ er mehr als ein paar uH braucht.
cu
Michael
Nein.
Siehe Pulsfrequenzmodulation.
--
mfg hdw
Doch. Siehe pulse skip mode. Da wird der Oszillator (mit seinen z.B. 200kHz)
immer nur dann eingeschaltet, wenn die Ausgangsspannung z.B. 50mV unter
Nennspannung liegt. Nach ein paar Schwingungen ist der Ausgangs-C wieder voll
und der Oszillator wieder aus. Bei bestimmten Lastverhältnissen kann da
durchaus eine mit 10kHz gepulste 200kHz rauskommen ;-(. Man hört das auch am
recht nervigen "Krisseln" der Netzteildrossel im Leerlauf. Erinnert ein wenig
an die alte Modemmodulation. Warum machen die das? Um die Stromaufnahme im
Leerlauf auf ein paar uA zu drücken.
M.
>Man hört das auch am
>recht nervigen "Krisseln" der Netzteildrossel im Leerlauf.
Wem sagst das - ziemlich hässlich...klingt immer so kaputt.