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Kondensator zum starten einer Leuchtstofflampe

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Stefan Pagel

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Dec 14, 1999, 3:00:00 AM12/14/99
to

Hallo (nochmal),

ich würde gerne die Lebensdauer meiner Leuchtstofflampe erhöhen, indem ich statt
eines Starters einen leistungsstarken Kondensator verwende.

Nur welche Kapazität brauche ich dazu?
zu wenig: die Röhre würde nich starten
zu viel: die Röhre oder besser gesagt die Kabel könnten einer zu Spannung nicht
stand halten


mfg, Stefan

PS: 15 Watt
--
_____________________________________________________________
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Manfred Winterhoff

unread,
Dec 14, 1999, 3:00:00 AM12/14/99
to
Stefan Pagel <s.t.e...@web.de> schrieb im Beitrag
<3856...@netnews.web.de>...

> ich würde gerne die Lebensdauer meiner Leuchtstofflampe erhöhen, indem ich
statt
> eines Starters einen leistungsstarken Kondensator verwende.
> Nur welche Kapazität brauche ich dazu?
> zu wenig: die Röhre würde nich starten
> zu viel: die Röhre oder besser gesagt die Kabel könnten einer zu Spannung
nicht
> stand halten
>
Wo hast du denn DEN Unfug gehoert ?
Es gibt Starter (lassen wir mal die ganzen Pfusch-Schnellstarter weg),
und elektronische Vorschaltgeraete (EVGs).
Und ob sich der Preis eines EVG durch die gesparten Roehren amortisiert,
ist eher zweifelhaft.
Ein normaler Starter hat den Vorteil, dass er die Roehre genau so lange heizt,
bis sie zuendet, dann sorgt er dafuer, dass kein Heizstrom mehr fliesst, ist
also gar nicht mal so schlecht.
Eine Roehre ohne zu Heizen zu zuenden ist der Lebensdauer ABTRAEGLICH !
--
Manfred Winterhoff
mawin at gmx.net
(remove NOSPAM if replying)

Stefan Pagel

unread,
Dec 14, 1999, 3:00:00 AM12/14/99
to

Der Kondensator erzeugt meines Wissen einen so starken Durchschlag, dass die
Leuchtstofflampe sogar noch nach dem Abbrennen der Zündkontakte weiterhin
funktioniert. -> höhere Lebensdauer

mfg, Stefan


"Stefan Pagel" <s.t.e...@web.de> wrote:
>
>Hallo,


>
>ich würde gerne die Lebensdauer meiner Leuchtstofflampe erhöhen, indem ich statt
>eines Starters einen leistungsstarken Kondensator verwende.
>
>Nur welche Kapazität brauche ich dazu?
>zu wenig: die Röhre würde nich starten
>zu viel: die Röhre oder besser gesagt die Kabel könnten einer zu Spannung nicht
>stand halten
>
>

Wolfgang Horejsi

unread,
Dec 15, 1999, 3:00:00 AM12/15/99
to
Stefan Pagel <s.t.e...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3856...@netnews.web.de...>

> ich würde gerne die Lebensdauer meiner Leuchtstofflampe erhöhen, indem ich
statt > eines Starters einen leistungsstarken Kondensator verwende.

In meiner jugendlichen Bastelzeit hatte ich eine Steckdose mit einem
Kondensator (grosser MP) in Reihe geschaltet. So konnte ich mit 220 V
experimentieren, ohne die Gefahr bei Kurzschluss die Schmelzsicherung im
Haus ersetzen zu müssen. War für meine damaligen Verhältnisse ganz praktisch
und clever. Bis ich eine Leuchtstofflampe an diee Steckdose angeschlossen
habe. Es gab einen Riesenknall, die Sicherung war trotzdem herausgeflogen,
die Leuchtstofflampe war explodiert. Das war sehr ärgerlich, denn es
handelte sich um eine teuere Schwarzlichtlampe. Danach habe ich mich etwas
mit Wechselstrom, ganz besonders Serienresonanzkreisen beschäftigt.

Dass man mit einem Kondensator eine Leuchtstofflampe zünden kann, kann ich
bestätigen, aber nur ein mal.

--
Wolfgang Horejsi

Verkauf, Beratung und Einrichtung von Windows-PCs

Thomas Schaerer

unread,
Dec 15, 1999, 3:00:00 AM12/15/99
to
Wolfgang Horejsi <wolfgang...@gmx.de> wrote:


> Dass man mit einem Kondensator eine Leuchtstofflampe zünden kann,
> kann ich bestätigen, aber nur ein mal.

Irgend etwas hast Du beim Experiment falsch gemacht, denn ich habe
eine Leuchtstoffhandlampe bei der in Serie zur Lampe ein Kondensator
und keine Spule geschaltet ist. Und die ist uralt, - mindestens schon
20 jahre alt und funktioniert noch immer. Wo also liegt der Hase im
Pfeffer?

Gruss
Thomas
--
#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#
* Thomas Schaerer >>> scha...@isi.ee.ethz.ch <<< ||| *
* Swiss Federal Institute of Technology Zurich, ETHZ ||| *
* Signal and Information Processing Laboratory ISI / | \ *
* Sternwartstr. 7 CH-8092 Zurich, Switzerland / | \ *
#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#

Nikolaus Heimes

unread,
Dec 15, 1999, 3:00:00 AM12/15/99
to

Thomas Schaerer schrieb:

> Irgend etwas hast Du beim Experiment falsch gemacht, denn ich habe
> eine Leuchtstoffhandlampe bei der in Serie zur Lampe ein Kondensator
> und keine Spule geschaltet ist. Und die ist uralt, - mindestens schon
> 20 jahre alt und funktioniert noch immer. Wo also liegt der Hase im
> Pfeffer?
>

Hallo Thomas, so ein Teil kannte ich auch mal. Wenn Du das
naechste Mal da reinschaust, mess doch mal den Widerstand
des Anschlusskabels.
Grusz Niko

Martin Lenz

unread,
Dec 15, 1999, 3:00:00 AM12/15/99
to
Das mit dem Widerstand im Anschlußkabel ist eine andere Sache. Man muß
halt bei einer Leuchtstofftröhre mit "irgendeiner" Impedanz den Strom
begrenzen, sei das ohmsch, kapazitiv oder induktiv.
Die Induktive Schaltung hat aber den Vorteil, daß du mit dem Starter
erhöhte Zundspannungsstöße erzeugen kannst, das geht sonst nicht.
Deswegen kenne ich die ohmsche (Widerstandskabel) Schaltung nur für
kurze (8W) Lampen, die bei vorgeheizten Elektroden (deswegen haben die
auch einen Starter) mit 230V eff. zünden.
Das müsste mit einem Kondensator auch gehen. Kondensator ohne Spule ist
auch völlig ungefährlich, weil hier sicher keine Serienresonanz
auftritt.
Bei doppelbalken ist aber oft eine Lampe mit Drossel und die zweite mit
drossel UND kondensator beschaltet. Die sind so abgestimmt, daß die
Resonanzüberhöhung nicht zu groß wird, aber die Phasenverschiebung des
Stromes welche jetzt zwischen den 2 Röhren entsteht, das Flimmern
verringert.

Wenn man längere Röhren mit kapazitiven Schaltungen erfolgreich starten
will, gibt es Spannungsverdopplerschaltungen.
Bei dem explosiven Experiment muß wohl durch bes. unglückliche Umstände
genau die Resonanz getroffen worden sein, was nicht einfach ist, da für
starke Spannungsüberhöhungen natürlich ein hohe Güte des Schwingkreises
erforderlich ist, welche ihn sehr schmalbandig macht.
eine richtig dimensionierte LC Schaltung erscheint mir derart denkbar,
daß die Güte des kreises durch die belastung der brennenden Lampe soweit
gesenkt wird, daß die Spannung im zulässigen bereich bleibt.

Andererseits: Eine Gasentladung stellt einen negativen Widerstand dar,
mit einem neg. Widerstand kann man einen Schwingkreis sogar vollständig
entdämpfen!!!!
Das heißt, die Schwingungsamplitude steigt bis zur Zerstörung.

--


------------------------------------------------------------------------
Dipl.-Ing. Martin Lenz
TEL + 43 1 893 05 22 13
FAX + 43 1 893 05 22 15
EMAIL m.l...@kreuzgruber.com

Dipl.-Ing. Dr. techn. Peter Kreuzgruber
Technisches Buero fuer Elektrotechnik
Elektronik und Elektromaschinenbau
Kauergasse 10/5
A-1150 Wien
------------------------------------------------------------------------

Olaf Zielke

unread,
Dec 16, 1999, 3:00:00 AM12/16/99
to
Stefan Pagel <s.t.e...@web.de> wrote:

> ich würde gerne die Lebensdauer meiner Leuchtstofflampe erhöhen, indem ich statt
> eines Starters einen leistungsstarken Kondensator verwende.

> Nur welche Kapazität brauche ich dazu?


> zu wenig: die Röhre würde nich starten
> zu viel: die Röhre oder besser gesagt die Kabel könnten einer zu Spannung nicht
> stand halten


> mfg, Stefan

Die Lebensdauer einer Leuchstoffröhre läßt sich durch nicht Benutzung erhöhen :-)
Jetzt aber ernsthaft, wie der Name schon sagt wird der Starter nur zur Zündung
der Gasentlandungen in der Röhre benutzt. Wenn die Röhre in Betrieb ist, hat der
Starter keine Funktion und er kann auch keinen Schaden erzeugen (jedenfalls solange er heil ist).
Ein Kondensator ist dafür überhaupt nicht zu gebrauchen.
mfg
Olaf

Rolf Bombach

unread,
Dec 17, 1999, 3:00:00 AM12/17/99
to
Martin Lenz wrote:
>
> Das mit dem Widerstand im Anschlußkabel ist eine andere Sache. Man muß
> halt bei einer Leuchtstofftröhre mit "irgendeiner" Impedanz den Strom
> begrenzen, sei das ohmsch, kapazitiv oder induktiv.

Man will ja den Strom nicht einfach "begrenzen", sondern ihn möglichst
konstant halten. Denkt mal über die grundzipiellen Unterschiede
zwischen Strom und Spannung, Kapazität und Induktivität, Serien- und
Parallelschaltung nach, dann kommt ihr schon noch drauf, warum man
eine Drossel nimmt.

> Das müsste mit einem Kondensator auch gehen. Kondensator ohne Spule ist
> auch völlig ungefährlich, weil hier sicher keine Serienresonanz
> auftritt.

Der Glaube versetzt Berge und hilft Lampenherstellern. Völliger
Quatsch, siehe unten.

> Bei doppelbalken ist aber oft eine Lampe mit Drossel und die zweite mit
> drossel UND kondensator beschaltet. Die sind so abgestimmt, daß die
> Resonanzüberhöhung nicht zu groß wird, aber die Phasenverschiebung des
> Stromes welche jetzt zwischen den 2 Röhren entsteht, das Flimmern
> verringert.
>

Bei richtiger Abstimmung fliesst da der gleiche Strom, allerdings
phi-mässig auf der kapazitiven und nicht auf der induktiven Seite.
So kriegt man insbesondere bei grösseren Beleuchtungsanlangen
cos(phi) einigermassen nach 1 hin. Flimmerverringerung will-
kommener Nebeneffekt, allerdings flimmern 100 Hz auch so nicht
besonders stark.

....



> Andererseits: Eine Gasentladung stellt einen negativen Widerstand dar,
> mit einem neg. Widerstand kann man einen Schwingkreis sogar vollständig
> entdämpfen!!!!
> Das heißt, die Schwingungsamplitude steigt bis zur Zerstörung.

Auch wenn man es hundertmal erzählt, Quatsch bleibt Quatsch. Bei
einer Gasentladung gibt es durchaus Zonen in der I/U Kennlinie,
wo es bergab geht. Meinetwegen kann man das dann "negativen
differentiellen Widerstand" nennen, da dI/dU<0 ist. Der
Widerstand I/U bleibt natürlich positiv; die Kennlinie bleibt
im ersten Quadranten. So eine Gasentladung ist doch keine
Energiequelle.
Allerdings muss wegen dI/dU<0 der Strom, wie gepostet, mit
einem dI/dU>0 (="normalen") Widerstand begrenzt werden.
Da eine Gasentladung schneller reagieren kann, als mancher
denkt (doppelte Bedeutung beabsichtigt), eignet sich ein C
definitiv NICHT zur Strombegrenzung. Nanosekunden Reaktions-
zeiten sind nicht unüblich.
Hat die Spannungsquelle einen geringen Innenwiderstand,
beim 230V Netz ja nicht ungewöhnlich, liegt der C letzt-
endlich parallel zur Entladung. Wer will das seiner
Lampe zumuten? (Übungsbeispiel: delta_U=10V; tau=10ns;
C=1uF. Berechne I)

Echte negative Widerstände, also U/I<0, kann man schon
bauen. Wie man ahnt, muss da aber eine Energiequelle
eingebaut sein. Man suche unter Tunneldiode, Zweipol-
LC-Oszillator usw. Mit OpAmps geht es besonders einfach,
z.B. mit einer "falsch" dimensionierten Howland-Strom-
quelle, siehe Tietze/Schenk (bei den PT100 Beschaltungen,
ob ihr's glaubt oder nicht).

(BTW, ich hab nur einen Namen, und auch sonst ist meine
sig kürzer).

--
Rolf Bombach


Martin Lenz

unread,
Dec 18, 1999, 3:00:00 AM12/18/99
to

Rolf Bombach wrote:

> Martin Lenz wrote:
> >
> > Das mit dem Widerstand im Anschlußkabel ist eine andere Sache. Man muß
> > halt bei einer Leuchtstofftröhre mit "irgendeiner" Impedanz den Strom
> > begrenzen, sei das ohmsch, kapazitiv oder induktiv.
>
> Man will ja den Strom nicht einfach "begrenzen", sondern ihn möglichst
> konstant halten. Denkt mal über die grundzipiellen Unterschiede
> zwischen Strom und Spannung, Kapazität und Induktivität, Serien- und
> Parallelschaltung nach, dann kommt ihr schon noch drauf, warum man
> eine Drossel nimmt.
>

Es kann auch mit einem Kondensator funktionieren und wird bei einigen
elektronischen Vorschaltgeräten auch gemacht (allerdings bei höherer
Frequenz). Auch die Spannungsverdopplerstartschaltungen funktionieren mit
kapazitiver Strombegrenzung, der Spannungsverdoppler wird bei brennender
Röhre unwirksam, es ist definitiv kein L oder R in dieser Schaltung, leider
wird auch nicht vorgeheizt, außerdem wird die Röhre selbst mit Gleichstrom
betrieben(der Kondensator als Vorschalt-Impedanz sitzt natürlich AC seitig).

Zum Thema Strombegrenzung/stabilisierung:
Die Röhre hat eine (relativ definierte) Brennspannung und soll dabei einen
bestimmten Strom erhalten. Die Differenz zwischen Netz- und Brennspannung muß
am Vorschaltgerät abfallen. An einer bestimmten Impedanz fließt dann auch der
gewünschte Strom - abgesehen von Netzspannungsschwankungen.

>
> > Das müsste mit einem Kondensator auch gehen. Kondensator ohne Spule ist
> > auch völlig ungefährlich, weil hier sicher keine Serienresonanz
> > auftritt.
>
> Der Glaube versetzt Berge und hilft Lampenherstellern. Völliger
> Quatsch, siehe unten.
>
> > Bei doppelbalken ist aber oft eine Lampe mit Drossel und die zweite mit
> > drossel UND kondensator beschaltet. Die sind so abgestimmt, daß die
> > Resonanzüberhöhung nicht zu groß wird, aber die Phasenverschiebung des
> > Stromes welche jetzt zwischen den 2 Röhren entsteht, das Flimmern
> > verringert.
> >
> Bei richtiger Abstimmung fliesst da der gleiche Strom, allerdings
> phi-mässig auf der kapazitiven und nicht auf der induktiven Seite.
> So kriegt man insbesondere bei grösseren Beleuchtungsanlangen
> cos(phi) einigermassen nach 1 hin. Flimmerverringerung will-
> kommener Nebeneffekt, allerdings flimmern 100 Hz auch so nicht
> besonders stark.
>

So hab ichs eh gemeint, vielleicht nicht so detailiert geschrieben. Die cos
phi Kompensation ist nat. auch wichtig, speziell in Bereichen mit rotierenden
Maschinen ist es manchmal auch wichtig, den Stroboskopeffekt zu vermeiden.
Auch dafür ist es wichtig, daß das Licht gleichmäßig ist.

>
> ....
>
> > Andererseits: Eine Gasentladung stellt einen negativen Widerstand dar,
> > mit einem neg. Widerstand kann man einen Schwingkreis sogar vollständig
> > entdämpfen!!!!
> > Das heißt, die Schwingungsamplitude steigt bis zur Zerstörung.
>
> Auch wenn man es hundertmal erzählt, Quatsch bleibt Quatsch. Bei
> einer Gasentladung gibt es durchaus Zonen in der I/U Kennlinie,
> wo es bergab geht. Meinetwegen kann man das dann "negativen
> differentiellen Widerstand" nennen, da dI/dU<0 ist. Der
> Widerstand I/U bleibt natürlich positiv; die Kennlinie bleibt
> im ersten Quadranten. So eine Gasentladung ist doch keine
> Energiequelle.

Ja, vollkommen richtig, das hab ich zusehr vereinfacht. Aber mit einer
externen Energiequelle reicht auch der neg. differentielle Widerstand. I/U
oder dI/dU ist übrigens nicht der Widerstand sondern der Leitwert, Widerstand
ist U/I.
Gasentladungen in Form von Funken wurden übrigens bei den ersten Sendern
verwendet um den Schwingkreis zu entdämpfen - das Wort "funken" für eine
Radiofrequenz - Übertragung kommt davon.
Die Tunneldiode, welche du unten erwähnst hat übrigens auch eine positive U/I
Kennlinie, aber bei etwa 0,3V (+-0,1) gibt es einen Bereich mit negativem
du/dI - sie braucht auch eine Stromquelle um eionen Oszillator zu betreiben.


>
> Allerdings muss wegen dI/dU<0 der Strom, wie gepostet, mit
> einem dI/dU>0 (="normalen") Widerstand begrenzt werden.
> Da eine Gasentladung schneller reagieren kann, als mancher
> denkt (doppelte Bedeutung beabsichtigt), eignet sich ein C
> definitiv NICHT zur Strombegrenzung. Nanosekunden Reaktions-
> zeiten sind nicht unüblich.
> Hat die Spannungsquelle einen geringen Innenwiderstand,
> beim 230V Netz ja nicht ungewöhnlich, liegt der C letzt-
> endlich parallel zur Entladung. Wer will das seiner
> Lampe zumuten? (Übungsbeispiel: delta_U=10V; tau=10ns;
> C=1uF. Berechne I)
>

Abgesehen vom Einschaltvorgang (und da brauchst du sowieso den hohen
Zündimpuls) handelt es sich um eine Sinusförmige Spannung, welche nicht in
10ns um 10V springt und du kannst mit der Impedanz 1/(Omega*C) rechnen.
Die Spannung am Kondensator ist zu jeder Zeit die Differenz zwischen
Netzspannung und Lampenbrennspannung, es gibt hier keine plötzlichen
Änderungen, welche Stromspitzen erzeugen.

Wahrscheinlich ist die Drossel meist besser geeignet, sonst würde sie nicht
verwendet werden - vor allem wegen der Zündung, und der Strom kann sich dabei
sicher nicht plötzlich ändern. Ich glaube aber sehr wohl das der Schaden der
mit dem Kondensator in der Zuleitung aufgetreten ist (Laborsteckdose) auf
einen Resonanzeffekt und nicht auf das C alleine zurückzuführen ist.


>
> Echte negative Widerstände, also U/I<0, kann man schon
> bauen. Wie man ahnt, muss da aber eine Energiequelle
> eingebaut sein. Man suche unter Tunneldiode, Zweipol-
> LC-Oszillator usw. Mit OpAmps geht es besonders einfach,
> z.B. mit einer "falsch" dimensionierten Howland-Strom-
> quelle, siehe Tietze/Schenk (bei den PT100 Beschaltungen,
> ob ihr's glaubt oder nicht).
>
> (BTW, ich hab nur einen Namen, und auch sonst ist meine
> sig kürzer).
>

Und ist das toll?
Wieso nur EINEN Namen? Ich habe den zweiten Vornamen (den ich so gut wie nie
verwende) ja eh nicht hingeschrieben. Ah, du meinst wohl den Dipl. Ing, ja
und?
Wenn ich aus der Firma poste, ist die Sig halt automatisch dabei und ich
lösche sie nicht immer weg.


>
> --
> Rolf Bombach


Ernst Keller

unread,
Dec 18, 1999, 3:00:00 AM12/18/99
to
On Fri, 17 Dec 1999 23:40:54 +0100, Rolf Bombach <bom...@remove.bluemail.ch>
wrote:

>
>> Das müsste mit einem Kondensator auch gehen. Kondensator ohne Spule ist
>> auch völlig ungefährlich, weil hier sicher keine Serienresonanz
>> auftritt.
>
>Der Glaube versetzt Berge und hilft Lampenherstellern. Völliger
>Quatsch, siehe unten.
>
Wird aber bei Röhren bis etwa 8 W angewendet,gibt sehr kleine,die Röhre sicher
und schnell (aber nicht schonend) zündende VG's.

>> Bei doppelbalken ist aber oft eine Lampe mit Drossel und die zweite mit
>> drossel UND kondensator beschaltet. Die sind so abgestimmt, daß die
>> Resonanzüberhöhung nicht zu groß wird, aber die Phasenverschiebung des
>> Stromes welche jetzt zwischen den 2 Röhren entsteht, das Flimmern
>> verringert.
>>

Hat das wirklich mit resonanz zu tun? Ist es nicht einfach so dass der kap. R
und der ind.R ungefär gleich waren und somit war der resultierende R ungefär 0?
Falls jemand rechnen möchte,bei einem 40(38)W kap.VG ist der serie C 3,4 uF,
I=0,43 A,Ul=104 V.

>Bei richtiger Abstimmung fliesst da der gleiche Strom, allerdings
>phi-mässig auf der kapazitiven und nicht auf der induktiven Seite.
>So kriegt man insbesondere bei grösseren Beleuchtungsanlangen
>cos(phi) einigermassen nach 1 hin. Flimmerverringerung will-
>kommener Nebeneffekt, allerdings flimmern 100 Hz auch so nicht
>besonders stark.
>

Um es zu präzisieren,kapazitive KVG haben den gleichen cosinus wie Induktive
nämlich 0,5 aber kapazitiv.Bei grösseren Anlagen wird nicht auf 1
kompensiert,sonst müsste man 1ind. zu 1kap. VG nehmen,sondern es werden 3ind. zu
1kap. genommen,ergibt glaube ich 0,9 oder so(Kosten).


>....
>
>> Andererseits: Eine Gasentladung stellt einen negativen Widerstand dar,
>> mit einem neg. Widerstand kann man einen Schwingkreis sogar vollständig
>> entdämpfen!!!!
>> Das heißt, die Schwingungsamplitude steigt bis zur Zerstörung.
>Auch wenn man es hundertmal erzählt, Quatsch bleibt Quatsch.

Bist Du ganz sicher?Ich glaube mich zu erinnern dass man mit Gasentladungsröhren
Schwingungen erzeugen kann.


>
>Hat die Spannungsquelle einen geringen Innenwiderstand,
>beim 230V Netz ja nicht ungewöhnlich, liegt der C letzt-
>endlich parallel zur Entladung. Wer will das seiner
>Lampe zumuten? (Übungsbeispiel: delta_U=10V; tau=10ns;
>C=1uF. Berechne I)
>

Man hört und sieht es.

Ernst

Ralf Laborenz

unread,
Dec 18, 1999, 3:00:00 AM12/18/99
to
e.ke...@bluewin.ch(Ernst Keller) wrote:

> Wird aber bei Röhren bis etwa 8 W angewendet,gibt sehr kleine,die
> Röhre sicher und schnell (aber nicht schonend) zündende VG's.

Wenn ich mich recht erinnere, enthalten diese Vorschaltgeräte außer dem
Spannungsverdoppler auch einen Vorwiderstand zur Strombegrenzung.

Ralf

--
Ralf Laborenz D-30161 Hannover

Ralf Laborenz

unread,
Dec 18, 1999, 3:00:00 AM12/18/99
to
bom...@remove.bluemail.ch(Rolf Bombach) wrote:

> Auch wenn man es hundertmal erzählt, Quatsch bleibt Quatsch.

Hallo Rolf,

da stimme ich Dir zu. Etwas rätselhaft bleibt mir jedoch folgendes:

> Echte negative Widerstände, also U/I<0, kann man schon
> bauen. Wie man ahnt, muss da aber eine Energiequelle

> eingebaut sein. Man suche unter Tunneldiode,...

Hmm, eine Tunneldiode ist ebenfalls wie eine 'Glimmlampe' ein Bauelement,
daß eine I/U-Kennlinie hat, bei der abschnittsweise ein negativer
differentieller Widerstand auftritt. Der Unterschied besteht in der Form
der Kennlinie (S-förmig bei der Glimmlampe und N-förmig bei der
Tunneldiode).

Rolf Bombach

unread,
Dec 18, 1999, 3:00:00 AM12/18/99
to
Martin Lenz wrote:
>
.....
> Es kann auch mit einem Kondensator funktionieren und wird bei einigen
> elektronischen Vorschaltgeräten auch gemacht (allerdings bei höherer
> Frequenz).

Da dürfte aber noch eine Induktivität mit im Spiel (d.h. in
Serie) sein, z.B. diejenige des Trafos.

>
> Ja, vollkommen richtig, das hab ich zusehr vereinfacht. Aber mit einer
> externen Energiequelle reicht auch der neg. differentielle Widerstand. I/U
> oder dI/dU ist übrigens nicht der Widerstand sondern der Leitwert, Widerstand
> ist U/I.

Uups, war schon etwa spät... sorry.

> Gasentladungen in Form von Funken wurden übrigens bei den ersten Sendern
> verwendet um den Schwingkreis zu entdämpfen - das Wort "funken" für eine
> Radiofrequenz - Übertragung kommt davon.
> Die Tunneldiode, welche du unten erwähnst hat übrigens auch eine positive U/I
> Kennlinie, aber bei etwa 0,3V (+-0,1) gibt es einen Bereich mit negativem
> du/dI - sie braucht auch eine Stromquelle um eionen Oszillator zu betreiben.
>

...


> > Lampe zumuten? (Übungsbeispiel: delta_U=10V; tau=10ns;
> > C=1uF. Berechne I)
>
> Abgesehen vom Einschaltvorgang (und da brauchst du sowieso den hohen
> Zündimpuls) handelt es sich um eine Sinusförmige Spannung, welche nicht in
> 10ns um 10V springt und du kannst mit der Impedanz 1/(Omega*C) rechnen.
> Die Spannung am Kondensator ist zu jeder Zeit die Differenz zwischen
> Netzspannung und Lampenbrennspannung, es gibt hier keine plötzlichen
> Änderungen, welche Stromspitzen erzeugen.
>

Ich meinte, die Gasentladung ist sehr wohl in der Lage, sehr
schnell bei Stromzunahme die Brennspannung zu senken. Siehe
Kippschaltungen mit Glimmlampen usw.

> Wahrscheinlich ist die Drossel meist besser geeignet, sonst würde sie nicht
> verwendet werden - vor allem wegen der Zündung, und der Strom kann sich dabei
> sicher nicht plötzlich ändern. Ich glaube aber sehr wohl das der Schaden der
> mit dem Kondensator in der Zuleitung aufgetreten ist (Laborsteckdose) auf
> einen Resonanzeffekt und nicht auf das C alleine zurückzuführen ist.
>

Eben. C's verwendet man parallel, um konstante Spannung hinzukriegen,
L's seriell, um konstanten Strom hinzukriegen, mal ganz salopp gesagt.

....

> Wenn ich aus der Firma poste, ist die Sig halt automatisch dabei und ich
> lösche sie nicht immer weg.

Aha, kapiert.
--
Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Dec 18, 1999, 3:00:00 AM12/18/99
to
Ernst Keller wrote:
>
> [Richtiges und wichtiges zu cos(phi) gesnipt. siehe 1 click weiter oben..]

> >
> >> Andererseits: Eine Gasentladung stellt einen negativen Widerstand dar,
> >> mit einem neg. Widerstand kann man einen Schwingkreis sogar vollständig
> >> entdämpfen!!!!
> >> Das heißt, die Schwingungsamplitude steigt bis zur Zerstörung.
> >Auch wenn man es hundertmal erzählt, Quatsch bleibt Quatsch.
>
> Bist Du ganz sicher?Ich glaube mich zu erinnern dass man mit Gasentladungsröhren
> Schwingungen erzeugen kann.

Sicher kann man das. Ich wollte nur gegen den ebenso geläufigen
wie falschen Spruch "Gasentladungen haben einen negativen
Widerstand" angehen. Martin Lenz schreibt es schon richtig,
man benötigt noch eine Spannungsquelle dazu, dann kann man
mit einer Gasentladungsröhre einen negativen Widerstand
bauen. Negativer Widerstand heisst ja, dass die Ausgangs-
spannung mit zunehmendem Strom *zunimmt*, was wiederum
impliziert, dass aus diesem negative Widerstand was
rauskommt, nämlich elektrische Leistung. Und die Röhre
allein ist ja kein Bauteil, aus welchem von alleine
Strom/Spannung rauskommt.

--
Rolf Bombach

Ernst Keller

unread,
Dec 19, 1999, 3:00:00 AM12/19/99
to
On Sat, 18 Dec 1999 21:30:54 +0100, Rolf Bombach <bom...@remove.bluemail.ch>
wrote:

>Martin Lenz wrote:
>>
>.....

>> Es kann auch mit einem Kondensator funktionieren und wird bei einigen
>> elektronischen Vorschaltgeräten auch gemacht (allerdings bei höherer
>> Frequenz).
>

>Da dürfte aber noch eine Induktivität mit im Spiel (d.h. in
>Serie) sein, z.B. diejenige des Trafos.
>

Richtig,EVG's arbeiten mit einer Drossel/Trafo aber bei etwa 30 kHz.


>>
>>
>> Abgesehen vom Einschaltvorgang (und da brauchst du sowieso den hohen
>> Zündimpuls) handelt es sich um eine Sinusförmige Spannung, welche nicht in
>> 10ns um 10V springt und du kannst mit der Impedanz 1/(Omega*C) rechnen.
>> Die Spannung am Kondensator ist zu jeder Zeit die Differenz zwischen
>> Netzspannung und Lampenbrennspannung, es gibt hier keine plötzlichen
>> Änderungen, welche Stromspitzen erzeugen.
>>

>Ich meinte, die Gasentladung ist sehr wohl in der Lage, sehr
>schnell bei Stromzunahme die Brennspannung zu senken. Siehe
>Kippschaltungen mit Glimmlampen usw.
>

Die Zündspannung ist sicher einige Volt höher als die Brennspannung und da
fliesst dann ein hoher Strom.Mach einen Versuch,Du kannst es gut hören.

>> Wahrscheinlich ist die Drossel meist besser geeignet, sonst würde sie nicht
>> verwendet werden - vor allem wegen der Zündung, und der Strom kann sich dabei
>> sicher nicht plötzlich ändern. Ich glaube aber sehr wohl das der Schaden der
>> mit dem Kondensator in der Zuleitung aufgetreten ist (Laborsteckdose) auf
>> einen Resonanzeffekt und nicht auf das C alleine zurückzuführen ist.
>>

Mit dem C als Vorschaltelement kannst Du keine Zündspannung erzeugen.

Ernst

Ernst Keller

unread,
Dec 19, 1999, 3:00:00 AM12/19/99
to
On 18 Dec 1999 20:13:00 +0100, ra...@eeyore.han.de (Ralf Laborenz) wrote:

>e.ke...@bluewin.ch(Ernst Keller) wrote:
>
>> Wird aber bei Röhren bis etwa 8 W angewendet,gibt sehr kleine,die
>> Röhre sicher und schnell (aber nicht schonend) zündende VG's.
>
>Wenn ich mich recht erinnere, enthalten diese Vorschaltgeräte außer dem
>Spannungsverdoppler auch einen Vorwiderstand zur Strombegrenzung.
>

Nein,ist direkt in der Brücke die vom Vorschalt C gespiesen wird.

Ernst

Christian Almeder

unread,
Dec 22, 1999, 3:00:00 AM12/22/99
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Ernst Keller <e.ke...@bluewin.ch> wrote:
:>> drossel UND kondensator beschaltet. Die sind so abgestimmt, daß die

:>> Resonanzüberhöhung nicht zu groß wird, aber die Phasenverschiebung des

: Hat das wirklich mit resonanz zu tun? Ist es nicht einfach so dass der kap. R


: und der ind.R ungefär gleich waren und somit war der resultierende R ungefär 0?

Genau das ist Resonanz (hier: Serienresonanz).

: nämlich 0,5 aber kapazitiv.Bei grösseren Anlagen wird nicht auf 1


: kompensiert,sonst müsste man 1ind. zu 1kap. VG nehmen,sondern es werden 3ind. zu
: 1kap. genommen,ergibt glaube ich 0,9 oder so(Kosten).

Auch wegen der Resonanzueberhoehung...
Bei den Kosten wuerde ich in Summe eher auf >4 Tippen ;-)

cu
Christian http://stud4.tuwien.ac.at/~e9325329/ Stoppt den Papierkrieg!

Ernst Keller

unread,
Dec 23, 1999, 3:00:00 AM12/23/99
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On 22 Dec 1999 10:21:54 GMT, Christian Almeder <e932...@stud4.tuwien.ac.at>
wrote:

>Ernst Keller <e.ke...@bluewin.ch> wrote:
>:>> drossel UND kondensator beschaltet. Die sind so abgestimmt, daß die
>:>> Resonanzüberhöhung nicht zu groß wird, aber die Phasenverschiebung des
>
>: Hat das wirklich mit resonanz zu tun? Ist es nicht einfach so dass der kap. R
>: und der ind.R ungefär gleich waren und somit war der resultierende R ungefär 0?

>Genau das ist Resonanz (hier: Serienresonanz).
>

Bei DER Frequenz habe ich nicht an Schwingkreis gedacht,nur I,U,R,nur Ohmsches
Gesetz.

>: nämlich 0,5 aber kapazitiv.Bei grösseren Anlagen wird nicht auf 1
>: kompensiert,sonst müsste man 1ind. zu 1kap. VG nehmen,sondern es werden 3ind. zu
>: 1kap. genommen,ergibt glaube ich 0,9 oder so(Kosten).
>
>Auch wegen der Resonanzueberhoehung...

Vom Hersteller gibt es keine Vorschrift dass man irgendeine Kombination nicht
verwenden darf.In Leuchten wurde wegen dem Flimmer vielfach 1 zu 1 verwendet.

>Bei den Kosten wuerde ich in Summe eher auf >4 Tippen ;-)
>

Da bist Du in Büros usw. nicht frei,das EW schreibt den minimalen cosinus
vor,kannst Du natürlich auch mit zentraler Kompensation erreichen.

Ernst

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