Am 12.12.2014 17:31 schrieb
all...@spambog.com (Wolfgang Allinger):
> Zinnpest bei Bleiloten äusserst selten bis garnicht. Jahrhunderte
> Erfahrungen waren vorhanden.
So dachte ich mir das.
>> Mich würde eher interessieren, ob es die auch bei heutigem ROHS (also
>> fast Reinzinn) Lot gibt.
>
> Abwarten, wird wohl kommen. Würd mich nicht wundern, denn es gibt erst
> wenige Jahre mit Erfahrungen.
Ich hatte letztens eine defekte kleine Batterieleuchte mit
Bewegungsmelder auf dem Tisch, die hing ein paar Jahre draußen, gut
gegen Regen etc. geschützt, aber eben nicht gegen Kälte. Das Lot war
grau korrodiert und beim Reinigungsversuch fielen ein paar
SMD-Widerstände ab. Nachlöten brachte leider nichts, die Leuchte
funktionierte zwar wieder, aber 20mA "Ruhestrom" war nicht so gut für
die Batterielebensdauer.
Jedenfalls hatte ich den Eindruck, daß die von mir beobachtete Korrosion
Zinnpest war. Aber das müßte doch eigentlich öfter vorkommen...? Daß
Elektronik mal Frost abbekommt ist doch nicht so selten.
> Was meinst Du, warum es bei RoHS die Bleilot Ausnahmen für Aerospace,
> MIL, Medizin... gibt?
Ja, klar.
> Wiskerbildung von Zinn ist auch so ein (verdrängtes) Problem.
Na ja, als RoHS aufkam, konnte man (auch hier in der Gruppe) den
Eindruck bekommen, daß aufgrund von schlechten Lötungen und
Whiskerbildung Elektronik in Zukunft kaum noch die Garantiezeit
überleben würde. Wenn man von heißlaufenden BGA-Grafikchips absieht, hab
ich aber bislang noch nicht viel davon mitbekommen, daß es signifikante
Mengen Ausfälle durchs Lot gäbe.
> Aber Hauptsache es wird weiter Blei von Jägern in der Gegend verballert
> :(
Da wird sehr auf bleifrei gedrängt. Aber Jäger sind nun mal
Traditionalisten...
Hanno