On 6/8/21 1:37 AM, Olaf Schultz wrote:
> On 6/8/21 10:02 AM, Peter Heitzer wrote:
>> Da mittlerweile Spektrumanalysatoren unter 2000 EUR erhältlich sind,
>> hätte ich ein paar Fragen, worauf ich bei einem Kauf achten sollte.
>> Anwendungsgebiet wäre die (hobbymässige) Begutachtung von Störungen
>> durch Schaltregler- und netzteile oder auch mal die Überprüfung eines
>> Funkmodules mit 433 MHz.
>> Von Rigol gibt es am unteren Ende der Preisskala das DSA705.
>> Dessen Frequenzbereich von 100 kHz bis 500 MHz erscheint mir
>> zu knapp. Das DSA815 (derzeit bei Batronix unter 1000 EUR) deckt
>> einen Bereich von 9 kHz - 1.5 GHz ab. Das scheint mir für meine
>> Zwecke ausreichend, zumal es auch die 77.5 kHz des DCF77 einschliesst.
>> Manchmal wäre es nützlich zu sehen, warum an bestimmten Orten dessen
>> Empfang kaum möglich ist.
>> Was mich an den Rigol Modellen etwas stört, ist die Auflösung des
>> Displays, die bei den Einstiegsgeräten mit 800x480 Pixel angegeben ist.
>> Die Geräte von Siglent haben 1024x600 Pixel, was IMO einen Vorteil bietet,
>> da man in horizontaler Ebene mehr sieht.
Das Display waere fuer mich einer der geringsten Einflussfaktoren,
sofern Computer-Anschluss besteht. Das hat man bei den meisten modernen
Geraeten und z.B. habe ich mein Instek DSO frueher oft per PC betrieben,
weil ich dann hohe Aufloesung hatte.
>> ... Ob das Touchdisplay bzgl. der
>> Bedienung eine Erleichterung ist, mag ich nicht zu beurteilen.
Geht so, habe ich jetzt bei einem Funkgeraet. Das Problem ist, dass ich
recht trockene Haut habe und manchmal reagiert es nicht gut. Echte
Knoeppschen sind mir lieber.
>> Bei den Siglentmodellen ist ein Vorverstärker und ein Trackinggenerator
>> eingebaut. >> Welchen Nutzen letzterer bietet, wäre auch nützlich zu wissen.
Das hingegen finde ich sehr wichtig. Den TG braucht man, um Filter und
Frequenzgaenge durchzumessen.
>> Was meiner Meinung auch für die Siglent Teile spräche wäre die EMI-SW
>> Option, die beim Kauf bis Ende Juli kostenlos dabei wäre.
>>
Ok, wenn man EMC macht. Tue ich, und dennoch brauche ich dafuer keine
EMC Option. Es kann sein, dass meiner das sogar in der SW hat, aber habe
ich nie gebraucht. Das laeuft ja immer so, dass man die Plots vom Labor
bekommt, wenn z.B. ein Kunde durchgefallen war. Danach zielt man nur auf
relative Aenderungen ab. "Oh, der Peak hier ist 15dB drueber, der muss
weg, zielen wir mal auf mindestens 25dB Reduktion ab".
Pre-Compliance Messungen sind aehnlich, da will man nur sehen, ob es
irgendwo ganz boese aussieht und nach einiger Zeit kennt man seine
Pappenheimer. Echte Feldmessungen kann man eh kaum zuhause oder auf dem
Firmengelaende machen, da man kalibrierte Antennen sowie eine
kalibrierte Messumgebung braucht.
>> Wie ist eure Meinung dazu?
> Mit Siglent (SDS1104X-E und SDG1032X) habe ich bisher gute Erfahrung.
> Auch was die Doku, Genauigkeit*, SCPI/Python-programmierung und Reaktion
> auf Fehler in den gelisteten Codes angeht.
>
> AFAIK hat da Jörg N. hierzugroups einen Siglent Spektrumanalyzer.
> Vielleicht meldet er sich ja hier.
>
Ich (der andere Joerg) habe einen Signalhound SA44B plus Tracking Generator.
Jetzt nach Umstellung aller PCs auf Linux hat das aber einen handfesten
Nachteil: Deren SW funktioniert weder mit Linux, noch mit WINE, noch in
einer VM. Es geht nur, wenn der Rechner im Windows-Boot betrieben wird.
Laut Aussagen von Signalhound Ingenieuren hat das mit schlechteren
USB-Latenzdaten bei Linux zu tun. Die teureren Analyzer von denen
brauchen keine so gute USB-Performance, da laeuft viel der Rechnerei
on-board und m.W. gibt es dafuer Linux-Optionen. Aber bei Bedarf vorher
erkundigen.
Soll heissen, heute mit Linux wuerde ich wahrscheinlich Siglent oder
aehnliches nehmen.
[...]
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/