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Rausch- und brummarmes Netzteil für Funkempfänger

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Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 3, 2015, 6:45:13 AM3/3/15
to
Hallo,

ich benötige in Kürze ein rausch- und brummarmes Netzteil für einen
Kurzwellenempfänger. Was ist heutzutage der Stand der Technik bei
Kauf bzw. Selbstbau?

-is

Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 3, 2015, 7:00:09 AM3/3/15
to
Hallo,

ich benötige in Kürze ein rausch- und brummarmes Netzteil für einen
Kurzwellenempfänger, 12V =, 300mA. Was ist heutzutage der Stand der

Helmut Wabnig

unread,
Mar 3, 2015, 7:07:14 AM3/3/15
to
On 3 Mar 2015 11:41:18 GMT, Ignatios Souvatzis
Bei Kauf: Paypal Konto, Postadresse für Packerln,
oder eine freundliche Nachbarin.

Selbstbau: Paypal für diverse Bestellungen bei mehreren Händlern
und Distributoren, weil keiner alles hat was man braucht.
So hat Reichelt den 22 pF und den 33 pF aber nicht den 39 pF
mit 500 Volt und miniatur Keramik 5 mm Beinchen den ich brauche,
aber er liefert auch Einzelstücke,
dafür hat RS-Components den 39 pF schon, aber alle nur in einer
größeren Ausführung und im 5-Pack.
Also bestellte ich 2 von Reichelt weil kein Platz ist auf der Platine
und einen 5-Pack von RS Components von dem ich einen irgenwie
drüberpfriemle.
Braucht jemand 4 Stück 39 pF 500 Volt mit ca 9 mm Beinchenabstand?

w.

Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 4, 2015, 5:15:10 AM3/4/15
to
Helmut Wabnig schrub angeblich:

>On 3 Mar 2015 11:41:18 GMT, Ignatios Souvatzis
><u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:

>Bei Kauf: Paypal Konto, Postadresse für Packerln,
>oder eine freundliche Nachbarin.
>
>Selbstbau: Paypal für diverse Bestellungen bei mehreren Händlern
[usw.]

Ahem. Mir ging es schon um Modelle - falls von der Stange erhältlich
- oder Schaltungstipps - z.B.: funktioniert ein 7812 an
brückengleichgerichteter 12V-Wechselspannung, und mit welcher
Zusatzbeschaltung? Die eigentliche Bestellung bzw. Kauf von Gerät oder
Komponenten schaffe ich schon, ganz so verkalkt bin ich noch nicht.

-is

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 4, 2015, 6:33:37 AM3/4/15
to

On 04 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article slrnmfdlvq....@marie.beverly.kleinbus.org
<u50...@beverly.kleinbus.org> (Ignatios Souvatzis) wrote:

>Helmut Wabnig schrub angeblich:

>>On 3 Mar 2015 11:41:18 GMT, Ignatios Souvatzis
>><u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:

>>> ich benötige in Kürze ein rausch- und brummarmes Netzteil für einen
>>> Kurzwellenempfänger, 12V =, 300mA. Was ist heutzutage der Stand der
>>> Technik bei Kauf bzw. Selbstbau?

>>Bei Kauf: Paypal Konto, Postadresse für Packerln,
>>oder eine freundliche Nachbarin.
>>
>>Selbstbau: Paypal für diverse Bestellungen bei mehreren Händlern
>[usw.]
>
>Ahem. Mir ging es schon um Modelle - falls von der Stange erhältlich

12V 300mA gibts sicher als Wandwarzen. Darüber mit 3000mA waren die
klassischen Monitor Netzteile mit Kabelschwänzen oder
Kaltgerätesteckern.

Alles Schaltregler und für kleines Geld beim freundlichen China Mann,
oder den üblichen Verdächtigen: ebay, Amazon, bl. Claus, Reichelt,
Pollin...
Qualität? CE (China Engineering eben :)

>- oder Schaltungstipps - z.B.: funktioniert ein 7812 an
>brückengleichgerichteter 12V-Wechselspannung, und mit welcher
>Zusatzbeschaltung? Die eigentliche Bestellung bzw. Kauf von Gerät oder
>Komponenten schaffe ich schon, ganz so verkalkt bin ich noch nicht.

Ein selbstgebautes Schaltnetzteil? Ich glaube, da mangelts Dir an
Knoffhoff. Zeit und Geld. Würd nichtmal ich hinbekommen/machen wollen.

Klassisch über Trafo, Gleichrichter, 7212... Da sind Trafo und Gehäuse
sicher schon um ein vielfaches teurer als der grinsende Chinese.

Also vergiss Selbstbau. Kauf eines mit fester Ausgangsspannung, die
umschaltbaren Wandwarzen haben zumeist noch Trafos und wenig/keine
Regelung, also eher je kleiner, desto brummiger.

(Preis)Beispiel amazon (mit US-Steckern :(

http://www.amazon.com/AC-DC-ADAPTER-12VOLTS-NEGATIVE-CENTER/dp/
B00GI29C3K/ref=pd_cp_pc_1/177-8981448-3234808

Bei den dt. Versendern auch mal gucken, da haste evtl. bessere Chancen
bei Nichtgefallen/Funktion und Eurosteckern.









Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Helmut Wabnig

unread,
Mar 4, 2015, 6:50:12 AM3/4/15
to
On 04 Mar 2015 08:30:00 -0300, all...@spambog.com (Wolfgang Allinger)
wrote:

>
> On 04 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article slrnmfdlvq....@marie.beverly.kleinbus.org
> <u50...@beverly.kleinbus.org> (Ignatios Souvatzis) wrote:
>
>>Helmut Wabnig schrub angeblich:
>
>>>On 3 Mar 2015 11:41:18 GMT, Ignatios Souvatzis
>>><u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:
>
>>>> ich benötige in Kürze ein rausch- und brummarmes Netzteil für einen
>>>> Kurzwellenempfänger, 12V =, 300mA. Was ist heutzutage der Stand der
>>>> Technik bei Kauf bzw. Selbstbau?


WIMO.COM hat noch längsgeregelte.

GSV-3000
GSV-1200


w.

Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 6, 2015, 6:40:13 AM3/6/15
to
Ignatios Souvatzis wrote:

>>> ich benötige in Kürze ein rausch- und brummarmes Netzteil für einen
>>> Kurzwellenempfänger, 12V =, 300mA. Was ist heutzutage der Stand der
>>> Technik bei Kauf bzw. Selbstbau?

Zusatzfrage:

in http://elektronikbasteln.pl7.de/brummfreies-netzteil.html

heißt es: "Die Kondensatoren C1 bis C4 parallel zu den Dioden D1
bis D4 des Brückengleichrichters sind sehr wichtig, wenn das kleine
Netzteil an einem Empfänger von Lang- bis Kurzwelle betrieben werden
soll. Ohne diese Kondensatoren (100 nF) erscheint der Empfang
verbrummt."

Kann mir bzw. uns jemand erklären, warum?

-is

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 6, 2015, 8:10:07 AM3/6/15
to

On 06 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article slrnmfj3in....@marie.beverly.kleinbus.org
Nä, habs nicht mehr im Kopp :) Hat wohl was mit der nicht idealen
Diodenkennlinie zu tun und sorgt für einen HF-Kurzschluss bevor die
Dioden anfangen zu sperren oder zu leiten ...

Aber warum um alles in der Welt willst Du kein fertiges Schalt-Netzteil
aka Wandwarze kaufen?

Der blaue Klaus hat über 800 Netzteile im Angebot.
Und Angelika hat sicher auch nicht weniger.

Die sind sicher alle billiger als Deine Bastellösung und fast alle
besser. Wenn eines irgendwelche Probleme machen sollte, umtauschen...

Oder hasse sonst nix anderes zu tun?
Oder dient das zur Weiterbildung oder sportlicher Ehrgeiz?
Bei NT IMHO völlig falsch.

Selbst hier in PY -ohne gescheite Elektronik-Infra-Struktur- baue ich
meine Wandwarzen nicht selber oder repariere sie.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Mar 6, 2015, 9:10:49 AM3/6/15
to
all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) wrote:

>Nä, habs nicht mehr im Kopp :) Hat wohl was mit der nicht idealen
>Diodenkennlinie zu tun und sorgt für einen HF-Kurzschluss bevor die
>Dioden anfangen zu sperren oder zu leiten ...

Müsste was mit NIchtlinearitäten und da dran entstehenden Oberwellen
sein. Die Cs killen das.

>Aber warum um alles in der Welt willst Du kein fertiges Schalt-Netzteil
>aka Wandwarze kaufen?

Urgs. Die brummt dann nicht nur, sondern rauscht alles zu. FÜr so
einen Empfänger meist ziemlich bis extrem unbrauchbar...



-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 6, 2015, 9:24:56 AM3/6/15
to

On 06 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article t8djfadi05604dvae...@4ax.com
<ra...@schmid.xxx> (Ralph A. Schmid, dk5ras) wrote:

>all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) wrote:

>>Aber warum um alles in der Welt willst Du kein fertiges
>>Schalt-Netzteil aka Wandwarze kaufen?

>Urgs. Die brummt dann nicht nur, sondern rauscht alles zu. FÜr so
>einen Empfänger meist ziemlich bis extrem unbrauchbar...

Hmm, glaub ich eher nicht, aber abblocken der Versorgungsspannung über
(UKW..Gleichtakt) Drossel und C`s im Gerät sollte da schon weiterhelfen.

Oder so ein Standardnetzteil für Notebooks mit den typ ~19V und dahinter
einen 7812/317 etc. sollte auch einfacher sein, als ein Trafonetzteil
von Grundauf zu bauen... Nicht zuletzt das Gehäuse kann zum Problem
werden.

Stefan Heimers

unread,
Mar 6, 2015, 9:49:24 AM3/6/15
to
1. Erklärung:
Wegen der Nichtlinearität der Dioden entstehen Oberwellen der 50Hz
Netzfrequenz, die den Radioempfang stören können.


2. Erklärung:

Die Dioden wirken als HF-Schalter. Wenn Strom durch fliest, geht auch HF
durch. Wenn kein Strom fliesst, ist auch die HF gesperrt. Bei 50Hz am Netz
wird also periodisch die HF verbunden und getrennt. Das Netz, welches als
"Gegengewicht" zur Antenne wirkt, wird also mit dem Netzbrumm moduliert.
Über die parallel geschalteten Kondensatoren wird die Verbindung für HF
dauerhaft, es gibt keine Modulation.

Ingolf Pohl

unread,
Mar 6, 2015, 10:23:17 AM3/6/15
to
Wolfgang!

Die Störungen vom Schaltnetzteil sind 1. nicht nur leitungsgebunden und
2. (vielleicht) nur so weit gefiltert, wie's die EMV-Gesetzeslage
vorschreibt. Da bleibt noch genug, um den Empfang auf LMK zu versauen,
insbesondere, wenn man etwas DXen will...

wenn Du mal die Gelegenheit hast, dann guck Dir mal das Spektrum von
einem China-Netzteil auf Flybackbasis an... Das tickert so mit 20kHz bis
vielleicht 100kHz rum und macht herrliche Lattenzaunmuster im Spektrum...
Und Flyback hält noch die lustige Sache mit dem Koppelkondensator zum
Kurzschließen der HF zwischen Sekundär- und Primärseite bereit. Der
Kondensator muss ja vertrauenswürdig und spannungsfest sein, trägt aber
nicht unmittelbar zur Funktion bei und kostet - wird deshalb
gelegentlich weggelassen...

Musst'e gar kein Netzgerät selbst aufmachen gibt genug Videos und
Internetseiten, die zeigen, was in so ein USB-Netzgerät eingefüllt wurde...

aller bester Gruß
Ing.olf

Frank Müller

unread,
Mar 6, 2015, 10:56:02 AM3/6/15
to
Ignatios Souvatzis schrieb:
Wenn man Siliziumdioden verwendet dann nehmen die den
Knacks weg der entsteht wenn der Gleichrichter durchschaltet.
Früher, bei Selengleichrichtern, brauchte man sowas nicht.

Frank

Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 6, 2015, 11:30:15 AM3/6/15
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) wrote:
>
>>Nä, habs nicht mehr im Kopp :) Hat wohl was mit der nicht idealen
>>Diodenkennlinie zu tun und sorgt für einen HF-Kurzschluss bevor die
>>Dioden anfangen zu sperren oder zu leiten ...
>
> Müsste was mit NIchtlinearitäten und da dran entstehenden Oberwellen
> sein. Die Cs killen das.
>
>>Aber warum um alles in der Welt willst Du kein fertiges Schalt-Netzteil
>>aka Wandwarze kaufen?
>
> Urgs. Die brummt dann nicht nur, sondern rauscht alles zu. FÜr so
> einen Empfänger meist ziemlich bis extrem unbrauchbar...

Genau. Wenn wir hier in einem Blog wären, hätt' ich's schon hochgeladen
und vorgespielt. Immerhin, mindestens ein starker Rundfunksender kam
durch.

-is

Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 6, 2015, 11:30:16 AM3/6/15
to
Wolfgang Allinger wrote:
>
> Oder so ein Standardnetzteil für Notebooks mit den typ ~19V und dahinter
> einen 7812/317 etc. sollte auch einfacher sein, als ein Trafonetzteil
> von Grundauf zu bauen... Nicht zuletzt das Gehäuse kann zum Problem
> werden.

Man nehme ein kk-V-~-Trafo, wo alles isoliermäßige schon geregelt
ist, und mache dann z.B. an obig zitiertem Schaltplatn weiter -
ist nun wirklich nicht so kompliziert. Den Ausgaberausch vom 19V-
Laptop-netzteil muesste ich ja auch wirksam filtern, dessen Netzkabel
auch.

-is

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 6, 2015, 11:57:11 AM3/6/15
to

On 06 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article mdcgno$89q$1...@dont-email.me
<ing...@t-online.de> (Ingolf Pohl) wrote:

>Die Störungen vom Schaltnetzteil sind 1. nicht nur leitungsgebunden
>und 2. (vielleicht) nur so weit gefiltert, wie's die EMV-Gesetzeslage
>vorschreibt. Da bleibt noch genug, um den Empfang auf LMK zu versauen,
>insbesondere, wenn man etwas DXen will...
>
>wenn Du mal die Gelegenheit hast, dann guck Dir mal das Spektrum von
>einem China-Netzteil auf Flybackbasis an...

Hab nie einen Speki gehabt/gebraucht :)

Ok, dann also nix mit Wandwarze...

oder doch mit Bleiakku als Puffer und Wandwarze in mu-Metall kapseln und
und und...
aber was machste mit den anderen Schaltnetzteilen im PC/TV... oder beim
Nachbarn... ?

Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 6, 2015, 1:40:13 PM3/6/15
to
Wolfgang Allinger wrote:

> aber was machste mit den anderen Schaltnetzteilen im PC/TV... oder beim
> Nachbarn... ?

Abstand halten, Antenne draussen hinhaengen oder mit gucken, ob eine magnet.
Antenne weniger empfindlich ist, aergern.

Aber ich weiss aus meinem Geraet mit Batteriebetrieb, aber zuwenig
Trennschaerfe, dass bei mehr als einem Dutzend cm Abstand vom
Ethernetswitch und von der LED- Kuechenbeleuchtung der Stoerpegel
schon stark abgenommen hat. Nur faengt jenes Geraet zuviele Signale
gleichzeitig, um noch das Dekodieren von Wetterfaxen zu erlauben
- obwohl das Ohr glaubt, ein sauberes Signal herauszuhoeren.

-is

Ingolf Pohl

unread,
Mar 6, 2015, 2:06:24 PM3/6/15
to
Am 06.03.2015 um 19:24 schrieb Ignatios Souvatzis:
> Nur faengt jenes Geraet zuviele Signale
> gleichzeitig, um noch das Dekodieren von Wetterfaxen zu erlauben
> - obwohl das Ohr glaubt, ein sauberes Signal herauszuhoeren.

Digitale Übertragung - geht oder geht nicht ;-)

Ing.olf


Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 7, 2015, 1:40:10 AM3/7/15
to
Stefan Heimers wrote:

> 2. Erklärung:
>
> Die Dioden wirken als HF-Schalter. Wenn Strom durch fliest, geht auch HF
> durch. Wenn kein Strom fliesst, ist auch die HF gesperrt. Bei 50Hz am Netz
> wird also periodisch die HF verbunden und getrennt. Das Netz, welches als
> "Gegengewicht" zur Antenne wirkt, wird also mit dem Netzbrumm moduliert.
> Über die parallel geschalteten Kondensatoren wird die Verbindung für HF
> dauerhaft, es gibt keine Modulation.

O verdammt. Ein Ringmischer. Jetzt haben wir schon drei bis vier
teils angedeutete Loesungen. Diese hier leuchtet mir zwar ein, aber-
kann ich die Lang- bis Kurzwelle ueberhaupt durch einen mittelgrossen
Netztrafo koppeln?

-is
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor

horst-d.winzler

unread,
Mar 7, 2015, 2:52:59 AM3/7/15
to
Am 06.03.2015 um 16:55 schrieb Frank Müller:

> Wenn man Siliziumdioden verwendet dann nehmen die den
> Knacks weg der entsteht wenn der Gleichrichter durchschaltet.
> Früher, bei Selengleichrichtern, brauchte man sowas nicht.
>

Auch selengleichrichter wurden mit einem C (vorzugsweise keramik)
überbrückt. Tat am das nicht, konnte mit hoher wahrscheinlichkeit mit
starkem brumm auf UKW gerechnet werden.

--
mfg hdw

horst-d.winzler

unread,
Mar 7, 2015, 2:58:27 AM3/7/15
to
Am 06.03.2015 um 16:30 schrieb Wolfgang Allinger:

> Hab nie einen Speki gehabt/gebraucht :)

Zu deiner zeit genügte ja auch ein Grid-Dipper sowie ein
vielfachmessinstrument. Röhrenvoltmeter waren das höchste.
Glühtransistoren waren üblich. ;-)
Inzwischen hat sich doch so einiges geändert.

--
mfg hdw

Ingolf Pohl

unread,
Mar 7, 2015, 4:28:01 AM3/7/15
to
Am 07.03.2015 um 07:21 schrieb Ignatios Souvatzis:
> Stefan Heimers wrote:
>
>> 2. Erklärung:
>>
>> Die Dioden wirken als HF-Schalter. Wenn Strom durch fliest, geht auch HF
>> durch. Wenn kein Strom fliesst, ist auch die HF gesperrt. Bei 50Hz am Netz
>> wird also periodisch die HF verbunden und getrennt. Das Netz, welches als
>> "Gegengewicht" zur Antenne wirkt, wird also mit dem Netzbrumm moduliert.
>> Über die parallel geschalteten Kondensatoren wird die Verbindung für HF
>> dauerhaft, es gibt keine Modulation.
>
> O verdammt. Ein Ringmischer. Jetzt haben wir schon drei bis vier
> teils angedeutete Loesungen. Diese hier leuchtet mir zwar ein, aber-
> kann ich die Lang- bis Kurzwelle ueberhaupt durch einen mittelgrossen
> Netztrafo koppeln?
>
> -is
Moin,

guck dir noch mal die Anordnungen der Dioden in einem Ringmischer und
einem Brückengleichrichter an, ich glaube die sind im Detail doch
unterschiedlich...

Ich dachte immer es hat mit den Stromspitzen zu tun, die im Momment des
Umschaltens entstehen (Dioden leiten für einen Moment rückwärts,
Sperrschicht ausräumen usw...) zusammen mit einem ordentlichen Ladeelko
sind die wohl auch nicht soo klein und unglaublich kurz, was dann für
N*100Hz Oberwellen reicht und auch gut hörbar ist... Mit den kleinen
Kondensatoren über den Dioden schließt man die Peaks halt mehr oder
weniger kurz...

Aber ehrlich gesagt hatte ich bisher hier noch nicht den Bedarf näher
darüber nachzudenken. Eher hatte ich Cs über den Dioden, damit dort
tatsächlich keine HF gleichgerichtet wird...

Gruß aus Kiel,
Ing.olf

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 7, 2015, 5:43:22 AM3/7/15
to

On 07 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article clvpd2...@mid.individual.net
Ja, es wird wesentlich mehr Heissluft produziert ;)

Es könnte auch daran liegen, das es auch ohne HF tolle Aufgaben gab
und dass ich zu 99% nix mit HF gemacht habe.
Bei 2 Sachen habe ich HF-TRX Aufsteckmodule verwendet.

Logikanalyser und ICE hab ich bis Mitte der 80er benutzen müssen, dann
Forth endeckt und danach sowas nicht mehr gebraucht.

Bei Anlagen mit >80 8051 (12MHz) hat eh keiner den Platz und das Geld um
da eine derartige Menge ICE aufzustellen. Da musste ich andere
Strategien entwickeln. BTW die grösste Anlage hatte ein Equivalent von
über 700 ansonsten benötigter 8031. Habs mit 24(?) RTX2000 gemacht.

Da geht eben Hirnschmalz und Erfahrung vor Messgeräte :)

Diese Anlagen wurden über 20a weiter gebaut, auch nach meinem Weggang.

Irgendwann meinte mein Nachfolger großmäulig das mit DSP und vernetzten
PC machen zu müssen. Die PP-Präsentationen waren wirklich
eindrucksvoller als meine Skizzen... Daran ist die Fa. fast verreckt.

Kunden wollten das wegen Instabilitäten und Updateorgien nach kurzer
Zeit nicht mehr. Mein `alter Scheiss` wurde kurz vorm Shredder
wiederbelebt und noch problemlos 15a weitergebaut.

Guter 100MHz 2ch Oscar um Sachen zu kontrollieren, die ein LA eh nicht
mitbekam und die letzten Jahre ein 6,5 stelliges DVM um Geräte zu
kontrollieren/abgleichen.

BTW ein kleiner Teil meines Gehirnschmalzes wartet auf Philae auf die
kommende (Wieder)Erleuchtung :) Da gibts nicht viele Ings, die da
mitgemacht haben :o

Waren aber alles gestandene alte Säcke (old farts), die noch was machen
konnten, das länger als die Garantiezeit (<=2a) gehalten hat.

Gerrit Heitsch

unread,
Mar 7, 2015, 5:56:47 AM3/7/15
to
On 03/07/2015 11:34 AM, Wolfgang Allinger wrote:
>
> Diese Anlagen wurden über 20a weiter gebaut, auch nach meinem Weggang.
>
> Irgendwann meinte mein Nachfolger großmäulig das mit DSP und vernetzten
> PC machen zu müssen. Die PP-Präsentationen waren wirklich
> eindrucksvoller als meine Skizzen... Daran ist die Fa. fast verreckt.

Tja... manchmal ist es gut alte Zöpfe abzuschneiden und was neues zu
bauen, aber eben nicht immer. Eine PPP ist schnell gemacht, aber sie ist
nicht das neue Gerät. Das will erst noch entwickelt werden.


> BTW ein kleiner Teil meines Gehirnschmalzes wartet auf Philae auf die
> kommende (Wieder)Erleuchtung :) Da gibts nicht viele Ings, die da
> mitgemacht haben :o
>
> Waren aber alles gestandene alte Säcke (old farts), die noch was machen
> konnten, das länger als die Garantiezeit (<=2a) gehalten hat.

Vor allem muss etwas, was du ins All schiesst auch wirklich
funktionieren, kurz mal ein Update hochladen (*) oder fehldesignte
Hardware tauschen geht nicht.

(*) Updates sind schon machbar, aber nicht mal einfach so, darf
schliesslich auf keinen Fall schiefgehen.

Gerrit


Ingolf Pohl

unread,
Mar 7, 2015, 6:24:58 AM3/7/15
to
Ja, cool,

sowas kenne ich auch, ich habe in einer 4ma mit FIFTH, einem Fourth
nicht unähnlichem interaktiven Crosscompiler für verteilte
Rechnersysteme total inhomogene System (Kuchenbleche voller DSPs, 16-Bit
Controller, 8051er, Z80-derivate) bearbeitet, außer einem Scope brauchte
ich nix zum Debuggen...

... Danach hat man es mit Kaufboards, PCs, COTS-DSP-Karten gemacht,
brauchte per Prozessor einen gekauften Compiler mit Betrübssystem und es
war vorbei mit den einfachen Methoden... Es brauchte mehr Know-How, die
Tools, Libraries, Betrübssysteme zu nutzen als für die eigentliche
Anwendung. Aaaber es war state of the art und man macht das sooo und
glaubte man kann wegen der Verwendung von C easy und preiswert
Softwarenentwickler bekommen...

... Spaß hat das nicht mehr gemacht und richtig voran geht sowas auch nicht.

Privat bastel ich immer noch gerne mit dem interaktiven Crosscompiler,
der inklusive integriertem Editor/IDE und Codegenerator für eine Hand
voll Prozessoren und PC auf einer 1.44MB Diskette Platz hat.

Wird nicht immer Alles besser, sondern die Wertschöpfung schreitet
voran, jeder möchte mit verdienen, egal wie.

Ich bin vom Herzen Hardwerker und empfinde die Softwaretools von heute
als sehr unhandliche, indirekte, Nerv tötende, Verwaltungstools, das
gilt leider auch für FPGA-Programmierumgebungen und zunehmend für
Schaltplan und Layoutprogramme. Und ganz schlimm finde ich, dass sogar
Hardwaretools (Oszilloskope usw.) zunehmend den GUI-Guidelines von
Officeprogrammen unterliegen...

Das liegt wohl auch daran, dass ich nicht Werkzeugexperte sein möchte,
sondern mich gerne auf die eigentliche Tätigkeit konzentrieren möchte.

Musste mal gesacht werden ;-)
aller bester Gruß aus Kiel, Ing.olf

PS: Speki nehme ich gerne bei der Entwicklung von EMV-verdächtigen
Dingen zur Hand, z.B. Flybacks, DCDC Konverter usw...

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 7, 2015, 11:37:12 AM3/7/15
to

On 07 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article mdeldb$st5$1...@news.bawue.net
<ger...@laosinh.s.bawue.de> (Gerrit Heitsch) wrote:

>Vor allem muss etwas, was du ins All schiesst auch wirklich
>funktionieren, kurz mal ein Update hochladen (*) oder fehldesignte
>Hardware tauschen geht nicht.
>
>(*) Updates sind schon machbar, aber nicht mal einfach so, darf
>schliesslich auf keinen Fall schiefgehen.

Nö, bei Forth sind Updates kein wirkliches Problem.

Geniale Sprache mit ebensolcher Viehlosoffie :)
Es gibt nur Fans und welche die sie nie verstehen.

Wer Forth einmal erlebt und kapiert hat, will nix anderes mehr!
War von Haus aus Bitpopler und Hardcore-Assembler Programmierer.
Mit Forth wurde ich sicher um 3-10 (evtl. 30?) fach produktiver und
schneller.


There are always strange people doing strange things. Watch them.


Wenn Du mal die Gelegenheit hast, mit Bernd Paysan (München) zu erleben,
was und wie der in Forth arbeitet. Du wirst Deinen Augen nicht glauben.

Bernd ist (nach mir latürnich :) IMHO einer der genialsten Forth
Programmierer in Deutschland und trotzdem völlig normal. Keine
Spinnereien. Von ihm stammen u.a. Bigforth, Gforth und Minos. Er hat
auch MISC Computer entwickelt, u.a. b16. IIRC arbeitet(e) er in
irgendeiner Silicon-Schmiede als Ober-Guru.

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 7, 2015, 11:37:12 AM3/7/15
to

On 07 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article mden4s$v30$1...@dont-email.me
<ing...@t-online.de> (Ingolf Pohl) wrote:

>Ja, cool,
>
>sowas kenne ich auch, ich habe in einer 4ma mit FIFTH, einem Fourth
>nicht unähnlichem interaktiven Crosscompiler für verteilte
>Rechnersysteme total inhomogene System (Kuchenbleche voller DSPs,
>16-Bit Controller, 8051er, Z80-derivate) bearbeitet, außer einem Scope
>brauchte ich nix zum Debuggen...

So sah das bei mir auch fast immer aus. Ein FIFTH Ableger (IIRC SL5
System Language 5) hab ich auch mal kurze Zeit benutzt, hat mir auch gut
gefallen. Bin dann aber bei FORTH geblieben. Gab irgendwelche
Lizenprobleme...


>... Danach hat man es mit Kaufboards, PCs, COTS-DSP-Karten gemacht,
>brauchte per Prozessor einen gekauften Compiler mit Betrübssystem und
>es war vorbei mit den einfachen Methoden... Es brauchte mehr Know-How,
>die Tools, Libraries, Betrübssysteme zu nutzen als für die eigentliche
>Anwendung. Aaaber es war state of the art und man macht das sooo und
>glaubte man kann wegen der Verwendung von C easy und preiswert
>Softwarenentwickler bekommen...
>
>... Spaß hat das nicht mehr gemacht und richtig voran geht sowas auch
>nicht.

So isset eben, wenn die Arschöcher die Oberhand bekommen.

>Privat bastel ich immer noch gerne mit dem interaktiven Crosscompiler,
>der inklusive integriertem Editor/IDE und Codegenerator für eine Hand
>voll Prozessoren und PC auf einer 1.44MB Diskette Platz hat.

Samt den Quellen für ein Dutzend Projekten :)


>Wird nicht immer Alles besser, sondern die Wertschöpfung schreitet
>voran, jeder möchte mit verdienen, egal wie.

Das sehe ich auch so. Hauptsache Geld schöpfen ohne Leistung!

>
>Ich bin vom Herzen Hardwerker und empfinde die Softwaretools von heute
>als sehr unhandliche, indirekte, Nerv tötende, Verwaltungstools, das
>gilt leider auch für FPGA-Programmierumgebungen und zunehmend für
>Schaltplan und Layoutprogramme. Und ganz schlimm finde ich, dass sogar
>Hardwaretools (Oszilloskope usw.) zunehmend den GUI-Guidelines von
>Officeprogrammen unterliegen...
>
>Das liegt wohl auch daran, dass ich nicht Werkzeugexperte sein möchte,
>sondern mich gerne auf die eigentliche Tätigkeit konzentrieren möchte.
>
>Musste mal gesacht werden ;-)

Jau, ich hab gerne HW gemacht, aber SW noch lieber.

>aller bester Gruß aus Kiel, Ing.olf

BTW, magst Du erzählen wo/was Du gearbeitet (hast)?

Ich hab (als Fothler) sehr viel high speed mit Ultraschall-Prüfung
gemacht. Und mit der Erfahrung dann viele Prüfstände/Geräte/Anlagen
in der Industrie, KKW, Offshore, Medizin... gemacht.

>PS: Speki nehme ich gerne bei der Entwicklung von EMV-verdächtigen
>Dingen zur Hand, z.B. Flybacks, DCDC Konverter usw...

Schon gut, aber um sowas hab ich mich immer gedrückt und/oder Spezis
hinzugezogen. HF/EMV iss nicht meine Welt.

Ab und zu im Bereich der Fertigung bei Hitze, Dreck und Lärm zu messen
und steuern macht mir mehr Spass. Vor allem, wenn so ein dahergelaufener
Zausel den Dr.Ing. Schlips von SIEMENS, BOSCH e.a. mal zeigt, wie ein
Einzelner was macht, was ja nach allgemeiner Meinung und Erfahrung
garnicht gehen kann! Anschliessend dann deren Hitec-Scheiss durch
Endkunden verbannen lassen. Hab ich bei mindestens drei völlig
verschiedenen Firmen aus Bereich LKW, Regeltechnik und
Laborautomatisation durchexerciert :)

Da haben die Grosskonzerne kläglich versagt.

Bei einer Besprechung brummelte mal ein Schlips: ach der schon wieder,
als ich zur Tür reinkam. Das fand ich die schönste Begrüssung :)

Ein andermal hab ich bei irgendeinem `Arbeitsessen` mal ein
anonymisiertes Döneken erzählt: Ach Sie waren das!
Sowas erzeugte grosse Augen und einen Auftrag vom Kunden :)

Ok, Diplomatie ist eine Kunst, die ich absolut nicht beherrsche, halt es
lieber mit der knallharten Wirklichkeit und niemals nie nicht den Kunden
belügen oder was schönreden. Das kann mal eine fetten Knall erzeugen,
evtl. geht auch mal ein Auftrag flöten... Aber es kommt dann schon mal
vor, dass der Kunde wiederkommt, wenn er genug über die Heissluftgebläse
gestolpert ist.

So das war das Wort zum Samstag. AMEN!






Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

Michael Schwingen

unread,
Mar 7, 2015, 6:12:04 PM3/7/15
to
On 2015-03-06, Ignatios Souvatzis <u50...@beverly.kleinbus.org> wrote:
>
> heißt es: "Die Kondensatoren C1 bis C4 parallel zu den Dioden D1
> bis D4 des Brückengleichrichters sind sehr wichtig, wenn das kleine
> Netzteil an einem Empfänger von Lang- bis Kurzwelle betrieben werden
> soll. Ohne diese Kondensatoren (100 nF) erscheint der Empfang
> verbrummt."
>
> Kann mir bzw. uns jemand erklären, warum?

Normale Si-Dioden haben spürbare reverse recovery-Zeiten - d.h. die leiten
erstmal rückwärts und sperren dann ziemlich schlagartig, das macht
ordentlich Oberwellen.

Ich finde dazu gerade
http://www.niec.co.jp/english/products/pdf/CQdiodeEng.pdf
(ab S. 22).

cu
Michael

Wolfgang

unread,
Mar 8, 2015, 4:05:26 AM3/8/15
to
Am 07.03.2015 um 10:28 schrieb Ingolf Pohl:

> Ich dachte immer es hat mit den Stromspitzen zu tun, die im Momment des
> Umschaltens entstehen (Dioden leiten für einen Moment rückwärts,
> Sperrschicht ausräumen usw...) zusammen mit einem ordentlichen Ladeelko
> sind die wohl auch nicht soo klein und unglaublich kurz, was dann für
> N*100Hz Oberwellen reicht und auch gut hörbar ist... Mit den kleinen
> Kondensatoren über den Dioden schließt man die Peaks halt mehr oder
> weniger kurz...

Das verstehe ich nun wieder einmal nicht. Im 50Hz Netz wird kurz vor
Spannungsmaximum die Ladespannung des Elkos überschritten und die Diode
geht allmählich in der Leitzustand über. einige ms später, kurz nach dem
Spitzenwert fällt die Netzspannung unter die derzeitige Ladespannung des
Elkos und der Ladestrom geht gegen null. Anschliessend ist die
Elkospannung höher als die momentane Netzspannung und die Diode wird mit
sich steigernder Spannung in Sperrrichtung belastet. Die Sperrspannung
steigt an, bis zum doppelten Spitzenwert der Netzspannung um dann
sinusförmig kleiner zu werden, bis der Momentanwert der Netzspannung der
inzwischen durch Entladung geringeren Elkospannung entspricht und die
Diode anfängt zu leiten.

Wo ist da der Moment, in dem die "Stromspitzen im Moment des
Umschaltens" entstehen?

Martin Hruschka

unread,
Mar 8, 2015, 4:55:10 AM3/8/15
to
Am 03.03.2015 um 12:44 schrieb Ignatios Souvatzis:

> ich benötige in Kürze ein rausch- und brummarmes Netzteil für einen
> Kurzwellenempfänger, 12V =, 300mA. Was ist heutzutage der Stand der
> Technik bei Kauf bzw. Selbstbau?

http://www.funk-tonstudiotechnik.de/NETZTEILE.htm

Technisch besser geht nicht..

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 8, 2015, 5:10:09 AM3/8/15
to

On 08 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article mdgvs5$rqo$1...@solani.org
Bei nicht idealen Dioden genau dann, wenn die aktuelle Ladespannung am
Elko unterschritten wird. Beachte mal die Flankensteilheit der
betreffenden Signale... und Netzspannung ist selten Sinusförmig.

Michael Schwingen

unread,
Mar 8, 2015, 6:39:33 AM3/8/15
to
On 2015-03-08, Wolfgang <wolf...@horejsi.de> wrote:
> Das verstehe ich nun wieder einmal nicht. Im 50Hz Netz wird kurz vor
> Spannungsmaximum die Ladespannung des Elkos überschritten und die Diode
> geht allmählich in der Leitzustand über. einige ms später, kurz nach dem
> Spitzenwert fällt die Netzspannung unter die derzeitige Ladespannung des
> Elkos und der Ladestrom geht gegen null. Anschliessend ist die
> Elkospannung höher als die momentane Netzspannung und die Diode wird mit
> sich steigernder Spannung in Sperrrichtung belastet.

In diesem Moment leitet die Diode erstmal rückwärts, bis die Ladungen aus
dem PN-Übergang abgebaut sind. Danach sperrt sie je nach Typ sehr schnell.

Der Strom ist zwar deutlich geringer als der Peak-Strom in Vorwärtsrichtung,
aber dafür ist das dI/dt hoch.

cu
Michael

Wolfgang

unread,
Mar 8, 2015, 6:53:06 AM3/8/15
to
Da in diesem Augenblick die Spannungsdifferenz minimal ist,
erkenne ich immer noch nicht, wie da ein hoher Strom rückwärts
durch die Dioden fließen kann.

Sieghard Schicktanz

unread,
Mar 8, 2015, 5:13:05 PM3/8/15
to
Hallo Wolfgang,

Du schriebst am Sun, 08 Mar 2015 11:53:07 +0100:

> > Bei nicht idealen Dioden genau dann, wenn die aktuelle Ladespannung am
> > Elko unterschritten wird. Beachte mal die Flankensteilheit der
...
> Da in diesem Augenblick die Spannungsdifferenz minimal ist,
> erkenne ich immer noch nicht, wie da ein hoher Strom rückwärts
> durch die Dioden fließen kann.

Die Spannungsdifferenz ist zwar klein, aber der Widerstand gegen den
Stromfluß ebenfalls - und der ändert sich dann _sehr_ schnell, wenn die
Raumladung aus der Diode verschwindet. Und dann gibt's da halt noch den
induktiven Anteil der Stromkreisimpedanz, der sich gegen den Stromabfall
wehrt...
(Je ganauer man solche Abläufe betrachtet, desto komplexer scheine sie
zu werden, und desto mehr Details sind zu berücksichtigen.)

--
--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Ingolf Pohl

unread,
Mar 8, 2015, 5:25:12 PM3/8/15
to
Am 07.03.2015 um 17:17 schrieb Wolfgang Allinger:
[...]
> BTW, magst Du erzählen wo/was Du gearbeitet (hast)?
>
> Ich hab (als Fothler) sehr viel high speed mit Ultraschall-Prüfung
> gemacht. Und mit der Erfahrung dann viele Prüfstände/Geräte/Anlagen
> in der Industrie, KKW, Offshore, Medizin... gemacht.
[...]
> Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
> Wolfgang
>

Klar, die technisch interessanteste Zeit (mit 5th und DSP-Kuchenblechen)
habe ich bei 'ner Unterwasserschall-4ma in Kiel erlebt. Das war wirklich
faszinierend mit einer Hand voll Kollegen in einem sehr kleinen Team
Kisten zu bauen, mit denen man den Meeresboden kartografieren konnte.
Leider war die langfristige Weiterentwicklung des Produktes aus den
unterschiedlichsten Gründen nicht gegeben und das Team brach dann
auseinander...

Ich habe eigentlich schon in fast allen Bereichen der Elektronik
gearbeitet...

- Als Laborsklave beim Prof. Mayer-Lindenberg an der TU-HH heterogene
Multiprozessorsysteme gebaut
- Zeug für die Parkraumbewirtschaftung designed, hier war 5th auch ganz
lustig zum interaktiven Spielen mit Peripheriegeräten
(Magnetkartenleser, Münzsystemen und ähnlicher Peripherie)
- Fächerecholote mit Transputern und später DSPs gebaut
- Massenware in Form von DECT-Telefonen bei Kieler und Schweizer 4-men
- UMTS nach WLAN-Router bei einem Start-up in HH
- industrielle Messtechnik für Spezialitäten und Prüfsysteme für ICT/FKT
- fast 4 Jahre FAE für Linear Technology
- gebe auch Vorlesungen an der örtlichen FH über DCDC-Konverter inkl.
Simulation, Schaltungsdesign, Layout und Debugging im Labor...
- und gerade starte ich mein Business als Dienstleister mit dem
Schwerpunkt auf den Teil Hardware, für den man heute keinen graubärtigen
Experten mehr in der Firma hat: Analogtechnik, DCDC-Konverter und EMV.
Als FAE habe ich gesehen, dass heutzutage 80% der Gerätefunktion durch
Software abgebildet werden, die restlichen 20% sind Hardware, die von
einem oder zwei Ingenieuren mit digitalem Schwerpunkt gewuppt werden
müssen. Wenn sich ein paar Firmen in der Region einen Experten (z.B.
mich) teilen, dann haben alle mehr davon. Die Firmen profitieren von mir
als Erfahrungs-Multiplikator mit einem ausgestatteten Labor (bin
Untermieter in einem EMV-Labor mit Zugriff auf den Gerätepark) und
müssen nicht immer teure Bauteile einsetzen, wenn sie im Analogdesign
eine Designversicherung in Form eines FAEs brauchen...

Also im Prinzip dachte ich, ich mache den lokalen "Jörg" in
Norddeutschland ;-)

Soweit... aller bester Gruß aus Kiel,
Ingolf






Bernd Laengerich

unread,
Mar 8, 2015, 5:58:47 PM3/8/15
to
Am 08.03.2015 um 22:25 schrieb Ingolf Pohl:

> Klar, die technisch interessanteste Zeit (mit 5th und DSP-Kuchenblechen)
> habe ich bei 'ner Unterwasserschall-4ma in Kiel erlebt. Das war wirklich

Kennst Du auch Klaus Schleisiek?

Bernd

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 8, 2015, 6:24:28 PM3/8/15
to

On 08 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article mdiem9$oud$1...@dont-email.me
<ingol...@t-online.de> (Ingolf Pohl) wrote:


>Also im Prinzip dachte ich, ich mache den lokalen "Jörg" in
>Norddeutschland ;-)

Na denn man tau. Ich drück Dir die Daumen!

Brauchst nur noch einen Kugelgrill :)

Webber gibbet ja inzwischen auch in D.

Hab seit einiger Zeit einen US-Gasgrill. Nä Webber ist hier
unerschwinglich :( Und ist eher ein Tonnen-Grill.
Aber funzt trotzdem prima. Nur 2 Flammen mit WIMRE locker 4kW in einer
flach liegenden Wanne mit Deckel. Grillfläche ca. 50x30cm. Genug für 2
Personen und geht ratzfatz. Passt genug drauf für 6-8 Personen.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

Ingolf Pohl

unread,
Mar 8, 2015, 6:42:08 PM3/8/15
to
Am 08.03.2015 um 23:16 schrieb Wolfgang Allinger:
>
> On 08 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article mdiem9$oud$1...@dont-email.me
> <ingol...@t-online.de> (Ingolf Pohl) wrote:
>
>
>> Also im Prinzip dachte ich, ich mache den lokalen "Jörg" in
>> Norddeutschland ;-)
>
> Na denn man tau. Ich drück Dir die Daumen!
>
> Brauchst nur noch einen Kugelgrill :)

Ach, siehst'e, wie gut dass Du's sagst, hätte ich glatt vergessen...
... kommt gleich auf die Inventarliste für's Labor.

Und Ente bin ich nicht gefahren, sondern 'nen LADA, der war aber auch
gusseisern ;-)

Ingolf

Ingolf Pohl

unread,
Mar 8, 2015, 6:44:20 PM3/8/15
to
Hmm, nicht direkt, den Namen habe ich aber schon gehört...
Wahrscheinlich nach mir... (Ich war da Mitte der 90er)

Ing.olf

Axel Berger

unread,
Mar 8, 2015, 7:15:03 PM3/8/15
to
Wolfgang wrote on Sun, 15-03-08 09:05:
>Wo ist da der Moment, in dem die "Stromspitzen im Moment des
>Umschaltens" entstehen?

Es sind imho - aber ich bin nur dummer Maschbauer - keine Spitzen des
Stromes sondern sehr schnelle Stromänderungen, weil die rückwärts
leitende Diode schlagartig abschaltet.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Mar 9, 2015, 4:19:33 AM3/9/15
to
Ingolf Pohl <ing...@t-online.de> wrote:

>PS: Speki nehme ich gerne bei der Entwicklung von EMV-verdächtigen
>Dingen zur Hand, z.B. Flybacks, DCDC Konverter usw...

Der ist mein einziges aufwendigeres Meßgerät, und primär brauche ich
ihn des Mitlaufgenerators wegen, zum Abgleichen von Weichen und
Filtern, da geht dann mit Intuition und nach Gehör doch nimmer sooo
viel.


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Jack Ryan

unread,
Mar 9, 2015, 3:53:15 PM3/9/15
to
Ingolf Pohl <ingol...@t-online.de> wrote:

> Am 08.03.2015 um 22:58 schrieb Bernd Laengerich:
> >
> > Kennst Du auch Klaus Schleisiek?
>
> Hmm, nicht direkt, den Namen habe ich aber schon gehört...

SEND Off-Shore Electronics GmbH aus Hamburg. Die hatten mal eine Webseite.
Viel Forth auf dem Meeresboden.

Ingolf Pohl

unread,
Mar 10, 2015, 5:30:52 AM3/10/15
to
Jetzt weiß ich wieder woher ich den Namen kenne, Klaus ist doch auch bei
CCC aktiv (gewesen)... Macht der noch viel Forth auf dem Meeresboden?
Das ist doch wirklich 'ne interessante Anwendung.

aller bester Gruß
Ing.olf

Bernd Laengerich

unread,
Mar 10, 2015, 8:24:48 AM3/10/15
to
Am 08.03.2015 um 23:44 schrieb Ingolf Pohl:

> Hmm, nicht direkt, den Namen habe ich aber schon gehört...

Der hat so Datenaufzeichnungssonden etc. gebaut und im Meer versenken (und
wieder einholen) lassen :-)
Kennengelernt habe ich ihn in Kiel, er kommt aus Hamburg.

> Wahrscheinlich nach mir... (Ich war da Mitte der 90er)

Oder davor, ich habe ihn Mitte bis Ende der 80er kennengelernt.

Bernd
--
Meine Glaskugel ist mir leider unvorhersehbarerweise vom Balkon gefallen.
P.Liedermann in defa

Ignatios Souvatzis

unread,
Mar 10, 2015, 10:45:08 AM3/10/15
to
Hm, Tonstudiotechnik? Die haben den Vorteil, dass Schwingungen um
die 100 kHz im Nutzsignal nicht so stören wie im Funkempfänger.

Hab' mir am Ende ein 10-15V 0-3A Labovrnetzteil gekauft, so etwas
gehört sowieso in jeden gut gefuehrten Haushalt. Ich konnte damit
erfolgreich Wetter-Telegramme aus dem Langwellenrauschen fischen.

Pro- Tipp[1]: Unshift-on-space ist eine doofe Idee beim Empfangen
von Wettervorhersagen in Zeitreihenform. Immer schön den Haken in
fldigi wegnehmen, dann wundert man sich auch nicht über die merk-
würdigen Q- (und P-) Gruppen.

Pro-Tipp 2: Lenovos Schaltnetzteile stören ein paar Quantillionen
mal so sehr wie der ganze Laptop bei Batteriebetrieb. Ich brauche
also eigentlich auch noch ein 20V-4.5A-Linearnetzteil.

-is

[1] Avpug "Ceb Gvcc" - Ceb Gvcc aäuzr vpu 37,12 RHE, jäer vpu rva
Pbafhygnag.
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor

Jack Ryan

unread,
Mar 10, 2015, 8:35:04 PM3/10/15
to
Ingolf Pohl <ingol...@t-online.de> wrote:
> Am 09.03.2015 um 20:53 schrieb Jack Ryan:
> > Ingolf Pohl <ingol...@t-online.de> wrote:
> >> Am 08.03.2015 um 22:58 schrieb Bernd Laengerich:
> >>>
> >>> Kennst Du auch Klaus Schleisiek?
> >> Hmm, nicht direkt, den Namen habe ich aber schon gehört...
> > SEND Off-Shore Electronics GmbH aus Hamburg. Die hatten mal eine Webseite.
> > Viel Forth auf dem Meeresboden.
>
> Jetzt weiß ich wieder woher ich den Namen kenne, Klaus ist doch auch bei
> CCC aktiv (gewesen)... Macht der noch viel Forth auf dem Meeresboden?

Ich hoffe schon. Ich habe länger nichts mehr von ihm gehört. Auch die
Webseite seiner Firma habe ich nicht wiedergefunden.

Ingolf Pohl

unread,
Mar 11, 2015, 5:13:38 AM3/11/15
to
Ich habe die Firma nur als Teilnehmer auf der Liste eines
Unterwasserfirmeninteressensgruppentreffens (Deutsch ist übercool)
gesehen...

Ich finde ja solche speziellen 4men immer total spannend...

Gruß Ing.olf

Franz Glaser

unread,
Mar 11, 2015, 8:23:08 AM3/11/15
to
Am 07.03.2015 17:17, schrieb Wolfgang Allinger:

> Bei einer Besprechung brummelte mal ein Schlips: ach der schon wieder,
> als ich zur Tür reinkam. Das fand ich die schönste Begrüssung :)
>
> Ein andermal hab ich bei irgendeinem `Arbeitsessen` mal ein
> anonymisiertes Döneken erzählt: Ach Sie waren das!
> Sowas erzeugte grosse Augen und einen Auftrag vom Kunden :)

Eigenartig...

Eigenartig.

GL
--
Das Wissen ist fremd und dem ständigen panta rhei unterworfen, der
Glaube dagegen ist eigen und dem ständigen Zweifel unterworfen.

Wolfgang Allinger

unread,
Mar 11, 2015, 12:30:46 PM3/11/15
to

On 11 Mar 15 at group /de/sci/electronics in article cmaqd9...@mid.individual.net
<fr...@meg-glaser.com> (Franz Glaser) wrote:

>Am 07.03.2015 17:17, schrieb Wolfgang Allinger:

>> Bei einer Besprechung brummelte mal ein Schlips: ach der schon
>> wieder, als ich zur Tür reinkam. Das fand ich die schönste
>> Begrüssung :)
>>
>> Ein andermal hab ich bei irgendeinem `Arbeitsessen` mal ein
>> anonymisiertes Döneken erzählt: Ach Sie waren das!
>> Sowas erzeugte grosse Augen und einen Auftrag vom Kunden :)

>Eigenartig...
>
>Eigenartig.

Was ist daran eigenartig?

Rolf Bombach

unread,
Apr 10, 2015, 5:40:14 PM4/10/15
to
all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) schrieb:
>
> Bei Anlagen mit >80 8051 (12MHz) hat eh keiner den Platz und das Geld um
> da eine derartige Menge ICE aufzustellen. Da musste ich andere
> Strategien entwickeln. BTW die grösste Anlage hatte ein Equivalent von
> über 700 ansonsten benötigter 8031. Habs mit 24(?) RTX2000 gemacht.

Ach sind das nicht die, die öfters in die Luft geflogen sind?
SCNR

--
mfg Rolf Bombach

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 10, 2015, 8:06:02 PM4/10/15
to

On 10 Apr 15 at group /de/sci/electronics in article mg9fu5$cko$1...@dont-email.me
<rolfnosp...@invalid.invalid> (Rolf Bombach) wrote:

>all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) schrieb:

>> Habs mit 24(?) RTX2000 gemacht.

>Ach sind das nicht die, die öfters in die Luft geflogen sind?
>SCNR

Ja, viele sassen oben in Weitwurf Flaschen, so ab 100mm Durchmesser.
Rheinmetall hat fast den Markt leergekauf :]

Einige sind auch sehr sehr weit geflogen und auf einem Kometen gelandet.

IIRC fuhren auch einige auf dem Mars rum.

Die RTX 2000 gabs nämlich auch in MIL und radhard.

War damals (anfangs der 80er) das schnellste, was ich unter die Finger
bekommen habe. Leere IR-Service Routine in 400ns. Da konnte man 2,49MHz
auf einen IR-Eingang legen und mit dem Monitor IR gesteuert ganz normal
an einem Terminal mit 9600 Bd arbeiten. Der Chip wurde dabei nicht mal
warm. Normale Zykluszeit 100ns. Viele Befehle liessen sich auch parallel
in einem Takt kombinieren. IIRC ein Return from subroutine kostete auch
keine extra Zeit. Schade, dieses wieselflinke Teil hat viel Spass
gemacht, leider lange her.

Rolf Bombach

unread,
Apr 13, 2015, 2:12:26 PM4/13/15
to
Axel_...@b.maus.de (Axel Berger) schrieb:
Jein :-). Aus Sicht der Diode, ja. In der Diode ist durch den Vorwärtsstrom
Ladung gespeichert (Elektronen in der P-Schicht etc.). Sinkt jetzt nach
der Sinushalbwelle die Spannung unter die Spannung des Ladekondensators,
fliesst ein z.T. heftiger Strom rückwärts. Bei Netzfrequenz-Dioden
bis in den Mikrosekundenbereich lang. Der Strom nimmt dann sehr schnell
nach Aufzehrung der Ladung ab, Flankenform abhängig vom Diodentyp.

Aus Sicht des Trafos nein, dessen Streuinduktivität will den letzten
Strom beibehalten und so knallt die Spannung an der Diode um mehrere
Volt zurück. Diese Flanke koppelt dann, je nach Verdrahtung, kapazitiv
überall mehr oder weniger rein. Die Nadelimpulse sieht man meist
schon, wenn man mit dem Oszitastkopf ohne galvanischen Kontakt in die
Nähe der Leitungen oder Anschlüsse kommt.

(IMHO weniger ein Problem in dieser Anwendung ist die Verzögerungszeit
beim Einschalten der Diode, so ca. 100ns bei 1N4001-5, ab 1N4006 sind
dann 300ns spezifiziert. Ich nehme allerdings an, dass das kontinuierlich
respektive in Stufen von Diodentyp zu Diodentyp ändert, man sich
aber bei den Specs was sparen wollte... Als Freilaufdiode bei Relais
etc. würde ich daher die 1N4005 als die 1N4007 empfehlen, da schneller.)

Das mit der Sperrverzögerung ist besonders bei Hochspannungs-Einweggleichrichtern
ausgeprägt. Also etwa in klassischen Kathodenstrahloszilloskopen [tm] ohne
Nachbeschleunigung, wo die Hochspannung meist aus dem 50 Hz-Netztrafo kommt.
Ich hatte mal so einen Fall in einem (von einem Physikdiplomanden) handgestrickten
Piezotreiber für einen stabilisierten HeNe. Merkwürdigste Störungen, überall
so 50 Hz-Spikes und erratisches Verhalten eines PID-Reglers. Letzterer
war ein idealer Empfänger; der Regler war mit unzähligen grossen Folienkondensatoren
und hochohmiger Auslegung auf "ungewöhnliche" Zeitkonstanten gequält worden.
"Grosszügige" Verdrahtung tat ihr Übriges. 4n7 über die Diode und Ruhe war
im Karton. Und nein, den Physikern konnte man das nicht erklären (OK, der
arme Kerl war unter enormem Zeitstress).

Das mit den HF-Problemen glaube ich daher nicht so ganz. Neben den Problemen
wie oben in der Mess-und Regeltechnik habe ich dieses 100 Hz-Gesäge im
Hintergrund auch bei reinen NF-Teilen schon erlebt.

Wer zuviel Geld oder eine gut sortierte Bastelkiste hat, kann ja mal
Soft/Fast Recovery, FRED, oder gar Schottkydioden versuchen und berichten,
vielleicht ist das Problem dann auch weg.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Apr 14, 2015, 3:52:38 PM4/14/15
to
all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) schrieb:
>
> <rolfnosp...@invalid.invalid> (Rolf Bombach) wrote:
>
>> all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) schrieb:
>
>>> Habs mit 24(?) RTX2000 gemacht.
>
>> Ach sind das nicht die, die öfters in die Luft geflogen sind?
>> SCNR
>
> Einige sind auch sehr sehr weit geflogen und auf einem Kometen gelandet.

Ja, die meinte ich, ist ja jetzt eben wieder voll aktuell geworden!

> IIRC fuhren auch einige auf dem Mars rum.
>
> Die RTX 2000 gabs nämlich auch in MIL und radhard.
>
> War damals (anfangs der 80er) das schnellste, was ich unter die Finger
> bekommen habe. Leere IR-Service Routine in 400ns. Da konnte man 2,49MHz
> auf einen IR-Eingang legen und mit dem Monitor IR gesteuert ganz normal
> an einem Terminal mit 9600 Bd arbeiten. Der Chip wurde dabei nicht mal
> warm. Normale Zykluszeit 100ns. Viele Befehle liessen sich auch parallel
> in einem Takt kombinieren. IIRC ein Return from subroutine kostete auch
> keine extra Zeit. Schade, dieses wieselflinke Teil hat viel Spass
> gemacht, leider lange her.

Andererseits gibt es ja Gerüchte, dass gerade die RadHard/space nicht unbedingt
zu den billigsten Bastlerprozessoren gehört haben sollen...

--
mfg Rolf Bombach

Wolfgang Allinger

unread,
Apr 14, 2015, 8:41:35 PM4/14/15
to

On 14 Apr 15 at group /de/sci/electronics in article mgjr4c$5uq$1...@dont-email.me
<rolfnosp...@invalid.invalid> (Rolf Bombach) wrote:

>all...@spambog.com (Wolfgang Allinger) schrieb:

>Ja, die meinte ich, ist ja jetzt eben wieder voll aktuell geworden!

>> IIRC fuhren auch einige auf dem Mars rum.
>>
>> Die RTX 2000 gabs nämlich auch in MIL und radhard.

>Andererseits gibt es ja Gerüchte, dass gerade die RadHard/space nicht
>unbedingt zu den billigsten Bastlerprozessoren gehört haben sollen...

Besonders nachdem Rheinmetall fast den Markt leergekauft hat.

Naja, gebastelt wurde nicht damit.

Doppeleuropakarte mit Unmengen IO, übergabesteckern... kam IIRC auf
2500DM+ Nen Z80 Emuf kam so umme 300DM.

Als ich nach etwa einem Jahr wieder zu meiner alten Fa. als Berater kam,
kriegte ich die Krise. Sie setzten Unmengen der RTX Boards ein, selbst
für primitivste Steuerdinge, wo selbst ein Standard 8031 Overkill war.

Ich hab latürnich gleich losgemeckert :)

Nö, das macht schon Sinn wurde ich aufgeklärt. Der RTX ist mit Forth
derartig schnell, dass selbst der mieseste Programmierer darauf seinen
ersten Entwurf zum Laufen bringt. Egal wie schwülstig und umständlich.
Da braucht man nix zu optimieren und die meisten Applikationen laufen
nach 1-2 Tagen. Und die 128kB EPROMs kriegt auch keiner voll, da Forth
extrem kompakt ist.

Wenn da nur eine Woche an einem 8031 rumgefrickelt wird, ist das
mindesten doppelt so teuer. Und vor Überraschungen ist man nie gefeit.

Ich musste zugestehen, dass ich das so noch nie betrachtet habe.
Ok, bei einigen Programmen kriegte ich das Nervenflimmer ob der Grösse
und Umständlichkeit... Aber was sagte schon der dicke Helmut:

Hinten kackt die Ente!
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