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Haltbarkeit von Loetzinn

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Olaf Kaluza

unread,
Mar 17, 2012, 2:29:46 PM3/17/12
to

Wuerdet ihr sagen das Loetdraht eine bestimmte Haltbarkeit hat? Ich
hab hier eine Rolle Loetdraht die sozusagen aus der Erbmasse von
meinem Opa stammt: (20-30Jahre alt)

Elsold Roehrenlot Sn60Pb36Cu2 F-SW 34

Das Problem damit, wenn man damit loetet braucht man eine
Schutzbrille und eine Gasmaske damit man nicht umkippt. Da steigen
Daempfe auf die sind wirklich erstaunlich. Dabei sollte SW34 doch
Kolophonium sein.

Olaf

Holger

unread,
Mar 17, 2012, 3:40:55 PM3/17/12
to
Olaf Kaluza schrieb:
http://www.elsold.de/produkte/pdf/elsold_roehrenlot_pb_d.pdf

Die Firma gibt es noch, die Produkte sind verfügbar, stell bei denen
einfach eine Anfrage.

Grüße, Holger



Stefan

unread,
Mar 17, 2012, 4:23:26 PM3/17/12
to
Am 17.03.2012 19:29, schrieb Olaf Kaluza:
> Wuerdet ihr sagen das Loetdraht eine bestimmte Haltbarkeit hat? Ich
> hab hier eine Rolle Loetdraht die sozusagen aus der Erbmasse von
> meinem Opa stammt: (20-30Jahre alt)

Ich vermute mal, dass Lötdraht an der Oberfläche oxidieren oder
verschmutzen kann. Jedenfalls läßt sich alter Lötdraht schlecht
verarbeiten. Wenn man den alten Lötdraht dann durch ein feines
Schmirgelpapier zieht, geht es wieder.

Gruß

Stefan

Heiko Nocon

unread,
Mar 17, 2012, 5:12:53 PM3/17/12
to
Olaf Kaluza wrote:

>Wuerdet ihr sagen das Loetdraht eine bestimmte Haltbarkeit hat?

Auf jeden Fall.

>Das Problem damit, wenn man damit loetet braucht man eine
>Schutzbrille und eine Gasmaske damit man nicht umkippt.

Aber nicht in dieser Hinsicht. Eher in Hinsicht auf die mit der Zeit
immer stärker werdende Oxidschicht auf dem Zinn.

Werner Holtfreter

unread,
Mar 17, 2012, 8:54:43 PM3/17/12
to
Am Sat, 17 Mar 2012 19:29:46 +0100 schrieb Olaf Kaluza:

> Wuerdet ihr sagen das Loetdraht eine bestimmte Haltbarkeit hat?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da ein Problem gibt, selbst wenn
der Hersteller aus Vorsicht eine Verbrauchsfrist nennt.

> Das Problem damit, wenn man damit loetet braucht man eine Schutzbrille
> und eine Gasmaske damit man nicht umkippt.

Lötkolben zu heiß? Aber generell will man diese Dämpfe nicht einatmen.

> Dabei sollte SW34 doch Kolophonium sein.

Nö, das wäre F-SW 31

http://de.wikipedia.org/wiki/Flussmittel_%28L%C3%B6ten%29

Werner

horst-d.winzler

unread,
Mar 18, 2012, 3:48:31 AM3/18/12
to
Da steht auch etwas über F-SW34. SW34 ist sogar bei Reichelt erhältlich. ;-)
http://www.reichelt.de/Loetzinn/EDSYN-SAC1250/index.html?ACTION=3&GROUPID=557&ARTICLE=98661&SHOW=1&START=0&OFFSET=16&
--
mfg hdw

Marcel Müller

unread,
Mar 18, 2012, 5:22:57 AM3/18/12
to
Hallo!
Keine Ahnung was genau SW34 ist, aber ich kann bestätigen dass früher
zuweilen erheblich mehr Flussmittel im Lötzinn war. Das qualmt dann
natürlich auch besser.

Aber dass man mit altem Lot prinzipiell nicht löten kann, möchte ich so
nicht bestätigen. Wenn ich bei meiner Mutter im Haus mal was löten muss,
greife ich auch immer auf vorhandene Restbestände von meinem Opa zurück.
Die sind definitiv >25 Jahre alt, der ist nämlich schon eine gute Weile
nicht mehr unter uns und hat in den letzten Jahren nichts neues mehr
gekauft. Vermutlich hat das Zeug eher 35 Jahre oder mehr auf dem Buckel.
Oxid ist allerdings bei dem dicken Draht (schätze 1,5-2mm) kein
ernstzunehmendes Problem. Der hat einfach im Verhältnis weniger Oberfläche.


Marcel

Peter Liebert-Adelt

unread,
Mar 18, 2012, 4:22:20 PM3/18/12
to

> On 17.03.12 19.29, Olaf Kaluza wrote:
>> Wuerdet ihr sagen das Loetdraht eine bestimmte Haltbarkeit hat? Ich
>> hab hier eine Rolle Loetdraht die sozusagen aus der Erbmasse von
>> meinem Opa stammt: (20-30Jahre alt)
>>
>> Elsold Roehrenlot Sn60Pb36Cu2 F-SW 34

Ich habe immer noch einen kleinen Restbestand von nunmehr >41 Jahre
altem Elsold Typ A3 L-Sn 50 PbCu (?? kaum noch zu entziffern), was ich
wegen des Durchmessers von 1,7mm nur selten benutze. Wenn, dann habe ich
damit aber keine Probleme.
Die Dämpfe saugt ein 12V PC-Netzteil-Lüfter an und verteilt sie im Raum.

Peter

Peter Thoms

unread,
Mar 27, 2012, 7:28:30 AM3/27/12
to
Am 18.03.2012 08:48, schrieb horst-d.winzler:
{...)
>
> Da steht auch etwas über F-SW34. SW34 ist sogar bei Reichelt erhältlich.
> ;-)
> http://www.reichelt.de/Loetzinn/EDSYN-SAC1250/index.html?ACTION=3&GROUPID=557&ARTICLE=98661&SHOW=1&START=0&OFFSET=16&
Hallo,

der ist ja richtig teuer, 5% Silber.
Meine Rolle Fluitin ist aufgebraucht und ich bleibe dabei und beim alten
Magnastat-Lötkolben.


Peter
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Olaf Kaluza

unread,
Mar 27, 2012, 10:16:57 AM3/27/12
to
Winfried <w-buechs...@web.de> wrote:

>Also ich hab auch noch Lötzinn rumliegen, das ich vor mindestens 15
>bis 20 Jahren gekauft habe. Funzt noch einwandfrei.

Naja...ich selber habe immer mit einer Rolle
Fluitin mit F-SW26 geloetet. Die habe ich auch so vor 15-20Jahren auf
dem Flohmarkt gekauft. Aber die geht so langsam zu ende. <schnueff>

Aber die andere Rolle mit dem F-SW34 ist wirklich extrem. Viel
schlimmer wie das SW26. Dabei haette ich es eigentlich umgekehrt
erwartet. Genauer gesagt so schlimm das man damit ohne Abzug wirklich
nicht loeten kann und ich habe schon einiges an verschiedenen Loten in
der Hand gehabt.
Ich glaub das einzige was aehnlich schlimm war das war ein Speziallot
zum Aluminium loeten.

Da stellt sich natuerlich so langsam die Frage was man heute so kaufen
kann. Das Standardzeugs von Reichelt ist jedenfalls definitiv
schlechter als meine gute alte Fluitinrolle.

Olaf



Bjoern Wieck

unread,
Mar 27, 2012, 11:43:42 AM3/27/12
to
Am 27.03.2012 16:16, schrieb Olaf Kaluza:
> Da stellt sich natuerlich so langsam die Frage was man heute so kaufen
> kann.

Stannol HS10 ist mein Favorit.

Joerg

unread,
Mar 27, 2012, 1:10:26 PM3/27/12
to
Meiner ist "Kester 8806 No-Clean", hinterlaesst fast keinen Siff.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Matthias Weingart

unread,
Mar 28, 2012, 4:19:16 AM3/28/12
to
Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de>:

> Da stellt sich natuerlich so langsam die Frage was man heute so kaufen
> kann. Das Standardzeugs von Reichelt ist jedenfalls definitiv
> schlechter als meine gute alte Fluitinrolle.

Stannol SN99Cu1 KS100 (letzteres bezeichnet das Flussmittel).

M.

k...@familieknaak.de

unread,
Mar 30, 2012, 8:28:37 PM3/30/12
to
Ich komme mit SN100 besser zurecht. Wobei ich keinen Unterschied
zwischen dem Original SN100C von Balver/Nihon und SN100Ni++ von
Felder bemerke.

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Olaf Kaluza

unread,
Mar 31, 2012, 8:58:38 AM3/31/12
to
k...@familieknaak.de wrote:

>Ich komme mit SN100 besser zurecht. Wobei ich keinen Unterschied
>zwischen dem Original SN100C von Balver/Nihon und SN100Ni++ von
>Felder bemerke.

Da die Japaner das wohl patentiert haben und die anderen vermutlich es
nur in Lizenz nachfertigen ist das ja auch kaum zu erwarten.

Allerdings reden wir hier von privatem Loeten. Da wuerde ich mir
bleifrei nicht antun. Zwar laesst sich mit SN100C sicher gut loeten,
ihr erinnert euch das ich es ja war der das vor einigen Jahren
empfohlen hat, aber zum basteln/entwickeln ist es genauso unguenstig
wie jedes andere bleifreie Lot weil man da ja oefter mal eine
Loetstelle erneut angreift oder auch mal ein Teil wieder ausloetet.
Da sind die bleifreien Lote eine deutlich staerkere Belastung fuer
die Platine weil man mit hoeheren Temperaturen arbeitet und sie
schneller wieder fest werden.

Olaf

Matthias Weingart

unread,
Apr 2, 2012, 4:14:02 AM4/2/12
to
k...@familieknaak.de:

> Matthias Weingart wrote:
>
>> Olaf Kaluza <ol...@criseis.ruhr.de>:
>>
>>> Da stellt sich natuerlich so langsam die Frage was man heute so
>>> kaufen kann. Das Standardzeugs von Reichelt ist jedenfalls definitiv
>
>>> schlechter als meine gute alte Fluitinrolle.
>>
>> Stannol SN99Cu1 KS100 (letzteres bezeichnet das Flussmittel).
>
> Ich komme mit SN100 besser zurecht. Wobei ich keinen Unterschied
> zwischen dem Original SN100C von Balver/Nihon und SN100Ni++ von
> Felder bemerke.

Das wichtige dran ist wohl der minimale Nickelzusatz, der wohl auch in dem
SN100C und "meinem" SN99 drin ist. Das Cu ist da letztlich wohl nur für die
Patentumschiffung nötig :-).

M.

Martin D. Bartsch

unread,
Apr 12, 2012, 4:24:01 PM4/12/12
to
On Mon, 2 Apr 2012 08:14:02 +0000 (UTC), Matthias Weingart
<mwn...@pentax.boerde.de> wrote:

>Das Cu ist da letztlich wohl nur für die
>Patentumschiffung nötig :-).

War das Cu im Lötzinn nicht für die Haltbarkeit der Kupferlötspitzen
gedacht?

Matthias Weingart

unread,
Apr 13, 2012, 2:10:26 AM4/13/12
to
Martin D. Bartsch <M.D.B...@arcor.de>:
Das es ja faktisch keine Kupferlötspitzen mehr gibt (leider), ist das wohl
nicht mehr so wichtig.

M.
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