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Schnurloser Lötkolben gesucht

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Frank Hueber

unread,
Feb 26, 2006, 3:15:04 PM2/26/06
to
Hallo!

Ich bin nicht der ganz große Elektronik-Bastler, aber gelegentlich gibt
es auch hier etwas zu löten. Was mir bei meinem derzeitigen Lötkolben
ziemlich auf den Wecker geht, ist das steife und viel zu kurze
Netzkabel, das immer irgendwie im Weg ist. Also soll ein neuer her.

Taugen die "Schnurlosen" etwas, z.B. der Gaslötkolben "Weller Portasol",
den Reichelt hat? Oder ist Akku besser? Oder generell "Finger weg"?
Haupteinsatzgebiet ist "gelegentlich mal ein Kabel an irgendwas
dranlöten", vielleicht auch mal ein elektronisches Bauteil auf einer
Platine, viel mehr wird da nicht kommen.

Irgendwelche Tips?


Gruß,

Frank

horst-d.winzler

unread,
Feb 26, 2006, 3:36:26 PM2/26/06
to
Frank Hueber schrieb:

>
> Taugen die "Schnurlosen" etwas, z.B. der Gaslötkolben "Weller Portasol",
> den Reichelt hat? Oder ist Akku besser? Oder generell "Finger weg"?
> Haupteinsatzgebiet ist "gelegentlich mal ein Kabel an irgendwas
> dranlöten", vielleicht auch mal ein elektronisches Bauteil auf einer
> Platine, viel mehr wird da nicht kommen.

Für "mal eben" reichen Akkulötkolben. Solltes du aber bei winterlichen
Temperaturen womöglich noch bei Wind löten wollen, nimm den Ersa. Zu
Weller kann ich nichts sagen.
Bei 20°C tuns auch die billigen Gaslötkolben.

--
mfg hdw

Oliver Wache

unread,
Feb 26, 2006, 3:43:52 PM2/26/06
to
Frank Hueber <franks...@quantentunnel.de> schrieb:

>Taugen die "Schnurlosen" etwas, z.B. der Gaslötkolben "Weller Portasol",
>den Reichelt hat?

Ich habe so einen und bin völlig mit ihm zufrieden. Problemloses
handling, gute Spitzenauswahl und schnelle anheizzeit, was will man
mehr? Zudem bleibt er bezahlbar. Von Akku-Lötkolben halte ich nicht so
viel.

CU, Oliver

Matthias Reichl

unread,
Feb 26, 2006, 4:31:20 PM2/26/06
to
On Sun, 26 Feb 2006 21:15:04 +0100, Frank Hueber wrote:
> Taugen die "Schnurlosen" etwas, z.B. der Gaslötkolben "Weller Portasol",
> den Reichelt hat? Oder ist Akku besser? Oder generell "Finger weg"?

Da würde ich auf jeden Fall einen Gaslötkolben empfehlen. Wenn Du
mal etwas mehr löten musst, greifst Du einfach zur Gaskartusche,
füllst den Tank wieder auf und ein paar Sekunden später geht's
weiter.

Ich selber habe sehr gute Erfahrungen mit den Weller Pyropen gemacht.
Anfang der 90er habe ich mir einen Pyropen gekauft, der hat - trotz
sehr häufigen Gebrauchs - rund 10 Jahre gehalten, danach habe ich
mir einen Pyropen Piezo gekauft. Der originale Pyropen hat(te) den
Vorteil, daß man mit ihm auch mit offener Flamme löten konnte, beim
Piezo geht das leider nicht mehr. Vom Handling und von der Leistung
her ist der Pyropen IMO wirklich gut. Auch größere Lötstellen waren
damit nie ein Problem.

Vom Portasol würde ich eher abraten. Ein Freund hatte sich so einen
gekauft, aber das war kein Vergleich mit dem Weller. Nach ca. 1 oder
2 Jahren war der Portasol dann auch leider defekt: undichter Gastank...

Auch heute benutze ich den Pyropen regelmäßig zusätzlich zu meiner
Lötstation. Wenn ich unterwegs bin sowieso, das nicht vorhandene
Kabel ist auch gelegentlich von Vorteil, und an die Heißluft zum
Schrumpfen/Auslöten/... gewöhnt man sich auch sehr schnell :-)

so long,

Hias

Rainer Zocholl

unread,
Feb 26, 2006, 5:55:00 PM2/26/06
to
(Frank Hueber) 26.02.06 in /de/sci/electronics:

>Hallo!

>Ich bin nicht der ganz große Elektronik-Bastler, aber gelegentlich
>gibt es auch hier etwas zu löten. Was mir bei meinem derzeitigen
>Lötkolben ziemlich auf den Wecker geht,
>ist das steife und viel zu kurze Netzkabel,


Was hat das China-Billigst-Aldi-Brateisen 3 oder 4 Euro?

Hochwertige Löter haben hochflexible Kabel.
Solltest Du einen solchen haben liegt Dein Kabel problem an der
fehlednen Übung.


>das immer irgendwie im Weg ist. Also soll ein neuer
>her.

>Taugen die "Schnurlosen" etwas, z.B. der Gaslötkolben "Weller
>Portasol", den Reichelt hat?

Wo für?
Ich habe einen mit dem nur eines löte: Die Spannungsregler im
alten VW-Passat Instrumenten Brett.

>Oder ist Akku besser?
>Oder generell Finger weg"?

Bei Batterie betrieben oder keramischen "Wunderlötern".

>Haupteinsatzgebiet ist "gelegentlich mal ein Kabel an
>irgendwas dranlöten", vielleicht auch mal ein elektronisches Bauteil
>auf einer Platine, viel mehr wird da nicht kommen.

Das sind 2 VÖLLIG unteschiedliche forderungen.
Um eine Platine zu löten reichen 15W sehr gut aus udn es
sollte, ungregelt, auch nicht mehr sein.
Aber mit 15W wirst Du keinen 1,5qmm Draht anlöten können,
aber der Draht wird auch 70W(ungeregelt) nicht sehr übelnehmen,
die Platine schon.

Schön fand ich immer den Ersa TC70 ist wohl der 0760CD ERSA Multi TC:
temperatur geregelt, "satt" power, hochflexibles Kabel, kein schwerer Trafo.
Uuups...wieso kostet das Teil denn 139 Euro?
Was ist denn da passiert?


Rainer

Jens Carstens

unread,
Feb 27, 2006, 3:16:58 AM2/27/06
to
Frank Hueber schrieb:

>[...[


>Haupteinsatzgebiet ist "gelegentlich mal ein Kabel an irgendwas
>dranlöten", vielleicht auch mal ein elektronisches Bauteil auf einer
>Platine, viel mehr wird da nicht kommen.
>Irgendwelche Tips?

Meine Meinung: Gas. Gerade bei 'gelegentlich mal ein Kabel anlöten'
ist der Akku dann, wenn du ihn brauchst, leer. Bei meinem Portasol ist
das Gas auch noch nach 2 Jahren drin, resp. sehr schnell nachgefüllt.
Und Akkus mögen grundsätzlich nicht lange unbenutzt rumliegen.

>
>Gruß,
>Frank
HTH, Jens

MaWin

unread,
Feb 27, 2006, 3:22:17 AM2/27/06
to
"Rainer Zocholl" <UseNet-Posting...@zocki.toppoint.de> schrieb im
Newsbeitrag news:9obay...@zocki.toppoint.de...

>
> Schön fand ich immer den Ersa TC70 ist wohl der 0760CD ERSA Multi TC:
> temperatur geregelt, "satt" power, hochflexibles Kabel, kein schwerer Trafo.
> Uuups...wieso kostet das Teil denn 139 Euro?
> Was ist denn da passiert?
>

Ersa gehoert jetzt zu Kurtz. Profitmaximierung.

--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Rainer Zocholl

unread,
Feb 27, 2006, 12:30:00 PM2/27/06
to
(MaWin) 27.02.06 in /de/sci/electronics:

>"Rainer Zocholl" <UseNet-Posting...@zocki.toppoint.de>
>schrieb im Newsbeitrag news:9obay...@zocki.toppoint.de...
>>
>> Schön fand ich immer den Ersa TC70 ist wohl der 0760CD ERSA Multi
>> TC: temperatur geregelt, "satt" power, hochflexibles Kabel, kein
>> schwerer Trafo. Uuups...wieso kostet das Teil denn 139 Euro?
>> Was ist denn da passiert?
>>

>Ersa gehoert jetzt zu Kurtz. Profitmaximierung.

Ahm, danke, aber wer ist "Kurtz"?
Rainer

Thomas Großer

unread,
Feb 27, 2006, 5:53:40 PM2/27/06
to
Jens Carstens wrote:
>
> Frank Hueber schrieb:

Ich bin auch auf der Suche:

Ich löte auch eher selten, hauptsächlich weil es derzeit so umständlich
ist, dies am Computer-Schreibtisch zu tun:
- Netzkabelverlängerung zurechtlegen
- Kabel so legen, daß der Lötkolben so gedreht ist, daß er liegenbleibt
und nicht wieder wegdreht und durch das steife Kabel vom Tisch rutscht
- warten bis er endlich heiß wird
- aufpassen, daß die Masse / der Schutzleiter nichts kurzschließen kann,
oder noch schlimmer: bei Eurostecker-Modell die evtl. auftretende
höhere Spannung nichts kaputt machen kann (Phasenprüfer glimmt schwach)


Da sind Krokodilklemmstrippen schneller gesetzt, aber eben nicht immer
leitfähig genug oder viel zu groß für kleine Bauteile.


Ich hatte schon länger überlegt, mir diesen ColdHeat-Lötkolben in der
C-Apotheke zu bestellen, aber nun bin ich davon abgekommen:

http://www.coldheat.info/DE/faq.aspx

In den FAQ wurde meine Befürchtung bestätigt, daß er nicht mit Akkus klarkommt,
da er 6 V will.
Es sollen also teure Batterien zum Heizen genommen werden.
Egal, wie lange die halten sollen ("zwischen 700 und 1.000 kleine Lötstellen
nacheinander"), das will ich eigentlich nicht, wo ich mich doch extra mit
Mignon-Akkus eingedeckt hab für solche kleinen Geräte (mp3-Player, Funkmaus,
Taschenlampe usw.), wobei bei meiner Nutzung auch immer volle Akkus parat
liegen.

Ich hasse auslaufende Batterien, und mittlerweile brauche ich sie nur noch
für Geräte, die > 3...4 Monate damit auskommen;
das soll möglichst so bleiben.


Gas-Lötkolben will ich aber auch nicht:
- ist bestimmt nicht ganz ungefährlich (Feuer ist hier im Haus nur im Ofen
und am Gasherd erwünscht),
- zu teuer für meine seltenen Lötungen,
- Abhängigkeit von Gaskartuschen
(von dem Geld könnte ich bestimmt etliche Batterien kaufen, die es
zudem in jedem Supermarkt zu kaufen gibt)
- kenne mich mit Gas nicht weiter aus (Verfügbarkeit, wie wird's umgefüllt?)


So ein kleines 12V/8W-Lötspielzeug ("Lötnadel") mit dünnem Kabel und viel zu
spitzer Spitze hab ich zwar schon länger, aber das war so billig, daß die
Lötspitze dauernd abfällt und diese wohl auch deshalb selten warm genug
wird. 8 W sind auch etwas wenig.
Mit einem kleinen 12V-Bleigelakku ist der aber ansonsten mobil genug für mich
und 100% potentialfrei.


Wenn ich mal rechne, wieviel Strom ein Mignonakku-Lötkolben saugen müßte:
4 Mignonakkus * 2 A sind ja nur knapp über 9 W.
Noch mehr Strom kann über längere Zeit bestimmt nicht sonderlich gut für solche
kleinen Akkus sein (2100...2400mAh). Die Kontakt-Übergangsverluste sind sicher
auch nicht unerheblich: es soll ja nur die Lötspitze beheizt werden :-)

Also kommt für mich wohl nur ein besserer 12V-Lötkolben in Frage, aber diesmal
mit 12...25 Watt.
Wo gibt es sowas?

Ingolf Haeusler

unread,
Feb 28, 2006, 8:10:48 AM2/28/06
to
Rainer Zocholl wrote:

>>Ersa gehoert jetzt zu Kurtz. Profitmaximierung.
>
>
> Ahm, danke, aber wer ist "Kurtz"?
> Rainer

ich bin nicht kurz, eher 1,93m

SCNR
ingolf

--
***wer mir mailen moechte, sollte invalid.invalid entfernen
und durch MOC.nuS ersetzen, aber spiegelschriftlich***

Michael Schwingen

unread,
Feb 28, 2006, 8:33:20 AM2/28/06
to
In article <440382F4...@gmx.de>,

Thomas Großer <Thomas.Gro...@gmx.de> wrote:
>
>Gas-Lötkolben will ich aber auch nicht:
> - ist bestimmt nicht ganz ungefährlich (Feuer ist hier im Haus nur im Ofen
> und am Gasherd erwünscht),

Naja - IMHO auch nicht schlimmer als ein normales Gasfeuerzeug.

> - zu teuer für meine seltenen Lötungen,

Möglich. Ich hatte in Erinnerung, daß mein Pyropen auf Ebay auch nicht soo
teuer war.

> - Abhängigkeit von Gaskartuschen
> (von dem Geld könnte ich bestimmt etliche Batterien kaufen, die es
> zudem in jedem Supermarkt zu kaufen gibt)

Die nehmen nromales Feuerzeuggas - gibt es in jedem Tabakladen, vermutlich
auch Supermarkt, Tankstelle etc.. Reichelt will 4.65 EUR für eine Kartusche,
IIRC bekommt man die aber deutlich billiger.

Ich glaube nicht, daß Du mit Batterien vergleichbar viel Energie für's Geld
bekommst.

Weiterer Zusatznutzen des Pyropen: die Heißluftdüse ist manchmal praktisch,
z.B. für Schrumpfschlauch an schlecht zugänglichen Stellen.

cu
Michael
--
Some people have no repect of age unless it is bottled.

Dieter Wiedmann

unread,
Feb 28, 2006, 8:58:14 AM2/28/06
to
Thomas Großer schrieb:

> http://www.coldheat.info/DE/faq.aspx

Vertriebspartner: QVC, Weltbild, und auch Conrad....

Wenn man dann noch beachtet, dass da Ding mit 4 AA-Zellen
(Alkali-Mangan!) auf 25-50W kommen soll, dann ist klar, dass das ein
PMPO-Produkt erster Sahne ist.


Gruß Dieter

Thomas Großer

unread,
Feb 28, 2006, 11:14:33 AM2/28/06
to

zumindest die 25W klingen für mich schon noch sinnvoll, schließlich entsteht
da die Hitze fast nur am Lötzinn und nicht so großflächig am gesamten langen
Lötkolben, der die Hitze viel mehr abstrahlt.

2...3 A könnten da schon ausreichen. Aber die werden wohl auch die
Batterie-Verbindungen etwas mitheizen.


Inzwischen hatte ich noch eine Idee:

Wenn ich soein Ding mit einem 6V-Bleigelakku extern speisen könnte, wäre das
bestimmt was für mich. Mit eben dem Vorteil der extrem kurzen Aufwärmzeit.

Fragt sich nur, wo da die Strombegrenzung ist:
Bestimmt nur bei den Mignon-Batterien, oder?

Und wie lange soeine Spitze hält, die es in ein paar Jahren so bestimmt nicht
mehr zu kaufen geben wird...

Frank Hueber

unread,
Feb 28, 2006, 11:18:47 AM2/28/06
to
Thomas Großer wrote:

> Ich hatte schon länger überlegt, mir diesen ColdHeat-Lötkolben in der
> C-Apotheke zu bestellen, aber nun bin ich davon abgekommen:
>
> http://www.coldheat.info/DE/faq.aspx
>
> In den FAQ wurde meine Befürchtung bestätigt, daß er nicht mit Akkus klarkommt,
> da er 6 V will.
> Es sollen also teure Batterien zum Heizen genommen werden.
> Egal, wie lange die halten sollen ("zwischen 700 und 1.000 kleine Lötstellen
> nacheinander"), das will ich eigentlich nicht, wo ich mich doch extra mit
> Mignon-Akkus eingedeckt hab für solche kleinen Geräte (mp3-Player, Funkmaus,
> Taschenlampe usw.), wobei bei meiner Nutzung auch immer volle Akkus parat
> liegen.

Selbst wenn diese Angabe "700-1000" hoffnungslos übertrieben ist und der
Wert in der Praxis eher bei 10% davon liegt, würde es für meine Zwecke
mehr als genügen. Ich brauche meinen Kolben nur alle paar Wochen einmal,
da ich kein großer Elektronik- und Hardwarebastler bin.

Wäre unter diesen Voraussetzungen dieses Gerät ok? Oder hat ihn gar
jemand und kann von praktischen Erfahrungen berichten? (Daß der
Hersteller es offenbar nötig hat, das Ding über QVC zu verscheuern,
stärkt mein Vertrauen allerdings nicht gerade...)

Gruß,

Frank

Oliver Wache

unread,
Feb 28, 2006, 11:30:22 AM2/28/06
to
Dieter Wiedmann <Dieter....@t-online.de> schrieb:

>Wenn man dann noch beachtet, dass da Ding mit 4 AA-Zellen
>(Alkali-Mangan!) auf 25-50W kommen soll, dann ist klar, dass das ein
>PMPO-Produkt erster Sahne ist.

Das kann so schon stimmen. Ich habe auch so ein Ding günstig ergattern
können, nur noch nicht ausprobiert. Irgendwie ist mir die Technik aber
noch nicht so klar. Er scheint nicht ausschießlich mit Hitze zu
arbeiten, da die Lötspitze einen kleinen Spalt hat. Ergo nehme ich an,
daß da wohl auch noch Hochfrequenz im Spiel ist. Richtig groß und
unhandlich ist er zudem auch noch, deshalb werde ich ihn wohl wieder
verhökern.

CU, Oliver

Thomas Großer

unread,
Feb 28, 2006, 11:33:27 AM2/28/06
to
> > http://www.coldheat.info/DE/faq.aspx

Wie funktioniert soein Ding eigentlich?

Könnte es sein, daß dort ein Spannungswandler drin ist, der
etliche Ampere Strom auf die Lötspitze überträgt?

Die Lötspitze scheint ja aus 2 leitenden Hälften zu bestehen,
die sich dann wohl aufwärmen, wenn das Lötzinn unten beide
Hälften verbindet.

Wenn da ein Wandler drin ist, könnte der vielleicht auch mit
einem 6V-Bleigelakku klarkommen.
Wenn aber die Spitze direkt an den Batterien hängt, wäre das
nicht so schön.


Deren Prahlerei, daß die dafür extra ein Patent angemeldet (und
möglicherweise bekommen) haben, gefällt mir eh nicht.

MaWin

unread,
Feb 28, 2006, 12:04:00 PM2/28/06
to
"Thomas Großer" <Thomas.Gro...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:44047B57...@gmx.de...
> > http://www.coldheat.info/DE/faq.aspx

> Wie funktioniert soein Ding eigentlich?


Wenn du googelst findest du schnell raus:

Gar nicht. (it's crap, complete crap...).

Was natuerlich Conrad nicht daran hindert, es teuer zu verkaufen,
dem Kunde kann man hinterher schliesslich noch einem Ramsch-Loetkolben
andrehen, und dann noch mal einen ordentlichen.

Neulich bei Conrad hat der Verkaeufer dem armen Kunde auch angelogen,
das es keine Ersa 162KD-Loetspitze mehr gibt, er den Eras-Loetkolben
wegwerfen darf, und dem Kunden lieber einen komplett neuen Loetkolben,
die schrottige Weller-Loetpistolen-Replik, angedreht. Manche Verkaeufer
muesste man standrechtlich erschiessen, das sind aber gerade die, die
vom Chef befoerdert werden.

Matthias Reichl

unread,
Feb 28, 2006, 12:13:06 PM2/28/06
to
On 28 Feb 2006 13:33:20 GMT, Michael Schwingen wrote:
> In article <440382F4...@gmx.de>,
> Thomas Großer <Thomas.Gro...@gmx.de> wrote:
>>
>>Gas-Lötkolben will ich aber auch nicht:
>> - ist bestimmt nicht ganz ungefährlich (Feuer ist hier im Haus nur im Ofen
>> und am Gasherd erwünscht),

Die Gaslötkolben arbeiten i.A. mit Katalysator. Zu Beginn hast Du kurz
eine offene Flamme (um den Katalysator auf Temperatur zu bringen),
die restliche Verbrennung des Gases erfolgt danach rein katalytisch.

> Die nehmen nromales Feuerzeuggas - gibt es in jedem Tabakladen, vermutlich
> auch Supermarkt, Tankstelle etc.. Reichelt will 4.65 EUR für eine Kartusche,
> IIRC bekommt man die aber deutlich billiger.

Oh Gott, 4.65 EUR für 65ml, das ist wirklich heftig! Naja, ich weiß ja
wieso mir Reichelt unsympathisch ist :-/

Mein Gas habe ich vom lokalen Elektronik-Händler, hat 4 EUR für 250ml
gekostet. Bei Farnell kosten 250ml 2.25 EUR (plus Steuer).

Vor gut 10 Jahren hatte ich Feuerzeuggas aus dem Supermarkt genommen
(ca. 0.70 EUR für 60-80ml), aber das ist nicht so ideal und hat
vermutlich zum früheren Ableben meines ersten Pyropen beigetragen:

Für die Gaslötkolben sollte man nur hochreines Gas nehmen (steht auch
so in der Anleitung), das billige Feuerzeuggas enthält oft einiges
an "Dreck". Das habe ich u.a. daran gemerkt, daß ich den Lötkolben
deutlich öfters reinigen musste und irgendwann war dann ganz
Schluß - das Ventil war verstopft.

> Ich glaube nicht, daß Du mit Batterien vergleichbar viel Energie für's Geld
> bekommst.
>
> Weiterer Zusatznutzen des Pyropen: die Heißluftdüse ist manchmal praktisch,
> z.B. für Schrumpfschlauch an schlecht zugänglichen Stellen.

Full ACK.

so long,

Hias

Matthias Reichl

unread,
Feb 28, 2006, 12:31:44 PM2/28/06
to
On 26 Feb 2006 23:55:00 +0100, Rainer Zocholl wrote:
> Um eine Platine zu löten reichen 15W sehr gut aus udn es
> sollte, ungregelt, auch nicht mehr sein.
> Aber mit 15W wirst Du keinen 1,5qmm Draht anlöten können,
> aber der Draht wird auch 70W(ungeregelt) nicht sehr übelnehmen,
> die Platine schon.

Deshalb haben die Gaslötkolben auch einen Regler mit dem man
den Durchfluß einstellen kann. Beim Pyropen klappt das recht
gut. Damit war das Einlöten eines Mod-Chips in die Playstation (1)
kein Problem, genauso wenig wie Lötstellen mit etwas größeren
Masseflächen o.ä. Klar, mit einer richtigen Temperaturregelung
läßt sich das nicht ganz vergleichen, aber immer noch deutlich
besser als ein komplett ungeregelter (Strom-)Lötkolben.

> Schön fand ich immer den Ersa TC70 ist wohl der 0760CD ERSA Multi TC:
> temperatur geregelt, "satt" power, hochflexibles Kabel, kein schwerer Trafo.
> Uuups...wieso kostet das Teil denn 139 Euro?

ACK, das war ein feines Teil. Bis auf die etwas verschlissene Spitze
und abgebröseltes Plastik vorne am Griff funktioniert meiner nach
wie vor noch. Hat Ende der 80er 99 DM gekostet, wenn ich mich nicht
irre, also die ganz normale Teuerung halt :-|

so long,

Hias

Georg Acher

unread,
Feb 28, 2006, 12:41:53 PM2/28/06
to
In article <du1vq4$bb3$1...@online.de>,
"MaWin" <m...@private.net> writes:

|> Neulich bei Conrad hat der Verkaeufer dem armen Kunde auch angelogen,
|> das es keine Ersa 162KD-Loetspitze mehr gibt, er den Eras-Loetkolben
|> wegwerfen darf, und dem Kunden lieber einen komplett neuen Loetkolben,
|> die schrottige Weller-Loetpistolen-Replik, angedreht. Manche Verkaeufer
|> muesste man standrechtlich erschiessen, das sind aber gerade die, die
|> vom Chef befoerdert werden.

Das ist das Hauptproblem von Conrad: Es gibt keine Welt ausserhalb des Ladens und
erst recht nicht ausserhalb des Katalogs. Was im Katalog nicht vorhanden ist
(manchmal auch: Was nicht gerade auf Lager ist), gibt es nicht. Nirgends. Im
ganzen Universum nicht.

Leider glauben das auch viele der Kunden...

--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://www.lrr.in.tum.de/~acher
"Oh no, not again !" The bowl of petunias

Dieter Wiedmann

unread,
Feb 28, 2006, 12:47:11 PM2/28/06
to
Georg Acher schrieb:

> Das ist das Hauptproblem von Conrad: Es gibt keine Welt ausserhalb des Ladens und
> erst recht nicht ausserhalb des Katalogs. Was im Katalog nicht vorhanden ist
> (manchmal auch: Was nicht gerade auf Lager ist), gibt es nicht. Nirgends. Im
> ganzen Universum nicht.

Bis einer ein Plakat an eine der Filialen klebt, mit 95 Erklärungen.


CNR, Dieter

Dieter Wiedmann

unread,
Feb 28, 2006, 1:08:03 PM2/28/06
to
Oliver Wache schrieb:

> >Wenn man dann noch beachtet, dass da Ding mit 4 AA-Zellen
> >(Alkali-Mangan!) auf 25-50W kommen soll, dann ist klar, dass das ein
> >PMPO-Produkt erster Sahne ist.
>
> Das kann so schon stimmen.

Nagelneue, gute AA-Alkali-Mangan-Zellen haben einen Innenwiderstand von
0,13R, man kriegt also maximal 17W aus vier Zellen, und das auch nur
sehr kurz.


Gruß Dieter

horst-d.winzler

unread,
Feb 28, 2006, 2:25:34 PM2/28/06
to
Dieter Wiedmann schrieb:

zB Filiale Bagdad.

--
gruß hdw

Oliver Wache

unread,
Feb 28, 2006, 2:53:18 PM2/28/06
to
"MaWin" <m...@private.net> schrieb:

>Neulich bei Conrad hat der Verkaeufer dem armen Kunde auch angelogen,
>das es keine Ersa 162KD-Loetspitze mehr gibt, er den Eras-Loetkolben
>wegwerfen darf, und dem Kunden lieber einen komplett neuen Loetkolben,
>die schrottige Weller-Loetpistolen-Replik, angedreht. Manche Verkaeufer
>muesste man standrechtlich erschiessen, das sind aber gerade die, die
>vom Chef befoerdert werden.

Immerhin wollte überhaupt was verkaufen. Die letzten Male als ich mal
was von Conrad holen wollte, sagten sie mir immer, ham wir nicht auf
Lager, müssen wir bestellen. Das finde ich echt langsam zum Kotzen. Da
fährt man extra in die Stadt, sucht nen Parkplatz und muss richtig was
löhnen und bekommt nichts zu kaufen. Muss ich jetzt jedesmal wenn ich
was bei Conrad kaufen will, vorher anrufen und fragen, ob es da ist?

CU, Oliver

Oliver Wache

unread,
Feb 28, 2006, 2:57:38 PM2/28/06
to
Dieter Wiedmann <Dieter....@t-online.de> schrieb:

>Nagelneue, gute AA-Alkali-Mangan-Zellen haben einen Innenwiderstand von
>0,13R, man kriegt also maximal 17W aus vier Zellen, und das auch nur
>sehr kurz.

Der arbeitet aber mit irgendeiner anderen Technik. Deshalb scheint es
nur ein Vergleich mit einem normalen Lötkolben zu sein um einen
Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit zu haben. Die Spitze scheint
nämlich aus Keramik oder irgeneinem Kunststoff zu sein. Innen in der
Schachtel ist auch ein Aufkleber, der vor der Zerbrechlichkeit der
Spitze warnt.

CU, Oliver

MaWin

unread,
Feb 28, 2006, 3:03:24 PM2/28/06
to
"Oliver Wache" <m...@privacy.net> schrieb im Newsbeitrag
news:46jo1eF...@individual.net...

> Muss ich jetzt jedesmal wenn ich
> was bei Conrad kaufen will, vorher anrufen und fragen, ob es da ist?

Also ich mach das....

Michael Eggert

unread,
Feb 28, 2006, 3:57:52 PM2/28/06
to
"MaWin" <m...@private.net> wrote:

Hi!

>> Muss ich jetzt jedesmal wenn ich
>> was bei Conrad kaufen will, vorher anrufen und fragen, ob es da ist?

>Also ich mach das....

Dann fährst Du entweder zu einem anderen Conrad als ich, oder Du hast
noch nicht bemerkt, daß sie die 578966 totgelegt haben und es jetzt
nur noch die deutschlandweite 0180-ruf-mich-an-ich-weiß-von-nix gibt.

Gruß,
Michael.

MaWin

unread,
Feb 28, 2006, 4:18:25 PM2/28/06
to
"Michael Eggert" <m.egge...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:i4e902dpu7kiuces0...@4ax.com...

>
> Dann fährst Du entweder zu einem anderen Conrad als ich, oder Du hast
> noch nicht bemerkt, daß sie die 578966 totgelegt haben und es jetzt
> nur noch die deutschlandweite 0180-ruf-mich-an-ich-weiß-von-nix gibt.
>

Stimmt auffaellig, auch die 2506235 geht nicht mehr.
Na, dies Jahr brauchte ich noch nichts von Conrad.
Werde dann wohl auch nie mehr was von denen brauchen.

Michael Eggert

unread,
Feb 28, 2006, 4:49:59 PM2/28/06
to
"MaWin" <m...@private.net> wrote:

Hi..

>> Dann fährst Du entweder zu einem anderen Conrad als ich, oder Du hast
>> noch nicht bemerkt, daß sie die 578966 totgelegt haben und es jetzt
>> nur noch die deutschlandweite 0180-ruf-mich-an-ich-weiß-von-nix gibt.

>Stimmt auffaellig, auch die 2506235 geht nicht mehr.

Da ist irgendwie eh nie jemand rangegangen...

>Na, dies Jahr brauchte ich noch nichts von Conrad.
>Werde dann wohl auch nie mehr was von denen brauchen.

Damit hat die Bauteile-Abteilung wenigstens endlich wieder Zeit fürs
Berechnen von Vorwiderständen für blaue LEDs und für "Ey isch brauch
Sicherung für Kenwood zweitausend Watt!". Sobald sie damit genug
Verlust geschrieben haben, können sie die Abteilung dichtmachen, sich
in "Conrad keine Elektronik" oder QVC (Quark von Conrad) umbenennen
und sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren: Schnarch-Stopper,
Schneckenzaun, Slipmat (aus dem Inhaltsverzeichnis). Nun gut, solange
es noch Kunden gibt, die 100m Cat7-Verlegekabel für 199,- kaufen und
sich dann an der Kasse wundern, warum das Geld immer so schnell alle
ist, müssen wir wohl noch drauf warten.

Gruß,
Michael.

Oliver Wache

unread,
Feb 28, 2006, 5:19:08 PM2/28/06
to
Michael Eggert <m.egge...@web.de> schrieb:

>Nun gut, solange
>es noch Kunden gibt, die 100m Cat7-Verlegekabel für 199,- kaufen und
>sich dann an der Kasse wundern, warum das Geld immer so schnell alle
>ist, müssen wir wohl noch drauf warten.

Denen scheint es aber noch echt gut zu gehen, denn sie haben die
Filliale hier in Dortmund aufwändig umgebaut. Echt schnieke jetzt,
doch finde ich nun überhaupt nichts mehr, da alles wieder woanders
liegt und schlecht sortiert wurde. Und dann auch noch über 2 Etagen
das Ganze. Was mir aufgefallen ist, daß sie die Computerabteilung
immens vergrößert haben, dafür musste der Rest dann stark abspecken.
Die Bauteilabteilung habe ich erst nacht fragen gefunden. Natürlich
standen schon wieder 20 Mann in 3 Reihen vor den total überforderten
Mitarbeitern. Da bin wieder gegangen. Ich habe auch noch was anderes
zu tun.

CU, Oliver

Dieter Wiedmann

unread,
Feb 28, 2006, 6:19:50 PM2/28/06
to
Michael Eggert schrieb:

> QVC (Quark von Conrad)

Das ergibt ja ganz neue Möglichkeiten: JVC, PVC,....;-)


Gruß Dieter

Michael Roth

unread,
Feb 28, 2006, 6:21:49 PM2/28/06
to
Thomas Großer wrote:

> http://www.coldheat.info/DE/faq.aspx

Die FAQ zu lesen bringt Erleuchtung. Zitat:

"Die Leistung hängt von der Größe und der thermischen Masse
des Lötpunktes, der gesetzt werden soll ab. Die äquivalente
Wechselstromleistung wird mit 25 W bis 50 W geschätzt. [...]"
~~~~~~~~~~~

Alles klar: "Äquivalent" und "geschätzt" in einem Satz.

Na dann, dann schätze ich mal, dass der Coldheat keine äquivalente
Wechselstromleistung über 5 Watt hat.


Thomas Woditsch

unread,
Feb 28, 2006, 6:57:56 PM2/28/06
to
Michael Eggert schrieb:

>Dann fährst Du entweder zu einem anderen Conrad als ich, oder Du hast
>noch nicht bemerkt, daß sie die 578966 totgelegt haben und es jetzt
>nur noch die deutschlandweite 0180-ruf-mich-an-ich-weiß-von-nix gibt.

Die Zentrale in Hirschau konnte mir neulich sehr genau sagen, in welcher
Filiale welche Stückzahl eines von mir gesuchten Bauteils vorhanden war.
(Ob die örtlichen Mitarbeiter dieses Teil dann auch wirklich finden und
es kein Inventurfehler war, merkt man leider erst vor Ort, aber da hilft
auch anrufen nicht viel...)

mfg

Thomas
--
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Michael Eggert

unread,
Feb 28, 2006, 7:20:11 PM2/28/06
to
Thomas Woditsch <tho...@thwoditsch.de> wrote:

Moin!

>Die Zentrale in Hirschau konnte mir neulich sehr genau sagen, in welcher
>Filiale welche Stückzahl eines von mir gesuchten Bauteils vorhanden war.

Gut zu wissen...
Kann man da dann auch bestellen mit Lieferung in den Laden?

>(Ob die örtlichen Mitarbeiter dieses Teil dann auch wirklich finden und
>es kein Inventurfehler war, merkt man leider erst vor Ort, aber da hilft
>auch anrufen nicht viel...)

Als die hier noch telefonisch erreichbar waren, haben sie auch gleich
in die Schublade geschaut und gar nicht erst in den Computer ("hab ich
da, leg ich zur Seite").

Gruß,
Michael.

Thomas Großer

unread,
Feb 28, 2006, 7:58:53 PM2/28/06
to
Also, da Batterie-Lötkolben wohl doch Quatsch sind, ist meine Entscheidung
nun fast gefallen: weg von den elektrisch beheizten hin zum mobilen
Gas-Lötkolben, dafür höhere Anforderungen, also eine Investition in die
Zukunft.

meine neuen Anforderungen:
- regelbare Leistung (25...60 W oder besser noch weniger...mehr)
- Piezo-Zünder
- Dauerbetrieb möglich, falls doch mal etwas mehr und/oder dicke Drähte
zu löten sind
- deutlich länger als 2 Jahre haltbar (bei eher seltener Nutzung)
- <= 100 Euro für Lötkolben samt Lötspitzen usw. (also ein Set mit Schachtel)

vorausgewählte Produkte, die passen könnten:
bei Conrad:
- Weller Pyropen WP1
??...60 W
58 Euro + 11,80 Euro für 1 Spitze = 70 Euro
--> kaum Zubehör, Spitzen sind viel zu teuer

- Portasol Gaslötkolben ProPiezo (Set)
10...75 W
60 Euro + 7 Euro Ersatzspitze = 67 Euro
--> mehr Zubehör, etwas billigere Spitzen

bei Reichelt:
- ERSA Independent 75 "Profi Set"
15...75 W
77,50 Euro
--> genug der teuren Spitzen dabei

Die beiden letztgenannten gefallen mir am besten.
Welcher ist nun aber besser / haltbarer?
Bekomme ich bei Reichelt für den unwesentlich teureren Lötkolben aufgrund
des Apothekenzuschlags bei Conrad etwas besseres? Ich nehme es an.


Die Spitze meines derzeitig benutzten 25W-Elektrolötkolbens ist noch nach
Jahren die erste, nur etwas kürzer und unförmig geworden.
Halten die Gas-Lötspitzen ähnlich lange?


Michael Schwingen wrote:
>
> Thomas Großer <Thomas.Gro...@gmx.de> wrote:
> >
> >Gas-Lötkolben will ich aber auch nicht:
> > - ist bestimmt nicht ganz ungefährlich (Feuer ist hier im Haus nur im Ofen
> > und am Gasherd erwünscht),
>
> Naja - IMHO auch nicht schlimmer als ein normales Gasfeuerzeug.

Normale (kleine billige) Feuerzeuge quittieren Dauerbetrieb ja gerne damit,
daß sie selbst sehr heiß werden und der Kunststoff langsam schmilzt.

Bei ganz billigen Gas-Lötkolben scheint dies ähnlich zu sein: in der
Bedienungsanleitung eines kleinen 10-Euro-Dingens las ich was von max 20 min
Betriebsdauer, was da zwar auch der Gasfüllung entsprach, aber mit Überhitzung
begründet wurde.

--> Wird der Griff eines der oben genannten Gaslötkolben auch mit der Zeit
unangenehm heiß?

Und wie stark ist die Wärmestrahlung: schmelzen z.B. Drahtisolierungen von in der
Nähe (2...3 cm Abstand seitlich der Lötspitze) hängenden Drähten weg?
Oder verkohlen sie sogar?
Ersteres ginge notfalls noch, letzteres ist unakzeptabel.


> > - Abhängigkeit von Gaskartuschen
> > (von dem Geld könnte ich bestimmt etliche Batterien kaufen, die es
> > zudem in jedem Supermarkt zu kaufen gibt)
>
> Die nehmen nromales Feuerzeuggas - gibt es in jedem Tabakladen, vermutlich
> auch Supermarkt, Tankstelle etc.. Reichelt will 4.65 EUR für eine Kartusche,
> IIRC bekommt man die aber deutlich billiger.

Genau dort bei Reichelt hatte ich den hohen Preis gesehen.
Tabakladen besuch' ich zwar aus guten Gründen nicht, aber in Tankstellen
und bei Farnell werde ich mich mal umsehen, wenn es soweit ist.


> Weiterer Zusatznutzen des Pyropen: die Heißluftdüse ist manchmal praktisch,
> z.B. für Schrumpfschlauch an schlecht zugänglichen Stellen.

Ist dann bestimmt auch z.B. als handlicher Tür(Schloß)enteiser mißbrauchbar ;-)

horst-d.winzler

unread,
Feb 28, 2006, 11:49:34 PM2/28/06
to
Michael Eggert schrieb:

>>Die Zentrale in Hirschau konnte mir neulich sehr genau sagen, in welcher
>>Filiale welche Stückzahl eines von mir gesuchten Bauteils vorhanden war.
>
> Gut zu wissen...
> Kann man da dann auch bestellen mit Lieferung in den Laden?

Du kannst beim Laden bestellen. Ist das Zeug da, rufen sie dich an.
Mach ich öfter so.

--
gruß hdw

Johannes Bauer

unread,
Mar 1, 2006, 2:29:17 AM3/1/06
to
Michael Eggert wrote:

> Damit hat die Bauteile-Abteilung wenigstens endlich wieder Zeit fürs
> Berechnen von Vorwiderständen für blaue LEDs und für "Ey isch brauch
> Sicherung für Kenwood zweitausend Watt!". Sobald sie damit genug
> Verlust geschrieben haben, können sie die Abteilung dichtmachen, sich
> in "Conrad keine Elektronik" oder QVC (Quark von Conrad) umbenennen
> und sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren: Schnarch-Stopper,
> Schneckenzaun, Slipmat (aus dem Inhaltsverzeichnis).

Offenbar geht das Gesamtkonzept von Conrad auf... in einem der letzten
tollen Magazine der IHK war 'n mehrseitiger "Bericht" über die
Conrad-Dynastie drin. Da stand auch wie großartig es ihnen geht und das
sie noch weiter expandieren werden. Mir ist echt übel geworden dabei,
wenn man sich so anschaut welchen Ramsch die zu welchen Preisen verhökern...

Gruß,
Joe

Michael Eggert

unread,
Mar 1, 2006, 3:43:22 AM3/1/06
to
"horst-d.winzler" <horst.d.no...@web.de> wrote:

Hi!

[0180......]

>> Kann man da dann auch bestellen mit Lieferung in den Laden?

>Du kannst beim Laden bestellen. Ist das Zeug da, rufen sie dich an.
>Mach ich öfter so.

Dafür muss ich aber erst zum Laden fahren, nachdem sie das Telefon
abgestellt haben - daher die Frage, ob ich das jetzt auch unter der
zentralen Telefonnummer so machen kann.

Gruß,
Michael.

Marte Schwarz

unread,
Mar 1, 2006, 4:20:10 AM3/1/06
to
> nämlich aus Keramik oder irgeneinem Kunststoff zu sein. Innen in der
> Schachtel ist auch ein Aufkleber, der vor der Zerbrechlichkeit der
> Spitze warnt.

Na dann... Ex & Hop.

Marte


Matthias Reichl

unread,
Mar 1, 2006, 5:54:45 AM3/1/06
to
On Wed, 01 Mar 2006 01:58:53 +0100, Thomas Großer wrote:
> meine neuen Anforderungen:
> - regelbare Leistung (25...60 W oder besser noch weniger...mehr)
> - Piezo-Zünder
> - Dauerbetrieb möglich, falls doch mal etwas mehr und/oder dicke Drähte
> zu löten sind
> - deutlich länger als 2 Jahre haltbar (bei eher seltener Nutzung)
> - <= 100 Euro für Lötkolben samt Lötspitzen usw. (also ein Set mit Schachtel)
>
> vorausgewählte Produkte, die passen könnten:
> [...]

Zu den Produkten kann ich nichts sagen, aber der Vollständigkeit halber
hier noch die Infos zum Weller Pyropen Piezo:
- kostet deutlich über 100 EUR (ca 120-140, habe jetzt nicht
nachgesehen), eine Spitze kostet ca. 8-10 EUR.
- Temperatur-Regelbereich ist IMO ausreichend weit.
- Lieferumfang: Eine Meißel-Spitze, eine Heißluft-Düse (plus
aufsteckbarem "Reflektor"), das ganze in einer recht handlichen
Metall-Box mit kleinem Schwamm und Ablage. In der Box ist noch
ein wenig Platz, da habe ich immer etwas Draht, Litze und ein
paar Meter Lötzinn mit dabei.
- Ich habe zusätzlich noch die spitze Lötspitze dazugekauft, die
ist unbedingt nötig wenn man mal was feiners löten will.

Den Pyropen habe ich im Dauerbetrieb (mehrere Stunden am Stück, mit
einigen Nachfüllungen dazwischen) laufen gehabt. Eine Füllung hält
je nach Temperatur/Gasdurchfluß ca. zwischen 0.5 und 1.5 Stunden.
Der Griff bleibt kühl (so wie bei einem normalen Lötkolben auch),
Spitzen habe ich bisher nie nachkaufen müssen. Mein erster Pyropen
(ohne Piezo) hat ca. 10 Jahre gehalten, dabei habe ich etliche
Liter Gas verbraucht.

> Und wie stark ist die Wärmestrahlung: schmelzen z.B. Drahtisolierungen von in der
> Nähe (2...3 cm Abstand seitlich der Lötspitze) hängenden Drähten weg?
> Oder verkohlen sie sogar?
> Ersteres ginge notfalls noch, letzteres ist unakzeptabel.

Die Lötspitze des Pyorpen hat auf einer Seite eine Heißluft-
Austrittsöffnung. Die sollte man am besten so drehen, daß sie nach
"oben" (also weg von der Platine) zeigt. Damit sind umliegende Drähte
etc nicht gefährdet. Die Spitze selber verhält sich so wie jede andere
Lötspitze auch, aber ein wenig aufpassen muß man mit der
Austrittsöffnung schon. Andererseits kann man sie auch dazu benutzen
um mal eben ein Stück Schrumpfschlauch zu erhitzen - ohne extra die
Heißluftdüse montieren zu müssen.

>> Weiterer Zusatznutzen des Pyropen: die Heißluftdüse ist manchmal praktisch,
>> z.B. für Schrumpfschlauch an schlecht zugänglichen Stellen.
>
> Ist dann bestimmt auch z.B. als handlicher Tür(Schloß)enteiser mißbrauchbar ;-)

Zum Beispiel :-)

Ich verwende die Heißluftdüse auch öfters um thermischen Defekten auf
die Spur zu kommen. Die Heißluft wirkt recht lokal (auf einer Fläche
von etwa 1cm²), in Kombination mit einer Dose Kältespray ideal um
widerspenstige ICs zu finden.

so long,

Hias

Andreas Bockelmann

unread,
Mar 1, 2006, 9:21:56 AM3/1/06
to
Hallo liebe Zielgruppe,

gestattet bitte, daß ich mich einmische, aber zum Topic fällt mir erst
einmal ein Name ein: Engel-Löter!
Die Dinger hatte früher (tm) jeder Fernsehtechniker im Außendienst mit.

1) Gibt es die heute noch (neu)?
2) Sind die völlig überholt?


--
Mit freundlichen Grüßen | /"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN |
Andreas Bockelmann | \ / AGAINST HTML IN E-MAIL |
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Rick Sickel

unread,
Mar 2, 2006, 4:05:42 PM3/2/06
to
Thomas Großer wrote:
>
> Also, da Batterie-Lötkolben wohl doch Quatsch sind, ist meine Entscheidung
> nun fast gefallen: weg von den elektrisch beheizten hin zum mobilen
> Gas-Lötkolben, dafür höhere Anforderungen, also eine Investition in die
> Zukunft.
>
> meine neuen Anforderungen:
> - regelbare Leistung (25...60 W oder besser noch weniger...mehr)
> - Piezo-Zünder
> - Dauerbetrieb möglich, falls doch mal etwas mehr und/oder dicke Drähte
> zu löten sind
> - deutlich länger als 2 Jahre haltbar (bei eher seltener Nutzung)
> - <= 100 Euro für Lötkolben samt Lötspitzen usw. (also ein Set mit Schachtel)
>
Hallo,

bei Pollin gibt es noch den Solderpro 100 für 39,95EUR. Den haben wir in
der Firma. Allerdings auch nur zum gelegentlichen Einsatz, deshalb kann
ich über die Lebensdauer noch nichts sagen, aber löten läßt sich damit
recht gut.

Zudem gibt es im gleichen Laden noch einen 12V-Lötkolben für den
Zigarettenanzünder für unglaubliche 2,50EUR, den wir seinerzeit auch
gleich mitbestellt hatten. Das Teil hat dann aber doch eher nur
symbolischen Wert: die Anschlußleitung ist zwar sehr dick, enthält aber
nur einen Hauch von Kupfer, wodurch ich Schwierigkeiten hatte, da
Bananenstecker festzumachen. Aber warm wird er.

Rick

Patrick Kibies

unread,
Mar 8, 2006, 1:24:34 PM3/8/06
to
Oliver Wache wrote:


> Michael Eggert <m.egge...@web.de> schrieb:

>
> Denen scheint es aber noch echt gut zu gehen, denn sie haben die
> Filliale hier in Dortmund aufwändig umgebaut.

Verunstaltet...

> Echt schnieke jetzt,

Vor allem dieser Teppichboden...

>
> doch finde ich nun überhaupt nichts mehr, da alles wieder woanders
> liegt und schlecht sortiert wurde. Und dann auch noch über 2 Etagen
> das Ganze.

Das war es vorher schon!

> Was mir aufgefallen ist, daß sie die Computerabteilung
> immens vergrößert haben, dafür musste der Rest dann stark abspecken.
> Die Bauteilabteilung habe ich erst nacht fragen gefunden.

? Die sieht man doch gleich von der Treppe aus...

> Natürlich
> standen schon wieder 20 Mann in 3 Reihen vor den total überforderten
> Mitarbeitern. Da bin wieder gegangen. Ich habe auch noch was anderes
> zu tun.

Wenn du was spezielles suchst, geh besser zu Elektronik am Wall. Da kricht
man wenichstens das normale Zeug direkt. Ohne Rohrpost, ohne
Überraschungstüte etc.


> CU, Oliver

Gruß Patrick

--
Registered Linuxuser #410948

Oliver Wache

unread,
Mar 8, 2006, 1:48:58 PM3/8/06
to
Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:


>> doch finde ich nun überhaupt nichts mehr, da alles wieder woanders
>> liegt und schlecht sortiert wurde. Und dann auch noch über 2 Etagen
>> das Ganze.
>
>Das war es vorher schon!

Aber da war es näher beisammen. Unten war ja nur der Kleinkram und die
Modellbausachen. Der Rest war oben komprimiert. Jetzt muss man sich
erst mal orientieren und gucken, wo die das wohl versteckt oder
zusortiert haben.

>? Die sieht man doch gleich von der Treppe aus...

Ich habe diese Miniecke total übersehen. Das sah mir nicht nach
Bauteilausgabe aus.

>Wenn du was spezielles suchst, geh besser zu Elektronik am Wall. Da kricht
>man wenichstens das normale Zeug direkt. Ohne Rohrpost, ohne
>Überraschungstüte etc.

Stimmt, da war ich ja noch nie drin. Früher war ich immer bei Kelm &
Homberg und bei Nadler. Gibt es den Nadler denn wenigstens noch? Wenn
man was ganz ausgefallenes suchte, war in Bodelschwingh noch diese
große Firma, welche Hausgeräte und Unterhaltungselektronik reparierte.
Die gingen aber vor ein paar Jahren pleite. Ich glaube, die hieß
GEHADO. Die waren echt klasse. Hast Du sonst noch ne Quelle hier?

CU, Oliver

Patrick Kibies

unread,
Mar 8, 2006, 5:55:21 PM3/8/06
to
Oliver Wache wrote:

> Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:
>
>>> doch finde ich nun überhaupt nichts mehr, da alles wieder woanders
>>> liegt und schlecht sortiert wurde. Und dann auch noch über 2 Etagen
>>> das Ganze.
>>
>>Das war es vorher schon!
>
> Aber da war es näher beisammen. Unten war ja nur der Kleinkram und die
> Modellbausachen. Der Rest war oben komprimiert. Jetzt muss man sich
> erst mal orientieren und gucken, wo die das wohl versteckt oder
> zusortiert haben.

Da ich nur marginal elektronisch bastle (aber ab und an doch mal der
Ehrgeiz aufkeimt) bin ich eher relativ froh über die nun große
modellbauecke. Wobei ich ganz sicher Conrad nicht als den Modellbaudealer
meiner Wahl bezeichnen würde. Aber wenn man gerade am Westenhellweg ist,
latscht man halt nicht mal eben nach Unna oder Brackel. (Und schonmal
garnicht für nen E-Motörchen im Wert von 3,90€, wobei zumindest die
Speed400 von Conrad Mist sind, da sind mir schon einige beim Einlaufen
hopps gegangen...)


>>? Die sieht man doch gleich von der Treppe aus...
>
> Ich habe diese Miniecke total übersehen. Das sah mir nicht nach
> Bauteilausgabe aus.

Stimmt, ist gewöhnungsbedürftig...

>>Wenn du was spezielles suchst, geh besser zu Elektronik am Wall. Da
>>kricht man wenichstens das normale Zeug direkt. Ohne Rohrpost, ohne
>>Überraschungstüte etc.
>
> Stimmt, da war ich ja noch nie drin.

Der Verkäufer zweifelt zwar gerne, ob man wirklich das haben will, was man
verlangt, aber meistens hat er's, oder ne brauchbare Ersatztype.


> Früher war ich immer bei Kelm &
> Homberg und bei Nadler.

Sagen mir nichts.

> Gibt es den Nadler denn wenigstens noch?

Laut Schnellrecherche: Nein.

> Wenn
> man was ganz ausgefallenes suchte, war in Bodelschwingh noch diese
> große Firma, welche Hausgeräte und Unterhaltungselektronik reparierte.
> Die gingen aber vor ein paar Jahren pleite. Ich glaube, die hieß
> GEHADO. Die waren echt klasse. Hast Du sonst noch ne Quelle hier?

Nein. Aber einen Laden, den ich mal in Agenschein nehme wenn ich mal
tagsüber da vorbeikomme ist EL-KO (Elektronik Komponenten) in
Bochum-Werne.


Gruß Patrick

--
Reg
istered Linuxuser #410948

Martin

unread,
Mar 11, 2006, 1:57:53 PM3/11/06
to
Am Tue, 28 Feb 2006 17:30:22 +0100 schrieb Oliver Wache <m...@privacy.net>:

> Dieter Wiedmann <Dieter....@t-online.de> schrieb:


>
>> Wenn man dann noch beachtet, dass da Ding mit 4 AA-Zellen
>> (Alkali-Mangan!) auf 25-50W kommen soll, dann ist klar, dass das ein
>> PMPO-Produkt erster Sahne ist.
>

> Das kann so schon stimmen. Ich habe auch so ein Ding günstig ergattern
> können, nur noch nicht ausprobiert. Irgendwie ist mir die Technik aber
> noch nicht so klar. Er scheint nicht ausschießlich mit Hitze zu
> arbeiten, da die Lötspitze einen kleinen Spalt hat. Ergo nehme ich an,
> daß da wohl auch noch Hochfrequenz im Spiel ist. Richtig groß und
> unhandlich ist er zudem auch noch, deshalb werde ich ihn wohl wieder
> verhökern.
>
Es wird in der FAQ auch von einem kleinen Funken an dem Spalt geschrieben
- legen die einfach die Spannung an die Spitze - der Übergangswiderstand
wirds schon machen? So wie ein experiment vor langen Zeiten: 1,2V C-NiCd
Zelle (10mOhm) mit Lötfahnen an ein 1mm Fe-Blech gehalten haben dieses in
ein paar Sekunden über 0,5 bis 1 cm2 zu glühen gebracht.

In der großen version habe ich so ein Lötgerät mal gesehen: Trafo 8V/200A
mit Kohlelektroden um Cu-Rohre zu verlöten, dort wo die Leistung der
Lötlampe nicht gereicht hatte (Restwasser im Rohr).
--
Martin

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