hat jemand Erfahrung bei o.g. TK-Anlage, die sich sang- und klanglos
verabschiedet hat, nachdem sie VOR einem Gewitter (das in der
Nachbarschaft keinerlei Ausfälle an elektronischen Geräten erzeugt hat)
vom Stromnetz getrennt wurde, nicht vom ISDN! Das hier im übrigen auch
weiterhin funktioniert.
Es leuchtet keine LED mehr, auch nicht nach Stunden. Einige Wochen
zuvor, nach Stromaus wg. Arbeiten am Hausstromnetz, auch wie tot - aber
nach ca 2h PowerLED an, Anlagenverhalten danach wieder völlig normal.
Muss jetzt also nicht das Gewitter gewesen sein.
Da Gerät 5 Jahre alt, hab ich reingeschaut. Netzspannung liegt an,
Sicherung ok, aber hinter der ganz schön aufwendigen Stromversorgung
messe ich max 2,5V (wo ich 5V vermute). Kein Elko verbeult, nichts sieht
nach thermischen Schaden aus. Offenbar primärgetaktetes Netzteil mit
7525 und FET...
Ist Jemandem solch ein Fehlerbild schon mal untergekommen? Was war es?
Mit freundlichen Grüßen
Peter Richter
Häufig ist die Startschaltung des Schaltnetzteils oder die
Elkos der "kurz Überstrom beim Einschalten erlauben, dann aber
abschalten weil Überlast vermutet wird" schon lange kaputt,
schliesslich sind die Dinger im Dauerbtrieb und es werden oft
Netzteildesigns verwendet die nur für Kurzzeitbetrieb ausgelegt
waren,
und es fällt erst auf, wenn sie vom Netz getrennt wurden und
wieder anlaufen sollen.
Also doch: Elkos und Widerstände sind die Kandidaten.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Das ist ein typisches Fehlerbild an primärgetakteten Netzteilen und
normalerweise auf einen defekten (blöderweise nie ausgebeulten) Elko in
der Versorgung des Reglerchips zurückzuführen, oder auf den
Anlaufwiderstand. Wenn Du einen PIC7525 meinst, scheint das nur der
Leistungsteil eines Schaltregelers im TO-3-Gehäuse (aber mit 4 Anschlüssen)
zu sein. Such mal nach einem Elko 50-100µF, etwa 20-50V auf der primärseite
von dem Wandler. Du hast gute Chancen, dass der ausgetrocknet ist. Der
Anlaufwiderstand ist üblicherweise recht dick ausgeführt (wegen hoher
Spannungen und damit auch hoher Verlustleistung) und liegt im Bereich 80K
bis 300K Ohm), und kann mit der Zeit hochohmiger werden.
Gruß,
Michael Karcher
> Da Gerät 5 Jahre alt, hab ich reingeschaut. Netzspannung liegt an,
> Sicherung ok, aber hinter der ganz schön aufwendigen Stromversorgung
> messe ich max 2,5V (wo ich 5V vermute). Kein Elko verbeult, nichts sieht
> nach thermischen Schaden aus. Offenbar primärgetaktetes Netzteil mit
> 7525 und FET...
>
> Ist Jemandem solch ein Fehlerbild schon mal untergekommen? Was war es?
Hi,
das alte T-DSL-Modem (das mit der Rille, noch von vor U2-R) hatte das auch
:-) dazu existieren massig Anleitungen, immer noch. So ein mieser kleiner
Elko vorm Trafo...
--
mfg,
gUnther
Erst vorgestern eines repariert. Es war der 10uF/63V-Elko auf der
Primaerseite direkt am Controller (der ist auf der Unterseite der
Platine). Getauscht gegen einen 10uF/400V Elko der gerade rumlag (und
laut Messgeraet auch noch 10uF hat) und das Modem laeuft wieder wie neu.
Sowas in der Art wuerde ich bei obigem Geraet auch vermuten.
Gerrit
>>> Ist Jemandem solch ein Fehlerbild schon mal untergekommen? Was war es?
>>
>> Hi,
>> das alte T-DSL-Modem (das mit der Rille, noch von vor U2-R) hatte das
>> auch :-) dazu existieren massig Anleitungen, immer noch. So ein mieser
>> kleiner Elko vorm Trafo...
>
>Erst vorgestern eines repariert. Es war der 10uF/63V-Elko auf der
>Primaerseite direkt am Controller (der ist auf der Unterseite der
>Platine). Getauscht gegen einen 10uF/400V Elko der gerade rumlag (und
>laut Messgeraet auch noch 10uF hat) und das Modem laeuft wieder wie neu.
>
>Sowas in der Art wuerde ich bei obigem Geraet auch vermuten.
Bei meinem war's das vor einiger Zeit auch. Nach Tausch des 10uF-Elkos
(durch einen mit höherer Temperatur- und Spannungsbeständigkeit) lief
das Teil wieder wie eh und je -- bis es wegen der Umstellung aud ADSL-2
obsolet wurde.
Grüße,
Günther
Schon mal gesehen, wie so ein Modem brennend aussieht? Gibt hässliche
Flecken an Betowänden, auf Teppich lieber nicht drüber nachdenken.
Ursache: der meist ebenfalls vermoderte Siebelko (47u 400V), den habt
ihr sicher geprüft bzw. prophylaktisch getauscht, oder?
In den ganzen tollen Selbstreparauranleitungen wird das zumindest nicht
erwähnt :(
Hm? Das Ding hat zwei primaere Siebelkos. Einmal die erwaehnten 47uF und
noch einen groesseren 400V-Elko nach dem Netzfilter.
Gerrit
Den kleinen am IC, der für das Nichtwiederanlaufen verantwortlich ist
und den 47u 400V hinter dem Netzfilter. Nur tauschte den aus meiner
Erfahrung fast niemand. Bei dem Modem, das ich von der Wand gekratzt
habe, konnte man recht gut erkennen, dass die Hitzequelle der
ausgelaufene 400V-Elko war. Genaugenommen ist noch ein dritter da, 10u
400V glaube ich vor dem Netzfilter, was bei diesem Netzteil hinter dem
Gleichrichter sitzt.
Nein, es hat zwei grosse Elkos mit 400V im Primaerbereich, zusaetzlich
dazu noch den kleinen 10uF mit 63V der bei Nichtanlaufen defekt ist.
Hier gut zu sehen:
http://scifi.pages.at/dsl-modem/dslmodem2.JPG
Der typischerweise fehlerhafte ist der im roten Kreis.
> Nur tauschte den aus meiner
> Erfahrung fast niemand. Bei dem Modem, das ich von der Wand gekratzt
> habe, konnte man recht gut erkennen, dass die Hitzequelle der
> ausgelaufene 400V-Elko war.
Wenn das Teil ausgelaufen oder ausgebeult ist, ist das was anderes, nur
scheint das eher selten zu sein, auch nach Jahren im 24/7-Betrieb.
Wuerde das oft vorkommen muesste man davon mehr lesen. Wundert mich,
dass bei deinem Modem nicht die Sicherung durchgegangen ist als der Elko
hochging.
Fuer Massenware hielten diese alten DSL-Modems sehr lange.
Gerrit
>Fuer Massenware hielten diese alten DSL-Modems sehr lange.
Die Siemense definitiv, wogegen die Orckit-Dinger Schrott waren.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/