Ich steuere über einen Atmel AT8515 Mikrocontroller 6 Relais vom Typ
G5LE-1 5V
(http://www.eu.omron.com/Upload/DocCenter/DC/En/BR/K100E1-2A.pdf) an, an
welche induktive 230V-Lasten angeschlossen werden sollen.
Die G5LEs werden vom Mikrocontroller über BC547A-Transistoren
angesteuert. Die G5LEs befinden sich an den Kollektoren. Zur Sicherung
der Transistoren sind paraell zu den Relais Dioden vom Typ 1N4002 in
Sperrrichtung geschaltet.
Die 5V-Versorgung sollte mindestens 1 A aushalten, und da an ihr außer
dem Mikrocontroller und der Relais nichts hängt, was viel Strom
benötigt, sollte es hier keine Probleme geben. Zur Sicherheit werden die
Relais auch immer einzeln geschaltet.
Solange an der 230V-Seite der Relais keine Last angeschlossen ist,
funktioniert auch alles problemlos. Wird aber ein Lüfter (ca. 30 W)
angeschlossen, resettet der Mikrocontroller beim Einschalten des Relais
sofort.
Ich hab leider kein Osziloskop, kann also nicht sehen, was genau vor
sich geht.
Für mich sehr merkwürdig, da die 5V-Versorgung über ein externes
Steckernetzteil betrieben wird und außerdem noch durch einen
Spannungsregler und Elkos geglättet wird. Und ein 30 W-Motor verursacht
nun wirklich keinen erheblichen Spannungsabfall.....
Woran kann's liegen? (100 nF KeKro am µC zum entstören ist vorhanden)
Danke im Voraus!
Sebastian
Setz nochmal 100µF oder mehr dazu als Elko, auch nahe am Controller.
Eventuell 6,8V-ZDiode über die Versorgung.
Eventuell an die Ausgänge zur Relais-Steuerung auch noch kleine Cs, einige
nF.
Eventuell größeren Reset-Elko und kleineren Reset-Widerstand nehmen.
Musst Du probieren...
Michael
da müssen die Relais möglichst weit weg vom Mikrocontroller
liegen und zwischen allen 230 V Leitungen und den TTL
Leitungen ist möglichst viele Abstand zu lassen. Alles klar
räumlich trennen, die Netz- und die 5V-Leitungen nicht
parallel führen und auch nicht kreuzen.
Ausserdem wäre auch noch eine Entstörbeschaltung der
Relaiskontakte für die induktiven Lasten zu empfehlen.
Die Relais in einem getrennten abgeschirmten Gehäuse
unterzubringen ist auch nicht schlecht.
Bye
Ist bereits geschehen, ohne Erfolg.
> Eventuell 6,8V-ZDiode über die Versorgung.
> Eventuell an die Ausgänge zur Relais-Steuerung auch noch kleine Cs, einige
> nF.
Werde ich probieren.
> Eventuell größeren Reset-Elko und kleineren Reset-Widerstand nehmen.
Resettet wird über einen MAX809 Brown Out Detector.
Verwunderlich ist nur, dass ja alles ohne 230V-Last wunderbar
funktioniert, mit aber nicht......
>
> Musst Du probieren...
>
> Michael
>
>
Ja, Trennung ist vorhanden, µC und Relais befinden sich auf zwei
verschiedenen Platinen, die über ein Flachbandkabel verbunden sind.
> Ausserdem wäre auch noch eine Entstörbeschaltung der
> Relaiskontakte für die induktiven Lasten zu empfehlen.
> Die Relais in einem getrennten abgeschirmten Gehäuse
> unterzubringen ist auch nicht schlecht.
>
> Bye
Werde ich versuchen. Aber mittlerweile habe ich noch etwas rausgefunden:
Es genügt manchmal sogar den Relais-Ausgangskontakt mit einem
230V-Polprüfer zu berühren um einen Reset hervorzurufen. Der bewirkt nun
wirklich keinen großen Stromfluß. Es kommt also sicherlich zu keiner
Verminderung der 5V-Versorgung. Woran kann es dann liegen? Gibt es
irgendwelche Besonderheiten dieses Relais-Typs? Hab im Datenblatt nichts
gefunden, meine Beschaltung entspricht weitgehend (NPN - Wiederstand von
der Basis zum Emitter habe ich weggelassen) der empfohlenen Beschaltung
aus dem PCB Relays Catalogue
(http://www.eu.omron.com/Upload/DocCenter/DC/En/BR/X033-E1-13.pdf Seite
32).
Wenn Du kein Oszi hast:
Nimm einen Kopfhörer, verbinde Masse mit Masse der Schaltung und
kontakltiere den anderen Pol des Kopfhörers über ein C (ein paar µF) an
Versorgungsspannung, Reset-Leitung, ...
Wenn der Versorgung wirklich sauber ist, dürfte man dort beim Schalten
nichts oder kaum was hören.
Kannst ja mal versuchen, an die Basis der Transistoren ein C zu legen, dann
geht der Schaltvorgang langsamer.
Ohne Oszi wirds ab jetzt schwierig.
Michael
schon mal an EMV gedacht ? Vielleicht fängt Deine Flachbandleitung Impulse
ein. Immerhin hat so ein Motor eine ordentliche Induktivität, die beim
Schalten einiges "von sich" gibt. Du solltest Dir auch die Leitungsführung
auf der µC Platine anschauen, große Leiterbahnschleifen fangen viel
Magnetfeld ein, was zu unerwünschten Störimpulsen auf der µC Versorgung
führen kann. Ausserdem ist es nicht schlecht, die µC Masse von der
Relaismasse zu trennen und sternförmig an der Versorgung zusammenzuführen.
Block Cs direkt an Resetcontroller und µC sind natürlich
selbstverständlich.....
Ohne Oszi schaut es aber in diesem Fall relativ schlecht aus , muss ich
sagen. Wie schaut es denn aus, wenn Du z.B. eine Glühlampe (weniger
Induktivität) schaltest ? Ist es da besser ?
HTH
Michael
Leitungen sind relativ dünn, außerdem gehen da ja keine Daten rüber, RAM
+ ROM sind ja bei Atmel on Chip.
> führen kann. Ausserdem ist es nicht schlecht, die µC Masse von der
> Relaismasse zu trennen und sternförmig an der Versorgung zusammenzuführen.
> Block Cs direkt an Resetcontroller und µC sind natürlich
> selbstverständlich.....
Beides vorhanden und offensichtlich nutzlos.
> Ohne Oszi schaut es aber in diesem Fall relativ schlecht aus , muss ich
> sagen. Wie schaut es denn aus, wenn Du z.B. eine Glühlampe (weniger
> Induktivität) schaltest ? Ist es da besser ?
Hab mittlerweile rausgefunden, dass er meistens auch schon bei einem
einfachen Polprüfer, quasi keine Last, resettet.
>
> HTH
> Michael
>
Außerdem habe ich den Resetcontroller auch schonmal rausgenommen und
durch einen einfachen Resetschalter ersetzt - ohne Erfolg.
Kann es sein, dass irgendwelche Spanungsspitzen aus dem 230V-Netz in die
5V-Versorgung über die Relais gelangen????
Wie kommt es dazu? Die Schalt- und Steuerkontakte sind bei einem Relais
doch physisch getrennt.
> Du kannst ja mal die Versorgung für den Controller und/oder für die Relais
> über einen Tiefpaß (C 100nF nach Masse, Seriendrossel, C100nF nach Masse)
> entstören.
>
> Wie ist die Masseführung - geht die Masse der Relaisplatine erst durch die
> Controllerschaltung oder relativ direkt an Masse des Netzteils?
Die Masse der Relaisplatine geht direkt ans Netzteil. Die Masse der
Controllerplatine geht über die Relaisplatine ans Netzteil.
>
> Tom
>
[...]
>Werde ich versuchen. Aber mittlerweile habe ich noch etwas rausgefunden:
> Es genügt manchmal sogar den Relais-Ausgangskontakt mit einem
>230V-Polprüfer zu berühren um einen Reset hervorzurufen. Der bewirkt nun
Das hat mit dem Relaistyp wohl nichts zu tun. Das ist ein
grundlegendes EMV-Problem auf der Controllerseite. Lege doch 'mal
Layout und Fotos auf eine Website und poste den Link, damit man das
anschauen kann.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Muenchen
1. Stromversorgung trennen. Dh fuer den AVR eine eigene Kombination
aus Diode, 50-100uF Kondensator, Spannungsregler, 50-100uF vorsehen.
Wenn das Relais das arme Steckernetzteil ueberlastet, darf das den
AVR nicht jucken.
2. AVR einen Reset-Baustein spendieren, der das Reset-Signal fuer eine
Mindestzeit anlegt. Dieses ueber ein RC-Glied (zB 470 Ohm, 10nF)
an den AVR fuehren. Ueber die Luft eingekoppelte Resets (wie zB
manchmal bei offenem Reset-Eingang zu beobachten) bleiben dann aus.
3. Stoerungen des Relais minimieren. Das erfordert mindestens eine
Freilaufdiode.
Wenn Du alle Tips umsetzt, duerften die Probleme der Vergangenheit
angehoeren.
Marc
jetmarc schrieb:
>>Solange an der 230V-Seite der Relais keine Last angeschlossen ist,
>>funktioniert auch alles problemlos. Wird aber ein Lüfter (ca. 30 W)
>>angeschlossen, resettet der Mikrocontroller beim Einschalten des Relais
>>sofort.
>
>
> 1. Stromversorgung trennen. Dh fuer den AVR eine eigene Kombination
> aus Diode, 50-100uF Kondensator, Spannungsregler, 50-100uF vorsehen.
> Wenn das Relais das arme Steckernetzteil ueberlastet, darf das den
> AVR nicht jucken.
Naja, meine Stromversorgung ist nicht getrennt aber ich habe mal
folgendes ausprobiert:
1. Last vom Relais abgenommen
2. Relais vom µC schalten lassen -> funktionierte problemlos.
3. Last am geschalteten Relais angeschlossen -> µC resettet sofort beim
Anschließen.....
==> Wenn das Relais schon geschaltet ist, wird es beim Anlegen der Last
wohl keinen höheren Steuerstrom ziehen, oder? D. h.
Spannungszusammenbruch kann ich ausschließen.........
>
> 2. AVR einen Reset-Baustein spendieren, der das Reset-Signal fuer eine
> Mindestzeit anlegt. Dieses ueber ein RC-Glied (zB 470 Ohm, 10nF)
> an den AVR fuehren. Ueber die Luft eingekoppelte Resets (wie zB
> manchmal bei offenem Reset-Eingang zu beobachten) bleiben dann aus.
Schon vorhanden. MAX809LEUR.
> 3. Stoerungen des Relais minimieren. Das erfordert mindestens eine
> Freilaufdiode.
Freitlaufdiode, also (?) eine Diode 1N4002 in Sperrrichtung ist bereits
vorhanden.
> Wenn Du alle Tips umsetzt, duerften die Probleme der Vergangenheit
> angehoeren.
Leider nicht........
>
> Marc
Sebastian
Gerald
Naja, wenn ich Deine Antwort richtig interpretiere hast Du
weniger als die Haelfte davon umgesetzt.
Wenn Du den Rest nicht "ausprobieren" moechtest, empfehle
ich Dir das Buch "EMV-gerechtes Geraetedesign" von Durcansky
im Franzis Verlag. Darin sind eine Menge von Kopplungswegen
fuer die Stoerung beschrieben, und deren Bekaempfung (sowohl
an Quelle als auch an Senke).
Im Endeffekt erzeugt das Schalten (ob nun per Relais oder
durch Anschliessen der Last an das bereits geschaltene Relais
ist so ziemlich dasselbe) eine Stoerung, die sich in Deinen
AVR fortpflanzt. Das geht zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Aehhh, will meinen galvanisch, induktiv, kapazitiv..
Das das Symptom der Reset ist, liegt nahe dass das Reset-Signal
falsch verstanden wird. zB weil es selbst betroffen ist. Stell
Dir einen Open-Collector Resetbaustein vor und Du laesst den
Pullup-Widerstand weg weil der AVR ja schon einen hat. Dann
ist es ein leichtes, das Signal zu stoeren. Oder es wird
falsch interpretiert, weil die Referenzen (VCC/GND) nicht mehr
stimmen.
Oder aber der Reset ist die richtige Reaktion deines Reset-Bausteins
auf eine ungueltige Spannungsversorgung. Aber das hast Du ja
schon von vorneherein ausgeschlossen.
Wenn Du Erfolg haben willst, musst Du den AVR von der Stoerung
isolieren. Stell Dir zwei separate Platinen vor, die nichts
gemein haben ausser dass sie auf demselben Tisch liegen. Stoert
die eine immer noch die andere? Wohl kaum. Diesen Zustand
kannst Du im Extremfall durch eine optische Entkopplung des
Relaistreibers erreichen.
So weit muss es aber nicht kommen. Es reicht, wenn Du die
Pfade entkoppelst, die tatsaechlich von der Stoerung genommen
werden koennen. Und das ist hauptsaechlich die Versorgung
des Relais sowie die Ansteuerung. Versorgung einfach wie
beschrieben trennen. Ansteuerung durch hohen Serienwiderstand
und schnelles C auf der AVR Seite des Widerstands.
Marc
> Naja, meine Stromversorgung ist nicht getrennt aber ich habe mal
> folgendes ausprobiert:
>
> 1. Last vom Relais abgenommen
> 2. Relais vom µC schalten lassen -> funktionierte problemlos.
> 3. Last am geschalteten Relais angeschlossen -> µC resettet sofort beim
> Anschließen.....
>
> ==> Wenn das Relais schon geschaltet ist, wird es beim Anlegen der Last
> wohl keinen höheren Steuerstrom ziehen, oder? D. h.
Natürlich nicht.
> Spannungszusammenbruch kann ich ausschließen.........
ACK.
Eigentlich hast Du alles "drin" was nötig ist.
100nF auf der Versorgung, Reset-Baustein, getrennte Versorgung...
Hast Du eigentlich auch den vorgeschriebenen Tantal direkt zwischen
_Eingang_ und Masse des Spannungsreglers drin????
Wenn das nix bringt:
Meiner Meinung nach (solche Probleme hatte ich auch schon mal) kriegst
Du eine Einstreuung durch die Luft (E-Feld, Magnetfeld).
Normalerweise richtet sowas nichts an, außer man hat irgendwo
einen offenen CMOS-Eingang (wg. extremer Hochohmigkeit).
Dann reagiert der Prozessor mit irgendwelchen Mätzchen,
die zum Absturz und damit zum Reset führen.
Wie sieht es mit den anderen I/O-Pins auf dem Prozi aus?
alles auf Output geschaltet und die Eingänge die (vielleicht)
sein müssen mit 10k oder so abgeschlossen?
lG,
Wolfgang
>Ich habe die Schaltpläne und Boardlayouts hochgeladen:
PNG - wozu (kann mein alter IE nicht)?
Im Schaltplan Farbe, wo sie nichts bringt.
Im Layout keine Farbe - hier hätte sie geholfen.
Riesige Ränder, schlechte Skalierung => paßt nicht auf den Bildschirm.
Eagle-Datei wäre besser gewesen.
Foto der gesamten Anordnung fehlt.
Sollte man sich eigentlich gar nicht weiter anschauen.
Genau kann ich es ja nicht erkennen, aber die Relaisplatine schaut
nicht so aus, als ob Du die erforderlichen Abstände eingehalten
hättest.
Zur Störung: mit _der_ Leiterbahnführung wird das wahrscheinlich nie
etwas. War das der Autorouter?
Mögliche Abhilfe:
- professionelle Hilfe einkaufen (sieh' es als Investition).
- Kiefer (VDE 0100) lesen und verstehen (ISBN 3800725819).
- Durcansky und Tim Williams lesen und verstehen.
- AoE hast Du schon gelesen und verstanden?
Verstehe den Sinn eines "Bezugspotentials". Das ist in Deinem Fall
_keine_ lange dünne Leiterbahn (Widerstand, Induktivität).
Von Schaltungen an 230V rate ich Dir vorerst dringend ab.
Sorry, wenn das recht deutlich war, aber da muß jeder durch, der sowas
erfolgreich entwickeln will.
Nur noch so am Rande:
Wieso ist Reset auf Pin 17 der Stiftleiste zum "Schaltboard" und kommt
dann als Therm 5 wieder raus?
Seit wann gibt es den MAX809 als 20polige Stiftleiste?
Versuch mal mit der Eagle Export-Funktion eine vernünftige PNG-Datei
hinzukriegen, musste einen Umweg über CAM + PostScript und GhostScript
gehen, um das Board überhaupt vernünftig darstellen zu können. Ich mach
jetzt einfach einen Screenshot und lade den hoch, okay? :-)
> Eagle-Datei wäre besser gewesen.
Hat nicht jeder.
> Foto der gesamten Anordnung fehlt.
keine Digitalkamera, hat nunmal nicht jeder :-)
> Sollte man sich eigentlich gar nicht weiter anschauen.
>
> Genau kann ich es ja nicht erkennen, aber die Relaisplatine schaut
> nicht so aus, als ob Du die erforderlichen Abstände eingehalten
> hättest.
>
> Zur Störung: mit _der_ Leiterbahnführung wird das wahrscheinlich nie
> etwas. War das der Autorouter?
Nein, es war nicht der Autorouter. Außerdem liegt es definitiv NICHT an
der Leiterbahnführung. Das hab ich mir auch schon gedacht und zur
Überprüfung eine Freiluftverdrahtung aus Relais + Transistor + Diode
hergestellt mit wirklich großem Abstand zwischen 230V-Seite und
5V-Steuerseite und die Probleme treten dort ebenso auf. An schlechter
Leiterbahnführung liegt's nicht....
>
> Mögliche Abhilfe:
> - professionelle Hilfe einkaufen (sieh' es als Investition).
> - Kiefer (VDE 0100) lesen und verstehen (ISBN 3800725819).
> - Durcansky und Tim Williams lesen und verstehen.
> - AoE hast Du schon gelesen und verstanden?
>
> Verstehe den Sinn eines "Bezugspotentials". Das ist in Deinem Fall
> _keine_ lange dünne Leiterbahn (Widerstand, Induktivität).
>
> Von Schaltungen an 230V rate ich Dir vorerst dringend ab.
>
> Sorry, wenn das recht deutlich war, aber da muß jeder durch, der sowas
> erfolgreich entwickeln will.
Hab schon einige Mikrocontrollerschaltungen entwickelt. Bin zwar kein
Profi, hab's aber bisher problemlos hingekriegt.
> Nur noch so am Rande:
>
> Wieso ist Reset auf Pin 17 der Stiftleiste zum "Schaltboard" und kommt
> dann als Therm 5 wieder raus?
Weil an den Therm-Anschlüssen noch eine weitere Platine mit
Mikrocontroller angeschlossen wird, welche auch einen Reset benötigt.
Ist aber als Fehlerquelle ausgeschlossen, da die Therm-Anschlüsse zur
Zeit unbeschaltet sind.
> Seit wann gibt es den MAX809 als 20polige Stiftleiste?
Ist ne SMD-Adapterplatine die an den Anschluss aufgesteckt wird (siehe
Beschreibung auf der Website)
> Servus
>
> Oliver
>Ich habe die Schaltpläne und Boardlayouts hochgeladen:
>http://urbans.bei.t-online.de
Was auffällt ist die seehr lange Reset-Leitung quer über
der Platine die sehr
hochohmig zu sein scheint (100k? Ist da wirklich so gewollt oder
fehlt da irgendwo ein Kondensator/niederohmiger Pullup?)?
Das ist so jedenfalls eine prima Antenne.
Legt da mal ein paar Massebahnen rechts und links
parallel und versuch es niederohmiger zu machen
oder mit einem Kondensator abzublocken.
Dann könnte man Probleme mit der Rückwirkung über die
Transis bekommen: Evtl. ein Widerstand 1k zwischen Basis
und Emitter der den Einfluss von Mr.Miller reduziert.
Auch macht dieses die Transis wesentlich unempflicher gegen
Störungen. (Immerhin hast Du jetzt einen Verstärker mit
4,7kOhm Eingangsimpedanz, wenn der AVR im TriState
bist Du noch hochohmiger...Radio Moskau...)
Auch scheinst Du die Relais direkt an die 5V des uC geklemmt zu haben?
Wenn Du schon luxeriöse Transitoren nimmst, könntest Du die
Relais auch vor dem Stabi, an der ungeregelten Spanung
anschliessen um so die IC-Spannung frei zu halten.
Damit "seuchen" sie hinter dem Stabi und können nicht so viel
Schaden anrichten.
Das Du ein EMV-Problem hast ergibt sich daraus, das
schon das blosse Anlegen der 230V den Reset auslöst:
Du machst damit ein grosses "du/dt" das sehr schön kapazitiv
eingekoppelt wird...
BTW: Sehr schön ist für solche Zwecke ein Piezo-Elektrischer
Gasanzünder, den man mit wenigen mm Abstand feuern lässt:
Das sollte die Schaltung nicht aus dem Tritt bringen.
Bei der Relais Platine:
Es ist Dir schon klar das Du da nicht die f. 230V vorgeschriebenen
Luftstrecken einhälst? (AFAIK müssen das mindestens 4mm sein.)
Die beiden 230V Strippen quer 'rüber liegen zu dicht zusammen
und zu dicht an den Kontakten. (Ja, das ist nicht ganz so
einfach zu layouten, auch wenn man scheinbar viel Platz hat.)
Ganz "verboten" sieht's beim Spulenanschluss mit der "durchgefädelten"
5V. Die liegen ja über Zentimeter(!) mäanderförmig parallel zur 230V Leitung!
Und das zudem deutlich unter 4mm (Was aber für EMV eh zu wenig wäre)
Da darf dich nix mehr wundern. Schon mal probiert ob das
Umpolen des Netzstecker eine Änderung bringt?
Du brauchst da auch deutlich mehr Anstand der Transis zu den Relais
und lieber die Leitungen zu den Relais länger machen als zu den Basen
der Transis. (Pulldowns nicht vergessen).
Die 1N4004 als Freilaufdioden wundern mich. "eigentlich" nimmt
man da kleinere aber schnellerere (1N4148, falls das reicht)
"eigentlich" schaltet man auch eine parallel zum Transi, um
auch die andere Halbwelle nicht am Transi zu vernichten.
(Derzeit wird die Basis-Kollektorstrecke leitend und die Energie
will/muss über die 4,7k und den AVR abfliessen...fände ich irgendwie
nicht gut, ist natürlich ne Geschmacksfrage...)
Dann gehört der C2 auf die andere Seite des Stabis,
direkt bei den Pins, ohne diese "Spule" dazwischen ;-)
(Hm, sind die 33nF wirklich korrekt? da gab es doch mal
eine falsche Applikation die tausendfach kopiert worden ist?)
Desweiteren solltest Du eine Leitung nur vom BürGl zum Elko
haben und dann vom Elko die Masse abnehmen,
(bei der "+"-Leitung hast Du es ja richtig gemacht.)
und nicht die vom Gleichrichter "anzapfen". Du versaust Dir so
mit einem Netzbrumm durch die steilflankigen Ladeimpuls die Masse
(Das sind alles Spulen, jeder Leiterbahn.!)
Dasselbe gilt für die Masse von C1!
Als Masse die Reglermasse nehmen und nicht den cm
entfernten Elko. (Sternförmig oder vollflächiges Multilayer)
Das Redesign der Relais Platine solltest Du auf jeden Fall
noch einmal jemanden, der sich mit den aktuellen
Vorschriften auskennt, zeigen. Ist immer unschön wenn so
etwas brandursächlich oder gar tödlichlich wird.
> >Ich habe die Schaltpläne und Boardlayouts hochgeladen:
> >
Versuch' doch mal, ob der Fehler noch auftritt, wenn Du
die Controllermasse mit PE verbindest, oder, fass das
unmöglich ist, ein geerdetes Blech 2mm unter die Platinen
zu kleben...
Bei einigen meiner 'Basteleien' in der Firma hats geholfen.
Nebenbei würde ich schaun, was der Resetconroller ab Strom
liefern kann, und dann den R2 (100k) in der Resetleitung
so weit als möglich verkleinern. Wenns geht, irgendwo in
die Richtung 1-10k, eine mit 100k terminierte Leitung 'hört
die (sprichwörtlichen) Flöhe husten'.
Dito für die Portpins, 27k ist evtl zu gross, vielleich
resettet das Biest über die Portpins ? (Marke HV-Impulse
IRGENDWO in der CPU gegen Gehäuse= Reset?)
Michael.
Das meinte ich ja. Deshalb wäre es nicht schlecht, mal ein Oszi zu organisieren
und Dir die 5V anzuschauen. Kapazitiv kann da durchaus was überkoppeln.
Vielleicht hat aber auch Deine ganze 5V Versorgung ein Problem und bricht
gelegentlich unter den Mindestwert ein, so dass die Brown Out Detection des µC
zuschlägt.
HTH
Michael.
>Versuch mal mit der Eagle Export-Funktion eine vernünftige PNG-Datei
>hinzukriegen, musste einen Umweg über CAM + PostScript und GhostScript
>gehen, um das Board überhaupt vernünftig darstellen zu können. Ich mach
Was ist einfacher: wenn *Du* einmal die Datei in einem
Pixelgrafikprogram nachbearbeitest, oder alle, die Dir helfen wollen?
[...]
>> Zur Störung: mit _der_ Leiterbahnführung wird das wahrscheinlich nie
>> etwas. War das der Autorouter?
>
>Nein, es war nicht der Autorouter. Außerdem liegt es definitiv NICHT an
>der Leiterbahnführung. Das hab ich mir auch schon gedacht und zur
Na, wenn Du das so genau weißt...
...wirst Du ernsthafte Probleme haben, den Fehler je zu finden.
[...]
>Hab schon einige Mikrocontrollerschaltungen entwickelt. Bin zwar kein
>Profi, hab's aber bisher problemlos hingekriegt.
Das geht leider nur zum Teil auf meine Hinweise ein.
1. Kennst Du die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen? Die Relais
sind m.E. keine sichere Trennung! Alles, was mit dem uC verbunden ist,
muß berührgeschützt sein.
2. Es liegt ziemlich sicher an der Leiterbahnführung.
Solange Du Dir aber "sicher" bist, daß es dieses oder jenes "nicht
sein kann", wirst Du nichts weiter lernen.
Anhaltspunkte habe ich gegeben, beweisen muß ich es Dir nicht als
Selbstzweck.
Moin,
das kommt mir bekannt vor. Ich hatte sowas auch schon mal allerdings hat
sich der Controller nicht zurückgesetzt (geresettet), sondern einfach
nur den Programcounter verstellt. So gesehen kannst Du froh sein, dass
der Resetcontroller (MAX..09) so giftig ist und reagiert. Das
erleichtert Dir schon mal die Fehlersuche...
Beim Öffnen der Relaiskontakte (und auch beim Schließen, weil sie dabei
prellen, dh. auch kurzzeitig öffnen) entsteht schon ein ziemlich fieser
Impuls, vor allem bei induktiven Lasten.
Ich habe bei der Lösung meines Problems einmal etwas Reengineering
betrieben und habe in vielen Schaltungen für zum Beispiel Motoren
kleiner Leistung (<100W) etc. folgende Konfigurationen gefunden:
Variante 1: parallel zum Relaiskontakt eine Serienschaltung 100R,100nF
Relaiskontakt
/
AC230V >--*-----* *-----*------------------------
| | |
--100R--100nF-- MOTOR
|
AC230V <-----------------------------------------
Variante 2: parallel zum Verbraucher eine Serienschaltung 100R, 100nF
Relaiskontakt
/
AC230V >--------* *--*------------------------
| |
100R |
| MOTOR
100nF |
| |
AC230V <-------------*------------------------
Variante 1 hat bei mir ganz gut geholfen, sie wirkt auch ganz gut zur
Minderung der "Schaltfunken" am Relaiskontakt...
Die Kombination 100R+100nF gibt's auch schon fertig eingegossen.
Für den 100R Widerstand habe ich dann 1/2W genommen. Der Kondensator
sollte natürlich ordentlich was abkönnen, am Besten sind wohl
selbstheilende Folienkondensatoren mit Spannungsfestigkeit zum
Dauerhaften Anschluß ans Stromnetz geeignet (die Dinger mit Prüfzeichen,
werden glaube ich auch Y-Kondensatoren genannt, oder war's X ?)
Alles andere hast'e ja schon um die Ohren gehauen bekommen ;-)
Gruß aus Kiel
Ing.olf
--
Ingolf Pohl * ing...@web.de * D-24103 Kiel
>Sebastian Urban <urb...@t-online.de> schrieb:
>>Ich habe die Schaltpläne und Boardlayouts hochgeladen:
>PNG - wozu (kann mein alter IE nicht)?
Kann er, muss nur in der Registry freigeschaltet werden. :-(
>Hallo!
>Ich steuere über einen Atmel AT8515 Mikrocontroller 6 Relais vom Typ
>G5LE-1 5V
>(http://www.eu.omron.com/Upload/DocCenter/DC/En/BR/K100E1-2A.pdf) an,
>an welche induktive 230V-Lasten angeschlossen werden sollen.
>Solange an der 230V-Seite der Relais keine Last angeschlossen ist,
>funktioniert auch alles problemlos. Wird aber ein Lüfter (ca. 30 W)
>angeschlossen, resettet der Mikrocontroller beim Einschalten des
>Relais sofort.
Was ist denn nun daraus geworden?
Rainer Zocholl wrote:
>
> Was ist denn nun daraus geworden?
Aufgegeben ?